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DHB-Frauen buchen Olympia-Tickets / DHB / 29.03.08
Deutschland erkämpft Sieg gegen Schweden / handball-world / 28.03.08
Deutsche Handballerinnen in Olympiaform / handball-world / 25.03.08
Neuer Gegner in der Olympia-Qualifikation / DHB / 21.03.08
Vorbereitung auf Olympia-Qualifikation - der Gegner Polen / H.J. / 21.03.08
Fahrplan für die Olympia-Qualifikation / DHB / 06.02.08
Kowalska tritt aus Nationalmannschaft zurück / O.R. / 21.12.07
Russland verteidigt Weltmeistertitel / handball-world / 16.12.07
Deutsche Handballerinnen feiern Bronze / DHB / 16.12.07
Deutsche Auswahl überzeugt / handball-world / 15.12.07
Deutschland zittert sich ins Halbfinale / handball-world / 13.12.07
Spanien unterliegt Polen und verpasst Viertelfinale / handball-world / 11.12.07
Deutsche Auswahl kassiert erste Niederlage / handball-world / 11.12.07
Deutsche Frauen zittern sich zum Sieg gegen Polen / handball-world / 09.12.07
Mit großer Moral 30:30 gegen den WM-Dritten Ungarn / DHB / 08.12.07
Deutschland hält mit 30:25 Kurs "Viertelfinale" / handball-world / 06.12.07
Grit Jurack vor Spanien-Spiel kämpferisch / handball-world / 05.12.07
32:26 gegen Korea / HW / 04.12.07
Deutschland mit dem höchsten Sieg / HW / 03.12.07
Deutschland erkämpft sich 26:21-Auftakterfolg / HW / 02.12.07
Gelassen und selbstbewusst zur Weltmeisterschaft / DHB / 28.11.07
Weltmeisterschaft: Mit 18 nach Frankreich/ DHB / 26.11.07
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Deutschland krönt Ticket nach Peking mit Kantersieg / handball-world / 30.03.08

Das Ticket zu den Olympischen Spielen hatte sich die deutsche Auswahl bereits vor dem heutigen abschließenden Spiel gegen Kuba gesichert, doch gegen den Außenseiter nutzte der Favorit die Chance befreit aufzuspielen und mit einem 37:21-Kantersieg den dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel einzufahren. "Wir werden uns auf Kuba vorbereiten, die Zuschauer haben Geld bezahlt und sollen schönen Handball sehen", hatte Clara Woltering bereits gestern angekündigt, dass das Team die "Feierei" nicht übertreiben werde. Das bestens organisierte Turnier in Leipzig erhielt so einen glanzvollen Abschluß, der allerdings durch die Verletzung von Ulrike Stange, befürchtet wird ein Kreuzbandriss, einen Wehrmutstropfen bekam.

"Wir wollen das letzte Spiel auch noch gewinnen und uns bei den Zuschauern für die tolle Unterstützung bedanken", so Grit Jurack vor dem Spiel. Die Feierlichkeiten über das Ticket zu den Olympischen Spielen, das bereits nach dem gestrigen Sieg über Kroatien gesichert war, hielten sich so in Grenzen. Armin Emrich nutzte das abschließende Spiel, um Sabrina Neukamp Spielpraxis zu verschaffen, für sie bekam das gestrige Geburtstagskind Nadine Härdter eine Pause. Im Tor begann Sabine Englert, die auch gleich den ersten Wurf der Kubanerinnen, durch deren beste Turnierschützin Arassay Duran entschärfen konnte. In der Offensive zeigte die deutsche Auswahl die Lockerheit, die in den Spielen zuvor gefehlt hat, schnell zog das DHB-Team auf 5:2 davon.

Der Panamerikavertreter, der nach zwei Niederlagen keine Chance mehr auf das Olympiaticket hatte, spielte zunächst aber munter mit. Ins deutsche Spiel schlichen sich die ersten Fehler ein und wie in der Anfangsphase gegen Schweden und Kroatien blieb Kuba so auf Augenhöhe. Drei Fehler im Angriff gaben Kuba unterdessen die Chance zu einfachen Treffern im Gegenstoß und einer von diesen brachte in der dreizehnten Spielminute sogar den überraschenden Ausgleich zum 9:9. Die deutsche Auswahl musste zudem eine weitere Hiobsbotschaft verkraften, Ulrike Stange verletzte sich am rechten Knie.

Die Leipzigerin, die vor allem im ersten Spiel gegen Schweden für wichtige Akzente gesorgt hatte, musste nach einem Gegenstoß, den die gute kubanische Torhüterin Guevara pariert hatte, verletzt vom Feld. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Minute auf dem Parkett gestanden. "Über die Schwere der Verletzung können wir derzeit noch nichts sagen", so DHB-Pressesprecher Tim Oliver Kalle während des Spiels, befürchtet wird ein Kruezbandriss, Aufklärung werden genauere Untersuchung am morgigen Tag bringen. Für Stange kam Sabrina Neukamp, die aber vor allem in der Defensive Schwächen offenbarte, die Yasnay Turro eiskalt ausnutzte.

Kuba hielt die Partie so offen, erst beim 14:13 stand wieder eine Führung zu Buche. Bundestrainer Armin Emrich griff so zu seiner Auszeit, um das Team auf die letzten Minuten des ersten Abschnitts einzustellen. Und diese Auszeit zeigte Wirkung, Nina Wörz übernahm nun die Spielgestaltung. Kuba gelang zwar der erste Treffer nach der Auszeit, dann aber unterliefen dem Team von Senovio Maturel zu viele Ballverluste in der Offensive. Die deutsche Auswahl nutzte diese eiskalt aus, sieben Gegenstoßtore in Folge gaben dem Favoriten eine standesgemäße 21:14-Führung.

Im zweiten Spielabschnitt versuchte Kuba mit einer offensiveren Deckungsformation das deutsche Aufbauspiel zu stören, doch die DHB-Auswahl war nun in ihrem Element. Bereits nach fünf Minuten stand beim 25:15 die erste zweistellige Führung zu Buche, die der Favorit in der Folge noch weiter ausbaute. Das deutsche Team nutzte dabei die Chance, den Zuschauern auch den versprochenen "schönen Handball" zu zeigen, nachdem in den beiden Spielen zuvor der auf dem Team lastende Druck doch merklich zu spüren war.Am Ende stand so ein überzeugender 37:21-Erfolg zu Buche, bei dem Clara Woltering mit einer sehenswerten Parade in der letzten Sekunde für den Schlußpunkt sorgte.

Stimmen zum Spiel:
Senovio Maturel (Trainer Kuba):
Wir haben heute versucht alles zu geben. Es war eine gute Vorbereitung, um die Weltspitze kennenzulernen. Wir hoffen, dass wir durch dieses Turnier nun die Möglichkeit haben eine bessere Qualität zu bekommen.

Armin Emrich (Bundestrainer Deutschland):
Insgesamt war es ein tolles und erfolgreiches Turnier. Kay Hähner und sein Organisationsteam haben eine tolle Arbeit hier geleistet. Es war ein tolles Publikum und somit ein toller Standort für diese Veranstaltung. Die Mannschaft wollte sich heute noch einmal sportlich fair aus diesem Turnier verabschieden und das ist ihr auch gelungen.

Torschützen: Jurack (7), Baumbach (5), Neukamp (5), Loerper (5), Wörz (4), Rösler (3), Althaus (3), Hering (2), Melbeck (2), Müller (1) - Duran Morens (6), Marti Pompa (4), Gomez Hernandez (4), Turro Beltran (4), Lusson Miranda (3)
Siebenmeter: 3/3 - 4/8
Zeitstrafen: 4/3

Quelle: 30.03.2008 - Christian Stein - http://www.handball-world.com


DHB-Frauen buchen Olympia-Tickets nach 22:16 über Kroatien / Emrich: „Wir haben uns einen Traum erfüllt“ / DHB / 29.03.08

Bundestrainer Armin Emrich sprach von „bewegenden Momenten“, die Spielerinnen feierten ausgelassen auf dem Parkett der mit 5693 Zuschauern prächtig gefüllten Arena in Leipzig. Seit Samstag steht es nun fest: Zum ersten Mal seit 1996 werden deutsche Handballerinnen wieder an Olympischen Spielen teilnehmen. Das DHB-Team sicherte sich bereits im zweiten Spiel des Vier-Nationen-Turniers dank eines 22:16 (7:5) gegen Kroatien vorzeitig das Ticket für Peking.

Die Erfolge gegen Kroatien und Schweden (27:26) bescheren der Mannschaft um Kapitänin Grit Jurack bereits vor dem letzten Spiel gegen Kuba (Sonntag, 15.10 Uhr) den Gesamtsieg und eine Prämie des Weltverbandes IHF in Höhe von 20000 US-Dollar.

„Für die Mannschaft und das Publikum waren das bewegende Momente. Die Olympia-Qualifikation war das große Ziel“, sagte Emrich, der als bereits 1996 als Schweizer Nationaltrainer an den Olympischen Spielen in Atlanta teilgenommen hatte. „Wer hier in Leipzig war, hat Leidenschaft und wahren Teamgeist gespürt. Der Druck war riesig, da jeder im Vorfeld von einem Selbstläufer gesprochen hat.“ Sowohl gegen Schweden, als auch gegen Kroatien musste der WM-Dritte Deutschland ans Limit gehen, um das ersehnte Ziel zu erreichen.

Die torarme erste Halbzeit war von der Nervosität aller Spielerinnen geprägt und endete 7:5. Auf beiden Seiten überragten die Torhüterinnen. Clara Woltering hielt in Weltklasseform, Sabine Englert parierte drei Siebenmeter, und die Kroatin Ivana Jelcic ragte ebenfalls heraus. Erst Mitte der zweiten Halbzeit setzte sich das DHB-Team ab.

„Wir haben uns einen Traum erfüllt“, jubelte Emrich. Der Deutsche Handballbund ist erstmals seit 1996 bei einem olympischen Handballturnier wieder sowohl mit den als Weltmeister qualifizierten Männern als auch mit den Frauen vertreten. „Wir haben jetzt vier Monate Zeit, um uns vorzubereiten“, sagte Clara Woltering. „Wir werden uns ein passendes Ziel setzen. Wie das genau aussehen wird, kann ich noch nicht genau sagen.“ Seit Samstag gibt es für die DHB-Frauen neue Träume, die in Peking Gestalt annehmen sollen.

Deutschland – Kroatien 22:16 (7:5)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (2), Stange, Jurack (4), Rösler, Wörz, Müller, Loerper, Hering (1), Krause (7/4), Baumbach (1), Melbeck 4), Althaus (3)

Kroatien: Krizanac, Jelcic; Tatari (2), Golubic (1), Starcek, Gace, Pusic, Palcic, Horvat, Pasicnik (2), Penezic (3), Franic (4/2), Lovric (2), Zebic (2)

- Schiedsrichter: Licis/Stolarovs (Lettland).
– Zuschauer: 5693.
– Siebenmeter: 4/4:6/2 (Starcek, Pasicnik und Franic/zweimal scheitern an Englert).
– Zeitstrafen: 6:2 Minuten (Rösler, Althaus/zweimal – Penezic).
– Spielfilm: 1:3, 6:4 (21.), 7:5 – 9:5, 12:7, 14:10, 18:12 (51.), 22:16.

Quelle: Von: CH / tok - http://www.dhb.de


  
Bundestrainer Armin Emrich sah einen knappen Sieg seiner Mannschaft. (Foto: H. Jack)   
Deutschland erkämpft sich 27:26 Sieg gegen Schweden / handball-world / 28.03.08

Es war ein packender Fight, den sich Deutschland und Schweden lieferten. Und es war ein Spiel, welches folgerichtig erst in den letzten Sekunden entschieden wurde, als der Ausgleichstreffer von Linnea Torstensson zurückgepfiffen wurde. Deutschland konnte einen knappen 27:26 (15:13) Sieg feiern, der im zweiten Durchgang einige male enorm wackelte. Die Schwedinnen präsentierten sich als kompakte und deckungsstarkes Team, Deutschland hingegen zeigte in Angriff und Abwehr reichlich Fehler. Insbesondere Grit Jurack und auch Maren Baumbach, die mit ihrem Spiel viel Risiko ging und dabei viele Fehler machte, aber auch viel erwirtschaftete.

Die mit 3500 Zuschauern gut besuchte Arena Leipzig lieferte den beiden Mannschaften schon bei der Begrüßung eine atemberaubende Kulisse. Es ging um viel, um das heiß ersehnte Ticket zu den Olympischen Spielen und die Fans wussten, dass die deutsche Mannschaft Unterstützung brauchte. Das Spiel war in Schweden ein größeres Medienthema, das öffentliche Fernsehen SVT überträgt alle schwedischen Spiele aus der Arena Leipzig, insbesondere am morgigen Samstag erwartet man ein großes Interesse am Auftritt der Spielerinnen von Trainer Ulf Schefvert. Und die Partie gegen Deutschland war für die Schwedinnen sicher das Schlüsselspiel, um auf den Olympia-Zug aufspringen zu können.

Bundestrainer Armin Emrich setzte auf Nadine Krause, Maren Baumbach und Grit Jurack im Rückraum, die Dänemark-Legionärin setzte dann auch gleich Krause in Szene, den resultierenden Siebenmeter verwandelte Jurack zum 1:0. Jurack deckte auch mit Anja Althaus im Innenblock. Auch das zweite Tor markierte Jurack aus sieben Metern, nachdem Stefanie Melbeck umgerissen worden war. Das Spiel startete sofort richtig durch, kein Team brauchte eine längere Anlaufphase. Schwedens Annika Freden und Melbeck trafen von Außen, wenig später musste Johanna Ahlm bereits erstmals auf die Strafbank. Die Intensität der Partie schlug auch auf die Bänke durch, nach fünf Minuten kassierte die schwedische Bank ihre erste gelbe Karte.

Ein toller Schlagwurf von Johanna Ahlm sorgte für den 3:3 Ausgleich, Torfrau Madeleine Grundström parierte gegen Melbeck, aber Baumbach konnte durchbrechen, Deutschland lag wieder vorn. Schweden deckte nun Jurack kurz, eine Maßnahme, die dem deutschen Angriff nicht behagte. Aber das Team kämpfte und brachte Krause zum 5:3 (9.). Emrich reagierte früh und instruierte Maren Baumbach neu. Aber wieder hieß es Fehler Deutschland, Konter und Ausgleich Matilda Boson. Sabine Englert verhinderte die erste Führung der Schwedinnen, als die Hypo-Keeperin gegen Ahlm parierte, Deutschland hatte immer größere Probleme im Angriff, in dem man keine Mittel gegen die kurze Deckung auf Jurack hatte.

Linkshänderin Terese Krantz glich mit einem wuchtigen Wurf zum 7:7 (16.) aus, Anja Althaus konterte mit einem glücklichen Treffer vom Kreis, musste danach aber sofort ihre bereits zweite Zeitstrafe absitzen. Armin Emrich reagierte und brachte Anne Müller. Das Anfangsniveau war nun dahin, beide Seiten machten mehr Fehler, es wurde das bereits im Vorfeld erwartete Kampfspiel. Müller setzte sich gleich am Kreis durch, Jurack traf erstmals aus dem Feld zum 10:8. Die Kaptänin legte nach einem erstklassigen Durchbruch das 11:8 nach und bescherte Johanna Ahlm mit der gleichen Aktion gleich darauf eine Zeitstrafe. Schweden war in Not, aber Trainer Ulf Schwefvert hatte seine Auszeit bereits beim 7:6 verpulvert. So musste nach einer rüden Aktion gegen Müller auch Boson zwei Minuten runter, Nadine Härdter traf mit Hilfe des Pfostens zum 12:8 (24.), Nadine Krause traf zum 13:9 – in wenigen Minuten hatte Schweden den Anschluss verloren.

Es war vor allem die wurfstarke Linnea Torstensson, die Schweden im Spiel hielt. Als dann wegen eines Gesichtstreffer bei Jurack Johanna Wiberg zwei Minuten raus musste, leistete sich die schwedische Bank ihre nächste Strafe – Zwei Minuten 6:4-Überzahl Deutschland waren das Resultat. Melbeck nutzte den Platz schnell, aber auch Boson traf mit einem Schlagwurf und brachte Schweden auf 15:13 heran, Johanna Ahlm brachte dann mit dem Pausenpfiff den letzten Wurf nicht an Sabine Englert vorbei. Mit Wiederanpfiff spielte Deutschland 3:2:1 in der Deckung, Torstensson traf dann aber zum 15:14 rustikal aus dem Freiwurf.

Die Umstellung brachte Deutschland aus dem Konzept, immer wieder stand die Verteidigerin alleine vor der Ballbesitzerin, während die Schwedinnen vor Einsatzfreude brannten. Boson glich zum 16:16 (35.) aus. In Überzahl traf Maren Baumbach vom Kreis, Torstensson saß auf der Strafbank. Das Team von Coach Armin Emrich hatte die richtigen Mittel in der Kabine gelassen, es war nur folgerichtig, dass Ahlm zur ersten Führung der Schwedinnen beim 18:19 (40.) traf. Die Spielerin vom schwedischen Meister Sävehof verpasste wenig später die erste Zwei-Toreführung, als sie nur den Pfosten traf. Emrich versuchte es nun mit Clara Woltering im Tor, aber seine Mannschaft hatte ihre Stabilität in der Deckung verloren.

Grundström hielt gegen Melbeck die Führung fest, Matilda Boson war hingegen nicht zu stoppen und erhöhte auf 20:22. Es war ein ganz wichtiger Angriff, der sich anschloss, Anne Müller traf nach hartem Kampf vom Kreis und die Ereignisse überschlugen sich. Ballverlust Schweden, Konter Baumbach, offensives Foul Schweden, Konter Baumbach – Jurack traf zum 23:22 (47.) und die Arena tobte, Deutschland lag wieder vorn. Eingewechselt, eingelaufen, getroffen – Lokalmatadorin Ulrike Stange traf beim 24:23, Steffi Melbeck wechselte für Jurack in den Rückraum. Melbeck verwarf dann allerdings gleich zweimal die Chance, ihr Team deutlicher in Front zu bringen, das Spiel stand auf der Kippe.

Sie hatten vorher die Schwedinnen erstmals seit langer Zeit wieder ins passive Spiel gezwungen und diese Aktion gab neuen Mut, Baumbach traf per Schlagwurf zum 25:23. Schwedens Trainer Schefvert versuchte es nun mit neuem Personal und brachte Sara Holmgren und Sara Eriksson in die Deckung, dann kam auch Teresa Utkovic. Zunächst war es allerdings Grundström im Tor, die erstmals einen Siebenmeter von Jurack parierte, genauso gut machte es Englert gegen Ahlm. Gut drei Minuten vor Ende konnte Nina Wörz in der Abwehr den Ball gewinnen, Ulrike Stange brachte Deutschland auf 27:25.

Das Publikum tobte, die Partie war offen, erst recht, nachdem Maren Baumbach im Gegenstoß per Heber nur die Latte traf, statt 28:25 konnte Linnea Torstensson zum 27:26 treffen. Die deutschen Frauen wankten nun gehörig, aber die letzten Jahre haben offenbar Erfahrung und mentale Kraft gebracht. Es war immer wieder Führungskraft Jurack, die nun gefordert war und die sich dieser Aufgabe auch stellte. Nach dem Time-out Emrichs 75 Sekunden vor dem Abpfiff blieb Krause liegen, aber der ersehnte Siebenmeterpfiff blieb aus. Auch der Treffer von Jurack zählte nicht, vorher gab es Foul. Die Aktionen überschlugen sich, die Fans hielten den Atem an, als Madeleine Grundström auch den nächsten Wurf von Jurack hatte.

Schweden ging in die letzten 23 Sekunden mit Jessica Enström als siebter Feldspielerin. Acht Sekunden vor dem Ende wartete Linnea Torstensson hinter dem Freiwurfblock auf die ultimative Chance zum Ausgleich. Und die wurfstarke Spielerin aus Skövde traf auch. Aber die rumänischen Referees Din und Dinu pfiffen das Tor zurück, sie hatten ein offensives Foul in der Freiwurfmauer gesehen. Deutschland war gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und hat sich den ersten Sieg in der Olympia-Qualifikation gesichert.

Quelle: 28.03.2008 - Matthias Kornes - http://www.handball-world.com


Mit Anja Althaus (am Ball) hatte die deutsche Mannschaft am Kreis gegenüber der polnischen Auswahl in den Testspielen deutliche Vorteile. Foto: H. Jack   

Deutsche Handballerinnen holen in Olympiaform Sieg über Polen / handball-world / 25.03.08

Mit zwei Testspielsiegen im Gepäck starten die deutschen Handballerinnen ins Unternehmen Olympia-Qualifikation. Angeführt von Rekord-Torschützin Grit Jurack feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Dienstagabend in Celle mit dem 33:27 (22:12) über Polen eine gelungene Generalprobe für das am Freitag in Leipzig beginnende Ausscheidungsturnier. Die deutsche Auswahl stellten die Weichen dabei bereits in den ersten acht Minuten, als sich das Team vorentscheidend auf 9:2 absetzte. Beste DHB-Werferinnen vor 1050 Zuschauern waren Anja Althaus und Grit Jurack mit jeweils sechs Toren. Beim WM-Elften traf Emilia Rogucka fünfmal.

Vor 1.050 Zuschauern legte die deutsche Auswahl mit dem 36:27 vom Vortag im Rücken selbstbewusst los, Grit Jurack und Steffi Melbeck legten ein schnelles 2:0 vor, bevor die Polinnen durch Karolina Kudlacz zum ersten Treffer kamen. Kudlacz kam in der heutigen Begegnung allerdings nur zu kurzen Spielanteilen und dies handicapte das polnische Spiel doch nachhaltig. Die deutsche 6:0-Deckung stand sicher, Sabine Englert, und im zweiten Abschnitt Clara Woltering, begeisterten die Fans mit einigen sehenswerten Paraden und in der Offensive überzeugte die deutsche Auswahl mit Zielstrebigkeit und druckvollem Spielaufbau. Glänzend herausgespielt war auch das 5:1, mit dem Maren Baumbach ihr 300. Länderspieltor erzielte.

Die Gäste aus Polen konnten dem deutschen Tempo in der Anfangsphase nicht folgen. Im Gegenstoß und über die Schnelle Mitte kam die deutsche Auswahl immer wieder zu einfachen Treffern - wie das 7:1 durch Nadine Härdter. Die Mannschaft von Armin Emrich hielt das Tempo von einem Tor pro Minute zunächst bei, bereits beim 13:4, Geburtstagskind Nadine Krause hatte getroffen, drohte der polnischen Auswahl der erste Zehn-Tore-Rückstand. Kudlacz führte die Polinnen noch einmal heran, ein Doppelschlag brachte aber nur kurzzeitig Linderung aus Sicht der polnischen Fans. Obwohl die deutsche Auswahl nun mehrfach gute Wurfgelegenheiten ausließ war der erste zweistellige Abstand nach einem Baumbach-Treffer zum 18:8 bereits zehn Minuten vor dem Seitenwechsel erreicht.

Die deutsche Auswahl versuchte das Tempo hoch zu halten, die Wechsel Emrichs wirkten sich dabei zunächst nicht negativ auf das Spiel der Gastgeberinnen aus. Doch die Wurfausbeute verschlechterte sich nun merklich, zudem fehlte in einigen Aktionen angesichts der deutlichen Führung die notwendige Konzentration. Die polnische Torfrau Malgorzata Sadowska konnte sich nun mehrfach in Szene setzen, zudem hatte sie mehrfach die Latte auf ihrer Seite. Polen hielt den Abstand so zunächst konstant, mit einem 21:12 ging es in die letzten Sekunden. Emrich probte nun den Ernstfall, nahm Englert aus dem Tor und beorderte Nina Wörz als siebte Feldspielerin auf das Parkett. Diese Überzahl in den verbleibenden 25 Sekunden nutzte die deutsche Auswahl, ein Anspiel von Jurack fand Althaus am Kreis, die nur auf Kosten eines Siebenmeters gebremst werden konnte. Den Strafwurf verwandelte Jurack sicher zum 22:12-Pausenstand.

Emrich nutzte die zweite Halbzeit um zu Experimentieren, allerdings fehlte dem deutschen Spiel nun die Gradlinigkeit in den Aktionen. Bis zum 26:14, Nina Wörz hatte getroffen, verteidigte das DHB-Team die Führung, dann aber kam Polen auf. Vier Tore in Folge brachten die Gäste auf 26:18 heran, Katarzyna Duran legte sogar das 26:19 nach. Anne Müller beendete die deutsche Durststrecke, doch auch in der Folge unterliefen den Gastgeberinnen zu viele Flüchtigkeitsfehler. Der deutsche Sieg geriet dadurch nicht mehr in Gefahr und in der Schlußphase begeisterte das DHB-Team die Zuschauer in der restlos ausverkauften Halle in Celle mit einigen Kabinettstückchen. Diese Verspieltheit und eine fahrlässige Chancenverwertung verhinderten einen deutlicheren Sieg der Mannschaft von Armin Emrich. Der letzte Treffer war so, nach mehreren deutschen Lattentreffern, den Polinnen vorbehalten, die durch ihre beste Werferin Emilia Rogucka zum 33:27-Endstand trafen.

Stimmen zum Spiel:

Armin Emrich:
Ich bedanke mich bei Zenon Lakomy und der polnischen Auswahl. Wir hatten vor abgesprochen, dass wir bestimmte Situationen simulieren, um für einander in Hinblick auf die Olympiaqualifikation ideale Sparingspartner zu sein. Nicht nur deshalb sollten wir den Ball weiterhin flach halten, es handelte sich um Testspiele. Trotz der kurzen Zeit der Vorbereitung habe ich gute Ansätze gesehen, vor allem die 6:0 und die Torfrauen waren gut. Die technischen Fehler im zweiten Abschnitt waren der Schatten zum Licht. Glänzend war die Atmosphäre, in Salzgitter und auch heute. Das war der Rückenwind, den wir auf dem Weg nach Leipzig gebraucht haben.

Zenon Lakomy:
Wir haben eine gute Leistung der deutschen Auswahl gesehen. Wir waren im ersten Abschnitt zu schwach, auch weil Deutschland so stark war. Ich bin aber froh, dass wir zwei Länderspiele in Deutschland bestreiten konnten, ich hätte mir natürlich mehr Erfolg erhofft. In Bukarest bei der Olympiaqualifikation muss unsere Abwehr sicherer stehen und wir müssen weniger technische Fehler machen.

Deutschland - Polen 33:27 (22:12)

Deutschland:
Englert, Krause (n.e.), Woltering
Härdter (2), Stange, Jurack (6), Rösler (2), Wörz (3), Müller (2), Loerper, Hering, Krause (3), Neukamp, Baumbach (5), Melbeck (4), Althaus (6)

Polen:
Chemicz, Sadowska
Malczewska 4 , Zaleczna 1, Niedzwiedz-Cecotka 1, Damiecka 1, Majerek 1, Polenz 1, Kudlacz 3, Duda 4, Duran 2, Rogucka 5, Pielesz 4, Jacek, Chudzik

Zuschauer: 1.050 (Celle, ausverkauft)
Schiedsrichter: Awensen / Söda (NOR)
Strafminuten: 6 / 8

Am 24.03.08 in Salzgitter:
Deutschland - Polen 36:27 (16:11)

Deutschland: Englert, J. Krause, Woltering
Härdter, Stange, Jurack 8/1, Rösler 2/1, Wörz 2, A. Müller 2, Loerper 1, Hering 4, N. Krause 6/1, Neukamp 2, Baumbach, Melbeck 4, Althaus 5/1

Polen: Lacz, Sadowska
Jacek 4, Malczewska 1, Zaleczna 1, Niedzwiedz-Cecotka 5, Majerek 1, Polenz 1, Wolska 1, Kudlacz 10/3, Duda 1, Chudzik 1, Rogucka 1, Duran, Pielesz, Damiecka

Quelle: 25.03.2008 - Anna Burgdorf - http://www.handball-world.com


  
Bundestrainer Armin Emrich   
Neuer Gegner in der Olympia-Qualifikation / DHB / 21.03.08

Kroatien ersetzt Spanien nach CAS-Urteil in Leipzig

Noch am Freitag hat die Internationale Handball Federation (IHF) Klarheit geschaffen und auf das CAS-Urteil reagiert. Gegner der deutschen Frauen-Nationalmannschaft wird in der Olympia-Qualifikation in Leipzig (28. bis 30. März) nun neben Schweden und Kuba auch Kroatien sein, das den Platz von Spanien einnimmt. Für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren sich die ersten beiden Mannschaften dieses Turniers. Die Änderung war notwendig geworden, nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS die Wiederholung der asiatischen Olympia-Qualifikation am Mittwoch für ungültig erklärt hatte und Südkorea so in die drei Qualifikations-Turniere integriert werden musste.

„Dieser Wechsel erhöht die sportliche Herausforderung noch einmal“, sagt Bundestrainer Armin Emrich zum neuen Gegner Kroatien. „Unsere Aufgabe ist nach wie vor höchst anspruchsvoll, aber lösbar. Und wir wollen unbedingt nach Peking. Wir bauen dabei auf die Atmosphäre in der Arena Leipzig, um mit Hilfe des Publikums das Ticket zu lösen.“

In ersten Planspielen hatte die IHF aus logistischen Gründen die südkoreanischen Frauen in Leipzig spielen lassen wollen. Dies hätte jedoch dem Reglement widersprochen. Darauf wies DHB-Präsident Ulrich Strombach in mehreren Gesprächen mit dem Weltverband mit Nachdruck hin, sodass diese Variante letztlich verworfen wurde. „Ich bin froh, dass wir diese regelkonforme Lösung im Sinne des Sports und unserer Mannschaft erreicht haben“, sagt Strombach. „Es wäre fatal gewesen, wenn die vom CAS festgestellten Wirkungen des Regelverstoßes durch einen erneuten Regelverstoß beantwortet worden wären.“

Das DHB-Team kommt am Ostersonntag in Barsinghausen zusammen und bestreitet noch zwei Testspiele gegen Polen (Montag, 18 Uhr, in Salzgitter und Dienstag, 19.30 Uhr in Celle). Am Mittwoch zieht der deutsche Tross dann nach Leipzig um.

Der neue Spielplan der Olympia-Qualifikation in Leipzig:

Freitag, 28. März:
17.30 Uhr: Kroatien – Kuba
19.30 Uhr: Deutschland – Schweden

Samstag, 29. März:
13.30 Uhr: Schweden – Kuba
15.40 Uhr: Deutschland – Kroatien

Sonntag, 30. März:
13.00 Uhr: Schweden – Kroatien
15.10 Uhr: Kuba – Deutschland

Quelle: Tim Oliver Kalle - www.dhb.de


  
Izabela Duda vom Storhamar Handball (Norwegen) spielt eine starke Saison.   
Vorbereitung auf Olympia-Qualifikation - der Gegner Polen / H.J./ 21.03.2008

Am Montag, 24. März, 18:00 Uhr in Salzgitter und am Dienstag, 25. März, 19.30 Uhr in Celle bestreiten die deutschen Handballerinnen ihre letzten beiden Testspiele vor der Olympia-Qualifikation (28. bis 30. März in Leipzig). Gegner sind die Polinnen, die ebenfalls noch eine Chance haben. sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Während sich die deutsche Mannschaft gegen Schweden, Kroatien und Kuba in Leipzig durchsetzen muss, haben es die Polinnen in Rumänien mit dem Gastgeber Rumänien, Ungarn und Japan zu tun.

Die Mannschaft aus Polen absolvierte bereits zwei Testspiele in dieser Woche gegen China.

19.03.2008 / Polen - China 27 : 21 (15 : 10)
Polen: Chemicz, Sadowska - Jacek 2, Malczewska 7, Zaleczna 2, Goraj 1, Damiecka, Siódmiak 1, Polenz, Wolska, Wilanowska 1, Duran 2, Chudzik, Rogucka 3, Tyda 7, Rola 1.
China: Huang Hong - G.Liu,- Wei 2, Y.Liu 2, J. .Liu, Yang 1, Wang 6, X.Liu 4, Sun, Wu 4, Huang Dong 2.

18.03.2008 / Polen - China 31 : 30 (14 : 12)
Polen: Sadowska, Lacz - Jacek 2, Malczewska 6, Zaleczna 1, Niedzwiedz-Cecotka 2, Damiecka 1, Siódmiak 2, Polenz 5, Wolska 1, Duda 7, Duran 1, Chudzik, Rogucka 3.
China: Huang, G. Liu - Y.Liu, Wei 4, Y.Liu 5, J.Liu 1, Shen, Hang, Wang 6, X. Liu 9, Sun, W. Wu 5, Huang.

Nicht eingesetzt werden konnten dabei die angeschlagenen Karolina Kudlacz vom HC Leipzig und Malgorzata Majerek vom SPR Lublin. Aus der deutschen Bundesliga war Emila Rogucka vom Frankfurter HC auf Seiten der Polinnen dabei. Gegen China waren insgesamt 7 Spielerinnen (Magda Chemicz, Ewa Damiecka, Dorota Malczewska, Malgorzata Majerek, Katarzyna Duran, Agnieszka Tyda und Malgorzata Rola) vom polnischen Meister und Pokalsieger SPR Lublin im Aufgebot der polnischen Nationalmannschaft vertreten.

Neben Emila Rogucka (Frankfurter HC) und Karolina Kudlacz (HC Leipzig) stehen 3 weitere im Ausland tätige Spielerinnen im Kader der Polinnen: Izabela Duda, vom Storhamar Handball (Norwegen), Iwona Niedzwiedz-Cecotka, zuletzt Aarhus (Dänemark) und Karolina Siodmiak, Le Havre AC Handball (Frankreich).

Ähnlich wie bei den Spielerinnen der deutschen Mannschaft haben auch die polnischen Spielerinnen einen bis zum Rand vollen Terminkalender. Speziell die Spielerinnen vom Meister und Pokalsieger SPR Lublin mussten sich in der letzten Woche noch im EHF-Pokal mit Dynamo Wolgograd auseinandersetzen (Lublin scheiterte im Viertelfinale gegen Wolgograd), dazu kommen Liga, Pokalwettbewerb und jetzt Nationalmannschaft.
Gerade in den Testspielen am Montag und Dienstag wird es eine Rolle spielen, wer mit diesen hohen Belastungen am besten klarkommt.

Hermann Jack


  
Bundestrainer Armin Emrich, Trainer der Polinnen Zenon Lakomy - Ebenso wie das deutsche Team haben die Polinnen noch eine Chance sich für die Olympiade in Peking zu qualifizieren.   
Fahrplan für die Olympia-Qualifikation / DHB / 06.02.08

Frauen-Nationalmannschaft: Testspiele gegen Polen

Nachdem die Arena Leipzig als Standort für die Olympia-Qualifikation der deutschen Handballerinnen feststeht, konkretisiert sich auch die Vorbereitung. Vor dem Kampf mit Spanien, Schweden und Kuba um zwei Peking-Tickets (28. bis 30. März) macht der WM-Dritte in Damp und Barsinghausen Station. Im Großraum Hannover wird die Frauen-Nationalmannschaft zwei Länderspiele gegen Polen bestreiten.

Bundestrainer Armin Emrich zieht seinen Kader von Sonntag, 16. März, bis Donnerstag, 20. März, in Damp zusammen, wo sich im Januar auch die Männer-Nationalmannschaft auf die EURO einstimmte. Die Vorbereitung wird für zwei Tage unterbrochen, da die in Dänemark unter Vertrag stehenden Spielerinnen wie WM-Torschützenkönigin Grit Jurack und Welthandballerin Nadine Krause noch am 22. März, dem letzten Spieltag der Toms Liga, bei ihren Vereinen in der Pflicht stehen. „Ich bin meinen Trainerkollegen in Dänemark dankbar, dass sie uns vor Ostern diese Freiräume für die Vorbereitung auf Leipzig geschaffen haben und auf Einheiten in ihren Vereinen verzichten“, sagt Emrich.

Das DHB-Team kommt am Ostersonntag, 23. März, in Barsinghausen erneut zusammen. Dort rüstete sich die Mannschaft bereits im November erfolgreich für die WM. Für den 24. und 25. März sind im Großraum Hannover zwei Länderspiele gegen den WM-Elften Polen geplant. Am Mittwoch, 26. März, zieht der Tross dann nach Leipzig um.

Weitere Informationen zu den Tests gegen Polen und der Olympia-Qualifikation in Leipzig werden in Kürze veröffentlicht.

Quelle: DHB Presse / Tim Oliver Kalle / http://www.dhb.de


Dagmara Kowalska tritt aus der polnischen Nationalmannschaft zurück. Nach einem 19. Platz bei der WM in St. Petersburg 2005 belegte sie mit Polen bei der WM in Frankreich den 11. Platz. Knappe Niederlagen gab es gegen die Weltelite aus Ungarn, Korea, Rumänien und Deutschland, Siege gegen Tunesien, China, Spanien und Mazedonien. Trainer Zenon Lakomy wurde vom polnischen Handballverband ein Vertrag bis 2012 angeboten.(Kommentar: H. Jack / Foto: Axel Heimken - www.ihf.info )

Kowalska tritt aus Nationalmannschaft zurück / O.R. / 21.12.07

Mehr Zeit mit der Familie – Bei der WM wurde Polen nur Elfter

Oldenburgs Rückraumspielerin Dagmara Kowalska (wird am 30. Dezember 31 Jahre alt) wird nicht mehr für die polnische Nationalmannschaft spielen. Das erklärte Kowalska nach ihrer Rückkehr von der Weltmeisterschaft in Frankreich. „Ich will einfach mehr Zeit mit meiner Familie verbringen“, sagte die Polin, die seit Sommer 2006 für den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg spielt.

Beim Weltturnier hatte Polen für viele Beobachter nicht seine bestmögliche Leistung gezeigt. „Nein, mit dem Abschneiden sind wir nicht zufrieden“, sagte auch Kowalska. Nach Niederlagen gegen Rumänien (33:38), Ungarn (26:28), Korea (33:37) und Deutschland (32:35) hatte die Mannschaft das Viertelfinale klar verfehlt. Siege gab es in den ersten beiden Vorrundenpartien gegen Tunesien (29:23) und China (27:20) sowie gegen Spanien im letzten Spiel der Hauptrunde (30:29) und im Spiel um Platz elf gegen Mazedonien (33:31).

„Wir haben lange an uns geglaubt, auch die Stimmung in der Mannschaft war prima“, sagt Kowalska. „Aber es war viel mehr möglich.“ Als Schlüsselspiel bezeichnete sie die Partie gegen Rumänien.

