Presseberichte- ältere Berichte   
VfL fügt Puzzleteile zusammen / NWZ / 18.08.2005
Selbstbewusst in die neue Liga / NWZ / 17.08.2005
Kartenvorverkauf des VfL Oldenburg / O.R. / 12.08.2005
Wolfgang Reckenthäler gibt Aufgabe als Co-Trainer ab / DHB - T.O.K. / 28.07.2005
Heike Schmidt rückt ins Trainerteam auf / DHB - T.O.K. / 20.07.2005
Cloppenburg verstärkt sich mit Julia Behrens / www.hbvf.de / 19.07.2005
Das Ende der falschen Bescheidenheit in Oldenburg / NWZ / 15.07.2005
Die Neue ist da / O.R. / 11.07.2005
Frauen jubeln über spätes WM-Geschenk / NWZ / 01.07.2005
Jana Oborilova erhält eine neue Chance / NWZ / 25.06.2005
WM-Express entgleist kurz vor dem Ziel / NWZ / 20.06.2005
Gästetrainer sieht noch gleiche Chancen / O.R. / 17.06.2005
Zygfryd Kuchta im Interview / www.reczna.pl / 15.06.2005
Das Unmögliche ist möglich / O.R. / 14.06.2005
"Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen!" / O.R. / 14.06.2005
Handball-Frauen benötigen "Wunder von Oldenburg" / NWZ / 13.06.2005
Frauen brauchen starke Nerven / NWZ / 11.06.2005
Arena wird Sportlern zusätzlichen Kick geben / NWZ / 09.06.2005
Zygfryd Kuchta im Interview / H.J. u. O.R. / 08.06.2005
Noch 800 Karten für das Länderspiel / O.R. / 08.06.2005
Bundestrainer baut auf Oldenburger Trio / NWZ / 07.06.2005
Langensalza startet mit Leukefeld durch / NWZ / 06.06.2005
DHB-Frauen erwartet in Kielce ein Hexenkessel / handball-world / 06.06.2005
FHC vor Neuverpflichtung / MOZ / 30.05.2005
Handball-Frauen siegen zweimal klar / NWZ / 30.05.2005
Der Tag kommt - und Schröder geht / O.R. / 29.05.2005
Jetzt fehlt noch ein Kracher / Grevener Zeitung / 24.05.2005
Ein Fest der Sinne / O.R. / 24.05.2005
Oldenburger durchforsten sämtliche Ligen / NWZ / 24.05.2005
Erster Europacup-Triumph für Leverkusen / handball-world / 22.05.2005
Nürnberg auf den Spuren des TuS Walle / NWZ / 17.05.2005
Leverkusen vor erstem Europacup-Erfolg / handball-world / 15.05.2005
VfL baut Mannschaften für die neue Saison auf / O.R. / 03.05.2005

VfL fügt Puzzleteile zusammen / NWZ / 18.08.2005

HANDBALL Turnier-Auftritt erster Härtetest für die Oldenburger Bundesliga-Teams

Beim Wunderhorn-Turnier wartet starke Konkurrenz aus Osteuropa. Vier Oldenburgerinnen geben ihr Heimdebüt.

OLDENBURG - Leszek Krowicki sitzt an seinem Schreibtisch, ein Ordner mit Trainingsplänen rechts, ein Ordner mit Aufzeichnungen links, Videomaterial, Fachliteratur und zwischendurch immer wieder Telefonate. Er selbst beschreibt seinen neuen Arbeitsplatz als Handball-Profitrainer beim Bundesligisten VfL Oldenburg „als ein riesiges Puzzle, dem ich noch 100 Elemente zufügen kann, bis das Bild komplett ist“.

Ein erstes Bild von der neuformierten VfL-Mannschaft erhält nicht nur der 47-jährige polnische Erfolgscoach am Wochenende. Beim 20. Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn (19. bis 21. August) werden Krowicki, Fans und Spielerinnen eine erste aussagekräftige Rückmeldung darüber erhalten, wie gut der VfL mit Blick auf den Bundesligastart am 4. September gegen den Buxtehuder SV derzeit unterwegs ist.

„Natürlich arbeiten wir gezielt auf den Liga-Start hin. Deswegen werden wir auch viel ausprobieren: Verschiedene Aufstellungen, taktische Varianten“, überlegt er und ergänzt, wohl wissend um die Erwartungshaltung der Fans: „Aber natürlich möchten wir etwas präsentieren, das schon wie ein Bild aussieht.“ In enger Absprache mit der zweiten Mannschaft des VfL, die im Frühjahr in der 2. Bundesliga aufgestiegen ist, bastelt Krowicki mit Trainer-Kollege Markus Stapenhorst am Oldenburger Gesamtbild.

  
  VfL Oldenburg 2005/2006
Hintere Reihe: Teammanager Henning Balthazar, Julia Renner, Janice Fleischer, Marion Erfmann, Alena Vojtiskova, Heike Zornow, Stefanie Kreft, Co-Trainerin Maike Balthazar, Trainer Leczek Krowicki
Mittlere Reihe: Physiotherapeut Attila Altunok, Wiebke Kethorn, Diane Lamein, Nina Hess, Alexandra Hansel, Sarah Everding, Kim Birke
Vordere Reihe: TW-Trainer Sascha Worontsow, Lucia Tobiasova, Kathrin Scholl, Olesija Heinowski (geb. Nürnberg), Jana Oborilova, Magdalena Urdea, Physiotherapeut Sebastian Hünermann
Es fehlen: Co-Trainerin Rita Forst, Physiotherapeutin Silke Prante, Mannschaftsarzt Dr. Leopold Behler, Ronny Krause
(Foto VfL Oldenburg)

Das hochkarätige Teilnehmerfeld des diesjährigen Jubiläumsturniers dürfte dabei noch so manches eckige oder runde Puzzleteil zuliefern. Gerade die osteuropäischen Teams wie Kuban Krasnodar (Russland), Oltchim Valcea (Rumänien), Nata Danzig, SPR Lublin, Piotrcovia Piotkow (alle Polen) oder die litauische Mannschaft Egle Vilnius dürften den deutschen Bundesligateams aus Oldenburg und Buxtehude (Vorjahressieger) mächtig einheizen.

„Ein wirklich schwache Mannschaft gibt es nicht. In allen Teams stehen starke Nationalspielerinnen“, überlegt Krowicki beim Blick auf das internationale Starterfeld.

Eine deutsche Nationalspielerin wird indes beim Turnierstart am Freitag (16 Uhr) fehlen: Die Oldenburgerin Marion Erfmann laboriert bekanntlich seit Wochen an einer Patellasehnen-Reizung und muss sogar um den Bundesligastart im September bangen. Dafür hat Leszek Krowicki aber auch interessante, andere Puzzlestücke aufzubieten. So werden die Neuzugänge Magdalena Urdea (Kirchhof), Lucia Tobiasova (Bystrica), Kim Birke (List) und Torwart-Talent Julia Renner (Ellerbek) erstmals vor heimischer Kulisse auflaufen.

Und an noch eine „Neue“ müssen sich die Zuschauer gewöhnen. Olesija Nürnberg geht nach ihrer Heirat zukünftig als Olesija Heinowski auf Torjagd. Für dieses Puzzleteil hat Leszek Krowicki jedoch den richtigen Platz längst gefunden – auf Rechtsaußen.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals / http://www.nwz-online.de


Selbstbewusst in die neue Liga / NWZ / 17.08.2005

Der Aufsteiger ist mit dezimiertem Kader in die Vorbereitung gestartet. Am Wochenende steht der erste echte Härtetest an.

OLDENBURG - 49:3 Punkte, 865 erzielte Tore in 26 Spielen, Meisterschaft mit deutlichem Abstand und Aufstieg in die Zweite Liga: Die vergangene Saison der Handballerinnen des VfL Oldenburg II glich einem Triumphzug. Doch inzwischen liegen die Sektflaschen im Altglas-Container, die Freudengesänge sind verklungen – stattdessen bereitet sich das Team von Trainer Markus Stapenhorst derzeit auf eine schwere Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse vor.

Und rund drei Wochen vor dem ersten Spiel gegen den HSC Magdeburg ist die Lage nicht gerade rosig: Zum einen muss Stapenhorst in der Vorbereitung auf Stefanie Kreft, Jana Looschen und Ariane Monhaupt verzichten, die nach Verletzungen noch nicht wieder fit sind. Zum anderen ist der Transfer von Inga Trautmann von Germania List zu den VfL-Frauen wohl endgültig geplatzt. Grund: In Oldenburg ließ sich laut Stapenhorst kein passendes Gymnasium für die angehende Abiturientin finden.

Dennoch lässt sich der Trainer nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich sei sein Team auch im der vergangenen Jahr stark dezimiert in die Vorbereitung gestartet. So zeigt sich Stapenhorst durchaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Trainingseinheiten: „Die Mädels haben super gearbeitet und sind alle schon recht weit. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Ob die Trainingsleistungen Früchte tragen, zeigt sich beim ersten echten Härtetest am kommenden Wochenende: Dann misst sich die VfL-Reserve beim „Wunderhorn“-Turnier mit Spitzenmannschaften wie dem polnischen Meister SPR Lublin. „Wir sind klarer Außenseiter und wollen vor allem Erfahrungen sammeln“, beschreibt Trainer Stapenhorst seine Erwartungen. „Aber wir wollen auch ein oder zwei Spiele gewinnen“, fügt er hinzu.

Unterstützt wird sein Team dabei von Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft. Dieses Wechselspiel gilt auch für die Ligaeinsätze: fünf bis sechs Bundesliga-Spielerinnen des VfL sollen regelmäßig in der Reserve aushelfen. Deshalb geht Trainer Stapenhorst das Unternehmen Zweite Liga auch selbstbewusst an. „Wir sind stark genug, dürfen uns nicht verrückt machen.“ Es gelte, nicht zu verkrampfen, wenn erste Niederlagen kommen. Grundsätzliches Ziel: die Liga erhalten und möglichst viele Spiele gewinnen.

Wunderhorn-Turnier im Internet unter www.wunderhorn-turnier.de

Kader des VfL II

Mit elf Spielerinnen ist die Mannschaft von Trainer Markus Stapenhorst in die Vorbereitung zur neuen Saison gestartet. In Stefanie Kreft, Jana Looschen und Ariane Mohnhaupt haben derzeit aber noch drei Spielerinnen mit Verletzungen zu kämpfen. Zum aktuellen Kader gehören:

  
  Hintere Reihe (von links nach rechts):Trainer Markus Stapenhorst, Maren Eckert, Stefanie Kreft, Julia Renner, Masseur Uwe Beneken, Co-Trainerin Helga Lütje
Mittlere Reihe: Vivien Eickhoff, Alena Vojtiskova, Doris Janßen, Martina Hilgenberg, Birthe Barger, Deike Heeren
Vordere Reihe:Nina Hess, Wiebke Kethorn, Kim Birke, Sarah Everding, Alexandra Hansel
Es fehlen: Jana Loschen, Irena Nürnberg, Ariane Monhaupt, Iris Langkabel, Thalke Bitter

Torhüterinnen: Stefanie Kreft, Maren Eckert, Julia Renner
Feldspielerinnen: Ines Langkabel, Jana Looschen, Doris Janßen, Birthe Barger, Martina Hilgenberg, Vivien Eickhoff, Irena Nürnberg, Ariane Monhaupt, Thalke Bitter (A-Jugend), Deike Heeren (A-Jugend)
Zugänge: Julia Renner
Abgänge: Svenja Blancke, Maren Bohmbach, Nina Bruck

Die Saison 2005/06 beginnt für den VfL Oldenburg II am Sonntag, 11. September, mit einem Heimspiel gegen den HSC 2000 Magdeburg. Sein erstes Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga Nord bestreitet das Oldenburger Team am 18. September beim TuS Lintfort.

Beim „Wunderhorn-Turnier“ warten hochklassige Gegner auf die Oldenburger. Der VfL II spielt in einer Gruppe mit Kuban Krasnodor (Russland), HCM Roman (Rumänien), SPR ICom Lublin, Lacznosciowiec Stettin (beide Polen) und dem BSV Buxtehude.

Favorit auf den Gruppensieg ist der amtierende polnische Meister SPR Lublin. Eine gute Rolle wird sicherlich auch die russische Mannschaft Kuban Krasnodar mit der überragenden Spielerin des vergangenen Jahres, Anna Kurepta, spielen. Die Russinnen gehören zu den Stammgästen in Oldenburg.

Quelle: Von Andreas Naaf - http://www.nwz-online.de


Kartenvorverkauf des VfL Oldenburg / O.R. / 12.08.2005

Am 4. September beginnt für den VfL Oldenburg die erste Saison in der neuen EWE Arena. Das Auftaktspiel ist gleich ein Derby. Der Buxtehuder SV, ehemaliger Klub von VfL-Trainer Leszek Krowicki ist der erster Gast im über 2.000 Zuschauer fassenden Rund. Karten für dieses Handball-Highlight gibt es ab sofort online bei http://www.nordwest-ticket.de, bei der NWZ, dem Hunte Report und den bekannten Vorverkaufsstellen.

Auch der Dauerkartenverkauf für die Saison 2005/06 startet in wenigen Tagen. Vorbestellungen mit Platzauswahl nimmt die Geschäftsstelle des VfL Oldenburg, Rebenstraße 51 schon ab Montag entgegen. Die Geschäftsstelle ist von Montag bis Freitag auch telefonisch unter 0441 - 817 26 zu erreichen.

  
Leszek Krowicki  
Unterdessen bereitet sich das Team von Leszek Krowicki weiterhin intensiv auf die kommenden Aufgaben vor. Nach dem Test am Mittwoch bei Herrentrup Blomberg (25:24) spielt der VfL am Samstag in Haren / Emsland zwei weitere Testspiele. "Das tun wir auch, um kleine Vereine im Umland zu unterstützen", erklärt Co-Trainerin Maike Balthazar das Zustandekommen dieser Spiele, bei denen es zuerst gegen den in Haren beheimateten TuS und dann gegen eine Regionalauswahl geht.

Für Coach Krowicki sind nackte Ergebnisse in diesen Testspielen zweitrangig. "Wir proben ständig verschiedene Abwehrsysteme und orientieren uns dabei nicht am Gegner," sagt der Pole.
 
  
  Physiotherapeut Attila Altunok mit Marion Erfmann und Diane Lamein
Vom derzeitigen Zustand der Mannschaft berichtet der Trainer nur Gutes: "Alle haben verstanden, dass die Vergangenheit nicht mehr zählt und ziehen voll mit. Wir beginnen alle bei Null, jede hat die gleichen Chancen und muss mich überzeugen."

Sorgen machen nur die verletzten Spielerinnen. So hat Marion Erfmann weiterhin Probleme mit ihrer Patellasehne. Obwohl sie während der Vorbereitung bei jeder Trainingseinheit dabei ist, wird sie auch individuell trainiert. "Marion ist eine wichtige Spielerin und ich hoffe, dass sie bald zurückkommt." Die nächsten zwei Wochen sollen zeigen, ob Erfmann eine Operation nötig hat.

