Berichte- ältere Berichte   
Platz sechs weckt neue Visionen / NWZ / 19.12.2005
Jurack ins All-Star-Team gewählt / sport1.de / 18.12.2005
Russland zum zweiten Mal Weltmeister / handball-welt.de / 18.12.2005
Deutschland - Niederlande / handball-welt.de - DHB / 18.12.2005
Rumänien nach 26:24 gegen Ungarn im WM-Finale / handball-welt / 17.12.2005
Kontrahentinnen stimmen sich gemeinsam auf Duell ein / NWZ / 17.12.2005
DHB-Frauen am Sonntag gegen die Niederlande um Platz 5 / DHB / 16.12.2005
Jubel bei DHB-Frauen / handball-welt.de / 15.12.2005
Handball-Team verpasst Einzug ins Halbfinale / NWZ / 14.12.2005
Dinu und Ardean entzaubern Deutschland / handball-welt.de / 13.12.2005
Splitter / HandballWoche / 13.12.2005
Hallo aus St. Petersburg / O.R. / 13.12.2005
Vereiste Wege verhindern das Training / NWZ / 13.12.2005
DHB-Frauen entzaubern Titelverteidiger / handball-welt.de / 12.12.2005
Die WM beginnt erst jetzt / NWZ / 12.12.2005
Fahrplan für die Hauptrunde steht / DHB / 11.12.2005
DHB-Auswahl feiert 40:24-Schützenfest / handball-welt / 10.12.2005
DHB-Team nach drittem Sieg in WM-Hauptrunde / handball-welt / 09.12.2005
Kochkünste behindern Nachtruhe / NWZ / 08.12.2005
DHB-Frauen vergeben Matchball / handball-welt / 07.12.2005
DHB-Frauen haben Hauptrunde im Visier / handball-welt / 06.12.2005
DHB-Team feiert perfekten WM-Einstand / handball-welt / 05.12.2005
"Das erste WM-Spiel ist schon richtungsweisend" / NWZ / 05.12.2005
Deutschlands WM-Auftaktgegner im Porträt / handball-welt / 05.12.2005
Polens Kader für die WM / www.reczna.pl / 01.12.2005
Aufgebot für St. Petersburg / DHB / 01.12.2005
Kein Wintermärchen in St. Petersburg / HandballWoche 48 / 29.11.2005
Dänemark gewinnt Møbelringen Cup / handball-welt / 27.11.2005
DHB-Frauen gewinnen 31:28 gegen Slowenien / DHB / 27.11.2005
Polen wird Dritter / 27.11.2005
DHB-Frauen bestehen vorletzten WM-Test / handball-welt / 25.11.2005
Jubiläumstor und Fußballverbot / HandballWoche 47 / 22.11.2005
Berichte zur WM-Qualifikation: Deutschland - Polen / HandballWoche / Juni 2005
Norwegen gewinnt den World-Cup / handball-world / 21.11.2005
24:24-Remis gegen Tschechien / DHB / 20.11.2005
32:21-Sieg der DHB-Frauen gegen Tschechien / DHB / 19.11.2005
Tschechien als echter WM-Test / HandballWoche 46 / 15.11.2005
EUROSPORT überträgt aus St. Petersburg / DHB / 14.11.2005
Kuchta gibt Aufgebot bekannt / reczna.pl / 07.11.2005
Torfrau Clara Woltering kehrt in den WM-Kader zurück / DHB / 07.11.2005
"Sind auf einem guten Weg" / HandballWoche 44 / 01.11.2005
DHB-Frauen gewinnen Vier-Länder-Turnier / DHB / 30.10.2005
DHB-Frauen schlagen die Schweiz mit 35:26 / DHB / 29.10.2005
DHB-Frauen schlagen Gastgeber Österreich / DHB / 28.10.2005
Mit bewährtem Aufgebot zum Lehrgang nach Liebenau / DHB / 20.10.2005
Die Weltspitze ist nicht mehr fern / HandballWoche 42 / 18.10.2005
Frauen-Bundestrainer Armin Emrich im Interview / DHB / 17.10.2005
Polen gewinnt Schlesien-Pokal / 16.10.2005
Österreicherinnen gewinnen auch dritten Test / handball-world / 16.10.2005
Deutschland schlägt Europameister Norwegen / handball-world / 16.10.2005
Acht Tore von Nadine Krause / DHB / 15.10.2005
DHB-Frauen bringen Frankreich an den Rand einer Niederlage / DHB / 15.10.2005
Testen gegen die Besten / HandballWoche 41 / 11.10.2005
"Perspektivisch über die WM hinausdenken" / HandballWoche 38 / 20.09.2005

Platz sechs weckt neue Visionen / NWZ / 19.12.2005

DHB-Frauen verlieren 26:28 gegen Niederlande

ST. PETERSBURG/DPA/SID - Mit hängenden Köpfen schlichen die deutschen Handball-Frauen vom Parkett und schlossen sich in ihrer Kabine ein. Das verlorene Spiel um den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg hatte ihnen die Freude über ein gelungenes Turnier verdorben. Trotz der 26:28 (12:17)-Pleite gestern zum WM-Abschluss gegen die Niederlande ist der sechste Rang das beste Ergebnis seit der Bronzemedaille vor acht Jahren im eigenen Land.

„Wir sind schon sehr enttäuscht. Es passte heute einfach nicht“, sagte Nadine Krause unter Tränen. Die Rückraumspielerin aus Leverkusen warf acht Tore und verfehlte mit 60 Toren nur um einen Treffer die Auszeichnung als beste WM-Torschützin. Die meisten Treffer vor 1000 Zuschauern im Eispalast warf Grit Jurack (Viborg/9/1).

Ein Jahr nach dem fünften Platz bei der EM in Ungarn hat die neu formierte Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ihre Rückkehr zur Erstklassigkeit besiegelt und zugleich Visionen auf eine medaillenreiche Zukunft geweckt. „Mein Traum wäre es, mit den Frauen und Männern bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zu starten“, sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach.

„Mit dem sechsten Platz ist die Mission mit der neuen Mannschaft sportlich geglückt, nachdem wir uns nicht qualifiziert hatten. Wir haben bewiesen, dass wir zu Recht bei dem WM-Turnier waren“, sagte Bundestrainer Armin Emrich und erinnerte daran, dass sein Team nur als Nachrücker zum Championat gekommen war. „Diese Mannschaft muss vom Personal her und von der Altersstruktur bis 2008 zusammen bleiben.“

Unterdessen wurde Jurack als einzige Deutsche ins All-Star-Team der WM gewählt und als beste Spielerin im rechten Rückraum nominiert.

Quelle: http://www.nwz-online.de


   Allstars WM 2005  
Jurack ins All-Star-Team gewählt

Grit Jurack ist als einzige Deutsche ins All-Star-Team der WM in St. Petersburg berufen worden.

Den Titel Torschützenkönigin teilt sich Nadine Krause mit der Österreicherin Tanja Logvin. Beide erzielten 60 Treffer.

Wertvollste Spielerin des Turniers war Russlands Kreisläuferin Ludmila Bodniewa.

Das All-Star-Team:
Tor: Dinu;
Linksaußen: Neli-Ardean (beide ROM);

Rückraum-Links: Van der Wissel (NL);
Rückraum-Mitte: Görbicz (HUN);

Rückraum-Rechts: Jurack,
Rechtsaußen: Woo (Südkorea),

Kreis: Bodniewa.

Fotos: vgl.: http://www.ihf.info

Quelle: http://www.sport1.de


Russland zum zweiten Mal Weltmeister / handball-welt.de / 18.12.2005

   Evgeni Trefilov  
  Evgeni Trefilov holte mir Russland den Titel
  
Russlands Handball-Frauen haben die Mission Gold erfüllt und zum zweiten Mal nach 2001 den Weltmeistertitel gewonnen. Im Endspiel bezwang der Gastgeber am Sonntag vor rund 10 500 begeisterten Zuschauern im Eispalast von St. Petersburg Rumänien mit 28:23 (17:12). Aufbauend auf einer starken Defensivleistung beherrschte das Team von Evgeni Trefilov das Spiel dabei über die gesamte Spielzeit und ließ zu keiner Zeit Zweifel am Titelgewinn aufkommen.

Vor 10.500 Zuschauern erwischte zunächst die rumänische Auswahl der bessere Start. Beiden Teams war allerdings in den ersten Minuten die Nervosität deutlich anzumerken. Valentina Neli Ardean Elisei brachte Rumänien mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung, doch auf der Gegenseite war es dann Emilia Turey die, ebenfalls mit einem Zweierpack, für den umgehenden Ausgleich sorgte. Die russische Auswahl bekam die Begegnung nun immer besser in den Griff und die stark aufspielende Liudmila Postnova brachte den Gastgeber mit ihrem Treffer zum 3:2 in der fünften Spielminute dann auch erstmals in Führung.

Beim 4:5 gelang den Rumäninnen noch einmal der Anschluß, doch in der Folge hatte der Außenseiter auch einiges Pech im Abschluß. Gleich dreimal landeten die rumänischen Würfe in den ersten zehn Minuten am russischen Holz, ein Wurf kam dabei von Torhüterin Luminita Dinu, die mit einem Wurf über das ganze Feld Maria Sidorova überraschte, aber nur die Latte traf. Russland reichten unterdessen einige konzentrierte Minuten um über 8:4 vorentscheidend auf 11:5 davonzuziehen.

In der Offensive kamen die Russinnen in dieser Phase immer besser mit der rumänischen Deckung zurecht, die nun auch nicht mehr so früh auf den russischen Rückraum heraustrat. Insbesondere Liudmila Postnova und die großgewachsene Elena Polenova wussten diese Freiräume zu nutzen. In der Defensive standen die Russinnen unterdessen wie erwartet sicher, der rumänische Rückraum um Steluta Luca wurde weitestgehend neutralisiert und so wirkten sich auch die zahlreichen technischen Fehler im Angriff gegen Ende des ersten Abschnitts nicht negativ aus.

Mit einem 17:12 kamen die Teams aus den Kabinen und nach einem Doppelschlag von Postnova und Uskova schien Russland auch die letzten Zweifel am Titelgewinn vor heimischem Publikum weggewischt zu haben. Die gut leitenden französischen Unparteiischen Bord / Buy sorgten nun aber für eine ausgeglichene Begegnung, in dem sie in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts gleich vier Zeitstrafen gegen die russische Auswahl aussprachen, so dass der Gastgeber sogar mehrere Minuten mit zwei Spielerinnen in Unterzahl agieren musste. Rumänien konnte dies aber nicht nutzen, die Russinnen trafen auch in doppelter Unterzahl und so blieb es bis zum 21:14 durch einen von Turey verwandelten Siebenmeter beim Abstand von sieben Treffern.

In dieser Phase aber schien der Faden im russischen Spiel gerissen. Trefilov wechselte nun mehrfach und ließ alle Spielerinnen Finalluft schnuppern. In Gefahr geriet der russische Sieg zu keiner Zeit mehr, dafür erwies sich der rumänische Gegner als zu ungefährlich. Die zehn Spiele in vierzehn Tagen hatten doch bei allen Spielerinnen sichtlich Kräfte gekostet. Die frenetischen russischen Fans mussten so zwar nicht um den Sieg ihrer Mannschaft bangen, bekamen in der zweiten Halbzeit aber auch nur noch wenige Glanzlichter zu sehen. Torfrau Tatiana Alizar zeigte sich für die meisten dieser Jubelschreie verantwortlich. Doch spätestens nach dem 27:19 durch Kurepta überwog die Freude über den Titelgewinn und die Welle kreiste mehrfach durch den Eispalast.

Russland - Rumänien 28 : 23 (17:12)

Russland: Sidorova, Alizar; Postnova (7), Polenova (5/2), Turey (3/1), Poltoratskaya (3), Bodnieva (3), Uskova (2), Shipilova (2), Sergeeva (1), Marennikova (1), Kurepta (1), Romenskaia, Kareeva

Rumänien: Dinu, Tamas, Radulescu; Ardean Elisei (7), Gilca (4), Maier (4/3), Gogirla (3/1), Luca (2), Lecusanu (1), Gatzel (1), Bradeanu (1), Varzaru, Ivan

Zuschauer: 10.500
Schiedsrichter: Bord / Buy (FRA)
Siebenmeter: 3/4 - 4/5
Strafminuten: 12 / 10

Quelle: http://www.handball-welt.de


Deutschland - Niederlande / handball-welt.de - DHB / 18.12.2005

   Diane Lamein  
  Diane Lamein vom VfL Oldenburg erzielte für die Niederlande 7 Treffer.
  
DHB-Frauen verlieren Spiel um Platz fünf mit 26:28 gegen Niederlande
Die deutschen Handball-Frauen haben die Weltmeisterschaft in St. Petersburg als Sechste beendet. Zum Abschluss des Turniers unterlag der EM-Fünfte am Sonntag im Spiel um Platz fünf den Niederlanden mit 26:28 (12:17). Vor rund 1000 Zuschauern im Eispalast waren Grit Jurack (Viborg/9/1) und Nadine Krause (Leverkusen 8/4) die besten Werferinnen in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

Im neunten Spiel reichten Physis und Psyche nicht mehr: Nach einer klaren 26:28 (12:17)-Niederlage gegen die Niederlande beenden die deutschen Frauen am Sonntag die Weltmeisterschaft in St. Petersburg auf Platz sechs. „Es wäre schön gewesen, wenn wir das Turnier mit einem Sieg abgeschlossen hätten, aber ich ziehe ein absolut positives Fazit“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. „Dass wir unter den ersten Sechs gelandet sind, ist ein erfolgreiches Etappenziel. Ich bin froh, dass wir ein solches Turnier präsentieren konnten. Wir haben hier zurecht teilgenommen.“
Nadine Krause erzielte gegen die Niederlande insgesamt acht Tore und ist gemeinsam mit der Österreicherin Tanja Logvin (beide 60 Treffer) beste Werferin des WM-Turniers. Anne Müller bestritt ihr 25. Länderspiel.

In einer aus deutscher Sicht konfusen ersten Halbzeit gingen die Niederlande geschickter mit dem Tempo um. Nachdem Grit Jurack mit einem Pfostenwurf den 12:12-Ausgleich verpasst hatte, trafen Pearl van der Vissel und Saskia Mulder trotz Unterzahl. Wenige Sekunden vor der Pause fing sich die hektische DHB-Auswahl noch das 17. Gegentor ein.

Auch in der zweiten Halbzeit bekamen Emrichs Frauen ihre schnellen und dynamischen Gegnerinnen nicht zu fassen. Die beste Chance bot sich nach 41 Minuten, als Nina Wörz auf 18:19 verkürzte, doch Saskia Mulder per Kempa und zweimal Pearl van der Wissel gaben eine umgehende und vorentscheidende Antwort.

Deutschland und die Niederlande hatten sich vor dem Vergleich in St. Petersburg bisher in 50 Spielen gegenübergestanden. Dabei gab es 39 Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen bei 939:711 Toren. Zuletzt musste sich die DHB-Auswahl dem Nachbarn am 25. November 2004 im rumänischen Cluj mit 27:29 geschlagen geben.

Deutschland - Niederlande 26 : 28 (12 : 17)

Deutschland: Englert, Woltering; Härdter, Jurack (9/1), Wörz (2), Müller, Reiche, Loerper (3/3), Henze, Krause (8/4), Bohm, Neukamp (2), Melbeck (1), Althaus (1)

Niederlande: Tienstra, Klijn; Roelofsen (1), Mulder (4), Robben, Hilster (3), Paap, Groot, Lamein (7/4), Burgers (3), Visser (2), Pusic (1), Hofman (1), van der Vissel (6)

Schiedsrichterinnen: Gardinovacki/Maric (Serbien & Montenegro).
Zuschauer: 1000.
Siebenmeter: 10/8:5/4 (Krause an den Pfosten, Klijn hält gegen Jurack – Mulder an den Pfosten).
Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Härdter, Reiche, Althaus – Hilster, Lamein/je zwei, Visser, Pusic).

Quelle: dpa - http://www.handball-welt.de und www.wwhc2005.ru und http://deutscherhandballbund.de


Rumänien nach 26:24 gegen Ungarn im WM-Finale/ handball-welt / 17.12.2005

   Valentina Ardean Elisei  
   Valentina Neli Ardean Nilsei erreichte mit Rumänien das Finale
  
Halbfinale / Finale (vgl. www.eurosport.de )
 17.12.2005 Rumänien - Ungarn26 : 24
 17.12.2005 Russland - Dänemark31 : 24
 18.12.2005 15:30Rumänien - Russland 

Rumänien nach 26:24 gegen Ungarn im WM-Finale
Nach einem 26:24 (15:14) Erfolg über Ungarn stand Rumänien als erster Finalteilnehmer fest. In einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel waren vor 4.500 Zuschauern in St. Petersburg Steluta Luca (5) für Rumänien und Ibolya Mehlmann (6) für Ungarn die besten Torschützinnen.
Russland scheint nach dem Titelgewinn 2001 im Jahre 2005 vor heimischem Publikum in St. Petersburg vor dem erneuten Titelgewinn zu stehen. Vor 8.000 Zuschauern setzte sich der Gastgeber dank einer beeindruckenden Abwehrleistung mit 31:24 (16:9) gegen den ersatzgeschwächten Olympiasieger Dänemark durch.
Infos unter: http://www.handball-welt.de/

Rumänien – Ungarn 26 : 24 (15:14)

Rumänien: Ludmila Tamas (46.-60.), Luminita Dinu (1.-46.); Ramona Maier (3/2), Raluca Ivan, Roxana Gatzel (4), Ana Maria Lazer (1), Aurelia Bradeanu (2), Ionela Gilca (2), Cristina Varzaru (1), Steluta Luca (5), Valentina Ardean Nilsei (4), Simona Gogirla (2/1), Maria Tivadar, Narcisa Lecusanu (2)

Ungarn: Timea Sugar (52.-60.), Katalin Palinger (1.-52.); Bernadett Ferling (3), Ibolya Mehlmann (6), Orsolya Verten (2), Cecilia Ori, Rita Borbas (1), Anita Görbicz (3/1), Monika Kovacsicz (2), Eszter Siti (2), Timea Toth (2), Gabriella Kindl, Gabriella Szucs (3), Beatrix Balogh

Zuschauer: 4.500
Schiedsrichter: Hakansson / Nilsson (SWE)
Siebenmeter: 3/2 : 3/1
Strafminuten: 12 / 6

Russland - Dänemark 31 : 24 (16:9)

Russland: Alizar, Sidorova; Poltoratskaya (7), Bodnieva (5), Kareeva (4), Uskova (3), Turey (3/1), Polenova (3), Bliznova (2), Sergeeva (2), Shipilova (1), Marennikova (1), Romenskaia, Postnova

Dänemark: K. Mortensen, Poulsen Schmidt; Hørlykke B. Jørgensen (5), L. Mortensen (4), Fruelund (4/2), Brødsgaard (3), Vestergaard-Larsen (3), Touray (3), Bille-Hansen (1), Knudsen (1), Andersen, Sjøberg, Lund-Nielsen

Zuschauer: 7.000 Schiedsrichter: Ljudovik / Vakula (UKR)
Siebenmeter: 1/2 - 2/3
Strafminuten: 16 / 12


Kontrahentinnen stimmen sich gemeinsam auf Duell ein / NWZ / 17.12.2005

Strastvuitje – Hallo aus St. Petersburg.

WM-Endspurt und wir sind immer noch voll dabei – das ist ein großer Erfolg. Wir freuen uns unglaublich, dass wir am Sonntag um Platz fünf spielen dürfen. Für unser junges Team ist das so wertvoll wie ein Medaillengewinn. Und es geht ausgerechnet auch noch gegen die Niederlande. Die Mannschaft ist sozusagen eine Filiale der Bundesliga. Gleich acht Spielerinnen sind in Deutschland aktiv – fast ein Familientreffen.

Donnerstag haben wir im Teamhotel übrigens schon mit den Gegnerinnen ein wenig gefeiert. Die sind genauso stolz wie wir, dass sie um Platz fünf spielen dürfen. Vor allem mit meiner Kollegin aus Oldenburg, Diane Lamein, habe ich viel gesprochen und wir beide sind uns einig: Die WM ist ein riesiges Erlebnis und ein großer Erfolg für beide Mannschaften.

Am Freitag, also gestern, war wieder Ruhetag. Durchatmen und die letzten Kräfte mobilisieren. Der Coach war gnädig. Wenig Training stand auf dem Programm. Heute, am Samstag, werden wir die Halbfinals gucken. Das wird toll. Und das Spiel gegen die Niederlande erst recht …

Bis Montag – „Doswidanja“ – Auf Wiedersehen.

Quelle: http://www.nwz-online.de


DHB-Frauen am Sonntag gegen die Niederlande um Platz 5 / DHB / 16.12.2005

Es geht in St. Petersburg um eine gefühlte Medaille: Nach der nur knapp verpassten Halbfinal-Teilnahme spielen die deutschen Frauen am Sonntag ab 10 Uhr gegen die Niederlande um Platz fünf bei der Weltmeisterschaft. Schon jetzt haben die Spielerinnen von Bundestrainer Armin Emrich das beste Ergebnis seit Platz drei bei der WM 1997 im eigenen Land erreicht.
Bilder der Partie gegen eine der großen Überraschungs-Mannschaften der WM zeigt EUROSPORT während der Übertragung des Finals (15.30 bis 16.30 Uhr). Die Ausschnitte sind in der Pause des Endspiels zu sehen.
Deutschland und die Niederlande standen sich bisher in 50 Spielen gegenüber. Dabei gab es 39 Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen bei 939:711 Toren. Zuletzt musste sich die DHB-Auswahl dem Nachbarn am 25. November 2004 im rumänischen Cluj mit 27:29 geschlagen geben.
Zehn Spielerinnen der Niederlande standen oder stehen in der deutschen Bundesliga unter Vertrag. „Um dieses Spiel zu gewinnen, müssen wir einiges tun und in richtig guter Tagesform antreten“, sagt Emrich. „Das wird zum Ende des Turniers ein ganz schweres und hoffentlich attraktives Spiel.“

Quelle: T.O.K. / DHB - weitere Informationen im Internet unter: www.dhb.de , www.eurosport.de, www.ihf.info.

1. Halbfinale / Finale (vgl. www.eurosport.de )
Live17.12.2005 13:30Rumänien   - Ungarn 
Live18.12.2005 15:30Sieger Ungarn/Rumänien - Sieger Russland/Dänemark  



Jubel bei DHB-Frauen: Nach 29:26 gegen Ukraine um Platz fünf
/ handball-welt.de / 15.12.2005

   Grit Jurack  
  Grit Jurack erzielte sieben Treffer
  
Die deutschen Handball-Frauen sind endgültig in die Weltspitze zurück gekehrt. Im abschließenden Spiel der Hauptrundengruppe II besiegte der EM-Fünfte am Donnerstag die Ukraine mit 29:26 (16:15) und spielt damit bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg um Platz fünf gegen die Niederlande. Die Spielerinnen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bejubelten im Sport- und Konzertkomplex den größten Erfolg seit dem Gewinn von WM-Bronze vor acht Jahren im eigenen Land. Vor rund 300 Zuschauern waren Grit Jurack (Viborg/7) und Nadine Krause (Leverkusen/4/2) die besten Werferinnen für die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich.

«Auch auf Grund der Emotionalität ist der Kraftverschleiß groß. Aber das wird egalisiert durch Konzentration und Motivation», hatte Emrich gesagt. Doch an Konzentration mangelte es zunächst. Armin Emrich hatte gegen die Ukraine Clara Woltering ins Tor beordert, dafür blieb Alexandra Gräfer draußen. Auch ihre Trierer Vereinskollegin Silke Meier gehörte heute nicht zum 14-er Aufgebot. Die Anfangsminuten gehörten der Ukraine, die dank einer optimalen Trefferausbeute schnell mit 3:1 in Führung ging.

Mit zwei Treffern vom Kreis hielt Anne Müller die deutsche Auswahl zunächst im Spiel und die deutsche Auswahl konnte auf 3:4 verkürzen. Beiden Teams unterliefen nun zahlreiche technische Fehler, doch die Ukraine zeigte sich insbesondere von den Außenpositionen erfolgreich. Zudem parierte Torfrau Tetiana Voroztsova einige Würfe, so dass die deutsche Auswahl beim 4:7 und 5:8 jeweils mit drei Toren zurücklag.

Grit Jurack, die noch am Vortag wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel auf den Besuch in der Eremitage verzichten musste, heute aber wieder mit zahlreichen sehenswerten Anspielen und insgesamt sieben Treffern glänzte, sorgte mit drei Treffern in Folge aber für die Wende. Kurz darauf gelang dem DHB-Team der Ausgleich zum 9:9 und nur wenig später sogar die Führung zum 11:10. Überzeugend in dieser Phase spielte vor allem Sabrina Neukamp auf, die drei wichtige Treffer erzielte. Unter anderem markierte Neukamp auch den Treffer zum 15:13, vor der Pause gelang der Ukraine, die oftmals in Unterzahl agieren musste, aber per Strafwurf durch Olena Reznir noch der Anschlußtreffer zum 15:16.

Zu Beginn der zweiten Hälfte überzeugte die deutsche Mannschaft mit einer tollen Leistung und konnte sich bis auf 22:15 absetzen. Vor allem aus dem Rückraum trafen die deutschen Akteurinnen nun gewohnt sicher, unter anderem steuerte Nora Reiche zwei sehenswerte Treffer bei. Die Ukraine blieb anfangs für über acht Minuten ohne eigenen Torerfolg und nutzte nicht einmal eine Überzahlsituation aus. Tolle Anspiele zeigten Nadine Härdter auf Anja Althaus sowie Nadine Krause auf Anne Müller. Zudem stand die deutsche Deckung nun wesentlich besser und Torfrau Clara Woltering überzeugte mit teils spektakulären Paraden. Beim 25:18 schien die deutsche Mannschaft bereits als der sichere Sieger festzustehen.

Hauptrunde Gruppe 2
  Brasilien-  Frankreich  35 : 23
  Deutschland-   Ukraine  29 : 26
  Dänemark-  Rumänien  29 : 33
Hauptrunde Gruppe 1
  Niederlande-  Südkorea  29 : 26
  Russland -  Ungarn  35 : 33
  Kroatien -  Norwegen  25 : 37
Danach ließen aber bei den Deutschen die Kräfte nach und die Ukraine holte Tor um Tor auf. Im Angriff der DHB-Frauen fehlten nun die Ideen und es häuften sich die Fehler. Stark spielte im zweiten Durchgang konsequent nur Torfrau Clara Woltering, die einen Sahnetag erwischt hatte. Beim 25:23 war der Olympia-Dritte bereits auf zwei Treffer herangekommen, doch Krause sorgte für den wichtigen Treffer zum 26:23. In der 54. Minute parierte Woltering einen freien Wurf der ansonsten sehr guten Radchenko, dennoch kam die Ukraine kurz darauf auf 26:25 heran. Jurack aus dem Rückaum und Härdter im Gegenstoß hatten aber die richtige Antwort parat und erhöhten vorentscheidend auf 28:25. Am Ende siegten die DHB-Frauen verdient mit 29:26 und spielen somit am Sonntag um den fünften Platz gegen die Niederlande.