Nicht zufrieden war Kowalska mit ihren eigenen Spielzeiten. Störten sie zu Beginn der WM noch gesundheitliche Probleme, konnte die Mutter einer vierjährigen Tochter nachher nicht mehr das Vetrauen von Nationaltrainer Zenon Lokomy genießen. Gegen Rumänien war die Oldenburgerin nur zwölf Minuten auf der Platte. „So hatte ich es sehr schwer, in den Rhythmus zu kommen“, meinte Kowalska.

Ihr bestes Spiel zeigte sie gegen Deutschland, den später gefeierten Dritten. Sechs ihrer elf WM-Tore gelangen ihr, für viele war die 30-Jährige die beste Polin. „Ich wollte noch mal zeigen, dass ich mehr kann“, sagte sie. Die Entscheidung zum Rücktritt habe die insgesamt 105-fache polnische Nationalspielerin vor der Partie gegen Deutschland getroffen. Kowalska: „Vielleicht geht es mir ja wie Kathrin Blacha, die auch nach Karriereende noch die WM gespielt hat. Aber für´s Erste ist Schluss.“

Ole Rosenbohm - Presse VfL Oldenburg


Russland verteidigt mit 29:24-Sieg gegen Norwegen Weltmeistertitel / handball-world / 16.12.07

Russland ist Weltmeister 2007. In einem hochklassigen Finale, in dem sowohl Russland wie auch die unterlegenen Norwegerinnen auf allerhöchstem Niveau spielten, setzte sich Russland mit 29:24 (16:12) durch. Norwegen fand kein Mittel, um den defensiven Abwehrblock der Russinnen zu durchbrechen, Russland hingegen zeigte ein starkes Spiel in allen Bereichen und zerstörte mit einem exzellenten Rückzugsverhalten Norwegens stärkste Waffe, den Konter. Aus einer starken Weltmeistermannschaft ragten Torfrau Inna Suslina und im zweiten Durchgang die nicht zu stoppende Liudmila Postnova heraus. Anna Kareeva (6) und Elena Polenova (6/4) für Russland und Gro Hammerseng (5) für Norwegen warfen die meisten Tore im mit 14 000 Zuschauern ausverkauften Palais Omnisports.

Nicht immer spielen die besten Mannschaften eines Turnier auch im Finale. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich allerdings standen sich mit Russland und Norwegen die beiden Teams gegenüber, die über das Turnier die hochwertigste Qualität gezeigt hatten und die sich dann im Finale noch einmal auf allerhöchstem Niveau bekämpft hatten.

Mit Norwegen und Russland begegneten sich zwei komplett unterschiedliche Spielphilosophien. Die defensive 6:0 Deckung der groß gewachsenen Russinnen setzte komplett auf den Block und Torfrau Inna Suslina, die Norwegerinnen interpretierten ihre 6:0 deutlich beweglicher, offensiver und mit dem Ziel, den Ball für die stärkste Waffe - den Konter - zu gewinnen. Russland verteidigte denn auch im ersten Durchgang konsequent innerhalb des Freiwurfraumes, die Norwegerinnen setzten eine enorm schnelle Ballzirkulation dagegen und suchten immer wieder die Kreisläuferinnen Else-Marthe Sörlie-Lybekk oder Marit-Malm Frafjord. Gro Hammerseng, Katia Nyberg und Linn-Kristin Riegelhuth hatten allerdings ihre Schwierigkeiten, den russischen Abwehrriegel in Bewegung zu setzen. Russland blieb defensiv und ließ sich keinen Schritt aus dem dichten Block herauslocken.

Russland setzte auf eine schnelle erste Welle, verzichte aber weitgehend auf die zweite Welle und versuchte es im Angriff mit der Kreativität von Irina Poltoratskaya und der Durchschlagskraft von Anna Kareeva, Liudmila Postnova und Elena Polenova. Die Russinnen brauchten eine Anlaufzeit, bis sie sich die erste Führung erarbeiten konnten, Olga Levinas Durchbruch sorgte für das 5:6 (11.). Auch wenn Norwegen noch einmal zum 7:6 treffen konnte, Nyberg hatte Kar-Mette Johansen eingesetzt – die Norwegerinnen bekamen zunehmend Not, eine Chance im Positionsangriff herauszuspielen. Das schnelle Passspiel alleine beindruckte die Russinnen nicht, da Russland die eigene Fehlerquote im Angriff immer weiter reduzierte und einen außergewöhlich guten Rückzug zeigte, setzte sich Russland ab.

Zwei Fehler der Norwegerinnen hintereinander bestrafte Anna Kareeva mit dem 11:14 (28.). Ihren Teil zu dieser Führung hatte Torfrau Inna Suslina beigetragen, die alles haltbare parierte und im ersten Durchgang drei Siebenmeter hielt. Norwegens Trainerin Marit Breivik brachte im zweiten Durchgang dann Therese Pedersen. Pedersen konnte auch einige wichtige Bälle halten, die Norwegerinnen kämpften sich auf 17:19 nach dem Gegenstoß von Else-Marthe Sörlie-Lybekk heran. Der norwegische Plan sah offensichtlich vor, mit schnellen Ballstafetten und diagonalen Pässen die außen ins Spiel zu bringen – aber sowohl Ragnhild Aamodt, Vigdis Harsaker wie auch Kari-Mette Johansen trafen zu wenig aus der Position und hatten zuviel Respekt vor Suslina als dass sie auch schwierige Wurfpositionen nehmen wollten.

So blieb es dabei – Russlands Abwehr war Norwegens Problem. Die eingewechselte Annette Hovind-Johansen mit einem mächtigen Wurf aus dem Rückraum und dann Karoline Dyhre-Breivang mit einem Hüftwurf zum 21:22 (49.) ließen die mit aller Macht kämpfenden Norwegerinnen noch einmal hoffen. Aber das Team um Gro Hammerseng brauchte zu viel Energie, um seine Tore zu erzielen – und hatte nichts mehr entgegen zu setzen, als Liudmila Postnova aus dem Rückraum anfing, die norwegische Abwehr aus großer Distanz zu überwerfen.

Nachdem Breivang die russische Kreisspielerin niedergerungen hatte und dafür zwei Minuten raus musste, traf Elena Polenova vom Siebenmeterstrich zum 26:22 – die Entscheidung in der 55. Minute. Die zur besten Spielerin des Finales gewählte Inna Suslina parierte gegen Breivang und auch gegen Nyberg, der Weg war frei für die Russinnen, die als verdienter Sieger aus intensiven Finale hervorgehen und sich über die erfolgreiche Titelverteidigung freien können.

Für Oxana Romenskaya, Irina Poltoratskaya und Anna Kareeva war es bereits der dritte WM-Titel ihrer Karriere, ebenso für Trainer Jewgeni Trefilov. Für die Norwegerin Else-Mathe Soerlie-Lybekk, die für den deutschen Pokalsieger HC Leipzig spielt, und ihre Mannschaftskameradinnen blieb nur die Silbermedaille.

Quelle: 16.12.2007 - 16.12.2007 - Matthias Kornes / Felix Buß / dpa - http://www.handball-world.com


Deutsche Handballerinnen feiern Bronze (Foto: Axel Heimken - Quelle: www.ihf.info )

Deutsche Handballerinnen feiern Bronze / Gegen Rumänien 36:35 nach Verlängerung / Erste Medaille seit 1997

Was für ein Spiel, welch eine Moral: Deutschlands Handballerinnen gewinnen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich Bronze. Dabei waren sie im kleinen Finale gegen Rumänien zehn Minuten vor Schluss mit sieben Toren Rückstand fast geschlagen. Grit Jurack in ihrem 250. Länderspiel, Nadine Krause und Maren Baumbach retteten ihr Team in die Verlängerung. Erneut Jurack, dreimal Krause und eine fantastische Clara Woltering bescherten den DHB-Frauen ein hinreißenden 36:35 (32:32, 11:18)-Triumph.
Freude über Bronze (Foto: Axel Heimken - Quelle: www.ihf.info )

„Ich freue mich über die Moral dieser Mannschaft, die alles gegeben hat“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. „Dieses Spiel war an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten.“ Zuletzt gewann eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft 1997 eine Medaille. WM-Bronze im eigenen Land erlebten damals bereits Grit Jurack und Kathrin Blacha mit.

Grit Jurack gelangte nicht nur als beste rechte Rückraumspielerin ins All-Star-Team der WM – die deutsche Spielführerin war mit 85 Toren auch die Top-Torjägerin des Turniers.

Die Mannschaft kehrt am Montag aus Paris zurück und landet um 9.55 Uhr am Flughafen Köln-Bonn. Dort wird die deutsche Delegation unter anderem von NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf, DHB-Präsident Ulrich Strombach und DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier empfangen.

Deutschland – Rumänien 36:35 nach Verlängerung (32:32, 11:18)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (5), Jurack (12), Rösler, Wörz (2), Anne Müller (1), Reiche (1), Loerper, Hering, Nadine Krause (6/1), Blacha, Baumbach (8), Melbeck (1)

Rumänien: Tolnai, Dinu; Maier (9/5), Ivan, Balint, Olteanu, Nechita (1), Neagu, Bradeanu, Stanca-Galca (7), Vadineanu, Luca (4), Mairosu (12), Bese, Lecusanu (2)

Schiedsrichter: Licis/Stolarovs (Litauen). Zuschauer: 14000.
Siebenmeter: 4/1:5/5.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Jurack, Wörz, Müller, Loerper – Bese/zwei, Ivan, Bank).

Spielfilm: 0:1 (2.), 1:2 (4.), 4:3 (7.), 4:7 (11.), 6:7 (13.), 7:11 (19.), 9:17 (28.), 11:18 – 13:18 (33.), 19:19 (42.), 19:23 (45.), 21:28 (50.), 25:28 (52.), 29:32 (57.), 32:32 – 34:32 (63.), 34:33 (63.), 35:35 (68.), 36:35 (70.).

Quelle: Von: tok - http://www.dhb.de


     
  Stefanie Melbeck fehlte der deutschen Mannschaft in der Schlussphase. In einem Spiel auf höchstem Niveau, mußte sich das DHB-Team am Ende geschlagen geben. (Foto: H. Jack)
  
Deutsche Auswahl überzeugt, doch Norwegen zieht ins Finale ein / handball-world / 15.12.07

Eine starke Leistung zeigte die deutsche Auswahl im Halbfinale gegen die favorisierten Norwegerinnen. Auch von einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand ließ sich die Mannschaft von Armin Emrich nicht beeindrucken. Mit einer guten Deckungsarbeit und dank der Treffsicherheit von Grit Jurack ging das DHB-Team im zweiten Abschnitt sogar in Führung. Die Verletzungen von Steffi Melbeck und Anne Müller konnten dann aber in der Defensive gegen die routiniert agierenden Norwegerinnen in den Schlußminuten nicht mehr kompensiert werden. Norwegen siegte mit 33:30 und trifft nun im Duell der Giganten auf Weltmeister Russland, der in seinem Halbfinale eine wesentlich einfachere Aufgabe zu lösen hatte. Für die deutsche Auswahl gilt es morgen gegen Rumänien die Bronzemedaille zu sichern.

Die 13.000 Zuschauer im Palais Omnisport in Paris sahen einen konzentrierten Beginn der favorisierten Norwegerinnen. Vor allem Else Marthe Soerlie Lybekk zeigte immer wieder ihre Klassen und nutzte am Kreis die Lücken, die durch die offensive deutsche Deckung entstanden. Zwei Treffer der in der Bundesliga für Leipzig spielenden Kreisläuferin brachten Norwegen mit 2:0 in Führung, bevor Nadine Härdter in der dritten Spielminute der erste Treffer für die deutsche Auswahl gelang. In der Folge entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung, in der sich das DHB-Team auf Augenhöhe zeigte, Anne Müller konnte Deutschland in der elften Spielminute mit ihrem Treffer zum 7:6 sogar erstmals in Führung. Norwegen gelangen zwar drei Treffer in Folge, doch als Nina Wörz Steffi Melbeck sehenswert in Szene setzte und diese den Anschlußtreffer zum 9:8 erzielte, sah es nach einer Viertelstunde nach einer ausgeglichenen Partie aus.

Doch nun zeigte der Favorit aus Norwegen seine Klasse. Die norwegische Deckung trat insbesondere gegen Grit Jurack besonders früh raus und zeigte sich bei Anspielen an den Kreis sehr aufmerksam. Gleich mehrfach konnten die Norwegerinnen diese Pässe abfangen, da zudem Katrine Lunde Haraldsen im Tor einige beeindruckende Paraden zeigte, konnte sich Norwegen auf 13:8 absetzen. Vier Tore waren dem Europameister in nur zwei Minuten gelungen, auch weil Clara Woltering im Tor nicht an die guten Leistungen aus den vorherigen Spielen anknüpfen konnte. Emrich wechselte auf der Torhüterposition, aber auch Sabine Englert konnte im ersten Abschnitt zunächst keine Akzente setzen. Um diese bemühte sich unterdessen aber Nadine Krause, die sich trotz einer Bänderverletzung kurz vor Spielbeginn zum Mitwirken entschied. Krause biß auf die Zähne, mühte sich nach Kräften und bot unter den gegebenen Umständen eine gute Leistung.

Grit Jurack beruhigte das Spiel der deutschen Auswahl mit ihrem Treffer zum 13:9, und die deutsche Mannschaft ließ sich nicht abschütteln. Unaufhörlich wurde versucht die norwegischen Angriffe mit einer offensiven 3:2:1-Deckung zu stoppen, doch Norwegen hatte darauf immer wieder die richtigen Antworten parat, vor allem, weil von den Halbpositionen immer wieder der Kreis angespielt werden konnte, vor allem Katia Nyberg überzeugte dabei als Anspielerinnen, sie hatte bei Spielende unglaubliche neun Assists in ihrer Statistik. Doch obwohl Norwegen das Spiel in dieser Phase beherrschte, Deutschland blieb in Schlagdistanz.

Auch als Goril Snorroeggen in der 26. Minute die Distanz beim 18:12 auf sechs Tore ausbaute, wurde das DHB-Team nicht unruhig. Nach dem 19:13 traf zunächst Krause nach einer Einzelaktion und danach aus der eigenen Hälfte. Norwegen hatte in Unterzahl die Torhüterin zu Gunsten einer zusätzlichen Feldspielerin vom Parkett genommen, doch Anna Loerper konnte Katia Nyberg den Ball klauen und Krause nutzte die Chance zu einem Tor ins verwaiste norwegische Tor. Damit aber nicht genug, Grit Jurack legte das 19:16 nach, zum Seitenwechsel lag Deutschland nur noch drei Tore zurück. Und fast wären es sogar nur zwei Tore gewesen, Sabine Englert hatte es gegen die weit vor ihrem Tor postierte norwegische Torhüterin mit einem Wurf aus dem eigenen Kreis versucht, da die ablaufenden Sekunden nicht mehr für einen geplanten Angriff gereicht hätten. Doch der Wurf ging über das norwegische Tor.

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte Sabine Englert mit einer Parade gegen Snorroeggen Selbstvertrauen tanken, zudem schien Emrichs taktische Nachjustierung in der Pause von Erfolg gekrönt zu sein. Die deutsche Deckung spielte noch offensiver und war nun näher an den Norwegerinnen dran. Die Norwegerinnen mussten sich fast jeden Treffer hart erarbeiten, Deutschland war ein ebenbürtiger Gegner für den Europameister. Norwegen hielt die deutsche Deckung auf Distanz, doch vor allem Grit Jurack ließ sich nun nicht mehr aufhalten. Immer wieder zeigte die in Dänemark spielende Rückraumspielerin ihre Klasse, am Ende war sie mit zwölf Toren erneut beste deutsche Werferin und dürfte ihren Platz im All Star-Team bereits vor dem abschließenden Spiel sicher haben.

Else Marthe Soerlie Lybekk hatte die deutsche Auswahl beim 22:25 aus den Angeln gehoben, doch Jurack hatte umgehend geantwortet. Mit einem sehenswerten Schlagwurf sorgte Maren Baumbach wenig später für den ersehnten Anschlußtreffer und Jurack ließ sich auch nicht von einigen harten Aktionen aus der Ruhe bringen. Sie ging erneut auf die norwegische Deckung und markierte in der 46. Minute mit ihrem Tor zum 25:25 den Ausgleich. Die deutsche Auswahl witterte Morgenluft, Melbeck provozierte ein Stürmerfoul und in der Offensive sorgte wieder Jurack für deutschen Jubel, sie warf das deutsche Team mit ihrem Tor zum 26:25 wieder in Führung. Die deutschen Fans hofften auf die Sensation und peitschten ihre Mannschaft nach vorne, doch die norwegischen Fans hielten dagegen, so wie auch die norwegische Mannschaft.

Melbeck brachte die deutsche Auswahl beim 28:27 noch einmal in Front, doch dieser Treffer sollte zum entscheidenden Moment in der Begegnung werden. Melbeck war mit der norwegischen Torhüterin Therese Pedersen unglücklich zusammengeprallt und musste verletzt vom Feld. Melbeck konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden, eine entscheidende Schwächung, vor allem für die deutsche Deckung, auch weil die Norwegerinnen nun ihre Routine ausspielten und es immer wieder über die zuvor von Melbeck bestens verteidigte Position versuchten, zumeist erfolgreich. Vor allem Kari Mette Johansen drehte auf, sie erzielte drei norwegische Treffer in Folge und warf ihre Mannschaft, die eine Überzahlsituation nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Anna Loerper konsequent nutzte, beim 29:28 wieder in Führung.

Deutschland kämpfte verbissen, doch zu diesem Zeitpunkt war mit Anne Müller bereits eine zweite Stütze des deutschen Spiels verletzt vom Feld gegangen. Die Kreisläuferin hatte versucht eine Sperre für Jurack zu stellen und wurde dabei von der norwegischen Deckung "überlaufen". Das Fehlen von Müller verschlimmerte die deutschen Sorgen in der Deckung und dies nutzte der Europameister im Stile einer Klassemannschaft. Pedersen parierte gleich drei deutsche Würfe in Folge, doch wenig später gelang Maren Baumbach mit einem sehenswerten Schlagwurf noch einmal der Ausgleich. Doch in den verbleibenden drei Minuten wurden der deutschen Auswahl wieder die Bodenpässe an den Kreis zum Verhängnis, Snoerrogen und Aamodt nutzten dies um Norwegen beim 31:29 wieder mit zwei Toren in Führung zu werfen. Als Pedersen einen Wurf von Jurack entschärfen konnte und auf der Gegenseite Else Marthe Soerlie Lybekk vom Kreis in ihrer unnachahmlichen Art das 32:29 erzielte, war die Entscheidung gefallen.

Die deutsche Auswahl gab sich aber keineswegs auf, die Spielerinnen traten offensiv heraus, doch Norwegen spielte nun seine Erfahrung aus. Nach einem Fehlwurf von Nadine Krause nahm Marit Breivik ihre Auszeit und beruhigte das Spiel ihrer Mannschaft. Katia Nyberg ließ sich von der offensiven deutschen Deckung nicht aufhalten und markierte das 33:29, Maren Baumbach gelang zwar noch das abschließende 33:30, doch dieser Treffer war lediglich für die Statistik. Trotz einer beeindruckenden Leistung blieb der deutschen Auswahl der Einzug in das Finale verwehrt und somit auch die Erfüllung des Traums von WM-Gold und der direkten Qualifikation für die Olympischen Spiele. Trotz der Niederlage konnte die deutsche Auswahl das Parkett aber mit erhobenem Kopf verlassen und zumindest der Traum von einer Medaille kann mit einem morgigen Sieg gegen Rumänien noch erfüllt werden. Beste Voraussetzungen für die Olympia-Qualifikation wurdne zudem geschaffen, die deutsche Auswahl wird als Gruppenkopf eine der Qualifikationsgruppen ausrichten.

"Wir haben eine sensationelle Leistung geboten. Diese Mannschaft war unglaublich gut und hat mit viel Pech das Halbfinale verloren. Ich hoffe, dass die Spielerinnen den Kopf nicht hängen lassen, sondern die verdiente Medaille mit nach Hause nehmen", sagte DHB- Vizepräsident Reiner Witte. Kreisspielerin Anne Müller gab sich entschlossen: "Es waren einige kleine Unkonzentriertheiten in der Schlussphase, die uns den Sieg gekostet haben. Wir waren platt, und die Melbeck-Verletzung war dann entscheidend. Heute sind wir enttäuscht, aber morgen holen wir Edelmetall."

Torschützen: Sørlie-Lybekk (8), Snorroeggen (7), Nyberg (5), Hammerseng (4), Johansen (4), Harsaker (3), Frafjord (1), Aamodt (1) - Jurack (12), Krause (5), Baumbach (4), Melbeck (3), Härdter (3), Müller (2), Wörz (1) Siebenmeter: 1/2 - 2/3
Zeitstrafen: 4/3


Quelle: 15.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com


Deutschland zittert sich mit Start-Ziel-Sieg ins Halbfinale / handball-world / 13.12.07

Als der erwartet unangenehme Gegner erwies sich heute Afrikameister Angola. Die deutsche Auswahl hatte schwere Arbeit zu verrichten, auch eine 35:29-Führung bedeutete noch nicht die Entscheidung. Am Ende zitterte sich das DHB-Team zu einem 36:33-Erfolg, der den Einzug in das Halbfinale bedeutet, wo nun der Sieger aus der Begegnung Norwegen gegen Korea wartet. Beste Spielerinnen der deutschen Auswahl waren die elffache Torschützin Grit Jurack sowie die Torhüterinnen Sabine Englert, in der Anfangsphase dem deutschen Team zur Führung verhalf, und Clara Woltering, die in der zweiten Halbzeit den deutschen Sieg feshielt.

Die deutsche Auswahl erwischte einen glänzenden Start in das Viertelfinale gegen Angola. Nina Wörz setzte eine Sperre für Grit Jurack und diese zeigte gleich im ersten Angriff ihre Torgefahr und brachte Deutschland mit 1:0 in Führung. Nadine Krause legte, weit abgedrängt, das 2:0 nach und auch der zwischenzeitliche Anschlußtreffer durch Marcelina Kiala schien die deutsche Auswahl nicht zu beeindrucken. Die deutsche Deckung trat früh und aggressiv auf den Rückraum des Afrikameisters heraus und ohne den entsprechenden Druck aus dem Rückraum fehlten Angola die Alternativen, auf den Außenbahnen und am Kreis fehlen Trainer Jeronimo Neto entsprechend hochklassige Spielerinnen.

Die deutsche Auswahl schien das vorgegebene Konzept perfekt umsetzen zu können, die Abwehr stand sicher, zudem zeigte Sabine Englert einige beeindruckende Paraden, die auch bei den angolanischen Angreiferinnen Wirkung zeigten. In der Offensive prägte Grit Jurack das deutsche Spiel und zeigte dabei erneut eine mehr als nur überzeugende Leistung. Jurack war der Kopf des deutschen Angriffs, beim 3:1 setzte sie die an den Kreis eingelaufene Nadine Krause ein, danach erzielte sie selbst einen lupenreinen Hattrick. Mit ihrer unnachahmlichen Art führte die Linkshänderin ihre Mannschaft über 6:1 bis zu einer 8:2-Führung. Die deutsche Auswahl schien die Begegnung im Griff zu haben, doch Angola legte in der Folge seinen Respekt ab.

Ein Doppelschlag von Trinidad und Marcelina Kiala brachte Angola auf 8:4 heran, langsam aber sicher fand der Rückraum der Angolanerinnen ins Spiel. Zudem konnte Maria Tavares im Tor des Afrikameisters nun die ersten Würfe der deutschen Spielerinnen parieren und so fand Angola zu Selbstsicherheit und gestaltete die Begegnung fortan ausgeglichen. Das DHB-Team verteidigte seinen Vorsprung, der zwischen drei und fünf Toren pendelte, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Zwar wartete Jurack weiterhin mit sehenswerten Aktionen auf, doch in der Abwehr tat sich die Mannschaft von Armin Emrich schwer. Zudem fehlten der deutschen Mannschaft nun die schnellen und einfachen Treffer, durch die in der Anfangsphase der Vorsprung entstanden war. In den Schlußminuten des ersten Abschnitts mussten beide Teams dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, es schlichen sich vermehrt Fehler in das Aufbauspiel beider Teams. Maren Baumbach sorgte mit dem 18:14 wieder für einen Vier-Tore-Abstand, doch ein von Krause verworfener Siebenmeter und ein von Baumbach vergebener Gegenstoß verhinderten dann eine noch deutlichere deutsche Führung.

Vergebene Chancen gab es auch im zweiten Abschnitt auf deutscher Seite viele. Jurack hatte per Siebenmeter zwar schnell auf 19:15 erhöht, aber spätestens als Luisa Kiala zum 19:17 traf, war klar, dass der deutschen Auswahl noch ein hartes Stück Arbeit bevorstand. Angola wehrte sich nach Kräften und Deutschland stand sich oftmals selbst im Wege, so wurden weiterhin Siebenmeter und gute Einwurfchancen vergeben und während Angola seine Überzahlsituation konsequent nutzte, schien es für die deutsche Auswahl eher ein Handicap zu sein, mit einer Spielerin mehr auf dem Feld zu stehen. Mehrfach wurden Überzahlsituationen verloren, weil Angola traf und Deutschland nicht.

Da aber auch den Angolanerinnen Fehler unterliefen und Deutschland auch ab und an sehenswerte Spielzüge gelangen, behauptete das DHB-Team die Führung in dieser unterhaltsamen und kurzweiligen Partie. Ab der vierzigsten Minute fand dann auch Clara Woltering im deutschen Tor immer besser ins Spiel, die vielen flachen Würfen der Angolanerinnen entschärfte sie nun gleich reihenweise und wurde so zum Rückhalt der deutschen Auswahl. Die deutsche Auswahl fand in der Offensive zudem wieder zu ihrem Tempospiel und als Melbeck mit einem Durchbruch und Hering mit einem Gegenstoß auf 29:24 erhöhte, schien die deutsche Auswahl auf dem besten Wege ins Halbfinale. Jurack legte das 30:24 nach und zwang damit Jeronimo Neto früh seine Auszeit zu nehmen. Angola gelangen danach zwar zwei Treffer in Folge, doch als Krause sieben Minuten vor Spielende auf 33:26 erhöhte, schien die Begegnung entschieden.

Die deutschen Fans atmeten spätestens in dem Moment durch, als Deutschland auch in Überzahl traf, Krause hatte Melbeck freigespielt und diese zum 35:28 getroffen. Aber Angola wollte trotz eines Rückstands von sieben Toren und nur noch fünf Minuten Spielzeit nichts von einer Entscheidung wissen. Der Afrikameister deckte nun noch offensiver und die deutsche Auswahl wurde nervös. Steffi Melbeck kassierte eine Zeitstrafe und Angola zeigte erneut, wie eine Überzahlsituation genutzt werden kann: Vier Treffer gelangen dem Afrikameister in Folge, bevor Deutschland wieder komplettieren konnte. Armin Emrich nahm seine Auszeit und versuchte wieder Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft zu bekommen.

Das DHB-Team spielte den nächsten Angriff aus, doch Hering verwarf aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite dann eine Schrecksekunde, Nadine Krause knickte bei einer Abwehraktion um und musste vom Feld. Marcelina Kiala nutzte den Angriff um zum 35:33 zu treffen, doch Angola lief die Zeit davon. Keine Minute war mehr zu spielen, Jurack scheiterte zwar mit ihrem Wurf, doch Nina Wörz bremste auf der Gegenseite den angolanischen Angriff taktisch klug, allerdings auf Kosten einer Zeitstrafe. Angola blieben keine dreißig Sekunden mehr für zwei Tore, die Afrikanerinnen versuchten es mit Gewalt und dies führte zu einem Stürmerfoul. Mandy Hering hatte sich Spielmacherin Luisa Kiala geschickt in den Weg gestellt. Angola versuchte es mit einer Pressdeckung über das gesamte Feld, doch nun spielte Grit Jurack ihre Erfahrung aus, sie setzte Steffi Melbeck in Szene, die den 36:33-Endstand markierte und damit den deutschen Jubel startete.

Getrübt wurde die Freude durch eine Fußverletzung von Nadine Krause. Die Welthandballerin war kurz vor Schluss mit dem rechten Fuß umgeknickt und musste vom Parkett geführt werden. "Ich sehe mich nicht als Matchwinnerin. Für das Halbfinale müssen wir sehen, was mit Nadine Krause ist. Wenn sie ausfällt, trifft es uns hart", sagte Clara Woltering. Ein Ausfall wäre besonders bitter, da ihr Ersatz Maike Brückmann (Ketsch) wegen einer Rückenverletzung passen musste. Für sie war Ulrike Stange vom HC Leipzig in den WM-Kader nachgerückt. Da Emrich noch einen Platz im Kader freigelassen hatte, könnte nun auch eine Spielerin aus dem 28er-Kader nachnominiert werden, zum Beispiel die Leipzigerin Ingrida Radzeviciute.

"Es war absolut klar, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Wir mussten 60 Minuten alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. In einigen Situationen haben wir zu wenig mit kühlem Kopf gespielt", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Und Abwehrspezialistin Stefanie Melbeck ergänzte: "Es ist eine Mischung aus Freude und Erleichterung, die wir spüren. Wir haben zwischendurch zu viele Chancen vergeben, das hätte sich fast noch gerächt."

Torschützen: Kiala (13), Bengue (8), Almeida (4), Kiala (3), Edouardo (1), Bernado (1), Calandula (1), Trindade (1), Fernandes (1) - Jurack (11), Melbeck (6), Krause (6), Baumbach (4), Müller (3), Hering (2), Blacha (1), Reiche (1), Härdter (1), Wörz (1)
Siebenmeter: 3/3 - 4/8
Zeitstrafen: 5/5

Quelle: 13.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com


Trainer Zenon Lakomy und seine Mannschaft verabschieden sich mit einen 30 : 29-Sieg gegen Spanien aus der Hauptgruppe II. Durch den Sieg verbaute die polnische Nationalmannschaft den Spanierinnen die Teilnahme am Viertelfinale. In der starken und verhältnismäßig ausgeglichenen Hauptgruppe II belegen die Polinnen zum Abschluss den letzten Platz. Das Abschneiden der polnischen Mannschaft als Misserfolg zu werten, würde aber sicherlich nicht den momentanen Verhältnissen entsprechen. Zenon Lakomy wurde dann auch vom polnischen Handballverband angeboten, seinen Vertrag bis 2012 zu verlängern. (Foto: H. Jack)

Spanien unterliegt Polen und verpasst Viertelfinale / handball-world / 11.12.07

Spanien hat in letzter Sekunde den Einzug in das Viertelfinale der WM verpasst. Mit 29:30 (14:15) unterlag das Team der neunfachen Torschützin Marta Mangue Gonzalez Polen und hat damit aufgrund des heutigen Sieges der Südkoreanerinnen das Nachsehen gegenüber den Asiatinnen. Ein achtminütiger Black-out vor der Pause, der Polen fünf Tore in Folge bescherte, brachte die Spanierinnen aus dem Tritt, die auch nach der Pause nicht mehr ausgleichen konnten. Für Polen lieferte Leipzigs Rückraumspielerin Karolina Kudlacz mit elf Toren einen ganz starken Auftritt ab.

Das Projekt Viertelfinale, für das die Spanierinnen einen Sieg gegen Polen brauchten, nahm zunächst den gewünschten Verlauf. Marta Mangue Gonzalez traf nach knapp dreißig Sekunden zum 1:0, nach gut vier Minuten hatte Spanien durch Beatriz Fernandez Ibanez auf 4:1 erhöht. Die Polinnen kamen zwar kurzzeitig heran, aber Spanien hatte das Geschehen im Griff und schien nach dem 9:4 (12.) durch Mangue auf dem besten Weg ins Viertelfinale.

Aber Polen gab nicht auf, das Team um Karolina Kudlacz kämpfte unverdrossen weiter und kam beim 10:9 (18.) durch Dorota Malczewska wieder in Schlagdistanz. Einige vergebene Chancen, bei denen sich Spaniens Torfrau Maria Sanchez bravo auszeichnen konnte, brachten wieder die Iberinnen in Vorteil, die auf 14:10 wegzogen. Aber erneut behielt Polen die Nerven und konterte durch Kudlacz, die im Doppelpack zum 14:14 ausglich und dann auch höchstpersönlich zum 14:15 traf. Fünf Tore in Serie hatten die Polinnen da geworfen, während Spanien immer nervöser wurde, agierte Polen immer stärker.

Im zweiten Durchgang herrschte dann auch ein ganz anderes Bild – Polen führte und die Spanierinnen bekamen immer mehr Probleme. Malczewska traf zum 16:19 (37.), Malgorzata Majerek erhöhte auf 17:22 (41.) im Konter, den Spanierinnen schwammen die Felle davon. Aber das Team von Trainer Jorge Duenas de Galarza kämpfte verzweifelt und schaffte durch einen Gegenstoß von Tatiana Garmendia Lopez den 23:24 Anschluss. Polen konnte sich noch einmal absetzen, da Spanien nun zu viele Chancen ausließ.

Die heiße Phase läuteten die Schwestern Elisabeth und Patricia Pinedo Saenz ein, die zum 28:29 trafen und ihr Team damit wieder ins Spiel brachten. Marta Mangue Gonzalez musste dann allerdings zwei Minuten raus, bis auf die allerletzten fünf Sekunden spielte Spanien somit in unterzahl. Fernandez Ibanez scheiterte mit ihrem Strafwurf, 72 Sekunden vor dem Ende und verpasste so einmal mehr den Ausgleich für Spanien. In den letzten Minuten schaffte es dann Spanien nicht, einen gefährlichen Wurf anzusetzen, mit dem Schlusspfiff konnte sich Polen über einen unerwarteten Sieg freuen, der um so ehrenwerter ist, als die Polinnen bereits vor dem Anpfiff keine Chancen mehr hatten, sich noch für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Torschützen: Mangue Gonzalez (9), Garmendia Lopez (5), Ortuno Torrido (4), Berenguel Verdegay (2), Pinedo Saenz (2), Fernandez Molinos (2), Fernandez Ibañez (2), Pinedo Saenz (2), Alonso Jimenez (1) - Kudlacz (11), Majerek (8), Malczewska (6), Kowalska (2), Duda (1), Wolska (1), Polenz (1) Siebenmeter: 5/8 - 4/6
Zeitstrafen: 7/5

Quelle: 11.12.2007 - Matthias Kornes - http://www.handball-world.com


In der zweiten Halbzeit nutzte Bundestrainer Armin Emrich (Foto) die Chance und ließ seine Stammspielerinnen Kräfte für das Viertelfinale schonen. (Foto: H. Jack)

Deutsche Auswahl kassiert erste Niederlage und bekommt Angola im Viertelfinale / handball-world / 11.12.07

Im Spiel gegen Rumänien setzte es für die deutsche Auswahl heute die erste Turnierniederlage bei der Weltmeisterschaft in Frankreich. Gegen die engagierter zu Werke gehenden Rumäninnen tat sich die deutsche Auswahl von der ersten Minute an schwer, im zweiten Abschnitt nutzte Emrich dann die Chance und ließ seine Stammspielerinnen Kräfte für das Viertelfinale schonen, in dem es nun gegen Wunschgegner Angola geht. Rumänien ging durch den Sieg Titelverteidiger Russland, das nun auf Ungarn trifft, aus dem Weg und trifft nun als Gruppensieger auf Gastgeber Frankreich.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar, die rumänische Auswahl benötigte den Sieg wesentlich dringender als die deutsche Mannschaft, die nach der Niederlage Ungarns gegen Korea bereits einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe sicher hatte. Mit einem Sieg wäre die deutsche Auswahl im Viertelfinale auf Frankreich und im Halbfinale auf den Sieger aus Russland-Rumänien getroffen, bei einer Niederlage hätte mit Angola im Viertelfinale der vermeintlich schwächste aber vielleicht auch gefährlichste Gegner gewartet. Angola hat als Afrikameister als erste afrikanische Mannschaft den Einzug ins Viertelfinale geschafft und reitet auf einer Euphoriewelle, Frankreich hätte als Gastgeber die Fans im Rücken. Und hinter Angola würde im Halbfinale vermutlich Norwegen warten.

Die deutsche Fraktion hatte zuvor erklärt, sich nicht auf taktische Spielereien einzulassen, dennoch war von der ersten Minute an deutlich, dass die Rumäninnen den Sieg einfach mehr wollten. Die erste Führung konnte die an den Kreis eingelaufene Nadine Härdter zwar ausgleichen und die zunächst von Emrich aufgebotene Stammformation konnte nach einem Doppelschlag von Melbeck in der achten Minute sogar in Führung gehen, das Spiel aber dominierten die Rumäninnen. Nach dem 4:3 von nadine Krause folgten vier Treffer der Rumäninnen in Folge, Deutschland geriet mit 4:7 in Rückstand, ein erneuter Ausgleich sollte nicht mehr gelingen.

Vor allem der deutsche Angriff tat sich schwer, Rumänien spielte sehr aufmerksam in der Deckung, vor allem gegen die beiden Halbpositionen. Sowohl Jurack wie auch Krause konnten das deutsche Spiel so nur selten beleben und spätestens als Mairosu in der zwanzigsten Minute auf 11:6 erhöhte, schien die Begegnung bereits entschieden. Doch bei dieser WM zeigt die deutsche Auswahl eine neue Qualität, auch wenn es im eigenen Spiel nicht läuft, das Team bleibt im Spiel. Einige Treffer über die Außenposition und zwei Tore von Grit Jurack sorgten, zusammen mit einer guten Deckungsleistung und einer starken Sabine Englert im Tor beim 12:11 für den erneuten Anschluß.

Bei einer konsequenteren Ausnutzung der Überzahlsituationen hätte die deutsche Auswahl auch wieder in Führung gehen können, doch insgesamt war das Aufbauspiel zu fehlerbehaftet und auch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, so wurden zahlreiche freie Gegenstösse vergeben. Rumänien erspielte sich so zum Seitenwechsel wieder eine 16:12-Führung. Maike Brückmann hatte in der Schlußminute zwar zunächst den Abstand auf drei Treffer verkürzt, doch auf der Gegenseite reichten den Rumäninnen zwölf Sekunden, um noch einen Siebenmeter herauszuholen, den Vadineanu sicher zum Pausenstand verwandelte. Armin Emrich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits erkannt, dass seine Mannschaft nicht richtig ins Spiel fand und hatte mit einigen Wechseln geantwortet. So kam Maike Brückmann zu ihrem zweiten WM-Einsatz, den sie zu drei Toren nutzte.

