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Deutsche Auswahl will mit Sieg in die EM starten / handball-welt / 07.12.2006
Polnischer Kader für die EM in Schweden / reczna.pl / 04.12.2006
Generalprobe der DHB-Frauen endet mit 30:27-Erfolg / DHB / 02.12.2006
Vorletzter EURO-Test in Darmstadt / DHB / 01.12.2006
DHB-TEAM REIST MIT 18 SPIELERINNEN NACH SCHWEDEN / DHB / 30.11.2006
17:24-Niederlage gegen Frankreich / DHB / 26.11.2006
Gegenstöße des Europameisters treffen DHB-Frauen hart / DHB / 25.11.2006
23:28 Niederlage in Hamar / DHB / 25.11.2006
Drei Oldenburgerinnen auf dem Weg nach Schweden / O.R. / 23.11.2006
Polens Trainer Zenon Lakomy gibt den 24er-Kader bekannt / H.J. / 07.11.2006
Emrichs 24er-Kader für Schweden steht / DHB / 07.11.2006
Brasilien überzeugte beim Turnier in Holland / handball-welt / 06.11.2006
Spanien gewinnt Turnier in Polen / H.J. / 06.11.2006
31:23-Erfolg gegen Dänemark sichert DHB-Frauen Platz zwei / DHB / 06.11.2006
Spanien gewinnt Schlesien-Pokal / H.J. / 05.11.2006
32:29-Erfolg gegen Frankreich / DHB / 04.11.2006
Polen und Spanien kämpfen um den Turniersieg / H.J. / 04.11.2006
26:29 gegen Europameister Norwegen / DHB / 03.11.2006
Polen und Spanien gewinnen / H.J. / 03.11.2006
Polinnen testen gegen Spanien, Ukraine und Italien / H.J. / 02.11.2006
Terminplan auf dem Weg zur Euro 2006 steht / DHB / 02.11.2006
Turnier in Paris / DHB / 20.10.2006
Zweiter Erfolg im zweiten Spiel / DHB / 14.10.2006
DHB-Frauen überzeugen bei 28:23-Sieg / NWZ / 13.10.2006
DHB-Frauen schlagen die Niederlande mit 28:23 / DHB / 13.10.2006
Lehrgang und Länderspiele gegen die Niederlande / DHB / 28.09.2006
Wolska fällt mit Kreuzbandriss aus / handball-welt / 31.08.2006
In Hamm und Verl gegen die Niederlande / DHB / 29.08.2006
Jerzy Cieplinski tritt zurück / H.J. / 28.08.2006
DHB-Frauen gegen Norwegen, Slowenien und Polen / DHB / 06.07.2006
Bayer Leverkusen tritt im EHF-Pokal an / handball-welt.de / 04.07.2006
Possenspiel auf großer Bühne / HandballWoche / 04.07.2006
Willkommen im Teufelskreis / HandballWoche / 04.07.2006
Leukefelds Ziel: Erreichen eines EC-Platzes / HandballWoche / 04.07.2006
Jurack mit Torerekord / handball-welt / 11.06.2006
Bis auf Rumänien alle Favoriten dabei / handball-welt / 05.06.2006
Rumäniens Klubs rüsten auf / handball-welt / 31.05.2006
Playoff-Hinspiele zur Frauen-Europameisterschaft / handball-welt / 28.05.2006
Länderspiel gegen die Schweiz am 10. Juni / DHB / 17.05.2006
Polnischer Meister wird im Siebenmeter-Werfen ermittelt / 15.05.2006
DHB-Auswahl mit zweitem Sieg / handball-welt / 08.04.2006
Deutscher 35:31-Sieg zum Turnierauftakt / handball-welt / 07.04.2006
Nadine Krause muss auf Vier-Länder-Turnier verzichten / DHB / 02.04.2006
Cieplinski ist neuer Trainer der Polinnen / H.J. / 28.03.2006
Frauen-Nationalmannschaft in Riesa wieder mit Grit Jurack / DHB / 24.03.2006
Weltklassehandball in der Sportstadt Riesa / DHB / 18.03.2006
Riesaer Turnier als 1. Schritt auf dem Weg nach Schweden / DHB / 16.02.2006
Erster Lehrgang der DHB-Frauen auf dem Weg zur EURO 06 / DHB / 10.02.2006
Kader verkleinern - Erfolg vergrößern / HandballWoche 04 / 24.01.2006

Der Gegner: Im Vergleich zum Turnier in Aarhus wird es in der polnischen Manschaft einige Umstellungen geben.

Deutsche Auswahl will Favoritenstellung gerecht werden und mit Sieg in die EM starten / handball-welt / 07.12.2006

Ein Déjà-vu steht heute der deutschen Frauenauswahl bevor. Denn bei der WM in Rußland vor Jahresfrist heißt der Auftaktgegner bei der heute startenden EM in Schweden erneut Polen. Ausgerechnet Polen, dass der deutschen Auswahl beinahe die Teilnahme an der WM in Rußland gekostet hätte, erst durch das Verzichten Taiwans rückte die deutsche Auswahl nach. Bei der WM in St. Petersburg erreichte die deutsche Auswahl nicht nur einen Auftaktsieg gegen Polen, am Ende landete das Team von Armin Emrich auf dem sechsten Platz und schaffte so die direkte Qualifikation für die EM in Schweden. Polen musste hingegen erneut in die Play-offs, hatte gegen Litauen nach dem 28:18 aber keine Probleme und trifft heute erneut auf die deutsche Auswahl.

Die polnische Mannschaft bei der bevorstehenden Europameisterschaft ist mit der der Play-off Spiele unterdessen nicht mehr zu vergleichen. Während der Qualifikation gegen Litauen war die polnische Auswahl noch von Jerzy Cieplinski betreut worden. Nach dem 28:18 im Hinspiel bot Cieplinski im Rückspiel eine B-Mannschaft auf, die 25:26 verlor, das EM-Ticket war dabei nie in Gefahr. Cieplinski musste darauf aber zurücktreten, denn der polnische Handball-Verband wollte die Doppelfunktion Cipelinskis als Nationaltrainer und Coach des Erstligisten Gdansk nicht akzeptieren. So übernahm Zenon Lakomy, der einst unter anderem GWD Minden und den SV Post Schwerin betreute, als dritter Coach innerhalb eines Jahres die polnische Auswahl und trat die Nachfolge Zygfried Kuchtas und Jery Cieplinskis an.

Keine zwei Monate hatte der neue Coach um eine Auswahl zusammenzustellen. Diese ist personell gut bestückt, doch bislang hatte die Mannschaft nur wenig Zeit sich einzuspielen. Die am heutigen Donnerstag wahrscheinlich auflaufende Startformation hat vermutlich über ein halbes Jahr nicht mehr zusammengespielt. Zu allem Überfluß platzte auch noch der letzte Test der Polinnen gegen Gastgeber Schweden. Die Flughäfen in Polen waren wegen starken Nebels geschlossen und so wurde aus den beiden finalen Tests nichts mehr. Aber auch ohne die Generalprobe sieht sich die polnische Auswahl keineswegs chancenlos.

Der letzte Test für die polnische Nationalmannschaft war der World Cup im dänischen Aarhus. Dort unterlagen die Polinnen gegen Vizeweltmeister Rumänien, Dänemark und Schweden. Besonders gegen Dänemark könnten die Polinnen aber überzeugen. Mit Flexibiliät und Einsatz brachte das polnische Team die Däninnen an den Rand einer Niederlage. Die Vorbereitung verlief damit vergleichbar der der deutschen Auswahl, denn auch diese kassierte bei einem hoch besetzten Turnier drei Niederlagen, bevor ein Unentschieden und ein Sieg gegen Spanien für einen Auswärtstrend sorgten.

Wie die deutsche Auswahl, die neben den Torhüterinnen Clara Woltering und Sabine Englert auch Nadine Krause in der Vorbereitung nicht einsetzen konnte, hatten auch die Polinnen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Mit Karolina Kudlacz, Dagmara Kowalska, Izabela Duda und Agata Wypych fehlten den Polinnen immerhin vier von jetzt sechs nominierten Rückraumspielerinnen. Ein schlimmer Verlust war jedoch die Verletzung von Iwona Niedzwiedz-Cecotka, die bis dahin zu den stärksten Spielerinnen im Team gehörte. Sie hatte sich am Daumen verletzt und musste sich einer Operation unterziehen. Für Dagmara Kowalska und Karolina Kudlacz wird es unterdessen der erste Einsatz unter Leitung von Zenon Lakomy in Göteborg.

Die fehlende Eingespieltheit dürfte der polnischen Auswahl gerade im ersten Spiel noch Probleme bereiten, doch nicht nur deswegen geht die DHB-Auswahl als klarer Favorit in die heutige Begegnung. Dennoch geht Deutschland mit Respekt in die Begegnung: "Wenn Karolina fit ist, spielt sie eine tragende Rolle", urteilt Nora Reiche über ihre Club-Kollegin Kudlacz. "Die Polen haben ein gutes Worldcup-Turnier gespielt. Das wird ein ganz schweres Einstiegsspiel für die EM", sagte Emrich und prognostizierte für das Eröffnungsspiel eine späte Entscheidung: "Sie fällt in der 45., 48. Minute". Emrich wird dabei im Eröffnungsspiel im Tor auf das Duo Gräfer und Woltering setzen und im Feld Angie Geschke de Vorzug vor Ania Rösler geben, die wie Silke Meier zunächst mit einem Platz auf der Tribüne Vorlieb nehmen muss.

Auch die Statistik schiebt der deutschen Auswahl die Favoritenrolle zu. Von 50 Länderspielen hat die DHB-Auswahl 28 gewonnen, 16 verloren und sechs Mal unentschieden gespielt. Unter diesen Spielen findet sich übrigens auch das erste Länderspiel der deutschen Auswahl bei einem Großereignis, 1957 setzte sich das DHB-Team in seinem Auftaktspiel gegen Polen mit 7:4 durchgesetzt. Bei der zweiten WM 1962 folgte in der Platzierungsrunde unterdessen eine 4:5-Niederlage. Sicher ist, dass es im heutigen Duell mehr Tore als in den damaligen Begegnung geben wird, unsicher allerdings auf welcher Seite am Ende mehr Treffer stehen. hw.com-Wettpartner interwetten sieht auch die deutsche Auswahl in der Favoritenrolle und gibt eine Quote von 1:1,15. Ob das Geld gut angelegt ist, kann ab 17 Uhr live im DSF mitverfolgt werden.