«Das war ein hartes Stück Arbeit», sagte Stefanie Melbeck (Buxtehude). «Das ist toll, das Spiel gegen die Niederlande ist das vorweggenommene WM-Finale 2006 im Fußball.» Auch Bundestrainer Armin Emrich zeigte sich zufrieden: «Jetzt geht es mir richtig gut. Ich hatte schon in der Halbzeit ein gutes Gefühl. Aber als wir in der zweiten Hälfte elf Minuten lang kein Tor geworfen haben, war das ganz schön stressig. Jetzt wollen wir volle Kanne den fünften Platz.»

Deutschland - Ukraine 29 : 26 (16:15)

Deutschland: Woltering, Englert; Jurack (7), Krause (4/2), Neukamp (3), Reiche (3), Müller (3), Härdter (3), Althaus (2), Melbeck (2), Wörz (2), Henze, Bohm, Loerper.

Ukraine: Vorozjtsova, Makarenko; Radchenko (7), Borodina (4/1), Reznir (4/3), Lyapina (2), Shynkarenko (2), Yatsenko (2), Verhelyuk (2), Boklaschuk (1), Siukalo (1), Shybanova (1), Shutska, Sakada

Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Bord / Buy (FRA)
Strafminuten: 10 / 16

Quelle: 15.12.2005 - Timo Hölscher und Martin Kloth / http://www.nwz-online.de


Handball-Team verpasst Einzug ins Halbfinale / NWZ / 14.12.2005

26:37 gegen Rumänien – Französische Schützenhilfe bleibt aus

Dänemark und Rumänien sind sicher weiter. Morgen spielen die deutschen Frauen gegen die Ukraine.

ST. PETERSBURG - Für die deutschen Handball-Frauen ist der Traum vom ersten WM-Halbfinale seit dem Gewinn der Bronzemedaille 1997 geplatzt. Der EM-Fünfte verlor gestern bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg das Schlüsselspiel gegen Rumänien mit 26:37 (14:20). Nach der ersten Niederlage in der Hauptrunde besiegelte anschließend Olympiasieger Dänemark durch den 22:19-Erfolg gegen Titelverteidiger Frankreich das Ende der deutschen Halbfinal-Hoffnungen, weil sowohl Rumänien als auch Dänemark mit ihren Siegen sicher unter den besten Vier sind.

Vor nur 150 Zuschauern waren Grit Jurack (Viborg/6/1) und Nina Wörz (Leipzig/6) die besten Werferinnen in der an ihre Leistungsgrenze geratenen Auswahl des Deutschen Handball-Bundes. Vor Beginn der Platzierungsspiele braucht das DHB-Team morgen zum Abschluss der Hauptrunde ein Unentschieden gegen die Ukraine, um die Partie um Platz fünf zu erreichen.

„Das war die erste große Klatsche“, bekannte Kreisspielerin Anne Müller (Leverkusen). „Diese Niederlage hat mehr wehgetan als die gegen Dänemark. Wir haben alles probiert, aber nichts hat geholfen. In der Kabine hat die Mannschaft ihrer Emotionalität freien Lauf gelassen. Jetzt zeigt sich, wie stark sie ist“, sagte Bundestrainer Armin Emrich und versprach: „Der Teamgeist wird ungebrochen sein.“

Quelle: Von Martin Kloth - http://www.nwz-online.de


Dinu und Ardean entzaubern Deutschland / handball-welt.de / 13.12.2005

  
Luminita Dinu

  
Eine starke rumänische Mannschaft mit einer überragenden Luminita Dinu im Tor und der torgefährlichen Valentina Neli Ardean Elisei in der Offensive war heute eine zu hohe Hürde für die deutsche Auswahl, die zudem nicht die Form der letzten Spiele zeigen konnte. Während Rumänien mit dem 37:26 seine Titelambitionen eindrucksvoll unterstrich und bereits im Halbfinale steht, muß das DHB-Team nun auf Schützenhilfe der Französinnen hoffen, um eventuell noch an Dänemark vorbei auf den zweiten Gruppenplatz zu ziehen.

Vor erneut nur 200 Zuschauern agierten beide Teams zunächst nervös, Valentina Neli Ardean Elisei erzielte im Gegenstoß den ersten Treffer für die Rumäninnnen, doch dank einiger Paraden von Sabine Englert konnte die deutsche Auswahl die Partie zunächst ausgeglichen gestalten. Bereits in der Anfangsphase wurde aber deutlich, dass auf die deutsche Deckung heute nicht so Verlaß war, wie in den Spielen zuvor. Die variabel agierenden Rumäninnen fanden immer wieder Freiräume, trafen vom Kreis, den Außen und auch aus dem Rückraum.

Hauptrunde Gruppe 2
  Rumänien-   Deutschland 37 : 26
  Ukraine-   Brasilien 32 : 33
  Frankreich-   Dänemark 19 : 22
Hauptrunde Gruppe 1
  Südkorea-   Kroatien 38 : 34
  Ungarn -   Niederlande 37 : 30
  Norwegen -   Russland 22 : 26
Bis zum 8:8 durch Jurack nach einer Viertelstunde blieb es noch ausgeglichen und auch nach dem 10:11 durch Lörper hatte die DHB-Auswahl zumindest den Anschluß. Aber auch ein Torhüterwechsel von Englert auf Gräfer brachte bei der deutschen Auswahl nicht die erhoffte Wende. Immer wieder sahen sich die deutschen Torhüterinnen frei vor ihnen stehenden Rumäninnen gegenüber und hatte zumeist das Nachsehen. Anders auf der Gegenseite, dort steigerte sich nicht nur die rumänische Defensive, sondern auch Torhüterin Luminita Dinu. Am Ende hatte sie weit über vierzig Prozent der deutschen Würfe abgewehrt und fast doppelt so viele Paraden auf ihrer Habenseite als die deutschen Kolleginnen.

Durch die Probleme in der Defensive wurde in der Folge auch das Offensivspiel der deutschen Auswahl unruhiger, zudem hatte das DHB-Team nun auch mehrfach Pech im Abschluß, insgesamt neunmal trafen die Deutschen nur den Pfosten. In Unterzahl hatte Bradeanu die Rumäninnen mit 12:10 in Führung gebracht und trotz eines zwischenzeitlichen Time-Outs von Armin Emrich brachen nun die entscheidenden Minuten an. Während die Rumäninnen zu einfachen Treffern kamen und insbesondere Valentina Neli Ardean Elisei nicht mehr aufzuhalten war, verzettelte sich der deutsche Angriff immer wieder. Vor allem auf die deutschen Anspiele an den Kreis und durchstoßende Mitspielerinnen hatte sich die rumänische Defensive bestens vorbereitet. Zu allem Überfluß vergab Grit Jurack nun auch noch einen Siebenmeter und Rumänien zog vorentscheidend auf 17:10 davon.

   Heike Schmidt und Armin Emrich  
  Heike Schmidt und Armin Emrich sind ratlos.

  
Die deutsche Auswahl konnte sich kurz vor der Pause zwar wieder fangen und den Abstand bis zur Pausensirene mit 14:20 in Grenzen halten, die Hoffnungen auf eine Aufholjagd im zweiten Abschnitt erhielten aber direkt nach Wiederanpfiff einen herben Rückschlag. Vier Treffer in Folge ließen die rumänische Führung auf 24:14 anwachsen, erst nach fast acht Minuten konnte Nina Wörz die überragende Dinu im zweiten Abschnitt zum ersten Mal überwinden. Die deutsche Auswahl versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen, Emrich wechselte komplett, doch keine der eingewechselten Akteurinnen konnte das Ruder herumreissen, am Ende stand so eine auch in der Höhe leistungsgerechte 26:37-Niederlage zu Buche. Die rumänische Auswahl dürfte aber spätestens nach der heutigen Leistung zusammen mit Russland als der Titelanwärter bei dieser WM gelten.

Nadine Krause  
Nadine Krause
  
Indizien, die auf die Gründe der Niederlage hinweisen, finden sich in der Statistik. Im Tor der Rumäninnen konnte Luminita Dinu 20 Paraden verbuchen und hatte am Ende deutlich über vierzig Prozent der deutschen Würfe abgewehrt, während Englert (3) und Gräfer (8) hinter der löchrigen deutschen Deckung nur auf elf Paraden kamen. Damit zusammen hängt die Wurfeffektivität, bei der die Rumäninnen, auch dank der zwölf Treffer aus fünfzehn Würfen von Valentina Neli Ardean Elisei, auf 63 Prozent kamen. Dem standen auf deutscher Seite nur 42 Prozent gegenüber, hauptverantwortlich dafür waren nicht nur die neun Pfostentreffer, sondern unter anderem, dass von Außen lediglich einer von sieben Versuchen den Weg ins rumänische Tor fand und auch Nadine Krause mit einer Quote von vier Toren aus dreizehn Würfen nicht an die Leistung der vorherigen Spiele anknüpfen konnte.

Rumänien - Deutschland 37 : 26 (20:14)

Rumänien: Dinu, Tamas; Ardean Elisei (12/1), Luca (6), Lecusanu (5), Gogirla (5/4), Gilca (5), Bradeanu (2), Maier (1/1), Ivan (1), Varzaru, Tivadar, Lazer, Gatzel

Deutschland: Englert, Gräfer; Jurack (6/1), Wörz (6), Krause (4/1), Loerper (2), Müller (2), Härdter (2), Althaus (1), Reiche (1), Henze, Melbeck, Neukamp, Bohm

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Hakansson / Nilsson (SWE)
Strafminuten: 14 / 6

Quelle: 13.12.2005 - Christian Ciemalla / http://www.handball-welt.de


Splitter / HandballWoche / 13.12.2005

Gigantische Einschaltquoten
Das Spitzenspiel der Vorrunden-Gruppe C zwischen Deutschland und Dänemark (26:27) sahen 550.000 Zuschauer im Schnitt auf "Eurosport". Sogar 660.000 Fans fanden sich in der Spitze vor dem Fernseher ein. In Dänemark schlug das Spiel alle Rekorde. Über 1,2 Millionen Menschen sahen die Partie. Das entspricht einer Quote von über 60 Prozent.

Kein Handball-Interesse
Die WM in St. Petersburg findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Selbst bei Gastgeber und Titelfavorit Russland sahen teilweise nur 500 bis 1000 Zuschauer die Spiele im riesigen Eispalast, der 14 000 Zuschauer fasst. Der Veranstalter reagierte und gewährte Schülern und Rentnern freien 'Eintritt. Leider ohne Erfolg.

Überfall in U-Bahn
Hollands Nationalmannschaft hat negative Erfahrungen mit der St. Petersburger Metro gemacht. In der als schnellstes und sicherstes Verkehrsmittel der Fünf-Millionen-Metropole geltenden U-Bahn wurden einige Spielerinnen von Taschendieben überfallen.

Quelle: HandballWoche Nr. 50 / 13.12.2005


Hallo aus St. Petersburg / O.R. / 13.12.2005

VfL Oldenburg-Trainer Leszek Krowicki hat sich zur Handball-WM nach St. Petersburg aufgemacht. Einmal täglich wird er hier von seinen Eindrücken berichten.

     
  Leszek Krowicki

  
Seit Sonntag bin ich hier bei der Handball-WM in der russischen Metropole St. Petersburg. Mein erster Eindruck: Es ist ein hervorragend organisiertes Turnier. Das haben mir auch alle bestätigt, mit denen ich gesprochen habe. Nur die Zuschauer fehlen - und das ist äußerst schade. Es ist schwer zu sagen, woran es liegt. Sicher ist ein Grund, dass die russischen, speziell Petersburger Vereinsmannschaften, in den letzten Jahren keine Erfolge feierten. Außerdem sind die Entfernungen in dieser Metropole unvorstellbar groß. So dauert eine Fahrt mit dem Taxi durch die Stadt gute zwei Stunden. Schneller ist die Metro. Von meinem Hotel habe ich 40 Minuten in die Halle, in der die Hauptrundengruppe I spielt, gebraucht.

Dort hat gestern Ungarn Kroatien 27:26 geschlagen. Dann habe ich den Sieg Russlands gegen Südkorea gesehen (32:27) und das 30:30 der Holländerinnen gegen Norwegen. Das war eine starke Leistung der Niederlande mit einer richtig gut aufgelegten Diane Lamein. Bis zehn Minuten vor Schluss hat Norwegen teilweise mit drei, vier Toren ständig zurückgelegen, daher war der Punktverlust für unsere Oldenburgerin Diane schon sehr unglücklich. Absolut favorisiert ist für mich nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel Russland. Übringens habe ich mir diese Gruppe ausgesucht, weil die deutschen Spiele ja auf Eurosport zu sehen waren und sind. Es hat sich gelohnt, denn es waren drei sehr interessante und spannende Spiele. Heute ist aber die andere Gruppe dran. Dort kann Deutschland heute gegen Rumänien einen weiteren Schritt Richtung Medaille machen. Die Mannschaft hat durch ihre guten Spiele gezeigt, dass sie die Chance besitzen.

Gestern bin ich gleich zweimal verwechselt worden. Ein junger Mann wollte ein Autogramm und sogar ein alter Bekannter begrüßte mich mit: "Hallo Herbert, wann fliegt ihr zurück?" Beide meinten natürlich Herbert Müller, den Trainer von Österreich. Herbert hat wie ich eine Glatze. Aber der ist wirklich schon zu Hause. Genauso wie meine Polinnen. Es ist schon sehr enttäuschend, was die Mannschaft gezeigt hat. Seit den WM-Qualifikationsspielen gegen Deutschland gab es praktisch keine Weiterentwicklung mehr. In Polen wird jetzt über Trainer Zygfryd Kuchta diskutiert.

Hoffentlich wird meine Erkältung nicht schlimmer. Die Temperaturunterschiede sind enorm. Im Hotel ist es wie in einer Sauna, draußen ist russischer Winter.

Morgen melde ich mich wieder. Viele Grüße nach Deutschland.

Euer Leszek

Quelle: O.R. / VfL Oldenburg


Vereiste Wege verhindern das Training / NWZ / 13.12.2005

Strastvuitje – Hallo aus St. Petersburg.

Hauptrunde, jetzt beginnt die Weltmeisterschaft richtig. Der 32:26-Sieg gestern Nachmittag gegen Frankreich war für uns enorm wichtig. Einerseits für unser Selbstvertrauen, andererseits für einen optimalen Einstieg in die Hauptrunde. Wir hatten während der Begegnung zwar einige Schwächephasen, aber dennoch haben wir gegen den Titelverteidiger dominiert. Das macht uns aber Mut. Auch für die schwere Aufgabe heute Nachmittag gegen Rumänien. Ich denke, insgesamt haben wir eine gute Ausgangslage.

Den gestrigen Tag in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Frankreich haben wir anders verbracht als das noch vergangene Woche der Fall gewesen war. Wir haben auf das Training verzichtet, und sind noch nicht einmal joggen gegangen. Die Wege waren nämlich total vereist und damit zu gefährlich zu betreten. Das Risiko, dass eine Spielerin ausrutscht und dann möglicherweise verletzt ausfällt, wollten wir nicht eingehen.

Dafür waren wir aber in aller Ruhe am Meer spazieren. Die frische Luft hat richtig gut getan, und wir konnten Kräfte sammeln für das Spiel gegen die Französinnen. Diese Taktik ist auch voll aufgegangen.

Im Hotel bei uns ist es auch viel ruhiger geworden. Viele Teams sind nach ihrem Vorrunden-Aus bereits abgereist. So auch unsere Flur-Nachbarn, die Slowenen. Das ist schon ganz angenehm. Vor allem aber beim Essen merkt man, dass zwölf Mannschaften fehlen. Zu den Stoßzeiten, so zwischen 13 und 15 Uhr, war da immer die Hölle los. Das ist jetzt viel entspannter.

Übrigens von der Zuschaukulisse gestern gegen Frankreich war ich einmal mehr enttäuscht. Eigentlich machen gerade die Fans aus vielen Nationen das Flair bei einer Großveranstaltung aus. Bei unserem Sieg waren es höchstens 250 Zuschauer. Das ist zu wenig. Jetzt müssen wir halt alles daransetzen, in den Eispalast zum Halbfinale und Finale zu kommen. Da werden dann ja hoffentlich auch mal ein paar Zuschauer kommen.

Bis morgen. „Doswidanja“ – Auf Wiedersehen!

Quelle: http://www.nwz-online.de


DHB-Frauen entzaubern Titelverteidiger und halten Halbfinal-Kurs / handball-welt.de / 12.12.2005

   Sabine Englert  
  Sabine Englert im Tor zeigte gegen Frankreich eine tolle Leistung.

  
Die deutschen Handball-Frauen haben Titelverteidiger Frankreich entzaubert und halten bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg weiter Kurs auf das Halbfinale. Zum Auftakt der Hauptrunde bezwang der EM-Fünfte am Montag den Weltmeister mit 32:26 (18:13). Vor nur rund 250 Zuschauern waren Nadine Krause (Leverkusen/8) und Grit Jurack (Viborg/7) beste Werferinnen der deutschen Mannschaft, die an diesem Dienstag auf Geheimfavorit Rumänien trifft.

Den Ruhetag zwischen Abschluss der Vorrunde und dem Auftakt zur zweiten Turnierwoche hatten die deutschen Spielerinnen zu aktiver Erholung und intensiver Vorbereitung auf das Spiel gegen den Weltmeister genutzt. «Wir müssen taktische Dinge reaktivieren», hatte Bundestrainer Armin Emrich angekündigt. Dies gelang der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hervorragend. Wie schon beim 20:20 im vorangegangenen Aufeinandertreffen beim Vier-Nationen-Turnier in Paris in der WM-Vorbereitung ließ der EM-Fünfte die Französinnen nie zur Entfaltung kommen. Hinter der konzentrierten und beweglichen Abwehr wurden einmal mehr zahlreiche Bälle eine sichere Beute von Torfrau Sabine Englert.

   Sophie Herbrecht  
  Sophie Herbrecht erzielte 7 Treffer für Frankreich
  
Emrich hatte dabei mit seiner Stammformationen begonnen, so dass auch die gegen die Elfenbeinküste geschonten Englert und Susanne Henze wieder im Team standen. Olivier Krumbholz überraschte unterdessen damit, dass er zunächst seine eigentliche Nummer Drei, Laurenca Maho, ins Gehäuse beorderte und Juracks Teamkollegin Valerie Nicolas auf der Bank beließ. Die Partie begann sehr temporeich, Frankreich glich das schnelle deutsche 2:0 umgehend aus und konnte, auch das Spiel bis zum 6:6 ausgeglichen gestalten.

Nach dem 6:6 hielt Englert einige Würfe und vorne erzielte Grit Jurack zwei Treffer zur 8:6-Führung, doch dank einiger technischer Fehler konnten die Französinnen beim 8:9 noch einmal den Anschlußtreffer erzielen. Insgesamt aber stand die deutsche Deckung, um Abwehrorganisatorin Steffi Melbeck, erneut sicher und so wuchs der Vorsprung dank Juracks Treffer über 13:9 bis auf 17:11 an. Sieben Treffer erzielte die Dänemark-Legionärin bereits im ersten Abschnitt, zudem zeigten sich in der Schlußphase der ersten Halbzeit auf Außen auch Melbeck und Nora Reiche zielsicher.

Mit einem 18:13 kamen beide Teams aus den Kabinen. Auch im zweiten Durchgang glänzte die DHB-Auswahl zeitweilig mit kompromissloser Abwehrarbeit und und überlegtem Offensivspiel. Mit dem ersten Treffer kurz nach Wiederanpfiff erzielte die Leverkusenerin Nadine Krause ihren 300. Länderspieltreffer und erreichte als 25. deutsche Spielerin diese Marke. «Das ist toll. Aber wichtiger war, dass wir gewonnen und die ersten zwei Punkte in der Hauptrunde geholt haben», so Krause nach Spielende.

Doch nach dem 20:13 (33.) und dem ersten Sieben-Tore-Vorteil schlichen sich Unkonzentrierheit ins Spiel des DHB-Teams. Mit den daraus resultierenden Fehlern baute das DHB-Team den Kontrahenten wieder auf. Der Vorsprung schmolz auf 24:21 (46.) und Emrich reagierte auf die Schwächephase mit einer Auszeit.

Anschließend rückte immer mehr Torhüterin Englert in den Mittelpunkt, die mit zahlreichen Paraden verhinderte, dass Frankreich weiter aufholen konnte. In der Offensive sorgte Anja Althaus mit einem wichtigen Treffer für das 25:21. Nach Kantos 23:26 betrug die Distanz dennoch nur noch drei Treffer, doch dank der weiterhin aufmerksamen Defensivarbeit und der Treffer von Neukamp und Melbeck zog die deutsche Auswahl wieder auf 28:23 davon.
Hauptrunde Gruppe 2
  Deutschland-   Frankreich 32 : 26
  Brasilien-   Rumänien 33 : 35
  Dänemark-   Ukraine 28 : 28
Hauptrunde Gruppe 1
  Kroatien-   Ungarn 26 : 27
  Russland-   Südkorea 32 : 27
  Niederlande-   Norwegen 30 : 30
Spätestens nach dem 30:24 durch Anja Althaus war vier Minuten vor Spielende die endgültige Entscheidung gefallen, den Endstand markierte dann Nadine Krause zum verdienten 32:26. «Wir haben die Leistungen aus der Vorrunde fortgesetzt mit einer tollen Abwehrleistung und einer überragenden Sabine Englert im Tor. Sie hat die big points gehalten. Gegen Rumänien wird es ein verdammt schweres Spiel, in dem Rumänien der Favorit ist. Diese Rolle nehmen wir gern an», sagte Bundestrainer Armin Emrich.

Deutschland - Frankreich 32 : 26 (18:13)

Deutschland: Englert, Gräfer; Jurack (7), Wörz (2), Müller (2), Reiche (3), Loerper, Henze (1), Härdter, Krause (8), Bohm, Neukamp (1), Melbeck (5), Althaus (3)

Frankreich: Nicolas, Maho; Herbrecht (7/3), Gomis (4), Baudouin (4), Kanto Njitam (3), Korfanty (2), Demangeon (2), Vanparys-Torres (2), Spincer (1), Tervel (1), Goudjo, Wendling, Legenty

Schiedsrichter: Hansen / Pettersen (NOR)
Zuschauer: 250
Strafminuten: 6 / 4

Quelle: 12.12.2005 - Martin Kloth und Timo Hölscher / http://www.handball-welt.de


Die WM beginnt erst jetzt / NWZ / 12.12.2005

Strastvuitje – Hallo aus St. Petersburg.

Tief durchatmen, die Vorrunde ist überstanden. Und die eigentliche Weltmeisterschaft beginnt erst jetzt. Insgesamt sind wir voll im Soll, wir stehen in der Hauptrunde, das war unser Minimalziel. Ab heute warten dann Titelverteidiger Frankreich, am Dienstag Rumänien und am Donnerstag die Ukraine auf uns. Das wird richtig schwer, aber Frankreich haben wir auch schon in der WM-Vorbereitung ein Remis abgetrotzt. Mal sehen, wie das wird. Wir denken einfach nur von Spiel zu Spiel. Diese Devise hat sich bisher für uns ausgezahlt.

Zum Glück konnten wir im letzten Spiel der Vorrunde gegen die Elfenbeinküste einige Spielerinnen schonen und Kräfte sammeln. Dafür war auch der gestrige Ruhetag sehr gut. Leider haben wir keine weiteren Besichtigungen in St. Petersburg gemacht. Ich würde schon gern mehr sehen von der Stadt. Aber vielleicht schaffe ich das noch. Statt Sightseeing stand so schon wieder Training auf dem Programm.

In unserem Mannschaftshotel hat am Samstagabend eine russische Hochzeit stattgefunden. Da war vielleicht was los! Es wurde getanzt und gefeiert bis in den frühen morgen. Sonntagfrüh gab´s dann große Abschiedsszenen. Die Hälfte der Teams, also alle, die sich nicht für die Hauptrunde qualifiziert haben, sind abgereist. Kisten, Taschen, Bälle, Equipment – die ganze Hotellobby war proppevoll. Mit Argentinien haben wir sogar noch Trikots getauscht. Die haben sich riesig gefreut. Aber etwas Gutes hat die Abreise der Mannschaften auch. Nun wird es wieder ruhiger im Hotel. Wir können uns also gut auf die nächsten Aufgaben vorbereiten. Das wär’s für heute.

Drückt uns die Daumen. „Doswidanja“ – Auf Wiedersehen!

Quelle: http://www.nwz-online.de


Fahrplan für die Hauptrunde steht / DHB / 11.12.2005

Sie zählen bereits zu den besten zwölf Mannschaften der Welt: Die Frauen von Bundestrainer Armin Emrich haben mit dem Einzug in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft ein großes Ziel erreicht. In Gruppe II der Hauptrunde trifft der EM-Fünfte auf Titelverteidiger Frankreich (Montag, 15 Uhr MEZ), Geheimfavorit Rumänien (Dienstag, 15 Uhr) und den Olympiadritten Ukraine (Donnerstag, 17 Uhr). Alle Spiele werden von EUROSPORT aus St. Petersburg live übertragen.