Im zweiten Abschnitt blieb Emrich der Linie aus den Schlußminuten des ersten Abschnitts treu, sowohl Grit Jurack wie auch Nadine Krause wurden nun geschont und die Spielerinnen aus der zweiten Reihe erhielten die Chance wertvolle WM-Erfahrung zu sammeln, während die Stammspielerinnen wichtige Kräfte für das Viertelfinale sparten. Dank einiger Paraden von Clara Woltering, der, wie auch Englert eine Halbzeit reichte, um auf eine zweistellige Anzahl von Paraden zu kommen, blieb die deutsche Auswahl bis zum 15:18 noch in Reichweite, dann aber setzten sich die Rumäninnen vorentscheidend ab, drei Tore in Folge sorgten für das 21:15. Nora Reiche und Maike Brückmann führten mit ihren Treffern die deutsche Auswahl noch einmal auf 22:18 heran, doch eine deutsche Aufholjagd fand nicht mehr statt.

Die Rumäninnen nutzten unterdessen die Chance sich gegen die nicht immer konsequente deutsche Deckung weiter einzuspielen, insbesondere das Zusammenspiel des Rückraums mit Kreisläuferin Ionela Stanca-Galca war dabei beeindruckend. Dem Vizeweltmeister gelangen so mehrfach sehenswerte Kombinationen und Treffer. Das deutsche Team hatte dem nicht mehr viel entgegenzusetzen, die Spielerinnen mühten sich, doch Rumänien diktierte das Geschehen auf dem Parkett. Zwei Minuten vor Spielende hielt sich die Distanz nach dem 24:29 durch Blacha dennoch noch in Grenzen, bevor ein Doppelschlag von Maier und der erste und letzte Treffer von Bradeanu für den 24:32-Endstand sorgten, der auch in der Deutlichkeit den Spielverlauf korrekt wiedergibt.

"Die Niederlage tut uns wahrlich nicht weh. Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf Angola. Das ist ein ernstzunehmender Gegner, vor dem man Respekt haben muss. In einem K.o.-Spiel gibt es keine Favoritenrolle", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Grit Jurack, die mit 247 Länderspielen in der DHB-Rekordliste nun allein auf Rang fünf steht, erzielte drei Tore und hat damit bereits 50 Turniertreffer auf dem Konto. "Wir wollten das Spiel ordentlich über die Bühne bringen und hatten natürlich eine optimale Ausgangsposition. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Angola. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht", meinte der deutsche Rückraum-Star. Am Mittwochmorgen reist die DHB-Auswahl mit dem Zug nach Paris.

Torschützen: Stanca (8), Meirosu (6), Maier (5), Neagu (4), Olteanu-Nechita (4), Vadineanu (2), Bradeanu (1), Luca (1), Lecusanu (1) - Melbeck (6), Reiche (4), Jurack (3), Brückmann (3), Blacha (3), Härdter (3), Krause (1), Wörz (1)
Siebenmeter: 5/5 - 3/3
Zeitstrafen: 7/5

Quelle: 11.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com




Agnieszka Wolska (Nr. 15) und die Polinnen standen am Ende mal wieder ohne Punkte da. (Foto: H. Jack)

Deutsche Frauen zittern sich nach Elf-Tore-Führung zum Sieg gegen Polen / handball-world / 09.12.07

Zwei grundverschiedene Halbzeiten zeigten heute die deutschen Frauen, die Polen nach einer Elf-Tore-Führung im zweiten Abschnitt wieder auf ein Tor herankommen ließen. Ein Treffer von Grit Jurack, eine Parade von Englert und ein gehaltener Siebenmeter von Woltering sorgten am Ende noch für den deutschen Zittersieg, unter den Maren Baumbach in ihrem 100. Länderspiel den Schlußpunkt zum 35:32 setzte. Vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Rumänien, in dem es um den Gruppensieg geht, ist die deutsche Auswahl so weiterhin ungeschlagen. Polen verpasste unterdessen die letzte Chance auf das Viertelfinale.

Vor 3.500 Zuschauern in Dijon sorgte Grit Jurack für eine schnelle 1:0-Führung, danach aber tat sich die deutsche Auswahl zunächst schwer. Während das DHB-Team das Ticket für das Viertelfinaöe bereits vor dem Spiel sicher hatte, war ein Sieg gegen Deutschland die einzige Chance für die polnische Mannschaft, um die Hoffnung auf die K.O.-Spiele. Anne Müller und Maren Baumbach erhöhten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kinga Polenz zwar auf 3:1, Polen zeigte sich davon aber nur wenig beeindruckt. Für Maren Baumbach war die heutige Begegnung übrigens ein besonderes Spiel, bei ihrer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft absolvierte sie heute ihr 100. Länderspiel und erhielt dabei zunächst auf der Spielmacherposition den Vorzug vor Nina Wörz.

Emrich hatte zudem auf Außen Mandy Hering für Nadine Härdter heute eine Chance von Beginn an gegeben, zudem begann Clara Woltering zwischen den Pfosten für die unter einer leichten Magenverstimmung leidenden Sabine Englert, die allerdings im Spielverlauf eingewechselt wurde. Vor allem Dagmara Kowalska bereitete der deutschen Auswahl zunächst Kopfzerbrechen, die deutsche Deckung offenbarte dabei ungewohnte Lücken, in vielen Situationen erschienen die deutschen Spielerinnen nicht konsequent genug. So auch in der zwölften Spielminute, als Kinga Polenz den Außenseiter mit ihrem Treffer zum 6:7 erstmals in Führung warf, es sollte die einzige polnische Führung im heutigen Spiel bleiben.

Die überragende Grit Jurack, die im ersten Abschnitt neun Treffer erzielte und mit ihren am Ende zwölf Toren ihre persönliche Bilanz bei dieser WM auf fünfzig Tore ausbaute, glich die polnische Führung umgehend aus und Mandy Hering warf die deutsche Auswahl umgehend wieder in Front. Doch insgesamt fehlten dem deutschen Spiel in der Anfangsphase die Überraschungsmomente, lediglich Jurack und ihre Anspiele an den Kreis sorgten für Torgefahr. Da die Deckung sich auch weiterhin noch nicht gefunden hatte, hielt Polen die Begegnung offen, Majerek gelang beim 12:11 in der 21. Minute der erneute Anschlußtreffer und auch nach dem 14:12 durch Duda sah es nicht nach einem einfachen deutschen Erfolg aus.

Doch nun zeigte die deutsche Mannschaft, welches Potential in ihr steckt. In den letzten sechs Minuten des ersten Abschnitts steigerte sich die deutsche Deckung zu der Form der Spiele zuvor und die gute Clara Woltering glänzte gleich reihenweise mit sehenswerten Paraden. Nach einem Treffer von Nadine Krause und einem Doppelschlag von Steffi Melbeck, die auf der Außenbahn lange darauf warten musste, bevor sie in das deutsche Spiel einbezogen wurden, zeigten Wirkung bei den Polen. Die Mannschaft von Zenon Lakomy verlor vollends den Faden, daran änderte auch die Auszeit des polnischen Trainers nichts mehr. Die deutsche Auswahl baute seine Führung mit einfachen Treffern und einem 8:0-Lauf vor dem Seitenwechsel zum 22:12 Pausenstand aus.

Ein Doppelschlag von Kinga Polenz zu Beginn des zweiten Abschnitts hätte eigentlich die deutschen Spielerinnen warnen sollen, dass Polen, trotz des Zehn-Tore-Rückstands, die letzte Chance auf das Viertelfinale noch nicht aufgegeben hatte. Und nach dem 22:15 durch Duran, weckte Nadine Krause ihre Mitspielerinnen dann auch mit einem Treffer nach einer guten Einzelaktion. Ein harter Wurf von Nina Wörz, Grit Jurack mit Anlauf und Steffi Melbeck im Gegenstoß, Deutschland führte in der 37. Minute beim 26:15 mit elf Toren. Der polnische Angriff schien abgewehrt, die deutsche Auswahl versuchte Kräfte zu sparen, so verschaffte Armin Emrich Grit Jurack eine Auszeit und gab Susann Müller weitere WM-Erfahrung. An Müller lag es aber nicht allein, dass im deutschen Spiel in der Folge sowohl in Abwehr wie in Angriff die nötige Konsequenz fehlte.

Drei Treffer von Kreisläuferin Ewa Damiecka nährten die polnischen Hoffnungen wieder. Gerade das Zusammenspiel des polnischen Rückraums mit dem Kreis bereitete der deutschen Deckung nun große Probleme und die Polinnen nutzten die Freiräume und die Nachlässigkeiten im deutschen Angriff um die Distanz Tor um Tor zu verkürzen. Nach einem Doppelschlag der Leipzigerin Karolina Kudlacz war spätestens beim 28:23 eine Viertelstunde vor Spielende klar, dass der deutsche Sieg keineswegs so einfach ausfallen würde, wie zur Halbzeit erwartet. Ein Doppelschlag von Wolska ließ die Distanz beim 29:25 sogar auf vier Tore schrumpfen, doch ein Doppelschlag von Maren Baumbach zum 32:26 schien die deutsche Auswahl wieder auf Kurs zu bringen.

Jurack war zehn Minuten vor Spielende auf das Parkett zurückgekehrt und hatte das 33:27 erzielt, danach aber konnte auch sie nicht verhindern, dass Polen noch einmal aufkam. Der Außenseiter zeigte eine beeindruckende Moral, Kowalska nutzte die Passivität der deutschen Deckung zu einem Doppelschlag, Polenz markierte im Gegenstoß das 33:30 und Emrich hatte genug gesehen. Er nahm eine Auszeit um das Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen, dies gelang aber nicht. Jurack traf nur den Innenpfosten und auf der Gegenseite sorgte Duda für das 33:31. Ein weiterer deutscher Ballverlust und Damiecka konnte vom Kreis den Anschlußtreffer zum 33:32 markieren, Polen stand vor einem der beeindruckendsten Comebacks der WM-Geschichte. Doch die deutsche Mannschaft konnte den polnischen Angriff in letzter Minute doch noch abwehren.

Mit der Halle im Rücken sorgte Jurack für das wichtige 34:32 und der nächste polnische Angriff blieb erfolglos, da die inzwischen eingewechselte Englert einen Heber von Damiecka herunterfangen konnte. Doch Polen hatte wenig später die Chance zum erneuten Anschluß, Dagmara Kowalska, die zuvor zwei Siebenmeter sicher verwandelt hatte, scheiterte aber an Woltering. Jurack verpasste die endgültige Entscheidung, als sie frei an Chemicz scheiterte, doch Polen gelang kein weiterer Treffer mehr, zunächst traf Kudlacz nur die Latte, danach stand Damiecka beim Wurfversuch im Kreis. So war es Maren Baumbach in ihrem Jubiläumsspiel vorbehalten mit ihrem sechsten Tor für den 35:32-Endstand zu sorgen.

"Ich kann mir das nicht erklären", sagte Bundestrainer Armin Emrich ratlos. Und weiter: "Ich hatte in der Kabine extra erklärt, dass wir das Spiel weiter ernst nehmen müssen. Der Sieg war verdient, aber am Ende hatten wir verdammt viel Glück." Und Welthandballerin Nadine Krause gestand: "Sowas dürfen wir uns nie mehr leisten in diesem Turnier." Kreisläuferin Anne Müller bekannte: "Wir haben richtig Schwein gehabt."

Torschützen: Jurack (12), Baumbach (6), Krause (6), Hering (3), Melbeck (3), Müller (3), Reiche (1), Wörz (1) - Polenz (6), Kowalska (6), Damiecka (4), Wolska (4), Duda (3), Kudlacz (3), Duran (2), Majerek (2), Jacek (1), Zaleczna (1).
Siebenmeter: 4/6 - 4/5

Quelle: 09.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com


Nora Reiche konnte gegen Ungarn überzeugen. (Foto: H. Jack)

Mit großer Moral 30:30 gegen den WM-Dritten Ungarn / Viertelfinale in Reichweite / DHB / 08.12.07

Neun Minuten zu spielen, vier Tore in Rückstand, mit sechs Treffern in Folge am Sieg geschnuppert und letztlich 30:30 gegen den WM-Dritten Ungarn: Deutschlands Handballerinnen zeigten am Samstag in Teil zwei der Hauptrunde ein dramatisches Spiel und unglaubliche kämpferische Qualitäten. Das Remis brachte die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich am Samstag in Dijon wieder ein Stückchen näher an das Viertelfinale heran. In den nächsten Partien muss sich die DHB-Auswahl mit Polen (Sonntag, 18.30 Uhr) und Rumänien (Dienstag, 18.30 Uhr) auseinandersetzen. Eurosport überträgt beide Spiele live.

„Wir haben einen Punkt gewonnen, obwohl wir zum Schluss sogar den Sieg auf der Hand hatten“, sagte Emrich. Erst wenige Sekunden vor dem Abpfiff war Piroska Szamoransky der Ausgleich gelungen. Zuvor hatten Nora Reiche (drei), die erneut hundertprozentig treffende Mandy Hering, Anne Müller und Maren Baumbach aus einem 24:28-Rückstand eine 30:28-Führung gemacht. Emrich: „Die Mannschaft hat sich prächtig aufgebäumt. Das spricht für den positiven Geist. Die Mädels hatten zu keiner Phase Zweifel, haben an sich geglaubt und weiter gekämpft.“

Größtes Manko war die Chancenauswertung – oder die herausragende Tagesform von Ungarns Torfrau Katalin Palinger, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte. „Das war unsere beste Leistung während dieser WM“, sagte Emrichs Gegenüber Andras Nemeth. „Obwohl wir zwischenzeitlich mit vier Toren geführt haben, ist das Remis für uns ein großes Ergebnis.“ Auf dem Weg ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft sieht Emrich seine Mannschaft nach wie vor auf Kurs: „Atmosphäre und Strategie haben gestimmt. Wir freuen uns jetzt auf die nächste Herausforderung im Laufe dieses Turniers.“

Deutschland – Ungarn 30 : 30 (14:17)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter, Jurack (6), Wörz (4), Anne Müller (3), Reiche (5/3), Loerper, Hering (3), Nadine Krause (3/1), Blacha (2), Susann Müller, Baumbach (2), Melbeck (2)

Ungarn: Herr, Palinger; Ferling (6), Verten (2), Mehlmann (2), Kirsner, Szucsanszki, Borbas, Hornyak, Görbicz (8/4), Kovacsicz (5), Toth (1), Szamoransky (4), Szücs (2)

Schiedsrichter: Kristic/Lubic (Slowenien).
Zuschauer: 3000.
Siebenmeter: 7:4/4:4 (Palinger hält gegen Jurack, Nadine Krause und Loerper).
Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Anne Müller, Reiche – Görbicz, Toth, Szamoransky).

Spielfilm: 2:0 (2.), 2:3 (5.), 4:6 (12.), 9:7 (17.), 10:11 (21.), 12:15 (28.), 14:16 (29.), 14:17 – 15:17 (31.), 17:18 (34.), 21:21 (40.), 22:25 (47.), 23:27 (49.), 24:28 (51.), 30:28 (59.), 30:30.

Quelle: tok - http://www.dhb.de




Grit Jurack und das DHB-Team ließen sich von Spanien nicht stoppen. (Foto: H. Jack)

Deutschland hält mit 30:25 Kurs "Viertelfinale" / handball-world / 06.12.07

Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit brachte die spanische Armada die deutsche Flotte zwar kurzzeitig ins Schlingern, doch das DHB-Team fand zu alter Stärke zurück, setzte sich verdient mit 30:25 (14:8) durch und hält so mit 4:0 Punkten in der Hauptrunde weiterhin Kurs in Richtung Viertelfinale. Bis auf drei Tore konnten sich die Spanierinnen herankämpfen, doch die Treffer von Grit Jurack, Nadine Krause und Mandy Hering sicherten den deutschen Erfolg. Die im ersten Abschnitt erspielte Führung war vor allem der erneut guten Defensivarbeit zu verdanken, hinter der im ersten Abschnitt Sabine Englert erneut überzeugt hatte. Im nächsten Spiel trifft die Mannschaft des DHB am Samstag nun auf Ungarn, weitere Gegner sind Polen und Rumänien.

Bereits in den ersten Minuten wurde deutlich, dass die deutsche Auswahl auch in der Hauptrunde an die überzeugenden Leistungen der Vorrunde anknüpfen konnte. Vor einer erneut glänzend aufgelegten Sabine Englert stand die deutsche Deckung erneut sehr konzentriert und aufmerksam. Vor allem Marta Mangue Gonzales, der Antriebsmotor des spanischen Spiels, konnte aus dem Spiel genommen werden, die vor dem Spieltag in der WM-Torschützenliste führende Rückraumspielerin konnte nur selten Akzente setzen. Gegen die glänzend eingestellte deutsche 5:1-Deckung lief sich der spanische Angriff immer wieder fest. Lediglich in der vierten Minute, nach dem 2:2 durch Beatriz Fernandez Ibanes, gelang einmal der Ausgleich.

Auch Spanien deckte mit einer 5:1-Deckung, auf die die deutsche Auswahl aber bereits vorbereitet erschien. Immer wieder liefen die Außen ein, oder Aufbauspielerin Nina Wörz löste ihre Position im Rückraum auf und wechselte als zweite Anspielstation an den Kreis. Die spanische Deckung hatte mit diesen Schachzügen große Probleme, immer wieder kamen die deutschen aus der Nahdistanz in gute Wurfposition, oder aber konnten die nötigen Räume für den Rückraum durch Sperren und Kreuzen schaffen. Vor allem Grit Jurack nutzte dies immer wieder zu sehenswerten Aktion und führte die deutsche Auswahl zu einem schnellen 6:2 in der neunten Minute.

Doch während Jurack immer wieder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellte, fehlte den anderen deutschen Spielerinnen ab und an die Zielgenauigkeit. Mehrfach wurden Latte und Pfosten getroffen, zudem konnte sich die erfahrene Torfrau Aitziber Elejaga Vargas immer wieder auszeichnen. Dennoch verlor die spanische Torhüterin das Duell gegen Sabine Englert, die im ersten Abschnitt über fünfzig Prozent der spanischen Würfe abwehren konnte. Beim 12:6 war die deutsche Führung dennoch auf sechs Tore angewachsen und auch eine ungenutzte Überzahlsituation brachte das DHB-Team nicht aus dem Tritt. Vor allem dank der weiterhin guten Defensivleistung konnte die Führung bis zum Seitenwechsel verteidigt werden, Nadine Krause hatte für den 14:8-Pausenstand gesorgt.

Die eingewechselte Mandy Hering sorgte zu Beginn des zweiten Abschnitts schnell für das 15:8, doch die Spanierinnen hatten die Pause genutzt und zeigten sich nun stark verbessert. In der Deckung wurden die deutschen Spielerinnen früh unter Druck gesetzt und das mit Erfolg, drei schnelle Treffer in Folge brachten die Südeuropäerinnen bereits in der 33. Minute auf 15:11 heran. Krause stoppte die spanische Aufholjagd mit einem wichtigen Treffer von der Außenposition, doch Spanien war zurück im Spiel. Der Abstand pendelte sich dabei auf drei Tore ein, die deutsche Auswahl musste sich ihre Treffer aber schwer erarbeiten, die Spanierinnen fanden unterdessen immer wieder Lücken in der deutschen Deckung.

Als die Distanz nach dem 21:19 durch Beatriz Fernandez Ibanez und dem vierten spanischen Treffer in Folge dann erstmals wieder auf zwei Tore schrumpfte, nahm Armin Emrich seine Auszeit und wirkte beruhigend auf seine Spielerinnen ein. Nora Reiche von Aussen und Nadine Krause von der Siebenmeterlinie markierten wichtige Treffer zum 23:19, zudem machte sich der Wechsel auf eine defensivere 6:0-Defensivformation bezahlt. Marta Mangue Gonzales, im zweiten Abschnitt wesentlich besser im Spiel, nachdem sie in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg geblieben war, brachte Spanien noch einmal auf 26:23 heran, doch die deutsche Auswahl ließ sich das Spiel nun nicht mehr aus der Hand nehmen. Mandy Hering sorgte mit einem Doppelschlag beim 29:23 für die endgültige Entscheidung, zumal sie wenig später auch noch eine Strafzeit gegen die Spanierinnen herausholte. Zwei Jurack-Treffer nahmen dann auch die letzten Zweifel am deutschen Erfolg, das 30:25 war nach der guten ersten Halbzeit am Ende aber schwer erkämpft.

"Jeder wusste, dass in der Hauptrunde jedes Spiel ein schweres Spiel ist. Wir hatten ein paar Hänger, aber es ist eine neue Qualität, dass wir uns da wieder rausgezogen haben. An das Viertelfinale denken wir jetzt noch nicht. Als nächstes kommt Ungarn, und da müssen wir wieder konzentriert sein", sagte Nadine Krause. Die Fehleranalyse wird ihrer Meinung nach nur kurz ausfallen: "Wir wollen nicht kritisch zurück, sondern selbstbewusst nach vorn schauen." Bundestrainer Armin Emrich analysierte unterdessen: "In der ersten Halbzeit haben wir die Fehler der Spanierinnen ausgenutzt, in der zweiten Halbzeit war es umgekehrt. Wir haben eine unheimliche Moral bewiesen."

Torschützen: Fernandez Ibañez (5), Ortuno Torrido (4), Martin Berenguer (3), Fernandez Molinos (3), Mangue Gonzalez (3), Pinedo Saenz (2), Oncina Moreno (2), Aguilar Diaz (2), Pinedo Saenz (1) - Krause (9), Jurack (9), Hering (5), Wörz (2), Baumbach (1), Melbeck (1), Reiche (1), Müller (1), Härdter (1).
Siebenmeter: 1/2 - 2/2
Zeitstrafen: 3/3

Quelle: 06.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com




Die Spanierin Marta Mangue Gonzalez, die vor der Saison zum dänischen Erstligisten Esbjerg wechselte, warf bislang insgesamt 25 Tore für ihre Mannschaft. (Foto: H. Jack)

Grit Jurack vor Spanien-Spiel kämpferisch: «Sind richtig heiß» / handball-world / 05.12.2007

Der großen Sause nach dem verlustpunktfreien Einzug in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft in Frankreich ließen die deutschen Handball-Frauen eine klare Kampfansage folgen. «Jetzt ist das Selbstbewusstsein nach drei Siegen enorm angewachsen. Wir sind richtig heiß», sagte Rekordtorschützin Grit Jurack, die elf Treffer zum 32:26 gegen Südkorea beigesteuert hatte, vor Beginn der zweiten WM-Etappe.

Bereits nach zwei Spieltagen standen die sechs Teilnehmer an der Hauptrunde in Dijon bereits fest. Neben Deutschland und Südkorea schafften auch die Mannschaften von Rumänien, Polen, Ungarn und Spanien vorzeitig den Einzug in die nächste Runde. Gestern entschied sich in drei direkten Duellen, mit welcher Ausgangsposition die sechs Teams die Hauptrunde beginnen dürfen. «Da ist nur noch die absolute Weltklasse am Start, wir treffen auf die Elite», meinte Bundestrainer Armin Emrich. Zum Auftakt stehen die DHB-Frauen an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) in Dijon gegen Spanien vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe.

Spanien

Gegen die Spanierinnen (1:1 Punkte aus der Vorrunde) gab es in den vergangenen Jahren stets deutliche Erfolge, allerdings nur in Testspielen. «Man darf sie nicht unterschätzen. Aber wir haben eine Super-Stimmung in der Mannschaft, wir haben bislang absolut überzeugt», betonte Jurack. «Wir sind noch nie ohne Minuspunkt in eine Hauptrunde eingezogen, das ist jetzt das erste Mal», sagte die Linkshänderin vom dänischen Spitzenclub Viborg, die zum fünften Mal an einer WM teilnimmt. Damit lag die 244-fache Nationalspielerin allerdings falsch. Auch bei der WM im eigenen Land 1997 war Deutschland mit weißer Weste in die Hauptrunde eingezogen und hatte anschließend WM-Bronze geholt. Mit dabei aus dem aktuellen Team waren damals Jurack und Kathrin Blacha.

Die spanische Auswahl hatte Mühe ins Turnier hineinzufinden. Afrikavertreter Kongo konnte die Auftaktpartie gegen die Ibererinnen lange Zeit ausgeglichen gestalten. Bis zum 24:22 blieben die Kongolesinnen in Schlagdistanz, ehe man dank der individuellen Klasse einer Marta Mangue Gonzalez die Partie mit 29:24 für sich entscheiden konnte. Die Rückraumspielerin, die vor der Saison zum dänischen Erstligisten Esbjerg wechselte, warf bislang insgesamt 25 Tore, 10 davon gegen die ungarische Mannschaft.

Im Spiel gegen Japan war es vor allem Macarena Aguilar Diaz, die den Sieg für die spanische Auswahl sicherstellte. Nachdem zur Pause noch Japan mit zwei Toren (15:17) geführt hatte, besorgte die Spielmacherin mit einem Doppelschlag zunächst den Ausgleich und ließ noch sieben weitere ihrer insgesamt zwölf Tore im zweiten Spielabschnitt folgen. Mit einem Zwischenspurt setzte sich Spanien von 25:25 auf 30:25 ab und gewann am Ende deutlich mit 36:29 die Partie.

Ungarn

Nach dem spielfreien Freitag geht es am Samstag (14.30 Uhr) mit der Begegnung gegen Ungarn weiter. Der WM-Dritte hat sich in Frankreich viel vorgenommen und will Revanche für das 2003 in Kroatien gegen Frankreich verlorene WM-Finale. «Ungarn liegt uns», sagte die gebürtige Leipzigerin Jurack und verwies auf die EM 2005, als der Hauptrunden-Erfolg gegen die Magyarinnen die Grundlage für den späteren Halbfinaleinzug war.

Die ungarische Auswahl, die von Hypo Niederösterreichs Coach Andreas Nemeth betreut wird, traf zum Auftakt auf Japan. Gegen die Asiatinnen setzten sich die Magyaren zwar am Ende mit 35:31 durch, doch beinahe wäre aus dem sicheren Auftakterfolg eine Pleite geworden. Ungarn führte bereits mit 16:9 und 23:17, ehe sich die vom Niederländer Bert Bouwer betreute asiatische Mannschaft zum 26:26 Ausgleich herankämpfte.

Im zweiten Vorrundenspiel gegen Afrikavertreter Kongo gab man sich hingegen keine Blöße. Bereits zur Pause führte man mit 18:9 und Ungarn dominierte die Partie bis zum Schluss, als ein 33:20 auf der Anzeigetafel im Le Parnasse in Nimes stand. Verantwortung übernimmt beim Nemeth-Team vor allem Anita Görbicz, die im bisherigen Turnierverlauf insgesamt 24 Mal ins gegnerische Gehäuse traf. Auch Sabine Englerts Teamkollegin Timea Toth zeigte sich torgefährlich und war 17 Mal erfolgreich. Für einen Sieg über Spanien reichte es dennoch nicht. Gestern trennten sich beide Mannschaften 26:26.

Malgorzata Majerek (links) und Dorota Malczewska, beide vom polnischen Meister und Pokalsieger SPR Lublin, hatten sich gegen die Rumäninnen mehr erhofft. (Foto: H. Jack)


Polen

Am Sonntag (18.30 Uhr) kommt es dann zum Nachbarschaftsduell gegen Polen. Toptorschützin nach der Vorrunde ist die Leipzigerin Karolina Kudlacz, die bislang 23 Mal erfolgreich war. Die beiden Rückraumspielerinnen Izabella Duda (12) und Dorota Malczewska (11) konnten vor allem in den ersten beiden Partie ebenso überzeugen, wie Flügelspielerin Kinga Polenz (8).

Bereits in der WM-Vorbereitung traf die DHB-Auswahl auf Polen. Beim Turnier in Rotterdam siegte das Team von Armin Emrich mit 35:25. 2005 warfen die Polinnen Deutschland aus der WM-Qualifikation, die später erst durch die Hintertür gelang. 2006 revanchierte sich Deutschland in der WM- Vorrunde in Göteborg mit einem 30:20-Erfolg.

Lediglich eine Viertelstunde konnte Gegner Tunesien die Auftaktpartie gegen Polen gestalten, doch dann zogen die Mannschaft von Trainer Zenon Lakomy durch sieben Tore in Folge vorentscheidend auf 13:7 davon. Am Ende gewann die polnische Auswahl die Partie mit 29:23. Gegen China, das tags zuvor noch bravourös gegen Rumänien auftrumpfen konnte, war vor allem der Deckungsverbund mit einer überragenden Magdalena Chemicz im Tor dafür verantwortlich, dass auch das zweite Gruppenspiel gewonnen und somit die Hauptrundenteilnahme perfekt gemacht werden konnte.

Rumänien

Der abschließende Gegner ist am Dienstag (18.30 Uhr) einer der große Favoriten auf den WM-Titel: Rumänien. Der WM-Zweite gewann seine Vorrundengruppe souverän. «Da haben wir natürlich ebenfalls noch eine Rechnung offen», sagte Jurack, die mit ihrem Team 2005 bei der WM in St. Petersburg den Rumäninnen mit 26:37 unterlag. Die Hälfte des Aufgebotes war bei diesem Erfolg damals schon dabei. Im ersten Spiel mühten sich die Rumäninnen zu einem 31:29 Erfolg über China, um am zweiten Tag dann gegen Außenseiter Tunesien groß auftrumpfen zu können und die Nordafrikanerinnen mit 39:21 zu besiegen.

Aktuelle Toptorschützin im Team ist Ramona Maier, die bereits 21 Tore erzielen konnte. Doch Kreisläuferin Ionela Stanca-Galca (14) konnte sich schon vielfach auszeichnen und gegen Polen spielte sich Adina Meirosu mit 12 Toren in den Vordergrund. Ein großer Rückhalt ist auch das Torhütergespann Luminita Dinu und Tereza Paslaru vom Spitzenteam Oltchim Valcea, das das Gros des WM-Kaders stellt. Rumänien ist neben der DHB-Auswahl das einzige Team, dass nach dem gestrigen 38:33 Erfolg über Polen ohne Verlustpunkt in die Hauptrunde einzog.

Die jeweils ersten vier Mannschaften beider Hauptrundengruppen treffen dann überkreuz im Viertelfinale aufeinander. In Metz spielen Weltmeister Russland, Europameister Norwegen, Gastgeber Frankreich, Mazedonien, Angola und Kroatien.

Quelle: 05.12.2007 - Christian Stein und dpa - www.handball-world.com


32:26 gegen Korea - DHB-Auswahl untermauert Ambitionen / handball-world / 04.12.2007

Mit einem Ausrufezeichen hat die deutsche Auswahl ihre Ambitionen bei der WM in Frankreich versehen. Nach dem bereits sicheren Einzug in die Hauptrunde gelang im letzten Gruppenspiel dank einer starken Deckungsleistung, einer überragenden Sabine Englert im Tor und elf Treffern von Grit Jurack ein beeindruckenden 32:26 (14:12) gegen Korea, Silbermedaillengewinner von Athen 2004 und einer der Turnierfavoriten. Die deutsche Auswahl nimmt durch diesen Sieg zwei Punkte mit in die Hauptrunde, wo Spiele gegen Rumänien, Ungarn, Polen und Spanien warten.

Nach den Erfolgen gegen die Ukraine und Paraguay und dank der koreanischen Schützenhilfe stand der Hauptrundeneinzug der deutschen Auswahl bereits vor dem abschließenden Spiel fest. Dennoch war die Begegnung für beide Teams von immenser Bedeutung, immerhin ging es bereits um die ersten Hauptrundenpunkte, da das Ergebnis mit in die nächste Runde genommen wird. Der auf den Teams lastende Druck war dabei von der ersten Minute an zu spüren, zudem zeigte zunächst Youngran Oh im Tor der Koreanerinnen, warum sie zu den weltbesten ihres Fachs gehört. Trotz siebzehn Paraden sollte am Ende aber nicht Oh zur Matchwinnerin werden, sondern ihre Gegenüber Sabine Englert, die noch eine Parade mehr verbuchte und die koreanischen Schützinnen nachhaltig beeindruckte.

Nach anfänglicher Nervosität entwickelte sich schnell die erwartet unterhaltsame Begegnung. Die Koreanerinnen agierten dabei zunächst, für ihre Verhältnisse, eher defensiv in der Deckung und nach einigen Minuten kam dies der deutschen Auswahl durchaus entgegen. Ein Doppelschlag von Steffi Melbeck und Grit Jurack brachte der deutschen Auswahl beim 3:2 in der vierten Spielminute die erste Führung und vor allem Jurack sollte mit ihrer Physis immer wieder zum Problem für die koreanische Deckung werden, die deutsche Rekordtorschützin überzeugte dabei sowohl als Torschützin über oder durch die koreanische Deckung wie auch als Anspielerin.

Doch, dass der koreanische Trainer Jinsoo Kim bereits in der elften Minute seine Auszeit nahm, lag weniger an der deutschen Offensive und den sechs Toren, die die Auswahl von Armin Emrich bis dazo erzielt hatte, sondern vor allem an der deutschen Deckungsarbeit, die nur drei Treffer der Koreanerinnen zugelassen hatte. Akribisch hatte Armin Emrich seine Mannschaft auf das variable und bewegliche Spiel der Koreanerinnen eingestellt und die aggressive deutsche Deckung ließ den Asiatinnen keinen Raum zum Atmen. Zudem verzweifelte der Olympiazweite immer wieder an der deutschen Torfrau Sabine Englert, die mit einem parierten Siebenmeter in der 8. Spielminute ein erstes Ausrufezeichen setzte. Gerade die Strafwürfe wurden Korea auch in der Folge zum Verhängnis, am Ende fanden nur drei der insgesamt neun Versuche von der Siebenmeterlinie den Weg in das deutsche Tor.

Und auch nach der Auszeit blieb die deutsche Deckung ein unüberwindbares Hindernis für die Koreanerinnen, die ansonsten so offensivstarken Asiatinnen kamen nicht zu ihrem Tempospiel, wurden immer wieder von deutschen Abwehrspielerinnen festgemacht, selbst in zwei Überzahlsituationen gelang nur ein weiterer Treffer. Nur vier Gegentreffer in den ersten zwanzig Minuten gegen Korea sind alleine ein Adelsschlag für die deutsche Auswahl. Vergebene Chancen verhinderten, dass die deutsche Auswahl zu diesem Zeitpunkt schon deutlicher als 7:4 führte, dann aber zeigte sich Deutschland in der ersten Überzahlsituation souverän: Jurack, Härdter und wieder Jurack erhöhten auf 10:4, die deutsche Auswahl schien das Spiel im Griff zu haben.

Doch Korea gab sich nicht auf, deckte offensiver und provozierte damit Fehler im deutschen Aufbauspiel. Die deutsche Auswahl wurde merklich nervös, mehrere einfache Treffer im Gegenstoß und beim 12:11 durch Junghwa An war Korea wieder auf ein Tor heran. Doch die deutsche Auswahl, fand zurück ins Spiel. Wörz gelang ein immens wichtiger Treffer zum 13:11 und Steffi Melbeck fischte sich den Ball und markierte im Gegenstoß das 14:11. Mit einem der nur drei verwandelten Siebenmeter sorgte Bokhee Myoung dann für den 14:12-Pausenstand, denn auf der Gegenseite gab das nicht immer sichere französische Gespann Bord/Buy einen Treffer von Maren Baumbach aufgrund eines Stürmerfouls nicht.

Im zweiten Abschnitt knüpfte die deutsche Auswahl dann an die gute Leistung der ersten Minuten der ersten Halbzeit an. Bereits beim 17:13, Jurack hatte einen Siebenmeter sicher verwandelt, betrug die Differenz wieder vier Tore. Die deutsche Auswahl nahm nun phasenweise die für Hypo Niederösterreich spielende koreanische Spielmacherin Seongok Oh mit einer 5+1-Deckung aus dem Spiel. Korea wirkte konzeptlos gegen die konzentrierte deutsche Deckungsarbeit, zudem fehlten den Asiatinnen die einfachen Treffer im Gegenstoß. Die deutsche Auswahl spielte unterdessen geduldig und fand immer wieder Lücken im koreanischen Abwehrverbund, sowie Kathrin Blacha, die im Fallen auf Maren Baumbach weiterleitete, die auf 20:15 erhöhte.

Dieser Treffer leitete sensationelle Minuten der deutschen Auswahl ein. Melbeck kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, doch Englert blieb erneut beim folgenden Siebenmeter Siegerin und auf der Gegenseite verlor Reiche erste den Ball, eroberte ihn sich in der Deckung dann aber wieder zurück und markierte im Gegenstoß das 21:15. Die deutsche Deckung eroberte erneut den Ball, Grit Jurack wird in der Offensive gefoult und nimmt sich den Ball für den Freiwurf. Sie überrascht die Koreanerinnen und hämmert den Ball direkt zum 22:15 in die Maschen. Damit nicht genug Lörper mit einem Steal in der Deckung und dem Gegenstoß zum 23:15, Deutschland hatte die Unterzahlsituation mit 3:0 für sich entschieden.

Jurack legte mit einem Wurf über die koreanische Deckung sogar noch das 24:15 nach. Die Halle und auch die deutsche Auswahl wartete auf das Aufbäumen der Koreanerinnen. Doch selbst einige Unkonzentriertheiten im deutschen Spiel brachten die Asiatinnen nicht zurück ins Spiel. Zu konzept- und hilflos war das Team gegen die deutsche Deckung. In der Offensive beeindruckte die deutsche Auswahl zudem mit einigen sehenswerten Treffern, nun vermehrt auch über Hering von Außen und Blacha vom Kreis. Spätestens als Nina Wörz im Gegenstoß zehn Minuten vor das 27:18 erzielte war die Begegnung entschieden. Korea resignierte, mühte sich aber um ein besseres Ergebnis. So blieb die Distanz zumindest im einstelligen Bereich, am Ende stand nach einer beeindruckenden Leistung des deutschen Teams aber ein ebenso beeindruckendes 32:26 zu Buche, übrigens der erste Pflichtsieg einer bundesdeutschen Auswahl gegen Korea.

Die deutsche Auswahl feierte den Sieg ausgelassen, auf dem Parkett und in der Kabine. "Das war ein sensationelles Spiel. Jetzt ist alles drin bei dieser WM. Wir haben unsere Schwächephase vor der Pause schnell überwunden. Danach haben uns die Abwehr und Sabine Englert wieder ins Spiel gebracht. Das Wichtigste ist, dass wir mit zwei Punkten in die Hauptrunde gehen", sagte Jurack. Und Sabine Englert meinte: "Wir wussten, dass wir unsere Gruppe gewinnen können, aber dass wir Südkorea so klar distanzieren können, ist eine Sensation."