Quelle: 07.12.2006 - Christian Ciemalla und Hermann Jack / http://www.handball-welt.de



  
  Zenon Lakomy, Trainer der polnischen Nationalmannschaft.
Polnischer Kader für die EM in Schweden steht fest / reczna.pl / 04.12.2006

Tor:
Magdalena Chemicz (SPR Safo ICom Lublin)
Iwona Lacz (Sosnica Gliwice)
Sabina Kubisztal (Zaglebie Lubin)

Rückraum:
Dagmara Kowalska (VfL Oldenburg, Deutschland)
Karolina Kudlacz (HC Leipzig, Deutschland)
Dorota Malczewska (SPR Safo ICom)
Karolina Siódmiak (Le Havre, Frankreich)
Izabela Duda (Storhamar Handball, Norwegen)
Agata Wypych (Piotrcovia).

Kreis:
Aleksandra Jacek (Zaglebie)
Ewa Damiecka (SPR Safo ICom)

Außen:
Malgorzata Majerek (SPR Safo ICom)
Kaja Zaleczna (Zaglebie)
Agnieszka Jochymek (Zaglebie)
Kinga Polenz (Piotrcovia)
Hanna Strzalkowska (Piotrcovia)

Reserve:
Malgorzata Sadowska, Lucyna Wilamowska (AZS AWFiS Gdansk)
Gabriela Kornacka (Hand Olimpic Club, Frankreich)

Quelle: http://www.reczna.pl/


Generalprobe der DHB-Frauen endet in Elsenfeld mit 30:27-Erfolg gegen Spanien / Nadine Krause in ihrem 100. Länderspiel mit sieben Toren / DHB / 02.12.2006

Mit einem positiven Ergebnis hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Vorbereitung auf die EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) beendet. In Elsenfeld schlug die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich am Samstag den Olympia-Sechsten Spanien vor 2500 Zuschauern mit 30:27 (15:10). Am Vortag hatten sich Deutschland und Spanien in Darmstadt mit 31:31 (17:15) getrennt.

Nadine Krause (im Bild mit DHB-Vizepräsident Reiner Witte) bestritt in Elsenfeld ihr 100. Länderspiel und erzielte dabei sieben Tore. „Wir haben uns schwer getan“, sagte die 24-jährige Leverkusenerin. „Unsere Abwehr stand endlich besser, aber im Angriff haben wir zu viele Bälle weggeworfen. Wenn wir die guten Dinge aus beiden Spielen zusammennehmen, sind wir auf dem richtigen Weg.“

In der Spielhalle des Männer-Bundesligisten TV Großwallstadt begeisterten die DHB-Frauen immer wieder mit brillanten Kombinationen und konnten sich auf eine im Vergleich zum ersten Test verbesserte Defensive stützen. Trotzdem sorgten einige schwächere Phasen dafür, dass Spanien einen Sechs-Tore-Rückstand aufholte und noch in der 55. Minute beim 25:26 fast auf Augenhöhe lag. Mit drei Toren in Folge führte Nadine Krause ihr Team zum letztlich verdienten Sieg.

„Wir gehen guten Mutes und ohne Selbstzweifel in die EURO“, sagte Emrich. Der DHB-Kader trifft sich nach kurzer Freizeit bereits am Dienstag in der Sportschule Frankfurt und fliegt tags darauf nach Göteborg. Dort beginnt am Donnerstag mit dem Spiel gegen Polen (ab 17 Uhr, live im DSF). Bis dahin wird Emrich noch ausgiebig Videos studieren. Und dabei hat der 55-Jährige nur eine Bitte: „Es soll mich keiner fragen, was es in den Nachrichten gibt.“

Deutschland – Spanien 30 : 27 (15:10)

Deutschland: Gräfer, Woltering; Härdter (5), Jurack (5), Rösler (1), Geschke, Wörz (1), Müller (2), Reiche (1), Loerper (1), Krause (7/3), Neukamp, Meier, Baumbach (4), Melbeck, Althaus (3)

Spanien: Gonzales, Elejaga, Navarro; Castro, Pinedo(1), Rubio, Box (3), Sanroman (4/3), Morales (2), Mangue (3), Aguilar, Lopez, Fraile (9), Ortuno (2), Fernandez (2), Oncina (1)

Schiedsrichter: La Cour Laursen/Nielsen (Dänemark).
– Zuschauer: 2500.
– Siebenmeter: 3/3:4/3 (Woltering hält gegen Mangue).
– Zeitstrafen: 6:2 Minuten (Wörz, Baumbach, Althaus – Sanroman).
– Rote Karte: Rubio (18./grobe Unsportlichkeit).

Spielfilm: 0:1 (1.), 6:2 (11.), 7:5 (16.), 11:6 (22.), 13:7 (26.), 15:10 – 15:11, 17:12 (34.), 18:17 (41.), 21:18 (41.), 22:20 (47.), 25:21 (52.), 26:25 (55.), 29:25 (58.), 30:27

Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


Vorletzter EURO-Test in Darmstadt: Vor 1100 Zuschauern trennen sich die DHB-Frauen von Spanien 31:31 / DHB / 01.12.2006

Auf dem Weg zur EURO 06 in Schweden hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft wieder Fahrt aufgenommen. Sechs Tage vor dem Auftaktspiel gegen Polen (Donnerstag, 17 Uhr, live im DSF) erreichte die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich gegen Spanien ein 31:31 (17:15)-Unentschieden. Den Test erlebten am Freitag 1100 Zuschauer in der ausverkauften Darmstädter Sporthalle am Böllenfalltor. Beide Mannschaften stehen sich am Samstag ab 16 Uhr in der Sparkassenarena Elsenfeld erneut gegenüber.

„Das Ergebnis ist gerecht“, sagte Emrich. „Wir haben tolle Phasen in Abwehr und Angriff erlebt. Aber es gab auch deutliche Durchhänger. Unsere Ausbeute war zu gering.“ Eine überragendes Comeback gelang Torfrau Clara Woltering, die sich am 3. Oktober die linke Mittelhand gebrochen hatte und sich mit 18 gehaltenen Bällen (darunter zwei Siebenmeter) zurückmeldete. Auch Linksaußen Nadine Härdter spielte nach ihrem Daumenbruch wieder zuverlässig auf. Erfolgreichste Torschützin war Kreisläuferin Anja Althaus mit neun Treffern. Nadine Krause kam in ihrem 99. Länderspiel auf sieben Tore.

Nach schlechtem Start (1:3/4.) bestimmte die deutsche Mannschaft das Geschehen über weite Strecken der ersten Halbzeit. Allerdings blieben allein bis zur Pause neun erstklassige Chancen ohne Torerfolg. Gegen die zunehmend offensiver agierende spanische Abwehr tat sich das DHB-Team im zweiten Spielabschnitt phasenweise sehr schwer und geriet nach vier Gegentoren in Folge in der 42. Minute wieder mit 19:20 in Rückstand. Mit spielerischer Klasse – Höhepunkt war das erfolgreich Kempa-Anspiel von Grit Jurack auf Nora Reiche zum 27:27 – sicherte sich der EM-Fünfte von 2004 noch das Remis.

Im 15. Vergleich mit Spanien ging Deutschland zum ersten Mal nicht als Sieger vom Feld, doch mehr als das Ergebnis zählte in Darmstadt der Fortschritt: Wenige Tage zuvor hatten Emrich Frauen beim Møbelringen-Cup in Norwegen noch drei Niederlagen verarbeiten müssen.

Weitere Stimmen:

Clara Woltering: „Für mich persönlich war dieses Spiel eine Erleichterung. Von dieser Partie hing viel ab für mein Selbstbewusstsein und das gesamte Team. Die anderen wissen jetzt, dass sie auf mich bauen können. Mit dem Unentschieden können wir zufrieden sein, aber nach dem gesamten Spielverlauf war ein Sieg drin. Unsere Chancen müssen wir einfach besser nutzen. Wir haben allerdings noch viel probiert – das hat auch etwas Unruhe in die Abwehr gebracht. Wir sind auf einem guten Weg. In Elsenfeld müssen wir uns den letzten Feinschliff holen.“

Anja Althaus: „Positiv war neben dem Unentschieden, dass wir die Stressphase gut überstanden haben. In der Abwehr waren wir zwischenzeitlich zu passiv und haben zu leichte Tore bekommen. Unseren Angriff konnte man sich allerdings gut ansehen. Aber es war noch immer so wie beim Turnier in Norwegen: Wenn wir die rausgespielten Dinger reinmachen, kommen wir erst gar nicht in die Bredouille.“

Grit Jurack: „Im Vergleich zu Norwegen war das eine Steigerung um 200 Prozent. Vorn haben zeitweise superschön gespielt, aber an unserer Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten. Clara war nach ihrer Pause wieder sensationell, aber darüber muss man ja eigentlich nicht reden. Unsere Abwehr muss noch stabiler werden.“

Deutschland – Spanien 31:31 (17:15)

Deutschland: Gräfer, Woltering; Härdter (3), Jurack (3), Geschke, Wörz, Müller (1), Reiche (4), Loerper, Krause (7/2), Neukamp, Meier, Baumbach (2), Melbeck (2), Althaus (9)

Spanien: Gonzales, Elejaga, Navarro; Castro, Pinedo, Rubio (1), Box (2), Sanroman (4/3), Morales (3), Mangue (2), Aguilar (6), Lopez, Fraile (4), Ortuno (5), Fernandez (3), Oncina (1)

Schiedsrichter: La Cour Laursen/Nielsen (Dänemark).
– Zuschauer: 1100 (ausverkauft).
– Siebenmeter: 2/2:5/3 (Woltering hält gegen Mangue und Sanroman).
– Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Geschke, Wörz, Baumbach, Melbeck – Rubio/zwei, Fraile, Oncina).