In Gruppe I tummeln sich neben Gastgeber Russland und dem WM-Zweiten Ungarn noch die Niederlande, Kroatien, Europameister Norwegen und Südkorea. Die für die Hauptrunde qualifizierten Mannschaften nehmen die untereinander erzielten Ergebnisse mit. Vor Beginn der zweiten Turnierphase ergibt sich damit folgendes Tabellenbild:

Tabellen:

Hauptgruppe 1
1. Ungarn 4:0
2. Russland 4:0
3. Südkorea 2:2
4. Niederlande 2:2
5. Kroatien 0:4
6. Norwegen 0:4

Hauptgruppe 2
1. Dänemark 4:0
2. Rumänien 4:0
3. Deutschland 2:2
4. Ukraine 2:2
5. Frankreich 0:4
6. Brasilien 0:4

Spielplan der Hauptrunde Gruppe 2:

Montag, 12. Dezember:
15:00 Uhr: Deutschland – Frankreich
17:00 Uhr: Brasilien – Rumänien
19:00 Uhr: Dänemark – Ukraine

Dienstag, 13. Dezember:
15:00 Uhr: Rumänien – Deutschland
17:00 Uhr: Ukraine – Brasilien
19:00 Uhr: Frankreich – Dänemark

Donnerstag, 15. Dezember:
15:00 Uhr: Brasilien – Frankreich
17:00 Uhr: Deutschland – Ukraine
19:00 Uhr: Dänemark – Rumänien

Ergebnisse aus der Vorrunde:

Dänemark – Brasilien 31:22 (12:13)
Deutschland – Dänemark 26:27 (14:12)
Deutschland – Brasilien 32:24 (17:9)
Ukraine – Rumänien 27:30 (10:17)
Rumänien – Frankreich 28:26 (16:12)
Frankreich – Ukraine 27:32 (14:14)

Infos: T.O.K. / http://deutscherhandballbund.de


DHB-Auswahl feiert 40:24-Schützenfest gegen Elfenbeinküste / handball-welt / 10.12.2005

   Elodie Mambo  
  Elodie Mambo vom Team der Elfenbeinküste
  
Die deutschen Handball-Frauen haben die Vorrunde der Weltmeisterschaft in St. Petersburg mit dem vierten Sieg im fünften Spiel abgeschlossen. Das bereits vorher für die Hauptrunde qualifizierte Team von Bundestrainer Armin Emrich gewann am Samstag gegen die Auswahl der Elfenbeinküste mit 40:24 (19:10). Beste Torschützin in Reihen des EM-Fünften war vor 300 Zuschauern die Leverkusenerin Sabrina Neukamp und die Trierin Anja Althaus mit je mit sieben Treffern.

Die bedeutungslose Partie gegen die Elfenbeinküste nutzte Emrich, um seinen Leistungsträgerinnen längere Erholungspausen zu gönnen. Die bisherigen Reservisten Nadine Härdter (Dortmund) und Torfrau Alexandra Gräfer (Trier) kamen zu ihren ersten WM-Einsätzen. «Wir haben gegen die Elfenbeinküste nichts zu verlieren. Da muss man auch taktisch denken und Kräfte schonen. Allerdings wollen wir uns auch vernünftig aus der Vorrunde verabschieden», sagte Co-Trainerin Heike Schmidt.

Deshalb startete die DHB-Auswahl auch mit der ersten Reihe, die allerdings gegen die Elfenbeinküste mit 1:0 in Rückstand geriet. Dies sollte aber auch die einzige Führung des großen Außenseiters bleiben. Im deutschen Team traf Grit Jurack anfangs nach zuletzt eher schwachen Spielen aus dem Rückraum ebenso sicher wie Nadine Krause. Über 4:1, 8:3 setzte sich die Emrich-Sieben auf 10:4 ab. Die Afrikanerinnen leisteten sich in dieser Phase einige Stürmerfouls und Schrittfehler, so dass die Deutschen leichtes Spiel hatten.

In den folgenden Minuten stand die deutsche Abwehr etwas zu passiv und Woltering hatte einige unglückliche Aktionen. So verkürze die Elfenbeinküste auf 8:11. Anschließend trat die deutsche Mannschaft jedoch wieder konzentrierter auf und setzte sich klarer ab. Nach 22 Minuten jedoch nahm Emrich beim Stand von 13:8 seine beiden Rückraumstars Grit Jurack (Viborg) und Nadine Krause (Leverkusen) vom Parkett. Das Duo hatte bis dahin 12 der 13 deutschen Tore geworfen. Die Torjägerinnen wurden durch Marielle Bohm (Trier) und Nora Reiche (Leipzig) ersetzt. Für Spielmacherin Nina Wörz (Leipzig) rückte die junge Leverkusenerin Anna Loerper auf die Mittelposition im Rückraum.

Trotz der Wechsel änderte sich nichts an der überlegenen Spielführung der deutschen Mannschaft gegen die Afrikanerinnen, die nach vier Spielen in fünf Tagen an ihre körperlichen Grenzen stießen. Besonders Spielmacherin Anna Loerper hatte einige gelungene Aktionen. Bis zur Pause setzte sich der EM-Fünfte auf 19:10 ab und bejubelte beim 20:10 (31.) den ersten Zehn-Tore-Vorsprung, obwohl Emrich komplett seine zweite Reihe spielen ließ und so im zweiten Abschnitt auch Torfrau Alex Gräfer zu ihren ersten WM-Minuten kam.

Die deutsche Abwehr agierte kurzzeitig etwas sorglos und ermögliche so Alimata Dosso und Elodie Mambo einige Treffer aus dem Rückraum. Allerdings verkürzten die Afrikanerinnen lediglich auf sieben Tore beim 18:25, danach steigerte sich die deutsche Mannschaft wieder. Insbesondere Rechtsaußen Sabrina Neukamp spielte eine starke zweite Hälfte im deutschen Team, in dem auch Kreisläuferin Anja Althaus gefiel. Bei der Elfenbeinküste häuften sich nun technische Fehler, die Deutschland mit Gegenstoßtoren bestrafte. Schließlich gewannen die DHB-Frauen leicht und locker mit 40:24.

Stimmen zum Spiel:

Nadine Krause: "Ich denke, wir haben das heute ganz gut gelöst. Es ist immer schwer gegen einen solchen Gegner zu spielen."

Anja Althaus: "24 Tore sind zu viel, aber wir gehen selbstbewußt in die Hauptgruppe. Unglaublich dass die Österreicher es nicht geschafft haben und Dänemark nun mit 4:0 Punkten durchgeht. Österreich konnte sich gestern bei uns bedanken, dass wir Dänemark alles abverlangt haben und die platt waren. Wir hätten es verdient gegen Dänemark auch zu gewinnen, aber wir steigern uns weiter von Spiel zu Spiel.

Armin Emrich: "Sportlich haben wir das heute gut gelöst, nachdem wir ja bereits qualifiziert waren. Erfreulich ist die Spielfreude derer, die bisher nicht oder wenig gespielt haben und dass es keine Verletzungen gab. Jetzt heisst es Kraft schöpfen für nächste Woche."

Deutschland - Elfenbeinküste 40 : 24 (19:10)

Deutschland: Woltering, Gräfer; Jurack (6/3), Wörz, Müller, Reiche (4), Loerper (4/2), Härdter (3), Krause (6), Bohm (2/2), Neukamp (7), Meier, Melbeck (1), Althaus (7)

Elfenbeinküste: Zady, Lobouo; Mambo (5), Dosso (5), Kregbo (4), Dongo (3), Touali (3), Guédé (1), Koudou (1), Bodoua (1), Diomandé (1), Zanzan, Guibi, N´Guessan

Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Gusewa / Wartanjan (RUS)
Strafminuten: - / 12

Quelle: 10.12.2005 - Timo Hölscher und Martin Kloth / http://www.handball-welt.de


DHB-Team nach drittem Sieg in WM-Hauptrunde / handball-welt / 09.12.2005

Die deutschen Handball-Frauen sind bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg vorzeitig in die Hauptrunde eingezogen und schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle. Der EM-Fünfte distanzierte am Freitag in der Vorrundengruppe C Brasilien mit 32:24 (17:9) und feierte damit den dritten Sieg im vierten Spiel. Vor rund 400 Zuschauern im Jubiläums-Sportpalast genügte der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) eine routinierte und abgeklärte Teamleistung, um auch den vierten Vergleich mit den Südamerikanerinnen für sich zu entscheiden. Nadine Krause (Leverkusen/6) und Nina Wörz (Leipzig/6) waren die besten Werferinnen in der deutschen Mannschaft, die zum Abschluss der Vorrunde an diesem Samstag gegen die bislang sieglose Elfenbeinküste antritt.

«Die Brasilianerinnen spielen einen schnellen und disziplinierten Ball im Angriff. Und im Gegenstoß sind sie südländisch temperamentvoll. Wir wissen alle, wie stark Brasilien ist. Da müssen wir unsere Linie mit dem gleichen Elan weiter spielen», hatte Bundestrainer Armin Emrich vor der Partie als Motto ausgegeben. Nach der 26:27-Niederlage gegen Olympiasieger Dänemark hatte die deutsche Mannschaft den spielfreien Donnerstag zur Erholung und zum Kraft schöpfen genutzt. Das DHB-Team begann allerdings etwas nervös und hatte leichte Probleme mit der brasilianischen Abwehr, so dass die Südamerikanerinnen mit 2:1 in Führung gehen konnten.

Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich fing sich aber schnell und ging durch vier Treffer in Folge mit 5:2 in Führung. Nadine Krause traf in dieser Phase zwei Mal und auch über den Kreis kam das DHB-Team wiederholt zum Erfolg. In der Folge dominierte die deutsche Auswahl die Begegnung, Englert überzeugte zwischen den Pfosten und in der Offensive traf in dieser Phase vor allem Nina Wörz. Nach dem 8:4 stand die deutsche Deckung dann aber etwas passiv und so konnte Brasilien auf 8:6 verkürzen.

Die Emrich-Sieben fand in der Folge aber wieder besser ins Spiel, die Abwehr ließ bis zur Halbzeit nur noch drei Gegentreffer zu und in der Offensive übernahm nun Nadine Krause die Verantwortung. Über 10:6 und 13:7 wuchs die Führung auf 15:8 und in die Kabinen nahm die deutsche Auswahl beim 17:9 sogar eine Führung von acht Toren. Dabei gefiel das DHB-Team in der Offensive insbesondere durch ein sehenswertes Kombinationsspiel.

Im zweiten Durchgang knüpfte der EM-Fünfte nahtlos an die konzentrierte Leistung der ersten 30 Minuten an und führte beim 23:13 (40.) erstmals mit zehn Toren Vorsprung. Lediglich in den ersten Minuten hatte Chana Masson der DHB-Auswahl einige Kopfschmerzen bereiten können, danach aber fand auch die Leipzigerin kein Mittel gegen das deutsche Team. Der DHB-Auswahl unterliefen ein einige technische Fehler und insbesondere im Gegenstoß offenbarte das Team von Armin Emrich noch Verbesserungspotential.

Bei Brasilien nutzte Linksaußen Idalina Mesquita ihre Freiräume zu einigen Treffern, so dass der Außenseiter zum 23:16 verkürzte. Das Spielniveau war weiterhin eher mäßig, aber die Emrich-Sieben steigerte sich und setzte sich auf 28:16 ab. Armin Emrich nutzte in der zweiten Hälfte die Möglichkeit und wechselte mit Marielle Bohm und Silke Meier (beide Trier) sowie Sabrina Neukamp (Leverkusen) Spielerinnen ein, die zuvor wenige Einsatzzeiten hatten. Anschließend strahlte Bundestrainer Armin Emrich über das ganze Gesicht: «Das nie genannte Ziel Hauptrunde ist erreicht. Die Erleichterung ist groß, das gebe ich unumwunden zu. Die Mannschaft hat die Hauptrunde verdient.» Auch Co-Trainerin Heike Schmidt jubelte «Wir sind in der Hauptrunde. Das war unser Ziel. Alles, was jetzt kommt ist Bonus».

Stimmen zum Spiel:

Nina Wörz: Das erste Ziel war die Hauptrunde, jetzt müssen wir sehen wer mit welchen Punkten dazukommt. Wir wollen natürlich ins Halbfinale, klar! Mit dieser Mannschaft könnte das in diesem Jahr machbar sein. Ich hatte vor dem Spiel echt Angst vor Chana, aber es hat gut geklappt.

Armin Emrich: Für uns ist das der erhoffte Erfolg. Das nie genannte Ziel haben wir nun erreicht. Insgesamt haben wir uns in der Vorrunde sehr gut präsentiert , gute Spiele gezeigt. Heute waren wir wieder hochkonzentriert, haben uns gezielt vorbereitet und das Spiel sehr, sehr erst genommen. Vom Spielverlauf her bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Erleichterung ist groß, das gebe ich unumwunden zu, so, wie die Mannschaft sich vorbereitet hat und in das Turnier gestartet ist, hat sie das auch verdient.

Deutschland - Brasilien 32 : 24 (17:9)

Deutschland: Englert, Woltering; Jurack (2), Wörz (6), Müller (3), Reiche (1), Loerper (2), Henze (2), Krause (6), Bohm (1), Neukamp (2), Meier (3), Melbeck (4), Althaus

Brasilien: Masson; Mesquita (8/1), dos Santos (4/2), Figueiredo (3), Pinheiro (2), Lucila da Silva (2), da Rosa (2), Aline da Silva (1), Jaques (1), do Nascimento (1)

Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Gardinovacki / Maric (SCG)
Strafminuten: 4 / 6

Quelle: 09.12.2005 - Timo Hölscher und Martin Kloth / http://www.handball-welt.de


Kochkünste behindern Nachtruhe / NWZ / 08.12.2005

Kochkünste behindern Nachtruhe

Strastvuitje – Hallo aus St. Petersburg

Die Ereignisse im Teamhotel überschlagen sich. Unsere Torhüterinnen Sabine Englert und Clara Woltering haben sich als Nikolaus verkleidet und ein Gedicht vorgetragen. Beide haben über vier Seiten die Amtszeit von Trainer Armin Emrich in Versform aufgearbeitet. Von März bis heute, von Riesa sozusagen bis St. Petersburg. Das war wahnsinnig lustig und wieder einmal ein Beleg für unseren fantastischen Teamgeist. Gerade Sabine Englert traut man so eine Aktion oft gar nicht zu, doch „Bine“ ist wirklich richtig witzig.

Weniger komisch war dagegen der Gestank heute Nacht. Um kurz vor ein Uhr haben die Koreanerinnen angefangen zu kochen. Ich dachte, ich seh’ nicht richtig. Die Spielerinnen und die Betreuer haben doch allen Ernstes mehrere Woks, also diese besonderen asiatischen Pfannen, auf dem Flur ausgebreitet und angefangen, darin Essen zuzubereiten. Das hat vielleicht im ganzen Hotel gestunken. Unglaublich!

Ein besonderes Erlebnis sind zudem jedes Mal die Fahrten vom Hotel in die Spielhalle. Eskortiert mit einem Polizei-Auto fährt unser Bus durch die Millionen-Metropole St. Petersburg. Das Blaulicht ist dabei immer an und der Wagen rast ohne Rücksicht auf den dichten Verkehr durch die Stadt. Da kriegst Du es jedes Mal mit der Angst zu tun. Bisher ist aber Gott sei Dank noch nichts passiert. Gestern sind wir übrigens zusammen mit den Spielerinnen aus Mazedonien im Bus in die Halle gefahren. In deren Gesichtern konnte ich die gleiche Angst wie bei uns erkennen . . .

So, das war’s für heute, bis morgen und „Doswidanja“ – Auf Wiedersehen!

Quelle: http://www.nwz-online.de


DHB-Frauen vergeben Matchball - 26:27 gegen Olympiasieger Dänemark / handball-welt / 07.12.2005

     
  Heike Schmidt mit Clara Woltering suchen nach Erklärungen

  
Die deutschen Handball-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg den ersten Matchball zum Einzug in die Hauptrunde vergeben. Trotz großen Kampfes und einer Energieleistung verlor die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in einer dramatischen Partie mit 26:27 (14:12) gegen Olympiasieger Dänemark. Der EM-Fünfte bleibt trotz der ersten Turnier-Niederlage nach zwei Siegen Zweiter der Vorrundengruppe C. Starke Torhüterleistungen von Sabine Englert und Clara Woltering sowie eine gute Abwehrleistung brachten Dänemark an den Rand einer Niederlage. Letztlich konnte Deutschland in den entscheidenden Situationen nicht die wichtigen Aktionen setzen, im Gegensatz zu Dänemark.

Vor der Partie wurde Grit Jurack für ihr 200. Länderspiel geehrt. Die Dänemark-Legionärin erhielt von DHB-Vizepräsident Rainer Witte einen Blumenstrauß und die Ehrennadel des Verbandes in Gold überreicht. «Das ist schon etwas Besonderes: Vor gut zwei Wochen die 1000 Tore und nun 200 Länderspiele. Sowas erlebt man nur einmal im Leben. Ich freue mich riesig darüber», sagte Jurack. Doch in ihrem Jubiläumsspiel gelang dem Rückraum-Star zunächst wenig. Dafür aber sprangen ihre Kolleginnen in die Bresche. Die Abwehr, die sich immer mehr zum Prunkstück entwickelt, unterband die dänischen Angriffsbemühungen schon im Entstehen. Dahinter bot Torhüterin Sabine Englert ihre bislang beste Turnierleistung. Und im Angriff traf die in bestechender Form aufspielende Nadine Krause aus dem linken Rückraum und vom Siebenmeterpunkt.

Beide Teams hatten dabei zunächst großen Respekt voreinander gezeigt. Die ersten Angriffe endeten auf beiden Seiten erfolglos, Deutschland beeindruckte die favorisierten Däninnen dabei insbesondere durch die aggressive Abwehr, durch die die DHB-Auswahl die Däninnen früh in Zweikämpfe verstrickte. Das schnelle Aufbauspiel des amtierenden Olympiasiegers wurde dadurch zunächst unterbunden und Jan Pytlick sah sich bereits nach einer Viertelstunde dazu gezwungen beim Stande von 5:8 seine Auszeit zu nehmen.

In der Folge agierte Mette Sjöberg für die bis zu diesem Zeitpunkt schwache Katrine Fruelund im linken Rückraum. Aber auch mit der wurfgewaltigen Sjöberg fand Dänemark kein Mittel gegen die Deutsche Abwehr. Stattdessen konnte Deutschland kurz vor Ende der ersten Hälfte durch Juracks ersten Treffer zum 14:9 erstmals eine deutliche Führung herausarbeiten. Anstatt diese mit in die Halbzeit zu nehmen, konnten die verbissen kämpfenden Däninnen drei Treffer in Folge erzielen – statt einer klaren Führung ging die Mannschaft von Armin Emrich aufgrund mehrerer Unkonzentriertheiten nur mit einem 14:12 in die Halbzeit.

Die Unkonzentriertheiten in der deutschen Auswahl fanden zu Beginn des zweiten Abschnitts ihre Fortsetzung. Mehrere Fehler in der Offensive bestraften die Däninnen mit Gegenstoßtoren von Touray (3) und Wangsoe. Folgerichtig konnte Dänemark in der 40. Spielminute beim 19:18 in Führung gehen. Deutschland konnte wieder zurück ins Spiel finden, insbesondere Jurack konnte einige Mal gute Anspiele zum Kreis durchbringen. Beide Teams waren nun gleichwertig. Trainer Armin Emrich versuchte mit mehreren taktischen Varianten Druck auf den Dänischen Angriff auszuüben. Unter anderem variierte Deutschland mehrfach die Abwehrformation, in Überzahl wurde auch mit einer kurzen Deckung operiert.

   Jan Pytlik  
  Am Ende jubelte Dänemarks Trainer Jan Pytlik
  
In der 47. Minute wurde Dänemark erheblich geschwächt, als Ditte Andersen nach der dritten Zeitstrafe das Spielfeld verlassen musste. Kurz darauf schied bei Deutschland Torfrau Englert verletzt aus, Clara Woltering kam ins Spiel. Statt einer Schwächung lieferte Woltering eine ganz starke Leistung ab und hielt mit ihren Paraden Deutschland im Spiel.

Zwei Minuten vor Ende des Spiels kassierte ausgerechnet Woltering eine Zweiminutenstrafe, nachdem sie Katrine Fruelund außerhalb des Torraums gefoult hatte. Sabine Englert musste trotz ihrer Verletzung wieder ins Tor, hätte aber auch ohne Verletzung keine Chance gegen Katrine Fruelunds Wurf zum 24:26 gehabt. Josephine Touray kassierte auf Seite der Däninnen noch einmal eine Zeitstrafe, doch als Katrine Fruelund in der Schlußminute per Siebenmeter zum 24:27 traf war die Begegnung entschieden. Deutschland gab sich aber nicht auf und verkürzte zumindest noch auf 26:27, ohne aber den dänischen Sieg noch einmal in Gefahr bringen zu können.

Stimmen zum Spiel:

Steffi Melbeck: Schade, warum muss das denn nur immer so knapp sein? Wir haben im entscheidenden Moment zu hektisch gespielt und nicht gut geworfen. Durch eigene Schuld laufen die einen Gegenstoß nach dem anderen und erzielen so fünf bis acht leichte Tore. Fazit: Wir haben jetzt 4 Punkte, 2 gute Spiele gemacht und das heute war auch nicht so schlecht. Es geht weiter!

Anja Althaus: Wir haben uns heute selbst geschlagen. Die haben unsere Fehler gnadenlos ausgenutz und die Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen.

Armin Emrich: Es war ein richtig tolles starkes schweres Frauenhandballspiel, Weltklasse von beiden Seiten. Die 1. Halbzeit war klasse, da hat alles gestimmt. Wir haben versäumt in den Phasen wo man noch einen draufsetzen muss, unsere Chancen zu verwerten. Das haben die Dänen zum Gegenstoß ausgenutzt. Dänemark war am Ende glücklicher, im Positionsspiel und der Spielanlage waren die nicht besser als wir. Die mannschaft ist so stark, die wird ganz schnell wieder aufstehen. Brasilien unterschätzen wir nicht. Wir haben gesehen, dass das eine starke Mannschaft ist, wir gehen nicht als Favorit in das Spiel. Das wird ein richtig schweres Spiel. Der Ruhetag kommt aber gerade recht.

Deutschland – Dänemark 26 : 27 (14:12)

Deutschland: Englert (1.-48., 58.-60 - 13 Paraden), Woltering (48.-58. - 6 P.); Jurack (4/3), Wörz (3), Müller (2), Reiche (1), Loerper, Henze (3), Krause (9/3), Bohm, Neukamp, Meier, Melbeck (2), Althaus (2)

Dänemark: Schmidt (17 Paraden); Andersen (2), Wangsoe (3), Nielsen, Bille-Hansen, Sjoberg (2), Brandt (2), Horlykke-Joergensen (3), Lund-Nielsen (1), Knudsen, Fruelund (7/5), Thomsen, Brodsgaard (1), Touray (6)

Zuschauer: 600
Schiedsrichter: Muro / Rodriguez (ESP)
Strafminuten: 12 / 12

Quelle: 07.12.2005 - Matthias Kornes und Martin Kloth / http://www.handball-welt.de


DHB-Frauen haben nach Sieg gegen Österreich Hauptrunde im Visier
/ handball-welt / 06.12.2005

   Grit Jurack  
  Grit Jurack
  
Die deutschen Handball-Frauen haben nach ihrem zweiten Sieg bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg die Hauptrunde fest im Visier. Einen Tag nach dem 33:21 gegen Polen besiegte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Dienstag Österreich mit 34:27 (17:14). Damit ist der EM-Fünfte weiter ungeschlagen. Vor rund 300 Zuschauern waren Grit Jurack (Viborg/8/2) und Nadine Krause (Leverkusen/7/3) die besten deutschen Werferinnen. Krause sah in der 41. Minute nach einem Foulspiel Rot. Im dritten Spiel der Vorrundengruppe C trifft das Team von Bundestrainer Armin Emrich an diesem Mittwoch auf Olympiasieger Dänemark.

«Wir haben gute Erinnerungen an die Österreicherinnen, denn wir haben vor drei Wochen gegen sie gewonnen», sagte Rückraumspielerin Nadine Krause (Leverkusen). Doch Bundestrainer Armin Emrich warnte angesichts des Kräfteverschleißes im Auftaktspiel: «Wir hatten mit Abstand das schwerere Spiel.» Zudem kennt Österreichs Auswahltrainer Herbert Müller als Coach des deutschen Meisters 1. FC Nürnberg die deutschen Spielerinnen aus dem Effeff. «Er kennt uns, und er kennt die Liga», sagte Emrich, der wieder auf Kreisläuferin Anne Müller zurückgreifen konnte. Die Leverkusenerin hatte sich im Spiel gegen Polen am Auge verletzt.

Trotzdem überraschte die deutsche Mannschaft Österreich mit einer geballten Durchschlagskraft im Angriff und kompromisslosem Zupacken in der Abwehr. Vor allem die Rückraumachse Krause-Wörz-Jurack die österreichische Deckung vor Probleme. Nachdem jede der drei Spielerinnen zwei Treffer zum 6:2 (9.) erzielt hatten, sah sich Österreichs Trainer Herbert Müller gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch zunächst sollte die deutsche Auswahl weiter spielbestimmend bleiben. Die überragende Grit Jurack (Viborg) warf mit ihrem dritten Treffer das 9:2 (12.) und glänzte zudem mit gelungenen Anspielen. Zwar überstand die deutsche Auswahl im Gegensatz zum gestrigen Spiel gegen Polen die erste Überzahlsituation besser, doch als dann Grit Jurack eng gedeckt wurde, sorgten vor allem die erfahrenen Spielerinnen Logvin und Teodorovic dafür, dass das Team von Herbert Müller Tor um Tor aufholen konnte. Nach 23 Minuten erzielte Logvin per 7m den Ausgleich zum 11:11 und Sabine Englert verhinderte in erneuter Unterzahl sogar den ersten Rückstand.

Emrich reagierte mit einer Auszeit auf die Schwächephase. Anschließend war es erneut Kapitän Grit Jurack, die die deutsche Mannschaft wieder in Vorteil brachte und ihre Mitspielerinnen mitriss, nachdem auch auf der Gegenseite Teodorovic eine Zeitstrafe absaß. Den Grundstein für den Ausbau der Führung bis auf 16:12 (28.) legte der EM-Fünfte einmal mehr in der Deckung. «Große Turniere gewinnt man in der Abwehr», sagte Emrich.

Im zweiten Durchgang knüpfte die DHB-Auswahl nahtlos an die ersten 30 Minuten an. Mit Spielfreude und Einsatz kaufte sie Österreich den Schneid ab. Hinter der Abwehr steigerte sich wie am Vortag Torhüterin Sabine Englert (Leverkusen), und im Angriff traf Nadine Krause nach Belieben und erhöhte mit ihrem achten Treffer auf 22:16 (38.). Danach jedoch sah die Rückraumspielerin nach einem Foul von Althaus an Teodorovic in der 41. Minute die Rote Karte.

Die deutsche Mannschaft aber steckte den Rückschlag weg. Angeführt von Grit Jurack hielt die DHB-Auswahl nicht nur ihren Vorsprung, sondern baute ihren Vorsprung sogar noch auf 30:21 (50.) aus, nachdem Emrich Leverkusens Anna Loerper auf Logvin ansetzte. Gabi Rotis sorgte mit einigen Einzelaktionen dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Deutschland schaltete nun einen Gang zurück und entschied am Ende die Partie mit 34:27 für sich.