Torschützen: Jurack (11), Blacha (5), Melbeck (3), Krause (3), Hering (2), Baumbach (2), Wörz (2), Loerper (1), Reiche (1), Müller (1), Härdter (1) - Woo (5), Kim (4), Myoung (4), Oh (3), Moon (3), An (3), Kim (2), Lee (1), Choi (1)

Siebenmeter: 2/2 - 3/9
Zeitstrafen: 7/5

Quelle: 04.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com




     
  Maren Baumbach (Foto: H. Jack)
  
Deutschland mit dem höchsten Sieg seiner WM-Geschichte gegen Paraguay / handball-world / 03.12.07

Nach dem wichtigen Erfolg im gestrigen Auftaktspiel gegen die Ukraine hat die deutsche Auswahl gegen Südamerikavertreter Paraguay den erwarteten Kantersieg nachgelegt und steht damit vor dem Einzug in die Hauptrunde. Mit einem Punkt im abschließenden Spiel gegen Korea könnte dieser perfekt gemacht werden, ein koreanischer Sieg heute gegen die Ukraine würde das Weiterkommen unterdessen vorzeitig sichern. Nach einer guten ersten Halbzeit, die Deutschland mit 25:6 für sich entschied, verflachte die Begegnung. Trotz eines mäßigen zweiten Abschnitts stand am Ende aber ein auch in der Höhe leistungsgerechtes 45:12 zu Buche, der bisher höchste Erfolg bei einer WM für eine DHB-Auswahl. Beste Werferinnen im DHB-Team waren Maike Brückmann, Nora Reiche und Mandy Hering mit je sechs Treffern.

Nach dem wichtigen Erfolg gegen die Ukraine stand heute für die deutsche Auswahl ein Trainingsspiel auf dem Programm. Dies war von allen Experten bereits vor der WM erwartet worden und erst recht nach dem deutlichen 50:12 Koreas gegen den heutigen Gegner Paraguay. Emrich nutzte die Chance, schonte mit Grit Jurack eine Stammspielerin und sollte im Spielverlauf auch häufig wechseln. Der deutschen Auswahl kam dabei entgegen, dass Paraguay, wie auch der morgige Gegner Korea, eine offensive Deckung spielt. Insofern konnte das DHB-Team sich bereits etwas auf das morgige Duell, in dem es vermeintlich um den Gruppensieg geht, einstimmen, wobei Korea diese Deckungsvariante in einer anderen Klasse spielt.

Bei der deutschen Auswahl nutzte zunächst Nadine Krause die Anfangsphase, um nach dem für sie holprigen Start im gestrigen Spiel, ins Turnier zu finden. Der erste Angriff der deutschen Auswahl ging noch ins Leere, dann aber holte Nora Reiche einen Siebenmeter heraus und diesen verwandelte Krause sicher zum 1:0. Zum 2:0 marschierte Krause dann unbedrängt durch die Deckung Paraguays und legte auch das 3:0 nach, ein lupenreiner Hattrick. Paraguay hatte in den Anfangsminuten sichtlich mit der eigenen Nervosität und wohl auch mit dem Harz am Ball zu kämpfen. Zumindest unterliefen den Südamerikanerinnen zahlreiche technische Fehler. Die deutsche Auswahl nutzte diese Fehler zu einfachen Treffern im Gegenstoß und aus dem Positionsangriff zeigte weiterhin Nadine Krause ihre Klasse. Tor um Tor wuchs die deutsche Führung so an und beim 10:0 durch Melbeck war die Entscheidung bereits gefallen.

Doch im Gegensatz zum gestrigen Spiel konnte Paraguay heute früher den ersten Treffer bejubeln, zweimal hatten die Südamerikanerinnen aus aussichtsreicher Position vergeben, ann aber fand ein leicht abgefälschter Wurf von Gladys Brusquetti den Weg ins lange Eck des von Clara Woltering heute gut gehüteten deutschen Tors. Und dieser Treffer gab Paraguay Auftrieb, zwar traf Anne Müller zum 11:1, dann aber gelangen Nadia Alcaraz, der gestern das erste WM-Tor in der Geschichte Paraguays gelungen war, und Giuliana Cristaldo gleich zwei Treffer in Folge für Paraguay zum 11:3. Doch die deutsche Auswahl fand schnell wieder die Sicherheit in der Deckung, dabei sparte die deutsche Auswahl Kräfte und verzichtete darauf, mit einer offensiven Variante Druck auf das nervöse Aufbauspiel Paraguays auszuüben. Paraguay fand so zu etwas Sicherheit im Aufbauspiel und, obschon die Partie weiterhin einseitig verlief, war sie durchaus unterhaltsam.

Die deutsche Auswahl nutzte die sich bietenden Chancen dabei konsequent und spielte konzentriert. Die Tordifferenz wird vermutlich, da zunächst der direkte Vergleich zur Ermittlung der Tabellenplatzierung bei Punktgleichheit herangezogen wird, keine Rolle spielen, doch die deutschen Spielerinnen nutzten die Gelegenheit, um WM-Tore zu erzielen und auf sich aufmerksam zu machen. Vor allem die schnelle Mandy Hering nutzte diese Chance im ersten Abschnitt zu zahlreichen Treffern im Gegenstoß, zudem bereitete sie das schönste Tor des ersten Abschnitts vor, als sie von Außen einspringend noch auf Kreisläuferin Anne Müller ablegte. Mit einem sehenswerten Heber zeichnete sich Hering auch für das 20:3 verantwortlich und am Ende des ersten Abschnitts stand mit 25:6 genau das Ergebnis zu Buche, mit dem Paraguay am Vortag beide Halbzeiten gegen Korea verloren hatte. Auch die dritte Halbzeit bei einer WM ging für Paraguay so mit 6:25 verloren.

In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts verflachte die Begegnung, Paraguay tat sich weiterhin schwer gegen die deutsche Deckung, schläferten mit langen Angriffen den Favoriten aber ein. In das deutsche Spiel schlichen sich nun auch erste Fehler, lediglich fünf Treffer gelangen dem DHB-Team in den ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts: 30:8 stand es so in der vierzigsten Minute. Paraguay zeigte unterdessen einige sehenswerte Spielzüge, so dass Paraguay bereits in der 45. Minute auch im zweiten Spiel der WM die magische Zehn-Tore-Grenze fdurchbrechen konnte. Doch in der Schlußviertelstunde nahm das deutsche Spiel dann wieder etwas Fahrt auf und so stand am Ende ein auch in der Höhe standesgemäßes 45:12 zu Buche. Dne Schußpunkt unter die Partie setzte dabei die gut aufgelegte Maike Brückmann mit einem sehenswerten Dreher. Paraguay kam dabei im zweiten WM-Spiel erneut auf 12 eigene Treffer, kassierte aber fünf Treffer weniger als im ersten Spiel.

"Wir haben diese Aufgabe richtig gut gelöst. Es freut mich, dass die Tore auf fast alle Spielerinnen verteilt waren. Mit der selben Konzentration wollen wir nun in das Spiel gegen Südkorea gehen", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Und Hering befand: "Ich freue mich riesig über meine ersten WM-Tore. Jetzt wollen wir Südkorea besiegen und die Vorrunde ungeschlagen beenden." Spielmacherin Maren Baumbach (Kopenhagen) bekannte: "Es war schwer, diesen Gegner ernst zu nehmen. Aber wir sind bei einer WM, das ist Motivation genug."

Deutschland – Paraguay 45 : 12 (25 : 6)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (5), Wörz, Anne Müller (3), Reiche (6/3), Loerper (4), Hering (6), Nadine Krause (5/2), Blacha (3), Susann Müller (2/1), Brückmann (6), Baumbach (3), Melbeck (2)

Paraguay: Villalba, Rios; Alvan, Alcaraz (1), Aluan, Brusquetti (1), Bettini, Beatriz Cristaldo (1), Faria (3), Giuliana Cristaldo (3), Romero, Rivas, Chovo (3), Genes

Schiedsrichter: Gousko/Repkin (Weißrussland).
Zuschauer: 4000.
Siebenmeter: 8:6/1:0 (Loerper scheitert an Rios, Susann Müller über das Tor – Woltering hält gegen Alvan).
Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Brückmann – Bettini, Giuliana Cristaldo, Romero).
Spielfilm: 2:0 (2.), 10:1 (11.), 20:3 (24.), 25:5 – 30:8 (40.), 40:12 (56.), 45:12.


Quelle: 03.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com




     
  Grit Jurack erzielte 9 Treffer. (Foto: H. Jack)
  
Deutschland erkämpft sich 26:21-Auftakterfolg gegen die Ukraine / handball-world / 02.12.07

Dank einer vor allem in der zweiten Halbzeit starken Deckungsleistung, der Paraden von Sabine Englert, der Routine von Grit Jurack und der Dynamik von Maren Baumbach setzte sich die deutsche Auswahl am Ende mit 26:21 (17:12) gegen die Ukraine durch. Der Sieg im Auftaktspiel stößt die Tür zur Hauptrunde weit auf, zumindest, wenn morgen die Pflichtaufgabe gegen Paraguay gelöst wird, bevor das abschließende Spiel gegen die starken Koreanerinnen auf dem Programm steht. Die deutsche Auswahl tat sich dabei in der umkämpften Begegnung lange Zeit schwer, gleich zweimal kam die Ukraine nach einem Sechs-Tore-Rückstand wieder zurück ins Spiel, doch am Ende sicherte sich das DHB-Team einen verdienten Start-Ziel-Sieg.

Der Start in das WM-Turnier bescherte der deutschen Auswahl gleich ein entscheidendes Spiel, denn während Paraguay als Außenseiter in der Gruppe gilt, streiten sich mit der Ukraine, Korea und Deutschland drei Teams um die zwei Tickets für die Hauptrunde. Die Bedeutung des Spiels war beiden Teams in der Anfangsphase deutlich anzumerken, die über 4.000 Zuschauer sahen auf beiden Seiten zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe. Die deutsche Auswahl war vor der Ukraine gewarnt, schließlich hatte Leonid Ratner mit seiner Mannschaft in der Qualifikation die favorisierten Däninnen ausgeschaltet. Doch gegen Deutschland tat sich die Ukraine von der ersten Minute an schwer, die deutsche Deckung stand ordentlich und in der Deckung hatten die Osteuropäerinnen Probleme mit dem variablen Spiel des DHB-Teams.

Erst in der dritten Minute gab es den ersten Treffer zu bejubeln, Spielmacherin Nina Wörz war an den Kreis eingelaufen und unfair gestoppt wurden, den fälligen Siebenmeter verwandelte Grit Jurack sicher. Doch die Ukraine konnte das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten, erst Grit Jurack konnte in der zehnten Minute beim 5:3 die erste Zwei-Tore-Führung erzielen. Die Ukraine versuchte es immer wieder mit Einzelaktionen, auf die sich die deutsche Deckung und Torfrau Sabine Englert mit der Zeit immer besser einstellten. In der Offensive nutzten die DHB-Spielerinnen zudem immer wieder die Wechsel der Ukraine zwischen Abwehr und Angriff zu schnellen Toren, und im gebundenen Spiel dividierte das DHB-Team die gegnerische Deckung mit zahlreichen Positionswechsel auseinander.

Nach dem 8:6 wurde die Ukraine noch offensiver in der Deckung und versuchte es mit einem 3-2-1-System. Dieses hebelte die deutsche Deckung nun aber immer wieder aus, Positionswechsel schufen die Freiräume, die zu vier Treffern in Folge und zu einem sechs Tore Vorsprung führten. Das Tor zum 12:6 erzielte die Rechtsaußen Steffi Melbeck dabei aus dem linken Rückraum, ein Indiz für das variable Spiel der deutschen Auswahl. Doch in das Spiel des DHB-Teams schlichen sich dann wieder Unkonzentriertheiten ein, die die Ukraine dazu nutzte zu verkürzen. Beim 12:9 nahm Armin Emrich seine Auszeit, doch auch diese störte die Ukraine zunächst nicht, in der 23. Minute gelang Oksana Sakada der Anschluß zum 12:11. Die deutsche Auswahl tat sich weiterhin schwer, doch die Einwechslungen von Kathrin Blacha und Maren Baumbach sorgten wieder für Belebung im deutschen Angriff. Blacha und Baumbach schufen so auch den Platz für Jurack, die mit dem Treffer zum 13:11 die deutsche Durststrecke beendete. Die deutsche Mannschaft fand in der Folge wieder zu ihrem Spiel, während sich nun in das Spiel der Ukrainerinnen Fehler einschlichen. So wuchs der deutsche Vorsprung wieder an, kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Maren Baumbach, die heute ihr WM-Debut feierte, die Distanz auf 17:12.

Mit einem schnellen Treffer zu Beginn des zweiten Abschnitt baute Nadine Krause die Führung gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts wieder auf sechs Tore aus und auch nach Blachas 19:13 waren es noch sechs Tore. Doch die Ukraine kämpfte sich heran, arbeitete nun konzentriert in der Deckung, zudem scheiterten die deutschen Werferinnen immer wieder an der nun im Tor stehenden Viktoriya Tymoshenkova. Lediglich eine ebenfalls starke deutsche Defensive und die Paraden von Sabine Englert verhinderten eine schnelle Aufholjagd der Ukrainerinnen, doch Tor um Tor schmolz die deutsche Führung und spätestens beim 20:18 durch Lyapina war die Begegnung wieder offen. Die deutsche Auswahl stand sich dabei in der Offensive größtenteils selbst im Weg.

Beim 21:19 war die Ukraine noch in Reichweite, doch die deutsche Deckung wurde dann für zehn Minuten zum unüberwindbaren Hindernis, vor allem Englert ließ die Werferinnen der Ukraine nun verzweifeln. Bei der Ukraine ließen nun merklich die Kräfte nach, die Spielerinnen versuchten dies durch größere Physis zu kompensieren und wurden dafür vom gut leitendenden norwegischen Schiedsrichtergespann mit einigen Hinausstellungen bestraft. Die deutsche Auswahl nutzte die Überzahlsituationen zwar nicht mit der letzten Konsequenz, aber vor allem dank der Routine von Grit Jurack und der Dynamik von Maren Baumbach gelangen nun wichtige Treffer. Beim 24:19 durch Baumbach war sechs Minuten vor Spielende die Vorentscheidung gefallen, Loerper und Blacha erhöhten sogar noch auf 26:19, bevor Lyapina mit einem Doppelschlag für den 26:21-Endstand sorgte.

"Da fallen ganz schön viele Felsbrocken vom Herzen. Wir haben die besseren Nerven gehabt", sagte die nach einer Schulteroperation noch nicht nominierte Kreisläuferin Anja Althaus (Viborg) erleichtert. "Zwei Punkte, das war das Wichtigste. Wir haben das Optimum an Punkten zum WM-Start erreicht, auch wenn es etwas holprig war", bekannte Abwehrchefin Stefanie Melbeck (Kolding). Und Rekord- Torschützin Grit Jurack, die nun 1240 Länderspiel-Treffer auf dem Konto hat, meinte: "Wir waren vor dem ersten WM-Spiel nervös. Aber wir haben die Partie verdient gewonnen, auch wenn wir uns zwischenzeitlich zu viele Fehler erlaubt haben."

"Das war ein existenzieller Sieg in der Todesgruppe. Es ging für beide Mannschaften um alles. Diese zwei Punkte sind Gold wert", jubelte Bundestrainer Emrich. Die deutsche Mannschaft kann nun beruhigt in das Spiel gegen WM-Neuling Paraguay gehen. "Dieses Spiel müssen wir auf jeden Fall gewinnen, auch wenn wir natürlich mit Respekt auftreten müssen", sagte Emrich. Am Dienstag folgt mit Südkorea ein weiterer Brocken. "Wir sind auf Augenhöhe mit den Asiatinnen. Jetzt wollen wir natürlich auch als Erster weiterkommen", sagte Grit Jurack.

Torschützen: Jurack (9), Baumbach (5), Melbeck (4), Krause (4), Müller (2), Blacha (1), Loerper (1) - Reznir (6), Lyapina (6), Tsygitsa (2), Yatsenko (2), Radchenko (2), Sheenko (1), Sakada (1), Borschenko (1)

Siebenmeter: 2/4 - 3/5
Zeitstrafen: 3/8
Rote Karten: Blacha (55.)

Quelle: 02.12.2007 - Christian Ciemalla - http://www.handball-world.com




Bundestrainer Armin Emrich und Co-Trainerin Heike Schmidt. (Foto: H. Jack)


Gelassen und selbstbewusst zur Weltmeisterschaft nach Frankreich: Bundestrainer Armin Emrich im Interview / DHB / 28.11.07

Mit einer riesigen Herausforderung beginnt am Sonntag für die deutschen Handballerinnen die Weltmeisterschaft in Frankreich. Zum Auftakt der Vorrunde müssen sie in Nantes gegen die Ukraine bestehen – Vierter der EURO gegen den Olympia-Dritten von 2004 (16 Uhr, live bei Eurosport). Nach dem zweiten Spiel gegen Paraguay (Montag, 18.30 Uhr) wartet zum Abschluss der Olympia-Zweite Südkorea (Dienstag, 18 Uhr). Nur die ersten beiden Mannschaften erreichen die Hauptrunde. Bundestrainer Armin Emrich spricht vor der WM in Frankreich (2. bis 16. Dezember) von einer Todesgruppe, weiß aber auch um die Stärke seiner Mannschaft.

Kurz vor der Weltmeisterschaft in Frankreich ist wieder die Zeit für Prognosen gekommen. Was können Sie denn derzeit zum Turnier sagen?

Emrich: Die Weltspitze wird auch in Frankreich wieder verdammt eng zusammenrücken. Die Tagesform wird in den kommenden beiden Wochen wieder für Überraschungen sorgen. Insgesamt wird sich zeigen, dass sich der Frauenhandball wie in den letzten Jahren positiv weiterentwickelt hat. Die Zahl der Titel- und Medaillenanwärter ist groß.

Und Hochrechnungen in eigener Sache?

Emrich: Die verbieten sich. Es ist bekannt, dass wir mit dem Olympia-Zweiten Südkorea, dem Olympia-Dritten Ukraine und Paraguay in einer Todesgruppe sind. Da müssen wir realistisch bleiben und alle Chancen nutzen, um die Hauptrunde erfolgreich zu erreichen. So gehen wir in die WM.

Dabei waren Sie mit Ihrer Mannschaft im Dezember 2006 Vierter der EURO und sind in den Kreis der viel beachteten Nationen aufgerückt.

Emrich: Wer nur einen Hauch von Standesdenken hat, wird ganz schnell und unsanft auf dem Boden der Tatsachen landen. Die Ukraine und Südkorea sind exzellente Mannschaften. Die Ukraine hat Dänemark überzeugend in der Qualifikation ausgeschaltet, Südkorea spielt die beste 3:3-Abwehr. Die Beine sind da manchmal schneller, als der Ball fliegt. Da dürfen wir uns keinen nennenswerten technischen Fehler im Angriff erlauben.

Wie ist denn der Stand der Dinge?

Emrich: Die Mannschaft spielt mit Lust und Laune Handball. Die Vorbereitung in Barsinghausen mit den Länderspielen gegen Schweden und die Niederlande haben wir zeitlich und inhaltlich ausgeschöpft. Jede Spielerin hat ihre Rolle gefunden.

Wie hat sich Ihre Mannschaft in den letzten Turnieren entwickelt?

Emrich: Sie ist erfahrener geworden. Die Spielerinnen wissen, was abgeht. Sie können mit der Anspannung eines großen Turniers gelassen umgehen und ihre Leistung und Fähigkeiten einschätzen. Natürlich ist die Mannschaft auch in der Einzelleistung gereift. Dazu kommt bei den ins Ausland gewechselten Spielerinnen ein erweiterter sportlicher Horizont. Dieses Team kann ganz sicher mit der schweren Vorrunde umgehen.

Das klingt selbstbewusst.

Emrich: Warum sollten wir das nicht sein? Unsere Aufgabe ist sehr schwer, und bereits die Vorrunde ist existenziell. Wenn wir am Sonntag gegen die Ukraine spielen, werden sich zwei Mannschaften auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Und?

Emrich: Wir sind ganz gelassen und gehen hochkonzentriert in dieses Spiel. Die Ukraine ist der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Bei dieser WM ist jedes Spiel ein Entscheidungsspiel. Die Mädels sind solche Situationen gewohnt. Den Stellenwert dieser Partie werden wir nicht übertrieben hoch ansiedeln.

Was heißt das?

Emrich: Das ist ein ganz normales Spiel. Und wenn wir es schaffen, uns auf ein ganz normales Spiel vorzubereiten, werden wir eine ganz normale und damit gute Leistung bringen. Alles andere produziert nur eine ungerechtfertigte Dramaturgie und Nervosität. Wir brauchen einfach eine hochkonzentrierte und sportliche Einstellung.

Und wie schätzen Sie die Chancen ein?

Emrich: Ich habe ein positives Bauchgefühl. Wir schaffen das. Da gibt es keine Zweifel, obwohl es sehr schwer wird.

Was ist mit den weiteren Aussichten?

Emrich: Ich kümmere mich nur um die Vorrunde. Und da heißt es, von Spiel zu Spiel zu denken.

Verraten Sie denn trotzdem ein Ziel?

Emrich: Natürlich wollen wir nach Paris und so nah wie möglich an die Olympischen Spiele heranrücken, aber solche Wünsche führen schon wieder viel zu weit von unserer aktuellen Aufgabe weg. Sonntag geht es gegen die Ukraine. Nur das zählt. Erst dann geht es weiter – zum nächsten Spiel.

Quelle: Von: Tim Oliver Kalle - http://www.dhb.de




   
 Bundestrainer Armin Emrich gab den Kader für die WM bekannt. (Foto: H. Jack)
 
Weltmeisterschaft: Mit 18 nach Frankreich / DHB / 26.11.07

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft wird mit 18 Spielerinnen zur Weltmeisterschaft nach Frankreich (2. bis 16. Dezember) reisen. Diese Entscheidung traf Bundestrainer Armin Emrich während des vorbereitenden Lehrgangs in Barsinghausen. „Wir haben jetzt absolute Transparenz für alle Beteiligten und können uns voll auf die Mission WM konzentrieren“, sagte der 56-Jährige, dessen Team am Montag im letzten offiziellen Test auf die Niederlande trifft. Die Partie in der Kreissporthalle Lübbecke beginnt um 19.30 Uhr.

Die maximal 16 Namen für das erste WM-Spiel gegen die Ukraine (Sonntag, 16 Uhr, live bei Eurosport) muss Emrich erst zur technischen Besprechung, die am Spieltag um 9 Uhr stattfindet, fixieren. Nach der Vorrunde sind zwei Wechsel aus dem erweiterten 28er-Kader möglich. Diese Option gibt es auch vor Beginn der K.o.-Spiele.

Nach den beiden Tests gegen Schweden (30:24 und 32:30) übernimmt Maike Brückmann (TSG Ketsch) hinter Welthandballerin Nadine Krause den Part der zweiten Spielerin im linken Rückraum. Ania Rösler (1. FC Nürnberg) trat bereits die Heimreise an. Als 17. Spielerin fährt Rechtsaußen Ulrike Stange (HC Leipzig) nach Frankreich, um beim Ausfall einer Linkshänderin kurzfristig bereitzustehen.

Zum Kreis des 18er-Aufgebots gehört auch Anja Althaus. Die Kreisläuferin bestreitet nach ihrer Schulteroperation ein intensives Rehaprogramm und wird dieses mit Physiotherapeutin Anja Gläsener auch an den Pausentagen vor der WM und während des Turniers fortsetzen.

Das deutsche WM-Aufgebot:

Tor: Sabine Englert (Hypo Niederösterreich/AUT, 117 Länderspiele/2 Tore), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 63/0), Jana Krause (1. FC Nürnberg, 4/0)

Feld: Nadine Härdter (Thüringer HC, 104/161), Ulrike Stange (HC Leipzig, 21/35), Nina Wörz (Randers HK/DEN, 112/217), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 63/83), Nora Reiche (Viborg HK/DEN, 62/121), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 56/72), Mandy Hering (Frankfurter HC, 22/44), Nadine Krause (FC Kopenhagen/DEN, 123/498), Kathrin Blacha (Thüringer HC, 209/415), Susann Müller (HC Leipzig, 6/9), Grit Jurack (Viborg HK/DEN, 240/1223), Maike Brückmann (TSG Ketsch, 4/11), Maren Baumbach (FC Kopenhagen/DEN, 93/262), Stefanie Melbeck (KIF Vejen Kolding/DEN, 156/330), Anja Althaus (Viborg HK, 114/225)

Quelle: tok - http://www.dhb.de




Emrichs Frauen sichern sich mit 36:30 gegen Japan den Gesamtsieg - (Foto (Mail): H. Jack)

Finale des Holland Toernooi in Rotterdam: Emrichs Frauen sichern sich mit 36:30 gegen Japan den Gesamtsieg

Das Wiedersehen war mühevoll, aber erfolgreich: Im Finale des Holland Toernooi in Rotterdam schlug die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Sonntag den überraschenden Finalisten Japan mit 36:30 (15:12). Im Warm-up-Spiel hatte die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich am Donnerstag gegen Japan bereits mit 35:19 (20:5) gewonnen und anschließend gegen Spanien (31:20) und Polen (35:25) ein erfolgreiches Turnierprogramm bestritten. Welthandballerin Nadine Krause, die im Finale nicht zum Einsatz kam, wurde als beste Spielerin geehrt.

Die heiße Phase in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich beginnt am 18. November in Barsinghausen. Teil des Lehrgangs sind Länderspiele gegen Schweden und die Niederlande. In der WM-Vorrunde trifft Deutschland auf Südkorea, die Ukraine und Paraguay. Das Turnier beginnt am 2. Dezember und endet zwei Wochen später mit dem Finale in Paris.

„Alles in allem haben wir verdient gewonnen“, sagte Emrich. „Es ging auch im Finale wieder darum, alternative Besetzungen zu testen. Deshalb hat zum Beispiel Nadine Krause gar keine Einsatzzeit bekommen. Anders als im ersten Vergleich mit Japan sind wir diesmal mit der asiatischen Spielweise nicht so gut zurechtgekommen.“ Reiner Witte, DHB-Vizepräsident Recht und Leiter der deutschen Delegation, sagte mit Blick auf die WM in Frankreich: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Emrich begann das Spiel mit Torfrau Sabine Englert sowie Nadine Härdter (LA), Maike Brückmann (RL), Anna Loerper (RM), Grit Jurack (RR), Nora Reiche (RA) und Anja Althaus (K). Wie im ersten Vergleich stellte das DHB-Team zunächst eine felsenfeste Abwehr und setzte sich auf 9:1 (18.) ab. Erst mit der Last dieses hohen Rückstandes fand Japan zu seinem schnellen Spiel und verkürzte vor allem dank der flinken Akie Uegaki auf 10:11 (25.). Maike Brückmann, Anna Loerper, Susann Müller und Maren Baumbach sicherten bis zur Pause noch einen Drei-Tore-Vorsprung.

Auch nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer im Rotterdamer Topsportcentrum ein wechselhaftes Spiel, in dem Mannschaftsführerin Grit Jurack und ihr Team allerdings stets die Kontrolle behielten. Ulrike Stange, Anne Müller, Nina Wörz und Ania Rösler brachten Deutschland mit ihren Toren zum 27:20 in der 44. Minute auf sicheren Kurs. In der Schlussphase verspielte der Vierte der letzten Europameisterschaft allerdings einen deutlicheren Erfolg.

Deutschland – Japan 36:30 (15:12)

Deutschland: Englert, Schülke; Härdter (2), Stange (4), Jurack (4), Rösler (5), Wörz (4), Anne Müller (3), Reiche (1), Loerper (3/1), Hering (2), Nadine Krause, Brückmann (4/1), Susann Müller (2), Baumbach (1), Althaus (1)

Japan: Katsuda, Hida, Tashiro; Arihama, Komatsu (1), Hirai (5/3), Onozawa (2), Kinjo, Sakugawa, Fujii (4), Hayafune (1), Mizuno (2), Taniguchi (4), Nagano (2), Uegaki (9/1)

Schiedsrichter: Eliasson/Gudjonsson (Island). – Zuschauer: 600. – Siebenmeter: 2/2:4/4. – Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Rösler/zwei, Reiche, Althaus – Sakugawa,

Spielfilm: 3:0 (3.), 6:0 (11.), 9:1 (18.), 9:5 (22.), 10:8 (25.), 11:10 (25.), 13:10 (29.), 15:12 – 17:12 (33.), 18:15 (35.), 22:16 (40.), 27:20 (44.), 30:21 (47.), 33:24 (53.), 33:27 (56.), 36:30.

Quelle: tok - http://www.dhb.de

Alle Ergebnisse:

18.10.2007 - Donnerstag
Deutschland - Japan 35 : 19 (20:5)
Spanien - Polen 31 : 32 (14:16)
Niederlande - Island 24 : 22 (14:06)

19.10.2007 - Freitag
Japan - Island 31 : 24 (15:15)
Deutschland - Spanien 31 : 20 (20:12)
Niederlande - Polen 21 : 23 (13:12)

20.10.2007 - Samstag
Island - Spanien 19 : 30 (07:11)
Polen - Deutschland 25 : 35 (13:18)
Niederlande - Japan 20 : 23 (08:07)

21.10.2007 - Sonntag
Island - Spanien 20 : 29 (07:11)
Niederlande - Polen 24 : 26 (12:17)
Japan - Deutschland 30 : 36 (12:15)


     
  Ulrike Stange vom HC Leipzig gehört zum Kader der Nationalmannschaft (Foto: H. Jack)

  
Für Olympia: DHB-Frauen bestreiten vor WM "absoluten Härtest" / HW / 17.10.07

Für das Ziel Olympia gehen die deutschen Handball-Frauen den schweren Weg. Mit dem Sechs-Nationen-Turnier in Rotterdam startet der EM-Vierte in die heiße Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember). Seit Sonntag hat Bundestrainer Armin Emrich 18 Spielerinnen zum Lehrgang in der Sportschule Kaiserau versammelt, die am Freitag (18.30 Uhr) gegen Spanien spielen, am Samstag (12.30 Uhr) gegen Polen und am Sonntag ein Platzierungsspiele bestreiten. Vor Turnierstart trifft die Emrich-Auswahl an diesem Donnerstag (16.30 Uhr) in einem zusätzlichen Testspiel auf Japan, das mit Island und den Niederlanden die zweite Gruppe des Turniers bildet.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist der laut Emrich "absolute Härtetest" das einzige Turnier, das Deutschland in der Vorbereitung auf ein Großereignis spielt. Ende November folgen in der Nähe von Hannover noch je zwei Tests gegen die Niederlande und Schweden. In der schwersten WM-Vorrundengruppe trifft Deutschland vom 2. bis 4. Dezember in Nantes auf den Olympia-Zweiten Südkorea sowie die Ukraine und Paraguay. Nur die beiden erstplatzierten Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde in Dijon.

"Das Turnier in Rotterdam ist enorm wichtig für uns, weil wir dort Alternativen für die WM testen können und uns zudem so langsam einspielen können", sagte Emrich, dessen Mannschaft ihre letzten Länderspiele Anfang Juni auf Island (zwei Siege) bestritt. Unter besonderer Beobachtung wird Ania Rösler vom deutschen Meister 1. FC Nürnberg stehen, die sich in Rotterdam als Nummer zwei auf der linken Rückraumposition hinter Welthandballerin Nadine Krause empfehlen kann. "Wir wissen, dass wir in der Vorrunde der Weltmeisterschaft auf Hammer-Gegner treffen, aber unser Ziel ist und bleibt eine Medaille", sagt Krause, die mit der Rekordtorschützin des Deutschen Handballbundes (DHB), Grit Jurack, das Aufgebot für Rotterdam anführt.

Bei der WM in Frankreich geht es zudem für die deutsche Mannschaft um eine gute Ausgangsposition für die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Nur der Weltmeister qualifiziert sich direkt. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier genießen Heimrecht für die olympischen Qualifikations-Turniere im März 2008. "Es wird sehr schwer werden, Weltmeister zu werden, aber ich denke, dass diese junge, aber dennoch erfahrene Mannschaft das Zeug dazu hat, sich bei der WM das Heimrecht für eine Qualifikationsturnier zu sichern und dann mit unseren Männern die deutschen Farben in Peking zu vertreten", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach.

Das deutsche Aufgebot:

Tor: Sabine Englert (Hypo Niederösterreich/AUT), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen), Katja Schülke (Frankfurter HC), Jana Krause (1. FC Nürnberg)

Feld: Mandy Hering (Frankfurter HC), Nadine Härdter (Thüringer HC), Anja Althaus (Viborg HK/DEN), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen), Nadine Krause (FC Kopenhagen/DEN), Ania Rösler (1. FC Nürnberg), Maike Brückmann (TSG Ketsch), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maren Baumbach (FC Kopenhagen/DEN), Nina Wörz (Randers HK/DEN), Grit Jurack (Viborg HK/DEN), Nora Reiche (Viborg HK/DEN), Stefanie Melbeck (KIF Vejen Kolding/DEN), Ulrike Stange (HC Leipzig)

Reserve:
Silke Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Anne Ulbricht (HC Leipzig), Susann Müller (HC Leipzig), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Quelle: 17.10.2007 - Frank Mebik - dpa - http://www.handball-world.com

     
  Karolina Kudlacz vom HC Leipzig

  
Polnischer Kader für das „Holland Toernooi“ / H. J. / 16.10.07

Vom 18. bis zum 21. Oktober findet in Rotterdam das „Holland Toernooi“ statt. Teilnehmen werden die Nationalmannschaften von Japan, Polen, Island, Spanien, Deutschland und den Niederlanden. Für das Turnier hat der polnische Nationaltrainer Zenon Lakomy 16 Spielerinnen nominiert. Aus dem Ausland sind drei Spielerinnen vertreten. Karolina Kudlacz vom HC Leipzig, Agnieszka Wolska vom Frankfurter HC und Izabela Duda von Storhamar Handball (Norwegen).

Das polnische Nationalteam:
Magdalena Chemicz (SPR Safo Lublin), Dorota Malczewska (SPR Safo Lublin), Ewa Damiecka (SPR Safo Lublin), Malgorzata Majerek (SPR Safo Lublin), Aleksandra Jacek (MKS Interferie Zaglebie Lubin), Agnieszka Jochymek (MKS Interferie Zaglebie Lubin), Kaja Zaleczna (MKS Interferie Zaglebie Lubin), Klaudia Pielesz (MKS Interferie Zaglebie Lubin), Kinga Polenz (MKS Piotrcovia Piotrków Tr.), Kamila Caluzynska (KS Laczpol Gdynia) , Malgorzata Sadowska (AZS AWFiS Dablex Gdansk), Iwona Lacz (KU AZS Politechnika Koszalinska), Kinga Byzdra (SMS Gliwice), Karolina Kudlacz (HC Leipzig - Deutschland), Agnieszka Wolska (Frankfurter Handball Club - Deutschland), Izabela Duda (Storhamar Handball - Norwegen)

Quelle auch: http://www.zprp.pl

Nadine Krause und Grit Jurack führen das deutsche Aufgebot an / DHB / 05.10.07

18 Spielerinnen hat Bundestrainer Armin Emrich für den Auftakt der Vorbereitung auf die Frauen-Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember) nominiert. Angeführt wird der Kader von Welthandballerin Nadine Krause und der deutschen Rekordtorjägerin Grit Jurack.

Emrich zieht seinen Kader am Sonntag, 14. Oktober, zu einem Lehrgang in Kaiserau zusammen. Den Trainingseinheiten folgt das „Holland Toernooi“ in Rotterdam. Dort trifft die DHB-Auswahl auf Japan (Donnerstag, 18. Oktober, 16.30 Uhr), Spanien (Freitag, 19. Oktober, 18.30 Uhr) und Polen (Samstag, 12.30 Uhr). Die Finalspiele beginnen am Sonntag, 21. Oktober, um 10.30, 12.30 und 14.30 Uhr.

„Diese Turnier ist für uns ein ganz wichtiger Schritt, um Alternativen zu testen und uns der WM-Form zu nähern“, sagt Emrich. „Besonders das Spiel gegen Japan ist ein sehr interessanter Test.“ Die vom Niederländer Bert Bouwer trainierten Asiatinnen schlugen in der Olympia-Qualifikation überraschend den Olympia-Zweiten Südkorea, der in der WM-Vorrunde neben der Ukraine und Paraguay zu den deutschen Gegnern zählt.

Die zweite Phase der WM-Vorbereitung beginnt am 18. November in Barsinghausen. Während des letzten Lehrgangs werden die deutschen Frauen unter anderem gegen Schweden spielen. Die Tests finden am 23. November in Alfeld und tags darauf in Hildesheim statt.

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Sabine Englert (Hypo Niederösterreich/AUT), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen), Katja Schülke (Frankfurter HC), Jana Krause (1. FC Nürnberg)

Feld: Mandy Hering (Frankfurter HC), Nadine Härdter (Thüringer HC), Anja Althaus (Viborg HK/DEN), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen), Nadine Krause (FC Kopenhagen/DEN), Ania Rösler (1. FC Nürnberg), Maike Brückmann (TSG Ketsch), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maren Baumbach (FC Kopenhagen/DEN), Nina Wörz (Randers HK/DEN), Grit Jurack (Viborg HK/DEN), Nora Reiche (Viborg HK/DEN), Stefanie Melbeck (KIF Vejen Kolding/DEN), Ulrike Stange (HC Leipzig)

Reserve: Silke Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Anne Ulbricht (HC Leipzig), Susann Müller (HC Leipzig), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen)


Text: Tim Oliver Kalle - Weitere Informationen unter www.dhb.de


Lada Togliatti erreicht souverän Gruppenphase der Champions League / handball-world / 01.10.2007

     
  Milica Danilovic ist jetzt für Balonmano Sagunto aktiv.
  
Mit drei klaren Siegen in drei Spielen setzte sich der Vorjahres-Finalist Lada Togliatti in der Champions League Qualifikationsrunde 2 durch. Überraschend deutlich wurde die Mannschaft von Balonmano Sagunto mit 33:23 (18:7) bezwungen. In der ersten Gruppenphase der Champions League trifft Lada Togliatti nun auf die Mannschaften von Hypo Niederösterreich, Kometal Gjorche Petrov Skopje und Larvik HK. Der Erfolg für den russischen Vize-Meister ist aber teuer erkauft. Mit Ekaterina Marennikova und Nadezda Muravyeva verletzen sich zwei Spielerinnen schwer am Knie. Während Marennikovas Verletzung sich glücklicherweise als nicht so schwerwiegend herausstellte, steht bei Muravyeva die Diagnose noch nicht fest. Sie wurde zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen konnte auch bei ihr Entwarnung gegeben werden.