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:3 (4.), 4:3 (7.), 8:6 (13.), 11:8 (17.), 12:11 (23.), 17:14 (30.), 17:15 – 17:16 (31.), 19:16 (34.), 19:20 (42.), 24:23 (49.), 24:26 (51.), 28:28 (57.), 30:31 (60.), 31:31

Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


DHB-TEAM REIST MIT 18 SPIELERINNEN NACH SCHWEDEN / DHB / 30.11.2006

Auf dem Weg zur EURO 06 ist eine weitere Personalentscheidung gefallen. Die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes wird am kommenden Mittwoch mit einem 18er-Kader nach Schweden reisen. Neben 14 Feldspielerinnen nimmt Bundestrainer Armin Emrich vier Torfrauen mit. Im Aufgebot stehen auch die Leverkusener Torfrauen Sabine Englert und Clara Woltering sowie die Erfurter Linksaußen Nadine Härdter, die allesamt erst am Montag zur Mannschaft stießen und den Abschlusslehrgang in Mönchberg bestreiten. Dagegen verzichtet Emrich auf Linksaußen Mandy Hering (Frankfurter HC).

„Mit dieser Nominierung möchten wir uns mehrere Optionen verschaffen, um nach der Vorrunde nachnominieren zu können“, sagte Emrich. „Es ist wichtig, dass vor den letzten Tests gegen Spanien der Druck von den Spielerinnen genommen ist, Klarheit herrscht und wir uns konzentriert für die große Aufgabe in Schweden einspielen können.“

Der 16er-Kader, mit dem Deutschland die Vorrunde bestreitet, muss erst einen Tag vor dem Auftaktspiel gegen Polen (Donnerstag, 17 Uhr, live im DSF) beim so genannten Technical Meeting in Göteborg festgelegt werden. Nach der Vorrunde können zwei Spielerinnen ausgetauscht werden, und nach der Hauptrunde ist ein weiterer Wechsel möglich.

Neben Alexandra Gräfer und Katja Schülke werden auch die Leverkusener Torfrauen Clara Woltering und Sabine Englert nach Schweden fliegen. Woltering trainierte nach ihrem Mittelhandbruch bereits wieder mit voller Intensität und kommt in den letzten Testspielen gegen Spanien (Freitag, 1. Dezember, 19.30 Uhr in Darmstadt und Samstag, 2. Dezember, 16 Uhr, in Elsenfeld) zum Einsatz. Wann Englert einsatzfähig sein wird, entscheidet sich spätestens am Montag nach einer weiteren Untersuchung. Nadine Härdter meldete sich nach ihrem Daumenbruch fit zurück und sicherte sich den Platz im EURO-Kader.

Das deutsche Team für die EURO:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 100/2), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier, 58/0), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 46/0), Katja Schülke (Frankfurter HC, 8/0)

Feld: Nadine Härdter (Thüringer HC, 87/122), Grit Jurack (Viborg HK/ DEN, 217/1121), Ania Rösler (1. FC Nürnberg, 6/7), Angie Geschke (Frankfurter HC, 9/12), Nina Wörz (Randers HK/DEN, 87/169), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 38/43), Nora Reiche (HC Leipzig, 37/71), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 31/45), Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen, 98/370), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen, 45/73), Silke Meier (DJK/MJC Trier, 38/39), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier, 72/182), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV, 135/283), Anja Althaus (DJK/MJC Trier, 93/169)

Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


Møbelringen-Cup in Norwegen: Schwacher Abschluss der DHB-Frauen bringt 17:24-Niederlage gegen Frankreich / DHB / 26.11.2006

Dritte Niederlage im dritten Spiel: Auch gegen Frankreich musste sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft geschlagen geben. Ein schwacher Abschluss kostete die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich am Sonntag in der Olympiastadt Lillehammer alle Chancen. Nach der 17:24 (7:10)-Niederlage blieb beim Møbelringen-Cup in Norwegen nur Rang vier.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren fast alles miteinander erlebt – nun auch ein solches Formtief. Aber da“, sagte Emrich, „da kommen wir ganz sicher wieder heraus.“ Am Montag fliegt der DHB-Tross von Oslo nach Frankfurt und geht umgehend in ein Trainingslager.

Kurz vor der EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) bleiben noch die Lehrgangstage in Mönchberg und zwei Testspiele gegen Spanien am 1. Dezember, 19.30 Uhr, in Darmstadt und am 2. Dezember, 16 Uhr, in Elsenfeld. „Wir müssen die nächsten Tage und die Spiele gegen Spanien nutzen, um in einen EM-Rhythmus zu kommen“, sagte Emrich. Die EURO 06 beginnt für Deutschland am 7. Dezember in Göteborg mit dem Spiel gegen Polen. Weitere Gegner werden Slowenien und Norwegen sein.

Gegen Frankreich wirkte auch Nadine Krause (Foto) wieder mit. Die 24-jährige Leverkusenerin hatte wegen einer Prellung des linken Ellbogens gegen Russland (23:28) und Norwegen (28:34) pausiert. Die Handballerin des Jahres stand ebenso in Emrichs Startformation wie Katja Schülke (Tor), Silke Meier (LA), Nina Wörz (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anne Müller (K).

Im Vergleich zum Spiel in Paris, das das DHB-Team drei Wochen zuvor mit 32:29 gewonnen hatte, präsentierte sich Frankreich verbessert und durfte sich vor allem auf Torfrau Valerie Nicolas verlassen. „Unser Angriff lief zwar schon besser, aber das war noch nicht das, was wir drauf haben“, sagte Emrich. „Uns fehlt die Sicherheit im Vollstrecken, und Valerie Nicolas hat uns einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Unsere Emotionen waren gelähmt, weil wir nichts getroffen haben.“ Der schwache Abschluss der DHB-Frauen brachte Frankreich auch bei knappen Spielständen (6:6/21. und 13:15/45.) nicht in ernste Gefahr.

Deutschland – Frankreich 17:24 (7:10)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Jurack (2), Rösler, Wörz (1), Müller, Reiche (2/1), Krause (4/2), Neukamp (5/3), Meier, Baumbach (1), Melbeck, Althaus (2)

Frankreich: Pradel, Nicolas; Kanto (1), Spincer (9/2), Pecqueux Rolland (1), Baudouin (5), Herbrecht (4), Cano (2), Wendling (1), Jacquinot, Fiossonangaye, Dembele (1), Tervel, Tounkara

Schiedsrichter: Ingels/Kristiansen (Norwegen)
– Zuschauer: 1752.
– Siebenmeter: 8/6:2/2 (Jurack scheitert an Nicolas, Krause an Pradel).
– Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Neukamp – Kanto/zwei, Fiossonangaye).

Spielfilm: 1:0 (4.), 1:5 (13.), 4:5 (17.), 6:6 (21.), 6:9 (26.), 7:10 – 7:12, 11:14 (39.), 13:15 (45.), 13:19 (41.), 16:24, 17:24

Der Møbelringen-Cup im Überblick:

Freitag, 24. November, in Hamar:
Deutschland – Russland 23:28 (12:12)
Norwegen – Frankreich 31:18 (17:11)

Samstag, 25. November, in Gjøvik:
Norwegen – Deutschland 34:28 (20:11)
Frankreich – Russland 22:28 (10:14)

Sonntag, 26. November, in Lillehammer:
Frankreich – Deutschland 24:17 (10:7)
Norwegen – Russland

Tabelle:
1. Norwegen 4:0
2. Russland 4:0
3. Frankreich 2:4
4. Deutschland 0:6

Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


Møbelringen-Cup in Norwegen: Gegenstöße des Europameisters treffen DHB-Frauen hart – 28:34-Niederlage in Gjøvik / DHB / 25.11.2006

Sensationelle Torfrauen, eine standhafte 6:0-Abwehr und perfekte Gegenstöße – diesem Gegner waren die deutschen Frauen noch nicht gewachsen. Am zweiten Spieltag des Møbelringen-Cups unterlag das DHB-Team in Gjøvik dem Gastgeber und aktuellen Europameister Norwegen mit 28:34 (11:20). „Wir konnten heute nichts dagegensetzen. Norwegen hat sehr brillant gespielt“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. Kreisläuferin Anja Althaus war mit sieben Toren auffälligste Spielerin. Ebenfalls sieben Tore (davon drei Siebenmeter) erzielte Linkshänderin Nora Reiche. Letzter Gegner ist am Sonntag Frankreich (17 Uhr, in Lillehammer).

Emrich verzichtete nach der 23:28-Niederlage gegen Weltmeister Russland erneut auf den Einsatz von Nadine Krause (Prellung des linken Ellbogens). „Da gehen wir im Moment kein unnötiges Risiko ein“, sagte der 55-Jährige mit Blick auf die kommende Lehrgangswoche und die EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember). Die letzten Testspiele gegen Spanien finden statt am 1. Dezember, 19.30 Uhr, in Darmstadt und am 2. Dezember, 16 Uhr, in Elsenfeld. Die EURO 06 beginnt für Deutschland am 7. Dezember in Göteborg mit dem Spiel gegen Polen. Weitere Gegner werden Slowenien und Norwegen sein.

In der Startsieben standen gegen Norwegen Torfrau Katja Schülke sowie Silke Meier (LA), Angie Geschke (RL), Maren Baumbach (RM), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anja Althaus (Kreis). Wie drei Wochen zuvor in Paris beim 26:29 geriet die deutsche Mannschaft wieder schnell hoch in Rückstand – diesmal gelang jedoch kein Comeback. Nach drei Toren in Folge von Stefanie Melbeck, Nina Wörz und Silke Meier zum 8:12 (20.) zogen die Gastgeberinnen endgültig davon.

Über weite Strecken war die deutsche Mannschaft nur eine Variable im norwegischen System. In Unterzahl leistete sich der Europameister sogar den Luxus, kurzzeitig auf eine Torfrau zu verzichten, und erzielte mit sechs Feldspielerinnen das 9:2.