  
  Vom 19. - 21. August beim Robert Schumann Turnier wird es für den VfL ernst.
Auch Diane Lamein ist derzeit etwas angeschlagen. Doch der mögliche Ausfall zweier gestandenen Spielerinnen ist auch eine "wunderbare Chance" (Krowicki) für den Nachwuchs. "Wiebke Kethorn, Sarah Everding, Nina Hess und Alexandra Hansel sind sehr gut drauf", berichtet Krowicki.

Der wichtigste Termin in der Vorbereitung ist das Robert-Schumann-Turnier um den Oldenburger Wunderhorn vom 19. - 21. August. "Da werden dann auch die Ergebnisse wichtig", sagt Krowicki.
Ein ernsthafter Test wird das auf alle Fälle, denn beim Wunderhorn ist auch der Buxtehuder SV dabei. Eine bessere Generalprobe für den Bundesliga-Auftakt am 4. September kann man sich eigentlich gar nicht wünschen.

Quelle: Ole Rossenbohm / Presse VfL Oldenburg


Wolfgang Reckenthäler gibt Aufgabe als Co-Trainer ab / DHB - T.O.K. / 28.07.2005

Schweren Herzens hat sich Wolfgang Reckenthäler von seiner Aufgabe alsCo-Trainer der Frauen-Nationalmannschaft gelöst. Der 54-jährige Coach des Bundesligisten DJK/MJC Trier beendete am Mittwoch nach einem Gespräch mit Bundestrainer Armin Emrich sein Engagement in Diensten des Deutschen Handballbundes.

„Meine Aufgabe als Co-Trainer der Nationalmannschaft ist mit der Zielsetzung der DJK/MJC Trier nicht mehr vereinbar, sodass ich Armin schweren Herzens abgesagt habe“, erklärte Reckenthäler. Trier stand im Mai in den Endspielen der Deutschen Meisterschaft und musste sich erst dem 1. FC Nürnberg geschlagen geben. „Ich bin froh, dass Heike Schmidt zum Trainerteam gestoßen ist“, räumte Reckenthäler ein. „Das hat mit die Entscheidung ein bisschen leichter gemacht.“ Die ehemalige Spielführerin der DHB-Auswahl war erst vor wenigen Tagen beim Sommerlehrgang in Grünberg in den Trainerstab des A-Teams aufgerückt und wird die Mannschaft gemeinsam mit Emrich auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) vorbereiten.

„Ich bin dankbar, dass Wolfgang im Februar spontan zugesagt hat, mich bei meinem Einstand als Frauen-Bundestrainer zu begleiten“, sagte Emrich. „Auch der DJK/MJC Trier bin ich zu Dank verpflichtet, dass sie ihren Cheftrainer in den vergangenen Monaten für die Arbeit mit der Nationalmannschaft freigestellt hat.“

Quelle: DHB / T.O.K. - http://www.deutscherhandballbund.de/


Heike Schmidt rückt ins Trainerteam der Frauennationalmannschaft auf
/ DHB - T.O.K. / 20.07.2005

Unmittelbar nach dem Ende ihrer aktiven Karriere beginnt Heike Schmidt eine neue sportliche Laufbahn: Die 33-jährige Oldenburgerin stößt zum Trainerteam der Frauennationalmannschaft des Deutschen Handballbundes. „Ich kann in einem Umfeld, in dem ich mich immer wohlgefühlt habe, weiter aktiv sein und wichtige Erfahrungen sammeln“, sagt Schmidt. „Das ist eine Chance, die man nicht jeden Tag geboten bekommt.“ Die Perspektiven sind reizvoll, schließlich bereitet sich der EM-Fünfte auf die Weltmeisterschaft in Russland (5. bis 18. Dezember) vor.

Bundestrainer Armin Emrich stellte seine neue Mitarbeiterin zu Beginn des derzeit in Grünberg stattfindenden Sommerlehrgangs der DHB-Auswahl vor. „Schröder musste dem Team einfach erhalten bleiben. Als ehemalige Mannschaftsführerin soll sie für Kontinuität in der Atmosphäre sorgen und wird natürlich auch voll in die sportfachliche Arbeit eingebunden“, sagt der 54-Jährige. Zum Trainerteam zählt neben Emrich und Schmidt weiterhin Wolfgang Reckenthäler (DJK/MJC Trier). „Es ist wichtig, dass in diesem Kreis auch eine Frau vertreten ist“, betont Emrich. Auch Dago Leukefeld, einer seiner Vorgänger, vertraute mit der ehemaligen Weltklasse-Linkshänderin Silvia Schmitt an seiner Seite auf eine routinierte Assistentin.

Heike Schmidt beendete ihre Zeit als aktive Handballerin nach 16 Jahren auf höchstem Niveau erst vor einem Monat mit den Play-offs der Weltmeisterschafts-Qualifikation gegen Polen. Die universell einsetzbare Mittelfrau gewann bereits 1997 bei der WM im eigenen Land die Bronzemedaille.

Dass Deutschland trotz der gegen Polen verpassten Direkt-Qualifikation als Nachrücker im Dezember an der WM in Russland teilnehmen darf, erhöht den Reiz der neuen Aufgabe, die Schmidt bereits voll fordert und in der Mannschaft auf große Akzeptanz stößt. „Meine Position im Team hat sich jetzt geändert, aber deshalb bin ich ja kein anderer Mensch“, sagt die Architektin. Auch bei ihrem neuen Engagement darf Heike Schmidt auf die volle Unterstützung ihres Arbeitsgebers, des Oldenburger Energieunternehmens EWE, zählen und kann so ihre Erfahrung weiter in den Dienst der DHB-Frauen stellen.

Quelle: DHB / T.O.K. - http://www.deutscherhandballbund.de/


Cloppenburg verstärkt sich mit Julia Behrens / www.hbvf.de / 19.07.2005

Während die Verpflichtung der Polin Kosel trotz eines bereits im März unterzeichneten Vertrags an einer plötzlich auftauchenden dubiosen Ablöseforderung ihres Vereins Jelena Gora scheiterte, wird in der kommenden Saison Julia Behrens im Trikot des TVC auflaufen. Die Linkshänderin, die früher für den VfL Oldenburg spielte, kommt vom SV Werder Bremen.

Auf die Verpflichtung von K. Kosel/Jelena Gora-Polen wird seitens des TVC verzichtet, da ihr Verein plötzlich mit dubiosen Ablöseforderungen in Höhe von 12.000 Euro an den Verein herangetreten ist. Diese Summe ist der TVC nicht bereit und auch nicht in der Lage zu bezahlen, obwohl Kosel schon Mitte März einen Vertrag in Cloppenburg unterschrieben hat.

Dafür kann allerdings für die RA-Position Vollzug vermeldet werden, denn die 25-jährige Julia Behrens vom SV Werder Bremen (vormals VfL Oldenburg 1.Liga) unterzeichnete am vergangenen Wochenende einen Vertrag beim TVC. Die Linkshänderin besticht durch ihre enorme Schnelligkeit und Wurfvarianten und gilt als ideale Ergänzung zu Monika Puczek und Imke Viering.

Michael Klein heisst der neue Physiotherapeut der 1.Damenmannschaft. Klein, Ex-Fußballprofi bei Blau-Weiß 90 Berlin, arbeitet im Cloppenburger Reha-Zentrum und erklärte sich spontan bereit, die Stelle der langjährigen Physiotherapeutin Anne Imsiecke zu übernehmen, obwohl er selbst noch als Fußballtrainer die Sportfreunde Sevelten betreut.

Quelle: Pressemeldung des TV Cloppenburg - http://www.hbvf.de/


Das Ende der falschen Bescheidenheit in Oldenburg / NWZ / 15.07.2005

HANDBALL Frauen-Bundesligist VfL spricht offen von Plätzen in der deutschen Spitze – Trainingsauftakt

OLDENBURG - Am Anfang stand das Wort, und zwar das von Leszek Krowicki. „Ziele müssen ehrgeizig aussehen“, sagte der neue Trainer von Handball-Bundesligist VfL Oldenburg, als er seine Frauen gestern zum ersten Training versammelte. Eher falsche Bescheidenheit hat der Pole nämlich beim einstigen Europapokal-Finalisten ausgemacht: „Der VfL hat zu lange akzeptiert, dass er irgendwie zwischen den Plätzen sechs und acht einkommt. Das schien schon vor der jeweiligen Saison in den Köpfen zu stecken. Diese Einstellung gilt es zu ändern.“

Packen es beim VfL Oldenburg an (von links): Jana Oborilova, Magdalena Urdea, Trainer Leszek Krowicki und Lucia Tobiasova     / BILD: H. Jack

Geändert haben die Oldenburger zunächst die Zusammensetzung ihres Personals. Für die deutschen Nationalspielerinnen Heike Schmidt und Daniela Harke sowie die griechische Rekord-Auswahlspielerin Grigoria Gkolia rücken die Rumänin Magdalena Urdea und die Slowakin Lucia Tobiasova ein; zudem machte sich Krowicki für den Verbleib von Jana Oborilova stark. „Sie hat noch viel Potenzial“, kommentierte der Trainer. „Mit ihr hatten wir immer Schwierigkeiten – wenn sie unsere Gegnerin war.“ Und mit einem Lob für Urdea schob er gleich einen enormen Anspruch hinterher: „Sie ist vielleicht die beste Rechtsaußen in Deutschland“, charakterisierte er die Linkshänderin von der SG Kirchhof.

Bei der offiziellen Präsentation der Neuen vor den ersten Trainingsrunden am Abend kamen keine Zweifel daran auf, dass „die Mannschaft dem professioneller gewordenen Umfeld die entsprechenden sportlichen Leistungen anfügen muss“, wie es Vorstand Horst Schreiber vom Sponsor Öffentliche Versicherungen ausdrückte. Ungeduld soll trotzdem nicht die systematische Entwicklungen hemmen: „Wir wissen, dass der Aufbau Zeit braucht. Dieses wird eine Konsolidierungs-Spielzeit.“

Spätestens danach dürfte der grobe Zeitplan aber präzisiert werden. Langfristig strebt der neue Trainer „auf die ersten drei Plätze in Deutschland. Da bin ich ganz mutig.“ Kurzfristig gilt immerhin eine Europapokal-Teilnahme als Ziel. Jenes Finale im EHF-Pokal mit dem VfL ist ja auch schon 21 Jahre her . . .

Quelle: VON HORST HOLLMANN - http://www.nwz-online.de


Die Neue ist da / O.R. / 11.07.2005

VfL Oldenburg verpflichtet Lucia Tobiasova

Gestern abend traf Lucia Tobiasova in Oldenburg ein, seit dem heute durchgeführten medizinischem Check im Oldenburger Rehazentrum ist klar: Die 22-jährige Slowakin ist ab sofort beim VfL unter Vertrag. "Sie ist eine junge und talentierte Spielerin", sagt ihr Trainer Leszek Krowicki. "Sie passt sowohl in unser sportliches, als auch in das finanzielle Konzept. Sie wird uns helfen." Kowicki erwartet eine vielseitige Spielerin, die - obwohl Rechtshänderin - auch auf der rechten Rückraumposition schon gespielt hat. Desweiteren sei die Slowakin auch eine sehr gute Abwehrspielerin. Tobiasova unterschreibt zunächst einen Vertrag für die kommende Spielzeit. Tobiasova unterschreibt zunächst einen Vertrag für die kommende Spielzeit. Festgelegt ist allerdings eine einseitige Option des Vereins für ein weiteres Jahr.

Bevor sich die Neue Oldenburg genauer ansehen konnte, bestand Tobiasova die medizinischen Tests mit bravour. Auf Laufband und Fahrrad absolvierte sie unter der Anleitung von Dr Stephan Böhmen quasi die erste Trainingseinheit. Vor der nächsten hat die slowakische Nationalspielerin, die 19 A-Länderspiele hinter sich hat, die Gelegenheit Oldenburg von der sonnigen Seite kennenzulernen. Denn erst am kommenden Donnerstag startet der VfL mit der Saisonvorbereitung.

Lucia Tobiasova kommt vom slowakischen Erstliga-Klub Banska Bystrica, für den sie in den letzten zwei Jahren gespielt hat. In der vergangenen Saison kam sie mit Banska - auch der ex-Verein von Jana Oborilova - bis in die dritte Runde des Challenge-Cups vor. Aufgewachsen ist die 178 cm große Tobiasova in der Hauptstadt Kosice. Seit ihrer Kindheit spielt sie Handball und sie durchlief alle Jugend-Nationalteams ihres Landes. Tobiasova: "Ich freue mich auf den VfL und will mich vor allem handballerisch verbessern. Das gelingt bestimmt, denn die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt. Von Jana habe ich viel gutes über Oldenburg und den VfL gehört. Ich glaube, ich werde mich hier wohl fühlen. Die Berge meiner Heimat werde ich aber vermissen."

Daten
geb. am 2.8.1982
178 cm
68 Kg
9 Länderspiele für die Slowakei

Quelle: Ole Rosenbohm - Presse VfL Oldenburg


Frauen jubeln über spätes WM-Geschenk / NWZ / 01.07.2005

HANDBALL Nach Taiwan-Verzicht fährt Deutschland nun doch zur Weltmeisterschaft

OLDENBURG/DORTMUND - Zwölf Tage nach dem WM-Aus gegen Polen in Oldenburg setzten Deutschlands Handballerinnen gestern Nachmittag zur großen Jubelrunde an. Denn trotz sportlich verpasster Qualifikation wird das Team von Bundestrainer Armin Emrich nun doch an der Weltmeisterschaft (5. bis 18. Dezember) in St. Petersburg teilnehmen. Grund ist der WM-Verzicht von Taiwan als vierter Asien-Vertreter.

„Wir Spielerinnen haben schon einen Rundruf gestartet. Ich habe gerade mit Grit Jurack in Dänemark telefoniert. Nach der herben Enttäuschung sind wie jetzt natürlich alle überglücklich“, erklärte Nationalspielerin Marion Erfmann vom VfL Oldenburg. Da Kasachstan als erster Nachrücker wegen seines Nichterscheinens bei der letzten WM in Kroatien 2003 vom Weltverband IHF gesperrt ist, und Asien keine weitere Nation nominieren konnte, wurde die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) als erster Nachrücker aus Europa nominiert.

Bei den deutschen Spielerinnen reiften gestern bereits konkrete WM-Pläne. "Wir haben eine zweite Chance bekommen, und die wollen wir auch nutzen. 1992 bei der Fußball-EM rückte in Folge der Balkan-Krise Dänemark für Jugoslawien nach und gewann den Titel. Was die Dänen damals geschafft haben, wollen wir jetzt auch schaffen", sagte Marion Erfmann.