Deutschland - Österreich 34 :27 (17:14)

Deutschland: Englert (11 Paraden), Woltering (bei 2 7m); Jurack 8/2, Wörz 5, Müller, Reiche 2, Loerper, Henze 7, Krause 7/3, Bohm, Neukamp, Meier, Melbeck 2, Althaus 3

Österreich: Rusnatchenko (10 Paraden), Herbst (ab 50.), Blazek (n.e.); Maier, Richter, Magelinskas, Teodorovic 4/1, Budecevic 2, Plach, Thurner, Engel, Logvin 10/5, Rotis 8, Spiridon 3

Strafminuten: 6/6 (Jurack (13.), Althaus (23., 45.) - Teodorovic (24.), Spiridon (49.), Budecevic (52.)
rote Karte: Nadine Krause (41.)
Schiedsrichter: Poladenko, Chernega (RUS)
Zuschauer: 300

Spielfilm:
2:1 (3.), 4:2 (6.), 6:2 (9.), 9:2 (12.), 9:5 (15.), 10:7 (18.), 11:9 (21.), 12:11 (24.), 15:12 (27.), 17:14 (HZ);
17:15 (33.), 20:15 (36.), 22:16 (39.), 23:18 (42.), 26:20 (45.), 27:21 (48.), 30:21 (51.), 31:22 (54.), 32:24 (57.), 34:27 (EN)

Quelle: 06.12.2005 - Christian Stein und Martin Kloth - dpa / http://www.handball-welt.de


DHB-Team feiert mit Revanche gegen Polen perfekten WM-Einstand / handball-welt / 05.12.2005

   Zygfryd Kuchtas  
  Polens Trainer Zygfryd Kuchta fand kein Mittel gegen die Deutschen
  
Die deutschen Handball-Frauen haben mit einem Schützenfest einen perfekten Einstand in die Weltmeisterschaft gefeiert und sich eindrucksvoll für das Playoff-Aus sechs Monate zuvor revanchiert. Im Auftaktspiel der Vorrundengruppe C besiegte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Montag in St. Petersburg Polen souverän 33:21 (16:12). Vor nur rund 150 Zuschauern im Sportpalast Jubileini warfen die Leverkusenerin Nadine Krause (8/2) und Torjägerin Grit Jurack (Viborg/6) die meisten Tore für die deutsche Mannschaft, die an diesem Dienstag im zweiten WM-Spiel auf Österreich trifft.

Mit dem deutlichen Erfolg hat der EM-Fünfte die Scharte aus den Playoff-Spielen gegen Polen ausgewetzt. Im Juni war die deutsche Mannschaft in der WM-Qualifikation an den Handballerinnen aus dem Nachbarland gescheitert und nur dank des Rückzugs von Taiwan und der Sperre Kasachstans ins WM-Starterfeld nachgerückt. «Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen», sagte Torjägerin Nadine Krause. «Wir waren konzentriert und haben eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt.»

Auch der der Bundestrainer war vollauf zufrieden. «Wir haben uns gezielt auf dieses Spiel vorbereitet. Man hat gesehen, dass ein unbändiger Siegeswillen da war», betonte Armin Emrich nach dem wichtigen Erfolg im Richtung weisenden ersten Spiel. «Wir sind alle froh, dass wir heute gewonnen haben», meinte der Coach erleichtert.

Entsprechend konzentriert und motiviert trat seine Mannschaft in dem eminent wichtigen und brisanten Spiel auch an. Bis zum 4:1 (6.) hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit sehenswerten Kombinationen geglänzt. Die Polinnen aber kamen danach besser ins Spiel und glichen zum 5:5 (10.) aus. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase musste die DHB-Mannschaft eine Schrecksekunde überstehen. Kreisläuferin Anne Müller (Leverkusen) erlitt in einem Zweikampf eine klaffende Platzwunde über dem linken Auge, die noch in der Kabine mit drei Stichen genäht wurde. Der EM-Fünfte kam kurz aus dem Rhythmus und lag beim 7:8 (16.) zum zweiten Mal nach dem 0:1 (2.) zurück.

Davon aber ließ sich das Emrich-Team nicht irritieren. Dank einer resoluten Abwehrarbeit setzte die Mannschaft die Polinnen unter Druck und zwang diese zu Fehlern. Mit fünf Treffern hintereinander setzte sich der EM-Fünfte dann auf 16:11 (29.) ab und baute den Vorsprung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 18:12 (34.) aus. «Die Mannschaft hat sich weiter entwickelt», erkannte Emrich zufrieden an. Fortan bestimmte seine Auswahl des Geschehen nach Belieben, zumal sich auch Torhüterin Sabine Englert steigerte und zahlreiche Bälle hielt. Beim 23:15 (41.) hatte das DHB-Team mit dem ersten Acht-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung gesorgt.

Stimmen zum Spiel:

   Armin Emrich  
  Armin Emrich
  
Susanne Henze: Wir sind erleichtert und freuen uns zugleich, wir haben bewiesen, daß wir zu recht hier sind.

Nadine Krause: Wir waren sehr angespannt und sehr konzentriert von Anfang an, es war ein super Mannschaftsgeist, wir haben gut gekämpft. Das Spiel in Kielce hat Revangegelüste hervorgerufen, das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen.

Zygfried Kuchta: Wir haben sehr schlecht gespielt, die deutsche Mannschaft hat ihre Stärke gezeigt und hat vor allem in der Abwehr sehr gut gespielt. Es war ein verdienter Sieg.

Armin Emrich: Wir haben uns gezielt vorbereitet auf die WM, die Mannschaft hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Köpfe waren frei nachdem wir gut ins Spiel gekommen sind, die Mannschaft hatte einen unbändigen Siegeswillen und einen tollen Teamgeist.

Polen - Deutschland 21 :33 (12:16)

Polen: Lacz, Chemicz; Blaszkowska, Dworaczyk (1), Milot (2), Damiecka, Kowalska (6/1), Strzalkowska (2), Siodmiak (2), Polenz, Kudlacz (5/2), Wypych, Wlodek (2), Kot (1)

Deutschland: Englert, Woltering; Jurack (6), Wörz (5), Müller (2), Reiche, Loerper, Henze (6), Krause (8/2), Bohm, Neukamp (1), Meier, Melbeck (2), Althaus (3)

Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Hansen / Pettersen (NOR)
Strafminuten: 6 / 8

Quelle: 05.12.2005 - Martin Kloth - dpa und Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


"Das erste WM-Spiel ist schon richtungsweisend" / NWZ / 05.12.2005

INTERVIEW Trainer Krowicki vom VfL Oldenburg sieht Deutschland heute im Vorteil gegen Polen

  
  Leszek Krowicki
Trainer Leszek Krowicki erläutert vor dem WM-Start heute die Chancen der deutschen und polnischen Handballfrauen.

Frage: Mit dem WM-Auftakt der deutschen Handballfrauen heute gegen Polen schlagen zwei Herzen in Ihrer Brust. Welchen Spielausgang erwarten Sie?

Krowicki: Als Pole, der ich immer bleiben werde, und Trainer, der seit vielen Jahren in Deutschland arbeitet, tue ich mich, was die Verteilung der Sympathiewerte angeht, in der Tat schwer.
Frage: Dann sehen Sie es doch einmal ganz nüchtern, aus rein sportlicher Sicht.

Krowicki: Nun, beide Teams hatten sich bekanntlich in der WM-Qualifikation im Juni zwei packende Duelle geliefert. Die polnische Mannschaft hatte die deutsche beim 40:30 in eigener Halle überrascht. Im Rückspiel in Oldenburg wiederum siegte Deutschland 31:25 und verpasste dadurch zunächst die WM-Teilnahme. Heute nun treffen die Teams auf neutralem Boden in St. Petersburg aufeinander und ich glaube, leichte Vorteile bei der deutschen Mannschaft zu sehen.

Frage: Und die wären?

Krowicki: Mein polnischer Trainerkollege Zygfryd Kuchta hat immer betont, dass sein Team die WM als weiteren Entwicklungsschritt benötigt. Die deutsche Mannschaft hat zwar auch eine Art Neuaufbau nach der EM 2004 erfahren, verfügt aber im Vergleich mit Polen immer noch über viel mehr internationale Erfahrung. Damit meine ich nicht die Anzahl der Länderspiele der Spielerinnen, sondern die Teilnahmen beider Nationen an Europa- oder Weltmeisterschaften. Und hier ist die deutsche der polnischen Auswahl einen Tick voraus, was ein entscheidender Vorteil sein könnte.

Frage: Sie reisen zur WM-Hauptrunde am 11. Dezember nach St. Petersburg. Nur die jeweils drei Erstplatzierten jeder Vorrundengruppe sind dann noch im Turnier. Werden Sie Polen und Deutschland dann noch beobachten können?

Krowicki: Ich hoffe doch. Aber leicht wird es nicht für die beiden Mannschaften. In der Vorrunden-Gruppe C gibt es für mich mit der Elfenbeinküste nur ein schwaches Team. Die Däninnen sollten als Olympiasieger und Titelverteidiger ihrer WM-Favoritenrolle gerecht werden. Österreich mit dem deutschen Trainer Herbert Müller vom 1. FC Nürnberg traue ich ebenfalls den Sprung in die Hauptrunde zu. Dann ist da schließlich noch der Südamerika-Vertreter Brasilien, den viele gerne unterschätzen. Immerhin spielt Brasiliens Torfrau in Leipzig und zwei weitere Spielerinnen bei Hypobank Wien. Diese Gruppe hat es also durchaus in sich. Oder anders gesagt: Aus deutscher und polnischer Sicht ist hier alles möglich.

Frage: Umso wichtiger ist für beide Teams der Ausgang des ersten WM-Spiels . . .

Krowicki: Richtig, das sehe ich auch so. Für Polen und Deutschland kann das heutige Spiel schon richtungsweisend sein. Aber das wissen beide Teams selbst zu genau. Deswegen erwarte ich auch ein sehr intensives Spiel.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwz-online.de


Deutschlands WM-Auftaktgegner im Porträt / handball-welt / 05.12.2005

Deutschlands Auftaktgegner bei der am Montag beginnenden WM in St. Petersburg ist mit Polen eine Mannschaft, die nach zwei verpassten Weltmeisterschaften in Russland ihr Comeback auf der internationalen Handball-Bühne gibt. Im Juni dieses Jahres schaffte das Team von Zygfryd Kuchta die Qualifikation für die WM ausgerechnet gegen die deutsche Mannschaft, aufbauend auf einem 40:30-Kantersieg im polnischen Kielce. "Unser Minimalziel bei der WM ist das Erreichen der Hauptrunde", erklärte Kuchta.

Von der Zusammensetzung der Gruppe dürfte neben dem WM-Auftaktspiel gegen Deutschland vor allem die Partie am dritten Spieltag gegen Österreich im Fokus der Kuchta-Sieben stehen. Während der Elfenbeinküste und Brasilien nur theoretische Chancen auf das Erreichen der Hauptrunde eingerechnet werden und Dänemark als klarer Favorit gilt, streiten sich mit Österreich, Deutschland und Polen drei Mannschaften um zwei Plätze, die zum Einzug in die Hauptgruppe berechtigen.

Wlodek wieder dabei - Marzec schwanger - Super-Talent Kudlacz

Im Vergleich zu den WM-Playoffspielen im Juni kehrt Sabina Wlodek in den Kader der polnischen Nationalmannschaft zurück. Die Linksaußen des polnischen Meisters SPR ICom Lublin, die in der Saison 2004/2005 durchschnittlich mehr als acht Tore pro Spiel erzielte und erfolgreichste Torschützin der Liga war, ist für die deutsche Mannschaft daher eine eher unbekannte Größe. Kreisspielerin Monika Marzec von SPR ICom Lublin, mit insgesamt elf Toren im Juni gegen Deutschland die erfolgreichste Feldspielerin, ist dagegen schwanger und wird bei der WM nicht auflaufen. Besonderen Respekt haben DHB-Bundestrainer Armin Emrich und seine Spielerinnen vor Karolina Kudlacz. Die 1,75 m große, 1985 geborene Spielerin von Pokalsieger Nata Gdansk gilt als das größte Talent in Polen. Das Erreichen des dritten Platzes in der Gruppe C wäre für sie und ihre Mannschaft ein Riesen-Erfolg.

Polen mit spätem Vorbereitungsbeginn

Die polnische Nationalmannschaft hatte bei ihrer letzten WM-Teilnahme 1999 in Norwegen und Dänemark den elften Platz belegt. In der Vorbereitung auf die anstehende WM hatte Polen im Oktober den Schlesien-Pokal im eigenen Land mit Siegen gegen Schweden, Portugal und die Ukraine souverän gewonnen. Im Vergleich zur deutschen Mannschaften starteten die Polinnen ihre abschließende WM-Vorbereitung am 21. November erst eine Woche später, nachdem Emrichs Schützlinge bereits fleißig das Zusammenspiel einübten. Der Igor-Turchin-Cup in der Ukraine am vergangenen Wochenende war der letzte Test für die Mannschaft von Kuchta. Nach Niederlagen gegen den Gastgeber und Rumänien sowie nach einem Sieg gegen Spanien blieb für die Polinnen nur der dritte Platz.

Für die schwangere Monika Marzec am Kreis spielten zuletzt Ewa Damiecka (SPR ICom Lublin) oder Joanna Dworaczyk (AZS Politechnika Koszalinska). Im Rückraum kamen rechts Agata Wypych (MKS Piotrcovia Piotrków Trybunalski), links Dagmara Kowalska (Bera - Bera RTH - Spanien), in der Mitte Karolina Kudlacz (AZS AWFiS Gdansk) sowie Marzena Kot (Frankfurter HC- Deutschland) und die im Juni fehlenden Iwona Blaszkowska (EB Start Elblag) und Karolina Siódmiak (Le Havre - Frankreich) zum Einsatz. Linksaußen Sabina Wlodek (im Wechsel mit Kinga Polenz), ansonsten Torfabrik der Liga, erzielte pro Spiel lediglich ein Tor. Auf Rechtsaußen war Hanna Strzalkowska (AZS AWFiS Gdansk) mit insgesamt acht Toren in drei Spielen und Magdalena Mlot (MKS Zaglebie Lubin) mit einem Tor in zwei Spielen aktiv. Im Tor konnte Magdalena Chemicz aus Lublin überzeugen. Emrich hatte nach den Qualifikationsspielen die Möglichkeit beim Robert-Schumann-Turnier in Oldenburg vier polnische Mannschaften mit zahlreichen Nationalspielerinnen zu analysieren.

Trainer Kuchta besiegte Heiner Brand

Zygfryd Kuchtas größter Erfolg als Frauentrainer ist für ihn bis jetzt die Qualifikation gegen Deutschland. Für den 1944 in Diepholz (Niedersachsen) geborenen Trainer der Polinnen war es der zweite Anlauf, sich für einen großen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. 2004 verpasste er gegen die Spanierinnen die Qualifikation für die Europameisterschaft in Ungarn. Seit Sommer 2003 ist Kuchta Trainer der Mannschaft. Er selber, als Abwehrspezialist bekannt, hatte als Spieler 1976 mit Polen in Montreal die Bronzemedaille gewonnen. Gegner in Spiel um Platz drei waren die Deutschen. Heiner Brand & Co. verloren gegen das polnische Team mit 18:21 nach Verlängerung. Ein Spiel, an dem sich Kuchta besonders gern zurückerinnert. Als Trainer von Männermannschaften war er unter anderem acht Jahre in Österreich, Linz und Wien tätig.

Die deutsche Bilanz gegen Polen:

49 Spiele: 27 Siege, 6 Remis, 16 Niederlagen
1084 : 988 Tore

Die letzten drei Vergleiche zwischen Polen und Deutschland:

08.11.2003 in Oldenburg: Deutschland - Polen 27 : 19 (16:8) / Vierländerturnier
12.06.2005 in Kielce (Polen): Polen - Deutschland 40 : 30 (17:13) / WM-Qualifikations-Hinspiel
18.06.2005 in Oldenburg: Deutschland -Polen 31:25 (18:8) / WM-Qualifikations-Rückspiel

Quelle: 05.12.2005 - Hermann Jack und Timo Hölscher / http://www.handball-welt.de


Polens Kader für die WM / www.reczna.pl / 01.12.2005

Gestern wurde der Kader der polnischen Nationalmannschaft für St. Petersburg bekanntgegeben:

Tor:
01. Sabina Kubisztal (Zaglebie Lubin)
12. Iwona Lacz (Sosnica Gliwice)
16. Magdalena Chemicz (SPR ICom Lublin)

Feld:
02. Aleksandra Jacek (Zaglebie Lubin)
03. Iwona Blaszkowska (EB Start Elblag)
04. Iwona Szafulska (KU AZS Politechnika Koszalin)
05. Joanna Dworaczyk (KU AZS Politechnika Koszalin)
06. Magdalena Mlot (Zaglebie Lubin)
07. Ewa Damiecka (SPR ICom Lublin)
08. Dagmara Kowalska (Akaba Bera Bera - Spanien)
09. Hanna Strzalkowska (AZS AWFiS Gdansk)
10. Karolina Siódmiak (Le Havre - Frankreich)
11. Kinga Polenz (Piotrcovia Piotrków Tryb.)
13. Agnieszka Wolska (Frankfurter HC - Deutschland)
14. Karolina Kudlacz (AZS AWFiS Gdansk)
15. Agata Wypych (Piotrcovia Piotrków Tryb.)
18. Sabina Wlodek (SPR ICom Lublin)
20. Marzena Kot (Frankfurter HC - Deutschland)

Quelle: http://www.reczna.pl


Frauen-WM 2005: Aufgebot für St. Petersburg sammelt sich in Grünberg / DHB / 01.12.2005

Heute Nachmittag beginnt die heiße Phase auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in St. Petersburg. Bundestrainer Armin Emrich und seine Assistentin Heike Schmidt erwarten das 16-köpfige Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft in Grünberg. Das Team des Deutschen Handballbundes nutzt die hessische Sportschule zu letzten Trainingseinheiten. Am Sonntag fliegt der DHB-Tross von Frankfurt/Main. Die WM-Vorrunde beginnt tags darauf mit dem Spiel gegen Polen (Montag, 17 Uhr, live in EUROSPORT).

Das deutsche Aufgebot:

Name

Geburtsdatum

Verein

Länderspiele

Tore

Sabine Englert

27.11.1981

Bayer Leverkusen

83

2

Alexandra Gräfer

17.08.1978

DJK/MJC Trier

50

Clara Woltering

02.03.1983

Bayer Leverkusen

35

Nadine Härdter

29.03.1981

Borussia Dortmund

78

105

Grit Jurack

22.10.1977

Viborg HK/DEN

197

1016

Nina Wörz

14.11.1980

HC Leipzig

67

113

Anne Müller

05.07.1983

Bayer Leverkusen

16

16

Nora Reiche

16.09.1983

HC Leipzig

18

34

Anna Loerper

18.11.1984

Bayer Leverkusen

10

15

Susanne Henze

29.11.1974

Buxtehuder SV

78

171

Nadine Krause

25.03.1982

Bayer Leverkusen

81

261

Marielle Bohm

02.01.1984

DJK/MJC Trier

10

8

Sabrina Neukamp

10.05.1982

Bayer Leverkusen

24

41

Silke Meier

15.06.1980

DJK/MJC Trier

26

21

Stefanie Melbeck

16.04.1977

Buxtehuder SV

113

231

Anja Althaus

03.09.1982

DJK/MJC Trier

73

114

Quelle: http://deutscherhandballbund.de


Kein Wintermärchen in St. Petersburg / HandballWoche 48 / 29.11.2005

DHB-Frauen träumen von WM-Medaille - Emrich bremst die Euphorie

Armin Emrich mit Stefanie Melbeck  
Bundestrainer Armin Emrich bremst die Euphorie

  
Armin Emrich ist ehrgeizig. Bei seinem ersten Großereignis mit einer Frauenmannschaft will der Bundestrainer nichts dem Zufall überlassen. Seit dem Abpfiff bei der WM-Generalprobe gegen Slowenien am Sonntag sitzt der Bundestrainer vor dem Fernseher, analysiert das eigene Team im Videostudium genauso wie die Gegner bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember). Perfekt will er auf den Start am kommenden Montag vorbereitet sein. "Wir fahren schließlich nicht zur Schnellball-Schlacht dahin", erklärt Emrich entschlossen.

Nein, es soll keine Vergnügungsfahrt werden, in das "Venedig des Nordens" wie die schöne russische Sechs-Millionen-Metropole genannt wird. Zwar hütet sich der erfahrene Coach Emrich (er war bereits Männer Bundestrainer (1992-93), konkrete Ziele im Vorfeld dieser Welttitelkämpfe zu formulieren, doch seine Mannschaft strotzt nach einer überzeugenden Vorbereitung nur so vor Selbstvertrauen. "Wir haben fast das gleiche Niveau wie die Weltspitze. Sind genauso stark wie bei der WM-Bronzemedaille 1997", glaubt Grit Jurack, setzt dann jedoch ins Verhältnis: "Allerdings ist die Weltspitze auch nicht mehr so stark. Viele Nationen sind im Umbruch." Diese Kraft, diesen Optimismus und ihr Selbstvertrauen haben die deutschen Handball-Frauen in einer erfolgreichen Testserie getankt.

Selten war eine WM-Vorbereitung so harmonisch und von Erfolg gekrönt, wie diese jetzt seit Oktober. Zehn Spiele absolvierte das Emrich-Team insgesamt. Ging dabei sieben Mal als Sieger vom Feld, spielte zweimal Remis (gegen Weltmeister Frankreich und gegen Tschechien) und verlor nur einmal gegen Dreifach-Olympiasieger Dänemark. "Ich baue aber keine Luftschlösser", bremst Emrich die Euphorie, "wenn die Spielerinnen von Medaillen träumen, find ich das gut. Ich will die Situation aber ganz realistisch einschätzen: Die Tagesform wird entscheiden."

Mit Stolz stellt der 54-Jährige jedoch fest, dass seine Mannschaft seit seinem Amtsantritt im März 2005 "sich ständig weiterentwickelt hat", zu einem echten Team geworden ist, in dem auch Superstar und Dänemark-Legionärin Grit Jurack (Viborg HK) keine Sonderstellung hat. "Unser Star ist die Mannschaft", sagt deshalb Emrich, der keinen Gedanken mehr daran verschwendet, dass Deutschland nur als Nachrücker zur WM fahren darf. Erst als Taiwan und auch Kasachstan ihre Fahrkarte nicht einlösten, brach in der DHB-Zentrale in Dortmund der WM-Jubel aus. Denn sportlich war das Team in der WM-Qualifikation im Juni an Polen gescheitert.

Die Ironie des Sports will es nun, dass ausgerechnet dieser Gegner im ersten Vorrundenspiel am Montag (19 Uhr Ortszeit) auf Deutschland wartet. "Es wäre schön, wenn wir mit einem Sieg gegen Polen starten", findet Torfrau Alexandra Gräfer, "dann sinkt die Nervosität und steigt das Selbstvertrauen". Und auch Stefanie Melbeck sieht dieser brisanten und wahrscheinlich richtungsweisenden Partie optimistisch entgegen: "Schön, dass wir gegen Polen gleich als erstes spielen. Da haben wir noch etwas gut zu machen", prophezeit die Abwehrchefin.

Die 28-Jährige, bekannt für ihre , kompromisslose Art Handball zu spielen, ist im neuformierten DHB-Team eine Schlüsselfigur. Sie organisiert die Abwehr, dirigiert gekonnt ihre Nebenleute, schont körperlich weder sich noch den Gegner. Sie ist damit ein Vorbild für die jungen Spielerinnen, die nach den Rücktritten von Heike Schmidt (jetzt Co-Trainerin, 168 Länderspiele), Kathrin Blacha (207 Einsätze) und Nikola Pietzsch (126 Länderspiele) eine Führung brauchen.

Neben den beiden Linkshänderinnen Melbeck und Jurack wird in St. Petersburg vor allem Torjägerin Nadine Krause zur Hauptfigur werden. Sie ist im linken Rückraum ohne Konkurrenz und nach Aussage ihrer Klub-Trainerin Renate Wolf (Leverkusen) auf und auch abseits des Feldes "zur Persönlichkeit gereift". Trotz ihrer Bänderdehnung im Sprunggelenk, die sich Krause im Spiel am Sonntag gegen Slowenien zugezogen hat, steht ihrem WM-Einsatz allerdings nichts im Weg. Krause selber will die WM nutzen, um sich den persönlichen Traum von einer Handball-Zukunft im Schlaraffenland Dänemark zu verwirklichen. "Natürlich wäre es schön, wenn die skandinavischen Klubs auf mich aufmerksam würden, aber meine ganze Konzentration gilt unserem Team. Wir wollen so weit, wie möglich kommen", erklärt Krause.

Zunächst muss Deutschland jedoch die starke Vorrunden-Gruppe C überstehen. Dort warten neben Polen noch Österreich (6. Dez., 19 Uhr Ortszeit), Dänemark (7. Dez., 21 Uhr) sowie Brasilien (9. Dez., 19 Uhr) und schließlich die Elfenbeinküste (10. Dez,, 19 Uhr). "Wir rechnen mit dem Schlimmsten und hoffen nur das Allerbeste", bleibt Armin Emrich aber auch hier vage bei seiner Zielsetzung.

Quelle: Olaf Bruchmann - HandballWoche 48 / 29.11.2005


Dänemark gewinnt Møbelringen Cup nach 31:22 über Norwegen / handball-welt / 27.11.2005

Dänemarks Handballfrauen haben das letzte Vorbereitungsturnier vor der am 5. Dezember beginnenden Weltmeisterschaft im russischen St. Petersburg gewonnen. Im norwegischen Trondheim sicherte sich die Mannschaft von Trainer Jan Pytlick mit einer bärenstarken Vorstellung und einem in dieser Höhe nicht erwarteten 31:22 (14:13) Erfolg im skandinavischen Duell gegen Norwegen den Turniersieg um den Møbelringen Cup.

   Elena Polenova
  Die Russin Elena Polenova (Nr. 20) gehörte zu den besten Spielerinnen des Turniers
Den mit den Dänen punktgleichen Russinnen nutze auch ein 35:19 (20:9) Kantersieg gegen die erneut völlig überforderten Chinesinnen nicht mehr zum Turniersieg, der WM Gastgeber erreichte zwar ebenfalls 5:1 Punkte landete aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Dänemark aber nur auf dem zweiten Tabellenplatz.

Im Duell des Turniergastgebers und Europameisters Norwegen gegen Olympiasieger Dänemark entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene und spannende Partie. Nach der knappen Pausenführung legte Dänemark dann in der zweiten Halbzeit kräftig zu, angetrieben von der überragenden Leipzigerin Katrine Fruelund, die nach einer phantastischen Vorstellung auch ins All-Star Team des Turniers gewählt wurde, genau wie ihre Leipziger Mitspielerin und norwegische Gegenüber Camilla Thorson. Die Däninnen spielten sich in einen Rausch und so wuchs die Führung gegen die kräftemäßig nachlassenden Gastgeberinnen weiter an. Bei Dänemark trug sich sogar Torhüterin Karin Mortensen in die Torschützenliste ein, als sie einen Abwurf direkt in das gegnerische Gehäuse warf.