„Dieses Spiel war ein Erfahrungswert“, sagte Emrich. „Wir haben ein gutes Angriffsrepertoire, aber in dieses Turnier sind wir ohne Vorbereitung gestartet. Norwegen ist uns eine Woche voraus. Das holen wir hoffentlich wieder ein. Wir werden unsere Fehler mit positiver Energie aufarbeiten. Die Mädels sind alle selbstkritisch genug – die können mit so einem Spiel umgehen.“

Weitere Stimmen:

Stefanie Melbeck: „Zumindest haben wir die zweite Halbzeit noch gewonnen. Die Gegenstöße waren der Unterschied. Wir haben uns wieder zu viele Fehler geleistet und zu schnell geworfen. Und wir sind so schlecht ins Spiel gekommen, als ob wir noch gar nicht dagewesen wären.“

Grit Jurack: „Es gab Phasen, in denen wir gezeigt haben, dass wir auch gegen eine solche Mannschaft Tore werfen können. Das Ergebnis ist ein bisschen zu hoch ausgefallen. Ich bin froh, dass wir die nächste Woche in Mönchberg haben. Dort und in den Spielen gegen Spanien müssen wir wieder unseren Rhythmus finden.“

Deutschland – Norwegen 28:34 (11:20)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Jurack (1), Rösler (1), Geschke (1), Wörz (4), Müller, Reiche (7/3), Hering, Neukamp, Meier (4), Baumbach (2), Melbeck (1), Althaus (7)

Norwegen: Grimsbø, Pedersen; Nyberg (3), Aamodt (2), Snorroeggen (1), Sørlie Lybekk (2), Nøstvold (1), Breivang, Hammerseng (6/2), Johansen (4), Frafjord (2), Suvdal (1), Riegelhuth (10), Anette Johansen (2)

Schiedsrichter: La Cour Laursen/Nielsen (Dänemark)
– Zuschauer: 4911.
– Siebenmeter: 3/3:3/2 (Gräfer hält gegen Riegelhuth).
– Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Wörz/zwei, Rösler, Meier – Nyberg, Snorroeggen, Breivang, Hammerseng).

Spielfilm: 0:4 (5.), 1:4 (6.), 1:8 (9.), 2:11 (14.), 8:12 (20.), 10:18 (27.), 11:18 (28.), 11:20 – 11:22, 13:27 (41.), 18:28 (46.), 23:31 (54.), 27:33 (58.), 28:34

Der Møbelringen-Cup im Überblick:

Freitag, 24. November, in Hamar:
Deutschland – Russland 23:28 (12:12)
Norwegen – Frankreich 31:18 (17:11)

Samstag, 25. November, in Gjøvik:
Norwegen – Deutschland 34:28 (20:11)
Frankreich – Russland 22:28 (10:14)

Tabelle:
1. Norwegen 4:0
2. Russland 4:0
3. Deutschland 0:4
4. Frankreich 0:4


Sonntag, 26. November, in Lillehammer:
17.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
19.15 Uhr: Norwegen – Russland

Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


  
Co-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft Heike Schmidt (Foto:tok/DHB)  
Møbelringen-Cup in Norwegen: Zu viele Fehler gegen Weltmeister Russland / 23:28 Niederlage in Hamar / DHB / 25.11.2006

Eine Halbzeit auf Augenhöhe – länger konnte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft noch nicht auf Sichtweite bleiben. Zum Auftakt des Møbelringen-Cups unterlag die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich dem Weltmeister und World-Cup-Sieger Russland am Freitag mit 23:28 (12:12). „Die Richtung stimmt, obwohl wir uns resultatsmäßig noch nicht mit Russland messen können“, sagte Emrich. In den weiteren Partien trifft das DHB-Team auf Gastgeber Norwegen (Samstag, 16.15 Uhr in Gjøvik, live bei EUROSPORT 2) und Frankreich (Sonntag, 17 Uhr, in Lillehammer).

Emrich verzichtete auf den Einsatz von Nadine Krause. Die 24-jährige Leverkusenerin kämpft noch mit den Folgen einer Prellung des linken Ellbogens. Ihr 100. Länderspiel wird die Handballerin des Jahres (bisher 97 Einsätze) damit wahrscheinlich erst am kommenden Wochenende gegen Spanien bestreiten. Diese Partien finden statt am 1. Dezember, 19.30 Uhr, in Darmstadt und am 2. Dezember, 16 Uhr, in Elsenfeld. Die EURO 06 beginnt für Deutschland am 7. Dezember gegen Polen. Weitere Gegner werden Slowenien und Norwegen sein.

Die Partie gegen Russland eröffneten Torfrau Alexandra Gräfer sowie Mandy Hering (LA), Ania Rösler (RL), Nina Wörz (RM/Foto), Grit Jurack (RR), Stefanie Melbeck (RA) und Anja Althaus (K). Emrich stellte eine 5:1-Deckung mit Wörz als Spitze. „Unsere Abwehr hat sehr gut gearbeitet“, sagte Emrich. Maßgeblichen Anteil an der guten ersten Halbzeit hatte auch Torfrau Alexandra Gräfer. Einen starken Eindruck hinterließ zudem Linksaußen Mandy Hering als beste Feldtorschützin mit fünf Toren bei sechs Versuchen.

Bis zur Pause war es der deutschen Mannschaft noch gelungen, einen Vier-Tore-Rückstand aufzuholen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang Anja Althaus und Maren Baumbach noch einmal der 16:16-Ausgleich. „Dann haben wir allerdings die russische Maschinerie mit vielen leichten Fehlern ins Rollen gebracht“, sagte Emrich. „Die Probleme lagen im Angriff. Da haben wir Bälle verschenkt und die russische Abwehr nicht unter Druck gesetzt.“ Fünf Gegentore in Folge entschieden den Vergleich.

Deutschland – Russland 23:28 (12:12)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Jurack (6/2), Rösler, Geschke, Wörz (2), Müller (2), Reiche (1/1), Loerper (1/1), Hering (5), Neukamp, Baumbach (4), Melbeck (1), Althaus (1)

Russland: Sidorova, Suslina; Romenskaya (1), Postnova, Kareeva (3), Bodnieva, Andryushina (2), Levina (1), Polenova (4/1), Turey (8/4), Makarova (1), Shipilova (4), Yakovleva (1), Bliznova (3)

Schiedsrichter: Andersen/Sødal (Norwegen)
– Zuschauer: 1553.
– Siebenmeter: 6/4:9/5 (Jurack und Reiche an den Pfosten – Andryushina und Polenova an den Pfosten, Gräfer hält gegen Turey und Polenova).
– Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Althaus/drei, Müller/zwei – Postnova, Kareeva, Andryushina, Polenova, Shipilova).
– Rote Karte: Althaus (39./dritte Zeitstrafe).

Spielfilm: 0:1, 1:2 (3.), 4:3 (8.), 5:4 (10.), 6:8 (17.), 8:8, 8:12 (23.), 12:12 – 12:15 (333.), 14:15 (34.), 16:16 (35.), 16:21 (47.), 18:21 (49.), 18:25 (51.), 19:27, 23:27 (60.), 23:28.

Der Møbelringen-Cup im Überblick:

Freitag, 24. November, in Hamar:
Deutschland – Russland 23:28 (12:12)
Norwegen – Frankreich 31:18 (17:11)

Samstag, 25. November, in Gjøvik:
16.15 Uhr: Norwegen – Deutschland
18.15 Uhr: Frankreich – Russland

Sonntag, 26. November, in Lillehammer:
17.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
19.15 Uhr: Norwegen – Russland

Quelle: Text und Foto: tok / http://deutscherhandballbund.de


  
Diane Lamein  
Drei Oldenburgerinnen auf dem Weg nach Schweden / O.R. / 23.11.2006

Lamein, Pusic und Kowalska treten bei Europameisterschaft an

Mit drei Spielerinnen vom VfL Oldenburg startet am 7. Dezember die Europameisterschaft in Schweden. Diane Lamein und Irina Pusic treten für die holländische, Dagmara Kowalska für die polnische Nationalmannschaft an. Bereits morgen beginnt in beiden Teams die Vorbereitung auf die Titelkämpfe. Großes Ziel ist das Finale am 17. Dezember in Stockholm. Favorit ist wohl die Mannschaft Russlands. Mach dem Weltmeistertitel im vergangenen Jahr gewann Russland zuletzt auch den World Cup.

Mit schnellem Spiel durch die Hammergruppe – Holland bei der EM

Bereits Sonnabend und Sonntag in Rotterdam und Eindhoven trifft das Team Hollands in zwei Vorbereitungsspielen auf Portugal. Für Diane Lamein und Irina Pusic geht der Stress also nahtlos weiter, nachdem das Duo in drei Spielen in der vergangenen Woche beim World Cup im dänischen Aarhus Platz fünf erreicht hatte. Vorher und nachher mussten beide auch in der Bundesliga ran. Am Sonntag spielen sie das achte Spiel in 15 Tagen. „Das schlaucht schon ganz gewaltig, aber da müssen wir durch“, sagt Lamein.

Das Ziel der Auswahl-Spielführerin klingt bescheiden: „Wir wollen erstmal die Vorrunde überstehen. Das ist schon eine echte Hammergruppe. Keine einzige schwache Mannschaft ist dabei.“ In Malmö trifft ihr Team auf Spanien, Dänemark und Frankreich. Am ehesten Siegeschancen sehen die Holländerinnen im Spiel gegen Dänemark, wie Buxtehudes Torfrau Debbie Klijn nach der Oldenburger Niederlage (26:27) am Mittwoch sagte: „Dänemark liegt uns sehr. Die spielen einen ähnlichen Handball wie wir, attraktiv und schnell. Die Frage ist, wer hält länger durch. Aber ich bin optimistisch. In Aarhus haben wir gezeigt, was wir können.“

Ein Problem für die Mannschaft des Nachbarlandes könnte der recht kleine Kader sein, den Bondscoach Sjors Röttger zusammen hat. „Berechtigte Hoffnung besteht jedoch auf die rechtzeitige Rückkehr von Pearl van der Wissel und Natasja Burgers. Mit diesen Spielerinnen an Bord muss mit der Mannschaft in Schweden auf jeden Fall gerechnet werden, nachdem sie bei der letzten WM überraschend Platz 5 erreichten“, schreibt Sandra Pleines auf www.handball-world.de .

  
Irina Pusic  
„Es nervt langsam“ – Interview mit Irina Pusic

Irina, welchen Stellenwert hat die EM für dich?

Irina Pusic: Einen großen. Ab heute beschäftige ich mich mit nichts anderem. Es macht Spaß in der Mannschaft, wir sind gut. Das ist Ansporn genug.

Und was ist möglich für Holland?

Irina Pusic: Mal gucken, wir haben eine schwere Gruppe. Aber wenn wir komplett sind, unsere Verletzten rechtzeitig wieder da sind, glaube ich schon, dass wir bis zum Ende dabei sein können.

Debbie Klijn sagte, die besten Chancen habt ihr gegen Dänemark. Ist das richtig?