Die DHB-Auswahl hatte bekanntlich am 12. und 18. Juni (Rückspiel in der EWE-Arena) gegen Polen (30:40 und 31:25) die WM-Teilnahme verspielt. Die Auslosung der WM-Vorrundengruppen findet nun morgen (16 Uhr) in St. Petersburg statt – mit Deutschland.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de


Jana Oborilova erhält eine neue Chance / NWZ / 25.06.2005

HANDBALL VfL Oldenburg verlängert Vertrag mit der Slowakin um ein Jahr

OLDENBURG - Der Abgang von Jana Oborilova galt beim Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg eigentlich schon als beschlossene Sache, Aufsteiger Erfurt und Liga-Konkurrent Kirchhof hatten schon ihre Fühler ausgestreckt, gestern dann die Kehrtwende: Der VfL verlängerte den Vertrag mit der 27-jährigen Slowakin um ein weiteres Jahr.

"Wir haben uns unterhalten. Sie hat eine neue Chance verdient und sie will sie auch nutzen", erläutert der neue Trainer der VfL-Frauen Leszek Krowicki die überraschende Vertragsverlängerung mit der Rückraumspielerin. Nach einer guten ersten Saison 2003/04 fand die Abwehrspezialistin in der abgelaufenen Spielzeit nur selten zur ihrer Bestform. Das weiß auch Krowicki, der aber überzeugt ist: "Wir werden noch eine Menge Freude an ihr haben. Ich kenne Jana seit vier Jahren. Sie ist eine der erfahrensten Spielerinnen ihres Landes. Sie ist ehrgeizig, fleißig", sagt Krowicki.

Oborilova gewann mit dem HC Leipzig 2002 die deutsche Meisterschaft, mit ihrem Club SCP Banska Bystrica holte sie 1999 den slowakischen Titel. "Jana ist eine vielseitige Spielerin, die selbst nur zu genau weiß, dass sie die Erwartungen zuletzt in Oldenburg nicht erfüllt hat", setzt Krowicki auch ein wenig auf seine Motivationskünste. "Nach einer guten Vorbereitung im Sommer wird sie in der Lage sein, uns im Rückraum weiterzuhelfen."

In Marion Erfmann, Diane Lamein, Alex Hansel, Alena Vojtiskova und jetzt Jana Oborilova hat der VfL fünf Rückraumspielerinnen für die neue Saison unter Vertrag. Die Verhandlungen mit einer weiteren Spielerin stehen unmittelbar vor dem Abschluss.

Seit dem 17. Juni befindet sich das Team in der Sommerpause. Trainingsauftakt ist am 14. Juli. Vom 2. bis zum 6. August reist der VfL ins Trainingslager nach Danzig.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de


WM-Express entgleist kurz vor dem Ziel / NWZ / 20.06.2005

HANDBALL Deutschlands Frauen geben in Oldenburg beim 31:25 gegen Polen WM-Ticket noch aus Hand

Heike Schmidt nahm einen tränenreichen Abschied. 2200 Zuschauer in der neuen EWE-Arena feuerten die deutsche Mannschaft an.

Heike Schmidt mit DHB-Präsident Ulrich Strombach und Reiner Witte (Vizepräsident, rechts)


OLDENBURG - Zyfryd Kuchta zählt zu den besten Handballtrainern seines Landes. Ja, der 61-Jährige ist vielleicht der erfolgreichste Polens. Sein Markenzeichen: Selbst in schwierigster Lage sitzt Kuchta wie angewurzelt auf der Trainerbank. Sein Motto: Nur die Ruhe bewahren.

Armin Emrich (links) und Zyfryd Kuchta (ganz rechts) im Interview

Am Sonnabend in Oldenburg kam der hoch aufgeschossene Mann allerdings mächtig ins Schleudern. "Als die deutsche Mannschaft mit zwölf Toren davonzog, habe ich in dieser wunderschönen Halle schon einmal den Treppenabgang zur Hölle gesucht", beschrieb Kuchta seine Gefühlslage zwischen der 43. und 47. Minute. Mit 25:13 und 28:16 führte da die begeistert aufspielende deutsche Handball-Nationalmannschaft, die 30:40-Pleite aus dem Hinspiel der WM-Qualifikation in Polen schien gegessen – und doch nahm Kuchta am Ende die Treppe hinauf in den siebten Himmel. Denn nach der Schmach von Kielce sechs Tage zuvor reichte der deutsche 31:25-Erfolg in der Endabrechnung nicht für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember).

Nina Wörz ist ratlos.

"Wir waren ganz nah dran am Wunder von Oldenburg. Es sollte nicht sein. Das ist bitter", meinte die scheidende Spielführerin Heike Schmidt und schluckte dabei schwer. Ratlose Gesichter voller Tränen auch bei ihren Mitspielerinnen. "Das Spiel hat zehn Minuten zu lange gedauert", trauerte Stefanie Melbeck (Buxtehude) der vergebenen WM-Chance hinterher.

Aggressiv nach vorne und wie aus einem Guss lief der deutsche WM-Express, von 2200 Zuschauern frenetisch angefeuert, auf Hochtouren, spulte stramm und unwiderstehlich sein Pensum herunter und sah den Zielbahnhof St. Petersburg schon vor Augen, als am Sonnabend kurz nach 17 Uhr das Unfassbare passierte. 53 von 60 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt in der neuen EWE-Arena gespielt. Das Team von Bundestrainer Armin Emrich führte mit 30:20 gegen die Polinnen, als der scheinbar unaufhaltsam Richtung WM rasende Deutschland-Express aus den Gleisen sprang. Der Gegner war zur Stelle und schnappte sich das WM-Ticket.

  
 
Dorota Malczewska konnte für Polen in der 2. Halbzeit für mehr Druck aus dem Rückraum sorgen 
  

"Wir haben in der ersten Halbzeit fast ein Feuerwerk abgebrannt. Das Energiepotenzial, das wir dabei verbrannt haben, hat uns hinten heraus vielleicht gefehlt", kommentierte ein niedergeschlagener Armin Emrich die furiose und packende deutsche Aufholjagd im Oldenburger Hexenkessel.

Anders als beim Hinspiel in Polen präsentierte sich sein Team von der ersten Sekunde an hellwach, spielte den Gegner buchstäblich an die Wand. Schnell waren die zehn Tore Rückstand von Kielce egalisiert. Schon zur Pause beim 18:8 waren Deutschlands Frauen wieder im WM-Rennen. Die Vorgabe Emrichs "Heute nageln wir den Pudding an die Wand" wurde konsequent umgesetzt, das Wunder von Oldenburg nahm Gestalt an – bis zur besagten 53. Minute.

Der schon geschlagene Gegner nutzte ein kurzes Stocken in der deutschen Vorwärtsbewegung, um am gegnerischen Vorsprung zu knabbern. Die zuvor so souverän und kompakt auftrumpfenden Deutschen verkrampften, vergaßen ihr Spielsystem, rannten sich fest und verzettelten sich in Einzelaktionen. 12, 11, 10, 9, 8, 7 – der Vorsprung war dahin. Nun rächte sich auch das Verwerfen von vier Siebenmetern.

Magdalena Chemicz im Tor der Polinnen.

Das plötzliche Herunterzählen des Ergebnisses und das Weglaufen der Zeit auf der Anzeigetafel warfen Heike Schmidt und Co. völlig aus der Bahn. Die Spielführerin vom VfL Oldenburg, die ihr 168. und letztes Länderspiel bestritt, verstand die Welt nicht mehr: "In unserer Mannschaft steckt so viel Potenzial. Schade. Bei der WM hätten wir sicher eine gute Rolle gespielt", meinte die 33-Jährige – und raffte sich zu einer letzten Ehrenrunde auf.

Deutschland fehlen sieben Minuten und vier Tore

WM-QUALIFIKATION Dramatik pur – die Aufholjagd der deutschen Handballerinnen im Minutentakt

Deutschlands Frauen legten los wie die Feuerwehr. Bis zur 37. Spielminute bauten sie ihren Vorsprung auf zwölf Tore aus.

OLDENBURG - Mit zwölf Toren führten die Deutschen schon beim 31:25 gegen Polen. Sieben Minuten und vier Treffer fehlten letztendlich zur erfolgreichen Aufholjagd.

4. Minute: Deutschland geht erstmals in Führung: 2:1 durch Nadine Krause

11. Minute: 5:3 durch Nora Reiche, Deutschland führt erstmals mit zwei Toren

16. Minute: 9:6 durch Heike Schmidt, Drei-Tore-Vorsprung für Deutschland

20. Minute: 10:6, Nadine Härdter schafft erstmals deutsche Vier-Tore-Führung

22. Minute: Fünf Tore Vorsprung für Deutschland dank Stefanie Melbeck (12:7)

25. Minute: Grit Jurack trifft zum 14:8, sechs Tore Vorsprung für Deutschland

27. Minute: 15:8, Melbeck schafft erstmals einen deutschen Sieben-Tore-Vorsprung, Sekunden später das 16:8 durch Krause

29. Minute: 17:8, Anja Althaus baut den deutschen Vorsprung auf neun Tore aus

30. Minute: Oldenburg im WM-Fieber, Krause trifft fast zum 18:8, die deutsche Mannschaft hat den Zehn-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel (30:40) egalisiert, Pausenpfiff

33. Minute: Jurack schraubt das Ergebnis auf 19:8 für Deutschland

37. Minute: 22:10, erstmals Zwölf-Tore-Vorsprung nach Tor von Reiche

43. Minute: Der Vorsprung hält, Krause trifft zum 25:13

47. Minute: 28:16 durch Krause, Deutschland führt letztmalig mit zwölf Toren

49. Minute: 28:18, die Polinnen holen auf, nur noch zehn Tore für Deutschland

50. Minute: 29:18, Jurack erzwingt Elf-Tore-Führung

51. Minute: 29:19, Polen verkürzt auf zehn Tore, Deutschland noch immer auf WM-Kurs

53. Minute: 30:20, Jurack hält die deutsche Mannschaft im WM-Rennen

53. bis 57. Minute: Deutschland verkrampft, mit drei Treffern in Folge schaffen die Polinnen die nicht mehr für möglich gehaltene Wende: 30:23

57. Minute: 31:23 durch Nina Wörz, es keimt wieder Hoffnung auf

59. bis 60. Minute: die Polinnen legen nach und verkürzen auf 25:31

60. Minute: Abpfiff, Polen im Jubeltaumel, Deutschland im Jammertal

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de

Mannschaften:

Deutsche Nationalmannschaft
Die deutsche Nationalmannschaft:
Hinten von links: Bundestrainer Armin Emrich, Physiotherapeut Artur Brandt, Stefanie Melbeck, Sabrina Neukamp, Anja Althaus, Marion Erfmann, Grit Jurack, Nina Wörz, Nadine Krause, Nora Reiche, Dr. Fabian Ritz, Co-Trainer Wolfgang Reckenthäler.
Vorn: Physiotherapeutin Tanja Traub, Anne Müller, Ulrike Stange, Alexandra Gräfer, Sabine Englert, Clara Woltering, Susanne Henze, Heike Schmidt, Nadine Härdter

polnische Nationalmannschaft
Die polnische Nationalmannschaft:
Hintere Reihe von links: Physiotherapeut Jazek Janur, Dr. Zbigniev Nowosadzki, Monika Marzec, Karolina Kudlacz, Agnieszka Wolska, Sabina Kubisztal, Magdalena Chemicz, Iwona Lacz, Marzena Kot, Dagmara Kowalska, Co.-Trainer Edward Jankowski, Trainer Zygfryd Kuchta
Mittlere Reihe: Hanna Strzalkowska, Iwona Szafulska, Dorota Malczewska, Iwona Niedzwiedz-Cecotka
Untere Reihe: Anita Sikorska, Kinga Polenz, Magdalena Mlot, Agata Wypych

Die deutsche Mannschaft:

Vorname

Name Geburtsdatum Verein Länderspiele Tore  
Sabine Englert 27.11.1981 Bayer Leverkusen

76

2

Alexandra Gräfer 17.08.1978 DJK/MJC Trier

44

Clara Woltering 02.03.1983 Bayer Leverkusen

27

Nadine Härdter 29.03.1981 Borussia Dortmund

68

94

Grit Jurack 22.10.1977 Viborg HK/DEN

185

947

Anne Müller 05.07.1983 Bayer Leverkusen

4

5

Marion Erfmann 31.03.1980 VfL Oldenburg

32

57

Nina Wörz 14.11.1980 HC Leipzig

55

79

Nora Reiche 16.09.1983 HC Leipzig

6

13

Susanne Henze 29.11.1974 Buxtehuder SV

67

153

Ulrike Stange 25.04.1984 Borussia Dortmund

4

11

Nadine Krause 25.03.1982 Bayer Leverkusen

69

184

Sabrina Neukamp 10.05.1982 Bayer Leverkusen

13

29

Heike Schmidt 01.09.1971 VfL Oldenburg

166

369

Stefanie Melbeck 16.04.1977 Buxtehuder SV

101

199

Anja Althaus 03.09.1982 DJK/MJC Trier

61

91



Die polnische Mannschaft:

Nachname, Vorname Verein Position
Chemicz, Magdalena SPR Lublin TW
Malczewska, Dorota SPR Lublin RM, RR
Strzalkowska, Hanna KS Nata AZS AWFiS Gdansk RA
Kudlacz, Karolina KS Nata AZS AWFiS Gdansk LA
Wolska, Agnieszka KS Nata AZS AWFiS Gdansk RR
Mlot, Magdalena MKS Vitaral Jelfa Jelenia Góra RA
Wypych, Agata MKS Vitaral Jelfa Jelenia Góra RR
Lacz, Iwona GZKS Sosnica Gliwice TW
Polenz, Kinga KS EB Start Elblag LA
Kubisztal, Sabina MKS Zaglebie Lubin TW
Kot, Marzena MKS Zaglebie Lubin RM, RL
Kowalska, Dagmara Bera – Bera RTH (Spanien) RL
Marzec, Monika ZRK Buducnost-Monet Podgorica (Serbien/Mont.) KR
Szafulska, Iwona MKS Vitaral Jelfa Jelenia Góra RM
Niedzwiedz-Cecotka, Iwona     Piotrocovia Piotrkow Tryb. RL, RR
Sikorska, Anita Zgoda Ruda Slaska LA



Gästetrainer sieht noch gleiche Chancen / O.R. / 17.06.2005

Polinnen angekommen – Abschlusstraining heute Nachmittag

Trainer Zygfryd Kuchta
Seit gestern Abend, 22 Uhr, ist die Teilnehmerliste des WM-Qualifikationsspiels am morgigen Samstag in der Oldenburger EWE Arena komplett. Denn da traf auch die polnische Handball-Nationalmannschaft in voller Besetzung in Oldenburg ein. Polen will morgen den 40:30-Sieg des Hinspiels bestätigen, um sich für die Weltmeisterschaft in St. Petersburg zu qualifizieren. Für den heutigen Vormittag hat die Mannschaft von Nationaltrainer Zygfryd Kuchta auf ein Training verzichtet und will lediglich einen Spaziergang machen. Um 16.30 Uhr finden sich Spielerinnen und Trainer dann zu den Abschlussübungen in der EWE Arena ein.