In dieser Verfassung sind die Frauen von Trainer Jan Pytlick, der nach der WM seinen Posten als dänischer Nationaltrainer räumen wird, einer der großen Favoriten auf den WM-Titel. Nicht zu unterschätzen sind jedoch auch die erneut sehr stark aufspielenden Russinnen, die bei der WM zudem über den Heimvorteil verfügen.

China - Rußland 19 : 35 (9 : 20)

China: Yun Liu 1, Min Wang 1, Sha Sha Wang 7, Ya Nan Wu 1, Lai Miao Sun 1, Wen Juan Wu 1, Wei Wei Li 7;

Rußland: Natalia Shipilova 2, Elena Sergeeva 2, Liudmila Postnova 4, Anna Kareeva 3, Yana Uskova 1, Elena Polenova 1, Emilia Turey 4, Ekaterina Marrennikova 2, Liudmila Bodnieva 6, Ekaterina Andryushina 3, Oxana Romenskaya 3, Irina Bliznova 4

Dänemark - Norwegen 31 : 22 (14 : 13)

Dänemark: Jane Wangsøe 2, Kristina Bille-Hansen 1, Mette Sjøberg 1, Mette Vestergaard Brandt 5, Louise Mortensen 2, Rikke Hørlykke B. Jørgensen 2, Lene Lund Nielsen 1, Karin Mortensen 1, Katrine Fruelund 5, Lene Thomsen 2, Karen Brødsgaard 5, Josephine Touray 4

Norwegen: Ragnhild Margrethe Aamodt 3, Anette Hovind Johansen 7, Karoline Dyhre Breivang 1, Kristine Lunde 3, Camilla Thorsen 3, Marianne Rokne 1, Tonje Nøstvold 2, Isabel Blanco 2

Abschlußtabelle:

1.) Dänemark / 5:1
2.) Russland / 5:1
3.) Norwegen / 2:4
4.) China / 0:6

All-Star Team:

Torhüter: Kjersti Beck, Norwegen
Rechtsaußen: Kristian Bille-Hansen, Dänemark
Rückraum: Elena Polenova, Russland
Katrine Fruelund, Dänemark
Liudmila Postnova, Russland
Linksaußen: Camilla Thorsen, Norwegen
Kreis: Liudmila Bodnieva, Russland

Quelle: 27.11.2005 - Christopher Monz / http://www.handball-welt.de


WM-Generalprobe in der Dortmunder Westfalenhalle: 6800 Zuschauer verabschieden DHB-Frauen / 31:28 gegen Slowenien / DHB / 27.11.2005

Unmittelbar nach dem letzten Test bedankten sie sich mit einer Extrawelle bei ihrem Publikum: 6800 Zuschauer hatten am Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle begeistert verfolgt, wie die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes erneut gegen Slowenien mit 31:28 (15:16) gewann. Der zweite Vergleich binnen 48 Stunden – in Lemgo war das DHB-Team bereits mit 33:27 erfolgreich gewesen – schloss die Serie der Vorbereitungsspiele auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) ab.

Beide Mannschaften schufen vor dem Anpfiff bereits eine sehr spezielle Atmosphäre: Wegen eines technischen Defekts konnten die Hymnen nicht abgespielt werde, sodass die Teams das Zeremoniell a capella erledigten.

„Jetzt können wir frisch, fromm, fröhlich, frei nach Russland reisen“, sagte Grit Jurack, die mit neun Treffern erfolgreichste Torschützin der deutschen Mannschaft war. Der 28-jährigen Linkshänderin und ihren Mitspielerinnen bleiben jetzt noch drei freie Tage. Das Unternehmen WM beginnt am 1. Dezember mit dem abschließenden Lehrgang in Grünberg. Sonntag fliegt der DHB-Tross dann nach Russland.

Bundestrainer Armin Emrich wird in Grünberg und St. Petersburg auf denselben Kader setzen, der bereits für die letzten Lehrgänge berufen worden war. „Diese Mannschaft wird ab Donnerstag die letzten beiden Trainingstage bestreiten und am Sonntag nach St. Petersburg fliegen“, sagte der 54-jährige. Linksaußen Nadine Härdter wird bis dahin einen knöchernen Ausriss am Mittelfinger der linken Hand kurieren. Im intensiven Vergleich mit Slowenien schied Nadine Krause bereits nach elf Minuten aus, nachdem sie mit dem rechten Fuß umgeknickt war. „Auf den ersten Blick sieht das nicht so schlimm aus“, sagte Emrich. Anna Loerper musste das Spielfeld einige Minuten vor dem Abpfiff verlassen – Mannschaftsarzt Dr. Fabian Ritz nähte eine Risswunde unter dem rechten Auge mit einem Stich.

Das deutsche Team kam schlecht ins Spiel und lag nach sieben Minuten bereits mit 2:6 zurück. „Es spricht allerdings für die Mannschaft, dass sie wieder zu ihrer Linie zurückfindet“, sagte Emrich. „Sie kommt wieder und kann das Spiel sogar gewinnen.“ Dafür waren allerdings zwei Anläufe nötig: Nachdem Nina Wörz (nach glänzender Kombination mit Grit Jurack) die erste Führung zum 14:13 erzielt hatte, konterte Slowenien mit drei Toren in Folge. Erst Mitte der zweiten Halbzeit brachten Marielle Bohm, erneut Grit Jurack und Silke Meier (28:25/54.) endgültig auf Kurs.

In der WM-Vorbereitung musste die DHB-Auswahl in zehn Spielen nur eine Niederlage (am 15. Oktober in Paris 25:29 gegen Dänemark) hinnehmen. „Wir werden diesen Weg realistisch weitergehen und uns mit kleinen Schritten nach vorn arbeiten“, sagte Emrich. „Wir denken von Spiel zu Spiel und lassen den Rest schlummern. In St. Petersburg wollen wir rausholen, was rauszuholen ist, aber wir müssen uns hüten, irgendwelche Luftschlösser zu bauen.“ Zum Auftakt der WM trifft Deutschland am Montag, 5. Dezember auf Polen (ab 17 Uhr live in EUROSPORT). Die weiteren Gegner werden in der Vorrunde Österreich, Dänemark, Brasilien und die Elfenbeinküste sein.

Deutschland – Slowenien 31 : 28 (15:16)

Deutschland: Englert, Woltering; Jurack (9/3), Wörz (5), Müller, Reiche (3), Loerper, Henze (4), Krause (3/2), Bohm (2), Neukamp, Meier (2), Melbeck (1), Althaus (2), Härdter

Slowenien: Stefanisin, Gorski; Potocnik, Dercar (1), Doler (3), Ciora, Bosnjak, Pus (2), Derepasko (7/2), Kurent Tatarovac (1), Hrnjic (1), Oder (7), Strmsek, Freser (6)

Schiedsrichter: Horaczek/Novotny (Tschechien).
Zuschauer: 6800.
Siebenmeter: 7/5:2/2 (Stefanisin hält gegen Loerper, Jurack über das Tor).
Zeitstrafen: 8:18 Minuten (Althaus/zwei, Melbeck, Müller – Doler/drei, Potocnik, Pus, Kurent Tatarovac, Hrnjic, Strmsek, Freser).

Spielfilm: 1:3 (4.), 2:6 (6.), 6:7 (11.), 6:9 (14.), 11:12 (21.), 14:13 (26.), 14:16 (30.),15:16 – 15:18 (32.), 19:22 (40.), 21:22 (41.), 24:23 (47.), 28:25 (54.), 28:27 (57.), 30:28 (59.), 31:28.

Quelle: http://deutscherhandballbund.de


Polen wird Dritter / 27.11.2005

Das erste Spiel um den Turchin Cup in Kiew, Ukraine, hatte die polnische Nationalmannschaft gegen Rumänien mit 24 : 28 verloren. Schon zur Pause führten die Rumäninnen mit 18 : 10.
Auf polnischer Seite konnten außer Magdalena Chemicz im Tor noch Dagmara Kowalska und Kreisspielerin Joanna Dworaczyk überzeugen.

Polen - Rumänien 24 : 28 (10 : 18)

Polen: Lacz, Chemicz - Kowalska 5, Kudlacz 5, Dworaczyk 4, Wypych 2, Kot 2, Wlodek 1, Damiecka 1, Strzalkowska 1, Siódmiak 1, Polenz 1, Szafulska 1, Blaszkowska.

Im zweiten Spiel gab es eine weitere Niederlage für das Team von Zygfryd Kuchta. Gegen den Gastgeber Ukraine unterlag die polnische Mannschaft mit 20 : 24.
Im letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft spielten die Polinnen heute gegen Spanien. Die Spanierinnen verpassten die Teilnahme an der WM in St. Petersburg in der Qualifikation gegen die Niederlande. Mit einem 27 : 25 - Sieg gegen die Südländerinnen erreichte das polnische Team den dritten Platz hinter Rumänien und der Ukraine. Die Ukraine konnte das entscheidende Spiel um den ersten Platz gegen Rumänien mit 26 : 25 gewinnen.

Polen - Ukraine 20 : 24 (9 : 12)

Polen: Kubisztal, Chemicz - Strzalkowska 4, Wypych 4, Kudlacz 2, Polenz 2, Siódmak 2, Damiecka 2, Dworaczyk 2, Kowalska 1, Wlodek 1, Blaszkowska, Kot, Mlot.

Polen - Spanien 27 : 25 (14 : 13)

Polen: Chemicz - Kudlacz 7, Kowalska 4, Damiecka 4, Dworaczyk 3, Strzalkowska 3, Kot 2, Wlodek 1, Blaszkowska 1, Mlot 1, Wypych 1, Siódmak, Polenz.

Platzierung:
1. Ukraine
2. Rumänien
3. Polen
4. Spanien

Quelle: http://www.sportowefakty.pl,   http://www.reczna.pl/ und http://handball.hu/


DHB-Frauen bestehen vorletzten WM-Test mit 33:27 gegen Slowenien / handball-welt / 25.11.2005

Die deutschen Handball-Frauen haben ihren vorletzten Test vor der Weltmeisterschaft in St. Petersburg mit Bravour bestanden. Im Duell zweier WM-Teilnehmer gewann der EM-Fünfte am Freitag in Lemgo das erste von zwei Länderspielen gegen Slowenien mit 33:27 (18:13). Im «Vorspiel» vor der Neuauflage des EM-Finales der Männer zwischen Europameister Deutschland und Slowenien war vor rund 3500 Zuschauern die Leverkusenerin Nadine Krause (8/3) beste deutsche Werferin. Am Sonntag (13.00 Uhr) treffen beide Mannschaften in Dortmund erneut aufeinander.

Vor Spielbeginn wurde Alex Gräfer von DJK/MJC Trier zunächst von DHB-Vizepräsident Rainer Witte für ihren 50. Länderspieleinsatz geehrt, die Torhüterin legte die überreichten Blumen aber schnell beiseite und zeigte zwischen den Pfosten ihre Klasse. Zusammen mit der von der ersten Minute an konzentrierten Deckung blieb sie in den ersten fünf Minuten ohne Gegentor und so lag die deutsche Auswahl nach zwei Treffern der glänzend aufgelegten Nadine Kraise und des 3:0 von Anne Müller früh mit 3:0 in Führung.
In der Folge kamen die Sloweninnen etwas besser ins Spiel und auch dank einiger glücklicher Treffer blieb die deutsche Führung so bis zum 11:9 konstant zwischen zwei und vier Treffern. Die deutsche Deckung stand allerdings zumeist weiterhin sicher, oftmals mussten die Gäste unter Zeitdruck abschließen. Auf der Gegenseite begeisterte die deutsche Auswahl mit einigen sehenswerten Treffern, vor allem Grit Jurack zeigte immer wieder ihre Spielübersicht und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene.

Mit ihrem ersten Treffer gab dann Grit Jurack das Startsignal für einen furiosen Schlußspurt im ersten Abschnitt. Sie nahm einen Pfostenwurf der Sloweninnen auf und überwand die verdutzte Barbara Gorski im slowenischen Tor mit einem kraftvollen Fernwurf vom eigenen Kreis. Nadine Krause erhöhte kurz darauf im Gegenstoß auf 13:9, endlich wandelte die deutsche Abwehr die guten Defensivsaktionen auch in einfache Treffer in der Offensive um. Bis zum 14:11 konnte Slowenien noch mithalten, dann aber setzte sich die deutsche Auswahl über 16:12 auf zur Halbzeit 18:13 ab.

In der zweiten Hälfte nutzte Bundestrainer Armin Emrich die Chance zu zahlreichen Wechseln und so agierte die deutsche Auswahl über weite Strecken der zweiten Halbzeit ohne die arrivierten Kräfte wie Grit Jurack, Nadine Krause oder Steffi Melbeck. Dank einiger sehenswerter Paraden von Sabine Englert, die im zweiten Abschnitt in das deutsche Tor gerückt war, konnte die DHB-Auswahl ihre Führung aber zunächst ausbauen, nach einem Treffer der Leipzigerin Nora Reiche hieß es in der 38. Spielminute 22:14 für den Gastgeber. Durch weitere Wechsel gab es dann aber einen kleinen Bruch im deutschen Spiel, die Sloweninnen kamen besser in die Begegnung und konnten durch Deja Doler zwölf Minuten vor Spielende beim 21:25 sogar wieder auf vier Treffer verkürzen.

Emrich beließ Krause und Jurack auf der Bank, stattdessen übernahmen nun Marielle Bohm und Nora Reiche die Verantwortung aus dem Rückraum und erzielten wichtige Treffer, die die deutsche Führung wieder auf 27:21 anwachsen ließen. Die Sloweninnen gaben sich aber keineswegs auf und so entwickelte sich auch in der Schlußphase eine unterhaltsame Begegnung. Dank der Treffer von Nataliya Derepasko und Nina Potocnik konnte Slowenien zwei Minuten vor Spielende auf 27:30 verkürzen doch mit einer sehenswerten Aktion sorgte Nina Wörz dann für die endgültige Entscheidung. Die Leipzigerin fing einen Abpraller mit einem Sprung in den Kreis und verwandelte diesen direkt zum 31:27. Mit einem sehenswerten Heber und einem verwandelten Siebenmeter sorgte Sabrina Neukamp dann für die Schlußpunkte zum 33:27.

Deutschland - Slowenien 33:27 (18:13)

Deutschland: Gräfer, Englert; Krause 8/3, Melbeck 6, Reiche 4, Lörper 3/1, Wörz 2, Jurack 2, Henze 2, Neukamp 2, Althaus 1, Bohm 1, Müller 1

Slowenien: Gorski, Stefanisin; Derepasko 8/2, Doler 4, Oder 4/1, Potocnik 3, Pus 2, Dercar 1, Ciora 1, Kurent 1, Freser 1, Mrnjic, Sotler, Strmsek, Argenti, Bosnjak

Zuschauer: 3.500
Schiedsrichter: Horaczek / Novotny
Strafminuten: 10 / 12

Spielfilm: 2:0 (2.), 4:1 (6.), 7:3 (10.), 8:5 (14.), 10:6 (16.), 11:7 (18.), 11:9 (20.), 13:9 (21.), 16:11 (24.), 17:12 (27.), 18:13 (HZ)
19:13 (34.), 22:14 (38.), 23:16 (41.), 25:18 (45.), 26:21 (48.), 27:22 (50.), 29:23 (54.) 30:27 (58.), 33:27 (EN)

Quelle: 25.11.2005 - dpa und Christian Ciemalla / http://www.handball-welt.de


Jubiläumstor und Fußballverbot / HandballWoche 47 / 22.11.2005

Durchwachsenes Fazit nach Tschechien-Tests: Noch viel Arbeit für Emrich-Team bis zur WM

Was machen Handballer am liebsten beim Aufwärmen? Fußball spielen natürlich. Dies wird in dieser Woche für die Spielerinnen der deutschen Nationalmannschaft ausfallen. "Es gibt eine goldene Regel bei uns: Wenn wir mehr als fünf freie Bälle in einem Spiel verwerfen, wird das Fußballspielen gestrichen", sagte Bundestrainer Armin Emrich nach dem zweiten Spiel gegen Tschechien am Sonntagabend im saarländischen Theley.

Nach einer überzeugenden Leistung am Freitag gegen Tschechien (32:21) in Homburg erlitt sein Team beim drittletzten Vorbereitungsspiel auf die WM in St. Petersburg gegen den gleichen Gegner beim 24:24 (12:14) einen Rückschlag. "Wir haben uns viele unnötige Fehler geleistet und weit mehr als fünf freie Bälle verworfen", sagte Emrich, der der Partie aber auch etwas Positives abringen konnte: "Jetzt wissen wir genau, woran wir bis St. Petersburg arbeiten müssen: Die Chancenverwertung und die Automatisierung von Abläufen. Da hatten wir noch Schwächen."

Trotz des Remis gegen die international eher zweitklassigen Tschechen hielt die Serie von Emrich: Seit sechs Partien ist sein Team ungeschlagen, die einzige, wenn auch vermeidbare Niederlage in der Vorbereitung setzte es gegen Olympiasieger Dänemark, hinzu kommt ein Remis gegen Weltmeister Frankreich. "Wir wollen jetzt das festigen, was wir uns bisher erarbeitet haben. Dann haben wir bei der WM sicherlich auch eine Chance", meinte Emrich.

Dem stimmt Kreisläuferin Anja Althaus zu: "Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend, jetzt kann die WM kommen. Ich gehe fest davon aus, dass wir die Hauptrunde erreichen."
Im Saarland kristallisierte sich erneut die erste Sieben heraus, die in St. Petersburg die Startaufstellung bilden könnte: Auf Rechtsaußen Stefanie Melbeck, im Rückraum Grit Jurack, Nina Wörz und Nadine Krause, auf Linksaußen Susanne Henze. Am Kreis steht das Duell Anne Müller gegen Anja Althaus unentschieden mit leichten Vorteilen für Müller. Im Tor kann sich Emrich auf alle drei Kandidatinnen verlassen, den besten Eindruck macht derzeit Sabine Englert.

Die letzten beiden Chancen, sich für St. Petersburg zu empfehlen, haben die Nationalspielerinnen am kommenden Wochenende. Am Freitag (18 Uhr, in Lemgo) und Sonntag (13 Uhr, in Dortmund) stehen die Partien gegen Slowenien im Doppelpack mit Heiner Brands Männern auf dem Programm. "Ich freue, mich auf diese Doppelveranstaltung und erhoffe mir letzte Erkenntnisse für die WM. Bis Freitag werden wir vor allem an der Reduktion unserer Fehler arbeiten", prophezeite Emrich. Kein Thema für St. Petersburg ist nun wohl auch Triers Spielmacherin Maren Baumbach, die bei den beiden Partien im Saarland nur Zaungast war. Und eine andere Erkenntnis reifte für Grit Jurack, die am Freitag ihr 1000. Länderspieltor erzielte, und für ihre Kameradinnen: Auch die WM-Favoriten haben ihre perfekte Form noch nicht gefunden. Dies zeigte sich beim Weltcup im dänischen Aarhus, den Norwegen gewann. Und deswegen lässt sich Emrich vielleicht auch Mitte der Woche erweichen, doch wieder Fußball zum Aufwärmen spielen zu lassen.

Quelle: Björn Pazen / HandballWoche 47 / 22.11.2005


Berichte zur WM-Qualifikation: Deutschland - Polen / HandballWoche / Juni 2005

"Kollektiver Blackout"

Polen - Deutschland 40 : 30 (17 : 13)

Polen: Lacz (3 Paraden), Chemicz (8P); Kot (6), Marzec (6), Szafulska, Malczewska (1), Mlot (2), Niedzwiedz-Cecotka, Kowalska (6), Strzlkowska, Sikorska, Polenz (3), Wolska, Kudlacz (8/1), Wypych(8/3).

Deutschland: Gräfer (9P), Woltering (2P); Härdter, Jurack (13/4), Müller, Erfmann, Wörz (3), Reiche, Henze (5), Krause (5), Neukamp (2), Schmidt, Melbeck, Althaus (2).

SR: Kekes/Kekes (Ungarn).
Z.: 1000 in Kielce.
Zeitstrafen: 10:4 Min. (Kudlacz, Kot, Marzec, Polenz, Malczewska - Henze, Melbeck).
Siebenmeter: 5/4:5/4 (Wypych an den Pfosten - Chemicz hält gegen Jurack).
Beste Spielerinnen: Kudlacz, Wypych - Gräfer (1.HBZ), Jurack.

Spielfilm: 4:0, 5:3 (12), 8:4, 8:6,12:7(21.), 13:10(24.), 16:13,17:13-18:13, 19:16 (33.}, 21:16 (34.), 23:18, 23:20 (39.), 30:22, 33:23 (50.), 34:26,36:26,37:29 (58.), 40:30.

„Ein Spiel dauert 60 Minuten" -so oder so ähnlich hat das mal Fußball-Legende Sepp Herberger formuliert. Irgendwie hatte das die deutsche Mannschaft beim Hinspiel in Polen wohl vergessen und war nicht über die volle Spielzeit konzentriert. Der Grund: „Kollektiver Blackout" (Co-Trainer Wolfgang Reckenthäler) zwischen der 40. und 50. Minute. Die Folge: Eine „schwere Hypothek" (Bundestrainer Armin Emrich) für das Rückspiel in Oldenburg.

Bis zum 23:20 (39.) war Deutschland auf Tuchfühlung, hatte zwar bis dahin auch schon große Probleme, Agata Wypych und Karolina Kudlacz in den Griff zu bekommen, war aber keineswegs aussichtslos. Doch anstatt das Ergebnis zu verwalten, und sich mit aller Macht auf die zweite Partie in Deutschland zu stürzen, verloren Jurack und Co. im Angriff den Kopf und in der Abwehr die Übersicht. Polens mittelmäßige Torfrau Magdalena Chemicz verriegelte zudem ihren Kasten und Kinga Polenz (Linskaußen) sowie Wypych (Rückraum rechts) kamen ins Laufen. Das Team von Zygfryd Kuchta („Meine erste Aufgabe ist es nun, die Euphorie zu bremsen") erhöhte von 25:21 in nur knapp zehn Minuten auf 34:24. Wie in Trance spielten beide Teams dann die letzten Minuten herunter. Der Unterschied: Polen feierte „wie Weihnachten" (Grit Jurack) und Deutschland war von einer erfolgreichen Qualifikation „so weit weg wie St. Petersburg geographisch" (Heike Schmidt).

Zwischen Himmel und Hölle

Deutschland - Polen 31 : 25 (18 : 8)

Deutschland: Gräfer (4 Paraden), Woltering (12P); Härdter (2), Jurack (5). Müller, Erfmann, Wörz (2), Reiche (3), Henze, Stange, Krause (11/2), Schmidt (3), Melbeck(3), Althaus(2).

Polen: Lacz (3P), Chemicz (6P); Kot (1), Marzec (5), Szafufska, Malczewska (3), Mlot (1), Niedzwiedz-Cecotka, Kowalska (3), Strzlkowska, Polenz (2), Wolska, Kudlacz (6/5), Wypych (4).

SR: Repensek/Pozeznik (Slowenien).
Z.: 2200 in Oldenburg.
Zeitstrafen: 10:12 Min. (Erfmann, Wörz, Melbeck, Althaus zweimal - Marzec zweimal, Mlot zweimal, Kowalska, Strzlkowska).
Siebenmeter: 6/2:6/5 (Krause scheitert an Lasz, Jurack zweimmal an Chemicz, Schmidt an Chemicz - Gräfer hält gegen Wypych).
Beste Spielerinnen: Woltering, Krause - Malczewska, Kowalska.

Spielfilm: 3:2 (7.), 9:6, 12:7 (22.), 18:8 : 22:10, 26:15, 28:16 (47.), 30:20.31:24(54.), 31:25.

Es war eine merkwürdige Ruhe vor dem Spiel: Anspannung war bei den Zuschauern in der tollen und neuen EWE-Arena zu spüren.

Entschlossenheit bei den Spielerinnen. Dann brach der Sturm los: 4400 Hände klatschten und 2200 Kehlen brüllten Deutschland nach vorn. Konzentriert, aggressiv und ohne Rücksicht auf sich und den Gegner packte die 6:0-Abwehr zu. Dahinter stand mit Clara Woltering eine aufmerksame Torhüterin. So hatten Krause, Jurack und Co bereits zur Pause die erforderlichen zehn Tore aufgeholt, in der 47. Minute sogar ein kleines Polster (28:16) erarbeitet. St Petersburg rückte näher. Polens Trainer Zygfryd Kuchta behauptete, er habe zu diesem Zeitpunkt schon die Treppe zur Hölle gesehen.

Dann aber stellte der Trainerfuchs seine Abwehr (von 5+1 auf 4:2 und später auf 3:2:1) um. Die. Deckung gestatte nun keine Kreisanspiele mehr und unterband das Einlaufen geschickt „Da hat uns die Cleverness gefehlt", gab Woltering zu. Und Jurack behauptete, „da haben wir den Sack nicht zu gemacht". Der deutsche Rückraum wurde ungeduldig und besonders Jurack glaubte wohl, das Spiel alleine entscheiden zu müssen. Drei Fehlversuche vorne und Polen schenkte Woltering drei Konter schneller ein, als sie „Hexer" sagen konnte. Die Folge: Statt 33:20 stand es plötzlich 30:23. St. Peterburg war wieder weit weg. Mit kühlem Kopf und erstaunlicher Routine agierte Polen danach und Kuchta fand sich „im Himmel wieder".

Quelle: OLE - HandballWoche Juni / 22.11.2005


Norwegen gewinnt den World-Cup / handball-world / 21.11.2005

   Kristine Lunde
  Kristine Lunde
Norwegens Handballfrauen haben den World-Cup im dänischen Arhus gewonnen und sich damit gleichzeitig 25.000 Dollar Preisgeld gesichert. In einem hochklassigen Finale besiegte die Mannschaft von Trainerin Marit Breivik Südkorea mit 30:27 (15:14). Beste Torschützin beim Europameister war Kristine Lunde von Aalborg HK, die neben ihren acht Toren mit phantastischen Anspielen an ihre Mitspielerinnen glänzte. Leipzigs Camilla Thorsen erzielte in einer spannenden Schlussphase zwei wichtige Tore per Tempogegenstoß. Turnierdritter wurde Russland.