Irina Pusic: Ja, die liegen uns. Dänemark spielt einen ähnlichen Handball wie wir, nicht besonders körperbetont halt. Wir sind gezwungen schnell zu spielen, keine Spielerin bei uns ist besonders groß oder kräftig. Das müssen wir durch Schnelligkeit wettmachen.

Sprechen wir über den VfL und die Bundesliga. Hast du die Entscheidung, seit Sommer für Oldenburg zu spielen schon bereut?

Irina Pusic: Nein, überhaupt nicht. Ich fühle mich wohl hier. Klar, es muss noch viel besser werden, im Moment sehe ich uns erst bei 60 Prozent. Das ist schade und es nervt mich so langsam. Aber es geht aufwärts und bald zeigen wir auch wieder den Handball, den wir in der Vorbereitung gespielt haben. Schön und attraktiv. Das hat riesig Spaß gemacht. Da wollen wir wieder hin. Das ist auch möglich, denn wir müssen nur etwas besser werden, um unsere Konkurrenten hinter uns zu lassen. Die Liga ist hinter den ersten Drei doch sehr ausgeglichen.

Du bist jetzt 33. Wie lange sehen wir dich noch auf der Platte?

Irina Pusic: Mein Ziel ist Peking 2008. Das wäre auch der perfekte Zeitpunkt, die Karriere zu beenden. Dazu müssen wir bei der WM im kommenden Jahr Fünfter werden. Peking wäre ein Traum. Dieses Ziel motiviert mich, noch weiter zu machen.



  
Diane Lamein  
Kowalska in der Außenseiterrolle

Mit verändertem Team und neuem Coach (Zenon Lakomy) tritt Polen an. Dagmara Kowalska reist mit ihrem Team erstmals am Wochenende nach Skandinavien, um dort zwei Spiele gegen Gastgeber Schweden zu bestreiten. Bei der EM trifft die 29-jährige Rückraumspielerin auf Deutschland, Norwegen und Slowenien. Beim World Cup kassierten die Polinnen ohne Kowalska drei knappe Niederlagen. Schwer vermisst wurde auch Karolina Kudlacz. Doch die Leipzigerin soll in Schweden wieder fit sein.

Dagmara, was sind deine Erwartungen an die EM?

Dagmara Kowalska: Es wird ganz schwer. Die Gegner sind gut, wir haben quasi eine neue Mannschaft. Ich glaube, zwischen uns und Slowenien wird sich Platz drei und damit der Einzug in die Hauptrunde entscheiden. Das ist auch unser erstes Ziel: Die Hauptrunde.

Nach einer halben Saison beim VfL. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?

Dagmara Kowalska: Ich fühle mich wohl, das habe ich aber auch erwartet, sonst hätte ich nicht für zwei Jahre unterschrieben. Mir persönlich fehlt etwas zum kompletten Glück: Die verlorenen Punkte gegen Blomberg und Göppingen ärgern mich schon sehr. Auch hatte ich in der ersten Phase wenig Erfolg, da ich mit meiner Verletzung zu kämpfen hatte. Es ist noch viel zu tun, aber unser Ziel bleibt erreichbar.

Bei wie viel Prozent des Leistungsvermögens siehst du die Mannschaft?

Dagmara Kowalska: Das ist schwer zu sagen, Handball ist nicht messbar wie der Alkoholgehalt in Wein. Aber auf jeden Fall müssen wir uns noch verbessern. Das wird auch klappen: Die jungen Spielerinnen werden besser, die älteren können auch mehr.

Du hast eine dreijährige Tochter? Ist das schwierig mit dem Sport zu vereinbaren?

Dagmara Kowalska: Ach, das ist doch nichts besonderes. Wer täglich acht oder zehn Stunden arbeiten muss, hat es sich schwerer. Außerdem hilft mein Mann sehr.

Wie siehst du deine Zukunft?

Dagmara Kowalska: Ehrlich gesagt, von der ständigen Umzieherei habe ich mehr als genug. Ich bin noch mindestens eineinhalb Jahre hier, aber schon jetzt denke ich ans Verlängern. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, meine Karriere in Oldenburg zu beenden. (Zwischenruf von Leszek Krowicki: „Das kann ich mir auch gut vorstellen“) Ein paar Dinge müssten da noch geklärt werden, sprachlich will ich mich verbessern, meine Tochter lernt schneller als ich. Aber das wird schon noch.



Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


  
Kinga Polenz Chancen stehen gut in Schweden dabei zu sein. (Foto: Lukasz Laskowski / www.3art.dl.pl )  
Polens Trainer Zenon Lakomy gibt den 24er-Kader bekannt / H.J. / 07.11.2006

Für Polen, Deutschlands Auftaktgegner bei der EM in Schweden, hat seit einer Woche die direkte Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Schweden begonnen. Nach einem Turnier im eigenen Land, an dem die Ukraine, Spanien und Italien teilnahmen, folgt die Teilnahme am World Cup in Dänemark (13. bis 19. November). Dort spielt die polnische Nationalmannschaft in der Gruppe A gegen Dänemark, Schweden und Rumänien.

Während in der Bundesliga noch bis zum 22. November Punktspiele stattfinden, hat die polnische Liga bereits den Punktspielbetrieb unterbrochen. Gestern gab Trainer Zenon Lakomy den 24er-Kader für Polen bekannt.

Tor: Malgorzata Sadowska (AZS AWFiS Gdansk), Sabina Kubisztal (MKS Zaglebie Lubin), Iwona Lacz (GZKS Sosnica Gliwice), Magdalena Chemicz (SPR Safo ICom Lublin)

Rückraum: Agata Wypych, Iwona Niedzwiedz-Cecotka (beide MKS Piotrcovia Piotrków Tr.), Dorota Malczewska (SPR Safo ICom Lublin), Klaudia Pielesz (TS Pogon Zory - SMS Gliwice), Gabriela Kornacka (Hand Olimpic Club- Frankreich), Kinga Byzdra (SMS Gliwice), Karolina Siódmiak (LE Havre AC Handball- Frankreich), Izabela Duda (Storhamar Handball), Dagmara Kowalska (VfL Oldenburg), Karolina Kudlacz (HC Leipzig), Wioleta Serwa, Lucyna Wilamowska (beide AZS AWFiS Gdansk).

Kreis: Aleksandra Jacek (MKS Zaglebie Lubin), Ewa Damiecka (SPR Safo ICom Lublin) Marta Goraj (KU AZS Politechnika Koszalin).

Außen: Kaja Zaleczna, Agnieszka Jochymek (beide MKS Zaglebie Lubin), Hanna Strzalkowska, Kinga Polenz (beide MKS Piotrcovia Piotrków Tr.), Malgorzata Majerek (SPR Safo ICom Lublin).

Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


  
Kathrin Scholl gehört zum 24er-Kader, war aber in Paris für den DHB nicht dabei. (Foto: tok / DHB )

  
EURO 06: Emrichs 24er-Kader für Schweden steht / DHB / 07.11.2006

Auf dem Weg zur EURO 06 in Schweden hat Bundestrainer Armin Emrich einen weiteren formellen Schritt zurückgelegt. Am Dienstag meldete der Deutsche Handballbund dem europäischen Verband EHF einen 24er-Kader, aus dem Emrich sein Team für die Frauen-Europameisterschaft formieren kann. Mit welchem 16er-Aufgebot der 55-Jährige ins Turnier geht, das am 7. Dezember mit dem Vorrundenspiel gegen Polen beginnt, muss er allerdings erst einen Tag zuvor beim so genannten technischen Meeting festlegen. „Unser Mannschaftsgefüge steht, aber mit den jetzt benannten 24 Spielerinnen sind wir hoffentlich für alle Fälle gerüstet“, sagte Emrich.

Erfahrenste Spielerin ist Grit Jurack. Die 29-jährige Linkshänderin steht in Dänemark beim Champions-League-Sieger Viborg HK unter Vertrag, bestritt 214 Länderspiele und ist mit 1123 Toren deutsche Rekordtorschützin. Die Mannschaftsführerin gab bereits 1996 ihren Einstand im A-Team und war 1997 Dritte bei der WM im eigenen Land.

Im 24er-Kader steht auch die Leverkusener Torfrau Clara Woltering, die sich am 3. Oktober die Mittelhand gebrochen hatte. Die 23-Jährige hat vor wenigen Tagen wieder das Training aufgenommen. Die derzeit noch angeschlagene Linksaußen Nadine Härdter (Daumenbruch) nominierte Emrich ebenfalls.

Das 24er-Reglement, das 2004 in Ungarn zum ersten Mal galt, ermöglicht während des Turniers den Austausch von Spielerinnen zum Beispiel im Fall von Verletzungen. Nach der Vorrunde könnte Emrich zwei Wechsel vornehmen, nach der Hauptrunde bliebe ihm noch eine weitere Option.

Der deutsche 24er-Kader für die EURO 06 in Schweden:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen), Katja Schülke (Frankfurter HC), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier), Natalie Hagel (HSG Blomberg-Lippe)

Linksaußen: Silke Meier (DJK/MJC Trier), Nadine Härdter (Thüringer HC), Mandy Hering (Frankfurter HC)

Rückraum links: Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen), Angie Geschke (Frankfurter HC), Ania Rösler (1. FC Nürnberg), Michaela Seiffert (TSV Bayer 04 Leverkusen) Rückraum Mitte: Nina Wörz (Randers HK/Dänemark), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier)

Rückraum rechts: Grit Jurack (Viborg HK/Dänemark), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV), Nora Reiche (HC Leipzig), Susann Müller (HC Leipzig)

Rechtsaußen: Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen), Ulrike Stange (HC Leipzig)

Kreis: Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen), Anja Althaus (DJK/MJC Trier), Kathrin Scholl (VfL Oldenburg)

Quelle: 07.11.2006 - tok / http://deutscherhandballbund.de


Brasilien überzeugte beim Turnier in Holland – Österreich mit Achtungserfolg / handball-welt / 06.11.2006

Fünf Siege in fünft Spielen, schon allein das spricht eine deutliche Sprache. Die Südamerikanerinnen, im Vorjahr überraschend Siebte bei der Weltmeisterschaft in Rußland, haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich in der Weltspitze etabliert haben. Dabei sind nicht nur die Ergebnisse zu berücksichtigen. Die Art und Weise, wie die Frauen vom Zuckerhut Handball spielen, macht einfach Spaß. Schnell, viele Kombinationen, kreativ und trickreich. Dazu ist das Team auf allen Positionen doppelt stark besetzt, damit für den Gegner schwer auszurechnen. Dazu fehlen mit den beiden bei Hypo Niederösterreich unter Vertrag stehenden Spielerinnen Daniela Piedade und Alessandra do Nascimento noch zwei wichtige Spielerinnen.