Zygfryd Kuchta ist in Polen eine Persönlichkeit des Handballs. Er war früher zu seiner aktiven Zeit Abwehrspezialist und erreichte mit der Nationalmannschaft den dritten Platz bei den olympischen Spielen in Montreal. Kuchta ist ein sehr erfahrener Trainer. Allerdings ist für ihn die jetzige Trainertätigkeit genau wie beim deutschen Nationaltrainer Armin Emrich die erste Aufgabe als Coach einer Frauen-Mannschaft. Mit Zygfryd Kuchta haben wir nach seiner Ankunft gesprochen.

In was für einem Zustand ist Ihre Mannschaft in Oldenburg angekommen? Sind alle fit?

Kuchta: Zum Glück, ja. Keine hatte größere Probleme. Meine Spielerinnen sind aber ein bisschen müde, da uns das Spiel am Sonntag viel Kraft gekostet hat.

Vor dem Hinspiel haben Sie die deutsche Mannschaft als Favorit bezeichnet. Wie stehen nach dem deutlichen Sieg vom Sonntag Ihrer Meinung nach die Chancen?

Kuchta: Wir wissen, dass wir schon ziemlich nahe an der Teilnahme zur Weltmeisterschaft dran sind. An das Rückspiel müssen wir aber noch konzentrierter heran gehen, als an das Spiel am Sonntag. Keiner hat mit einem so hohen Sieg gerechnet. Aber wenn wir, eine Mannschaft, die viel tiefer in der Weltrangliste steht, mit zehn Toren gewinnen konnten, kann die deutsche Mannschaft das genauso gut schaffen. Wir wissen, die deutsche Mannschaft ist gut. Deswegen findet ich, dass die Chancen sich zu qualifizieren, bei 50 : 50 sind.

Was erwarten Sie für ein Spiel?

Kuchta: Ein anderes, als im Hinspiel. Armin Emrich wird seine Schlüsse aus der Niederlage gezogen haben und seine Mannschaft dementsprechend einstellen. Sicher ist, wir werden nicht noch einmal 40 Tore werfen. Aber 28 müssten reichen, um nach St. Petersburg zu fahren. Wir werden kämpfen und selbstverständlich auch um den Sieg spielen.

Was für Gründe sehen Sie für den deutlichen Sieg am Sonntag?

Kuchta: Im Hinspiel hat alles geklappt. Wir hatten keinen Schwachpunkt, haben nur zehn technische Fehler gemacht, Deutschland aber 18. Unsere Abwehrleistung war sicher der Schlüssel. Außerdem glaube ich, dass die Deutschen weniger Informationen über uns hatten, als wir über sie. Wir haben die Europameisterschaft im Dezember, an der wir ja nicht teilnahmen, gut beobachtet und auch sonst stehen unsere Spielerinnen international nicht so häufig im Blickpunkt.

Das Spiel in Oldenburg wird auch aus anderen Gründen ein Besonderes. Es ist das erste Spiel in der EWE Arena überhaupt und für Heike Schmidt das Letzte. Ist das wichtig für Sie?

Kuchta: Beides ist uns bekannt. Das sind aber alles Dinge mit denen wir nichts zu tun haben. Uns interessiert nur, dass wir ein gutes Spiel machen und uns qualifizieren. Aber natürlich birgt es auch eine große Gefahr, weil diese Dinge zusätzlich Feuer entfachen können. Die Halle ist ausverkauft, das freut mich für den Handball. Wir wissen aber, damit umzugehen.

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Viele der polnischen Spielerinnen waren schon einmal in Oldenburg. Entweder im November 2003 beim Vierländerturnier in Cloppenburg, Oldenburg und Aurich oder mit ihren Vereinsmannschaften als Teilnehmer am Robert-Schumann Turnier. Das Vierländerturnier in Oldenburg, das letzte Aufeinandertreffen der deutschen und polnischen Nationalmannschaft vor der Qualifikation, verlor die polnische Mannschaft.

Karolina Kudlacz
Eine der interessantesten Spielerinnen ist Karolina Kudlacz, im Hinspiel mit sieben Feldtoren die erfolgreichste Werferin. Kudlacz, Jahrgang 1985, 175 cm groß, gilt als eines der größten Talente im polnischen Handball. Mit Nata Gdansk gewann sie 2004 die polnische Meisterschaft und in der gerade abgelaufenen Saison den nationalen Pokal. Angebote von anderen Vereinen, wie vom europäischen Spitzenclub und Österreichs Serienmeister Hypo Niederösterreich lehnte sie bisher ab.

Zehn Tore muss die deutsche Mannschaft aufholen. Ein schweres, aber nicht unmögliches Unterfangen. Dass es möglich ist, wissen sicherlich am besten Agata Wypych, Magdalena Mlot und die Deutsche Nadine Krause. 2004 im Challenge-Cup-Viertelfinale standen sich diese drei Spielerinnen gegenüber. Das Hinspiel gewann der TSV Bayer 04 Leverkusen mit 29:18. In Polen gab es dann für das Team von Renate Wolf eine 16:27 Niederlage gegen den MKS Vitaral Jelfa. Leverkusen war damit trotz der elf Tore Vorsprung ausgeschieden.

Marzena Kot
Vor einem Wechsel in die Bundesliga steht Marzena Kot. Wie bereits vom Verein bestätigt, geht die polnische Nationalspielerin des Meisterschaftsvierten MKS Zaglebie Lubin ab sofort für den Frankfurter HC auf Torejagd. Kot hat einen Ein-Jahres-Vertrag (mit Option für eine weitere Saison) unterschrieben. Die Rechtshänderin ist 32 Jahre alt, Rückraumspielerin (links) und 174 cm groß.
Im Gespräch beim FHC ist ebenfalls die Rückraumspielerin Agnieszka Wolska vom Pokalsieger Nata Gdansk.

Betreut wird die polnische Nationalmannschaft von der Oldenburgerin Joanna Malczewska – Schwester der aktuellen Nationalspielerin Dorota Malczewska. Die 13-malige polnische Nationalspielerin war in ihrer aktiven Zeit für auch für TuS Walle Bremen aktiv. Dorota Malczewska ist beim polnischen Meister SPR Lublin unter Vertrag.

Text und Informationen: Hermann Jack / Ole Rosenbohm


Zygfryd Kuchta im Interview / www.reczna.pl / 15.06.2005

Das Rückspiel Deutschland - Polen rückt immer näher. Zygfryd Kuchta, der Trainer der polnischen National- mannschaft, im Gespräch mit Michal Braun / http://www.reczna.pl.

Braun: Wie verbringt die Mannschaft die Tage vor dem Rückspiel?

Kuchta: Gestern haben wir uns in Spala getroffen. Morgen Nachmittag fahren wir mit dem Bus zum Flughafen und fliegen nach Deutschland. Am Freitag trainieren wir in Oldenburg. Den Samstagvormittag werden wir mit lockeren Übungen verbringen. Um 16:00 Uhr beginnt dann das entscheidende Spiel um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft.

Braun: Sind unsere Spielerinnen im Spiel gegen die Deutschen von Verletzungen verschont geblieben?

Kuchta: Zum Glück, ja. Keiner hatte größere Probleme. Meine Spielerinnen sind aber ein bisschen Müde, da uns das Spiel am Sonntag viel Kraft gekostet hat. Nach dem Spiel hatten wir einen Tag frei. Seit gestern sind wir jetzt in Spala. Hier können die Spielerinnen in Ruhe regenerieren und sich auf die Revanche vorbereiten.

Braun: Die Deutschen bereiten in Oldenburg ein sportliches Fest vor, verbunden mit der Eröffnung einer neuen Sporthalle. Deswegen wird das Spiel noch schwieriger sein ...

Kuchta: Das stimmt. Dass mit der Eröffnung einer neuen Halle, wissen wir schon seit einiger Zeit.... Am Samstag beendet auch die Mannschaftsführerin der Deutschen, Heike Schmidt, ihre Karriere. Das sind aber alles Dinge mit denen wir nichts zu tun haben. Uns interessiert nur, dass wir ein gutes Spiel machen und uns qualifizieren.

Braun: Die Qualifikation wäre ein großer, unglaublich gebrauchter Erfolg für uns. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dieses zu erreichen?

Kuchta: Wir wissen, dass wir schon ziemlich nahe an der Teilnahme zur Weltmeisterschaft dran sind. An das Rückspiel müssen wir aber noch konzentrierter heran gehen, als an das Spiel am Sonntag. Keiner hat mit einem so hohen Sieg gerechnet. Aber wenn wir, eine Mannschaft, die viel tiefer in der Rangliste steht, mit 10 Toren gewinnen konnte, kann die deutsche Mannschaft das genauso gut schaffen. Die deutsche Mannschaft wird als besser eingeschätzt. Deswegen findet ich, dass die Chancen sich zu qualifzieren, 50 : 50 sind. Ich glaube aber an meine Mannschaft und hoffe, dass wir nicht die gute Ausgangsposition verspielen werden.

Quelle: http://www.reczna.pl


Das Unmögliche ist möglich / O.R. / 14.06.2005

Heike Schmidt sieht noch realistische Chancen - Arena fast ausverkauft

10 Tore muss die deutsche Mannschaft aufholen. Ein nicht leichtes, aber mögliches Unterfangen. Dass es möglich ist, wissen sicherlich am besten Agata Wypych, Magdalena Mlot und Nadine Krause. 2004 im Challenge-Cup im Viertelfinale standen sich diese drei Spielerinnen gegenüber. Das Hinspiel gewann der TSV Bayer 04 Leverkusen mit 29:18. In Polen gab es dann für das Team von Renate Wolf eine 16:27 Niederlage gegen den MKS Vitaral Jelfa. Der TSV Bayer 04 Leverkusen war damit ausgeschieden. Der 11-Tore-Vorsprung aus den Hinspiel hatte nicht ausgereicht.(Fotos: H.J.)
Trotz der deprimierenden 30:40-Niederlage am Sonntag im polnischen Kielce, glaubt die deutsche Handball-Nationalmannschaft weiterhin an ihre Chance. "Wir wissen, was im Handball möglich ist. Die Mannschaft hat direkt nach dem Spiel den Hebel umgelegt. Diese Trotzreaktion werden wir in die Trainingswoche tragen und in der neuen EWE Arena vielleicht wirklich eine Sensation schaffen", sagt Bundestrainer Armin Emrich.

Seine Spielführerin Heike Schmidt, die am Samstag ihr endgültig letztes Spiel bestreiten wird, will das Wort "Sensation" dabei noch nicht einmal in den Mund nehmen: "Klar, wir brauchen das Glück, das Polen Sonntag hatte. Bei denen hat alles gepasst - es war ein ganz komisches Spiel. Aber es spricht auch vieles für uns: Wir werden aus unseren Fehlern lernen, Polen wird uns unterschätzen und wir haben das Publikum im Rücken. Außerdem waren die ziemlich fertig - einige hatten Krämpfe. So ein Spiel wird ihnen nicht noch einmal gelingen. Ich denke ganz realistisch und sage: Das Unmögliche ist möglich!"

Dabei vertraut die 33-Jährige auf eine lautstarke Kulisse in einer ausverkauften EWE Arena. "Der Vorverkauf hat die Erwartungen voll erfüllt", berichtet Peter Görgen, der Geschäftsführer der ausrichtenden VfL Oldenburg GmbH. Restkarten wären an der Tageskasse am Samstag ab 14 Uhr neben dem Arena-Eingang zu bekommen. "Wir werden unser Ziel, ein ausverkauftes Länderspiel, sicher erreichen", zeigt sich Görgen zufrieden.

Übrigens wird der Oldenburger Lokalsender Oldenburg1 das Spiel in seinem Fernsehprogramm übertragen. Ab 15.45 Uhr werden Moderator Manfred Scholz und das Kommentatorenteam Eberhard Erlebach/Christa Siebert-Bandlow die Zuschauer mit allem Wissenswertem rund um das Spiel versorgen. Zusätzlich wird die Übertragung auch im Internet gezeigt. Weltweit ist die gesamte Sendung unter www.vfloldenburg.de zu sehen. Nötig ist dazu allerdings eine schnelle Internetverbindung.

Heute Abend um 22 Uhr kommt die deutsche Nationalmannschaft im Hotel Alexander in Oldenburg an. Nach dem ersten Training findet Mittwoch um 12 Uhr im Hotel Alexander die bereits angekündigte Pressekonferenz statt. Neben Armin Emrich und Heike Schmidt wird auch Grit Jurack teilnehmen. Jurack, die beim dänischen Erstligisten Viborg HK aktiv ist, war vorgestern mit 13 Toren erfolgreichste Werferin im deutschen Team. Mehr Informationen zum Länderspiel finden Sie unter www.dhb.de.

Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


"Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen!"/ O.R. / 14.06.2005

Aufgeben gilt nicht. Auch nach der deftigen 30:40 - Niederlage in Polen sieht DHB-Bundestrainer Armin Emrich (Foto) noch Chancen auf die WM-Teilnahme. Im Gespräch mit Ole Rosenbohm spricht er über Ursachen, Chancen und die Trotzreaktion seiner Mannschaft.
Herr Emrich, nach dem Spiel haben Sie sofort an den Flensburg-Sieg gegen Montpellier erinnert. Die SG hat im Champions- League- Rückspiel 14 Tore aufgeholt. Ist ähnliches für Oldenburg wirklich vorstellbar?

Emrich: Realistisch gesehen ist das eine ganz schwere Hypothek. Eigentlich hatten wir uns gezielt auf den Gegner vorbereitet, aber durch unsere schlechte Tagesform konnten wir nicht mithalten. Wir haben die Geschlossenheit, die wir gebraucht hätten, nicht gefunden.
Wir wissen aber, dass es an uns lag und im Sport alles möglich ist. Gut ist, dass wir sofort nach dem Spiel den Hebel umgelegt haben. Selbst wenn wir keine Chance haben, werden wir sie nutzen und uns so teuer wie möglich verkaufen!

Frage: Die polnische Liga dauerte deutlich länger als die Bundesliga. Waren die Polinnen vielleicht eingespielter?

Emrich: Ja, das kann man so sehen. Dazu kommt, dass sie sehr gute Einzelspielerinnen haben. Diese Mannschaft war stärker, als wir vor vielen Wochen noch dachten. Schlüssel war die sehr bewegliche und aggressive Abwehr. Aber wir wissen auch um die Lücken und Schwächen beim Gegner. Jetzt spüre ich eine Trotzreaktion bei der Mannschaft - und das macht Hoffnung. Bereits auf der Rückfahrt haben wir mit der Videoanalyse begonnen. Diese Fehler werden wir nicht noch einmal wiederholen.