In den beiden Auftaktspielen am Freitag setzten sich die Favoriten deutlich durch. Zunächst gewann Lada Togliatti gegen den polnischen Meister Safo Lublin deutlich mit 34:21 (16:13), tat sich aber in der ersten Halbzeit sehr schwer gegen die kämpfenden Polinnen. Erst in der zweiten Halbzeit, als die Kräfte der gastgebenden Mannschaft nachließen, setzte sich der russische Vize-Meister und Vorjahres-Finalist der Champions League deutlicher ab. Linksaußen Ekaterina Marennikova verletzte sich in diesem Spiel am Knie. Für die russische Nationalspielerin war das Turnier damit bereits beendet.

Lada mit Verletzungspech

Im zweiten Spiel gewann Balonmano Sagunto gegen den türkischen Meister Milli Piyango noch deutlicher mit 44:27 (22:17). Auch in diesem Spiel konnte der Außenseiter in der 1. Halbzeit noch mithalten. Am Ende setzte sich die Erfahrung der Spanierinnen gegen Yeliz Özel und ihre Mannschaft dann doch klar und deutlich durch.

     
  Dorota Malczewska wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

  
Der zweite Spieltag begann mit einer großen Überraschung. Gastgeber Safo Lublin kämpfte Balonmano Sagunto mit 27:26 (15:17) nieder. Lublin zeigte sich zum Vortag erheblich verbessert und neben Kampf fand man auch die spielerischen Mittel, um gegen die spanische Spitzenmannschaft zu bestehen. So lag die Mannschaft von Trainer Jan Packa bis kurz vor dem Wechsel in Führung. Doch kurz vor der Halbzeit drehte Sagunto das Ergebnis. Doch Safo Lublin ließ sich nicht abschütteln. Immer wieder war es Dorota Malczewska, die ihr Team antrieb und mit insgesamt neun Treffern beste Werferin ihrer Mannschaft war. Zudem zeigte Torfrau Magdalena Chemicz eine ausgezeichnete Leistung. So ging der polnische Meister in der 50. Minute erstmals wieder in Führung und zwei Minuten vor dem Ende stand es 27:24. Sagunto verkürzte zwar nochmals und 40 Sekunden vor dem Schlußpfiff hatte die Mannschaft von Cristina Mayo bei Ballbesitz noch zwei Tore Rückstand. Doch die Zeit lief herunter, die Mannschaft machte keine Anstalten, schnell den Abschluß zu suchen. So fiel der Anschlußtreffer zum 26:27 Endstand erst vier Sekunden vor dem Schlußpfiff. Eine schwache Leistung bei Sagunto zeigte Milica Danilovic. Lediglich Alexandrina Barbosa konnte überzeugen. Trainerin Cristina Mayo erschien aus Ärger über die Leistung der beiden ungarischen Unparteiischen nicht zur Pressekonferenz und wollte keine Stellungnahme abgeben.

Lublin schlägt Sagunto

Im Anschluß tat sich aber auch Lada Togliatti gegen den türkischen Meister von Milli Piyango schwer. Lada war zwar erkennbar die bessere Mannschaft, spielte aber zu unkonzentriert. Daher blieb es bei einer knappen Führung und in der 16. Minute glich Milli Piyango dank einer stark aufspielenden Yeliz Özel sogar zum 6:6 aus. Bis zum 10:10 blieb das Spiel ausgeglichen, bevor Lada wieder in Führung gehen konnte. Die Halbzeitpredigt von Trainer Alexej Gumyanov schien gefruchtet zu haben. Lada trat nun viel engagierter und konzentrierter auf und nach und nach baute die Mannschaft den Vorsprung aus. Am Ende stand dann doch ein klarer 35:19 Sieg auf der Anzeigetafel. Dennoch war Trainer Gumyanov nicht zufrieden und versprach eine Leistungssteigerung im entscheidenden Spiel gegen Sagunto.

Seine Spielerinnen setzen dies von der ersten Minute an um. Lada war konzentriert, abschlußstark und hatte mit Maria Sidorova eine Torfrau der Extraklasse. Sie parierte in der ersten Halbzeit nahezu alles, was auf ihr Tor kam. So ging Lada gleich deutlich in Führung und gab diese im gesamten Spiel nicht wieder ab. Während Lada eine zum Vortag erhebliche Leistungssteigerung vorweisen konnte, zeigte sich Sagunto noch schwächer. Die Mannschaft spielte ohne Konzept und Mut, kämpfte nicht und war teilweise völlig überfordert. Aus dem Rückraum kam gar nichts, insgesamt wurden fünf Siebenmeter und unglaublich viele freie Chancen vergeben. Permanent suchten die Rückraumspielerinnen ihre Kreisläuferin. Doch die Abwehr von Lada stand robust und sicher, so dass der Ball häufig in der Hand des Gegners landete. Bis zur Halbzeit betrug der Vorsprung für Lada bereits elf Tore und Sagunto machte nicht den Anschein, diesen Rückstand noch aufholen zu können. Eli Lopez im Tor wurde von ihren Vorderleuten im Stich gelassen. Ab der 20. Minute stand die Norwegerin Kjersti Beck im Kasten von Sagunto. Sie hielt besser, konnte aber auch nichts mehr ausrichten. Stark verbessert auf Lada-Seite war Liudmila Postnova, die in den ersten beiden Spielen nur eine durchschnittliche Leistung zeigte, gegen Sagunto aber wieder ihre Klasse andeutete.

Zwar verkürzte Sagunto nach dem Wechsel ein wenig und war vor allem vom Siebenmeterpunkt erfolgreicher, doch wechselte Alexej Gumyanov auch viel. Gerade die Starspielerinnen wie Liudmila Postnova und Irina Bliznova bekamen größere Pausen. Die jungen Spielerinnen zeigten ihr Potential und sicherten weiter den Vorsprung. Mitte der zweiten Halbzeit verletzte sich Nadezda Muravyeva in einer Abwehraktion am Knie und mußte vom Platz getragen werden.
  
  
  Lublins Trainer Jan Packa

  
Unter großen Schmerzen wurde sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Die verbindliche Diagnose steht noch aus, doch scheint auch hier die Verletzung glücklicherweise nicht zu schwer zu sein. Die Spielerinnen von Lada standen zunächst etwas unter Schock und Sagunto verkürzte wieder. Doch die Mannschaft aus Russland fing sich schnell und die beiden jungen Außenspielerinnen Olga Chernoivanenko und Anna Vinogradova sowie Linkshänderin Ekaterina Davydenko auf Rückraum rechts sicherten den deutlichen Erfolg. Cristina Mayo schaute ihrem Team fast während des gesamten Spiels sprachlos zu, vor allem die schwache Rückraumleistung aller ihrer Spielerinnen dürfte ihr zu denken gegeben haben.

Lublin wird Zweiter

Im letzten Spiel der Qualifikationsturniers bezwang Gastgeber Safo Lublin Milli Piyango mit 38:32 (22:15) und sicherte sich dadurch den zweiten Tabellenplatz. Zunächst sah es danach aus, als könnten die Türkinnen zu ihren ersten Erfolg an diesem Wochenende kommen. Die Mannschaft lag lange in Führung, erst gegen Ende der ersten Halbzeit gingen die Polinnen in Führung. Sie bauten den Vorsprung dann aber schnell auf und am Ende stand ein klares Ergebnis auf der Anzeigetafel. Mit diesem Erfolg erspielte sich die Mannschaft von Trainer Jan Packa einen hervorragenden zweiten Platz hinter Lada Togliatti. Packa war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft und freute sich über die gute Platzierung.

Freitag:
Lada Togliatti – Safo Lublin : 34:21 (16:13)
Balonmano Sagunto – Mili Piyango 44:27 (22:17)

Samstag:
Milli Piyango – Lada Togliatti 19:35 (14:18)
Safo Lublin – Balonmano Sagunto 27:26 (15:17)

Sonntag:
Lada Togliatti – Sagunto Balonmano 33:24 (18:7)
Safo Lublin – Milli Piyango 38:32 (22:15)

Tabelle:
1. Lada Togliatti - 6 Punkte - 102:64 Tore
2. Safo Lublin - 4 Punkte - 86:92 Tore
3. Balonmano Sagunto - 2 Punkte - 94:87 Tore
4. Milli Piyango - 0 Punkte - 78:117 Tore


Quelle: 30.09.2007 - Sandra Pleines - http://www.handball-world.com

Turnier in den Niederlanden / Spielplan der WM-Vorrunde steht / dhb / 20.09.07

   Heike Schmidt und Armin Emrich  
  Heike Schmidt und Armin Emrich spielen mit ihrer Mannschaft in Rotterdam in der Gruppe B gegen Spanien und Polen. Dazu kommt ein Spiel gegen Japan.

  
Das „Holland Toernooi“ ist die erste Etappe der deutschen Frauen auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Frankreich. In Rotterdam tritt das Team von Bundestrainer Armin Emrich gegen Japan (Donnerstag, 18. Oktober, 16.30 Uhr), Spanien (Freitag, 19. Oktober, 18.30 Uhr) und Polen (Samstag, 12.30 Uhr) an. Die Finalspiele beginnen am Sonntag um 10.30, 12.30 und 14.30 Uhr.

„Auf das Spiel gegen Japan bin ich sehr gespannt. Immerhin hat diese Mannschaft unseren WM-Gegner Südkorea in der asiatischen Olympia-Qualifikation geschlagen“, sagt Emrich. Der Bundestrainer reist mit seiner Mannschaft bereits am Sonntag, 14. Oktober, in den Niederlanden an und bezieht das Lehrgangs-Quartier in Capelle aan den IJssel.

Inzwischen steht auch der Spielplan der WM-Vorrunde: Die deutsche Mannschaft muss in Nantes zuerst gegen den Olympia-Dritten Ukraine (Sonntag, 2. Dezember, 16 Uhr) spielen. Danach folgen die Partien gegen Paraguay (Montag, 3. Dezember, 18.30 Uhr) und den Olympia-Zweiten Südkorea (Dienstag, 4. Dezember, 18 Uhr). Die ersten beiden Mannschaften erreichen die Hauptrunde, die für die deutsche Mannschaft vom 6. bis zum 11. Dezember in Dijon stattfände. Ab dem Viertelfinale ist Paris Schauplatz der WM, die am 16. Dezember endet.

Spielplan für das Turnier in Rotterdam:
Gruppe A: Niederlande, Japan, Island
Gruppe B: Deutschland, Spanien, Polen

Donnerstag, 18.10.2007
16:30 Japan - Deutschland
18:30 Spanien - Polen
20:30 Niederlande - Island

Freitag, 19.10.2007
16:30 Japan - Island
18:30 Deutschland - Spanien
20:30 Niederlande - Polen

Samstag, 20.10.2007
10:30 Island - Spanien
12:30 Polen - Deutschland
14:30 Niederlande - Japan

Sonntag, 21.10.2007
Spiel um Platz 5
11:00 Dritter der Gruppe A - Dritter der Gruppe B
Spiel um Platz 3
13:00 Zweiter der Gruppe A - Zweiter der Gruppe B
Spiel um Platz 1
15:00 Erster der Gruppe A - Erster der Gruppe B

Quelle auch: tok - http://www.dhb.de vgl. auch http://www.nhv.nl


DHB-Frauen starten ohne Krause in WM-Vorbereitung / NWZ / 16.07.07

Steinbach - Ohne Welthandballerin Nadine Krause und fünf weitere Spielerinnen ist die deutsche Nationalmannschaft in die Vorbereitung auf die WM vom 2. bis zum 16. Dezember in Frankreich gestartet.

Im Rahmen des Sommerlehrgangs in Steinbach gewann der WM-Sechste einen Test gegen den Zweitligisten SV Allensbach mühelos mit 37:18 (20:8). In der Partie anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Südbadischen Sportschule warf Dänemark-Legionärin Maren Baumbach (FC Kopenhagen/7) die meisten Tore für den personell geschwächten EM-Vierten. Vor rund 600 Zuschauern traf Barbara Harter (5) am besten für Allensbach.

Bundestrainer Armin Emrich musste gleich auf sechs seiner Wunschspielerinnen verzichten. Nadine Krause, die wie Baumbach nach Kopenhagen gewechselt ist, fehlte wegen Klausuren. Torhüterin Sabine Englert (Hypo Niederösterreich) und Angie Geschke (Randers HK/Dänemark) konnten wegen Umzüge nicht teilnehmen. Auf die Leipzigerinnen Anne Ulbricht (Rückenprobleme) und Ulrike Stange (Studium) konnte Emrich ebenso wenig zurückgreifen wie auf Spielmacherin Nina Wörz, die bei ihrem Club Randers blieb.

"Der Sommerlehrgang in Steinbach ist für uns mit Blick auf die Weltmeisterschaft ein wichtiger Brückenpfeiler", sagte Emrich, der sich mit den Ergebnissen der sportmedizinischen Untersuchungen am Samstag zufrieden zeigte. Die meisten Sorgen bereitet dem Bundestrainer der linke Rückraum, wo er noch eine Nummer 2 hinter Welthandballerin Krause sucht. Nach den Absagen von Angie Geschke und Anne Ulbricht testete er erneut Svenja Spriestersbach (Borussia Dortmund) sowie Neuling Maike Brückmann (TSG Ketsch) auf dieser Position. Am 16. Juli stößt in Anne Jochin (Frankfurter HC) eine weitere Kandidatin für den linken Rückraum erstmals zur Nationalmannschaft.

Quelle: http://www.nwzonline.de


Deutschlands Vorrundengegner stehen fest
Die deutsche Frauennationalmannschaft hat bei der Auslosung der WM-Vorrundengruppen kein Losglück gehabt. Neben dem Olympiazweiten Südkorea trifft die von Armin Emrich betreute Auswahl auch auf die Mannschaften der Ukraine und Paraguay. Die Ukrainerinnen hatten in den Play-off Runden die dänische Mannschaft ausgeschaltet.
Bei der in Paris stattfindenden Auslosung wurden zunächst die Mannschaften aus den unteren Lostöpfen gezogen, bevor sich dann Ausrichter Frankreich seine Vorrundengruppe auswählen konnte. Nachdem sich Frankreichs Trainer Olivier Krumbholz die Gruppe A ausgewählt hatte, wurden auch die weiteren Mannschaft aus dem Lostopf 1 den anderen Gruppen zugelost.

WM-Gruppen
Gruppe A Frankreich Kroatien Argentinien Kasachstan
Gruppe B Russland Brasilien Mazedonien Australien
Gruppe C Norwegen Österreich Angola Dominikanische Rep.
Gruppe D Rumänien Polen China Tunesien
Gruppe E Ungarn Spanien Japan Kongo
Gruppe F Deutschland Südkorea Ukraine Paraguay


Quelle: http://www.handball-world.com

 

    
  Dorota Malczewska und Dagmara
Kowalska haben Grund zur Freude.
Foto: Silvio Ferrari
  
Qualifikaktion zur WM in Frankreich 2007

Für die WM in Frankreich im Dezember 2007 konnten sich am Wochenende bisher folgende Teams qualifizieren: Spanien, Rumänien, Österreich, Polen, Ukraine, Kroatien, Mazedonien. Überraschend war das Ausscheiden der dänischen Nationalmannschaft. Nachdem die Däninen in ihrem Heimspiel nicht über ein 30:30-Unentschieden gegen die Ukraine hinauskamen, unterlag das Team auswärts mit 24 : 28.

Grosser Jubel herrscht hingegen wieder in Polen. Trotz einer 27:29 Niederlage konnte sich das polnische Team dank eines 27 : 23 - Hinspielsieges qualifizieren. Obgleich der polnische Trainer Zenon Lakomy Serbien die Favoritenrolle zuteilte, legte seine Mannschaft im Hinspiel in Lublin mit einem 27:23 Sieg den Grundstein für das Weiterkommen. Erfolgreichste Torschützin für die Polinnen war in beiden Spielen die Rückraumspielerin Dorota Malczewska vom polnischen Meister und Pokalsieger SPR-ICOM Lublin. Im Hinspiel erzielte sie 13 im Rückspiel 8 Tore.

Serbien - Polen 29:27 (13:15)
Polen: Chemicz, Lacz; Niedzwiedz- Cecotka 4, Malczewska 8, Majerek 5, Polenz 2, Kudlacz 5, Duran 1, Damiecka 2, Marzec, Kowalska, Wolska.

Polen - Serbien 27:23 (14:12)
Polen: Chemicz, Lacz - Marzec 2, Malczewska 13/6, Polenz 1, Niedzwiedz-Cecotka 1, Kowalska 3, Majerek 3, Kudlacz 1, Duran 3, Damiecka.


Bereits qualifiziert waren: Russland, Frankreich, Norwegen, Deutschland, Ungarn, China, Japan, Südkorea, Kasachstan, Angola, Kongo, Tunesien.

Mannschaft - Mannschaft Hinspiel / Rückspiel
Spanien - Türkei 33 : 25 / 27 : 29
Schweden - Rumänien 16 : 25 / 24 : 24
Polen - Serbien 27 : 23 / 27 : 29
Slovenien - Österreich 26 : 27 / 24 : 28
Dänemark - Ukraine 30 : 30 / 24 : 28
Niederlande - Kroatien 24 : 27 / 25 : 28
Mazedonien - Weißrussland 26 : 21 / 21 : 25


Quelle: http://www.eurohandball.com/


Wahlsiegerin 2006: Nadine Krause ist die erste deutsche Welthandballerin / DHB / 14.06.2007

Die Nachricht hat sie für einige Sekunden verstummen lassen: Nadine Krause ist Welthandballerin des Jahres 2006 und damit die erste Deutsche, welche die renommierte Wahl der Internationalen Handball Federation und des World Handball Magazine gewann. „Ich weiß noch gar nicht, was ich dazu sagen soll. Das ist der Wahnsinn und kommt echt überraschend“, sagt die 25-jährige Torjägerin des TSV Bayer 04 Leverkusen und der deutschen Nationalmannschaft. „Ich bin stolz auf diese Wahl, die ein Kompliment für die gesamte Nationalmannschaft ist, denn wir haben uns Jahr für Jahr kontinuierlich gesteigert. Und natürlich danke ich allen, die mich gewählt und mir auf meinem bisherigen Weg geholfen haben.“

35,44 Prozent der Teilnehmer votierten für Nadine Krause, die damit klar vor den Norwegerinnen Gro Hammerseng (20,74) und Kari Mette Johansen (8,74). Die Fachfrau für den linken Rückraum war maßgeblich an der Halbfinalteilnahme bei der Europameisterschaft 2006 in Schweden beteiligt, stand im All-Star-Team und war zudem – wie bereits bei der WM 2005 – Torschützinkönigin des Turniers. In 117 Länderspielen erzielte die 1,78 Meter große Rechtshänderin 476 Tore.

Nadine Krause ist bereits Handballerin der Jahre 2005 und 2006 sowie Spielerin der Saison 2004/05, 2005/06 und 2006/07. „Das sind sehr schöne Auszeichnungen, aber dieses Votum ist wirklich etwas anderes“, sagt die BWL-Studentin mit Blick auf den weltweiten Wahlkreis. Die seit 1988 durchgeführte IHF-Wahl haben bisher erst zwei deutsche Handballer gewonnen: Daniel Stephan (1998) und Henning Fritz (2004).

„Mir fällt gerade nichts ein, so sprachlos bin ich“, gestand Bundestrainer Armin Emrich. „Ich bin überrascht und begeistert und gratuliere Nadine zu diesem sensationellen Erfolg. Sie hat in den letzten Jahren konsequent und zielstrebig an sich gearbeitet und ist ein absolutes Vorbild. Diese Wahl ist eine große Anerkennung für alle, die sie entdeckt und mit ihr gearbeitet haben. Da darf man auf dem Weg von den Kindesbeinen an bis in die Spitze keinen vergessen. In der Karriere dieser Spielerinnen haben alle ihre Visitenkarte hinterlassen.“

„Das ist toll und wunderschön. Ich bin hellauf begeistert. Diesen Erfolg gönne ich Nadine von ganzem Herzen“, sagt DHB-Präsident Ulrich Strombach. „Ihre Leistung und die generelle Steigerung der Nationalmannschaft gehen einher. Mit solchen Spielerinnen wie Nadine werden wir auch bei der WM in Frankreich eine gute Rolle spielen.“

Nadine Krause begann ihre Karriere beim VfL Waiblingen. Mit 17 zog die Schwäbin 1999 zur HSG Herrentrup/Blomberg in die 1. Liga und schloss sich 2001 dem TSV Bayer 04 Leverkusen an. Im Sommer wechselt Nadine Krause zum FC Kopenhagen in die dänische Liga – dort spielt sie gemeinsam mit Maren Baumbach (Trier), mit der sie bereits zwei Deutsche Jugendmeisterschaften, sowie Bronze bei der Jugend-EM und Juniorinnen-WM gewonnen hat.

„Ich bin noch längst nicht auf dem Zenit und hoffe, dass mich der Wechsel nach Kopenhagen weiter nach vorn bringt“, sagt Nadine Krause. „Ich habe noch Potenzial und will noch mehr aus mir herausholen. Diese Wahl ist eine sehr große Ehre, aber mit der Nationalmannschaft will ich unbedingt Medaillen gewinnen und nach Peking zu den Olympischen Spielen 2008 kommen. Das ist ein harter und steiniger Weg, aber warum sollen wir das nicht alle gemeinsam schaffen?“ Die erste Etappe steht vom 2. bis zum 16. Dezember mit der Weltmeisterschaft in Frankreich auf dem Programm.

Die bisherigen Wahlsiegerinnen:

1988: Svetlana Kitic (Jugoslawien)
1989: Hyun-Mee Kim (Südkorea)
1990: Jasmiza Kolar (Österreich)
1991 bis 1993: keine Wahl
1994: Mia Hermansson-Hoegdahl (Schweden)
1995: O-Kyeong Lim (Norwegen)
1997: Anja Andersen (Dänemark)
1998: Trine Haltvik (Norwegen)
1999: Ausra Fridrikas (Österreich)
2000: Bojana Radulovics (Ungarn)
2001: Cecilie Leganger (Norwegen)
2002: Chao Zhai (China)
2003: Bojana Radulovics (Ungarn)
2004: Anita Kulcsar (Ungarn)
2005: Anita Görbicz (Ungarn)

Quelle: PM DHB www.dhb.de / Foto: DHB - tok


Deutsche Handballerinnen mit zweitem Sieg gegen Island - 35:24 / handball-world / 08.06.2007

Die deutschen Handballerinnen haben sich mit zwei Testspiel-Siegen gegen Island in eine knapp fünfwöchige Sommerpause verabschiedet. Die Nationalmannschaft von Bundestrainer Armin Emrich gab sich auch am Freitagabend in Reykjavik gegen die Gastgeberinnen keine Blöße und siegte klar mit 35:24 (15:13).

Bereits am Mittwoch hatten die Deutschen mit 36:25 die Oberhand behalten. Beste Werferin für die Auswahl des Deutschen Handball- Bundes (DHB) in der Laugardalshöll, dem Schauplatz des Finals der Männer-WM 1995, war vor 700 Zuschauern Nadine Krause (Bayer Leverkusen/9). Für Island markierte Hanna Stefánsdóttir (6) die meisten Treffer.

Reiner Witte, DHB-Vizepräsident Recht und Leiter der deutschen Delegation zog ein zufriedenes Fazit: „Diese Partie war für uns der versöhnliche Abschluss einer wunderschönen Reise.“ Vor dem Spiel ehrte Witte mit dem isländischen Verbandspräsidenten Gudmundur A. Ingversson gleich zwei Jubilarinnen: Mittelfrau Anna Loerper bestritt ihr 50. Länderspiel, und Linksaußen Nadine Härdter lief zum 100. Mal für die DHB-Auswahl auf. Rückraumspielerin Angie Geschke kam gegen Island zu ihrem 25. Einsatz.

Nach einem Pausentag, an dem die Mannschaft unter anderem den Gletscher Langjökull besucht hatte, musste Emrich an der Seitenlinie viel Kraft investieren. In der zehnten Minute lagen die engagierten und konzentrierten Gastgeberinnen bereits mit 7:2 vorn. „In dieser Phase hatten wir allergrößte Schwierigkeiten, uns auf das Spiel zu konzentrieren“, sagte Emrich. Erst die Umstellung von der 5:1-Abwehr auf eine 6:0-Formation öffnete seiner Mannschaft den Weg zum Erfolg.

Die DHB-Mannschaft agierte unkonzentriert und auch in den Abschlüssen zu hektisch. Die erste Führung gelang der Leipzigerin Nora Reich erst in der 25. Minute (12:11). Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeberinnen bis zum 24:20 auf Tuchfühlung bleiben, ehe Deutschland merklich das Tempo anzog und für klare Verhältnisse sorgte. «Nach den anfänglichen Schwierigkeiten sind wir gut ins Rollen gekommen. Aber insgesamt können wir mit dem heutigen Spiel nicht zufrieden sein», sagte die deutsche «Handballerin des Jahres» , Nadine Krause. „Ich bin froh, dass bis auf Clara Woltering alle Spielerinnen zum Einsatz gekommen sind und wir wieder ein respektables Ergebnis erzielt haben. Die gewünschte spielerische Qualität im Angriff haben wir jedoch nicht erreicht“, sagte Emrich.

Die Island-Reise war sowohl Lohn für den Einzug ins Halbfinale der EURO 06 als auch eine weitere Station auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember). Die Vorrunde der WM wird am 20. Juni in Paris ausgelost. Der nächste Lehrgang der Nationalmannschaft findet vom 13. bis zu 20. Juli in der Südbadischen Sportschule in Steinbach statt.

Island – Deutschland 24:35 (13:15)

Island: Ragnarsdóttir, Hansdóttir, Símonardóttir; Drífa Skúladóttir (5/4), Pálsdóttir (2), Audur Jónsdóttir (1), Rut Jónsdóttir (1), Gudmannsdóttir (1), Ragnhildur Gudmundsdóttir (1), Kristinsdóttir, Dagný Skúladóttir (2), Bragadóttir (2), Kjærnested, Jóhannsdóttir, Stefánsdóttir (6), Kristín Gudmundsdóttir (2), Gunnarsdóttir (1)

Deutschland: Englert, Schülke, Woltering; Härdter (3), Jurack (5), Stange, Geschke, Wörz (8), Müller, Reiche (2), Loerper (1), Hering (3), Krause (9/2), Ulbricht (1), Neukamp, Melbeck (1), Althaus (2)

Schiedsrichter: Eliasson/Sigurjonsson (Island)
Zuschauer: 700
Siebenmeter: 7/4:3/2 (Drífa Skúladóttir scheitert an Schülke und gegen den Pfosten, Englert hält gegen Bragadóttir – Jurack neben das Tor)
Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Dagný Skúladóttir/zwei, Kristinsdóttir, Audur Jónsdóttir, Stefánsdóttir – Althaus/zwei, Neukamp, Wörz, Jurack)

Quelle: http://www.handball-world.com/ - 08.06.2007 - dpa / PM DHB
vgl. auch: www.dhb.de


DHB-Frauen verlieren WM-Test gegen Frankreich in Paris-Bercy mit 19:23 / DHB / 07.04.2007

Ein schwacher Angriff brachte die deutschen Frauen gegen Frankreich im zweiten Vergleich um alle Chancen. Vor 8000 Zuschauern unterlag das Team von Bundestrainer Armin Emrich am Samstag mit 19:23 (8:13). Am Donnerstag hatte die DHB-Auswahl in Le Mans noch mit 28:26 gewonnen. Frankreich ist vom 2. bis zum 16. Dezember Gastgeber der nächsten Weltmeisterschaft, für die das deutsche Team als EM-Vierter bereits sicher qualifiziert ist.

„Wir haben den Start des Spiels einfach nicht in den Griff bekommen und sind an der aggressiven französischen Abwehr gescheitert. Selbst waren wir in der Defensive zu zahm“, sagte Emrich. Erst nach 8:32 Minuten gelang Nadine Krause der erste deutsche Treffer – Frankreich war bis dahin bereits fünfmal erfolgreich gewesen. Vor allem der schwache Abschluss hielt die DHB-Auswahl während der ersten Halbzeit ständig im Rückstand.

Emrich hatte die Partie mit Torfrau Sabine Englert sowie Mandy Hering (LA), Nadine Krause (RL), Nina Wörz (RM), Sabrina Neuendorf (RR), Sabrina Neukamp (RA) und Anne Müller begonnen. Linkshänderin Nora Reiche übernahm nach acht Minuten Neuendorfs Angriffspart, in der 18. Minute kamen Maren Baumbach (RM) und Anja Althaus (K) ins Spiel. Noch vor der Pause löste Katja Schülke schließlich Sabine Englert ab. Auf dem rechten Flügel nahm Ulrike Stange den Platz von Sabrina Neukamp ein.

Nach der Pause fand die deutsche Mannschaft teilweise besser ins Spiel. „Vor allem die Umstellung auf eine 4:2-Abwehr hat bestens funktioniert, aber vorn haben wir die Ausbeute nicht steigern können“, sagte Emrich. Chancen, das Spiel bei den Zwischenständen 15:19 und 18:21 zu drehen, boten sich mehrfach, blieben aber ungenutzt.

Unmittelbar im Anschluss an die Saison 2006/07 kommt die Nationalmannschaft zur nächsten Maßnahme zusammen. Auf dem Programm des am 29. Mai beginnenden Lehrgangs stehen Länderspiele gegen Tschechien und auf Island.

Frankreich – Deutschland 23:19 (13:8)

Frankreich: Leynaud, Pradel, Joseph-Mathieu; Lambert, Kanto, Ayglon (1), Pecqueux-Rolland (2), Guehl, Herbrecht (7/2), Wendling (1), Borg, Dembele (1), Vanparys (5), Tervel (2), Piejos (1), Lacrabere (3)

Deutschland: Englert, Schülke, Hagel; Stange (2), J. Jurack, Neuendorf, Geschke (2), Wörz (2), Müller, Reiche (2), Loerper (3/2), Hering (1), Krause (3/2), Spriestersbach, Neukamp, Baumbach (2), Althaus (2)

Schiedsrichterinnen: Maric/Gardinovacki (Serbien)
Zuschauer: 8000. – Siebenmeter: 2/2:4/4
Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Lambert, Piejos, Dembele – Reiche, Hering)
Spielfilm: 2:0 (5.), 5:0 (8.), 5:1 (9.), 9:2 (18.), 11:5 (25.), 13:8 – 13:9, 15:9 (36.), 17:11 (42.), 19:15 (45.), 21:18 (52.), 23:18 (55.), 23:19

Quelle: tok - www.dhb.de


    
  Sabrina Neuendorf (Nr. 5) (Foto: tok)
  
28:26 gegen Frankreich: DHB-Frauen gelingt in Le Mans ein Sieg für die Psyche / DHB / 05.04.2007

In der Neuauflage des kleinen Finals der Europameisterschaft hielten sich die deutschen Frauen am Donnerstag schadlos. In Le Mans schlug das Team von Bundestrainer Armin Emrich vor 4000 Zuschauern Gastgeber Frankreich mit 28:26 (15:12). „Die Revanche für die EM ist uns geglückt – auch wenn es nur ein Testspiel war“, sagte Spielmacherin Nina Wörz. „Für den Kopf war das gut. Wir wissen nun, dass wir auch Frankreich schlagen können, falls es im Dezember wieder zu diesem Vergleich kommt.“ Dann ist der EM-Dritte und Weltmeister von 2003 nämlich Gastgeber der nächsten WM.

Deutschland und Frankreich treffen am Samstag um 18 Uhr in Paric-Bercy erneut aufeinander. Zuvor spielen dort im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers der Männer der WM-Zweite Polen gegen Tunesien (14 Uhr) und Europameister Frankreich gegen Island (16 Uhr).

„Beide Mannschaften haben in diesem traditionellen Duell viel probiert. Psychologisch war es ein Sieg gegen den Gegner aus dem kleinen EM-Finale, aber das hat vor allem statistischen Wert“, sagte Emrich. „Für uns war es wichtig, dass wir ohne die Linkshänderinnen Grit Jurack und Stefanie Melbeck alternative Besetzungen ausprobiert haben. Das war ein Spiel für die Schublade Erfahrungen.“

Ohne die mit Viborg HK im Halbfinale der dänischen Meisterschaft geforderte Grit Jurack übernahm Nadine Krause erstmals die Rolle der Spielführerin. Die 25-jährige Leverkusenerin stand wie Mandy Hering (LA), Maren Baumbach (RM/Foto), Nora Reiche (RR), Ulrike Stange (RA), Anja Althaus (K) und die starke Torfrau Katja Schülke in der Startaufstellung. Trotz in den ersten Minuten schwacher Trefferquote beherrschte das DHB-Team die Partie. Die 5:1-Abwehr bildete die Basis, auf der Nina Wörz, Angie Geschke, Anne Müller und Mandy Hering mit vier Toren in Folge eine 12:8-Führung herauswarfen.

Während des etwas fahrigen Starts in die zweite Spielhälfte vergaben Maren Baumbach und Nadine Krause je einen Siebenmeter gegen die französische Torfrau Linda Pradel. Nach 40 Minuten gingen die Gastgeberinnen zum ersten und einzigen Mal in Führung – das 17:18 konterten Emrichs Frauen erneut mit vier Toren in Folge durch Nadine Krause, Nora Reiche, Anna Loerper und Sabrina Neuendorf. In der Schlussphase geriet Deutschland nach Christine Vanparys' Ausgleich noch einmal unter Druck, doch Anja Althaus und erneut Anna Loerper sicherten den verdienten Erfolg. „Beide Mannschaften haben viele Fehler im Spiel nach vorn gemacht“, sagte Nadine Krause. „Das ist noch sehr steigerungsfähig.“

Frankreich – Deutschland 26:28 (12:15)

Frankreich: Leynaud, Pradel; Lambert (2), Kanto, Jacquinot, Pecqueux-Rolland (1), Guehl (2), Herbrecht (8/3), Wendling (1), Borg, Dembele, Vanparys (7/4), Tounkara (1), Piejos, La Grabere (1)

Deutschland: Englert, Schülke; Stange (3), J. Jurack, Neuendorf (1), Geschke (2), Wörz (1), Müller (1), Reiche (2), Loerper (3), Hering (3), Krause (4/1), Spriestersbach, Neukamp, Baumbach (3), Althaus (5)

Schiedsrichterinnen: Borrotti/Marcet (Frankreich).
Zuschauer: 4000
Siebenmeter: 7/7:4/1 (Geschke an die Latte, Baumbach und Krause scheitern an Pradel)
Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Herbrecht, Wendling/je zwei – Wörz/zwei, Müller, Hering, Althaus, Neuendorf)
Spielfilm: 2:2 (7.), 4:6 (12.), 8:8 (19.), 8:12 (24.), 11:15 (30.), 12:15 – 14:15 (33.), 16:16 (36.), 18:17 (40.), 18:21 (46.), 21:22 (48.), 25:25 (55.), 26:26 (58.), 26:28.

Quelle: Text und Foto: tok - www.dhb.de


    
  Nadine Krause
Foto: www.euro06.com


  
Wahl zu Welthandballer und Welthandballerin 2006 / DHB / 26.03.2007

Das vergangene Jahr könnte für Florian Kehrmann und Nadine Krause eine nachträgliche Aufwertung erfahren. Die beiden Nationalspieler des TBV Lemgo und des TSV Bayer 04 Leverkusen finden sich auf einer Kandidatenliste wieder, welche die Internationale Handball Federation anlässlich der Wahl zum Welthandballer und zur Welthandballerin des Jahres 2006 bekannt gegeben hat. Die IHF führt den Wettbewerb gemeinsam mit dem „World Handball Magazine“, ihrem offiziellen Organ, seit 1988 durch. Kehrmann und Krause sind auf nationaler Ebene bereits Handballer und Handballerin des Jahres 2006. Die Teilnahme an der Wahl ist online oder per Post möglich.

Weitere Informationen unter:
http://deutscherhandballbund.de

Internet: Tim Oliver Kalle - www.dhb.de


Testen mit WM-Atmosphäre: Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft für die Länderspiele gegen Frankreich / DHB / 20.03.2007

In Le Mans und Paris wird die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am 5. und 7. April zwei Länderspiele gegen Frankreich bestreiten. Die Tests gegen den Nachbarn sind eine in jeder Hinsicht interessante Aufgabe: Zum einen verlor das Team von Bundestrainer Armin Emrich bei der EURO 06 in Schweden das kleine Finale gegen Frankreich, zum anderen ist der Weltmeister von 2003 Gastgeber der WM 2007 (2. bis 16. Dezember), für die Deutschland bereits qualifiziert ist. „Es ist für uns eine sehr schöne Gelegenheit, dass wir dank der französischen Einladung schon einmal einige Gegebenheiten kennen lernen dürfen und zudem zwei erstklassige Testspiele bekommen“, sagt Emrich.

Die erste Partie findet am Gründonnerstag um 20 Uhr in der Halle Antarès in Le Mans statt. Den zweiten Vergleich werden Nadine Krause & Co. am Ostersamstag um 18 Uhr in Paris-Bercy bestreiten. Das Spiel ist Programmteil des Vier-Nationen-Turniers der Männer, an dem neben Europameister Frankreich auch Polen, Island und Tunesien teilnehmen.

Das DHB-Team muss allerdings auf Mannschaftsführerin Grit Jurack verzichten. Die 29-jährige Linkshänderin bestreitet mit Viborg HK am Osterwochenende die Play-off-Halbfinals der dänischen Meisterschaft. Auch Stefanie Melbeck fehlt – die Linkshänderin des Buxtehuder SV leidet noch an den Folgen einer Knieverletzung. Für Linksaußen Nadine Härdter (Thüringer HC) wären der am Sonntagabend, 1. April, in Hennef beginnende Lehrgang und die Länderspiele nach langwierigen Rückenproblemen noch zu früh gekommen. Die Nürnberger Linkshänderin Christina Rohde steht erstmals in einem Länderspiel-Aufgebot. Ebenfalls nominiert sind Svenja Spriestersbach (Dortmund) und Sabrina Neuendorf (Frankfurt/Oder).

