VfL Oldenburg feiert Europacupsieg / O.R. / 24.05.2008 |
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 | | Der VfL Oldenburg gewinnt den Challenge Cup 2008. Foto: H. Jack
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VfL Oldenburg feiert Europacupsieg
29:26 gegen Merignac HB - Gäste führen bis kurz vor Schluss
Um 18.28 Uhr versank die EWE Arena endgültig im Jubel. Anna Badenhop hatte soeben das letzte Tor der Saison für die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg erzielt, der Gewinn des europäischen Challenge Cups freilich stand schon vorher fest. Im Rückspiel am frühen Samstagabend in Oldenburg zog Merignac HB beim 29:26 (16:15)-Sieg des VfL den Kürzeren, zumal der VfL am Sonntag zuvor in Bordeaux im Hinspiel nahe Merignac bereits mit 31:25 gesiegt hatte.
Der mit zwei kleinen Unterbrechungen seit 1980 in der Bundesliga spielende VfL gewann damit seinen ersten europäischen Titel. 1984 war der Club erst im Finale an Rimnicu Vilcea gescheitert, vorher, 1981, gewannen die Oldenburgerinnen den DHB-Pokal.
Die in Bestbesetzung angetretenen Mannschaften boten in der bis auf den letzten Platz gefüllten EWE Arena (2510 Zuschauer) ein insgesamt würdiges Finalspiel. Merignac, das nach schlechtem Beginn eine beeindruckende Aufholjagd abgeliefert, verpasste wenigstens einen Sieg, als es in den letzten Minuten alles riskierte. Der VfL gewann allerdings letztlich verdient das Spiel, das Finale und auch hochverdient nach tollen Auftritten den EHF Challenge Cup.
Angefeuert von einem fantastischen Publikum zeigten sich die Gastgeberinnen von Beginn an hellwach. Torfrau Tatiana Surkova verbreitete als Erste Europacup-Euphorie, hielt Würfe gegen Elodie Mambo und Noumia Zitiou, ehe dann auch die Abteilung "Angriff" ihren Teil zum Handballfest beitrug: Besonders Kim Birke mit fünf Treffern in den ersten zwölf Minuten (7:3) profitierte von der guten Abwehr und einem zunächst einfallslosen Spiel der Gäste. Höhepunkt der Stimmung war das 13:6 durch einen Konter von Haege Fagerhus.
Dann aber änderte sich das Bild des Spiels. Merignac kam gegen nachlässig werdende Oldenburgerinnen Tor um Tor heran, spielte schneller und stellte sich immer besser auf den VfL-Angriff ein. Mit dem siebten Tor in Folge für die Gäste hatte Mambo nach 26 Minuten zum 13:13 ausgeglichen.
Auch im zweiten Abschnitt blieb Merignac die dominierende Mannschaft. Die für Birke gekommene Badenhop glich zwar zum 17:17 (33.) aus, dann aber gelang lange Zeit kaum noch was bei den Gastgeberinnen. Besonders Aufbauspielerin Zitiou drehte auf, riss ihre Mannschaft mit. Als Oldenburgs Trainer Krowicki seine Auszeit nahm, stand es bereits 24:20 für die Gäste.
Gut, dass das Publikum niemals aufhörte, ihre Mannschaft anzufeuern. Charlotte Audebert foulte Neuendorf, Fagerhus verwandelte den fälligen Strafwurf (50.) zum 21:24. Ein Konter über Surkova und Badenhop vollendete Kethorn zum 22:24, und als Schmele in der 52. Minute das 23:25 mit einem ihrer typischen knallharten Würfe aus der zweiten Reihe machte, kochte die Arena.
In den letzten sieben Minuten versuchte es Merignac nach einer Auszeit mit offener Deckung. Aber ohne Erfolg.
VfL Oldenburg - Merignac Handball 29 : 26 (16 : 15)
VfL Oldenburg: Surkova (23 Paraden/1 Siebenmeter), Renner (bei einem Siebenmeter) - Birke (5), Parchina (1), Fagerhus (4/1), Neuendorf (5/1), Kowalska, Scholl (2), Kethorn (3), Temp (1), Schmele (3), Badenhop (3), Gümmer (1), Wenzl (1).
Merignac HB: Callave (13 Par./1 SM), Rivet - Gomis (2), Salaün (1), Zitiou (6/1), Mambo (11/3), Devautour, Gondo (2), Bellaud, Audebert, Dembele (3), Bouchon, Petricien, Legenty (1).
Siebenmeter: 4/2 (Temp mit Heber drüber, Fagerhus verschießt gegen Calave) - 5/4 (Surkova hält gegen Zitiou).
Zeitstrafen: 2 (Wenzl (26.), Kethorn (22.)) - 4 (Gondo (19.), Bellaud (24.), Gomis (28.), Audebert (46.)).
Schiedsrichter: Monika Hagen, Maria Charlotte Hallberg aus Schweden
Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg
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