Frage: Sie sind erst am Samstag nach Kielce gefahren. Zu spät?

Emrich: Sicherlich müssen wir alles hinterfragen, auch selbstkritisch. Aber für so eine Analyse ist jetzt kein Platz. Für das Rückspiel zählt nur das sportliche. Wir konzentrieren uns auf uns und sehen wie weit wir kommen.

Frage: Was für Erklärungen haben Sie für insgesamt 15 vergebene Großchancen?

Emrich: Wir haben - für mich überraschend - sehr nervös begonnen. Sie wissen, Nervosität legt sich am besten bei Erfolgserlebnissen. Die kamen aber nur zögerlich und in der Abwehr wuchs die Unsicherheit. Dort hat nur Alexandra Gräfer im Tor überzeugt. Im Angriff waren wir auch gedanklich zu langsam. Gegen diese Abwehr müssen zwei oder drei gleichzeitig laufen. Und genau das haben die aggressiven Polinnen verhindert. Aber zeitweise hatten wir eine gute Zwischenbilanz. Mit 2 bis 3 Toren Rückstand kann man ja leben, aber dann kamen Fang- und andere Technische Fehler hinzu. Und das wurde gnadenlos mit Tempogegenstößen ausgenutzt.
Wir hatten uns auf die offensive Abwehr der Polinnen gut vorbereitet. Aber in Stresssituationen werden Automatismen freigesetzt, die aus dem Ligaalltag resultieren. Sie müssen wissen, dass fast alle Teams, außer Bayer Leverkusen, eine defensive 6-0 Abwehr spielen.

Frage: Also hinkt die Bundesliga taktisch im internationalen Vergleich hinterher?

Emrich: Nein, überhaupt nicht. Aber diese Situation haben wir im Alltag zu selten. Das ist einfach ungewohnt und in so einem wichtigen Spiel besonders schwierig. Samstag werden wir das besser machen.

Frage: Mit allen drei Oldenburgerinnen - Heike Schmidt, Marion Erfmann und Kathrin Scholl?

Emrich: Alle werden im Trainingslager dabei sein, dass ist sicher. Marion hat weiterhin Probleme mit ihrer Paellasehnenentzündung, daher hat sie nur zehn Minuten gespielt. Heike Schmidt als Spielmacherin hatte gute Ansätze, aber sie spielt eben nicht alleine. Auf dem Rückflug saß ich neben Heike, und wir haben alles diskutiert - voller Optimismus! Wir sind sicher, wir werden das in die Trainingswoche tragen und in der neuen Halle vielleicht wirklich eine Sensation schaffen.
Die Niederlage schmerzt mich gewaltig, das gebe ich zu. Aber ich freue mich auf das Rückspiel, auf Oldenburg und die neue Arena.

Quelle: http://www.vfloldenburg.de/


Handball-Frauen benötigen "Wunder von Oldenburg" / NWZ / 13.06.2005

WM-QUALIFIKATION 30:40-Debakel für DHB-Team in Polen – Rückspiel am Sonnabend in der EWE-Arena

KIELCE/OLDENBURG/DPA/SC - Die deutschen Handballerinnen müssen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Dezember in St. Petersburg das "Wunder von Oldenburg" vollbringen. Im Qualifikations-Hinspiel kassierte der EM-Fünfte gestern Abend in Kielce ein 30:40 (13:17)-Debakel gegen Gastgeber Polen. Vor dem Rückspiel am kommenden Sonnabend (16 Uhr) in der Oldenburger EWE-Arena droht der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) wie im Jahr 2001 das vorzeitige WM-Aus.

Beste Torschützin im Team von Bundestrainer Armin Emrich war vor rund 1000 Zuschauern Grit Jurack (Viborg) mit 13 Treffern. "Ich wüsste gerne, was gerade passiert ist", sagte die Rückraumspielerin ratlos, "die haben jeden Fehler eiskalt ausgenutzt. Polen war einfach aggressiver."

Polens Trainer Zygfryd Kuchta hatte der deutschen Mannschaft im Vorfeld die Favoritenbürde angelastet, weil in seinem Team drei Leistungsträgerinnen fehlten. Mit ihrer aggressiven 3:2:1-Deckung provozierten die Polinnen immer wieder Fehler im Angriffsspiel der deutschen Mannschaft. Der Gastgeber nutzte jeden Ballverlust des DHB-Teams, um zum Torerfolg zu kommen.

So geriet die deutsche Mannschaft mit 0:4 (8.) in Rückstand. Trotz des Wechsels auf der Spielmacherposition von Heike Schmidt (VfL Oldenburg) zu Nina Wörz (Leipzig) blieben die Mängel im Spielaufbau. Die Spielführerin, die am Sonnabend in Oldenburg ihr Abschiedsspiel bestreiten wird, blieb wie ihre Team-Kolleginnen Marion Erfmann und Kathrin Scholl ohne Torerfolg.

Im zweiten Durchgang geriet die DHB-Auswahl unter die Räder. Vor allem wegen der schlechten Abwehrleistung kassierte der Gast Tor um Tor. Besonders Agata Wypych (8/4) und Karolina Kudlacz (8/1) bekam das Emrich-Team nie in den Griff. So wuchs der Rückstand immer weiter an und betrug in der 51. Minute beim 25:35 erstmals zehn Tore.

Der Kartenvorkauf für das Rückspiel in der EWE Arena in Oldenburg ist bislang gut angelaufen. 1500 Tickets wurden bislang abgegeben. 800 Karten sind also noch vorhanden.

Quelle: http://www.nwz-online.de


Frauen brauchen starke Nerven / NWZ / 11.06.2005

WM-QUALIFIKATION Deutschlands Handballerinnen Sonntag in Polen unter Druck

Bundestrainer Armin Emrich setzt beim Hinspiel auf die Routine von Heike Schmidt. Das Rückspiel findet am 18. Juni in Oldenburg statt.

KIELCE/OLDENBURG - Spielführerin Heike Schmidt redet nicht groß drum herum: "Für mich wäre es ein krönender Abschluss meiner Karriere und für den Frauenhandball in Deutschland ein ganz wichtiger Schritt nach vorne", sagt die Spielmacherin vom VfL Oldenburg vor den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Polen. Die erste der beiden Begegnungen findet Sonntag (20 Uhr) in Kielce statt. Zum Rückspiel erwartet die DHB-Auswahl die Polinnen am 18. Juni (16 Uhr) in der neuen EWE-Arena in Oldenburg.

Nur der Gesamtsieger beider Spiele bucht das Ticket für die WM vom 5. bis 18. Dezember im russischen St. Petersburg. Unter Druck ist aber auch der neue Bundestrainer. Für Armin Emrich wird das Hinspiel am Sonntag zum Gradmesser seiner bislang viermonatigen Amtszeit. "Die Arbeit mit dem neuen Bundestrainer macht wirklich Spaß. Armin Emrich genießt die volle Rückendeckung", berichtet die zweite Oldenburgerin im Team, Marion Erfmann, von einer richtigen Aufbruchstimmung innerhalb der neuformierten deutschen Mannschaft.

Die wird aber auch nötig sein, denn die Deutschen erwartet am Sonntagabend im polnischen Kielce (die Stadt liegt rund 170 km südlich von Warschau) ein mit wahrscheinlich 3000 Zuschauern gefüllter Hexenkessel. "Kielce ist eine handballverrückte Stadt. Das Fernsehen in Polen wird das Spiel live übertragen. Da wird einiges auf die Mädels zukommen", weiß Oldenburgs neuer polnischer Trainer Leszek Krowicki nur zu gut um die Verhältnisse vor Ort. Auch Bundestrainer Armin Emrich weiß um die Brisanz des Hinspiels, will aber in der Vorbereitung erkannt haben: "Ich gehe davon aus, dass meine Mannschaft psychisch gut drauf ist. Es ist deutlich zu spüren, dass alle unbedingt nach St. Petersburg wollen", sagt Emrich.

Personell hat der 53-jährige Emrich, der 1992 für ein Jahr Männer-Bundestrainer war, bis auf Spielmacherin Maren Baumbach (Trier/Schulterblessur) seine Wunschformation zusammen. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf Heike Schmidt, die nach der Qualifikation ihre internationale Karriere beenden wird, und auf Rückraum-Star Grit Jurack (Viborg), die in der vergangenen Saison in das Allstar-Team der starken dänischen Liga gewählt wurde.

Bei Polen befinden sich in Dagmara Kowalska (San Sebastian/Spanien) und Monika Marzec (Podgorica/Serbien-Montenegro) zwei Spielerinnen im Aufgebot, die im Ausland aktiv sind. Ihr Trainer Zygfryd Kuchta sieht die Deutschen in der Favoritenrolle, verspricht aber: "Wir werden um den Sieg kämpfen."

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de


Arena wird Sportlern zusätzlichen Kick geben / NWZ / 09.06.2005

NEUBAU EWE-Arena öffnet am Sonnabend ihre Türen – Härtetest am 18. Juni mit Handball-Länderspiel der Frauen

Die Spielstätte erhält großes Lob von den Sportlern. Basketballer und Handballerinnen sind die Hauptnutzer.

OLDENBURG - Höchstleistungen werden in der EWE-Arena schon wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung am 11. Juni erbracht. Etwa 150 Handwerker arbeiten derzeit unter Hochdruck am neuen Oldenburger Schmuckstück, damit (fast) alles für den "Tag der offenen Tür" am Sonnabend fertig ist. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und an die Weser-Ems-Halle grenzend ist ein neun Millionen Euro teures Prestige-Objekt entstanden, das am Wochenende erstmals mit Leben gefüllt und zur schicksten Sportstätte des Nordwestens reifen soll.
EWE Arena
Bis Sonnabend soll alles fertig sein. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und an die Weser-Ems-Halle grenzend ist ein neun Millionen Euro teures Prestige-Objekt entstanden, das am Wochenende erstmals mit Leben gefüllt und zur schicksten Sportstätte des Nordwestens reifen soll. (Foto: H.J.)

Ihren Härtetest wird die EWE-Arena eine Woche später erleben, wenn dort am 18. Juni (16 Uhr) die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen zum entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Polen antritt. "Eigentlich hätten wir nach der Eröffnung gerne eine vierwöchige Probephase gehabt", sagt Horst Hullmann, Werksleiter des Hallenkomplexes, stellt aber gleichzeitig fest: "Nun muss eben alles innerhalb einer Woche voll funktionsfähig sein."

In der Halle finden – je nach Sportart und Veranstaltung – zwischen 2000 und 3500 Zuschauer Platz. Regelmäßig genutzt wird die Arena vom Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg (3100 Zuschauer) sowie von den Erstliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg (2300). Offen steht die Halle aber auch anderen Sportarten und Musik-Konzerten.

Rundum begeistert ist Basketball-Profi Daniel Strauch. "Die EWE-Arena wirkt sehr weiträumig. Durch die steilen Tribünen und die viel bessere Akustik wird die Halle sicher zum Hexenkessel", meint der A 2-Nationalspieler.

Dass die Neugier auch unter den Sportlern groß ist, bestätigt VfL-Torfrau Heike Zornow. "Ich bin ganz gespannt auf den Saisonstart im September, wenn wir hier Buxtehude zum Derby empfangen. Nun können wir uns endlich mit den Spitzenteams der Bundesliga messen."

Quelle: Von Oliver Schulz - http://www.nwz-online.de


Zygfryd Kuchta im Interview / H.J. u. O.R. / 08.06.2005

Zygfryd Kuchta, der Trainer der polnischen Nationalmannschaft, zu den Chancen seiner Mannschaft

Am Sonntag, dem 12. Juni spielt die deutsche Frauennationalmannschaft gegen Polen das Hinspiel um die WM-Qualifikation in Kielce. Am Donnerstag darauf wird das polnische Team in Oldenburg zum Rückspiel, das am 18.06. stattfindet, anreisen. Zygfryd Kuchta (Foto), der Trainer der polnischen Nationalmannschaft schätzt im Interview mit H. Jack (VfL Oldenburg) die Chancen seines Teams ein.

VfL Oldenburg: "Sie sprechen Deutsch, wo haben Sie die deutsche Sprache gelernt?"

Zygfryd Kuchta: "Ich bin zwar 1944 in Deutschland in Diepholz geboren, dort hatte ich allerdings keine Gelegenheit die Sprache zu lernen. Nach dem Krieg sind meine Eltern zurück nach Polen gegangen. Deutsch habe ich in Österreich gelernt. In Linz und Wien habe ich 8 Jahre Männermannschaften in der ersten Liga trainiert."

VfL Oldenburg: "Zum Handball: Was haben Sie gedacht, als Ihnen die deutsche Mannschaft in der Qualifikation zugelost wurde?"

Kuchta: "Glücklich war ich damit nicht. Deutschland hatte den 5. Platz in der Europameisterschaft belegt und war die stärkste Mannschaft, die in den Lostopf gewandert ist. Die ersten vier Mannschaften hatten sich ja direkt qualifiziert. Die deutsche Mannschaft war der schwerste Gegner, den wir bekommen konnten."

VfL Oldenburg: "Mehrere Spielerinnen mussten Ihnen absagen, wie beurteilen Sie Ihre personelle Situation?"

Kuchta: "Mit Sicherheit können wir nicht mit unserem stärksten Kader antreten. Sabina Wlodek von SPR Lublin, die beste Linksaußen in der Liga, und Izabela Puchacz vom ZRK Buducnost-Monet Podgorica haben abgesagt, da ihnen die Belastungen zu groß gewesen wären. Auf Iwona Blaszkowska, Elzbieta Olszewska und Ewa Damiecka müssen wir verzichten, weil sie verletzt sind. Dazu kam, dass einige Spielerinnen wegen ihres Studiums erst kurz vor dem ersten Spiel gegen die Slowakei anreisen konnten."

VfL Oldenburg: "Und? Schafft Ihre Mannschaft die Qualifikation?"

Kuchta: "Die deutsche Mannschaft ist auf jeden Fall der große Favorit. Ich habe die Mannschaft bei der Europameisterschaft in Ungarn gesehen. Dort hat sie einen sehr starken Eindruck auf mich gemacht. Auch bei dem Turnier in Riesa hat das Team, zu der Zeit schon mit neuem Trainer, sehr gut abgeschnitten. Aber im Sport ist alles möglich. Wenn meine Mannschaft ihr gesamtes Potential abruft, können wir trotz der Überlegenheit des deutschen Teams, eine Überraschung schaffen. Die Mannschaft ist heiß, wir werden um den Sieg kämpfen."

VfL Oldenburg: "Was sagen Sie zum Austragungsort Oldenburg?"