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen) – Reserve: Katja Schülke (Frankfurter HC)

Linksaußen: Mandy Hering (Frankfurter HC) – Reserve: Silke Meier (DJK/MJC Trier)

Rückraum links: Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen), Angie Geschke (Frankfurter HC), Svenja Spriestersbach (Borussia Dortmund)

Rückraum Mitte: Nina Wörz (Randers HK/Dänemark), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen) – Reserve: Ania Rösler (1. FC Nürnberg)

Rückraum rechts: Nora Reiche (HC Leipzig), Christina Rohde (1. FC Nürnberg), Sabrina Neuendorf (Frankfurter HC) – Reserve: Julia Jurack (Thüringer HC)

Rechtsaußen: Ulrike Stange (HC Leipzig), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen) – Reserve: Svenja Huber (TSG Ketsch)

Kreis: Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen), Anja Althaus (DJK/MJC Trier)

Internet: Tim Oliver Kalle - www.dhb.de


Vier-Nationen-Turnier in Riesa: Glänzendes Finale gegen Russland beschert DHB-Frauen den Gesamtsieg / DHB / 04.03.2007

Ein besseres Ende hätte das Riesaer Vier-Nationen-Turnier für die deutschen Frauen nicht nehmen können: Im letzten Spiel, das Finalcharakter besaß, schlug das Ensemble von Bundestrainer Armin Emrich am Sonntag auch Weltmeister Russland mit 31:29 (14:14) und sicherte sich wie im Vorjahr den Gesamtsieg.

Mannschaftsführerin Grit Jurack nahm unter dem Jubel von 730 Zuschauern den Siegerpokal entgegen. „Wir wissen, dass diese Partie ein Trainingsspiel war, aber wir sind trotzdem stolz, dass wir gegen Russland gewonnen haben“, sagte Emrich. Beide Mannschaften hatten sich zuletzt im Dezember im Halbfinale der EM gegenübergestanden – damals hatte sich der Weltmeister der Jahre 2001 und 2005 mit 33:29 durchgesetzt.

Das Turnier diente bereits der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember). Dort bestreitet das DHB-Team gegen den EM-Dritten am 5. und 7. April die nächsten Länderspiele.

Bereits nach 23 Minuten musste Nadine Krause ausscheiden. Die Handballerin des Jahres kollidierte mit Ekaterina Andryushina – eine Platzwunde auf dem Nasenrücken musste mit einem Stich genäht werden.

In einer intensiven Partie spielte die deutsche Mannschaft neben einer starken Abwehr immer wieder hohes Tempo als Trumpf aus. Vor allem Linksaußen Mandy Hering glänzte als Vollstreckerin mit einer bestechenden Quote. Maren Baumbach gelangen wie Hering sieben Feldtore.

Stefanie Melbeck gewann die Wahl zur besten Spielerin des Turniers. Als beste Torfrau wurde die Niederländerin Jokelyn Tienstra ausgezeichnet. Nora Reiche und Nina Wörz wurden vor dem Spiel von Reiner Witte, DHB-Vizepräsident Recht, für ihr 50. und 100. Länderspiel geehrt.

Weitere Stimmen:

Nora Reiche: „Das war eine Zitterpartie. Russland geschlagen zu haben, ist ein tolles Gefühl. Ab und zu war das spielerisch fantastisch.“

Nina Wörz: „Wir hatten aus dem Halbfinale der Europameisterschaft noch eine Rechnung offen. Das Spiel heute war optimal. Anders als bei der EM spielen wir einen schnelleren Konter. Das könnte eine große Waffe werden. Damit wir Russland in einigen Phasen überrannt.“

Evgueni Trefilov, Trainer Russland: „Das heutige Spiel ist verdient so verlaufen. Deutschland befindet sich im Aufschwung. Das hat sich schon bei der EM gezeigt. Deshhalb haben wir die Einladung zum Turnier in Riesa gern angenommen.“

Deutschland – Russland 31:29 (14:14)

Deutschland: Englert, Woltering; Stange, Jurack (7/3), Walzik, Geschke, Wörz (2), Müller (1), Reiche, Loerper (2), Hering (7), Krause (1), Spriestersbach, Baumbach (8/1), Melbeck (1), Althaus (2)

Russland: Suslina, Sedoykina; Vyakhireva (3), Poltoratskaya (3), Romenskaya (1), Kareeva (1), Andryushina (1), Polenova (6/5), Yakovleva (3), Makarova (1), Kolyada (4), Shipilova (3), Gritsina (2), Spirova, Sytnikova (1), Levina

Schiedsrichter: Baranowski/Lemanowicz (Polen) – Zuschauer: 730. – Siebenmeter: 6/4:7/5 (Jurack übers Tor und an Sedoykina gescheitert – Woltering hält gegen Polenova und Poltoratskaya). – Zeitstrafen: 6:14 Minuten (Müller, Hering, Althaus – Romenskaya/drei, Poltoratskaya, Andryushina, Polenova, Shipilova). – Rote Karten: Andryushina (27./grobes Foulspiel), Romenskaya (43./dritte Zeitstrafe). Spielfilm: 3:0 (5.), 4:5 (11.), 5:7 (11.), 7:7 (16.), 11:8 (19.), 12:11 (23.), 14:12 (28.), 14:14 – 15:14, 17:15 (33.), 21:17 (39.), 22:20 (42.), 25:25 (51.), 28:25 (56.), 29:28 (58.), 31:28 (59.), 31:29.

Ergebnisse des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:

Freitag, 2. März:
Russland – Niederlande 21:21 (12:13)
Deutschland – Kroatien 28:23 (12:12)

Samstag, 3. März:
Kroatien – Russland 26:28 (10:15)
Deutschland – Niederlande 28:20 (11:10)

Sonntag, 4. März:
Kroatien – Niederlande 36:22 (18:8)
Deutschland – Russland 31:29 (14:14)

Tabelle:
1. Deutschland 6:0
2. Russland 3:3
3. Kroatien 2:4
4. Niederlande 1:5

Internet: www.dhb.de


DHB-Frauen gewinnen auch das zweite Spiel des Riesaer Vier-Nationen-Turniers – 28:20 gegen die Niederlande / DHB / 03.03.2007

Auch beim 28:20 gegen die Niederlande ist das Tempo der Schlüssel zum Erfolg

Die deutschen Frauen haben in Riesa auch ihr zweites Spiel gewonnen. Nach dem Auftakterfolg gegen Kroatien schlug das Team von Bundestrainer Armin Emrich am Samstag vor 658 Zuschauern die Niederlande mit 28:20 (11:10). Zum Abschluss des Vier-Nationen-Turniers trifft der EM-Vierte am Sonntag auf Weltmeister Russland. Zum erneuten Gesamtsieg reicht bereits ein Unentschieden. Die Partie in der WM-Halle beginnt um 15 Uhr. Die Tests dienen bereits der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember).

„Dieses Spiel gegen die Niederlande war eine gute Standortbestimmung“, sagte Emrich. „Mich freut besonders, dass Angie Geschke mutig und mit Zuversicht gespielt und die Herausforderung in Abwehr und Angriff angenommen hat.“ Der Bundestrainer verzichtete gegen den WM-Fünften komplett auf Nadine Krause und ließ auch Grit Jurack (Foto) nur eine Halbzeit lang spielen – trotzdem bestimmte sein Team das Geschehen über weite Strecken. Emrich: „Das Team wächst, und die Aufgaben verteilen sich auf mehrere Schultern.“

Angie Geschke (Rückraum links) stand ebenso wie Torfrau Katja Schülke sowie Mandy Hering (LA), Nina Wörz (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anne Müller (Kreis) in der Startformation, die Emrich zu Beginn der zweiten Halbzeit nahezu komplett tauschte. Für wenigen Minuten wankte das Team (13:14/38.), hatte das Spiel jedoch spätestens nach einem Doppelschlag von Rechtsaußen Ulrike Stange (19:16/48.) wieder sicher im Griff.

Anne Müller wurde vor dem Spiel von Reiner Witte, DHB-Vizepräsident Recht, für ihr 50. Länderspiel geehrt. Die Leverkusener Kreisläuferin, die vor zwei Jahren in Riesa debütierte, erzielte zwei Tore. Auch Anja Althaus war zweimal erfolgreich und verbesserte ihre persönliche Bilanz auf 200 Länderspieltore. Gegen die Niederlande bestritten Svenja Spriestersbach und Sara Walzik ihre ersten Länderspiele.

Weitere Stimmen:

Grit Jurack: „Das war eine kleine Revanche für das Spiel um Platz fünf bei der WM 2005 in St. Petersburg. Wir waren in Angriff und Abwehr besser als gegen Kroatien.“

Nora Reiche: „Unsere Abwehr hat sehr gut gestanden, sodass wir viele Konter laufen konnten. Emma hat sehr viel versucht und oft gewechselt. Gegen eine starke niederländische Mannschaft haben wir klar gewonnen.“

Anja Althaus: „Das war eine gute Revanche für St. Petersburg. Spielerisch haben wir einiges von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Anfangs war es ein bisschen holperig, aber wir haben dann einen guten Ball gespielt. Das Zuschauen wird den Leuten Spaß gemacht haben.“

Anna Loerper: „Wir haben die Fehler aus dem Spiel gegen Kroatien reduziert. Unsere Torhüterinnen waren gegen die Niederlande wirklich gut. Insgesamt war diese Partie wieder ein Fortschritt für uns.“

Sjors Röttger, Bondscoach: „Danke an Riesa und den Deutschen Handballbund, dass wir hier zu Gast sein dürfen. Darüber bin ich sehr froh. Deutschland hat eine sehr gute Mannschaft, aber wir haben unglaublich viele Fehler gemacht und leider nicht das Niveau aus dem Spiel gegen Russland erreicht.“

Deutschland – Niederlande 28:20 (11:10)

Deutschland: Schülke, Woltering; Stange (2), Jurack (2), Walzik, Geschke (5/2), Wörz, Müller (2), Reiche (5/2), Loerper (1), Hering (3), Krause, Spriestersbach, Baumbach (3/1), Melbeck (3), Althaus (2)

Niederlande: Klijn, van der Wal; Cocx, Wiegerinck (2), van der Koelen, Miranda Robben (3), Jolanda Robben, Paap (1), Lamein (6/5), Karsten, Visser (3), Os, Hofman, van der Wissel (1), Groot (4)

Schiedsrichter: Baranowski/Lemanowicz (Polen) – Zuschauer: 658. – Siebenmeter: 7/5:5/5 (Jurack übers Tor, Geschke gegen Klijn im Nachwurf). – Zeitstrafen: 6:16 Minuten (Wörz, Baumbach, Althaus – van der Wissel, Groot/je zwei, Hofman, Lamein, Miranda Robben Wiegerinck). Spielfilm: 0:1,5:2, 7:6 (15.), 10:7, 11:8, 11:10 (29.) – 11:11, 13:11 (34.), 13:14 (38.), 17:15 (45.), 19:16 (48.), 23:17 (53.), 28:19, 28:20.

Ergebnisse des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:


Freitag, 2. März:
Russland – Niederlande 21:21 (12:13)
Deutschland – Kroatien 28:23 (12:12)

Samstag, 3. März:
Kroatien – Russland 26:28 (10:15)
Deutschland – Niederlande 28:20 (11:10)

Internet: www.dhb.de


Vier-Nationen-Turnier in Riesa: Hohes Tempo mit vielen Fehlern und gutem Ende – DHB-Frauen schlagen Kroatien zum Auftakt mit 28:23 / DHB / 02.03.2007

Kroatien brachte die deutschen Handballerinnen in Gefahr, aber nicht vom Kurs ab: Zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers in Riesa setzte sich der Vierte der EURO am Freitag nach wechselhaftem Spiel mit 28:23 (12:12) durch. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber wir müssen uns in diesem Turnier noch steigern“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. „Die Mannschaft hat sich kämpferisch ins Spiel zurückgebracht. Das spricht für sie.“ In den weiteren Partien muss das DHB-Team gegen die Niederlande (Samstag, 17 Uhr) und Weltmeister Russland (Sonntag,15 Uhr) antreten. Diese beiden Mannschaften hatten sich im ersten Spiel des Turniers überraschend 21:21 getrennt. Das deutsche Team beginnt in Riesa bereits die Einspielphase für die Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember).

Emrich eröffnete das Spiel mit Torfrau Katja Schülke sowie Mandy Hering (LA), Nadine Krause (RL/Foto), Nina Wörz (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anne Müller (Kreis). Zwei verworfene Siebenmeter von Nadine Krause und Grit Jurack waren symptomatisch für die Startschwierigkeiten. Katja Schülke mit einigen starken Paraden und die 5:1-Abwehr hielten das DHB-Team jedoch im Spiel, aber nicht auf konstantem Kurs. Die 6:3-Führung drehte sich in einen zwischenzeitlichen Rückstand.

In der zweiten Halbzeit geriet Deutschland in Gefahr, als Kroatien nach 41 Minuten beim 18:16 davonzuziehen drohte. Nadine Krause (2), Maren Baumbach und Anna Loerper beruhigten die Lage mit vier Toren in Folge. Als die starke Sabine Englert einen Siebenmeter parierte und Maren Baumbach in Unterzahl auf 23:19 (49.) erhöhte, entwickelte sich die Partie dank des nun überzeugenden Tempospiels endgültig zu Gunsten der Gastgeberinnen.

„Hinter uns liegt eine gute Trainingswoche. Vieles ist uns gegen Kroatien schon gelungen, vieles ist aber auch noch von unserer EM-Form aus dem Dezember entfernt“, sagte Emrich. „Wir hatten den Vorsatz, schneller zu spielen, aber da haben sich die technischen Fehler gehäuft. Die Mannschaft hat sich gefangen und mit Torfrau Sabine Englert in der Abwehr zu einer guten Form gefunden. Im Angriff gab es gute und schnelle Passagen. Maren Baumbach war da belebend. Gegen die Niederlande geht es für uns um die Reduktion der technischen Fehler.“

Weitere Stimmen:

Maren Baumbach: „Das war ein typisches erstes Turnierspiel. Beide Mannschaften waren nervös. Wir haben uns viele technische Fehler geleistet. Über Tempo und eine gute Abwehr haben wir das Spiel in den Griff bekommen.“

Nadine Krause: „Wir haben uns wegen vieler technischer Fehler schwer getan. Außerdem haben wir zu viele Bälle verworfen. In der Abwehr haben wir teilweise ganz gut gestanden. Die positiven Sachen müssen wir mit in das nächste Spiel gegen die Niederlande nehmen. Das wird nach deren Remis gegen Russland ein ganz hartes Stück Arbeit.“

Stefanie Melbeck: „Wir wollten mehr. Nach vielen Fangfehlern und Fehlwürfen haben wir einfach konsequenter geworfen. Das war jedenfalls ein guter Auftakt ins neue Länderspieljahr.“

Katja Schülke: „Das war ein Spiel mit vielen Schwankungen. Die 5:1-Abwehr hat in diesem Spiel einfach besser geklappt.“

Deutschland – Kroatien 28:23 (12:12)

Deutschland: Englert, Schülke; Stange (3), Jurack (1), Geschke, Wörz (2), Müller, Reiche (3), Loerper (2/1), Hering (3), Krause (7), Baumbach (4), Melbeck (3), Althaus

Kroatien: Grubisic, Borozan, Jelcic; Tatari (1), Koznjak, Golubic (1), Milanovic-Litre (1), Gace (1), Arslanagic (10), Pusic, Palcic, Horvat (2), Pasicnik (2/1), Penezic (1), Lovric, Zebic (4)

Schiedsrichter: Baranowski/Lemanowicz (Polen) – Zuschauer: 485. – Siebenmeter: 4/1:3/2 (Grubisic hält gegen Jurack, Krause und Loerper – Englert hält gegen Pasicnik). – Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Jurack, Wörz, Althaus – Gace, Lovric, Zebic, Milanovic-Litre). Spielfilm: 1:2 (3.), 4:2 (11.), 6:3 (15.), 8:5 (21.), 9:10 (27.), 12:11 (30.), 12:12 – 13:12 (31.), 15:14 (35.), 15:17 (38.), 20:18 (46.), 24:19 (50.), 24:22 (53.), 26:22 (55.), 28:23.

Spielplan und Ergebnisse des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:

Freitag, 2. März:
Russland – Niederlande 21:21 (12:13)
Deutschland – Kroatien 28:23 (12:12)

Samstag, 3. März:
15 Uhr: Kroatien – Russland
17 Uhr: Deutschland – Niederlande

Sonntag, 4. März:
13 Uhr: Kroatien – Niederlande
15 Uhr: Deutschland – Russland

Quelle: Text: tok - www.dhb.de


Vier-Nationen-Turnier in Riesa mit der Handballerin des Jahres / DHB / 13.02.2007

Mit der Handballerin des Jahres und ihrer Rekordtorjägerin wird die deutsche Frauen-Nationalmannschaft das Vier-Nationen-Turnier in Riesa (2. bis 4. März) bestreiten. Nadine Krause (Leverkusen) und Grit Jurack (Viborg) führen das 17-köpfige Aufgebot des EM-Vierten an, das Bundestrainer Armin Emrich für die Länderspiele gegen die Niederlande, Kroatien und Weltmeister Russland nominiert hat. Der Lehrgang in der sächsischen Sportstadt beginnt bereits am Montag, 26. Februar. Emrich muss bei der ersten Maßnahme auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember) auf die verletzte Linksaußen Nadine Härdter (Thüringer HC) verzichten. Im Aufgebot steht für den linken Rückraum erstmals die Dortmunderin Svenja Spriestersbach.

Das Aufgebot für Lehrgang und Vier-Länder-Turnier in Riesa:
Tor: Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen), Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier) – Reserve: Katja Schülke (Frankfurter HC)

Linksaußen: Silke Meier (DJK/MJC Trier), Mandy Hering (Frankfurter HC)

Rückraum links: Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen), Angie Geschke (Frankfurter HC), Svenja Spriestersbach (Borussia Dortmund) – Reserve: Laura Steinbach (DJK/MJC Trier)

Rückraum Mitte: Maren Baumbach (DJK/MJC Trier), Nina Wörz (Randers HK/DEN), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen) – Reserve: Ania Rösler (1. FC Nürnberg)

Rückraum rechts: Grit Jurack (Viborg HK/DEN), Nora Reiche (HC Leipzig)

Rechtsaußen: Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen) – Reserve: Ulrike Stange (HC Leipzig)

Kreis: Anja Althaus (DJK/MJC Trier), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Der Spielplan des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:

Freitag, 2. März:
18 Uhr: Russland – Niederlande
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 3. März:
15 Uhr: Kroatien – Russland
17 Uhr: Deutschland – Niederlande

Sonntag, 4. März:
13 Uhr: Kroatien – Niederlande
15 Uhr: Deutschland – Russland

Die Infos zum Kartenvorverkauf:
Tagesticket (zwei Spiele): 12,30 €
Turnierticket (drei Tage): 26,70 €

Das Eintrittsticket gilt auch als Fahrausweis 4 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 4 Uhr. Tickets gibt es bundesweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen! Tickethotline: 03525/601160 und 01805/570000 (0,12 €/Min.)

Internet: www.erdgasarena.de und www.dhb.de


Vier-Nationen-Turnier in Riesa: DHB-Frauen treffen auf Kroatien, Niederlande und Weltmeister Russland / Kartenvorverkauf hat begonnen
Zweieinhalb Monate nach der Europameisterschaft stehen die Frauen des Deutschen Handballbundes wieder im Wettkampf. Beim Vier-Nationen-Turnier in Riesa erwarten den EM-Vierten vom 2. bis zum 4. März auf erstklassige Gegner. Neben Kroatien und den Niederlanden muss sich das Team von Bundestrainer Armin Emrich auch gegen den aktuellen Weltmeister und EM-Finalisten Russland bewähren. „Diese Tests sind für uns im Länderspieljahr 2007 ein hervorragender Auftakt“, sagt Emrich, der seine Mannschaft langfristig auf die Weltmeisterschaft in Frankreich vorbereitet (2. bis 16. Dezember). Die DHB-Auswahl kommt bereits am Montag, 26. Februar, zu einem vorbereitenden Lehrgang in der sächsischen Sportstadt zusammen.

Der Spielplan des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:

Freitag, 2. März:
18 Uhr: Russland – Niederlande
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 3. März:
15 Uhr: Kroatien – Russland
17 Uhr: Deutschland – Niederlande

Sonntag, 4. März:
13 Uhr: Kroatien – Niederlande
15 Uhr: Deutschland – Russland

Die Infos zum Kartenvorverkauf:
Tagesticket (zwei Spiele): 12,30 €
Turnierticket (drei Tage): 26,70 €

Das Eintrittsticket gilt auch als Fahrausweis 4 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 4 Uhr. Tickets gibt es bundesweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen! Tickethotline: 03525/601160 und 01805/570000 (0,12 €/Min.)

Internet: www.erdgasarena.de und www.dhb.de




DHB-Frauen treffen in Riesa auf Weltmeister Russland, Kroatien und Niederlande / DHB / 19.01.2007

Zweieinhalb Monate nach der EURO 06 wird sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft wieder ihrem Publikum präsentieren. Beim Vier-Nationen-Turnier in Riesa trifft die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich vom 2. bis zum 4.März auf Weltmeister Russland, Kroatien und die Niederlande. Die Spiele eröffnen die langfristige Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich (2. bis 16. Dezember). Das DHB-Team ist als EM-Vierter qualifiziert.

Emrich und seine Mannschaft kommen bereits am 26. Februar zu einem vorbereitenden Lehrgang in der sächsischen Sportstadt zusammen. „Wir freuen uns, dass wir mit Tests gegen diese hochkarätigen Gegner ins WM-Jahr starten können“, sagt Emrich, der 2005 in Riesa seinen Einstand als Frauen-Bundestrainer gab.

Der voraussichtliche Spielplan des Vier-Nationen-Turniers in Riesa:

Freitag, 2. März:
18 Uhr: Russland – Niederlande
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 3. März:
15 Uhr: Kroatien – Russland
17 Uhr: Deutschland – Niederlande

Sonntag, 4. März:
13 Uhr: Kroatien – Niederlande
15 Uhr: Deutschland – Russland

Informationen zum Vorverkauf werden in Kürze bekannt gegeben!

Quelle: Deutscher Handballbund / Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de


    
  Norwegen ist zum dritten Mal Europameister.
Foto: www.euro06.com
  
Norwegen nach 27:24 über Russland zum dritten Mal Europameister / handball-welt / 17.12.2006

Norwegens Handball-Frauen sind zum dritten Mal nach 1994 und 2004 Europameister. Der Titelverteidiger gewann am Sonntagabend in Stockholm das Endspiel gegen Weltmeister Russland mit 27:24 (16:12) und damit auch das achte Spiel bei dieser EM. In dem packenden Spiel vor rund 4500 Zuschauern in der Halle Hovet warfen Kari Mette Johansen (9) für Norwegen und die Russin Irina Poltoratskaja (6/3) die die meisten Tore. Zuvor hatte die deutsche Mannschaft das Spiel um Platz drei mit 25:29 gegen Frankreich verloren und den vierten Platz belegt.

Die 4.727 Zuschauer im Hovet in Stockholm sahen zunächst einen besseren Start der russischen Auswahl, die durch Treffer von Anna Kareeva und Irina Bliznova bereits nach neunzig Sekunden mit 2:0 in Führung lagen. Die russische Deckung stand zunächst gut, doch auch die norwegische fand nun ins Spiel. Lunde konnte den ersten Wurf von Polenova parieren und bevor sich die Russinnen umgedreht hatten, platzierte Kari Mette Johansen bereits den Gegenstoß zum 1:2 in die Maschen. Vierzig Sekunden später war es wieder Johansen im Gegenstoß, diesmal nach einem technischen Fehler der Russinnen, die den zweiten Treffer der Norwegerinnen erzielte. Das 2:2 gab den Norwegerinnen sichtlich Auftrieb, auch für den Positionsangriff, Kristine Lunde fand diesmal die Lücke in der russischen Abwehr und brachte ihre Mannschaft mit 3:2 in Führung.

Die Norwegerinnen schienen nun im Spiel, doch nur wenig später beim Stand von 4:4 dann die Schrecksekunde für das Team von Marit Breivik. Spielmacherin Gro Hammerseng, die vor allem im entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Ungarn und im Halbfinale gegen Frankreich zu alter Leistungsstärke gefunden und ihre Mannschaft ins Finale geführt hatte, humpelte während eines norwegischen Angriffs auf die Bank. Eine Knöchelverletzung verhinderte ein weiteres Mitwirken, nach der Verletzung von Katja Nyberg im Auftaktspiel gegen Slowenien der zweite herbe personelle Rückschlag für die Norwegerinnen. Doch gerade die für Nyberg nachnominierte Marianne Rokne übernahm nun die Verantwortung und mit mannschaftlicher Geschlossenheit konnte das Team von Marit Breivik auch den Ausfall des Topstars kompensieren, Hammerseng wurde dennoch zur wertvollsten Spielerin des Turniers gewählt.

Auch ohne Hammerseng zogen die Norwegerinnen nun aber davon, vor allem über die Außen zeigte sich der Titelverteidiger nun gefährlich. Linn-Kristin Riegelhuth von der rechten Seite und Kari-Mette Johansen, erst im Gegenstoß und dann von der linken Seite, brachten Norwegen mit 7:4 in Front. Rußland spielte unterdessen weiterhin eindimensional, nicht einen Wurf gab der Weltmeister während der ganzen Begegnung von den Außenpositionen ab, der erfolg wurde über den Kreis und den Rückraum gesucht. Die norwegische Deckung hatte vor allem mit den russischen Kreisläuferinnen dabei Probleme, die immer wichtige Blocks für den Rückraum setzten, doch nach einem Doppelschlag von Poltoratskaya und dem 7:6-Anschluß schien sich Norwegen entscheidend abzusetzen zu können.

Rokne und Lunde aus der Distanz und Johansen im Gegenstoss schraubten die norwegische Führung auf 10:6 und als die für den HC Leipzig in der Bundesliga spielende Else-Marthe Soerlie Lybekk einen Konter zum 13:7 abschloss schien Russland auf die Verliererstrasse geraten zu sein. Doch die Mannschaft von Evgenij Trefilov spielte ruhig weiter und erarbeitete sich ihre Treffer weiterhin über den Kreis oder aus dem Rückraum. Die wurfgewaltige Elena Polenova und Irina Poltoratskaya verkürzten die Differenz so mit drei Toren der Marke "Einfallslos aber Erfolgreich" kurz vor dem Seitenwechsel beim 15:12 sogar wieder auf drei Treffer. Norwegen hatte aber noch vor dem Seitenwechsel die passende Antwort parat, Linn-Kristin Riegelhuth sorgte für den 16:12-Pausenstand.

Im zweiten Abschnitt beorderte Trefilov Inna Suslina zwischen die Pfosten, die im Halbfinale zum Albtraum der deutschen Werferinnen geworden war und die glücklose Maria Sidorova ersetzte. Suslina zeigte sich im zweiten Abschnitt ihrem norwegischen Gegenpart Katrine Lunde durchaus gleichwertig und war einer der Gründe dafür, dass die Norwegerinnen nicht weiter davonziehen konnten. Die ersten Akzente der zweiten Halbzeit setzte Irina Bliznova, de das 16:13 erzielte und wenig später den Siebenmeter herausholte, den Poloratskaya zum 17:14 erzielte. Näher als auf drei Tore kam der Weltmeister aber zunächst nicht heran, denn die Norwegerinnen arbeiteten weiterhin gut in der Deckung. Im Gegenstoß konnte Emilia Turey den Abstand mit ihrem einzigen Treffer des Tages beim 19:17 dann aber in der 41. Minute die Distanz auf zwei Tore verkürzen.

Norwegen hielt aber weiterhin dagegen und so blieb der Abstand in der Folge konstant zwischen zwei und drei Toren, auch weil Marit Breivik in Unterzahl weiterhin konsequent ihre Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin wechselte. Die einstudierte Variante machte sich bezahlt, gleich zweimal erzwang der Titelverteidiger so Strafwürfe und durch das vorausschauende Zurückwechseln bot sich den Russinnen auch nicht einmal die Chance einen Wur in Richtung verwaistes norwegisches Tor abzugeben. Rokne schraubte den Abstand unterdessen beim 23:19 wieder auf vier Tore, doch ein Doppelschlag brachte die Russinnen wieder auf 23:21 heran, bevor Kari Mete Johansen mit ihrem neunten Wurfversuch ihren neunen Treffer erzielte und so das 24:21 erzielte, mit dem es in die letzten zehn Minuten ging.

Auf der Gegenseite holte Kareeva einen Siebenmeter heraus, doch Lunde konnte den Wurf von Polenova zunächst parieren. Allerdings landete der Abpraller bei Polenova und diese nutzte die zweite Chance zum 24:22. Nach geblockten Würfen auf beiden Seiten war es dann Ragnhild Aamodt, die mit ihrem ersten Treffer auf 25:22 erhöhte. Der Weltmeister gab sich aber keineswegs geschlagen, Marennikova und Bliznova brachten die Russinen noch einmal auf 25:24 heran und ein norwegischer Pfostentreffer gab dem Trefilov-Team sogar die Chance zum Ausgleich. Die Schlußphase hatte es in sich, zunächst verlor Turey den Ball doch Suslina konnte den norwegischen Gegenstoß abwehren. Doch Russland verlor den Ball erneut, Johansen stahl Andryushina mit einem beeindruckten Griff um den Körper sehenswert den Ball und bediente Aamodt, die mit ihrem zweiten Tor für das 26:24 sorgte. Als Andryushina im nächsten Angriff der Russinnen zunächst geblockt und ihr Wurf darauf von Lunde pariert wurde, war es wieder Aamodt, die sich auf den Weg machte und mit ihrem dritten Treffer zum 27:24 für die endgültige Entscheidung sorgte. Die letzten Sekunden gingen bereits im Jubel der Norwegen unter, die EM in Schweden hatte einen verdienten Europameister gefunden.

Norwegen - Russland 27 : 24 (16 : 12)

Norwegen: Lunde (15 P.), Grimsbø; Johansen 9, Rokne 4/2, Lunde 4, Hovind Johansen 3/2, Riegelhuth 3, Aamodt 3, Sørlie-Lybekk 1, Frafjord, Hammerseng, Dyhre-Breivang

Russland: Suslina (7 P.), Sidorova (3 P.); Poltoratskaya 6/3, Polenova 6/3, Kareeva 4, Bliznova 3, Andryushina 2, Turey 1, Marennikova 1, Bodnieva 1, Yakovleva, Shipilova, Romenskaia, Postnova

Quelle: 17.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de


    
  Im kleinen Finale unterlag das Team um Spielführerin Grit Jurack und EM-Top-Torjägerin Nadine Krause dem ehemaligen Weltmeister Frankreich.
Foto: www.euro06.com
  

Im kleinen Finale fehlten Frische und kühle Köpfe – 25:29-Niederlage gegen Frankreich / Emrich: „Dieses Turnier war wirklich ein Erfolg für uns“ / DHB / 17.12.2006

Mit leeren Händen, aber vielen Komplimenten und großer Perspektive hat die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes die EURO 06 in Schweden beendet. Im kleinen Finale unterlag das Team um Spielführerin Grit Jurack und EM-Top-Torjägerin Nadine Krause dem ehemaligen Weltmeister Frankreich am Sonntag in der Stockholmer Hovet-Arena mit 25:29 (11:14). „Bronze wäre für mich und die Mannschaft die absolute Krönung gewesen, aber das Erreichen des Halbfinales ist für mich nach wie vor ein Wintermärchen. In der Summe war dieses Turnier wirklich ein Erfolg für uns“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. Mit Platz vier sind die DHB-Frauen bereits für die WM 2007 und die EM 2008 qualifiziert.

In das Spiel um Bronze startete Deutschland ordentlich und erarbeitete sich nach zwischenzeitlichem Rückstand eine 10:8-Führung. In doppelter Überzahl glich Frankreich jedoch aus und zog bis zur 38. Minute auf 19:13 davon. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt. Frankreich war einfach frischer im Kopf“, sagte Nadine Krause. Frankreichs Torfrau Valerie Nicolas zeigte zahllose Glanzparaden und verschaffte ihrem Team die nötige Sicherheit und Gelassenheit. In der 52. Minute setzte Kreisläuferin Anja Althaus einen Gegenstoß an die Latte – im Gegenzug vollstreckte Veronique Pecqueux Rolland zum 23:18. „Wir hätten den Rückstand aufholen können, aber leider haben wir das Tor nicht getroffen. Das“, sagte Emrich, „war das ganze Problem.“

Deutschland – Frankreich 25:29 (11:14)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (1), Jurack (7/2), Wörz (3), Müller (1), Reiche, Loerper, Krause (6/1), Neukamp (1), Meier (1), Baumbach (3), Melbeck (1), Althaus (1)

Frankreich: Pradel, Nicolas; Lambert, Kamto Nijtam (1), Spincer (7/3), Pecqueux Rolland (5), Baudoin (1), Herbrecht (3), Cano (3), Wendling (2), Jacquinot, Vanparys-Torres (4), Tervel (3), Piejos

Schiedsrichterinnen: Hagen/Hallberg (Schweden).
– Zuschauer: 3415.
– Siebenmeter: 4/3:3/3 (Jurack scheitert an Pradel).
– Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Reiche, Melbeck – Pecqueux Rolland, Wendling, Vanparys-Torres, Piejos).

Spielfilm: 2:0 (2.), 2:2 (4.), 5:3 (9.), 5:6 (13.), 6:8 (17.), 10:8 (21.), 10:11 (25.), 11:11 (27.), 11:14 – 12:14 (31.), 12:16 (32.), 13:19 (38.), 16:20 (45.), 18:24 (54.), 25:29

Quelle: 17.12.2006 / tok - http://deutscherhandballbund.de

Finale 
Spiel um Platz 3
17.12.  13:30    Deutschland - Frankreich  25 : 29
Finale
17.12.  16:00 Norwegen - Russland  27 : 24


Endrunde 
Spiel um Platz 5
16.12.  12:00    Ungarn - Schweden  32 : 25
Halbfinale
16.12.  16:00    Deutschland - Russland  29 : 33
16.12.  17:00 Norwegen - Frankreich  28 : 24


Hauptgruppe I
PlatzTeamSpiele++/--ToreD.Punkte
1Norwegen5500160 :1114910
2Deutschland5401143 :116278
3Ungarn5302167 :134336
4Polen5203130 :156-264
5Österreich5104121 :173-522
6Mazedonien5005113 :144-310
 
Hauptgruppe II
PlatzTeamSpiele++/--ToreD.Punkte
1Russland5500145 :1123310
2Frankreich5302122 :11756
3Schweden5203109 :120-114
4Kroatien5203117 :120-34
5Spanien5203124 :133-94
6Dänemark5104118 :133-152


Hauptrunde 
14.12.  15:00    Polen - Österreich  33 : 24
14.12.  16:00    Schweden - Frankreich  23 : 28
14.12.  17:00 Mazedonien - Deutschland  20 : 23
14.12.  18:00 Kroatien - Dänemark 26 : 22
14.12.  19:15 Ungarn - Norwegen 31 : 34
14.12.  20:15 Russland - Spanien 31 : 24


Hauptrunde 
13.12.  15:00    Ungarn - Polen  37 : 21
13.12.  16:00    Kroatien - Frankreich  21 : 22
13.12.  17:00 Österreich - Deutschland  22 : 34
13.12.  18:00 Schweden - Spanien  24 : 19
13.12.  19:15 Mazedonien - Norwegen  13 : 28
13.12.  20:15 Russland - Dänemark  32 : 27


Hauptrunde 
12.12.  15:00    Mazedonien - Polen  33 : 35
12.12.  16:00    Kroatien - Spanien  27 : 29
12.12.  17:00 Ungarn - Deutschland  27 : 34
12.12.  18:00 Russland - Frankreich  25 : 24
12.12.  19:15 Österreich - Norwegen  24 : 39
12.12.  20:15 Schweden - Dänemark  27 : 22


Hauptgruppe 1
1. Ungarn 2  + 27 4 : 0
2. Norwegen 2  + 16 4 : 0
3. Deutschland 2  + 5 2 : 2
4. Österreich 2  - 16 2 : 2
5. Mazedonien 2  - 11 0 : 4
6. Polen 2  - 21 0 : 4



Hauptgruppe 2
1. Russland 2  + 20 4 : 0
2. Spanien 2  + 1 2 : 2
3. Frankreich 2  0 2 : 2
4. Dänemark 2  - 1 2 : 2
5. Kroatien 2  - 4 2 : 2
6. Schweden 2  - 16 0 : 4



Gruppe B
1. Norwegen 3  + 39 6 : 0
2. Deutschland 3  + 6 4 : 2
3. Polen 3  - 17 2 : 4
4. Slowenien 3  - 28 0 : 6
Ergebnisse vom 10.12.2006
Russland - Ukraine      40 : 32
Slowenien - Polen   30 : 34
Österreich - Mazedonien   28 : 25
Dänemark - Spanien       27 : 24
Kroatien - Schweden   21 : 20
Deutschland - Norwegen       22 : 27
Ungarn - Serbien   35 : 27
Frankreich - Niederlande       28 : 26

Ergebnisse vom 09.12.2006
Schweden - Russland      15 : 30
Frankreich - Spanien   24 : 28
Kroatien - Ukraine   24 : 23
Niederlande - Dänemark       23 : 30

Ergebnisse vom 08.12.2006
Deutschland - Slowenien      31 : 30
Österreich - Serbien   32 : 27
Polen - Norwegen   21 : 32
Mazedonien - Ungarn   22 : 30

Ergebnisse vom 07.12.2006
Russland - Kroatien   27 : 22
Serbien - Mazedonien   23 : 25
Spanien - Niederlande   26 : 16
Norwegen - Slowenien   43 : 20
Deutschland - Polen   30 : 20
Ukraine - Schweden   18 : 22
Ungarn - Österreich   42 : 23
Dänemark - Frankreich   20 : 24




DHB-Frauen verlieren Halbfinale gegen Weltmeister Russland mit 29:33 / Gegen Frankreich geht es um Bronze / 16.12.2006

In der Kabine der Stockholmer Hovet-Arena flossen nach dem Halbfinale viele Tränen. Der Traum vom großen Glück erfüllte sich bei der EURO 06 in Schweden für die deutschen Frauen nicht, doch nach der 29:33 (13:16)-Niederlage gegen Weltmeister Russland bleibt noch eine weitere Medaillenchance. „Wir müssen jetzt neue Energie schöpfen und mit diesem Spiel kreativ umgehen“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. „Beim Abendessen haben die Augen schon wieder geleuchtet, und wir freuen uns jetzt auf das kleine Finale. Da wird ausgereizt, was auszureizen ist.“ Im Spiel um Platz drei trifft das DHB-Team am Sonntag auf Frankreich, das sein Semifinale gegen Titelverteidiger Norwegen mit 24:28 verloren hatte.

Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Deutschland für die WM 2007 und die EM 2008 qualifiziert. Gegen Russland kamen die Frauen um Kapitän Grit Jurack gut ins Spiel und hielten 34 Minuten lang Kontakt zum Weltmeister, doch sechs Gegentore in Folge zum 15:22 warfen das Team weit zurück. Mit einer offensiven Abwehr kämpften sich Deutschland jedoch wieder auf 27:29 heran, verpasste allerdings den Anschlusstreffer. „Wir hatten einen richtig guten Lauf, aber da fehlte uns das notwendige Quäntchen Glück“, sagte Emrich. „Es ist schade drum, aber wir haben uns hier richtig gut verkauft. Dass wir gegen den Weltmeister eine Chance hatte, spricht für unsere Mannschaft.“

Bis zum letzten Spiel gegen Frankreich bleiben nur wenige Stunden für Regeneration und Vorbereitung. Beide Teams standen sich zuletzt beim Møbelringen-Cup in Norwegen gegenüber. Jenen Vergleich entschied der Weltmeister von 2003 mit 24:17 für sich. „Wir versuchen jetzt, die Bronzemedaille zu bekommen“, sagte Grit Jurack. Wir sind nicht müde oder traurig, sondern glücklich, eine weitere Chance zu haben. Vor der EM hat uns niemand im Halbfinale erwartet.“

Deutschland – Russland 29:33 (13:16)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (3), Jurack (8/1), Wörz, Müller (2), Reiche (3), Loerper, Krause (5), Neukamp, Meier, Baumbach (5), Melbeck, Althaus (3)

Russland: Suslina, Sidorova; Poltoratskaya (4/1), Romenskaya (1), Postnova (4), Kareeva (2), Bodnieva (3), Andryushina (3), Polenova (1/1), Turey (5), Shipilova (1), Marennikova (3), Yakovleva (2), Bliznova (4)

Schiedsrichter: Goulao/Macau (Portugal).
– Zuschauer: 3054.
– Siebenmeter: 3/2:4/2 (Krause scheitert an Suslina – Woltering hält gegen Polenova und Poltoratskaya).
– Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Müller, Reiche, Melbeck – Romenskaya, Andryushina, Shipilova, Marennikova).
– Rote Karte: Andryushina (46./grobes Foulspiel)

Spielfilm: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 3:4 (9.), 6:5 (15.), 7:10 (22.), 9:10 (23.), 13:14 (29.), 13:16 – 15:16 (34.), 15:22 (40.), 19:27 (46.), 22:27 (48.), 25:28 (52.), 27:29 (55.), 27:33 (59.),29:33

Quelle: 16.12.2006 / tok - http://deutscherhandballbund.de


    
  Maren Baumbach setzt sich gegen die
Abwehr der Mazedonierinnen durch.
Foto: Silvio Ferrari / www.euro06.com
  
Jurack führt DHB-Frauen ins EM-Halbfinale - WM 2007 gesichert / handball-welt / 14.12.2006

Rekord-Torjägerin Grit Jurack hat die deutschen Handball-Frauen ins Halbfinale der Europameisterschaft geführt und dem Team damit den größten Erfolg seit dem dritten Platz bei der WM 1997 beschert. Mit neun Treffern hatte die Champions-League-Siegerin am Donnerstag in Göteborg wesentlichen Anteil am entscheidenden 23:20 (10:10)-Erfolg über Mazedonien. Mit 8:2 Punkten kann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nicht mehr vom zweiten Platz in der Hauptrundengruppe I verdrängt werden. Im Semifinale trifft die deutsche Mannschaft am Samstag in Stockholm voraussichtlich auf Russland oder Frankreich. Durch den Halbfinal-Einzug haben sich die deutschen Frauen bereits vorzeitig für die WM 2007 in Frankreich und die EM 2008 in Mazedonien qualifiziert.

Die 1.263 Zuschauer im Scandinavium sahen einen nervösen Beginn beider Mannschaften. Vor allem der deutschen Auswahl war der auf ihr lastende Druck anzumerken, die Leichtigkeit in den Spielzügen von Vortagen war heute nur selten zu sehen. Verzichten musste Bundestrainer Armin Emrich dabei auf Anja Althaus, die Kreiskläuferin humpelte eines entzündeten Gelenkes am linken großen Zeh wegen an Krücken durch die Halle. Ein Sieg gegen die mazedonische Auswahl war Pflicht, wenn sich die deutsche Mannschaft die erarbeitete Chance auf das Halbfinale nicht noch aus der Hand nehmen lassen wollte. Dies und vermutlich auch die Müdigkeit nach dem sechsten Spiel innerhalb von acht Tagen sorgten dafür, das die heutige Partie von Kampf und Krampf geprägt war.

Der erste Treffer der Begegnung gelang dabei den Mazedonierinnen, nach dem die im bisherigen Turnierverlauf gefährlichste mazedonische Werferin Marina Naukovich mit einem Siebenmeter an Sabine Englert gescheitert war verwandelte Valentina Radulovic den zweiten Strafwurf der Mazedonierinnen zum 1:0. Verursacht hatte Sabine Englert den Strafwurf selbst, als sie einen Gegenstoß der Mazedonierinnen verhinderte. Nina Wörz gelang zwar keine fünfzehn Sekunden später der Ausgleich und Grit Jurack brachte die deutschen Farben nach vier Minuten sogar das 2:1, doch wirklich ins Spiel fand die deutsche Auswahl dennoch nicht.

Die deutsche Deckung stand gut, vor allem Anne Müller bot dabei eine starke Leistung und nahm Naukovich fast vollkommen aus dem Spiel, lediglich ein Treffer gelang der gebürtigen Russin, immerhin erfolgreichste Schützin der Mazedonierinnen und unter den besten drei Schützinnen bei dieser EM. Doch nur selten konnten Ballgewinne in einfache Tor umgewandelt werden und nur selten zeigten die deutschen Spielerinnen den Angriffsdruck der vorherigen Spiele. Zu umständlich agierte das deutsche Team, so dass Mazedonien die Begegnung ausgeglichen gestalten konnte. Die Mazedonierinnen hatten sich in der Defensive gut auf die deutsche Auswahl vorbereitet und konnte im ersten Abschnitt Nadine Krause aus dem Spiel nehmen, die beste Turnierschützin blieb in der ersten Halbzeit ohne Treffer.

Mit einem 10:10 kamen beide Teams aus den Kabinen und zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Valentina Radulovic den Außenseiter sogar wieder in Führung, die Pecevska mit ihre Treffer zum 12:11 erneut bestätigte. Zuvor hatte Nadine Krause zu Beginn des zweiten Abschnitts mit ihrem ersten Treffer für den Ausgleich gesorgt. Mit einem Doppelschlag sorgte dann aber Grit Jurack dafür, dass die deutsche Auswahl wieder vorne lag. Jurack, in den Vortagen von einigen Seiten kritisiert, zeigte sich heute nicht nur wie in den Vortagen als gute Anspielerin, sondern sorgte auch für wichtige Treffer. Mit acht Toren war die Dänemark-Legionärin am Ende beste Werferin des deutschen Teams. Nadine Krause und erneut Jurack ließen die Führung der der deutschen Auswahl beim 15:12 erstmals auf drei Tore anwachsen.

Gegen die unangenehm spielenden Mazedonierinnen tat sich die deutsche Auswahl aber auch weiterhin schwer, vor allem, weil sich das Team von der langsamen Spielweise der Mazedonierinnen einschläfern ließ. Der weiterhin guten Defensivleistung, die offensive Abwehrvariante bereitete Mazedonien großes Kopfzerbrechen, und eine starke Leistung von Torhüterin Sabine Englert sorgten in der Folge aber dafür, dass der deutsche Sieg nicht mehr in Gefahr geriet. Platon sorgte mit ihrem Treffer zum 18:16 zwar noch einmal für Hoffnung auf der mazedonischen Bank, doch zwei Treffer von Jurack ließen das Ergebnis auf 20:16 anwachsen und spätestens das 21:16 von Nadine Krause bedeutete dann die Entscheidung. Am Ende stand ein 23:20-Arbeitssieg für die deutsche Auswahl zu Buche, der zwar der Glanz fehlte, der aber den Einzug in das Halbfinale bedeutete.

"Seit der Fußball-WM und dem Sommermärchen haben wir intern von unserem Wintermärchen geträumt. Wir haben es aus eigener Kraft geschafft, uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Respekt an die Mannschaft, nach der holprigen Vorbereitung. Das sind die Glücksmomente einer Mannschaft. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass wir uns auf diesen Lorbeeren ausruhen, wir fahren mit Stolz nach Stockholm und wollen mehr", sagte Bundestrainer Armin Emrich und fügte an: "Es spricht für die Mannschaft, so ein Gurkenspiel abzuliefern und trotzdem zu gewinnen. Wie schon gegen Slowenien. Das Spiel hätte allerdings einen anderen Lauf genommen, wenn wir in der ersten Halbzeit die Freien reingemacht hätten.

Spielmacherin Maren Baumbach meinte: "Das ist eine riesige Vorfreude auf das Halbfinale und ein unglaubliches Gefühl." Grit Jurack fügte an: "Das wurde mal Zeit. Ich habe schon so viele Spiele gespielt, war aber noch nie in einem EM-Finale. Obwohl die Nerven geflattert haben, sind sie nicht weggeflogen. Noch sind wir nicht am Ende." Mazedoniens Trainer Andrey Portnoy zeigte sich nicht enttäuscht: "Das war das beste Spiel, das Mazedonien in der Hauptrunde gespielt hat. Manche unserer jungen Spielerinne brauchen aber noch mehr Erfahrung um bessere Resultate erzielen zu können."

Durch den Halbfinal-Einzug haben sich die deutschen Frauen bereits vorzeitig für die WM 2007 in Frankreich und die EM 2008 in Mazedonien qualifiziert. "Als ich das gehört habe, bin ich sofort in die Kabine und musste alle in den Arm nehmen. Das wird mir jetzt erst bewusst", sagte Emrich.

Deutschland – Mazedonien 23:20 (10:10)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (2), Jurack (9), Geschke, Wörz (1), Müller (1), Reiche, Loerper, Krause (4), Neukamp, Meier, Baumbach (4), Melbeck (2)

Mazedonien: Zasovska, Andrejeva; Platon (1), Oholanga Loki (2), Gjorgjievska, Boeva (1), Radulovic (8/5), Mladenovska, Ilkova, Portjanko (3), Crvenkoska (1), Pecevska (3), Atanasoska, Naukovich (1)

Schiedsrichter: La Cour Laursen/Nielsen (Dänemark).
– Zuschauer: 2235.
– Siebenmeter: 3/2:6/5 (Jurack scheitert an Andrejeva – Englert hält gegen Naukovich).
– Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Wörz, Müller – Radulovic/zwei, Platon, Portjanko, Naukovich).


Spielfilm: 0:1 (3.), 2:1 (4.), 3:4 (8.), 6:4 (12.), 8:8 (20.), 10:8 (24.), 10:10 – 10:11 (31.), 15:12 (38.), 18:16 (45.), 21:16 (51.), 22:19, 23:20

Quelle: 13.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de
und http://deutscherhandballbund.de


    
  Karolina Kudlacz spielte eine starke EM und führt
nach 6 Spielen die Torschützenliste mit 48 Toren
an.
Foto: Silvio Ferrari / www.euro06.com
  
Polen besiegt Österreich und landet auf viertem Platz der Gruppe I / handball-welt / 14.12.2006

Durch ein klares 32:24 (20:12) sicherte sich die Auswahl Polens bei der Europameisterschaft in Schweden den vierten Platz in der Hauptrundengruppe 1 in Göteborg. Beste Torschützin in der Mannschaft von Trainer Zenon Lakomy war nochmals Karolina Kudlacz mit 9/6 Treffern. Für Österreich, das nun mit Platz 5 dieser Gruppe Vorlieb nehmen muss, trafen Tanja Logvin und Sorina Teodorovic jeweils sechsmal.

Der Beginn des letzten Turnierspiels dieser beiden Mannschaften war ausgeglichen. Erst in der elften Minute konnte Österreich sich per Siebenmeter durch Tanja Logvin beim 6:4 als erste Mannschaft eine Zwei-Tore-Führung erspielen. Beide Teams hatten dabei zunächst einige gute Chancen vergeben, zudem konnten sich die Torfrauen auf beiden Seiten gleich mehrfach auszeichnen.

Aber in das österreichische Spiel schlichen sich nun zahlreiche Fehler ein, so dass Malgorzata Majerek und Kala Zaleczna per Gegenstoß zum 7:7 ausgleichen konnten. Österreich verlor nun den Faden und die Polinnen nutzten die Fehler der Mannschaft von Herbert Müller weiterhin konsequent um sich auf 9:7 abzusetzen. Bestnoten verdiente sich dabei in dieser Phase vor allem auch die polnische Torhüterin Iwona Lacz, die zwischenzeitlich nicht zu überwinden zu sein schien. Als Majerek einen weiteren Treffer nachlegte, reagierte Herbert Müller und nahm seine Auszeit.

Tanja Logvin beendete danach die fast siebenminütige Durststrecke der Österreicherinnen, die in der Folge nun von polnischen Fehlern profitierten und beim 9:10 in der zwanzigsten Minute wieder den Anschluß hergestellt hatten. Aber Polen konnte sich auf die Treffsicherheit von Malgorzata Majerek verlassen, die routinierte Rechtsaußen erhöhte den Abstand mit einem Doppelschlag wieder auf drei Tore.

Nun kam Polen ins Rollen, auch weil Dagmara Kowalska immer besser in die Partie fand. Die Oldenburgerin erzielte zunächst mit einem sehenswerten Treffer von Linksaußen auf 14:9 und wenig später sorgte ein nicht minder beeindruckender Schlagwurf Marke "Anita Görbicz" sogar für das 17:11. Österreich zeigte sich sichtlich beeindruckt, Logvin scheiterte selbst von der Siebenmeterlinie an der grandiosen Lacz im polnischen Tor, lediglich die reaktivierte Linkshänderin Sorina Teodorovic sorgte bei Österreich noch für Torgefahr. Polen konnte seinen Vorsprung so weiter ausbauen und eine beruhigende 20:12-Führung mit in die Kabinen nehmen.

Kinga Polenz sorgte für die ersten Treffer des zweiten Abschnitts, doch nach dem Simona Spiridon und Sorina Teodorovic in der 41. Minute af 16:22 verkürzt hatten, keimte noch einmal Hoffnung bei den Österreicherinnen auf, auch weil die eingewechselte Petra Blazek im Tor einen ausgezeichneten Job machte. Aber Österreich fehlte die Kraft für eine erfolgreiche Aufholjagd, Polen zog umgehend wieder davon und spätestens beim 27:17 war zwölf Minuten vor Spielende die Entscheidung endgültig gefallen.

Polen musste zu diesem Zeitpunkt bereits auf Dagmara Kowalska verzichten, die sich am Ellenbogen verletzt hatte. Bei einem Sturz zog sie sich einer ersten Diagnose zu Folge aber "nur" eine Überdehnung des Ellenbogengelenks zu. "Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist", so Kowalska, die das Geschehen in den Schlußminuten beruhigt von der Bank verfolgen konnte, denn am Ende stand für ihre polnische Mannschaft ein verdienter 32:24-Erfolg zu Buche.

Stimmen zum Spiel:

Zenon Lakomy: Wir sind sehr froh über den heutigen Sieg. Wir sind froh, dass wir hier drei Spiele gewonnen haben, das ist ein gutes Ergebnis für uns, dass wir unter den besten Zehn sind. Ich hoffe, dass das ein Anfang für eine bessere Zukunft ist.

Herbert Müller: Wir sind gut in das Spiel hereingekommen, aber dann haben wir sehr schlecht geworfen. Hinten heraus hat mir der Kampfgeist meiner Mannschaft gefehlt. Daher geht der Sieg von Polen auch der Höhe nach in Ordnung.

Karolina Kudlacz: Ich bin sehr zufrieden mit unserer Platzierung. Unsere junge Mannschaft hat gezeigt, dass wir in Zukunft noch stärker sein werden.

Polen - Österreich 33 : 24 (20 : 12)

Österreich: Rusnatchenko (6 P.), Blazek (11 P.) - Logvin 6/1, Teodorovic 6/4, Ofenbock 4, Plach 2, Engel 2, Rotis Nagy 2, Spiridon 2, Stumvoll, Thurner.
Trainer: Herbert Müller
Beste: Petra Blazek
Strafen: 2 Min.
Siebenmeter: 5/6


Polen: Lacz (13 P.), Kubisztal - Kudlacz 9/6, Majerek 6, Siódmiak 4, Kowalska 4, Malczewska 3, Polenz 3, Zaleczna 2, Jochymek 1, Duda 1, Jacek, Damiecka, Wypych.
Trainer: Zenon Lakomy
Beste: Malgorzata Majerek, Iwona Lacz, Karolina Kudlacz
Strafen: 8 Min.
Siebenmeter: 6/6

Quelle: 14.12.2006 - Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de
und http://me06.sportowefakty.pl/
und http://www.euro06.com/


    
  Gabriela Rotis Nagy scheiterte zumeist an Sabine Englert.
Foto: Silvio Ferrari / www.euro06.com
  
Deutsche Frauen mit nächstem Schritt in Richtung Halbfinale - 34:22 gegen Österreich / handball-welt / 13.12.2006

Das große Ziel Halbfinale ist für die deutsche Auswahl zum Greifen nah. Nach dem heutigen ungefährdeten Pflichtsieg über Österreich kann das DHB-Team morgen mit einem Sieg gegen Mazedonien den Halbfinaleinzug perfekt machen und selbst bei einer Niederlage könnte der Traum bei einer ungarischen Niederlage gegen Norwegen noch in Erfüllung gehen. Nach dem überraschenden Sieg gegen Ungarn am Vortag reichte der Mannschaft von Armin Emrich heute eine konzentrierte Leistung um am Ende gegen die vom Nürnberger Vereinscoach Herbert Müller betreuten Österreicherinnen einen deutlichen 34:22-Sieg einzufahren.

Nach dem gestrigen Sieg gegen Ungarn ging die deutsche Auswahl mit enormen Selbstbewusstsein in die heutige Begegnung gegen Österreich. Österreichs Teamchef Herbert Müller hatte dabei in die Trickkiste gegriffen und begann so mit Tanja Logvin auf der Außenposition und Teodorovic im Rückraum. Die deutsche Mannschaft zeigte sich davon aber genausowenig beeindruckt, wie von der offensiven Deckung der Österreicherinnen. Gleich mit dem ersten Spielzug zeigte das Team von Armin Emrich, wie die österreichische Deckung auszuhebeln ist, der Ball lief flüssig und gelangte dann an die am Kreis eingelaufene Nadine Härdter, die Deutschland mit 1:0 in Führung brachte.

Diese Folge sollte die deutsche Auswahl in der Folge nicht mehr abgeben. Die erste Unkonzentriertheit in der deutschen Deckung nutzte Steffi Ofenböck um mit dem ersten Treffer für Österreich in der dritten Minute das 1:1 zu erzielen. Bereits in der Anfangsphase war dabei der Respekt der österreichischen Schützinnen vor der deutschen Deckung und Torfrau Sabine Englert zu bemerken und machte sich unter anderem durch einige Pfosten- und Lattenwürfe bemerkbar. Doch zunächst konnte Österreich den Anschluß halten, Spiridon gelang beim 4:4 der erneute Ausgleich und auch bei Logvins Treffer zum 8:7 hatte Österreich den Anschluß noch nicht verloren.

Die deutsche Auswahl strahlte aber bereits zu diesem Zeitpunkt Ruhe und Souveränität aus und in der Folge fand sich die deutsche Dominanz auch im Ergebnis wieder. Die erneut glänzend aufgelegte Nadine Krause und Anne Müller erhöhten auf 10:7 und auch eine Auszeit von Herbert Müller störten das deutsche Spiel nicht. Eine aufmerksame Deckung, teils sehenswerte herausgespielte Tore, spätestens nach dem vierzigsten Turniertreffer von Nadine Krause zum 15:10 konnten sich die deutschen Fans entspannt zurücklehnen und die Begegnung genießen. Die deutsche Auswahl hielt unterdessen das Tempo aber weiterhin hoch und so erzielte unter anderem auch Anja Althaus in ihrem 100. Länderspiel einen Treffer. Kurz vor der Pausensirene sorgte Nadine Krause mit ihrem Treffer zum 19:11-Halbzeitstand sogar dafür, dass die Führung beim Gang in die Kabinen schon acht Tore betrug.

Im zweiten Abschnitt war Österreich nicht mehr in der Lage die deutsche Führung zu gefährden, die Stammsieben war nach den bisherigen Belastungen der EM nicht mehr in der Lage das Tempo noch einmal entscheidend zu erhöhen und von der Bank konnte Herbert Müller zwar junge und frische Kräfte bringen, diese konnten aber aufgrund der fehlenden internationalen Erfahrungen keine entscheidenden Impulse mehr setzen. Emrich nutzte die zweite Halbzeit zu zahlreichen Wechseln und schonte seine Spielerinnen so bereits für das über den Halbfinaleinzug entscheidende morgige Spiel gegen Mazedonien.

Dennoch zeigten die deuschen Spielerinnen den Fans immer wieder begeisternde Szenen, nach einem direkten Doppelpass mit Steffi Melbeck verschob Maren Baumbach mit ihrem Tor zum 22:12 die Differenz erstmalig in den zweistelligen Bereich, es folgten Kempatreffer und das vielleicht schönste Anspiel des bisherigen Turniers. Grit Jurack, die heute erneut mit zahlreichen gekonnten Anspielen ihre Regiequalitäten unter Beweis stellte, bediente Sabrina Neukamp mit einem Rückhandbkempaanspiel, das diese zu ihrem ersten Turniertreffer nutzte.

Die jungen österreichischen Spielerinnen stellten unterdessen in der Endphase unter Beweis, dass sie aus den bisherigen Spielen ihre Lehren gezogen haben. Im Gegensatz zu den anderen Niederlage spielte die "Reserve" der Österreicherinnen ordentlich mit und ließ sich nicht überrollen. Die Differenz betrug beim 34:22 so am Ende nur zwölf Tore. Mit einem Sieg gegen Polen will sich Österreich morgen nun mit einem Erfolgserlebnis aus dem Turnier verabschieden, die deutsche Mannschaft hat unterdessen vor, sich mit einem morgigen Sieg noch weitere Spiele zu verschaffen und so weiter von der erhofften Medaille zu träumen.

"Jetzt sind wir sicher in Stockholm. Wir spielen mindestens um Platz fünf. Damit haben wir das zweite Etappenziel erreicht. Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Und Spielmacherin Maren Baumbach ergänzte: "Wir sind uns der Chance bewusst, die wir haben. Wir müssen sie jetzt nur noch nutzen - und ich denke, das werden wir tun."

"Wir sind auf einen bärenstarken Gegner getroffen, der eine Medaille im Blickfeld hat. Deutschland ist für mich ein absoluter Medaillen-Kandidat. In der Anfangsphase hat unsere Taktik, über die linke Seite Tanja Logvins Schnelligkeit auszunutzen, geklappt. Doch wir sind schneller in Rückstand geraten, als wir uns das erhofft hatten. Deutschland hat uns sehr stark unter Druck gesetzt, wir sind nie mehr richtig ins Spiel zurückgekommen. Die jungen Spielerinnen haben gekämpft und nach ihren Möglichkeiten dagegen gehalten", so Österreichs Coach Herbert Müller nach der Partie.

Stimmen zum Spiel:

Armin Emrich: Die Mission war: Wir wollen in den Globen. Das haben wir jetzt geschafft. Beide Mannschaften kennen sich so gut, da kann ohne Konzentration so ein Spiel auch in die Hose gehen. Jedes Spiel ist ein Endspiel, das nächste Etappenziel ist erreicht!

Herbert Müller: Der Sieg für Deutschland geht auch in der Höhe voll in Ordnung. Wir konnten sie taktisch nicht so überraschen wie wir wollten. Das Team wirkt sehr geschlossen. Wenn sie so weiterspielen, wird es dieses Mal sehr weit gehen. Nicht nur nach Stockholm, sondern dann wird es auch glänzen. Und ich hoffe, dass es sehr, sehr, sehr glänzt.

Maren Baumbach: Wir sind überglücklich. Wir wußten, dass es ein schweres Spiel wird. Die Mannschaft ist gespickt mit Topspielerinnen und dementsprechend konzentriert sind wir in das Spiel gegangen. Es wäre eine Riesensensation, wenn wir morgen gewinnen und ins Halbfinale einziehen. Wir sind uns sehr wohl bewußt über die Chance, die wir haben. Wir müssen sie nur noch nutzen und ich denke, dass wir das auch tun werden.

Steffi Melbeck: Am Anfang taten wir uns ein bißchen schwer. Wir hatten sie eigentlich gut im Griff, haben aber immer so doofe Würfe kassiert. Wir hatten daher Schwierigkeiten uns abzusetzen. Aber dann haben wir sie doch endlich in den Griff bekommen.

Tanja Logvin: Wir spielen mit der gleichen Aufstellung in jedem Spiel. Unsere Kräfte sind irgendwann am Ende. Morgen gegen Polen müssen wir die letzten Kräfte geben.


Deutschland – Österreich 34:22 (19:11)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (1), Jurack (4), Wörz (5), Müller (1), Reiche (2), Loerper (2/1), Krause (8/1), Neukamp (2), Meier, Baumbach (4), Melbeck (2), Althaus (3)

Österreich: Rusnatchenko, Herbst, Blazek; Stumvoll, Flandorfer (1), Ofenböck (3), Magelinskas (2), Teodorovic, Plach (2), Thurner, Engel (3), Logvin (6/3), Rotis Nagy (3), Spiridon (2)

Schiedsrichter: Sokol/Posavec (Kroatien).
– Zuschauer: 2225.
– Siebenmeter: 2/2:3/3.
– Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Neukamp, Baumbach – Rotis Nagy).

Spielfilm: 1:0 (1.), 3:1 (5.), 4:4 (9.), 7:5 (11.), 11:7 (19.), 13:8 (21.), 17:11 (27.), 19:11 – 20:11 (31.), 23:12 (37.), 28:16 (50.), 31:19 (55.), 34:22

Quelle: 13.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de
und http://deutscherhandballbund.de


    
  Nadine Krause setzt sich gegen die
Ungarinnen durch.
Foto: Silvio Ferrari / www.euro06.com
  
Deutschland begeistert - Ungarn mit 34:27 entzaubert und Tür zum Halbfinale aufgestossen / handball-welt / 12.12.2006

Mit einer begeisternden Mannschaftsleistung hat die deutsche Auswahl heute den favorisierten Ungarinnen nicht nur die erste Turnierniederlage beigebracht, sondern den Europameister von 2000 und WM-Dritten des vergangenen Jahres förmlich demontiert. Im ersten Abschnitt erspielte sich das Team von Armin Emrich bereits eine 19:9-Führung, die im zweiten Abschnitt nicht mehr in Gefahr geriet. Mit Pflichtsiegen gegen Österreich und Mazedonien kann das DHB-Team nun aus eigener Kraft das erträumte Halbfinale erreichen. Nach dem heutigen Weltklasse-Auftritt scheint bei der Europameisterschaft in Schweden die erste Medaille seit WM-Bronze 1997 greifbar.

Damit hatten auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Vor nur 1.000 Zuschauern zeigte die deutsche Frauenauswahl heute gegen Titelanwärter Ungarn eine überragende Leistung und entzauberte den Favoriten. Von der ersten Minuten überzeugte das deutsche Team mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer starken Defensivleistung. Hinter der deutschen Deckung kam heute zum ersten Mal Sabine Englert zum Einsatz, die nach ihrem Daumenbruch erst zur Hauptrunde zur Mannschaft gestoßen war. Zusammen mit der Defensivformation verdiente sich die Leverkusener Torhüterin Bestnoten und wurde von der ersten Minute an zum sicheren Rückhalt. "Das ist ein Überraschungseffekt. Ich verspreche mir davon einen neuen Impuls. Sabine hat international eine gute Reputation bei den Gegnern", begründete Emrich seinen Schachzug vor dem Spielbeginn und freute sich nach Spielende: "Die Rechnung ist voll aufgegangen."

Bereits im ersten Angriff zeigte sich, dass die deutsche Auswahl das von Trainer Armin Emrich geforderte Selbstvertrauen mit in die heutige Begegnung genommen hatte. Steffi Melbeck befördert den Ball nach nicht einmal dreißig Sekunden bereits das erste Mal über die Linie, Krause und Müller erhöhten schnell auf 3:0. Trotz guter Deckungsarbeit der deutschen Auswahl konnte Ungarn bis zum 4:2 noch mithalten, doch im Gegensatz zur Niederlage gegen Norwegen, konnte das DHB-Team heute die Führung gegen den Favoriten verteidigen. Neben der deutschen Deckung überzeugte dabei auch die deutsche Offensive, die die in den Spielen zuvor noch vermisste konsequente Chancenverwertung zeigte. Ungarn Trainer Andras Nemeth hatte bereits in der fünften Minute seine Auszeit genommen, in der Folge musste er hilflos mitansehen, wie seine Mannschaft unter die Räder kam.

Einer der Schlüssel zum Sieg war dabei, dass die deutsche Deckung die ungarische Spielmacherin Anita Görbicz fast komplett aus dem Spiel nehmen konnte. Görbicz, die am Vortag mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, kam nur auf drei Tore und zwei Assists, für den Dreh- und Angelpunkt des ungarischen Spiels eine enttäuschende Bilanz. Im zweiten Abschnitt nahm Görbicz dann entnervt auf der Bank Platz. Ohne Görbicz wirkten die Ungarinnen ideenlos, immer wieder lief sich der Favorit in der deutschen Deckung fest oder scheiterte an der starken Englert. Lediglich neun Tore konnten die Ungarinnen so in der ersten Halbzeit erzielen, zum Vergleich: In der Vorrunde erzielten die Ungarinnen in jeder der sechs Halbzeit mehr als fünfzehn Tore.

Das deutsche Offensivspiel sprühte unterdessen vor Ideen, immer wieder kombinierte das DHB-Team die ungarische Deckung auseinander. Vier Tore in Folge sorgten für das 8:2 und beim 12:4 betrug die Distanz bereits acht Tore. Symptomatisch für das Spiel dabei, dass Deutschland den Bal im Angriff zunächst verloren hatte, ihn sich aber wieder zurückeroberte und schließlich den Treffer markierte. Auch Katalin Palinger, die in der Anfangsviertelstunde mit zahlreichen sehenswerten Paraden noch einen deutlicheren Abstand verhindert hatte, musste nun machtlos mit ansehen, wie die deutsche Auswahl ihre Führung nicht nur verteidigte, sondern sogar noch ausbaute. Mit einem ihrer am Ende fünf Treffer war es dabei Steffi Melbeck, die die Distanz mit ihrem Treffer zum 19:9 kurz vor dem Seitenwechsel sogar in den zweistelligen Bereich schob.

Bundestrainer Armin Emrich war dabei seiner Linie treu geblieben und wechselte relativ häufig. Die eingewechselten Spielerinnen wie Maren Baumbach, Anja Althaus oder Nora Reiche fügten sich dabei nahtlos in das Spiel ein. Dieser geschlossenen Mannschaftsleistung hatten die Ungarinnen im ersten Abschnitt nichts entgegenzusetzen, der WM-Dritte des letzten Jahres schien von der deutschen Leistung beeindruckt. Immer wieder hatte das DHB-Team die richtige Antwort parat, gegen eine defensive ungarische Deckung trafen Jurack und Krause aus der Distanz, gegen eine offensivere Variante fand die deutsche Auswahl immer wieder Anspielstationen auf den Außen oder am Kreis.

Im zweiten Abschnitt blieb die deutsche Auswahl ihrer Linie treu. Eine bessere Deckung der Ungarn ließ den Favoriten zwar auf 21:13 verkürzen, doch wie in der ersten Halbzeit hatte Deutschland immer die richtigen Antworten parat. In Überzahl agierte Armin Emrich beispielsweise gleich mit drei Linkshänderinnen, die Fäden im Aufbau zog dabei Grit Jurack, die immer wieder ihr gutes Auge unter Beweis stellte. Als Baumbach nach einer Pirouette den Ball eine Viertelstunde vor Spielende zum 28:17 in die Maschen wuchtete, schien die Begegnunge endgültig entschieden. Emrich forderte aber weiterhin immer wieder lautstark vollen Einsatz in der Deckung und dies nicht ohne Grund, die Ungarinnen gaben sich nicht geschlagen und schienen nur auf eine Schwächephase der deutschen Auswahl zu warten. Mit vier Toren inFolge gelang es dem Favoriten so zehn Minuten vor Spielende zum 28:21 zu verkürzen.

Anja Althaus wühlte sich nun zum 29:21 und sorgte für einen wichtigen Treffer. Ungarn kam nun durch die agile Eszter Siti in der Offensive immer besser ins Spiel, Siti gelang es beim 29:22 sogar auf sieben Tore zu verkürzen. Den Sieg gab die deutsche Auswahl aber nicht mehr aus der hand, beim Stand von 30:23 eroberte Anja Althaus beispielsweise im Zurücklaufen den Ball, bevor sie in Richtung ungarisches Tor starten kann, wird sie allerdings zu Fall gebracht. Doch wie fast in allen Situationen kam auch hier eine Mitspielerin zur Hilfe, Nadine Krause schnappte sich den Ball, verwandelte den Gegenstoß zum 31:23 und ließ wenig später sogar das 32:23 folgen. Emrich nutzte nun die Chance und gab allen Spielerinnen die Möglichkeit an diesem Sieg teilzuhaben, Ungarn konnte dies nutzen um am Ende auf 34:27 zu verkürzen, der deutschen Freude tat dies aber keinen Abbruch. Gemeinsam mit den mitgereisten Fans feierte das DHB den Überraschungscoup überschwenglich.

"Das war das Beste in einem Spiel um Alles oder Nichts. Ich bin so was von stolz auf die Mannschaft. Das waren heute eine Leistung und eine Mannschaft aus einem Guss", sagte Emrich, wollte aber noch nicht an das mögliche Halbfinale denken: "Ich rechne nicht. Wir haben alles selbst in der Hand. Aber ich warne vor Österreich." Seine Spielerinnen freuten sich unterdessen über den Sieg: "Das hat richtig Spaß gemacht. Dieser Sieg zählt auch für den Kopf", meinte Kreisläuferin Anja Althaus.

Stimmen zum Spiel:

Sabine Englert: Ich denke, wir haben alle super gespielt und haben Ungarn von Anfang an gezeigt, wer der Herr im Hause ist. In den ersten 45 Minuten war ich sehr zufrieden mit meiner Abwehr, am Ende haben wir da etwas nachgelassen.

Nora Reiche: Bei uns lief heute einfach alles zusammen, die ganze Mannschaft war super. So eine Mannschaft zu schlagen ist riesig für das Selbstvertrauen.

Anja Althaus: Ungarn liegt uns einfach.

Anne Müller: Ich freue mich, dass wir gewonnen haben. Wir sind gut gestartet, es hat richtig Spaß gemacht und ich hoffe, es geht so weiter.

Andras Nemeth: Ich habe keinen Kommentar zu diesem Spiel, jeder hat es gesehen. Unser Ziel ist es nun das Spiel um Platz Fünf zu erreichen.

Ibolya Mehlmann: Ich kann nur hoffen, dass wir in den nächsten Spielen besser sind.

Armin Emrich: Die erste Halbzeit war sehr gut, in der zweiten hatten wir ein paar Nachlässigkeiten. Insgesamt haben wir gegen diesen Gegner verdient gewonnen. Es war das beste Länderspiel unter meiner Regie, in dem es um alles oder nichts ging.

Deutschland – Ungarn 34:27 (19:9)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (4), Jurack (2), Geschke, Wörz (1), Müller (2), Reiche (4), Loerper (1), Krause (9), Neukamp, Baumbach (4), Melbeck (5), Althaus (2)

Ungarn: Herr, Palinger; Ferling, Verten (1), Mehlmann (5/2), Kirsner (3), Borbas (3), Hornyak (1), Görbicz (3/1), Siti (5), Toth (2), Szamoransky (1), Szucs, Balogh (3/1)

Schiedsrichter: Goulao/Macau (Portugal).
– Zuschauer: 2189.
– Siebenmeter: 2/0:5/4 (Krause scheitert an Palinger, Neukamp an Herr – Englert hält gegen Görbicz).
– Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Krause, Reiche – Siti/zwei, Toth, Hornyak).

Spielfilm: 3:0 (3.), 4:1 (4.), 8:2 (9.), 12:4 (15.), 14:5 (22.), 16:9 (28.), 19:9 – 19:10 (31.), 21:10 (33.), 23:15 (41.), 27:16 (44.), 32:25 (55.), 34:25 (58.), 34:27

Quelle: 12.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de
und http://deutscherhandballbund.de


    
  Dorota Malczewska und Dagmara
Kowalska freuen sich über den Sieg
gegen Mazedonien.
Foto: Silvio Ferrari / www.euro06.com
  
Überragende Kudlacz führt Polen mit siebzehn Treffern zum Sieg über Mazedonien / handball-welt / 12.12.2006

Nach dem Erfolg über Slowenien, der den Hauptrundeneinzug erst möglich gemacht hatte, fuhr die polnische Auswahl heute im ersten Spiel der Hauptrunde der EM einen verdienten 33:31-Erfolg ein. Die Polinnen dürfen sich so Hoffnungen auf das Spiel um den wichtigen fünften Platz machen und sogar noch vom Halbfinale träumen, dass für Mazedonien nach der heutigen Niederlage nicht mehr zu erreichen ist. Überragende Spielerin in der heutigen Partie war dabei die für den HC Leipzig in der Bundesliga spielende Karolina Kudlacz, die sich mit siebzehn Treffern für mehr als die Hälfte der polnischen Tore verantwortlich zeigte.

Zunächst war das Spiel ausgeglichen, allerdings mit leichten Vorteilen für Mazedonien. Die Mannschaft von Trainer Andrej Portnoy war zu Beginn vor allem durch Marina Naukovich erfolgreich. So fielen füe Mazedonien viele einfache Tore, während Polen sich jeden Treffer hart erkämpfen mußte. Überragende Spielerin der Anfangsminuten war aber Leipzig Karolina Kudlacz, die fünf der ersten sieben Treffer für ihre Mannschaft markierte (7:7, 10. Min).