Den besseren Start in die Final-Partie erwischten die Asiatinnen, die schnell mit 3:0 in Front lagen. Vor allem Torjägerin Pil-Hee Moon, die am Ende neun Tore erzielte und auch beste Torschützin des Turniers wurde, bekam der Europameister nie in den Griff. Trotz ihr körperlichen Unterlegenheit traf Südkorea zu Beginn scheinbar spielerisch aus dem Rückraum, vor allem mit Schlagwürfen war der Geheimfavorit auf den WM-Titel erfolgreich.

Angetrieben von einer sich mehr und mehr steigernden Torhüterin Kjersti Beck im norwegischen Tor fand Norwegen nach einigen Minuten jedoch ins Spiel und hatte beim 4:3 bereits die Führung übernommen. Für die unglücklich spielende Marianne Rokne beorderte Trainerin Marit Breivik abwechselnd Kristine Lunde und auch Kreisläuferin Elisabeth Hilmo auf die Spielmacherposition, vor allem Lunde glänzte mit tollen Anspielen an Kreisläuferin Isabel Blanco, zudem traf der Europameister über seine Außen Ragnhild Aamodt und Kari Mette Johansen in einer traumhaften Sicherheit und lag stets in Führung, allerdings ohne sich absetzen zu können.

Südkorea, mit einem fantastischen Tempospiel ausgestattet, fand immer wieder die Lücke in der norwegischen Abwehr, und so führten die Skandinavierinnen zur Pause nach einem sehenswerten Schlagwurftor von Karoline Breivang praktisch mit dem Halbzeitpfiff knapp mit 15:14.

Nach dem Wechsel steigerte sich Norwegens Torhüterin Beck weiter, die überraschend die ganze Spielzeit den Vorzug vor Katrine Lunde und Terese Pedersen erhielt. Norwegen konnte sich so rund zehn Minuten vor dem Ende in einem unheimlich schnellen Spiel schon auf fünf Tore absetzen und siegte schließlich verdient mit 30:27.

Finale:
Norwegen - Korea 30 : 27 (15:14)

Norwegen: Kristine Lunde 8, Ragnhild Aamodt 5, Karoline D. Breivang 5, Kari Mette Johansen 4, Elisabeth Hilmo 3, Camilla Thorsen 2, Isabel Blanco 2, Anette Hovind Johansen 1

Korea: Pil-Hee Moon 9, Im-Jeong Choi 5, Cha-Youn Kim 4, Sun-Hee Woo 4, Hai-Rim Song 2, Bok-Hee Myoung 2, Gong-Joo Lee 1


Spiel um Platz 3:
Rumänien - Russland 29 : 31 (18:15)

Rumänien: Valentina Neli Ardean-Elisei 11, Georgeta Narcisa Lecusanu 4, Maria Mihaela Tivadar 4, Ramona Petruta Maier 3, Ionela Galca 3, Oana Florica Soit 2, Adina Meirosu 2

Russland: Ekaterina Marennikova 6, Liudmila Postnova 5, Elena Polenova 5, Irina Bliznova 4, Natalia Shipilova 3, Elena Sergeeva 3, Emilia Turey 3, Liudmila Bodnieva 1, Yana Uskova 1


Freundschaftsspiel:
Dänemark - Frankreich 28 : 20 (12:11)

Dänemark: Jane Wangsøe 8, Lene Thomsen 5, Lise Knudsen 4, Lene Lund Nielsen 3, Mette Sjøberg 3, Louise Mortensen 3, Rikke Hørlykke Jørgensen 1, Kristina Bille-Hansen 1

Frankreich: Angélique Spincer 3, Mariama Signate 3, Isabelle Wendling 3, Raphaelle Tervel 3, Paule Badouin 2, Sophie Herbrecht 2, Amalie Goudjo 2, Sabrina Legenty 2

Quelle: Christopher Monz und Timo Hölscher - http://www.handball-welt.de

Grit Jurack rettet sechs Sekunden vor Schluss das 24:24-Remis gegen Tschechien / 800 Zuschauer und erneut ausverkauftes Haus in Theley / DHB / 20.11.2005

In der Sport- und Kulturhalle Theley mussten jede Menge Stühle dicht ans Spielfeld gerückt werden, um dem riesigen Interesse an der Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes gerecht zu werden. 800 Zuschauer erlebten am Sonntag ein ausgeglichenes Spiel gegen Tschechien, in dem Linkshänderin Grit Jurack erst sechs Sekunden vor dem Abpfiff der 24:24 (12:14)-Ausgleich gelang. Zwei Tage zuvor hatte die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich den ersten Vergleich in Homburg-Erbach mit 32:21 (17:11) gewonnen. Beide Tests dienten der unmittelbaren Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember).

„Gegen Tschechien haben wir wechselnde Tagesformen erlebt, aber ich sehe das als positive Erfahrung“, sagte Emrich. „Jetzt wissen wir recht genau, was wir noch zu trainieren haben.“ Die Nationalmannschaft arbeitet auch in den nächsten Tagen in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken an ihrer WM-Form. Nach dem Umzug am Donnerstag ins neue Basislager Blomberg folgen die letzten Einspielgelegenheiten gegen Slowenien in Lemgo (25. November, 18 Uhr) und Dortmund (27.November, 13 Uhr).Emrich: „Slowenien wird ein schwerer Gegner und für uns eine Standortbestimmung.“

Die DHB-Auswahl eröffnete die Partie mit Torfrau Clara Woltering sowie Nadine Härdter (Linksaußen), Nadine Krause (Rückraum links), Nina Wörz (Rückraum Mitte), Grit Jurack (Rückraum rechts), Stefanie Melbeck (Rechtsaußen) und Anne Müller (Kreis). Dass die deutsche Mannschaft über weite Strecken der ersten Halbzeit in Schwierigkeiten geriet, war vor allem etlichen Fehlpässen und vergegebenen Chancen zuzuschreiben. Zwischenzeitlich stoppte Clara Woltering die Tschechinnen mit mehreren starken Paraden, und Stefanie Melbeck wurde auf dem rechten Flügel mehrmals gelungen in Szene gesetzt. Die letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit nahmen jedoch einen schlechten Verlauf: Die DHB-Auswahl verlor diesen Teil des Spiels mit 1:6. Zwei der Gegentreffer fielen in den letzten 20 Sekunden.

Auch in der zweiten Halbzeit erlebte Emrich ein sehr wechselhaftes Spielgeschehen. Nach ordentlichem Start (18:16) verlor das DHB-Team erneut die Linie, vergab unter anderem drei Siebenmeter und geriet noch einmal mit zwei Toren in Rückstand. Erst sechs Sekunden vor dem Abpfiff rettete Grit Jurack mit ihrem dritten Tor das Remis.

„Es ist wichtig, dass wir die stressige Phase in den letzten Minuten gut gelöst haben“, sagte Emrich. „Solche Momente werden wir in St. Petersburg noch öfter erleben. Wir waren gegen Tschechien wirklich bis zum Anschlag gefordert und haben uns ganz einfach viel zu viele einfache Fehler geleistet haben.“ Der tschechische Trainer Lubomir Krejcir zeigte sich jedenfalls erfreut ob des zweiten Vergleichs: „Für uns war das ein Erfolg, aber für Deutschland ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft.“

Deutschland – Tschechien 24:24 (12:14)

Deutschland: Gräfer, Woltering; Härdter (1), Jurack (3), Wörz (1), Müller (1), Reiche (1), Loerper (1/1), Henze, Krause (6/4), Bohm (2/1), Neukamp, Meier (1), Melbeck (5), Althaus (2).

Tschechien: Selicharova, Skavronkova; Vojtiskova (1), Fabikova (4), Knytlova (3), Roubinkova, Polaskova (1), Poznarova (7/5), Adamkova (1), Saskova (1), Cerna (2), Stachlova (2), Simerska (2), Spichalova.

Schiedsrichter: Hansen/Pettersen (Norwegen).
Zuschauer: 800 (ausverkauft).
Siebenmeter: 9/6/:6/5 (Skavronkova hält gegen Loerper, Krause/zwei – Woltering hält gegen Knytlova).
Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Müller, Melbeck, Loerper – Vojtiskova, Roubinkova, Adamkova, Saskova).
Rote Karte: Roubinkova (60./grobes Foulspiel).

Spielfilm: 2:1 (3.), 2:4 (8.), 6:5 (14.), 6:7 (16.), 8:7 (17.), 11:8 (23.), 11:11 (26.), 12:11 (27.), 12:13 (30.), 12:14 – 13:14, 13:15 (33.), 16:15 (37.), 18:16 (40.), 19:20 (44.), 20:22 (53.), 22:22 (55.), 23:24 (60.), 24:24.

Quelle: (tok) - http://deutscherhandballbund.de

2635 Zuschauer feiern in Homburg-Erbach 32:21-Sieg der DHB-Frauen gegen Tschechien / Grit Jurack erzielt 1000. Länderspieltor

   Alena Vojtiskova
  Alena Vojtiskova unterlag mit ihrem Team der deutschen Nationalmannschaft (Foto: VfL)

Nach 60 intensiven Minuten mussten die Frauen des Deutschen Handballbundes noch einmal Schwerstarbeit verrichten. 2635 Zuschauer hatten im ausverkauften Sportzentrum Homburg-Erbach das 32:21 (17:11) gegen Tschechien begeistert gefeiert und in den letzten Minuten mit Standing Ovations begleitet. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff strömten hunderte Kinder und Jugendliche auf das Spielfeld, um Autogramme ihrer Lieblinge zu ergattern. „Das war einfach nur sensationell. Es hat super viel Spaß gemacht, wie uns die Leute getragen haben“, sagte Kreisläuferin Anja Althaus. „Wir werden gern wiederkommen.“

„Frauenhandball hat hier eine tolle Begeisterung ausgelöst. Das“, urteilte Bundestrainer Armin Emrich, „das hat richtig gut getan.“ Am Sonntag findet in Theley ab 17 Uhr in der Sport- und Kulturhalle am Schulzentrum ein zweiter Vergleich mit Tschechien statt. Beide Tests dienen der unmittelbaren Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember). Am heutigen Samstag wird das Team den Betzenberg besuchen, um in der Fußball-Bundesliga das Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Nürnberg zu erleben.

Nach 6:09 Minuten schrieb Grit Jurack ein Stück Handball-Geschichte. Die Linkshänderin erzielte im 194. Länderspiel ihr 1000. Tor. „Es ist schon etwas Besonderes für mich, dass ich 1000 Tore für Deutschland werfen durfte“, sagte Jurack. „Und ich bin froh, dass ich das vor so vielen Zuschauern tun konnte. Es ist lange her, dass wir eine so schöne Kulisse erleben durften.“ Vor der 28-Jährigen liegt in der ewigen Torschützenliste des DHB lediglich Katrin Mietzner (1095 Tore in 260 Spielen).
Juracks Jubiläumstreffer zum 4:3 fiel in der noch ausgeglichenen Phase eines Spiels, in dem sich die deutsche Mannschaft erst Mitte der ersten Halbzeit löste. Emrich musste in der 5:1-Abwehr zwei Positionen alternativ besetzen, weil Nadine Härdter pausierte und Anne Müller wegen einer Oberschenkelprellung ebenfalls nicht zum Einsatz kam. Der Bundestrainer verlängerte gezielt Phasen in Unterzahl, „das sind Dinge, die in einer Wettkampfsituation probiert werden müssen“.

In der zweiten Halbzeit, die Emrich mit einer 6:0-Abwehr eröffnet, fand vor allem Nadine Krause mit vier schnellen Toren stark ins Spiel. Zwischen der 44. und 56. Minute gelang der DHB-Auswahl eine beeindruckende Phase mit 7:0 Toren zum 31:20. „Insgesamt bin ich zufrieden. Wir sind wieder einen Schritt weiter“, sagte Emrich. „Einigen ausgelassenen Chancen hätten wir allerdings nachgetrauert, wenn der Spielstand enger gewesen wäre.“

Zu den Ehrengästen in Homburg-Erbach zählte nicht nur NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach – Emrich konnte auch Joachim Deckarm begrüßen, mit dem er Mitte der siebziger Jahre gemeinsam in der Nationalmannschaft gespielt hatte. Mittelfrau Anna Loerper erhielt von Jürgen Fried, Präsident des HV Saar, einen Blumenstrauß zum 21. Geburtstag.

Die Nationalmannschaft kam bereits am Donnerstag zum Lehrgang in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken zusammen. Nach dem Umzug am Donnerstag ins neue Basislager Blomberg folgen die letzten Einspielgelegenheiten gegen Slowenien in Lemgo (25. November, 18 Uhr) und Dortmund (27.November, 13 Uhr).

Deutschland – Tschechien 32:21 (17:11)

Deutschland: Englert, Woltering; Jurack (3), Wörz (2), Müller, Reiche (2), Loerper (1), Henze (5), Krause (7/1), Bohm (2/1), Neukamp (2), Meier (2), Melbeck (4), Althaus (2)

Tschechien: Selicharova, Skavronkova; Vojtiskova, Fabikova (5), Knytlova (3/3), Roubinkova (1), Polaskova (3), Poznarova (2), Saskova (4), Cerna (2), Adamkova, Stachlova, Simerska (1), Spichalova

Schiedsrichter: Hansen/Pettersen (Norwegen).
Zuschauer: 2635 (ausverkauft).
Siebenmeter: 5/2/:3/3 (Krause an die Latte, Loerper vorbei, Bohm scheitert an Skavronkova.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Krause, Bohm – Suskova, Adamkova).

Spielfilm: 3:1 (4.), 3:3 (6.), 6:6 (12.), 11:6 (18.), 12:8 (20.), 16:9 (26.), 17:10 (29.), 17:11 – 18:11, 21:14, 22:17 (40.), 24:17 (42.), 24:20 (44.), 27:20 (48.), 30:20 (55.), 31:20 (56.), 32:21.

Quelle: (tok) - http://deutscherhandballbund.de

Tschechien als echter WM-Test / HandballWoche 46 / 15.11.2005

DHB-Frauen arbeiten am Feinschliff für St. Petersburg - Woltering und Baumbach kehren zurück

Dort, wo der alt ehrwürdige TV Niederwürzbach seine großen nationalen und internationalen Erfolge feierte, wollen auch die DHB-Frauen die Erfolgsgeschichte ihrer WM-Vorbereitung fortschreiben. Nur 48 Stunden nach den letzten Bundesligaspielen des Jahres 2005 trifft die deutsche Nationalmannschaft der Frauen am Freitag (18. November, 19.30 Uhr) in Homburg-Erbach auf Tschechien. Am Sonntag (20. November, 17 Uhr) steht dann das zweite Testspiel gegen den gleichen Gegner im saarländischen Theley auf dem Programm.

Bundestrainer Armin Emrich nominierte für diese Partien grundsätzlich den gleichen Kader, wie zuvor für die Turniere in Paris (3. Platz) und Wien (1.). Wieder dabei ist die Leverkusener Torfrau Clara Woltering, die in Wien wegen einer Bänderverletzung pausieren musste. Im Aufgebot für den Lehrgang in Saarbrücken, der am Donnerstag beginnt, steht auch wieder Triers Spielmacherin Maren Baumbach. "Sie ist dabei, den Rest muss man sehen" - mehr ließ sich Emrich zum Thema Baumbach nicht entlocken. Dennoch wird gerade die Personalie Baumbach, die nach ihrer Schulterverletzung im Verein wieder aufläuft, zumindest in Trier noch heiß diskutiert. Baumbach wird sich in der Rolle als Spielmacherin gegen die bisher überzeugenden Nina Wörz und Anna Loerper behaupten müssen und gibt sich selbst eher skeptisch: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich bei der WM in Russland dabei bin."

Im Kader des Gegners aus Tschechien steht eine Bundesliga-Spielerin, die in ihrer Heimat den zwölften Platz bei der Wahl zur Handballerin des Jahres belegte: Alena Vojtiskova (VfL Oldenburg). Die tschechische "Mieze" Jana Arnosova (Trier) musste verletzungsbedingt absagen. Tschechien war in der WM-Qualifikation 2005 klar an Rumänien gescheitert und bei der EM 2004 in Ungarn Vorletzter geworden. Die in Deutschland wohl bekannteste tschechische Handballerin wird die Länderspiele als Zuschauerin verfolgen: Monika Ludmilova (früher Torjägerin in Mainzlar, heute dort Co-Trainerin) weilt auf Einladung des DHB im Saarland.

Nach vier Test-Siegen in Serie gilt es indes für Grit Jurack & Co., sich noch weiter einzuspielen für St. Petersburg. "Es wird nicht viel Neues geben, wichtiger ist, das bisher Gezeigte zu vertiefen und zu verbessern", sagt Emrich, der sein Hauptaugenmerk auf verschiedene Angriffsvarianten gegen unterschiedliche Deckungs-Systeme legen wird. Zudem soll sein Team Werbung machen für den Frauen-Handball und Vorfreude auf die WM erzeugen. Gelegenheit dazu sieht der Bundestrainer auch in den Partien gegen Slowenien am 25. November (in Lemgo) und am 27. November in Dortmund. Dann kommt es erstmals zu einer Doppelverstaltung mit der männlichen und weiblichen Auswahl des DHB. Jeweils zwei Spiele (Freitag und Sonntag) stehen sowohl für Emrichs Frauen als auch für Brands Männer gegen Slowenien auf dem Programm. Emrich: "Ich freue mich total auf diese Premiere. Für meine Mannschaft wird es auch wegen der hoffentlich großen Kulisse ein echter WM-Abschlusstest werden."

Noch bis Mittwoch kommender Woche weilt das Frauen-Team dann in Saarbrücken, ehe es nach Lemgo umzieht. Nach drei freien Tagen trifft sich der Vorjahres-EM-Fünfte dann zum letzten Lehrgang im hessischen Grünberg, ehe es am 4. Dezember nach St. Petersburg geht. Spätestens nach der Partie in Dortmund steht fest, welche 16 Spielerinnen ihr WM-Ticket lösen. Mit Überraschungen darf bei verletzungsfreier -Vorbereitung allerdings nicht gerechnet werden. "Das Team steht", sagt Emrich.

Quelle: B. Pazen - HandballWoche 45 - 15.11.2005


EUROSPORT überträgt Spiele der Weltmeisterschaft aus St. Petersburg / DHB / 14.11.2005

Die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes kommt von St. Petersburg aus direkt in die Wohnstuben. EUROSPORT überträgt vom 5. bis zum 18. Dezember mindestens 14 Spiele der Weltmeisterschaft aus der russischen Metropole, darunter auch die Partien der Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich. „Dass EUROSPORT auch unsere Spiele zeigt, ist eine großartige Nachricht“, sagt Emrich. „Für uns ist diese WM eine riesige Chance. Wir werden alles geben, um mit begeisternden Spielen weiteres Interesse für den Frauenhandball zu wecken.“

In der Vorrunde treffen die DHB-Frauen auf den dreimaligen Olympiasieger Dänemark sowie Polen, Österreich, Brasilien und die Elfenbeinküste. Die ersten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde. Die Spiele in der Yubileyny Hall werden von Jürgen Höthker und Dirk Thiele kommentiert. Bereits in der kommenden Woche können sich die Zuschauer mit EUROSPORT auf die WM einstimmen: Zum Programm zählen Spiele des Worldcups in Dänemark.

Die deutschen Spiele der WM-Vorrunde im EUROSPORT-Programm:

Montag, 5. Dezember:
17 bis 18.30 Uhr live: Deutschland – Polen

Dienstag, 6. Dezember:
17 bis 18.30 Uhr live: Deutschland – Österreich

Mittwoch, 7. Dezember:
19 bis 20.30 Uhr live: Deutschland – Dänemark

Freitag, 9. Dezember:
17 bis 18.30 Uhr live: Deutschland – Brasilien

Samstag, 10. Dezember:
17 bis 18.30 Uhr live: Elfenbeinküste – Polen

Weitere Informationen: www.eurosport.de

Quelle: T.O.K - http://www.deutscherhandballbund.de


Kuchta gibt Kader bekannt / reczna.pl / 07.11.2005

Zygfryd Kuchta, Trainer der polnischen Nationalmannschaft, hat den Kader für den abschließenden Test zur Weltmeisterschaft in Russland (St. Peterburg) bekanntgegeben.
Am 20.11. trifft sich die Mannschaft zur ärztlichen Untersuchung in Warschau. Darauf folgt ein Trainingslager in Spala und anschließend ein Turnier in Kiew. An dem Turnier in der Ukraine werden außer dem Gastgeber und Polen noch Spanien und Rumänien teilnehmen.
Vom Frankfurter HC sind Agnieszka Wolska und Marzena Kot ins Aufgebot berufen worden.
Ein Comeback von Sabina Wlodek und Anna Ejsmont sind geplant.

Nationalspieler
Von den Nationalspielerinnen des polnischen Meisters SPR ICom Lublin wurden Ewa Damiecka , Magdalena Chemicz und Sabina Wlodek berücksichtigt. Fehlen wird Monika Marzec. Zum erweiterten Kreis gehört Dorota Malczewska. (Foto: v.l. nach r.: Ewa Damiecka, Magdalena Chemicz, Sabina Wlodek, Monika Marzec, Dorota Malczewska)

Kader: Magdalena Chemicz, (SPR ICom Lublin),
Iwona Lacz (Sosnica Gliwice),
Sabina Kubisztal (MKS Zaglebie Lubin),
Ewa Damiecka (SPR ICom Lublin),
Sabina Wlodek (SPR ICom Lublin),
Hanna Strzalkowska (AZS AWFiS Gdansk),
Karolina Kudlacz (AZS AWFiS Gdansk),
Agata Wypych (MKS Piotrcovia Piotrków Trybunalski),
Kinga Polenz (MKS Piotrcovia Piotrków Trybunalski),
Iwona Szafulska (AZS Politechnika Koszalinska),
Joanna Dworaczyk (AZS Politechnika Koszalinska),
Iwona Blaszkowska (EB Start Elblag),
Magdalena Mlot (MKS Zaglebie Lubin),
Aleksandra Jacek (MKS Zaglebie Lubin),
Anna Ejsmont (Cementos la Union Ribarroja - Spanien),
Agnieszka Wolska (Frankfurter HC- Deutschland),
Marzena Kot (Frankfurter HC- Deutschland),
Karolina Siódmiak (Le Havre - Frankreich),
Dagmara Kowalska (Bera - Bera RTH - Spanien).

Reserve/erweiterter Kreis:
Malgorzata Sadowska (AZS AWFiS Gdansk)
Monika Stachowska (AZS AWFiS Gdansk),
Agnieszka Jochymek (Sosnica Gliwice),
Iwona Niedzwiedz-Cecotka (MKS Piotrcovia Piotrków Trybunalski),
Dorota Malczewska (SPR ICom Lublin),
Anita Sikorska (Zgoda Ruda Slaska).

Infos: http://www.reczna.pl


Frauen-Nationalmannschaft: Torfrau Clara Woltering kehrt in den WM-Kader zurück / Fahrplan für St. Petersburg steht

    Clara Woltering
   Clara Woltering
In Saarbrücken leitet Bundestrainer Armin Emrich ab dem 17. November die heiße Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ein. Ins Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft kehrt die Leverkusener Torfrau Clara Woltering zurück, die beim Turniersieg in Wien verletzt gefehlt hatte. Sonst vertraut Emrich auf das bewährte Aufgebot. „Es geht jetzt darum, dass wir die Strukturen für St. Petersburg festigen“, sagt der 54-Jährige. Bestandteil des Lehrgangs sind zwei Länderspiele gegen Tschechien (18. November, 19.30 Uhr, in Homburg-Erbach und 20. November, 17 Uhr, in Theley).

Den 16er-Kreis wird in Saarbrücken die 20-jährige Angie Geschke (Frankfurter HC) ergänzen. Auch Mittelfrau Maren Baumbach (DJK/MJC Trier), die nach einer Schulterverletzung erst vor wenigen Wochen in den Bundesliga-Spielbetrieb zurückkehrte, erhält eine Einladung für den Lehrgang.

Inzwischen steht der weitere Fahrplan auf dem Weg zur WM in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember) fest. Der DHB-Tross zieht am 24. November von Saarbrücken nach Blomberg um. Die ostwestfälische Stadt dient als Basislager für die letzten Testspiele gegen Slowenien (25. November, 18 Uhr, in Lemgo und 27. November, 13 Uhr, in Dortmund).Nach drei freien Tagen trifft sich Emrichs Auswahl am 1.Dezember zum Abschlusslehrgang in Grünberg, fliegt am 4. Dezember von Frankfurt/Main nach St. Petersburg und steigt einen Tag später gegen Polen ins WM-Turnier ein.

Das Aufgebot für den Lehrgang in Saarbrücken und die Länderspiele gegen Tschechien:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 80 Länderspiele/2 Tore), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier, 48/0), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 32/0)

Feld: Nadine Härdter (Borussia Dortmund, 76/104), Grit Jurack (Viborg HK/Dänemark, 193/999), Nina Wörz (HC Leipzig, 63/103), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 12/14), Nora Reiche (HC Leipzig, 14/24), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 6/10), Susanne Henze (Buxtehuder SV, 74/160), Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen, 77/238), Marielle Bohm (DJK/MJC Trier, 6/1), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen, 20/39), Silke Meier (DJK/MJC Trier, 19/13), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV, 109/215), Anja Althaus (DJK/MJC Trier, 69/107)

Reserve/erweiterter Kreis: Katja Schülke (Frankfurter HC, 3/0), Kathrin Scholl (VfL Oldenburg, 0/0), Ulrike Stange (HC Leipzig, 5/11), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier, 61/139), Laura Steinbach (DJK/MJC Trier, 0/0), Angie Geschke (Frankfurter HC, 0/0)

Quelle: Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de


"Sind auf einem guten Weg" / HandballWoche 44 / 01.11.2005

Deutschland Turniersieger in Wien - Emrich: Der WM-Kader steht zu 90 Prozent

Guten Mutes nach St. Petersburg: Nach dem Turniersieg von Wien zeigt das WM-Form-Barometer der deutschen Frauen klar nach oben. Gegen Österreich gewann die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich 31:26, gegen die Schweiz 35:26 und gegen Mazedonien 26:20.

Armin Emrich  
Bundestrainer Armin Emrich   
"Wir sind auf dem richtigen Weg, jetzt müssen wir nur noch an der Feinabstimmung arbeiten", sagte Emrich nach den Erfolgen von Wien. Im Vergleich zum Testturnier in Paris (Rang drei) vor zwei Wochen gab es keinen grundlegend neuen Erkenntnisse, eher hat sich das verfestigt, was sich unter anderem beim Sieg gegen Europameister Norwegen angedeutet hatte: Im Tor steht mit Sabine Englert, Alexandra Gräfer und der in Wien verletzungsbedingt fehlenden Clara Woltering ein starkes Trio zur Verfugung. Die Rückraumwerferinnen Grit Jurack (mit 22 Toren Deutschlands erfolgreichste Werferin in Wien) und Nadine Krause (16 Treffer) haben ihre Zielfernrohre bereits justiert. Die Abwehr stand meistens sicher, zu Abstimmungsproblemen kam es nur dann, wenn Emrich mit neuen Personalvarianten experimentierte. Auf der Spielmacherposition hat sich das Tandem Nina Wörz / Anna Loerper herauskristallisiert. Doch auf dieser Position wartet noch Triers Mären Baumbach auf Berücksichtigung.