Kuchta: "Vor zwei Jahren sind wir in Oldenburg sehr nett aufgenommen worden. Im deutschen Team sind einige Oldenburgerinnen dabei. Für Heike Schmidt wird es ihr Abschiedsspiel. Für uns ist das von Nachteil, da sie sicherlich besonders engagiert sein wird. Die ganze Atmosphäre dazu wird die Mannschaft zusätzlich motivieren. Wir hoffen aber, dass wir dort ein gutes, interessantes Spiel abliefern können. Die festliche Atmosphäre möchten wir natürlich ein wenig trüben."

VfL Oldenburg: "Ein hochklassiges, spannendes Spiel, in dem die Entscheidung nicht zu früh fällt, ist vollkommnen in unserem Sinne. Wir sehen uns in Oldenburg. Vielen Dank für das Gespräch."

Quelle: O.R. u. H.J. / VfL Oldenburg


Noch 800 Karten für das Länderspiel / O.R. / 08.06.2005

Der Kartenvorkauf für das WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Polen am 18. Juni um 16 Uhr in der EWE Arena in Oldenburg läuft weiterhin gut. "Wir nähern uns mit großen Schritten der 1.500er-Marke", sagt Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH. Insgesamt sind 2.242 Sitzplätze im Verkauf, knapp 800 Karten sind also noch vorhanden.

Ebenfalls eine große Kulisse erwartet der polnische Verband zum Hinspiel in Kielce (12. Juni, 20 Uhr). Der aus Polen stammende VfL-Trainer Leszek Krowicki rechnet mit "einem Hexenkessel und 3.000 Zuschauern in einer handballverrückten Stadt." Dennoch gilt die deutsche Nationalmannschaft mit den Oldenburgerinnen Marion Erfmann und der vor dem Karriereende stehenden Heike Schmidt als leichter Favorit. "Ich sehe die Deutschen in der Favoritenrolle und schätze ihre Chancen bei 60 Prozent ein", sagt Krowicki.

Zygfryd Kuchta, der Trainer der polnischen Nationalmannschaft, hat diese Außenseiterrolle angenommen. Im Interview mit Hermann Jack vom VfL Oldenburg sagt er: "Wenn meine Mannschaft ihr gesamtes Potential abruft, können wir trotz der Überlegenheit des deutschen Teams eine Überraschung schaffen. Die Mannschaft ist heiß, wir werden um den Sieg kämpfen."

Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Bundestrainer baut auf Oldenburger Trio / NWZ / 07.06.2005

HANDBALL Kathrin Scholl nachnominiert

   
Kathrin Scholl

   
OLDENBURG - Aus dem Oldenburger Duo bei der Handball-Nationalmannschaft ist ein Trio geworden. Mit den "gesetzten" Rückraumspielerinnen Heike Schmidt und Marion Erfmann reiste gestern Abend auch Kreisläuferin Kathrin Scholl zum Lehrgang der DHB-Auswahl in die Sportschule Grünberg an.

Das Team von Bundestrainer Armin Emrich bereitet sich in dieser Woche auf die beiden WM-Qualifikationsspiele am 12. Juni in Kielce und am 18. Juni in Oldenburg (16 Uhr, EWE-Arena) gegen Polen vor. Allerdings muss der Bundestrainer bei den Trainingseinheiten derzeit noch auf seine etatmäßige Kreisläuferin Anja Althaus von der DJK Trier verzichten.

"Anja plagt eine Fußverletzung. Der Bundestrainer hofft aber, dass sie am Donnerstag wieder mittrainieren und in Polen auch spielen kann. Bis dahin werde ich im Training aushelfen", berichtet Kathrin Scholl von einem Notruf des Bundestrainers am Sonntagabend. Die 25-jährige VfLerin rückt nun als Reservespielerin nach.

Für Deutschlands Handball-Frauen geht es bekanntlich im Duell mit den Polinnen um Alles oder Nichts. Denn nur der Sieger der Qualifikation bucht das Ticket für die WM in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember). Für das Rückspiel am 18. Juni in Oldenburg sind bereits über 1100 Karten verkauft worden.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de


Langensalza startet mit Leukefeld durch / NWZ / 06.06.2005

HANDBALL Ex-Bundestrainer schafft Aufstieg in Frauen-Bundesliga – Auch Ketsch meldet sich zurück

Gegen Markranstädt musste noch einmal gezittert werden. Zwei ehemalige Weltmeisterinnen verstärken das Team aus Thüringen.

BAD LANGENSALZA - Dago Leukefeld ist wieder da. Der ehemalige Bundestrainer und Meistercoach der DJK Trier schaffte mit dem Handball-Zweitligisten Thüringer HC Erfurt/Bad Langensalza auf Anhieb den Sprung in die Eliteklasse. Eine Woche nach dem 27:23-Auswärtssieg beim SC Markranstädt verlor das Leukefeld-Team zwar vor eigenem Publikum das Rückspiel mit 25:28, doch dank des mehr erzielten Treffers durfte trotzdem gejubelt werden. Erst gab es eine Sektdusche für den Trainer, dann bekam er auch noch eine Sahnetorte ins Gesicht. Leukefeld nahm es mit Humor: "Die Frauen sind doch verrückt."

Vor 1100 Zuschauern in der ausverkauften Salza-Halle machten es die Gastgeber spannend. Nach dem 25:25 (55. Minute) versagten plötzlich die Nerven. In der Schlussminute lagen die nie aufgebenden Gäste mit drei Toren in Front und hatten bei noch vier Sekunden Spielzeit Freiwurf. Doch dieser ging daneben. "Das wäre so bitter gewesen, wenn der reingegangen wäre", meinte THC-Kreisläuferin Mandy Kerkossa.

"Jetzt werden wir erst einmal feiern und dann unsere Hausaufgaben für die Bundesliga machen", sagte Trainer und Manager Leukefeld, der bereits 1985 mit Umformtechnik Erfurt und nach der Wiedervereinigung mit dem TSV Erfurt (alles Vorgänger des THC) in der Saison 1999/2000 Erstliga-Luft schnupperte.

Für die am 3./4. September beginnende Erstliga-Saison hat Leukefeld schon zwei namhafte Verstärkungen verpflichtet. So sollen die ehemaligen Weltmeisterinnen Swetlana Minewskaja (Rostock) und Michaela Schanze (Halle-Neustadt) helfen, den THC in der Liga zu etablieren. Nicht mehr auflaufen wird die nur für die Playoffs reaktivierte 206fache Ex-Nationalspielerin Bianka Urbanke-Rösicke: "Das war wirklich das letzte Mal."

Mit einem klaren Sieg meldete sich gestern auch die TSG Ketsch in der Bundesliga zurück. Das Team aus Nordbaden ließ dem 33:26-Hinspielerfolg ein 39:33 im Rückspiel bei Frisch Auf Göppingen folgen und komplettiert damit die Frauen-Liga für die kommende Saison.

Die 12 Erstligisten

Die Handball-Bundesliga der Frauen startet am 3./4. September mit zwölf Clubs in die neue Saison. Für die Absteiger TV Mainzlar und TuS Weibern rücken die Aufsteiger HC Erfurt/Bad Langensalza und TSG Ketsch in die Erste Liga auf. Hier die Startaufstellung:

1. 1. FC Nürnberg
2. DJK/MJC Trier
3. Bayer Leverkusen
4. HC Leipzig
5. Buxtehuder SV
6. PSV Rostock
7. FHC Frankfurt/Oder
8. Borussia Dortmund
9. VfL Oldenburg
10. SG Kirchhof
11. HC Erfurt/Langensalza
12. TSG Ketsch

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals den Agenturen - http://www.nwz-online.de


DHB-Frauen erwartet in Kielce ein Hexenkessel / handball-world / 06.06.2005

Auf dem Weg zur diesjährigen Weltmeisterschaft in Russland muss sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft an den beiden kommenden Wochenenden in den Playoffspielen gegen Polen durchsetzen. Zunächst tritt die Mannschaft von Trainer Armin Emrich am Sonntag ab 20 Uhr in Kielce (ca. 170 Kilometer südlich von Warschau gelegen) an. Das Rückspiel findet am 18. Juni ab 16 Uhr in der neuen Arena in Oldenburg statt. Folgend lesen Sie eine Einschätzung zum Gegner der Deutschen durch den künftigen polnischen Trainer des VfL Oldenburg, Leszek Krowicki (Foto), der beide Partien vorort verfolgen wird.

Die polnischen Spielerinnen sind insgesamt in technischer Hinsicht sehr gut ausgebildet. Dies haben zuletzt auch Spielerinnen wie Pawelska oder Wodniak in Deutschland bewiesen. Die polnische Handballschule lebt. Ich persönlich wäre nicht abgeneigt, die Hälfte der polnischen Auswahl in meiner künftigen Vereinsmannschaft aufzunehmen.

In der nahen Vergangenheit waren die Polinnen für sich genommen sehr gute Individualisten. In der Nationalmannschaft wurde aber auch viel ausprobiert und durchgewechselt. Man bedarf gespannt sein, ob das Team nun auch ein starkes Kollektiv aufbieten kann. Falls nicht, könnte darin eine Stärke und Chance der deutschen Mannschaft bestehen, die schon einen festen Stamm aufgebaut hat.

Die deutsche Nationalmannschaft ist insgesamt in internationalen Wettkämpfen erfahrener. Daher sehe ich auch die Deutschen in der Favoritenrolle und die Chancen schätze ich insgesamt auf 60:40 für Deutschland. Allerdings schließe ich auch keine Überraschung aus, vor allem nicht im Hinspiel in Kielces Hexenkessel.

Kielce gilt als handballverrrückt. Es wird ein Andrang von bis zu 3.000 Zuschauern zum Hinspiel erwartet und daher sicher nicht einfach für das deutsche Team. Ich selbst musste als Nationaltrainer der niederländischen Männer-Auswahl in einem Qualifikationsspiel in Kielce gegen Polen erfahren, wie schwer es ist dort ist zu gewinnen. Damals hatte meine Mannschaft keine Chance.

Nationaltrainer Zygfryd Kuchta ist in Polen eine Persönlichkeit des Handballs. Er war früher zu seiner aktiven Zeit Abwehrspezialist und erreichte mit der Nationalmannschaft den dritten Platz bei Olympia in Montreal. Kuchta ist ein sehr erfahrener Trainer. Allerdings ist für ihn die jetzige Trainertätigkeit genau wie bei Emrich die erste Aufgabe als Coach einer Frauen-Mannschaft.

Quelle: Timo Hölscher (06.06.2005) und Leszek Krowicki http://www.handball-world.com/


FHC vor Neuverpflichtung / MOZ / 30.05.2005

Agnieszka Wolska   
Agnieszka Wolska    (Foto: HJ)

   
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Frankfurter HC steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von zwei neuen Spielerinnen für den Rückraum. Nach Informationen der MOZ dürfte es sich dabei um die beiden polnischen Auswahl-Handballerinnen Agnieszka Wolska und Marzena Kot handeln. Beide sollen die zum Ende der Saison abgewanderten Lina Spalviene (Litauen) und Hortenzia Szrnka (Ungarn) ersetzen.

Beim Ex-Meister wollte am Montag allerdings noch niemand die Verpflichtung bestätigen - aber auch nicht verneinen. "Wir sind in Gesprächen. Wenn die Verträge unterschrieben sind, werden wir das mitteilen. Vielleicht noch diese Woche", hielt sich Präsident Jürgen Würffel bedeckt.

Sowohl Wolska als auch Kot gehören zum Aufgebot des polnischen Nationaltrainers Zygfried Kuchta für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland am 12. Juni in Kielce und am 18. Juni in Oldenburg. Mit Agnieszka Wolska, die vom polnischen Vize-Meister und frisch gekürten Pokalsieger mit dem langen Vereinsnamen KS Nata AZS AWFiS Danzig kommt, hätte der Frankfurter HC nach Bianca Urbanke-Rösicke endlich wieder eine so dringen benötigte Linkshänderin auf der rechten Rückraumseite zur Verfügung.

Marzena Kot ist bisher bei MKS Zaglebie Lubin unter Vertrag gewesen. Die Rechtshänderin, die im Rückraum sowohl auf der linken Seite als auch in der spielgestaltenden mittleren Zone einsetzbar ist, dürfte den FHC-Anhängern keine Unbekannte sein. Beim 49. Erwin-Benke-Turnier im August vorigen Jahres wurde sie zur besten Spielerin des Turniers gekürt. In der abgelaufenen Saison belegte sie mit Lubin in der polnischen Meisterschaft den vierten Platz und war mit 101 Toren in 20 Spielen zwölftbeste Werferin der 1. Liga.

Quelle: Montag, 30. Mai 2005 (17:15) / http://www.maerkische-oderzeitung.de/


Handball-Frauen siegen zweimal klar / NWZ / 30.05.2005

TESTSPIELE Österreich kassiert 80 Tore

Die Oldenburgerin Marion Erfmann spielte nur in der Deckung. Nadine Krause glänzte im zweiten Spiel.

OLDENBURG - Nach zwei klaren Siegen gegen Österreich sind Deutschlands Handballerinnen für die anstehende WM-Qualifikation gerüstet. „Ich bin mit den einzelnen Leistungen, den Ergebnissen und dem Lehrgang absolut zufrieden“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. Dem 40:32 am Freitag in Allensbach ließ der EM-Fünfte am Sonnabend in Tuttlingen ein noch deutlicheres 40:23 (19:11) folgen.

Während Spielmacherin Heike Schmidt vom VfL Oldenburg in der zweiten Partie aufgrund ihres Abschiedsspiels (siehe Bericht auf dieser Seite) fehlte, konnte die zweite VfLerin, Marion Erfmann, ihre WM-Tauglichkeit in beiden Partien nur in der Deckung unter Beweis stellen. „Ich laboriere derzeit an einer Entzündung der Patellasehne, da wollte der Bundestrainer kein Risiko eingehen“, erläutert Marion Erfmann. Die 6:0-Deckung hinterließ dennoch einen guten Eindruck, auch wenn die Oldenburgerin selbstkritisch anmerkt: "Mit Blick auf die Spiele gegen Polen müssen wir in der Abwehr noch bissiger und aggressiver agieren."

Überhaupt aber bot der EM-Fünfte eine sehr geschlossene Teamleistung, aus der im zweiten Spiel besonders die Leverkusenerin Nadine Krause (9 Tore) herausragte.

Vor den Quali-Spielen am 12. Juli in Kielce und 18. Juni in Oldenburg (16 Uhr, EWE-Arena) gegen Polen ist sich Emrich dennoch nicht ganz sicher, wo sein Team im internationalen Vergleich derzeit steht. "Dazu fehlen einfach die Spiele, in denen es wirklich um etwas geht", erklärte Emrich und ergänzte: "Ich gehe davon aus, dass man in den Partien gegen Polen kaum spielerische Brillanz erwarten kann. Dafür ist alleine schon der Druck zu groß."