Wie bereits in St. Petersburg bei der WM zu sehen war, gibt es keine absolut herausragende Spielerin. In jedem Spiel überzeugte eine andere Spielerin als Vorbereiterin oder Vollstreckerin. Dazu stehen mit der Leipzigerin Channa Masson (beste Torfrau des Turniers) und Jaqueline Santana zwei außergewöhnliche Torfrauen im Kasten. Die weitere Leipzigerin im Kader, Idalina Borges Mesquita, überzeugte ebenso wie die großen Rückraumspielerinnen Alina Dos Santos und Fabiana Carvalho Carneiro Diniz. Idalina Borges Mesquita war übrigens mit 31 Turniertreffern beste Torschützin ihrer Mannschaft.

Noch nicht überzeugend war der Auftritt der holländischen Nationalmannschaft. Getragen von einem phantastischen Publikum im Topsport Centrum in Rotterdam reichte es dennoch nur zu einem 5. Platz. Bondscoach Sjors Röttger mußte auf viele junge Spielerinnen zurückgreifen und gab ihnen auch sehr viele Spielanteile. Bis zur Europameisterschaft, bei der man an die überragende Leistung bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr (Platz 5) anknüpfen möchte, ist es noch ein langer Weg für das Oranje-Team. Bis dahin rechnet Sjors Röttger aber wieder mit Natasja Burgers und Pearl van der Wissel. Beide Topspielerinnen sind derzeit noch verletzt und werden von ihrer Mannschaft natürlich schmerzlich vermißt. Pearl van der Wissel gehörte immerhin zum All-Star-Team in St. Petersburg.

„Wir sind ein kleines Land und haben leider nicht so ein breites Spektrum an Spielerinnen wie andere Länder“, sagte Debbie Klijn, Torfrau beim Buxtehuder SV. Da machen sich solche Ausfälle nun einmal stark bemerkbar, noch dazu, weil mit Irina Pusic eine weitere Topspielerin bereits im ersten Turnierspiel verletzt ausscheiden mußte. „Es haben hier Spielerinnen ganz viel gespielt, die sonst selten so viele Spielanteile bekommen“, sagte Kapitän Diane Lamein nach dem Turnier. Und im Hinblick auf das deutliche Ergebnis gegen Brasilien sagte die Oldenburgerin: „Das Turnier war schon ganz schön anstrengend, am Ende fehlte auch die Kraft.“

Von Seiten der holländischen Nationalmannschaft hat man das diesjährige Turnier aber auch dazu genutzt, zwei verdiente Spielerinnen vor würdiger Kulisse zu verabschieden. Am Freitag wurde zunächst Elly-An de Boer, am Sonntag Olga Assink verabschiedet. Beide erhielten neben tollen Dankesworten von Bondscoach Sjors Röttger und dem Applaus des Publikums gerahmte Trikots mit ihren Nummern.

Österreichs Nationalmannschaft kann gestärkt aus Holland zurückkehren. Zwar steht nur ein Sieg (23:21 über die Niederlande) auf dem Papier, doch trat Nationaltrainer Herbert Müller fast ausschließlich mit österreichischen Nachwuchskräfen an. „Die jungen Spielerinnen haben einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Müller. „Im letzten Jahr haben wir solche Spiele noch mit 20 Toren verloren.“

Von den international erfahrenenen Kräften waren lediglich Simona Spiridon und ab dem dritten Turniertag Gabriella Rotis-Nagy dabei. „Natürlich hätte ich gerne einmal Lehrgänge, bei denen die Mannschaft komplett ist. Das wäre schon wichtig für die Vorbereitung auf die EM. Aber jede Medaille hat eine Kehrseite und so haben die jungen Spielerinnen die Chance, sich weiter zu entwickeln um die Lücken schließen zu können. Österreich hat üblicherweise nur sechs bis sieben wirklich gute internationale Spielerinnen, die erfahrungsgemäß in einem langen Turnier kräftemäßig abbauen. Die Pausen, die diese Spielerinnen brauchen, müssen dann die Jungen füllen. Und da sind wir auf einem guten Weg.“

Spiridon und Rotis-Nagy unterstützen in Rotterdam die Überraschung des Turniers, Katrin Engel. Die Nürnbergerin, üblicherweise auf Rechtsaußen eingesetzt, spielte auf der rechten Rückraumposition und führte bis kurz vor Turnierende sogar die Torschützenliste an. Erst im letzten Spiel wurde sie im direkten Duell von der Portugiesin Alexandria Barbosa mit nur einem Tor von der Spitze vertrieben. „Die Katrin hat ein großartiges Turnier gespielt“, freute sich Herbert Müller. „Ich finde, dass sie hier sogar die beste rechte Rückraumspielerin des Turniers ist. Überhaupt war ihre Entwicklung im vergangenen Jahr phantastisch. Wir haben eine Sperre im Kopf gelöst, sie ist selbstbewußt geworden und übernimmt Verantwortung. Sie ist Kapitän und führt die jungen Spielerinnen, das tut ihr und der Mannschaft gut.“ Für die EM kann Herbert Müller aber auch wieder auf altbekannte Kräfte wie Tanja Logvin und Sorina Teodorovic zurückgreifen, so dass die Mannschaft in Schweden sicher ganz anders auftreten wird. Eventuell ist bis dahin die Langzeitverletzte Steffi Ofenböck wieder mit an Bord.

Mit Island und Portugal traten zwei Mannschaften in Rotterdam an, mit denen in den nächsten Jahren zu rechnen sein dürfte. Beide unterlagen nur knapp in der Qualifikation für die EM in diesem Jahr, zeigten bei diesem Turnier aber durchaus ansprechende Leistungen. Während Portugal mit Alexandria Barbosa, Ana und Juliana Sousa drei überdurchschnittliche Rückraumspielerinnen aufzuweisen hat, welche hauptverantwortlich für das Spiel ihrer Mannschaft sind, setzt Island vor allem auf Schnelligkeit. Mit Berglind Hansdottir und Iris Simonardottir stehen zudem zwei gute Torhüterinnen im Kader. Wichtigste Spielerin im Team von Trainer Julius Jonasson ist aber die nimmermüde Antreiberin Hrafnhildur Skulardottir, die auch als Torschützin glänzt. Mit 26 Treffern war sie auch beste Werferin ihres Team. Portugal stellte mit Alexandra Barbosa nicht nur die beste Torschützin sondern auch die unbestritten beste Spielerin des Turniers.

Im Kader der tschechischen Auswahl stehen mit Simona Roubinkova (DJK/MJC Trier) und Alena Vojtiskova (FA Göppingen) derzeit zwei Spielerinnen, die in der Bundesliga unter Vertrag stehen. Alena Vojtiskova kam nur im ersten Spiel zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore. In den folgenden Spielen saß sie zwar auf der Bank, wurde aber nicht eingewechselt. Simona Roubinkova wurde während der letzten beiden Spiele aufgrund einer leichten Erkältung und einer kleinen Blessur am Knie sicherheitshalber geschont und verfolgte die Spiele von der Tribüne. Herausragende Spielerin bei den Tschechinnen war Linksaußen Martina Knytlova, die mit insgesamt 40 Treffern zur besten Werferin ihres Teams avancierte und zudem Platz 3 in der Gesamttorschützenliste erreichte.

1.) Brasilien 10 : 0
2.) Portugal 6 : 4
3.) Island 4 : 6
4.) Tschechien 4 : 6
5.) Niederlande 4 : 6
6.) Österreich 2 : 8


Quelle: 06.11.2006 - Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


  
Mangue Gonzalez (Foto: Lukasz Laskowski / www.3art.dl.pl )  
Spanien gewinnt Turnier in Polen / H.J. / 06.11.2006

Mit einem 30-16-Sieg im letzten Spiel des Schlesien-Pokals sicherte sich die Frauen-Nationalmannschaft von Spanien den Turniersieg gegen Gastgeber Polen. Für die Polinnen blieb damit nur der zweite Platz vor der Ukraine und Italien. Deutlicher als das Ergebnis war die Überlegenheit der Südeuropäerinnen, bei denen Fraile Celaya und Mangue Gonzalez mit jeweils 7 Treffern die erfolgreichsten Torschützinnen waren.

Während das spanische Team mit einer guten Leistung zeigte, dass sie voll im Zeitplan hinsichtlich der Vorbereitung zur Europameisterschaft in Schweden ist, lief es bei den Mannschaften von Polen und der Ukraine nicht ganz so gut.

Gar nicht nach Plan war die personelle Situation, die sich dem neuen polnischen Nationaltrainer Zenon Lakomy darbot. Lakomy, der am letzten Freitag zum ersten Mal als Trainer der Nationalmannschaft auf der Bank saß, musste gleich auf mehrere Spielerinnen verzichten. Von den fünf im Ausland aktiven, eingeladenen Spielerinnen waren nur zwei erschienen. Dazu kam noch, dass sich eine von ihnen, nämlich Karolina Kudlacz im Training vor dem Turnier verletzte.

Bis zur Europameisterschaft in einem Monat muss der polnische Trainer noch seine Idealformation finden.
Optimistisch äußerte sich der Trainer der spanischen Nationalmannschaft Moguel Aniel Florydo Martinez, der bei der EM in Schweden eine bessere Platzierung als den achten Platz 2004 in Ungarn erreichen möchte.

05.11.2006
Polen - Spanien 26 : 30 (11 : 16)
Ukraine - Italien 32 : 17 (13 : 7)

04.11.2006
Italien - Spanien 16 : 38 (9 : 15)
Polen - Ukraine 23 : 21 (11 : 10)

03.11.2006
Spanien - Ukraine 25 : 17 (13 : 9)
Polen - Italien 37 : 12 (21 : 9)

Platz / Team / Tore / Punkte
1. Spanien +34 6
2. Polen +23 4
3. Ukraine +5 2
4. Italien -62 0

Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


Vier-Nationen-Turnier in Paris: Überragender 31:23-Erfolg gegen Olympiasieger Dänemark sichert DHB-Frauen Platz zwei / 100. Länderspiel von Torfrau Sabine Englert

Was für ein Abschluss der ersten Phase auf dem Weg zur EURO 06: In Paris schlug die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Sonntag den dreimaligen Olympiasieger Dänemark mit 31:23 (17:8) und belegte hinter dem ungeschlagenen Europameister Norwegen, aber vor Dänemark und Gastgeber Frankreich Rang zwei. Herausragende Spielerin waren neben Torfrau Alexandra Gräfer die Top-Werferinnen Nadine Krause (9) und Grit Jurack.