Polen stellte sich nun besser auf Naukovich ein, dadurch wurde das Spiel breiter. Doch so ganz bekam die Mannschaft von Trainer Zenon Lakomy die groß gewachsene Rückraumschützin nicht in den Griff. Naukovich, die auch in der Abwehr eingesetzt wurde, überzeugte auch als Anspielerin an den Kreis. Umgekehr versuchte natürlich auch Mazedonien, Karolina Kudlacz auszuschalten. Dies gelang ihnen noch weniger. Kudlacz traf alleine in der 1. Halbzeit zehnmal.

Nach dem 8:8 in der 12. Minute bekamen die Polinnen Probleme und machten einige leichte Fehler. Dadurch konnte Mazedonien die Führung ausbauen (15:11, 21.). Vor allem wenn Kudlacz nicht auf dem Feld war, war dies besonders zu merken.Polen kam dennoch nochmals auf drei Tore heran, mußte dann aber abreißen lassen. Zu Halbzeit stand es dann 21:16 für Mazedonien.

Zu ihrem ersten EM-Einsatz für Mazedonien kam übrigens Andrijana Atanasoska, die in der 2. Liga für den TV Mainzlar auf Torejagd geht. Sie zeigte eine gute Leistung und erzielte auch zwei Treffer von Rechtsaußen in Spiel.

Nach dem Wechsel gelang Polen gleich eine Ergebnisverkürzung. Doch noch war Naukovich gut drauf und hielt den Vorsrpung für ihre Mannschaft. Unterstützung bekam sie in dieser Phase endlich auch von Alegria Oholanga, die in der ersten Halbzeit völlig unauffällig spielte, nun aber zweimal vom Rückraum rechts traf. Die alles überragende Person blieb aber weiterhin Karolina Kudlacz. Ihr gelang nahezu alles und so kam Polen immer weiter heran.

Kala Zaleczna erzielte in der 41. Minute den Anschlußtreffer zum 24:25. Valentina Radulovic in ihrem 200. Länderspiel für Mazedonien erhöhte zwar nochmals auf zwei Tore, doch dann kam die stärkste Phase der Polinnen in diesem Spiel. Zweimal Dorota Malczewska und wieder Karolina Kudlacz mit ihrem 15. Treffer brachten die erstmalige Führung für Polen in diesem Match.

Marina Naukovich übernahm nun wieder die Verantwortung. Sie traf zum nochmaligen Ausgleich (28:28, 47. Min). Doch Dagmara Kowalska und wieder Kudlacz brachten Polen sogar mit zwei Toren in Front. Doch Mazedonien wollte sich nicht geschlagen geben. Vier Treffer in Folge und es hieß 33:31 für Mazedonien.

Die letzten fünf Minuten gehörten eindeutig den Polinnen. Mazedonien war mit den Kräften am Ende. Die Mannschaft kassierte zwei Zeitstrafen und spielte 1 1/2 Minuten in doppelter Unterzahl. In dieser Phase entschied Polen das Spiel. Zunächst traf zweimal Kreisläuferin Aleksandra Jacek zum Ausgleich. Kudlacz erzielte ihr 17. Tor, vergab dann aber einen Siebenmeter. 58 Sekunden vor dem Ende traf Dorota Malczewska vom Punkt und entschied damit das Spiel.

Stimmen zum Spiel:

Zenon Lakomy: In der ersten Halbzeit waren die Mazedonierinnen sehr gut. Wir haben in der Abwehr zu schwach gespielt und konnten so auch keine Konter anbringen, was ja eigentlich unsere Stärke ist. In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber eine andere polnische Mannschaft gesehen. Das Team hat bis zum letzten gekämpft und am Ende hat auch unsere Torhüterin drei ganz wichtige Bälle gehalten. Ich freue mich sehr über den Erfolg. Karolina Kudlacz hat heute besondere im Angriff eine gute Leistung gezeigt und war eine starke Hilfe für unsere Mannschaft.

Andrei Portnoy: Es war heute ein sehr schwieriges Spiel für uns und es war sehr hart. Zudem konnte meine Mannschaft leider nicht bis zum Ende durchspielen, die beiden Strafzeiten in der Schlußphase haben das Spiel entschieden.


Julija Portjanko: Wir haben zu viele Fehler gemacht, vor allem nach der Pause, da waren wir nicht konzentriert genug.

Dagmara Kowalska: Ich bin sehr glücklich, der Sieg macht die Freude über meinen Namenstag noch größer. In der zweiten Halbzeit haben wir durch großen Kampf in der Abwehr fas Spiel für uns entscheiden können.

Mazedonien - Polen 33:35 (21:16)

Mazedonien: Andrejeva, Zasakova - Portjanko 9, Naukovich 9, Radulovic 8, Oholanga Loki 2, Crvenkoska 2, Atanasoska 2, Platon 1, Boeva, Pecevska 0
Trainer: Andriej Portnoj
Beste: Marina Naukovich, Anja Portjanko, Valentina Radulovic
Zeitstrafen: 10 min.

Polen: Chemicz, Kubisztal - Kudlacz 17, Malczewska 6, Zaleczna 4, Kowalska 3, Majerek 2, Jacek 2, Siódmiak 1, Damiecka, Polenz, Duda
Trainer: Zenon Lakomy
Beste: Karolina Kudlacz, Dorota Malczewska, Kaja Zaleczna
Zeitstrafen: 6 min.

Quelle: 12.12.2006 - Sandra Pleines - http://www.handball-welt.de
und http://me06.sportowefakty.pl/


    
  Bundestrainer Armin Emrich hofft nach der Niederlage gegen Norwegen auf einen Erfolg gegen Ungarn.
Foto: Axel Heimken / DHB
  
Norwegen zeigt Deutschland die Grenzen auf / handball-welt / 10.12.2006

Die erste Viertelstunde konnte die deutsche Auswahl die Begegnung offen gestalten, führte sogar mit 4:1, dann aber spielte Norwegen seine Klasse aus. Das DHB-Team zeigte dabei größtenteils in der Defensive eine ordentliche Leistung, doch im Angriff fehlte der Druck gegen die erneut überzeugende 6:0-Deckung des Titelverteidiger, so dass dieser am Ende verdient mit 27:22 gewann. Norwegen zieht so ungeschlagen in die Hauptrunde ein, in die deutsche Auswahl als Gruppenzweiter 2:2 Punkte mitnimmt. Dem Spiel gegen Ungarn am Dienstag kommt somit im Hinblick auf eine mögliche Halbfinalteilnahme bereits eine vorentscheidende Bedeutung zu. Österreich und Mazedonien sind die weiteren Gegner.

Bundestrainer Armin Emrich hatte für die heutige Partie um dne Gruppensieg umgestellt und die Trierin Silke Meier erstmals auf das Parkett beordert. Für sie nahm Nadine Härdter auf der Tribüne Platz, die sich neben Torhüterin Sabine Englert setzte, die nach ihrer Knochenabsplitterung auf einen Einsatz in der Hauptrunde hofft. Nach dem vorangegangen Sieg Polens gegen Slowenien war unterdessen klar, dass die deutsche Auswahl den deutlichen Sieg gegen Polen mit in die Hauptrunde nehmen wird. "Die machen uns keine Angst", hatte Armin Emrich mit Blick auf den heutigen Gegner vor dem Spiel gesagt, die Pflicht der Hauptrundenqualifikation war mit zwei Siegen gelungen, nun ging es neben dem Gruppensieg auch um zwei weitere Punkte für die Hauptrunde und eine gute Ausgangsposition für den Kampf um die Halbfinalteilnahme.

Wie von Emrich versprochen begann die deutsche Auswahl unterdessen wirklich ohne Respekt vor dem Titelverteidiger. Nadine Krause brachte ihre Farben schnell mit 1:0 in Führung und Nina Wörz ließ kurz darauf das 2:0 folgen. Im Tor konnte sich Alexandra Gräfer, die heute erstmals beginnen durfte, gleich mit einer Parade einführen, doch wenig später gelang Kristine Lunde der erste Treffer für Norwegen. Doch Deutschland zeigte sich unbeeindruckt, die Deckung stand gut, Gräfer parierte sogar einen norwegischen Strafwurf und so bauten Jurack und Wör die deutsche Führung in der sechsten Spielminute sogar auf 4:1 aus. Ein Start nach Maß für das DHB-Team.

Danach aber verlor die deutsche Auswahl den Faden, immer wieder scheiterten die deutschen Angriffsbemühungen an der erneut glänzenden norwegischen 6:0-Deckung. Der Titelverteidiger setzte nun seine torgefährlichste Waffe ein, in nur etwas über einer Minute sorgten Ragnhild Aamodt von Außen sowie Else-Marthe Sorlie-Lybekk und wieder Aamodt im Gegenstoßtreffern für den Ausgleich zum 4:4. Armin Emrich nahm nun seine Auszeit, in der Folge konnte die deutsche Auswahl das norwegische Tempospiel zwar einschränken, doch Kristin Lunde und Linn-Kristin Riegelhuth sorgten mit einem Doppelschlag für das 6:4.

Nadine Krause und Grit Jurack sorgten m einem Doppelschlag zwar noch einmal für den Ausgleich zum 6:6, der deutschen Auswahl wurde in der Folge aber das eigene Angriffsspiel zum Verhängnis. Mehrfach erspielte sich die deutsche Auswahl mit sehenswerten Spielzügen gute Einwurfmöglichkeiten, doch diese wurden nicht genutzt. Immer wieder scheiterten die deutschen Werferinnen an der starken Katrine Lunde im Tor der Norwegerinnen, vor allem Grit Jurack, die für hre fünf Treffer sechzehn Versuche benötigte, fand heute nicht zu gewohnter Treffsicherheit. Bis zum 7:9 blieb die deutsche Auswahl in der in dieser Phase unruhigen Begegnung aber im Spiel.

Neben der Abschlußschwäche schlichen sich in das deutsche Angriffsspiel nun aber auch Abspielfehler ein. Zudem schien Marit Breivik ihre Mannschaft perfekt auf das deutsche Angriffsspiel vorbereitet zu haben, oftmals stellten die Norwegerinnen bereits die Laufwege der deutschen Spielerinnen zu und verhinderten so ein flüssiges Kombinationsspiel. Die deutsche Deckung stand weiterhin ordentlich, doch die Norwegerinnen fanden über Außen oder den Rückraum immer wieder Lücken, während die deutsche Auswahl es verpasste mit energischem Zug zum Tor ihrerseits Lücken in die norwegische Deckung zu reissen. Tor um Tor wuchs so die Führung des Titelverteidigers, der zudem seine Überzahlsituationen konsequent nutzte, wie Else-Marthe Soerlie-Lybekk, die mit ihrem Treffer zum 13:7 den Abstand auf sechs Tore erhöhte. Für einen sehenswerten Abschluß der ersten Halbzeit sorgte dabei Tonje Nostvold, die den 15:9 Pausenstand erzielte.

Anette Hovind Johansen erhöhte direkt nach der Pause auf 16:9, danach aber konnten Silke Meier und Nadine Krause zum 16:11 verkürzen und sorgten so für etwas Hoffnung bei den mitgereisten deutschen Schlachtenbummlern. Näher als auf fünf Tore ließen die Norweger die deutsche Auswahl aber nicht mehr verkürzen. Zu fehlerbehaftet war das deutsche Angriffsspiel, zu aufmerksam die norwegische Deckung. Emrich versuchte viel, wechselte gleich auf mehreren Positionen und verordnete seiner Mannschaft zwischenzeitlich eine offensive Deckung. Aber Norwegen hatte immer die richtige Antwort parat, zudem schwächten die deutsche Auswahl immer wieder Hinausstellungen. Die deutsche Auswahl konnte aber zumindest den zweiten Abschnitt ausgeglichen gestalten und zog sich mit der 22:27-Niederlage achtbar aus der Affäre. "Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ist der Gegenstoß", spielte Bundestrainer Armin Emrch unterdessen darauf an, dass Norwegen eben jene, am Ende die Differenz bedeutenden, fünf Treffer im Gegenstoß erzielte, während seiner Auswahl nicht ein Tor auf diese Weise gelang.

Stimmen zum Spiel:

Marit Breivik: Es war ein schnelles Spiel. Es war dabei schwer für unsere Abwehr Nadine Krause in den Griff zu bekommen. Am Ende bin ich froh, dass wir jetzt 4 Punkte mit in die nächste Woche nehmen.

Armin Emrich: Ich bin traurig, dass wir nicht 4 Punkte haben. Wir hatten einen guten start, waren gut eingestellt, aber der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ist der Gegenstoß. Jetzt müssen wir alle Konzentration auf Ungarn setzen. Dann werden wir sehen, wo der Hammer hängt.

Maren Baumbach: Beim Positionsspiel haben die Norwegerinnen auch nur mit Wasser gekocht, aber im Tempospiel waren sie uns echt überlegen. Wir sind nun schon ein bisschen geknickt.

Steffi Melbeck: Es war ein schönes Spiel, finde ich. Schade, dass wir es nicht geschafft haben, noch mehr Gegenstöße zu verhindern.

Anne Müller: Wir haben gut gekämpft und am Anfang gut mitgespielt. Dann haben wir aber zu viele Fehler gemacht und die Norwegerinnen sind ihre Gegenstösse gelaufen. Immerhin haben wir uns nicht so abschlachten lassen wie das letzte Mal, das ist ja irgendwie positiv.

Deutschland – Norwegen 22:27 (9:15)

Deutschland: Gräfer, Woltering; Jurack (5/1), Geschke, Wörz (3), Müller (1), Reiche, Loerper (1/1), Krause (8/4), Neukamp, Meier (1), Baumbach (2), Melbeck, Althaus (1)

Norwegen: Grimsbo, Katrine Lunde; Anette Hovind Johansen (1), Aamodt (3), Snorroeggen, Sørlie-Lybekk (1), Nostvold (4), Breivang (2), Kristine Lunde (5/1), Hammerseng (5/3), Kari Mette Johansen (3), Frafjord (1), Suvdal, Riegelhuth (2)

Schiedsrichter: Sokol/Posavec (Kroatien).
– Zuschauer: 4351.
– Siebenmeter: 8/6:5/4 (Jurack neben das Tor, Loerper scheitert an Katrine Lunde – Gräfer hält gegen Riegelhuth).
– Zeitstrafen: 12:4 Minuten (Reiche, Althaus/je zwei, Wörz, Baumbach – Kristine Lunde, Hammerseng).

Spielfilm: 2:0 (2.), 4:1 (7.), 4:6 (13.), 6:6 (17.), 6:9 (21.), 7:13 (26.), 8:13 (27.), 9:14 (28.), 9:15 – 9:16 (31.), 11:18 (37.), 18:23 (47.),18:25 (51.), 21:26 (57.), 22:27

Quelle: 10.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


  
Nora Reiche erzielte den entscheidenden Treffer. Foto: Axel Heimken / DHB   
Deutschland erringt mit glücklichem 31:30 gegen Slowenien zweiten EM-Sieg / handball-welt / 08.12.2006

"Die nächsten sieben Spiele machen wir das nochmal", hatte Nina Wörz nach dem gestrigen Erfolg über Polen gesagt, heute stimmte die Einschätzung nur in der ersten Halbzeit, als sich das DHB-Team nach anfänglichen Problemen bis zur Halbzeit wie gegen Polen auf fünf Tore absetzen konnte. Doch im Gegensatz zum Auftaktspiel verspielte die Mannschaft von Armin Emrich den Vorsprung im zweiten Abschnitt und erst ein von Nora Reiche verwandelter Siebenmeter bescherte der DHB-Auswahl am Ende den durchaus glücklichne 31:30 (18:13) Erfolg. Während Slowenien nun am Sonntag gegen Polen ein Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde bestreitet, hat die deutsche Auswahl ihr Ticket dafür bereits sicher. Im Spiel gegen Norwegen geht es am Sonntag allerdings darum, ob das deutsche Team zwei oder vier Punkte mit in die Hauptrunde nimmt.

Im Scandinavium in Göteborg schien die deutsche Auswahl heute einen souveränen Start in die Partie hinzulegen, Nadine Krause und Steffi Melbeck brachten das DHBT-Team mit 2:0 in Führung. Doch die Aussprache nach dem gestrigen Debakel gegen Norwegen schien bei den Sloweninnen Wirkung gezeigt zu haben, die Mannschaft von Robert Begus konnte nicht nur durch einen Doppelschlag von Ilic ausgleichen, per Strafwurf brachte Oder die Osteuropäerinnen beim 3:2 sogar in Führung. Doch es sollte die einzige Führung im heutigen Spiel bleiben, dessen erste Halbzeit deutliche Parallelen zum deutschen Auftaktsieg gegen Polen aufzeigte.

Bis zum 6:6 hielten die Sloweninnen mit, auch weil die deutsche Deckung Probleme mit der slowenischen Kreisläuferin Katja Kurent hatte, die sich auch für das 6:6 verantwortlich gezeigt hatte. Nach einer Viertelstunde schien die deusche Auswahl dann aber zu ihrem Spiel zu finden, die Deckung stabilisierte sich, in der Offensive gelang der ein oder andere einfache Treffer im Gegenstoß, sowie das 9:6 durch Nadine Krause. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre dabei sogar eine noch deutlichere Führung möglich gewesen, doch in der gegen Ende des ersten Abschnitts immer mehr an Fahrt gewinnenden Begegnung setzte sich die deutsche Auswahl immerhin bis auf 18:12 ab, bevor die starke Tatjana Oder für den 18:13-Halbzeitstand sorgte.

Wie im Spiel gegen Polen führte die deutsche Auswahl beim Seitenwechsel mit fünf Toren und schien ein Rezept gegen die Sloweninnne gefunden zu haben. Doch im Gegensatz zum gestrigen Spiel half das Rezept diesmal im zweiten Abschnitt nicht. Die nach der deutlichen Niederlage gegen Norwegen wiedererstarkten Sloweninnen nutzten die sich bietenden Chancen zunächst konsequent und so war in der 34. Spielminute beim 18:16 die deutsche Führung bereits auf zwei Tore geschrumpft. Im deutschen Spiel lief es nun nicht rund, auf sehenswerte Aktionen in der Offensive konnten die Sloweninnen immer wieder mit relativ einfachen Treffern aus der Distanz antworten, und Ballgewinne in der Deckung wurden aufgrund vermeidbarer Fehler im Angriff nicht umgemünzt.

Dank einiger sehenswerter Paraden von Clara Woltering konnte sich die deutsche Auswahl dann eine Viertelstunde vor Spielende aber etwas absetzen. Jurack bediente Maren Baumbach und als diese zum 25:21 erhöhte, schien für das DHB-Team wieder alles nach Plan zu laufen. Doch die Sloweninnen kamen zurück, während sich auf beiden Seiten die Fehler in der Offensive steigerten, nutzte die slowenische Auswahl die sich bietenden Chancen besser. Oder konnte einen Gegenstoss so zehn Minuten zum 27:26-Anschlußtreffer nutzen und kurz darauf aus fast unmöglichem Winkel mit einem Wurf über den Kopf von Woltering sogar zum 27:27 ausgleichen. Die deutsche Auswahl zeigte sich aber unbeeindruckt und sorgte durch Nina Wörz für die direkte Antwort zum 28:27.

Es folgten nervöse Minuten auf beiden Seiten, die Maren Baumbach dann aber zu beenden schien, als sie nach einem Positionswechsel mit Anna Loerper von der Rechtsaußenposition durch die Beine von Stefanisin zum 29:27 erhöhte. Ein wuchtiger Treffer von Derepasko hielt die Sloweninnen aber im Spiel und auch das 30:28 von Nora Reiche wussten die Osteuropäerinnen zu kontern. Kurent sorgte für den erneuten Anschluß und der Ausgleich, den Woltering zuvor mit einer starken Paraden gegen die frei im Gegenstoß vor ihr auftauchende Dercar noch hatte verhindern können, fiel dann durch Freser. Zuvor hatte Anja Althaus ihre dritte Hinausstellung bekommen und die Überzahl nutzte Slowenien um Anja Freser frei zu spielen, die ihre Routine ausspielte und den Ball souverän an Woltering vorbeisetzte.

Doch der deustchen Auswahl blieb noch ausreichend Zeit für einen letzten Angriff, in diesem sah Anna Loerper eine Lücke und zog beherzt in Richtung slowenisches Tor. Nur auf Kosten eines Siebenmeters konnte sie gebremst werden und nachdem zuvor Nadine Krause an Stefanisin gescheitert war, schritt nun Nora Reiche zur Linie. Souverän verwandelte die Leipzigerin zum 31:30, doch noch blieben sechzehn Sekunden Spielzeit. Die Sloweninnen hatten nun aber Probleme den Ball zur Mittellinie zu bekommen, so verstrichen wertvolle Sekunden. Am Ende blieb nur noch ein Wurf von kurz hinter der Mittellinie, mit dem Clara Woltering keine Probleme hatte. Für die deutsche Bank war die Schlußsirene unterdessen das Startsignal für einen ausgiebigen Jubel über den endgültigen Einzug in die Hauptrunde.

Trainerstimmen zur heutigen Begegnung:

Armin Emrich: Es war ein Stressspiel und für uns am Ende ein glücklicher Arbeitssieg. Wir haben es in der Abwehr schwer gehabt, Slowenien hat konsequent die Chancen am Kreis genutzt. Sie haben uns in der Abwehr alles abverlangt. Es spricht aber für die Mannschaft, dass sie nie aufgibt. Wir sind in der Lage mit Mut und positiver Energie auch so ein Spiel zu gewinnen.

Robert Begus: Deutschland hat gut gekämpft. Es war ein sehr interessantes Spiel, das wir am Ende leider verloren haben. Wir standen am Anfang schlecht in der Abwehr, das wurde dann aber besser. Wichtig für uns war aber, dass wir nach dem gestrigen Spiel zurückgekommen sind. Ich bin sicher, dass wir gegen Polen gewinnen werden.

Spielerstimmen zur heutigen Begegnung:

Nadine Krause:Wir sind jetzt erstmal erleichtert, dass wir gewonnen haben. Ich weiß nicht, was das war in der zweiten Halbzeit, das war eine Nervenschlacht. Jetzt sind wir glücklich, dass wir am Ende die zwei Punkte noch geholt haben.

Grit Jurack: Früher hätten wir solche Spiele verloren.

Nina Wörz: Wir hatten Probleme in der Abwehr und die slowenischen Kreisläuferinnen nicht in den Griff bekommen. Aber wir haben nicht aufgegeben und standen als Team zusammen. Emma (Anm. d. Red. Bundestrainer Armin Emrich) sagt, bei so einem Turnier braucht man auch Glück und das hatten wir heute. Ich hoffe aber, dass wir unser Glück für dieses Turnier noch nicht aufgebraucht haben.

Vesna Puc: Wir haben schlecht in der Abwehr begonnen und es war dann schwer zu spielen mit einem Fünf-Tore-Rückstand. Am Ende haben wir den Ausgleich geschafft, aber dann fehlte uns das Glück zum Unentschieden.

Deutschland – Slowenien 31:30 (18:13)

Deutschland: Gräfer, Woltering; Härdter, Jurack (2/1), Geschke, Wörz (5), Müller (3), Reiche (2/1), Loerper, Krause (8/1), Neukamp, Baumbach (3), Melbeck (4), Althaus (4)

Slowenien: Stefanisin, Marincek; Argenti, Dercar, Cerenjak, Ilic (2), Pus (4), Derepasko (5), Kurent Tatarovac (5), Hrnjic (1), Oder (10/4), Mihic, Freser (3)

Schiedsrichter: La Cour Laursen/Nielsen (Dänemark). – Zuschauer: 3428.
– Siebenmeter: 5/3:4/4 (Jurack und Krause scheitern an Stefanisin).
– Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Althaus/drei, Reiche, Baumbach – Pus, Kurent Tatarovac, Oder, Freser).
– Rote Karte: Althaus (56./dritte Zeitstrafe)


Spielfilm: 2:0 (3.), 2:3 (5.), 4:3 (7.), 9:6 (17.), 11:9 (20.), 14:10 (23.), 18:12 (29.), 18:13 – 18:16 (33.), 19:18 (37.), 22:19 (40.), 25:21 (44.), 27:24 (47.), 27:27 (50.), 30:28 (57.), 30:30 (60.), 31:30

Quelle: 8.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


  
Nadine Krause war im Eröffnungsspiel zehnmal erfolgreich. Foto: Axel Heimken / DHB   
Deutsche Auswahl mit überzeugendem Start - 30:20 gegen Polen

Nach einer nervösen Anfangsviertelstunde hat die deutsche Auswahl in die EM in Schweden gefunden. Dank einer überzeugenden Defensivleistung, den Polinnen gelangen in der zweiten Viertelstunde des ersten Abschnitts nur zwei Treffer, erspielte sich die deutsche Auswahl eine beruhigende 14:9-Halbzeitführung, die im zweiten Abschnitt auch dank der am Ende zehn Treffer von Nadine Krause, nicht mehr in Gefahr geriet. Mit dem 30:20-Autaktsieg hat die Mannschaft von Armin Emrich den ersten Schritt in Richtung Hauptrunde gemacht, mit einem Sieg im morgigen Duell mit Slowenien könnte das Team bereits den Hauptrundeneinzug sichern und dafür sorgen, dass die deutsche Auswahl aufgrund mindestens zwei mitgenommener Punkte dort eine gute Ausgangsposition hat.

Die deutsche Auswahl startete nervös in das Eröffnungsspiel der EM und so war es der Polin Kinga Polenz vorbehalten den ersten Treffer dieser Europameisterschaft zu erzielen. Nadie Härdter gelang zwar umgehend der Ausgleichstreffer, doch auch die erste Führung durch Jurack beim 4:3 sorgte noch nicht für die nötige Sicherheit im Spiel der DHB-Auswahl, die unter anderem durch Krause und Jurack in der Anfangsphase gleich zwei Strafwürfe vergab. Dorota Malczewska brachte die Polinnen mit ihrem Treffer zum 5:6 wieder in Front, Aleksandra Jacek sorgte wenig später für das 6:7. Das DHB-Team tat sich schwer gegen Polen, das durch frühes Herausgehen vor allem den deutschen Rückraum aus dem Spiel nahm.

Ein Überzahlsituation nutzte die deutsche Auswahl durch Treffer von Krause, Müller und Juack dann aber um mit drei Toren in Folge nicht nur die Führung zu übernehmen, sondern diese beim 9:7 erstmals in der heutigen Begegnung auf zwei Treffer auszubauen. Kaja Zaleczna schaffte zwar noch einmal den Anschlußtreffer, doch nun wurde die offensivere Deckung der deutschen Auswahl für die Polinnen zum unüberwindbaren Hindernis. Vor allem die Einwechslung von Maren Baumbach machte sich bezahlt, sie nahm auf der vorgezogenen Position nun die polnische Spielmacherin Karolina Kudlacz aus dem Spiel. Emrich wechselte in Hinblick auf die weiteren Aufgaben unterdessen mehrfach, bis auf Geschke und Neukamp kamen bereits alle aufgebotenten Spielerinnen im ersten Abschnitt zum Einsatz.

Wenn sich den Polinnen noch Wurfchancen boten, dann zumeist von Außen und oftmals aus nicht unbedingt aussichtsreicher Position. Clara Woltering und die vr ihr aufmerksam stehende Deckung ließen so in den zweiten fünfzehn Minuten lediglich noch zwei polnische Treffer zu. Die deutschen Spielerinnen kamen unterdessen sowohl aus dem Positions- wie auch aus dem Schnellangriff sowohl zu einfachen wie auch sehenswert herausgespielten Toren und bauten ihre Führung so Tor um Tor weiter aus. Althaus hatte bei ihrem Treffer zum 14:9 unterdessen Glück, das der Ball vom Innenpfosten den Weg über die polnische Torlinie fand. Polen wirkte sichtlich beeindruckt, Dorota Malczewska scheiterte von der Siebenmeterlinie an der eingewechselten Alex Gräfer und so gingen die deutschen Frauen, obwohl Grit Jurack mit dem letzten Wurf in Halbzeit eins scheiterte, mit entspannten Gesichtern in die Kabinen.

Das 15:9, das Jurack vor der Pause noch verpasst hatte, erzielte Maren Baumbach direkt nach Wiederanpfiff. Die Polinnen fanden in der Offensive zwar nun besser ins Spiel, doch die deutsche Auswahl antwortete mit zumeist einfachen Treffern aus dem schnellen Spiel. Nadine Krause erhöhte die Distanz mit einem erfoglreich abgeschlossenen Gegenstoss zum 20:13 auf sieben Tore. Danach tat sich der deutsche Aufbau zwischenzeitlich etwas schwerer gegen die nun defensivere Deckung der Polinnen, die so auf 21:16 verkürzen konnten. In dieser Phase fehlte der deutschen Mannschaft die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, die angesichts von Spielerinne wie Nadine Krause und Grit Jurack eigentlich von den Gegnerinnen gefürchtet wird.

In Gefahr geriet der deutsche Erfolg aber dennoch nicht mehr. Nadine Härdter erzielte zunächst selbst sehenswert von der Außenposition und legte dann mit Übersicht von Außen ab an den Kreis zu Althaus, die so ins leere Tore zum 23:16 erhöhen konnte. Spätestens nach einem erneuten Ballgewinn in der Deckung und Krauses Gegenstosstreffer zum 24:16 war die Begegnung dann zwölf Minuten vor Spielende endültig entschieden. Für die erste zweistellige Führung sorgte dann Steffi Melbeck mit einem sehenswerten Hüftwurf zum 28:18 in der 56. Spielminute, Melbeck war es auch, die mit hrem Treffer zum 30:19 für das letzte deutsche Tor sorgte. Mit der Schlußsirene konnten die Polinnen durch Ewa Damieczka allerdings noch den 30:20-Endstand markieren.

Stimmen zum Spiel:

Nadine Krause (Spielerin des Tages): Polen abhaken, verschnaufen und dann geht es weiter. Wir waren alle wirklich nervös. Die vorbereitung ist nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen. Die abwehr stand dann aber und so sind wir in Schwung und ins Spiel gekommen.

Steffi Melbeck: Es hat Spaß gemacht heute zu spielen. Wir wußten, dass Polen mal so mal so spielt, das haben wir letztes Jahr am eigenen Leib erfahren.

Armin Emrich: Das ist eine Riesenerleichterung. Unsere Zielsetzung, den Rhytmuswechsel, haben wir geschafft. Die Mannschaft hat diszipliniert und konzentriert in der Abwehr gespielt und Clara im Tor hat gut gehalten. Es war ein guter Einstieg ins Turnier.

Nina Wörz: Die nächsten sieben Spiele machen wir das nochmal.

Dorota Malczewska: Gratulation an Deutschland. Sie sind ein sehr gutes Team. Wir kennen sie gut, haben viele Videos geschaut, aber wir konnten nicht das abrufen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren sehr nervös. Die Partie gegen Slowenien ist nun das wichtigste Spiel für uns, ich hoffe, wir können uns steigern.

Zenon Lakomy: Leider haben wir nur fünfzehn Minuten mitgespielt. Dann hat meine Mannschaft zu viele Fehler gemacht und zu wenig Druck aus dem Rückraum ausgeübt. Auch von den im Ausland aktiven Spielerinnen hatten wir uns mehr versprochen. Wir haben insgesamt verdient verloren, auch in der Höhe. Wir können besser Handball spielen.

Deutschland - Polen 30 : 20 (14 : 9)

Deutschland: Gräfer, Woltering - Krause 10, Baumbach 4, Jurack 4, Melbeck 4, Althaus 3 (1 x 2 Min.), Härdter 3, Müller 1 (1 x 2 Min.), Reiche 1, Geschke, Lörper, Neukamp, Wörz.

Polen: Kubisztal, Lacz - Polenz 5, Jacek 3, Kowalska 3, Majerek 2, Wypych 2, Damiecka 1, Duda 1, Malczewska 1 (2 x 2 Min.), Zaleczna 1 (1 x 2 Min.), Jochymek (1 x 2 Min.), Kudlacz.

Quelle: 7.12.2006 - Christian Ciemalla und Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


Die deutsche Mannschaft:
Hintere Reihe: Co.-Trainerin Heike Schmidt, Nora Reiche, Nina Wörz, Ania Rösler, Nadine Krause, Physiotherapeut Artur Brandt, Physiotherapeutin Tanja Traub
Mittlere Reihe: Bundestrainer Armin Emrich, Silke Meier, Sabrina Neukamp, Anja Althaus, Grit Jurack, Angie Geschke, Katharina Schulz, Tim Oliver Kalle (Presse)
Vordere Reihe: Stefanie Melbeck, Anna Loerper, Katja Schülke, Sabine Englert, Alexandra Gräfer, Maren Baumbach, Anne Müller.
Foto: Axel Heimken / DHB

Der Gegner: Im Vergleich zum Turnier in Aarhus wird es in der polnischen Manschaft einige Umstellungen geben.

Deutsche Auswahl will Favoritenstellung gerecht werden und mit Sieg in die EM starten / handball-welt / 07.12.2006

Ein Déjà-vu steht heute der deutschen Frauenauswahl bevor. Denn bei der WM in Rußland vor Jahresfrist heißt der Auftaktgegner bei der heute startenden EM in Schweden erneut Polen. Ausgerechnet Polen, dass der deutschen Auswahl beinahe die Teilnahme an der WM in Rußland gekostet hätte, erst durch das Verzichten Taiwans rückte die deutsche Auswahl nach. Bei der WM in St. Petersburg erreichte die deutsche Auswahl nicht nur einen Auftaktsieg gegen Polen, am Ende landete das Team von Armin Emrich auf dem sechsten Platz und schaffte so die direkte Qualifikation für die EM in Schweden. Polen musste hingegen erneut in die Play-offs, hatte gegen Litauen nach dem 28:18 aber keine Probleme und trifft heute erneut auf die deutsche Auswahl.

Die polnische Mannschaft bei der bevorstehenden Europameisterschaft ist mit der der Play-off Spiele unterdessen nicht mehr zu vergleichen. Während der Qualifikation gegen Litauen war die polnische Auswahl noch von Jerzy Cieplinski betreut worden. Nach dem 28:18 im Hinspiel bot Cieplinski im Rückspiel eine B-Mannschaft auf, die 25:26 verlor, das EM-Ticket war dabei nie in Gefahr. Cieplinski musste darauf aber zurücktreten, denn der polnische Handball-Verband wollte die Doppelfunktion Cipelinskis als Nationaltrainer und Coach des Erstligisten Gdansk nicht akzeptieren. So übernahm Zenon Lakomy, der einst unter anderem GWD Minden und den SV Post Schwerin betreute, als dritter Coach innerhalb eines Jahres die polnische Auswahl und trat die Nachfolge Zygfried Kuchtas und Jery Cieplinskis an.

Keine zwei Monate hatte der neue Coach um eine Auswahl zusammenzustellen. Diese ist personell gut bestückt, doch bislang hatte die Mannschaft nur wenig Zeit sich einzuspielen. Die am heutigen Donnerstag wahrscheinlich auflaufende Startformation hat vermutlich über ein halbes Jahr nicht mehr zusammengespielt. Zu allem Überfluß platzte auch noch der letzte Test der Polinnen gegen Gastgeber Schweden. Die Flughäfen in Polen waren wegen starken Nebels geschlossen und so wurde aus den beiden finalen Tests nichts mehr. Aber auch ohne die Generalprobe sieht sich die polnische Auswahl keineswegs chancenlos.

Der letzte Test für die polnische Nationalmannschaft war der World Cup im dänischen Aarhus. Dort unterlagen die Polinnen gegen Vizeweltmeister Rumänien, Dänemark und Schweden. Besonders gegen Dänemark könnten die Polinnen aber überzeugen. Mit Flexibiliät und Einsatz brachte das polnische Team die Däninnen an den Rand einer Niederlage. Die Vorbereitung verlief damit vergleichbar der der deutschen Auswahl, denn auch diese kassierte bei einem hoch besetzten Turnier drei Niederlagen, bevor ein Unentschieden und ein Sieg gegen Spanien für einen Auswärtstrend sorgten.

Wie die deutsche Auswahl, die neben den Torhüterinnen Clara Woltering und Sabine Englert auch Nadine Krause in der Vorbereitung nicht einsetzen konnte, hatten auch die Polinnen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Mit Karolina Kudlacz, Dagmara Kowalska, Izabela Duda und Agata Wypych fehlten den Polinnen immerhin vier von jetzt sechs nominierten Rückraumspielerinnen. Ein schlimmer Verlust war jedoch die Verletzung von Iwona Niedzwiedz-Cecotka, die bis dahin zu den stärksten Spielerinnen im Team gehörte. Sie hatte sich am Daumen verletzt und musste sich einer Operation unterziehen. Für Dagmara Kowalska und Karolina Kudlacz wird es unterdessen der erste Einsatz unter Leitung von Zenon Lakomy in Göteborg.

Die fehlende Eingespieltheit dürfte der polnischen Auswahl gerade im ersten Spiel noch Probleme bereiten, doch nicht nur deswegen geht die DHB-Auswahl als klarer Favorit in die heutige Begegnung. Dennoch geht Deutschland mit Respekt in die Begegnung: "Wenn Karolina fit ist, spielt sie eine tragende Rolle", urteilt Nora Reiche über ihre Club-Kollegin Kudlacz. "Die Polen haben ein gutes Worldcup-Turnier gespielt. Das wird ein ganz schweres Einstiegsspiel für die EM", sagte Emrich und prognostizierte für das Eröffnungsspiel eine späte Entscheidung: "Sie fällt in der 45., 48. Minute". Emrich wird dabei im Eröffnungsspiel im Tor auf das Duo Gräfer und Woltering setzen und im Feld Angie Geschke de Vorzug vor Ania Rösler geben, die wie Silke Meier zunächst mit einem Platz auf der Tribüne Vorlieb nehmen muss.

Auch die Statistik schiebt der deutschen Auswahl die Favoritenrolle zu. Von 50 Länderspielen hat die DHB-Auswahl 28 gewonnen, 16 verloren und sechs Mal unentschieden gespielt. Unter diesen Spielen findet sich übrigens auch das erste Länderspiel der deutschen Auswahl bei einem Großereignis, 1957 setzte sich das DHB-Team in seinem Auftaktspiel gegen Polen mit 7:4 durchgesetzt. Bei der zweiten WM 1962 folgte in der Platzierungsrunde unterdessen eine 4:5-Niederlage. Sicher ist, dass es im heutigen Duell mehr Tore als in den damaligen Begegnung geben wird, unsicher allerdings auf welcher Seite am Ende mehr Treffer stehen. hw.com-Wettpartner interwetten sieht auch die deutsche Auswahl in der Favoritenrolle und gibt eine Quote von 1:1,15. Ob das Geld gut angelegt ist, kann ab 17 Uhr live im DSF mitverfolgt werden.

Quelle: 07.12.2006 - Christian Ciemalla und Hermann Jack / http://www.handball-welt.de