Quelle: http://www.nwz-online.de und den Agenturen


Der Tag kommt - und Schröder geht / O.R. / 29.05.2005

Heike Schmidt verabschiedet sich mit einer großen Gala - VfL-Ehrenmitglied

       
   VfL-Wischerin und Mitorganisatorin Antje Möhrmann (Möhre) und Heike Schmidt (Schröder)
   
VfL-Wischerin und Mitorganisatorin Antje Möhrmann hatte "etwas Angst wegen dem Wetter". Doch auch der heißeste Tag des Jahres hielt 500 Zuschauer nicht davon ab, der wohl populärsten und erfolgreichsten Sportlerin Oldenburgs in einer randvollen Robert-Schumann-Halle einen würdigen Abschied zu verleihen.

Hauptprogrammpunkt war ein Spiel über 2 x 20 Minuten zwischen einer VfL-Auswahl - "Alt VfL" - und den "Schröder Allstars". Dabei waren aktuelle Spitzenspielerinnen wie Nicola Pietzsch oder Kathrin Blacha und ehemalige Handball-Größen wie Dagmar Stellberg oder Sylvie Schmitt.

Symbolisch wurde an Schmidts Förderer und Entdecker Robert Schumann erinnert: Zunächst mit einer Schweigeminute und mit seinem Regiestuhl, der während des Spiels neben der Trainerbank stand. Auf ihn hatte Rita Forst kurz vor dem Anpfiff eine Rose platziert.

Kathrin Blacha, Sylvia Harlander, Heike Schmidt, Nicola Pietzsch

Unter der Leitung der früheren Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Bülow und Wilfried Lübker entwickelte sich - wie kaum anders zu erwarten - ein launiges Spiel, das Mitwirkende wie Zuschauer gleichermaßen amüsierte. Die Hauptdarstellerin selbst spielte in beiden Teams, in der Hälfte eins zunächst bei den "Allstars".Das erste Tor für "Gegner" VfL warf sie dennoch selbst - per Siebenmeter. Allstar-Coach Leszek Krowicki gab zielgenaue Pässe von der Bank, Heike Schmidt eine Kostprobe als Torhüterin und als es im VfL-Team nicht so recht lief, versuchten sich die Keeperinnen Tanja Büsing und Ines Will gemeinsam im Kasten.

Schröder hatte nach dem Halbzeitstand von 18:9 für die teils weitangereisten Gäste wie angekündigt die Mannschaft gewechselt, so dass "Alt VfL" auch im Angriff gefährlicher wurde. Die Reaktion der "Allstars": Eine kaum zu überwindende 9-0-Deckung! Eine Regelüberschreitung, die vom Schiedsrichter-Duo gerne übersehen wurde, nahmen die es doch es auch nicht ganz genau. Beleg dafür eine Spielunterbrechung durch die Beiden Mitte der zweiten Hälfte - einzig um mit „Schröder“ für die Fotografen zu posieren.

Zu all diesen Einlagen sah das am Ende begeisterte Publikum auch handballerische Feinkost: Ein halbes Dutzend Kempa-Tricks, Rückhandwürfe und den Versuch Maike Balthazars, den Ball vom eigenen Kreis zu versenken - das Tor verhinderten aber beide Innenpfosten.

Nach 39 Minuten und acht Sekunden verließ die Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft das Feld, um von Mannschaften und Publikum mit stehendem Applaus gefeiert zu werden. Im Trubel lief die Zeit ab, die Allstar-Mannschaft gewann mit 28:23. Bewegende Momente folgten: Die ganze Halle sang "Schröder" ein Abschiedslied, VfL-Präsident Günther Bredehorn kündigte die Ehrenmitgliedschaft für Heike Schmidt an.

Anke Schulz, Marlies Wälzer, Birgit Peters, Anika Ziercke

Als Letzte nahm sich Heike Schmidt selbst das Mikrofon: "Als ich neu beim VfL war, habe ich das Abschiedsspiel für Rita Forst gesehen. Ich saß auf der Tribüne und dachte: Mensch, ist die alt. Im Sport gibt es eben ein Kommen und Gehen, und das ist gut so. Auf dieser Tribüne hat mich Robert Schumann damals gefragt, ob ich nicht Bundesliga spielen will. An diesem Tag denke ich auch an Robert. Darum haben wir ihm seinen Regiestuhl neben die Trainerbank gestellt, denn Robert hat hier im Verein die Regie geführt. Ich vermisse ihn sehr.

Wie bekloppt man auch sein muss, um sich das 16 Jahre anzutun, es müssen viele Menschen mittragen. Da denke ich als erstes an meine Eltern, die mir das Vertrauen gegeben haben, früh nach Oldenburg zu ziehen. Mein Vater hat mich damals in diese Stadt gefahren, später hat er mir erzählt, er habe auf der ganzen Rückfahrt geweint. Meinem Bruder danke ich genauso wie meinem Freund Ralf, der mich immer gestützt und motiviert hat. Und das auch in handballerisch schlechten Zeiten. Ich danke Helga (Schumann), die mich wie eine Tochter aufgenommen hat und auch meinen Kollegen für das Verständnis und die Unterstützung, wenn ich wieder mal auf Reisen war. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich danke euch allen für die Jahre, in denen ich hier Handball spielen durfte."

Anschließend wurde bis in die Nacht auf dem Gelände der Robert-Schumann-Halle gefeiert.

Stimmen

Günther Bredehorn, VfL-Präsident "Heike hat immer alles gegeben. Dass der VfL bundesweit und auch international einen guten Namen hat, ist auch ihr Verdienst. Unser Vorstand wird sie zum Ehrenmitglied ernennen. Das ist eine ganz seltene Ehrung, aber Heike hat sie sich verdient."

Leszek Krowicki, neuer Trainer VfL Oldenburg; trainierte Heike Schmidt auch bei TuS Walle
"Das war nicht nur eine tolle Veranstaltung, sondern wir haben wieder einmal - und ich betone: wieder - gemerkt, was für eine familiäre Atmosphäre beim VfL herrscht. Das habe ich an Oldenburg immer bewundert.
Natürlich hätte ich Heike nächstes Jahr gerne in der Mannschaft. Sie war und ist immer ein Vorbild. Eine Spielerin mit ihrem Engagement und ihrer Einstellung wünscht sich jeder Trainer. Außerdem habe ich zu Heike ein besonderes Verhältnis. Sie hat 1994 im Europacup-Finale das entscheidende Tor geworfen. Ich kann mich wie bei einem Film noch heute daran erinnern. Es war der größte sportliche Erfolg für uns beide."

Antje "Möhre" Möhrmann, Mitorganisatorin des Spiels; auch sie hört als Wischerin beim VfL nach dem Länderspiel auf
„Bis auf den Bayern-Sieg im DFB-Pokalendspiel, hat heute alles super geklappt. Heike hat einen würdigen Rahmen bekommen. Ich habe mich engagiert, weil Schröder meine Freundin ist. Sie ist positiv, freundlich und hat eine sehr gute Außendarstellung. Das ist heutzutage sehr wichtig.“

Dagmar Stellberg, von 1988-98 bei TuS Walle
"Eine Schröderwürdige Veranstaltung, die exzellent organisiert wurde. Ich habe schon drei Jahre nicht mehr gespielt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Menschlich hat es keine geilere Truppe gegeben, als damals bei Walle. Wir sehen uns heute noch regelmäßig, das sagt alles. Volker Brüggemann hat sicher viele Fehler gemacht, aber er holte immer Spielerinnen, die auch menschlich zusammen gepasst haben. Da war „Schröder“ genau richtig. Sie ist zuverlässig, ein richtiger Kumpel und guter Freund. Auch an freien Tagen hat sie trainiert."

Marlies Waelzer, 1993-96 bei Walle, zuletzt Buntekuh Lübeck
"Ein ganz süß organisiertes Abschiedsspiel war das. Auch wenn wir damals eine eher zusammengekaufte Truppe hatten, sehen wir uns noch heute total gerne. Gerade die Walle-Mannschaft hängt immer noch zusammen, einige fahren gemeinsam in den Urlaub.
"Schröder" ist persönlich und sportlich immer zuverlässig. Sie war immer durchtrainiert, gut vorbereitet und immer einsetzbar. Sie ist ein Kumpeltyp, und das ist heute noch einmal deutlich geworden."

Klara Piper-Hajdu, frühere Orban; TuS Walle; siebenmal deutscher Meister "Ich habe mich gefreut Schröder und die anderen wiederzusehen und auch den Ball in die Hand zu nehmen. Aufhören ist nicht einfach. Ich musste 1996 wegen eine Verletzung die Karriere beenden und habe dann doch wieder angefangen. Wenn du mit Spaß dabei bist, macht es einfach süchtig. Klar ist eine vernünftige Aufgabe wichtig, um den Sprung zu schaffen. Die hat "Schröder" zwar, aber ich glaube, es ist eine Frage der Zeit, wann sie wieder anfängt."


Birgit Peters (Wagner), Otto-Ulrich Bals, Eike Bram, Michaela Erler, Tine Lindemann (ganz rechts)

Tine Lindemann, bei Walle und in der Nationalmannschaft Schröders Mitspielerin; heute Profi in Dänemark
"In Dänemark ist es der größte Berufswunsch, Handballerin zu werden. In Deutschland brauchen wir für den Nachwuchs Typen und Vorbilder wie Heike Schmidt. Oft gibt es für Spielerinnen, die eine große Karriere beenden gerade mal eine Ehrennadel. Das heute ist ein würdiger Rahmen für eine Riesenleistung. Als Spielführerin in der Nationalmannschaft hat sie immer gut zwischen Spielerinnen und Trainer vermittelt und für gute Stimmung gesorgt. Sie ist eine absolute Führungsspielerin geworden."

Helga Schumann, nahm Heike Schmidt 1989 auf "Ich bin Heike vielleicht mehr Freundin, als Ziehmutter. Der ganze Tag und speziell ihre Rede nach dem Spiel war für sie und mich sehr bewegend. Robert und Heike hatten so etwas wie eine Seelenverwandtschaft. Gemeinsam hatten sie viel Spaß, konnten aber nach Niederlagen auch stundenlang im Auto sitzen und kein Wort sagen. Ich freue mich über die Ernennung der Ehrenmitgliedschaft für Heike. Das ist eine hohe Auszeichnung. Sie hat es verdient."

es spielten...

....im VfL-Altstar-Team

Tanja Büsing, Ines Will, Tiziana Göttken (2 Tore), Maike Balthazar, Nicole Meinecke (1), Silke Prante (2), Rita Forst (2), Ulla Witte (1), Katja Seggelke-Krebs (3), Biljana Ristocki, Bianca Kannegießer, Kerstin Köhler (3), Ute Brandt, Stefanie Lorenz (2), "Schröder" (7)

...bei den "Schröder Allstars"

Eike Bram, Tine Lindemann, Klara Piper-Hajdu (1), Dunja Brand (3), Anicka Ziercke (2), Anke Schulz (4), Nicola Pietzsch (3), Birgit Wagner (3), Marlies Waelzer (3), Dagmar Stellberg (1), Sylvie Schmitt (1), Kathrin Blacha (3), Michaela Erler, "Schröder" (4)

Die Erfahrung von über 2.000 Länderspielen, sowie die Geschichte von mehr als 16 Jahren Bundesligahandball war in der Robert-Schumann-Halle vertreten.


Fotos zum Download in 1280 x 960 Pixel (496 Kb bis 513 Kb)

     

Jetzt fehlt noch ein Kracher / Grevener Zeitung / 24.05.2005

Greven - Der Generationswechsel im Zweitliga-Handballteam des SC Greven 09 nimmt weiter Formen an. Mit Katrin Thiele präsentierte Manager Manfred Farwick am Dienstag den vierten Neuzugang.

Die 20 Jahre alte Torfrau streift in der kommenden Saison das Trikot des SC 09 über, sie kommt nach einem Jahr in der zweiten Liga Spaniens (in Spanien hat sie die Sprache studiert) zurück nach Deutschland. Vor ihrem Auslandsaufenthalt spielte sie zwei Jahre in Oldenburg, wiederum davor stand sie für Garßen-Celle im Kasten. "Wir freuen uns auf Katrin Thiele", teilte Farwick nicht ganz ohne Stolz mit. Nach Indra Wefer (22, von Garßen-Celle) ist Katrin Thiele (Bild) - der zweite Neuzugang für die Torhüterposition, im Feld hat sich 09 bereits mit Julia Kunze (22, Borussia Dortmund) und Nikki Schreurs (19, Bayer Leverkusen II) verstärkt.

Auffällig ist, dass die vier neuen Spielerinnen jung sind. Das neue Grevener Team hat also nicht nur viele neue Gesichter, sondern zudem auch noch junge. Dahinter steckt das Ziel, erneut ein Team zusammenzustellen, das über mehrere Jahre miteinander spielen kann. Eine Arbeit auf lange Sicht ist angedacht.

"Jetzt fehlt nur noch ein Kracher", hat Farwick die Komposition der neuen Mannschaft noch nicht abgeschlossen. Der Rückraum, dort ist bislang nur Schreurs verpflichtet worden, verlangt nach einem Hochkaräter. Hier darf die neue Arbeitsgruppe Zweitligahandball zeigen, dass sie nicht nur ein Name auf dem Papier ist.

Und während der 09-Kader noch im Urlaub weilt, kann nun auch der Viererpack der Nordstaffel ins Reisebüro. Denn Halle-Neustadt, Garßen-Celle, Berliner VG und Blomberg-Lippe haben in den Playoffs keine Schnitte gehabt und sind im Halbfinale schon gar nicht mehr vertreten.

Etwas Bewegung kam noch in die Aufsteiger. Unverhofft kam der Drittplatzierte der Regionalliga Nordost, das Elmshorner Handballteam (HT), noch zum Glück, denn Meister Eidelstedter TV und Vize-Champion Bad Schwartau nahmen das Aufstiegsrecht nicht wahr. Zudem hatte Elmshorn fristgerecht alle Unterlagen für die zweite Liga eingereicht. Die weiteren Aufsteiger: VfL Oldenburg II und PSV Recklinghausen. - wol

Quelle: SC Greven 09 / Grevener Zeitung


Ein Fest der Sinne / O.R. / 24.05.2005

Samstag Abschiedsspiel für Heike Schmidt. Die Erfahrung von über 2.000 Länderspielen wird dann auf der Platte stehen.

Heike SchmidtDer Abschied in drei Teilen für VfL-Spielführerin Heike Schmidt (Foto) geht am Samstag in die zweite Runde. Nach ihrem letzten Bundesliga-Spiel am 1. Mai und drei Wochen vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Polen in der neuen EWE Arena (18. Juni), steht jetzt die große Abschiedsgala in der Robert Schumann Halle an. Dabei trifft ab 16 Uhr ein All Star Team aus der Bundesliga auf eine "Alt-VfL" Mannschaft.