„Mit unserer Spielanlage, Spielidee und einem guten Teamgeist sind wir auf dem richtigen Weg. Und dieser Sieg gegen Dänemark war wichtig für die Psyche“, sagte Bundestrainer Armin Emrich mit Blick auf die Europameisterschaft in Schweden (7. bis 17. Dezember). „Wir wissen, dass wir auch solche Mmannnschaften schlagen können.“ Im letzten Jahr hatte sich das Team ebenfalls in Paris mit einem 24:23-Erfolg gegen Norwegen entscheidenden Schwung für Platz sechs bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg geholt.

Diesmal glänzte die DHB-Auswahl nach der Auftaktniederlage gegen Norwegen (26:29) und dem bereits überzeugenden Spiel gegen Frankreich (32:29) gegen Dänemark vor allem im über weite Strecken brillanten ersten Durchgang. „Das war eine der besten Halbzeiten, die ich jemals von unserer Mannschaft gesehen habe“, sagte Reiner Witte, DHB-Vizepräsident Recht und Delegationsleiter.

Der letzte Erfolg gegen Dänemark hatte vor dem Vergleich in Paris bereits fünf Jahre zurückgelegen. Am 11. November 2001 gewann Deutschland in Randers mit 26:25. In der Gesamtbilanz stehen nach 85 Spielen 33 Siege, 8 Unentschieden und 44 Niederlagen mit 1462:1519 Toren zu Buche.

Auf dem Weg zur EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) bestreitet die DHB-Auswahl noch fünf Testspiele. Einem Turnier in Norwegen mit Spielen gegen den Gastgeber, Weltmeister Russland und Frankreich (24. bis 26. November) folgen zwei Partien gegen Spanien (1. Dezember, 19 Uhr in Darmstadt und 2. Dezember, 16 Uhr in Elsenfeld).

Im Match gegen Dänemark starteten Torfrau Alexandra Gräfer sowie Stefanie Melbeck (RA), Grit Jurack (RR), Nina Wörz (RM), Nadine Krause (RL), Katharina Schulz (LA) und Anja Althaus (K). Gegen die effektive 5:1-Abwehr und die bestens aufgelegte Alexandra Gräfer führte Dänemark zum letzten Mal nach vier Minuten mit 2:1. Danach bestimmte die deutsche Mannschaft das Geschehen und stellte den Gegner vor unlösbare Aufgaben. „Wir haben Dänemark heute in einer schlechten Tagesform erwischt. Diesen Erfolg dürfen wir nicht überbewerten. Dass wir zwei Punkte geholt haben, ist die entscheidende Aussage“, sagte Emrich. „Wir haben eigene Stärken in Abwehr und Angriff gezeigt. Dieses Turnier war auch wertvoll für die Mannschaft, weil sich die Last auf viele Schultern verteilt.“

Bereits in der elften Minute schied Linkshänderin Stefanie Melbeck verletzt aus. Mannschaftsarzt Dr. Stephan Brune gab jedoch schnell Entwarnung: „Steffi ist mit dem rechten Fuß umgeknickt und hätte weiterspielen können, doch dazu gab es keinen Anlass. Nächste Woche sollte sie wieder voll einsatzfähig sein.“

Sabine Englert, die nach 45 Minuten für die überragende Alexandra Gräfer kam, bestritt gegen Dänemark ihr 100. Länderspiel. Die 25-jährige Torfrau des TSV Bayer 04 Leverkusen hatte ihren Einstand am 23. März 2001 in Neubrandenburg ebenfalls gegen Dänemark gegeben. Vor dem Anpfiff hatte DHB-Vizepräsident Reiner Witte die Jubilarin geehrt.

Weitere Stimmen:

Nadine Krause: „Wir haben gut begonnen, eine starke erste Halbzeit gespielt und zum Glück nicht nachgelassen. Gegen Norwegen hat man noch gemerkt, dass wir lange nicht zusammengespielt haben. Dieses Turnier war ein guter Einstieg auf dem Weg zur EURO. Darauf lässt sich aufbauen. Die einfachen Fehler, mit denen wir uns selbst das Leben schwer machen, müssen allerdings noch weg.“

Nina Wörz: „Es war sehr überraschend, dass es vor allem in der ersten Halbzeit so gut für uns lief. Dänemark hatte allerdings schon stärkere Mannschaften. Wir arbeiten jetzt fast seit zwei Jahren mit Emma – man sieht, dass wir uns kontinuierlich steigern.“

Grit Jurack: „Das war schon schön. Vom Fast-Remis gegen Norwegen haben wir uns zu einem überragenden Sieg gegen Dänemark gesteigert. Und wer hat schon mal mit zehn Toren gegen Dänemark geführt? Das war heute einfach mal sensationell. Bis zur EURO müssen wir unser Spiel festigen, im Abschluss sicherer werden und an unserem Konter arbeiten.“

Deutschland – Dänemark 31:23 (17:7)

Deutschland: Englert, Gräfer; Jurack (7), Geschke, Wörz (1), Müller, Reiche (4), Loerper (1), Krause (9), Schulz (1), Neukamp (2), Baumbach (2), Melbeck, Althaus (4)

Dänemark: Bager Due, Schmidt; Skov (1), Ronde Mikkelsen, Nielsen (1), Sjøberg, Dalgaard (5), Svalastog (2), Bonde Christensen (4), Fruelund (4/1), Thomsen, Kristensen (2), Troelsen (1), Kviesgaard (3)

Schiedsrichterinnen: Borroti/Marcet (Frankreich) – Zuschauer: 1500. – Siebenmeter: 2/0:x/x (Jurack scheitert an Bager Due, Loerper an die Latte – Fruelund übers Tor). – Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Baumbach/zwei, Loerper, Schulz, Althaus – Skov, Ronde Mikkelsen, Thomsen, Kristensen, Bank).

Das Pariser Vier-Nationen-Turnier im Überblick:

Freitag, 3. November:
Deutschland – Norwegen 26:29 (13:16)
Frankreich – Dänemark 18:20 (8:7)

Samstag, 4. November:
Frankreich – Deutschland 29:32 (13:14)
Dänemark – Norwegen 26:22 (9:13)

Sonntag, 5. November:
Dänemark – Deutschland 23:31 (7:17)
Frankreich – Norwegen 22:26 (11:12)


Tabelle:
1. Norwegen
2. Deutschland
3. Dänemark
4. Frankreich


Quelle: tok / http://deutscherhandballbund.de


Spanien gewinnt Schlesien-Pokal / H.J./ 05.11.2006

Das entscheidende Spiel um den ersten Platz des Schlesien-Pokals zwischen Gastgeber Polen und Spanien konnten die Spanierinnen mit 30 : 26 für sich entscheiden. Schon nach der ersten Halbzeit führten die Südeuropäerinnen mit 16 : 11.
Das erste Spiel des Tages konnte die Mannschaft aus der Ukraine klar gegen Italien mit 31 : 17 gewinnen.


Polen - Spanien 26 : 30 (11 : 16)

Polen: Sadowska, Wasiuk, Kubisztal: Jacek 4, Malczewska, Zaleczna, Niedzwidz-Cecotka 5, Jochymek, Serwa 2, Polenz 4, Byzdra, Pielesz 3, Wypych 7, Majerek 1.

Spanien: Gonzalez Ramis, Elejaga Vargas: Pinedo Saenz, Box Alonso 3, Mangue Gonzalez 7, Aguilar Diaz 1, Lopez Quiros 3 (1x2), Fraile Celaya 7, Alonso Bernardo 2, Fernadez Molinos 4, Oncina Moreno 3.


Ukraine - Italien 32 : 17 (13 : 7)

Ukraine: Tymoshenkova - Kuprichenkova 2, Sheenko 1, Kuzmina 2, Layuk 3, Sokol 1, Travyan 4, Tsygitsa 4, Tovlin 3, Turkalo, Skunziak, Lyapina 4, Snopowa 1, Shymkute 5, Rachuba 2.

Italien: Morreale, Carini - Colombo 1, Barani 4, Trulli.E 1, Pagliei 3, Trulli.M, Onnis 1, Giannoccaro 2, Furlanetto 1, Perisco, Lampis, Fornari 3, Ganca 1.

Platz / Team / Tore / Punkte
1. Spanien +34 6
2. Polen +23 4
3. Ukraine +5 2
4. Italien -62 0

Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


Vier-Nationen-Turnier in Paris: 32:29-Erfolg gegen Frankreich / Emrich: „Dieser Sieg war ungemein wichtig für die Moral“ / DHB / 04.11.2006

2000 Zuschauer im Stade Georges Carpentier schrien ihr Team nach vorn, doch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft behielt kühlen Kopf: Mit 32:29 (14:13) schlug die DHB-Auswahl am Samstag in Paris Gastgeber Frankreich. Nadine Krause (8/1) und Torfrau Katja Schülke mit ihrem ersten Einsatz über die volle Distanz waren die herausragenden Spielerinnen in einem starken Kollektiv, das die Aufholjagd des Weltmeisters von 2003 erfolgreich abwehrte. „Dieser Sieg war ungemein wichtig für die Moral. Jetzt sind wir für alles gut“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. Am Vortag hatte der Fünfte der EM 2004 noch eine 26:29-Niederlage gegen Europameister Norwegen hinnehmen müssen.

Norwegen schlug Dänemark in der zweiten Partie des Samstags mit 26:22 (13:9) und sicherte sich vorzeitig den Gesamtsieg. Im dritten und letzten Spiel des Testturniers trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag um 15 Uhr auf den dreimaligen Olympiasieger Dänemark und kann sich bereits mit einem Remis den zweiten Platz sichern.