Emrich steht eine schwere Entscheidung bevor, wen er für die WM in St Petersburg (5. bis 18. Dezember) nominieren wird. Aufschlüsse könnten die letzten vier Tests gegen Tschechien (18. und 20. November) sowie Slowenien (25. und 27. November) geben.

Doch ansonsten steht Emrichs Gerüst für die WM: "In meinem Kopf ist der Kader zu über 90 Prozent komplett. Die Spielerinnen haben ihre Rollen innerhalb der Mannschaft gefunden. Die Zeit des Experimentierens ist vorbei." Klar für die WM gesetzt sind die Kreisläuferinnen Anne Müller und Anja Althaus, auf der rechten Seite haben wohl Jurack, Melbeck und Reiche ihr WM-Ticket sicher. Probleme bereiten nur noch die Außenbahnen, wenn auch Nadine Härdter mit fünf Treffern gegen Mazedonien ein Ausrufezeichen setzte. Zweites Fragezeichen ist die Nummer zwei im linken Rückraum hinter Krause: "Marielle Bohm muss sich mehr zutrauen", fördert Emrich die Triererin auf.

Insgesamt überwogen in Wien die positiven Eindrücke: "Drei Siege in drei Spielen. Was will man mehr?", meinte die Dänemark-Legionärin Grit Jurack "Wir sind auf einem guten Weg, die Stimmung und die Einstellung stimmen. Unser Vorteil ist die Breite unseres Kaders. Jede kann jede ersetzen. Es gibt keinen Bruch im Spiel, wenn Leistungsträgerinnen draußen sind. Woran wir noch arbeiten müssen, ist die Feinabstimmung. "

Quelle: B. Pazen - HandballWoche 44 - 01.11.2005


DHB-Frauen gewinnen Vier-Länder-Turnier in Wien / DHB / 30.10.2005

Zum Abschluss 26:20 gegen Mazedonien / Emrich: „Das war ein deutlicher Schub“

Im BSFZ Südstadt ging es vor allem um Fußball: Weil die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes gegen Mazedonien kaum Chancen ausließ, dürfen Grit Jurack & Co. weiter ihrem liebsten Aufwärmspiel frönen. Das 26:20 (14:7) gegen Mazedonien sicherte der Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich am Sonntag dank eines sehr konzentrierten Auftritts den Gesamtsieg beim Vier-Länder-Turnier in Wien. Zuvor hatte das DHB-Team bereits Gastgeber Österreich mit 31:26 und die Schweiz mit 35:26 bezwungen. ÖHB-Vertreter Helmut Schebeczek übergab den Pokal an Grit Jurack.

Mit dem „Samsung Cup“ würdigte der Österreichische Handballbund sein 80-jähriges Bestehen. Für die DHB-Auswahl zählten die Tests zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember). Dort könnte Mazedonien in der Hauptrunde zu den deutschen Gegnern zählen. In den verbleibenden WM-Tests misst sich der EM-Fünfte noch mit Tschechien (18. November in Homburg-Erbach, 20. November in Theley) und Slowenien (25. November in Lemgo, 27. November in Dortmund).
Grit Jurack erzielte im 193. Länderspiel ihr 999. Tor. In der ewigen Torschützenliste rückt die 28-jährige Linkshänderin damit immer näher an Katrin Mietzner heran, der in 260 Spielen 1095 Treffer gelangen.

Am frühen Sonntagmorgen fand die deutsche Mannschaft gegen Mazedonien sehr gut ins Spiel. Hinter der konzentrierten und konsequenten Abwehr zeigte Torfrau Sabine Englert mit elf Glanzparaden (darunter zwei Siebenmeter) eine überragende Leistung. Linksaußen Nadine Härdter setzte in der ersten Halbzeit fünf Wirkungstreffer. Nach der Pause schloss Mazedonien noch einmal auf 12:16 auf, brachte die deutsche Mannschaft aber nicht mehr in ernsthafte Schwierigkeiten.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Armin Emrich: „Das war zu ungewohnter Uhrzeit ein sehr konzentrierter Auftritt. Unser Konzept ging in der ersten Halbzeit voll auf. Die Arbeitsweise der 5:1-Abwehr und die Summe der gewonnenen Zweikämpfe waren sehr gut. Auch vorn hatten wir eine richtig gute Spielanlage – und kaum technische Fehler. Es geht jetzt darum, die Strukturen zu festigen und den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Alles in allem war das Turnier in Wien wieder ein deutlicher Schub in Richtung St. Petersburg.“

Grit Jurack: „Die ersten zehn Minuten gegen Mazedonien waren sensationell. Besser kann es kaum laufen. Wir müssen allerdings auch bei den schnellen Angriffen noch ein wenig geduldiger sein. Jetzt konzentriert sich jeder noch einmal für 14 Tage auf seinen Verein. Dann können wir frisch, frei und munter die Aktion WM starten. An das 1000. Länderspieltor habe ich auf dem Feld nicht gedacht, aber das werfe ich lieber in Deutschland.“

Deutschland – Mazedonien 26:20 (14:7)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Härdter (5), Jurack (6), Wörz (2), Müller, Reiche (1), Loerper (1/1), Henze, Krause (6/3), Bohm, Neukamp, Meier, Melbeck (2), Althaus (3)

Mazedonien: Kolesnic, Andreeva; Mecevska, Platon, Radulovic (4), Ilkova, Tedorovska (4), Portjanko (7), Crvenkovska (4), Gjorgievska, Bajramovska, Kocevska (1)

Schiedsrichter: Brkic/Jusofhodzic (Österreich).
Zuschauer: 100.
Siebenmeter: 4/4/:2/0 (Englert hält gegen Radulovic und Portjanko). Zeitstrafen: 12:8 Minuten (Loerper/drei, Härdter, Henze, Althaus – Radulovic/zwei, Crvenkovska, Kocevska).
Rote Karte: Loerper (60./dritte Zeitstrafe).

Spielfilm: 4:0 (8.), 7:0 (13.), 7:1 (13.), 9:1 (15.), 10:3 (19.), 13:4 (25.), 13:6 (29.), 14:7 – 15:7 (31.), 16:12 (37.), 19:12 (44.), 22:15 (50.), 25:18 (56.), 26:20.

Vier-Länder-Turnier in Wien:

Freitag, 28. Oktober:
Schweiz – Mazedonien 19:30 (11:16)
Österreich – Deutschland 26:31 (13:16)

Samstag, 29. Oktober:
Schweiz – Deutschland 26:35 (14:18)
Österreich – Mazedonien 32:33 (16:17)
Sonntag, 30. Oktober:
Mazedonien – Deutschland 20:26 (7:14)
Österreich – Schweiz

Tabelle:
1. Deutschland 6:0
2. Mazedonien 4:2
3. Österreich 0:4
4. Schweiz 0:4

Quelle: Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de

Vier-Länder-Turnier in Wien: DHB-Frauen schlagen die Schweiz mit 35:26 / Strombach: „Von dieser Mannschaft können wir einiges erwarten“
/ DHB / 29.10.2005

Pflicht erfüllt, aber wenig geglänzt: Im zweiten Spiel des Samsung-Cup 2005 schlug die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes die Schweiz am Samstag in Wien mit 35:26 (18:14). Zuvor hatte die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich bereits Gastgeber Österreich mit 31:26 bezwungen. Mit dem Turnier im BSFZ Südstadt würdigt der Österreichische Handballbund sein 80-jähriges Bestehen. Für die DHB-Auswahl zählen die Tests zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember).

Zum Abschluss des Vier-Länder-Turniers in Wien trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag ab 11 Uhr auf Mazedonien. Auch dieses Spiel ist über die Internetseite www.oehb.at als Livestream zu sehen.

Im Tor der deutschen Mannschaft begann Katja Schülke, auf Linksaußen rückte Susanne Henze in die Startformation, in der zudem Nadine Krause (RL), Nina Wörz (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anne Müller (Kreis) standen. Emrich stellte gegen die Schweiz zunächst eine 5:1-Abwehr und wechselte später auf eine 6:0-Deckung. Der Bundestrainer testete viele Varianten wie zum Beispiel Marielle Bohm im linken Rückraum oder den Einsatz von drei Linkshänderinnen – Grit Jurack als Spielmacherin sowie Stefanie Melbeck und Nora Reiche.

Insbesondere in der zweiten Halbzeit nutzte die Schweiz die deutschen Fehler konsequent aus und schloss nach 46 Minuten auf 24:25 auf. Nach einer Auszeit schickte Emrich seine erste Besetzung aufs Feld und leitete eine erfolgreiche Korrekturphase ein. In den letzten 14 Minuten erzielte das DHB-Team 10:2-Tore.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Armin Emrich: „Wir haben viele alternative Besetzungen getestet, und das kostet einfach den einen oder anderen Fehler. Aber wir müssen hier einfach verschiedene Dinge probieren und für St. Petersburg den Ernstfall simulieren. Allerdings war unsere Chancenverwertung ganz einfach schlecht. Mit der Rückkehr der ersten Sechs haben wir in der Schlussphase wieder ein stabiles Spiel hinbekommen.“

DHB-Präsident Ulrich Strombach: „Das erste Spiel gegen Österreich war erheblich schwieriger als das gegen die Schweiz. Einige unserer jüngeren Spielerinnen kannte ich vor dem Turnier in Wien noch nicht, aber Anna Loerper hat hier zum Beispiel einen schönen und intelligenten Ball gespielt. Ich habe hier jedenfalls eine gute Mannschaft gesehen, von der wir einiges erwarten können.“

Deutschland – Schweiz 35 : 26 (18 : 14)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Härdter (1), Jurack (9), Wörz (8), Müller (3), Reiche (2), Loerper (1/1), Henze (1), Krause (1), Bohm (1), Neukamp, Meier, Melbeck (4), Althaus (4)

Schweiz: Diener, Brütsch; Häfliger (5), Bachmann, Weigelt (2), Bundovic, Bühler (6/2), Spreiter (7), Feissli (1), Flury-Mäder (1), Willimann, Kottmann (4), Dinkel, Petrig, Schilter, Gisler

Schiedsrichter: Brkic/Jusufhodzic (Österreich).
Zuschauer: 100.
Siebenmeter: 1/1 : 2/2.
Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Reiche, Loerper, Wörz – Weigelt/zwei, Bachmann, Bühler, Spreiter, Feissli).

Spielfilm: 2:0 (2.), 4:2 (4.), 5:4 (9.), 9:5 (12.), 12:8 (16.), 15:10 (21.), 15:12 (24.), 17:14 (30.), 18:14 – 18:16 (32.), 25:21 (42.), 25:24 (46.), 29:24 (49.), 34:25 (58.), 35:26.

Vier-Länder-Turnier in Wien:

Freitag, 28. Oktober:
Schweiz – Mazedonien 19:30 (11:16)
Österreich – Deutschland 26:31 (13:16)

Samstag, 29. Oktober:
Schweiz – Deutschland 26:35 (14:18)
Österreich - Mazedonien 32 : 33 (16:17)

Tabelle:
1. Deutschland 4:0
2. Mazedonien 4:0
3. Österreich 0:4
4. Schweiz 0:4

Sonntag, 30. Oktober:
11 Uhr: Mazedonien – Deutschland 15 Uhr: Österreich – Schweiz

Quelle: Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de

Vier-Länder-Turnier in Wien: DHB-Frauen schlagen Gastgeber Österreich mit 31:26
/ DHB / 28.10.2005

In Wien gelang der Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes ein weiterer WM-Test. Gegen Österreich gewann die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich am Freitag mit 31:26 (16:13). Die Partie im BSFZ Südstadt ist Teil des Samsung-Cup 2005, mit dem der Österreichische Handballbund sein 80-jähriges Bestehen würdigt. Das Turnier zählt für beide Mannschaften zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember). Dort treffen Deutschland und Österreich am 6. Dezember am zweiten Spieltag der Vorrundengruppe C erneut aufeinander. „Es waren zu viele Fehler im Spiel. Wir haben zu hastig gespielt. Unsere Abwehr stand nicht so sicher wie beim Turnier in Paris“, sagte Co-Trainerin Heike Schmidt.

Deutschland war am 7. September 1930 erster Länderspielgegner der ÖHB-Frauen. Den Vergleich der aktuellen Mannschaften beobachtete neben EHF-Präsident Tor Lian (Norwegen) auch DHB-Präsident Ulrich Strombach, der auf Einladung des österreischischen Verbandes in Wien weilt. In den weiteren Partien trifft die deutsche Auswahl auf die Schweiz (Samstag, 14 Uhr) und Mazedonien (Sonntag, 11 Uhr). Die Spiele sind über die Internetseite www.oehb.at als Livestream zu sehen. Mazedonien hatte zum Auftakt des Turniers gegen die Schweiz klar mit 30:19 gewonnen.

Emrich verzichtete gegen Österreich auf den Einsatz von Torfrau Alexandra Gräfer und Linksaußen Susanne Henze. Gegen eine ersatzgeschwächte Auswahl des Gastgebers (unter anderem ohne die Nürnbergerin Stephanie Ofenböck) hatte die deutsche Mannschaft wie Ende Mai in Allensbach (40:32) und Tuttlingen (40:23) relativ leichtes Spiel. Allerdings gelang es zunächst nicht, die in der soliden 5:1-Abwehr erarbeiteten Vorteile zu verwerten. So ging die vom Nürnberger Vereinstrainer Herbert Müller betreute ÖHB-Auswahl nach elf Minuten sogar mit 6:4 in Führung.

Angeführt von Nadine Krause, die zum 75. Mal für das A-Team auflief, bekam die deutsche Mannschaft das Geschehen jedoch wieder in den Griff. Emrich war wie beim zwei Wochen zurückliegenden Turnier in Paris mit Torfrau Sabine Englert sowie Nadine Härdter (LA), Nadine Krause (RL), Nina Wörz (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anne Müller (Kreis) ins Spiel gegangen und baute später Anna Loerper (RM), Anja Althaus (Kreis) und Nora Reiche (RA) ein.

Dass Österreich nach der Pause zum 17:17 (35.) ausglich und das DHB-Team bedrängte, lag nicht an einem erneuten Probelauf mit einer 6:0-Abwehr. Im Umgang mit guten Chancen zeigte sich der EM-Fünfte weiter generös, behauptete aber den mit einem Doppelschlag von Nina Wörz und Nadine Krause herausgeworfenen Vorsprung.

Deutschland – Österreich 31:26 (16:13)

Deutschland: Englert, Schülke; Härdter (1), Jurack (6), Wörz (3), Müller (1), Reiche (1), Loerper (4/2), Krause (9/1), Bohm, Neukamp (3), Meier, Melbeck (3), Althaus

Österreich: Rusnatchenko, Herbst, Blazek; Engel, Kreitmayr (1), Logvin (11/2), Maier, Magelinskas, Plach, Reingruber, Richter, Spiridon (6), Theodorovic (8), Thurner

Schiedsrichterinnen: Rakytina/Tkachuk (Ukraine).
Zuschauer: 600.
Siebenmeter: 6/3/:4/2 (Krause, Jurack und Bohm scheitern an Rusnatchenko – Englert hält zweimal gegen Logvin).
Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Althaus/zwei, Melbeck, Wörz – Reingruber, Kreitmayr, Engel, Spiridon).

Spielfilm: 3:0 (5.), 3:3 (7.), 4:6 (11.), 9:6 (16.), 11:7 (17.), 14:9 (20.), 14:12 (26.), 15:12 (27.), 16:13 – 16:14, 17:17 (35.), 19:17 (37.), 21:18 (41.), 25:21 (48.), 25:23 (51.), 28:23 (54.), 28:25 (56.), 30:25 (57.), 31:26

Vier-Länder-Turnier in Wien:

Freitag, 28. Oktober:
Schweiz – Mazedonien 19:30 (11:16)
Österreich – Deutschland 26:31 (13:16)

Samstag, 29. Oktober:
14 Uhr: Schweiz – Deutschland
18 Uhr: Österreich – Mazedonien

Sonntag, 30. Oktober:
11 Uhr: Mazedonien – Deutschland
15 Uhr: Österreich – Schweiz

Quelle: Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de

Die Weltspitze ist nicht mehr fern / HandballWoche 42 / 18.10.2005

Vier-Länder-Turnier in Paris: Achtbarer zweiter Platz für die verjüngte deutsche Nationalmannschaft

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft vom 5. bis 18. Dezember im russischen St. Petersburg gibt es für Frauen-Bundestrainer Armin Emrich zwar noch einiges zu tun - doch die am vergangenen Wochenende gezeigten guten Ansätze stimmen zuversichtlich, zumal das Grundgerüst der Mannschaft steht. Dies ist die Haupterkenntnis des Vierländer-Turniers in Paris, das die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) als achtbarer Zweiter abschloss. Nach dem 20:20 am Freitag gegen Weltmeister und Gastgeber Frankreich und der 25:29-Niederlage am Samstag gegen Olympiasieger Dänemark schlug Deutschland am Sonntag zum Abschluss Europameister und Turniersieger Norwegen überraschend mit 24:23 (14:13).

"Wir haben bis zur Weltmeisterschaft im Dezember noch drei Baustellen zu bewältigen: Erstens müssen wir unsere Abwehrtaktik noch verbessern, zweitens müssen wir die unnötigen Fehler im Spielaufbau reduzieren und drittens müssen wir noch einige junge Spielerinnen besser integrieren", sagte Bundestrainer Armin Emrich, der dennoch mit dem Erreichten vollauf zufrieden sein konnte.

In Paris waren vorrangig die Ballverluste und einfachen Fehler im Angriff dafür verantwortlich, dass sich die DHB-Mannschaft nicht den durchaus möglichen Turniersieg holte. Hinzu kam, dass immer dann ein erheblicher Bruch im Spiel erkennbar war, wenn die zweite Garde aufs Feld kam. "Irgendwie haben wir, bis auf das Spiel gegen Norwegen, nach einer guten ersten Halbzeit immer deutlich nachgelassen, wenn wir aus der Pause kamen. Woran das lag, weiß ich auch nicht", sagte Nationalspielerin Nadine Krause, mit insgesamt 22 Treffern erfolgreichste deutsche Torschützin in Paris. Dennoch meint die Leverkusenerin: "Wir sind auf einem guten Weg."
Das sieht Emrich ähnlich: "Mit der Gesamtleistung bin ich wirklich zufrieden, aber viele kleine Fehler summierten sich eben zu den unnötigen Punktverlusten. Die jungen Spielerinnen müssen noch geduldiger und sicherer werden." Zum Auftakt gegen Frankreich wurde die klare 10:3-Halbzeitführung nach dem Wechsel noch aus der Hand gegeben, auch gegen Dänemark bot die deutsche Mannschaft in der ersten Hälfte (13:14) eine starke Leistung, ehe sich der Olympiasieger durchsetzen konnte.
Neben Krause überzeugten vor allem die Torhüterinnen Sabine Englert und Clara Woltering (beide Leverkusen) sowie Spielmacherin Nina Wörz und im letzten Spiel gegen Norwegen - Grit Jurack.

Das nächste Test-Turnier für die Mannschaft von Armin Emrich findet in zwei Wochen in Wien statt, Gegner sind Österreich, Mazedonien und die Schweiz. Dann sollen auch die verletzten Maren Baumbach, Alexandra Gräfer (beide MJC Trier) und Marion Erfmann (VfL Oldenburg) wieder an Bord sein. "Wenn dieses Trio fit ist, sieht es noch besser aus", hofft Emrich auf seine Leistungsträgerinnen. Im Vorjahr hatten die DHB-Frauen mit Rang fünf bei der EM in Ungarn die beste deutsche Platzierung bei einem großen Turnier seit 1997 (WM-Bronze im eigenen Land) erreicht.

Quelle: / HandballWoche 42 / 18.10.2005 / B. Pazen


Frauen-Bundestrainer Armin Emrich im Interview / DHB / 17.10.2005

„Paris kann für uns ein Meilenstein gewesen sein“

Sie haben sich mit den Besten der Welt gemessen und genossen zum Abschluss einen bemerkenswerten Triumph: Beim Vier-Länder-Turnier im Stade Pierre de Coubertin in Paris schlug die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes nach einer mitreißenden Aufholjagd Europameister Norwegen mit 24:23. Zuvor hatte die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich, die sich auf die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember) vorbereitet, gegen Weltmeister Frankreich 20:20 gespielt und gegen den dreimaligen Olympiasieger Dänemark mit 25:29 verloren. Der 54-jährige Emrich zieht ein erstes Fazit und blickt auf die nächsten Aufgaben.

In Paris hat die Testspielserie begonnen, während derer die Frauen-Nationalmannschaft in WM-Schwung kommen soll. Welchen Eindruck haben Sie nach den ersten Partien?

Emrich: Was soll ich sagen? Das war ganz famos. Vor allem unser letztes Spiel gegen Norwegen. Wir haben bereits während des Lehrgangs in Hennef und auch beim Turnier wieder exzellenten Teamgeist erlebt. In Paris wurde auch eine neue Abwehrformation geboren. Die 5:1-Variante mit mit Stefanie Melbeck im Zentrum und Nina Wörz auf der Spitze sowie Torfrau Clara Woltering ist derzeit unser Prunkstück.

Und der Angriff?

Emrich: Auch da haben wir uns während der letzten Tage Schritt für Schritt verbessert. Das war zum Beispiel gegen Norwegen sehr deutlich zu sehen. Gegen den Europameister hat die Mannschaft ein fast verlorenes Spiel gedreht und in der entscheidende Phase die big points gemacht. Solche Spiele begeistern mich, obwohl wir natürlich bis St. Petersburg noch viel Feinarbeit leisten müssen.

Welche Spielerinnen haben Sie überrascht?

Emrich: Ich sehe zuerst die gesamte Mannschaft, aber als Debütantin hat sich Anna Loerper mit ihrer Kreativität und Dynamik hervorragend ins Team gespielt und mit Nina Wörz ein tolles Tandem für die Mittelposition gebildet. Und Anne Müller hat am Kreis und der Abwehr bemerkenswerte Akzente gesetzt. Loerper und Müller waren für mich die Entdeckungen des Turniers.

Das Gesamtergebnis stimmt jedenfalls optimistisch.

Emrich: Ich möchte Paris nicht überwerten, aber vielleicht war gerade das Spiel gegen Norwegen ein Meilenstein in unserer Entwicklung. Für meine Spielerinnen ist dieser Sieg ein riesiges Erfolgserlebnis – sie wissen, dass sie auch eine solche Spitzenmannschaft schlagen können.

Wie geht es nun weiter?

Emrich: Wir müssen uns kontinuierlich entwickeln und diese Mannschaft wachsen lassen. Bis zur WM bleiben uns noch sieben Länderspiele, aber ich denke, dass wir in Paris einen sehr guten Weg eingeschlagen haben. Das müssen wir beim nächsten Turnier in Österreich fortsetzen.

Quelle: Tim Oliver Kalle - http://www.deutscherhandballbund.de

Polen gewinnt Schlesien-Pokal / 16.10.2005

Den Schlesien-Pokal im polnischen Chorzowie und Rudzie Slaskiej gewann der Gastgeber Polen mit drei Siegen gegen die Nationalmannschaften von Portugal, Schweden und WM-Teilnehmer Ukraine.
Erfolgreichste Werferin für das Team von Nationaltrainer Zygfryd Kuchta war Dagmara Kowalska von Bera - Bera RTH (Spanien). In allen drei Spielen erzielte sie zusammen 21 Tore.

Polen - Portugal 32:30 (17:14)
Polen: Lacz, Kubisztal - Kowalska 7, Siódmiak 4, Kudlacz 7, Wolska 3, Wypych 5, Damiecka 2, Polenz 2, Strzalkowska 2, Blaszkowska, Szafulska, Dworaczyk, Sikorska.

Polen - Schweden 23:19 (13:11)
Polen: Lacz, Kubisztal - Kudlacz 8, Sikorska 1, Szafulska 2, Dworaczyk 1, Damiecka 1, Kowalska 6, Siódmiak 2, Polenz 1, Wolska 1, Blaszkowska, Malczewska.

Polen - Ukraine 26:19 (13:12)
Polen: Sikorska 4, Blaszkowska 2, Szafulska 1, Dworaczyk 2, Malczewska 1, Damiecka 3, Kowalska 8, Wolska 3, Kudlacz 2, Polenz

Infos: http://www.sportowefakty.pl/

Österreicherinnen gewinnen auch dritten Test gegen die Türkei / handball-world / 16.10.2005

Auch im dritten Testspiel gegen die Türkei behielt Österreichs Frauenteam die Oberhand und feierte am Sonntag in der Südstadt einen 38:36 (17:19)-Erfolg. Zuvor hatte der WM-Teilnehmer die Türkinnen am Freitag und Samstag bereits mit 36:22 und 35:34 geschlagen. Überragend war erneut Tanja Logvin, die neunzehn Treffer erzielte und so in den drei Begegnungen gegen die Türkei auf insgesamt 54 Tore kam.

Ein hart erkämpfter Erfolg für Rot-Weiß-Rot, das auf Gabriela Rotis verzichten musste, die an einem Oberarm-Problem laboriert. In der achten Minute durfte sich der Gastgeber zunächst über die letzte Führung (6:5) freuen, danach lagen stets die Türkinnen in Front. In der 50. Minute lag die Sieben von Herbert Müller noch mit 28:31 zurück, doch die ÖHB-Auswahl drehte die Partie schließlich aber noch dank einer starken Vorstellung in den letzten zehn Minuten.

"Endlich haben wir da den Rhythmus in der Deckung gefunden, konnten dann aber auch spielerisch überzeugen", so ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner. Insgesamt hätten die drei Tests gegen die Türkei gezeigt, dass das Team vor keiner leichten Situation stehe. "Der Kader ist sehr dünn. Wir müssen über das körperliche Element unsere Linie finden, haben jetzt aber auch gesehen, dass uns das gelungen ist."