Schröder selber weilt zur Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft. Mit ihr wird sie Freitag in Allensbach noch ein Testspiel gegen Österreich bestreiten. Für das zweite Spiel am Samstag gegen den gleichen Gegner wurde sie von Bundestrainer Armin Emrich freigestellt.

Alles, was Rang und Namen hat, wird sie Samstag in der VfL-Halle erwarten. Die Erfahrung von über 2.000 Länderspielen wird dann auf der Platte stehen. "Toll. Fast alle, die ich gefragt habe, werden auch kommen," sagt die 34-jährige Hauptperson. Absagen musste allerdings Susanne Henze vom Buxtehuder SV, die für das Nationalteam gebraucht wird.

Damit dieses Ereignis eine runde Veranstaltung wird, haben sich „Schröder“ und ihr Helferteam um VfL-Wischerin Antje Möhrmann einiges einfallen lassen. Vor der Halle wird ein Festzelt aufgebaut, in der Halle sorgt eine Leinwand dafür, dass den Gästen auch vom DFB-Pokalfinale nichts entgeht. Dutzende VfLer werden Salate und Kuchen mitbringen; nach dem Spiel wird das Bierfass angestochen. Die Einnahmen dieser Veranstaltung kommen der Wildwasser e.V., der Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuellem Missbrauch an Mädchen, zugute.

Die Mannschaft „Alt-VfL“ – mit den VfL Co-Trainerinnen Maike Balthazar und Rita Forst – hat sogar schon für dieses Spiel trainiert. "Das sah schon gut aus, auch wenn am Ende alle aus dem letzten Loch gepfiffen haben", berichtet Antje Möhrmann vom gestrigen Training.

Im Hause Balthazar musste improvisiert werden: Mutter Maike hat für das Spiel extra ihre anstehende Meniskus-Operation verschieben lassen, Sohn Marlo seine Geburtstagsfeier. Am 28. Mai wird er 14 Jahre alt. Für ihn ist es schon der dritte Geburtstag hintereinander, der wegen eines Handball-Termins ins Wasser fällt.

Was Marlo und die anderen Zuschauer am Samstag genau erwartet, ist allerdings ein Geheimnis. „Es sind einige Überraschungen vorbereitet worden. Von den ich weiß, kann ich nur sagen, es wird ein Fest der Sinne sein.“ Klar ist nur: Bis in die Nacht soll am Samstag gefeiert werden. Der Eintritt ist frei.

Die Mannschaften

All-Star-Team

Eike Bram (Weltmeisterin 1993)
Michaela Erler (Weltmeisterin, deutscher Meisterin, Europacupsiegerin)
Dagmar Stellberg (mehrfach dt. Meisterin, Europacupsiegerin)
Klara Orban (mehrfach ungarischer Meisterin, deutsche Meisterin, Europacupsiegerin)
Anika Ziercke (15 Jahre Bundesliga, Nationalspielerin)
Christine Lindemann (mehrfach deutscher Meisterin, Europacupsiegerin)
Dunja Brandt (15 Jahre Bundesliga)
Kathrin Blacha (dt. Meisterin, Europacupsiegerin, Handballerin des Jahres 2004, aktuell 1.FC Nürnberg)
Nikola Pietzsch (mehrfach dt. Meisterin, Europacupsiegerin, aktuell HC Leipzig)
Anke Schulz (mehrfach dt. Meisterin, Nationalspielerin)
Sylvia Schmitt ( Handballerin des Jahres 1998, Nationalspielerin)
Birgit Wagner (Weltmeisterin, mehrfach dt. Meisterin, Europacupsiegerin)
Sylvia Harlander (Europacupsiegerin, Nationalspielerin)

Diese Mannschaft – sie zusammenzukaufen wäre wohl für jeden Verein zu teuer – spielt gegen eine VfL-Auswahl, ebenfalls ein Dream-Team:

Alt-VfL
Maike Balthazar, Rita Forst (beide Co-Trainerinnen VfL), Katja Seggelke, Bianca Kannegießer (früher Mävers), Tanja Büsing, Ines Will, Steffi Lorenz, Ute Brand, Nicole Meinecke (früher Lüdeking), Ulla Witte (früher Bixschlag), Tiziana Otten (früher Göttken), Silke Prante (früher Combecher), Kerstin Köhler und Biliana Naumoska.

Der Trainerplatz bleibt frei...zum Gedenken an Robert Schumann. Schumann hatte als Trainer die damals 17-jährige Heike Schmidt zum VfL geholt. Mit ihm und seiner Frau Helga verbindet „Schröder“ eine fast familiäre Beziehung. Jahrelang wohnte sie im Hause Schumann. „Die beiden sind zu meinen zweiten Eltern geworden“. Robert Schumann starb im Jahr 2002.

"Schröder" selbst – 165 Länderspiele, je zweimal deutsche Meisterin und Pokalsiegerin, Europacupsiegerin 1994 (mit TuS Walle) und dreimal "Oldenburgs Sportlerin des Jahres" – wird in beiden Teams spielen – je eine Halbzeit.

Auch das Schiedsrichtergespann hat mit Heike "so manche Schlacht geschlagen". Wilfried Lübker und Manfred Bülow sind die Männer an der Pfeife.

Physiotherapeuten sind Wilfried Küpker und Sebastian Hünermann mit Assistentin Steffi "Hossi" Kreft. Wischerin ist natürlich Antje "Möhre" Möhrmann, die am Samstag ebenfalls ihren Abschied geben wird. "Möhre", bei den Bundesligaspielen mit Feudel und Kopftuch im Einsatz, genießt in der Liga und beim VfL einen legendären Ruf. Und das, obwohl ihre Premiere als Wischerin nicht gerade optimal verlief: Bei ihrem ersten Einsatz riss ihre Perlenkette... Auch sie werden die VfL-Fans in der nächsten Saison sehr vermissen.

Abschiedsspiel für Heike Schmidt, Samstag, 28. Mai, 16 Uhr, Robert-Schumann-Halle

Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Oldenburger durchforsten sämtliche Ligen in Europa / NWZ / 24.05.2005

Neuer VfL-Trainer Leszek Krowicki sucht Hände ringend Verstärkung für den Rückraum

Der Pole will den Bundesliga-Kader schnell komplettieren. Die Kirchhoferin Mihai ist kein Thema mehr.

OLDENBURG - Zumindest in einem Punkt wissen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg seit gestern Abend, woran sie in den nächsten Wochen sind: Ihr neuer Trainer Leszek Krowicki nutzte die gestrige Trainingseinheit, um mit ihnen das Übungspensum bis zur Sommerpause zu besprechen. Mit welcher Rückraumreihe sie am 4. September im Heimspiel gegen Buxtehude in die neue Saison starten, erfuhren aber auch sie nicht.

"Wir sind derzeit sehr fleißig. Ich überprüfe seit Tagen alle möglichen Ligen und alle möglichen Tipps – in ganz Europa", berichtet Krowicki von intensivsten Bemühungen des VfL, Ersatz für die drei ausgeschiedenen Rückraumspielerinnen Heike Schmidt, Grigoria Gkolia und Jana Oborilova zu finden. Der Pole wünscht sich "Minimum noch zwei Spielerinnen", wäre allerdings im Moment schon froh, "wenn wir eine fest hätten, die uns weiterhilft."

Gerade im rechten Rückraum (Linkshänderin) sieht Krowicki dringenden Handlungsbedarf, nachdem der Verein den finanziellen Vorstellungen von Cristina Mihai (SG Kirchhof) nicht folgen wollte. Überhaupt scheint der Markt in Deutschland leer gefegt zu sein, so dass sich Krowicki derzeit außer in seinem Heimatland auch in Kroatien oder Spanien umschaut. "Es sind oft nur Kleinigkeiten, die geklärt werden müssen. Vielleicht können wir ja schon bald Vollzug melden", überlegt er, hütet sich aber, Namen zu nennen. "Da könnte die Konkurrenz nur hellhörig werden." Krowicki weiß, wovon er spricht. Denn eine Spielerin, die auch sein Interesse geweckt hätte, kann er von der Liste streichen: Lina Spalviene, vielseitige Rückraumspielerin des FHC Frankfurt/Oder, wechselt zum Ex-Meister und Zweitliga-Aufsteiger TV Lützellinden.

In Juniorinnen-Nationalspielerin Kim Birke (List), Torwart-Talent Julia Renner (Ellerbek) und Rechtsaußen Magdalena Urdea (Kirchhof) hat der VfL bislang drei neue Spielerinnen verpflichtet.

Quelle: http://www.nwz-online.de - VON OTTO-ULRICH BALS


Erster Europacup-Triumph für Leverkusen: 25:22-Sieg über Dijon

Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben den europäischen Challenge-Cup gewonnen. Mit einem 25:22 (11:10)-Erfolg im zweiten Finalspiel gegen Cercle Dijon machte der zwölfmalige deutsche Meister am Sonntag den das 27:28 aus dem Hinspiel wett und sicherte sich den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte. Zuvor war Bayer zwei Mal in einem europäischen Endspiel gescheitert.

Internationale Wettbewerbe, Finale
Challenge-Cup: TSV Bayer Leverkusen (GER) - Cercle Dijon Bourgogne (FRA) 25 : 22
/ Hinspiel 27 : 28

Champions League: Kometal D. P. Skopje (MKD)- Slagelse FH (DEN) 20 : 27
/ Hinspiel 23 : 27

EHF-Cup: Cornexi Alcoa (HUN) - Györi ETO Kezilabda Club (HUN) 28 : 19
/ Hinspiel: 21 : 27

Pokalsieger: Larvik HK (NOR) - Podravka Vegeta Koprivnica (CRO) 37 : 27
/ Hinspiel: 31 : 26

Infos unter: http://www.handball-world.com/


Leverkusen trotz knapper Niederlage vor erstem Europacup-Erfolg

Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen stehen im dritten Anlauf vor ihrem ersten Europapokal- Erfolg. Im Final-Hinspiel des europäischen Challenge-Cups unterlag der zwölfmalige deutsche Meister am Sonntag bei Cercle Dijon Bourgogne in Frankreich vor 3000 Zuschauern mit 27:28 (12:16). Das Rückspiel wird am 22. Mai (16.00 Uhr) in der Leverkusener Ulrich- Haberland-Halle ausgetragen. «Bei nur einem Tor Differenz ist in einer Woche noch alles möglich», sagte Bayer-Manager Ruud van der Aa.

Internationale Wettbewerbe, Finale / Hinspiele
Champions League
14. und 20. Mai: Slagelse FH (DEN) - Kometal D. P. Skopje (MKD) 27 : 23
EHF-Cup
15. und 22. Mai: Györi ETO Kezilabda Club (HUN) - Cornexi Alcoa (HUN) 27 : 21
Challenge-Cup
15. und 22. Mai: Cercle Dijon Bourgogne (FRA) - TSV Bayer Leverkusen (GER) 28 : 27
Pokalsieger
14. und 21. Mai: Podravka Vegeta Koprivnica (CRO) - Larvik HK (NOR) 26 : 31

Infos unter: http://www.handball-world.com/


Nürnberg auf den Spuren des TuS Walle / NWZ / 17.05.2005

Die "Clubberinnen" sicherten sich das Double im Frauenhandball. Die drohende Insolvenz wurde abgewendet.
NÜRNBERG/SID/BAL - Die Handballfrauen des 1. FC Nürnberg haben erstmals in der Clubgeschichte das Double gesichert. Im Finalrückspiel besiegte Nürnberg die DJK Trier mit 28:21 (Hinspiel 37:28). "Diese Mädels sind das Beste, was ich je trainiert habe", jubelte Meistertrainer Herbert Müller. Nur drei Jahre nach dem Erstliga-Aufstieg löste der lange Zeit vom finanziellen Kollaps bedrohte "Club" Walle Bremen als bislang letzten Gewinner von Meisterschaft und DHB-Pokal (1995) in einem Jahr ab.
Nach vier Titeln in zwei Jahren will der FCN nun seine Spitzenposition im deutschen Handball in den kommenden Jahren festigen und in der Champions-Liga angreifen. Mit allen 13 Spielerinnen aus dem aktuellen Team wurde bereits bis zum 30. Juni 2006 verlängert. Mit den Zugängen Hortenzia Szrnka (Frankfurt/Oder) und Sarah Wascik (Quelle Fürth) stehen somit 15 Frauen im Aufgebot.
Noch vor drei Wochen fehlten Nürnberg 200 000 Euro im Saisonetat von 500 000 Euro. Die drohende Insolvenz konnte gerade noch abgewendet werden, nachdem eine neue Betreibergesellschaft gefunden worden war.
Quelle: http://www.nwz-online.de


VfL baut Mannschaften für die neue Saison auf / O.R. / 03.05.2005

Magdalena Urdea, Kim Birke und Julia Renner spielen in der kommenden Saison für den VfL Oldenburg

Der Handball-Bundesligist VfL Oldenburg geht in der nächsten Saison neue Ziele an. Mit Leszek Krowicki wurde erstmals in der Vereinsgeschichte ein Vollzeit-Trainer verpflichtet. Derzeit bastelt der neue Coach am Kader für die kommende Saison.

Für die vom Leistungssport zurückgetretene Daniela Harke wurde auch schon ein Ersatz gefunden. Von der SG Kirchhof 09 kommt Magdalena Urdea. Die Linkshänderin gilt als eine der besten Rechtsaußen der Bundesliga.

Urdea spielte 45 mal für die rumänische A-Nationalmannschaft. Bis zum Wochenende traf die 29-Jährige 112 Tore in der laufenden und für ihren Klub bereits abgeschlossenen Bundesligasaison. Mit zwei Siegen gegen TuS Weibern sicherte sich ihr Team den Verbleib in der 1. Bundesliga.

Des weiteren stoßen zwei junge Spielerinnen zum VfL. Kim Birke, Linksaußen kommt vom Nord-Regionalligisten Germania List und traf in 24 Spielen 149 Mal das Tor. Birke ist Juniorinnen-Nationalspielerin und spielte auch beim Vierländerturnier Anfang März in Oldenburg. Die jüngste Spielerin im Kader der Juniorinnen sei "ein großes Talent,"so Maike Balthazar, die als Co-Trainerin sowohl beim VfL, als auch beim DHB engagiert ist.

Torhüterin Julia Renner, ebenfalls noch 17, kommt vom Nordost-Regionalligisten TSV Ellerbek. "Julia bringt alle Voraussetzungen mit, eine richtig gute Torhüterin zu werden," sagt VfL-Torwarttrainer Sascha Vorontsov. Das erste Mal sah er sie auch beim Vierländerturnier. Sie wurde dort im letzten Spiel eingesetzt.

"Beide letztgenannten Spielerinnen haben grundsätzlich die Perspektive, sich mittelfristig für das Bundesliga-Team zu qualifizieren. Sportliche Entscheidungen treffen aber natürlich die verantwortlichen Trainer," sagt Peter Görgen, der Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH.

Quelle: Ole Rosenbohm - Presse VfL Oldenburg