Österreich - Türkei 38 : 36 (17:19)

Österreich: Logvin 19/8, Budecevic 5, Spiridon 5, Engel 3, Thurner 3, Plach 3, Reingruber 3, Kreitmayr 3

Quelle: Pressemeldung ÖHB - http://www.handball-welt.de

Deutschland schlägt Europameister Norwegen / handball-world / 16.10.2005

Dank eines furiosen Schlußspurtes und eines Treffers in der Schlußsekunde von Grit Jurack setzte sich die deutsche Nationalmannschaft beim Vier-Nationen-Turnier in Paris mit 24:23 (14:13) gegen Europameister Norwegen durch. In der Endabrechnung landet die DHB-Auswahl so hinter Norwegen und dem punktgleichen Olympiasieger Dänemark auf dem dritten Tabellenplatz. Vierter wurde Weltmeister Frankreich, dem die deutsche Auswahl im ersten Turnierspiel ein 20:20 abgerungen hatte. Für Norwegen war es die erste Niederlage nach zuletzt 25 Siegen in Folge.

Die, wie in den Spielen zuvor erneut stark aufspielende Linn-Kristin Riegelhuth brachte die favorisierten Norwegerinnen, die zuvor souveräne Siege gegen Dänemark und Frankreich eingefahren hatten und bereits als Turniersieger feststanden, mit 1:0 in Führung. Riegelhuth erzielte auch das 2:0, doch Nadine Krause verkürzte für die deutsche Mannschaft, die sich in der Folge gleichwertig zeigte. Der heut stark aufspielenden Grit Jurack gelang beim 3:3 der Ausgleich und Steffi Melbeck brachte die DHB-Auswahl mit ihrem Treffer zum 4:3 in der achten Minute erstmals in Führung.

Wie in den Spielen zuvor zeigte die deutsche Auswahl in der Defensive eine gute Leistung, zudem konnte sich Armin Emrich auch heute wieder auf die herausragende Clara Woltering im Tor verlassen, die zu Recht zur besten Torhüterin des Turniers gewählt wurde. Die Norwegerinnen ließen aber immer wieder ihre Klasse aufblitzen und so entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung. Beim 10:8 führte Deutschland sogar einmal mit zwei Toren, doch mit einem Doppelschlag glich Norwegen umgehend aus. Villabo warf den Europameister beim 13:12 sogar wieder in Führung, doch Anne Müller nach einem traumhaften Anspiel von Nadine Krause, und Krause selbst per Siebenmeter brachten die deutsche Auswahl zur Halbzeit wieder mit 14:13 in Führung.

Wie im gestrigen Spiel gegen Gastgeber Frankreich schien Norwegen aber eine Leistungssteigerung zu Beginn der zweiten Halbzeit zu reichen um vorentscheidend davonzuziehen. Nach Müllers 15:15 gelangen den Favoritinnen vier Treffer in Folge. In den nächsten Minuten überboten sich Woltering und ihre ebenfalls glänzend gegenüber Katrine Lunde mit sehenswerten Paraden und so fiel über fünf Minuten kein Treffer. Bei der deutschen Auswahl war auch heute nicht zu übersehen, dass, während die erste Sieben anscheinend mit den internationalen Spitzenmannschaft auf einer Augenhöhe ist, die deutsche Bank noch nicht das Niveau anderer Nationen erreicht hat.

Die deutsche Auswahl machte heute aber fehlendes Können mit unbändigem Kampf wett. Norwegens Trainerin Marit Breivik hatte in der zweiten Halbzeit einige Spielerinnen aus der zweiten Reihe gebracht und diese Chance nutzte Deutschland um den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen. Auch dank einiger Überzahlsituationen und von Nadine Krause sicher verwandelter Siebenmeter gelang der deutschen Auswahl sechs Minuten vor Spielende der Anschlußtreffer zum 20:21.

Norwegen aber schien die Führung mit seiner Erfahrung über die Zeit zu bringen. Blanco erhöhte auf 23:21, Emrich nahm eine Auszeit, zu diesem Zeitpunkt waren noch 2:40 Minuten auf der Uhr. Nadine Krause übernahm nun Verantwortung, zuerst traf sie aus dem Rückraum, dann von der Siebenmeterlinie, neunzig Sekunden vor Spielende war der deutschen Auswahl der Ausgleich zum 23:23 gelungen. Anne Müller erkämpfte den Ball in der Defensive und Grit Jurack setzte zwanzig Sekunden vor Spielende zum Wurf an, wurde aber von Randy Gustad geblockt. Die in Dänemark spielende Leipzigerin zeigte sich davon aber unbeeindruckt und stieg in der Schlußsekunde erneut hoch, diesmal erfolgreich. Ihr Wurf landete zum 24:23 im norwegischen Netz, den die deutsche Mannschaft mit den mitgereisten Fans ausgiebig bejubelte.

Norwegen - Deutschland 23 : 24 (13:14)

Norwegen: Beck, Lunde; Riegelhuth 8/3, Nyberg 3, Thorsen 3, Rokne 3, Hilmo 2, Blanco 1, Villabo 1, Gustad 1, Breivang 1, Snoerroeggen, Aamodt, Johansen, Nostvold.

Deutschland: Schülke, Woltering; Härdter, Jurack (9/1), Wörz, Müller (2), Reiche (1), Loerper (2), Henze (1), Krause (8/5), Bohm, Neukamp, Melbeck (1), Meier, Althaus

Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: Borrotti / Marcet (FRA)
Strafminuten: 16 / 8

Freitag, 14.10.2005:
Dänemark - Norwegen 24 : 33 (12:17)
Frankreich - Deutschland 20 : 20 (03:10)

Samstag, 15.10.2005:
Deutschland - Dänemark 25 : 29 (13:14)
Frankreich - Norwegen 29 : 33 (16:17)

Sonntag, 16.10.2005:
Frankreich - Dänemark 28 : 28 (13:14)
Norwegen - Deutschland 23 : 24 (13:14)

Tabelle / Punke
1. Norwegen / 4 : 2
2. Dänemark / 3 : 3
3. Deutschland / 3 : 3
4. Frankreich / 2 : 4

Quelle: Christian Ciemalla und Christopher Monz - http://www.handball-welt.de

Acht Tore von Nadine Krause bei 25:29-Niederlage gegen Olympiasieger Dänemark / DHB / 15.10.2005

Der schwache Start in die zweite Halbzeit kostete die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes einen Erfolg gegen Olympiasieger Dänemark. Trotz der 25:29 (13:14)-Niederlage bleibt die 5:1-Abwehr beim Vier-Länder-Turnier in Paris das Prunkstück der Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich. Im ersten Spiel hatten die DHB-Frauen mit ihren defensiven Qualitäten bereits beim 20:20 gegen Weltmeister Frankreich begeistert. Zum Abschluss des Turniers im Stade Pierre de Coubertin spielt Deutschland am Sonntag um 17 Uhr noch gegen Europameister Norwegen.

„Unsere erste Halbzeit war wie gegen Frankreich richtig gut, aber mich ärgert der Durchhänger nach der Pause. Über 60 Minuten war das allerdings eine gute Gesamtleistung“, sagte Emrich. „Wir orientieren uns bei diesem Turnier an der Weltspitze. Da haben Mannschaften wie Dänemark Vorteile in Automatisation und Individualität sowie im erweiterten Gegenstoß.“ Die Teilnehmer des Pariser Turniers spielten sich allesamt für die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember) ein. Bereits im dritten Spiel der Vorrunde werden sich Deutschland und Dänemark am 7. Dezember erneut gegenüberstehen.

Wie gegen Frankreich begannen die DHB-Frauen mit Nadine Härdter (Linksaußen), Nadine Krause (Rückraum links), Nina Wörz (Rückraum Mitte), Grit Jurack (Rückraum rechts), Stefanie Melbeck (Rechtsaußen) und Kreisläuferin Anne Müller. Für Clara Woltering startete im Tor Sabine Englert. Emrich wählte erneut eine 5:1-Abwehr mit Wörz als Spitze. Diese Formation ermöglichte auch gegen Dänemark einen guten Start ins Spiel.

Auf der Suche nach einem alternativen Abwehrsystem testete Emrich nach der Pause eine 6:0-Variante, gegen die sich Dänemark aber erfolgreich durchsetzte. Den Vier-Tore-Rückstand verkürzte auch Anna Loerper mit zwei Siebenmetern – ihre ersten Länderspiel-Tore – auf 19:20. Der letzte Kick, um das Spiel noch einmal zu drehen, fehlte jedoch. „Dänemark sind einfache Tore gelungen, und wir haben im Angriff zu viele Fehler gemacht“, sagte die mit acht Toren erfolgreiche Nadine Krause.

Deutschland – Dänemark 25:29 (13:14)

Deutschland:Englert, Woltering (bei zwei Siebenmetern und ab 57.); Härdter, Jurack (3), Wörz (3), Müller (2), Reiche (2), Loerper (2/2), Henze (n.e.), Krause (8/1), Bohm, Neukamp (n.e.), Meier, Melbeck (1), Althaus (4)

Dänemark: K. Mortensen, Bager Norgaard (ab 31.); Wangsoe (4), Nielsen (1), Bille Hansen, Sjoberg (3), Vestergaard Brandt (2/1), L. Mortensen (2), Horlykke (4), Falk (3), Fruelund (4/3), Thomsen (1), Brodsgaard (2), Molgaard, Touray (3)

Schiedsrichter: Dentz/Reibel (Frankreich).
Zuschauer: 1500.
Siebenmeter: 5/3:5/4 (Krause und Loerper neben das Tor – Englert hält gegen Fruelund).
Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Jurack, Wörz, Althaus – Fruelund/zwei, Thomsen, Sjoberg).

Spielfilm: 4:1 (5.), 4:3 (8.), 6:6 (13.), 8:7 (15.), 8:10 (20.), 10:10 (23.), 10:12 (26.), 13:13, 13:14 – 13:17 (34.), 17:19 (39.), 19:20 (41.), 19:24 (46.), 22:25 (50.), 24:29 (56.), 25:29

Internationales Turnier im Stade Pierre de Coubertin in Paris im Überblick:

Freitag, 14. Oktober:
Dänemark – Norwegen 24:33 (12:17)
Frankreich – Deutschland 20:20 (3:10)

Samstag, 15. Oktober:
Deutschland – Dänemark 25:29 (13:14)
Frankreich – Norwegen 29:33 (16:17)

Quelle: http://deutscherhandballbund.de


Informationen und Liveticker zum Turnier in Paris unter: http://www.ff-handball.org


DHB-Frauen bringen Weltmeister Frankreich an den Rand einer Niederlage / Dramatisches 20:20 zum Auftakt des Vier-Länder-Turniers in Paris / DHB / 15.10.2005

Mit einem bemerkenswerten Spiel startete die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes in ihre WM-Testspielserie. Zum Einstand rang die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich dem aktuellen Weltmeister Frankreich am Freitag in Paris ein 20:20 (10:3)-Unentschieden ab (im Bild Nadine Krause/Foto: Michael Heuberger). Im ersten Spiel des Vier-Länder-Turniers verlor Olympiasieger Dänemark gegen Europameister Norwegen mit 24:33 (12:17). Alle Teams nutzen das hochkarätige als Einspielgelegenheit für die Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland (5. bis 18. Dezember).

Zu den 2000 Zuschauern im Stade Pierre de Coubertin zählte auch Dieter Reinl, Kulturreferent der Deutschen Botschaft in Paris. „Das war ein tolles Spiel mit einem irren Verlauf“, sagte der Diplomat begeistert. Mit einer in der ersten Halbzeit erstaunlich starken 5:1-Abwehr verstörte die DHB-Auswahl die Gastgeberinnen. Gegen die glänzend haltende Torfrau Clara Woltering und deren Vorarbeiterinnen Stefanie Melbeck im Zentrum, Anne Müller auf der rechten Abwehrseite und Nina Wörz als Spitze gelang Frankreich erst nach 24 Minuten das erste Feldtor.

„Unsere erste Halbzeit war richtig gut“, sagte Emrich. „Spielfluss, Angriffskonzeptionen, Abwehr – das war alles taktisch sehr diszipliniert und gut vorbereitet. Unser Problem waren die technischen Fehler. Wenn wir die noch reduzieren, sind wir einen riesigen Schritt weitergekommen.“

Erst nach der Pause fand sich Frankreich besser zurecht, doch in ernste Schwierigkeiten kam die deutsche Mannschaft erst nach 35 Minuten. Linkshänderin Grit Jurack sah zum ersten Mal in ihrer Karriere eine – allerdings mehr als zweifelhafte – rote Karte. Sekunden später fiel Melbeck nach einem Schlag auf die Nase aus und musste minutenlang in der Kabine behandelt werden.

„Wir sind ein bisschen zusammengefallen und haben trotzdem zurückgefunden“, sagte Jurack. „Eigentlich hätten wir den Sieg verdient gehabt.“ Frankreich ging nach 46 Minuten erstmals in Führung, doch der leidenschaftliche Einsatz von Emrichs Frauen zahlte sich in der Schlussphase, in der auch Melbeck aufs Feld zurückkehrte, doch noch aus. Nadine Krause warf eine Zwei-Tore-Führung heraus und scheiterte 19 Sekunden vor Schluss an der Latte.

Das Spiel gegen den Weltmeister war eine Partie der Premieren: Marielle Bohm und Anna Loerper kamen zu ihren ersten Einsätzen in der DHB-Auswahl, die 168-malige Nationalspielerin Heike Schmidt saß zum ersten Mal als Co-Trainerin an der Seite von Bundestrainer Emrich.

Deutschland – Frankreich 20:20 (10:3)

Deutschland: Woltering, Englert (bei einem Siebenmeter und ab 51.); Härdter (1), Jurack (1), Wörz (3), Müller (1), Reiche (2),Loerper, Henze (n.e.), Krause (5/1), Bohm, Neukamp (2), Meier (3), Melbeck (1), Althaus (1)

Frankreich: Joseph-Mathieu, Pradel, Signate (1), Lambert, Kanto (2), Spincer (4/3), Keita, Baudouin (1), Herbrecht (3/1), Cano (3), Wendling (1), Legenty (1), Gomis (4), Tervel

Schiedsrichter: Kristic, Ljubic (Slowenien).
Zuschauer: 2000.
Siebenmeter: 1/1:5/4 (Spincer über das Tor).
Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Wörz/zwei – Signate, Gomis).
Rote Karte: Jurack (35.).

Spielfilm: 3:0 (9.), 3:1 (10.), 9:1 (23.), 9:3 (25.), 10:3 – 10:5 (33.), 10:9 (39.), 11:9 (41.), 12:13 (46.), 17:15 (53.), 20:18 (58.), 20:20.

Internationales Turnier im Stade Pierre de Coubertin in Paris im Überblick:
Freitag, 14. Oktober:
Dänemark – Norwegen 24:33 (12:17)
Frankreich – Deutschland 20:20 (3:10)

Quelle: http://deutscherhandballbund.de


Informationen und Liveticker zum Turnier in Paris unter: http://www.ff-handball.org
Informationen zum Turnier in Rotterdam: http://www.nhv.nl/ -> HOLLAND TOERNOOI

Turnier in Chorzowie und Rudzie Slaskiej (Schlesien-Pokal / Polen)
Schweden - Ukraine 22 : 17
Polen - Portugal 32 : 30


Testen gegen die Besten / HandballWoche 41 / 11.10.2005

WM-Vorbereitung: DHB-Frauen spielen in Paris gegen Norwegen, Dänemark und Frankreich

Es geht schnell, dann steht die Weltmeisterschaft vor der Tür. Nur noch knapp acht Wochen verbleiben Bundestrainer Armin Emrich, um seine Mannschaft auf die Welttitelkämpfe in St. Petersburg vorzubereiten. Deswegen soll am Donnerstag, nach dem dreitägigen Vorbereitungs-Lehrgang in Hennef, auch keine Zeit verloren gehen, um nach Paris zu kommen.

Also geht es mit dem Hochgeschwindigkeitszug "Thalys" von Köln zum Turnier, bei dem ab Freitag die absolute Weltspitze wartet. "Stärker könnten die Gegner nicht sein", weiß der Bundestrainer vor den Tests an der Seine: "Das ist die Creme de la Creme des Frauen-Handballs." Nationalspielerin Nadine Krause ist indes nicht bange vor den Partien gegen Frankreich, Norwegen und " Dänemark: "Wir werden gleich sehen, wo. wir stehen, und wissen, was uns noch fehlt. Dann können wir ganz gezielt trainieren. Ich finde es gut, dass wir gleich so ein Hammerturnier haben", meint die Leverkusenerin.

Sie wird auf ihrer linken Rückraum-Position und in der Mitte neue Mitspielerinnen kennen lernen, denn die Stammkräfte Maren Baumbach (Trier) und Marion Erfmann (Oldenburg) können verletzungsbedingt nicht am Turnier teilnehmen. "Gerade auf diesen Positionen will ich mir neue Gesichter anschauen, und auf Herz und Nieren prüfen, wer sich für die WM empfehlen kann", sagt Emrich.

Hoffnungen auf ihre ersten A-Länderspiele können sich daher Laura Steinbach, Marielle Bohm (beide Trier) sowie Anna Loerper aus Leverkusen machen. Gemeinsam mit Oldenburgs Kreisläuferin Kathrin Scholl, die schon zum erweiterten Kader bei der WM-Qualifikation gegen Polen zählte, könnten sie ihr Debüt geben. Emrich hat 18 (gesunde) Spielerinnen (auch Triers Torfrau Alexandra Gräfer fällt aus) nach Hennef eingeladen, erst nach dem Lehrgang wird er zwei streichen und mit einem 16er-Kader zum Turnier nach Paris reisen.

Für den Bundestrainer ist es wichtig, dass man "endlich wieder Spielpraxis sammeln" kann. Drei Monate sind seit der verlorenen WM-Qualifikation gegen Polen vergangen, seitdem gab es einen Sommerlehrgang mit Schwerpunkt Physis und einen Kurzlehrgang zum Beschnuppern. "Drei Vorbereitungstage sind vor einem solchen Turnier natürlich nicht viel, aber wir wollen sie intensiv nutzen", spielt Emrich vor allem auf die Bereiche Deckung, Torhüter und Tempogegenstoß an, die stabilisiert werden sollen.

Um die Torfrauen Sabine Englert, Clara Woltering und Katja Schülke wird sich abermals "Hexer" und DH B-Torwarttrainer Andreas Thiel kümmern, zudem wird Ex-Nationalspielerin Heike Schmidt erstmals als Co-Trainerin bei einem Turnier fungieren. "Wir müssen uns einspielen, müssen unsere Fehlerquote deutlich minimieren", sagt der Bundestrainer, der Paris allerdings nicht an der Platzierung, sondern eher an der Entwicklung messen will: "Wir treffen auf die drei besten Teams der Welt, da wäre es etwas vermessen, vom Turniersieg zu sprechen. Aber wir haben im März in Riesa bewiesen, dass wir zum Beispiel mit Norwegen mithalten können."
Mal sehen, vielleicht entwickelt sich der Hochgeschwindigkeitszug "Thalys" ja doch noch zum Talisman - nur der fährt nicht bis St. Petersburg.

Quelle: Björn Pazen / HandballWoche 41 / 11.10.2005


"Perspektivisch über die WM hinausdenken" / HandballWoche 38 / 20.09.2005

Frauen-Bundestrainer Armin Emrich sieht die Nationalmannschaft im Umbruch - Fernziel Olympia 2008

Armin EmrichMit einem Kurzlehrgang in Halle/Westfalen ab 25. September beginnt für die deutschen Frauen die Vorbereitung auf die WM in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember). Im Interview mit HW-Mitarbeiter Björn Pazen äußert sich Bundestrainer Armin Emrich (54)(Foto) zum Stand der Dinge und den Chancen bei der WM. Wie sein Pendant Heiner Brand moniert Emrich die hohe Ausländerquote in der Bundesliga. Dennoch ist der Schwarzwälder guten Mutes für die Zukunft.

Ist der Kurzlehrgang die letzte Chance für weitere Spielerinnen, in den WM-Kader zu kommen?

Emrich: So kann man das sehen. Ich habe so viele Spielerinnen wie nötig und möglich eingeladen, schließlich sind Leistungsträgerinnen wie Maren Baumbach, Marion Erfmann und Alexandra Gräfer derzeit angeschlagen. Aus den Spielerinnen, die in Halle dabei sind, rekrutiert sich der WM-Kader. Zudem denke ich perspektivisch über die WM hinaus.

2004 wurde die DHB-Mannschaft EM-Fünfter. Wie lauten angesichts dieser Platzierung die Ziele für St Petersburg?

Emrich: Erst mal sind wir froh,dass wir überhaupt dabei sind, nachdem wir erst durch die Hintertür auf den WM-Zug aufsprangen. Im Vergleich zu 2004 hat sich das Gesicht der Mannschaft erheblich verändert. Führungskräfte wie Pietzsch, Blacha, Danilovic und Schmidt sind nicht mehr dabei, das Team steckt mitten im Umbruch. Daher muss das vorrangige Ziel erst einmal lauten, nach der Vorrunde mindestens Dritter zu werden und sich so für die Hauptrunde zu qualifizieren.

Gleich in den ersten drei Partien gegen Polen, Dänemark und Österreich fallt wohl die Entscheidung. Wie stehen Sie zu diesem Spielplan?

Emrich: Man kann sich nichts aussuchen. Wir müssen auf den Punkt genau topfit sein, denn ein Auftakt-Erfolg gegen Polen wäre schon fast die halbe Miete. Und schließlich haben wir nach der verlorenen WM-Qualifikation einiges gutzumachen. Dänemark ist für mich klarer Favorit in der Gruppe.

Sie erwarten einen Vierkampf zwischen Deutschland, Polen, Österreich und Dänemark um die drei Plätze?

Emrich: Es ist jetzt zu müßig, eine Hochrechnung anzustellen, wer wann gegen wen gewinnt. Dafür ist es noch zu früh. Und Brasilien sollte man nicht unterschätzen.

Mit dem Lehrgang in Halle beginnt die Vorbereitung. Worauf legen Sie Ihr Hauptaugenmerk?

Emrich: Wir werden die Quali-Spiele gegen Polen sowie das Turnier in Riesa analysieren. Zudem werden wir Schwerpunkte in Abwehr- und Angriffskonzeptionen legen. Ein wichtiger Baustein sind die Torhüter, um die sich "Hexer" Andreas Thiel kümmern wird. Wir kennen uns seit einer Generation. Ich freue mich, dass er uns unterstützt.

Nach der Qualifikation gegen Polen monierten Sie, dass Ihre Spielerinnen vor allem in Stress-Situationen zu viele Fehler gemacht hätten. Dies sah Ihr Vorgänger Ekke Hoffmann ähnlich. Gibt es in der Liga zu wenig Stress-Situationen für Ihre Spielerinnen?

Emrich: Ja auf jeden Fall. Durch die ausländischen Spielerinnen in den Vereinsmannschaften müssen meine Spielerinnen weniger Verantwortung tragen und sich vielmehr in das Korsett des Teams einordnen.

Heißt dies, dass zu viele ausländische Spielerinnen in der Liga auflaufen?

Emrich: Viele, nicht zu viele. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind sie eine Bereicherung für die Liga und von ihnen können die jungen deutschen Spielerinnen viel lernen, andererseits müssen meine Spielerinnen weniger Verantwortung übernehmen. Aber nach Bosman ist es müßig über eine freiwillige Selbstbeschränkung zu diskutieren. Da wurde immer viel geredet und passiert ist rein gar nichts - in keiner Sportart.

Einige Ihrer Vorgänger lamentierten, dass der Nationalmannschaft von Seiten der Liga nicht genügend Zeit eingeräumt wird. Wie stehen Sie dazu?

Emrich: Ich kann den Spielplan drehen und wenden, wie ich will: Da ist nicht mehr drin. Aber ich werde nicht jammern, obwohl ich natürlich gerne mehr Vorbereitungszeit zur Verfügung hätte. In einer Auswahl ist es eben viel schwerer, Spiel-Situationen zu automatisieren als im Verein. Aber ich beklage mich nicht. Ich habe einen sehr guten Kontakt zu den Bundesliga-Trainern und bin dadurch immer auf dem Laufenden. Und grundsätzlich freue ich mich auf jeden Lehrgang: Es wird Zeit, dass es los geht.

Ein Blick über St Petersburg hinaus: Ihr Fernziel lautet Olympia in Peking 2008. Wie geht es nach der WM weiter?

Emrich: Wir wollen bei der Weltmeisterschaft 2005 so gut wie möglich abschneiden. Bei der Europameisterschaft 2006 in Schweden, für die wir bereits qualifiziert sind, erwarte ich eine deutliche Steigerung, weil das Team - sofern es von Verletzungen verschont bleibt -deutlich eingespielter sein wird. 2007 wollen wir uns dann für Olympia qualifizieren. Schließlich wartet der DHB seit 1996 auf eine Teilnahme des Frauen-Teams bei Olympia.

Aufgebot für den Kurzlehrgang in Halle

Tor: Sabine Englert, Clara Woltering (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Alexandra Gräfer (DJKMJC Trier).
Feld: Anja Althaus, Silke Meier, Maren Baumbach (alle DJK MJC Trier), Marion Erfmann, Kathrin Scholl (beide VfL Oldenburg), Nadine Härdter (Borussia Dortmund), Susanne Henze, Stefanie Melbeck (beide Buxtehuder SV), Anna Loerper, Anne Müller, Nadine Krause, Sabrina Neukamp {alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Nora Reiche, Ulrike Stange, Nina Wörz (alle HC Leipzig).
Reserve: Marielle Bohm, Laura Steinbach {beide DJK MJC Trier), Ania Rösler, Christina Rohde (beide 1. FC Nürnberg), Anja Neumann (Buxtehuder SV), Katja Schülke, Mandy Hering, Sabrina Neuendorf (alle Frankfurter HC).

Der Fahrplan bis zur WM

25.-27. September: Kurzlehrgang in Halle/Westfalen
10.-13. Oktober: Lehrgang
14.-16. Oktober Vierländerturnier in Paris
14. Oktober: 20.30 Uhr gegen Frankreich
15. Oktober, 16.00 Uhr gegen Dänemark
16. Oktober, 17.00 Uhr gegen Norwegen
24. - 27: Oktober: Lehrgang
28. - 30. Oktober: Vierländertumier in Wien
28. Oktober, 19.00 Uhr gegen Österreich
29. Oktober, 14.00 Uhr gegen die Schweiz
30. Oktober, 11.00 Uhr gegen Mazedonien
16. - 20. November: Lehrgang in Saarbrücken
18. November, 19.30 Uhr in Homburg-Erbach gegen Tschechien
20. November, 17 Uhr in Theley gegen Tschechien
22. - 27. November: Lehrgang in Haue/Westfalen
22. November in Lemgo gegen Slowenien
27. November in Dortmund gegen Slowenien
1. - 4. Dezember: Kurzlehrgang und Abflug nach St. Petersburg
5.-18. Dezember: WM

Quelle: HandballWoche 38 / 20.09.2005