Auf dem Weg zur EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) bestreitet die DHB-Auswahl nach Paris noch fünf Testspiele. Einem Turnier in Norwegen (24. bis 26. November) folgen zwei Partien gegen Spanien (1. Dezember, 19 Uhr in Darmstadt und 2. Dezember, 16 Uhr in Elsenfeld).

Neben Linksaußen Katharina Schulz pausierten gegen Frankreich auch Torfrau Sabine Englert und Angie Geschke. Emrich begann die Partie im Tor mit Katja Schülke sowie Stefanie Melbeck (RA), Grit Jurack (RR), Maren Baumbach (RM), Nadine Krause (RL), Silke Meier (LA) und Anja Althaus (K). Ein nahezu perfekter Start (6:2 (10.) zwang Frankreichs Trainer Olivier Krumbholz zu einer frühen Auszeit.

Obwohl Sophie Herbrecht auf 5:7 verkürzte und das Publikum die französische Mannschaft frenetisch puschte, gelangen dem DHB-Team immer wieder Big-Points. Selbst der 14:14-Ausgleich durch Rechtsaußen Stephanie Cano sorgte nicht für Unruhe: Kreisläuferin Anne Müller und Grit Jurack mit einem Gegenstoß in Unterzahl konterten erfolgreich. Dass die 24:18-Führung nach 42 Minuten wieder schmolz, lag auch an zahlreichen Wechseln. „Wir haben noch nicht den nötigen Spielrhythmus, aber das“, sagte Emrich, „das ist für mich eine Frage der Zeit und der Wiederholungen unter richtigen Wettkampfbedingungen wie in Paris.“

Als Frankreich nach Fehlwürfen von Maren Baumbach und Grit Jurack kurz vor Schluss auf 29:30 herangekommen war, setzten Nadine Krause mit einem Doppelschlag und Katja Schülke mit einer weiteren Top-Parade die entscheidenden Akzente. Emrich: „Das Gefüge der Mannschaft wächst für die einzelnen Typen immer weiter zusammen.“

Weitere Stimmen:

Grit Jurack: „Frankreich hat sich herangekämpft, aber wir haben trotzdem gewonnen. Das ist nach unserer vergeblichen Aufholjagd gegen Norwegen um so schöner. Katja Schülke hat super gehalten, die Abwehr war gut. Wir haben nicht so langsam und abwartend gespielt, sondern ordentlich Tempo im Spiel gehalten.“

Anja Althaus: „Ein paar Fehlpässe haben uns in Bedrängnis gebracht, aber diesmal haben wir den Kopf oben behalten, konzentriert gespielt und unsere Chancen genutzt. Schülki hat super gehalten – ich freue mich für sie.“

Katja Schülke: „Ich fand es schön, bis auf die Zeitstrafe das ganze Spiel im Tor gestanden zu haben. Ich wollte zeigen, dass ich meine Leistungen aus der Liga auch international bestätigen kann. Das ist mir ganz gut gelungen. Unsere Abwehr hat gut gestanden, und wir konnten selbst einige Konter laufen. Das war ein deutlicher Fortschritt, obwohl Frankreich ein ganz anderer Gegner als Norwegen war.“

Deutschland – Frankreich 32 : 29 (14:13)

Deutschland: Gräfer, Schülke; Jurack (7), Rösler, Wörz (2), Müller (2), Reiche (2/2), Loerper (1), Krause (8/1), Neukamp, Meier (1), Baumbach (3), Melbeck (4), Althaus (2)

Frankreich: Nicolas, Leynaud; Lambert (4), Pecqueux-Rolland, Herbrecht (5/2), Cano (4), Wendling (2), Jacquinot, Fiossonangaye (2), Dembele (4), Vanparys Torres (4), Tervel (3), Pijeos (1), Faust

Schiedsrichterinnen: Forstrom/Mitrunem (Finnland) – Zuschauer: 2000. – Siebenmeter: 3/:3/2 (Herbrecht an den Pfosten). – Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Schülke, Krause, Loerper, Wörz – Wendling, Cano).

Freitag, 3. November:
Deutschland – Norwegen 26:29 (13:16)
Frankreich – Dänemark 18:20 (8:7)

Samstag, 4. November:
Frankreich – Deutschland 29:32 (13:14)
Dänemark – Norwegen 26:22 (9:13)

Quelle : 04.11.2006 - tok / http://deutscherhandballbund.de


Polen und Spanien kämpfen um den Turniersieg / H.J. / 04.11.2006
Zu einem Endspiel um den Schlesien-Pokal kommt es morgen zwischen Polen und Spanien. Nachdem die Mannschaft aus Spanien heute klar mit 38:16 gegen Italien das Spiel für sich entscheiden konnte, zog Gastgeber Polen nach und besiegte die Ukraine knapp mit 23:21.

Polen - Ukraine 23 : 21 (11 : 10)

Polen: Kubisztal, Sadowska - Jacek 1, Malczewska 3, Zaleczna, Niedzwiedz-Cecotka 2, Jochymek 1, Duda 5, Polenz 7, Byzdra, Pielesz 2, Wypych 2.

Ukraine: Tymoszenko - Kuprichenkov 1, Sheenko 3, Kuzmna, Layuk 1, Sokol 4, Borschenko, Tsygitsa 6, Tovlin 1, Turkalo, Skunziak, Lyapina 4, Snopova, Rakhuba , Shymkute 1.


04.11.2006
Italien - Spanien 16 : 38 (9 : 15)
Polen - Ukraine 23 : 21 (11 : 10)

03.11.2006
Spanien - Ukraine 25 : 17 (13 : 9)
Polen - Italien 37 : 12 (21 : 9)


Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


Vier-Nationen-Turnier in Paris: 26:29 gegen Europameister Norwegen – DHB-Frauen fehlt Fortune bei Aufholjagd / DHB / 03.11.2006

Wären nur die ersten 20 Minuten nicht gewesen... Ein schwacher Start gegen Norwegen kostete die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gegen Norwegen einen möglichen Erfolg. Zum Auftakt des Vier-Länder-Turniers musste sich die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich dem Europameister am Freitag vor 2000 Zuschauern mit 26:29 (13:16) geschlagen geben, hatte aber bereits mit sieben Toren zurückgelegen. In der zweiten Partie schlug Olympiasieger Dänemark Gastgeber Frankreich mit 20:18 (7:8). Deutschland spielt am Samstag gegen Frankreich und zum Abschluss einen Tag darauf gegen Dänemark. Beide Partien beginnen in der Halle Carpentier jeweils um 15 Uhr.

„Wir haben Norwegen durch unsere eigenen Fehler im Angriff stark gemacht, aber unsere Mannschaft ist auf der Bank inzwischen mit besseren Alternativen ausgestattet. Jetzt“, sagte Emrich, „jetzt müssen wir allerdings noch unseren Rhythmus finden.“ Beide Mannschaften treffen bei der EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) erneut aufeinander.

Den ersten Test der EM-Vorbereitung, bei dem bis auf die verletzten Clara Woltering und Nadine Härdter erstmals alle Spielerinnen mitwirken konnten, begann Emrich mit folgender Startformation: Vor Torfrau Sabine Englert agierten Stefanie Melbeck (RA), Grit Jurack (RR), Nadine Krause (RL), Silke Meier (LA) und Anne Müller (K) mit Nina Wörz (RM) als Spitze in einer 5:1-Formation. Bereits nach 7:10 Minuten musste Emrich jedoch angesichts eines verschlafenen Starts und des daraus resultierenden 1:6-Rückstands die grüne Karte legen.

Die Auszeit zeigte erst mit Verzögerung Wirkung. Maren Baumbach setzte als neue Mittelfrau zahlreiche Impulse. Der mit zunehmender Spieldauer stärker werdenden Sabine Englert gelangen im Verbund mit der Abwehr mehr und mehr starke Paraden. Maren Baumbach und Anna Loerper, die als Linksaußen starke Szenen hatte, mit einem Doppelschlag sorgten nach 55 Minuten für den 25:25-Ausgleich.

Trotz eines von Sabine Englert gehaltenen Siebenmeters gegen die Leipzigerin Else-Marthe Sørlie Lybekk war dem DHB-Team nur noch das 26:26 durch Nadine Krause vergönnt. Die erneute Führung Norwegens durch Kari Mette Johansen konnte das deutsche Team nicht mehr kontern. Reiner Witte, Vizepräsident Recht des Deutschen Handballbundes und Delegationsleiter, zog dennoch ein positives Fazit der diesmal noch erfolglosen Aufholjagd: „Diese Mannschaft hat wieder Charakter gezeigt.“

Weitere Stimmen:

Stefanie Melbeck: „Schade. Dieses Spiel haben wir durch eigene Fehler verloren. In der organisierten Abwehr haben wir sehr gut gestanden. Wir müssen die norwegischen Gegenstöße unterbinden. Dann haben wir gute Chancen. Diesmal waren die Norwegerinnen die Glücklicheren.“

Sabine Englert: „Wir haben schlecht begonnen und uns blöde Fehler geleistet. Aber wir sind eine Mannschaft, halten zusammen und können uns herankämpfen. Das ist ausbaufähig.“

Nadine Krause: „Das war ein Wechselbad der Gefühle. Wir haben schlecht geworfen und Norwegen damit zu Gegenstößen eingeladen. Aber wir haben auch gesehen, dass wir wiederkommen können. Wir müssen nur unsere Chancen konsequent nutzen. Aus diesem Spiel müssen wir das Positive herausziehen und aus den negativen Dingen lernen.“

Deutschland – Norwegen 26 : 29 (13 : 16)

Deutschland: Englert, Schülke; Jurack(2/2), Geschke, Wörz, Müller (2), Reiche, Loerper (2), Krause (9/3), Neukamp (3), Meier (1), Baumbach (5), Melbeck (1), Althaus (1)

Norwegen: Pedersen, Katrine Lunde; Hovind, Nyberg (1), Aamodt (4), Snorrøggen, Sørlie Lybekk(4), Nostvold (1), Dyrhe Breivang (1), Kristine Lunde (3), Hammerseng (4), Johansen (4), Hilmo, Riegelhuth (7/2)

Schiedsrichter: Glorieux/Borrotti (Frankreich) – Zuschauer: 2000. – Siebenmeter: 6/5:4/2 (Krause scheitert an Katrine Lunde – Englert hält gegen Rieglhuth und Sørlie Lybekk). Zeitstrafen: 10:14 Minuten (Jurack, Wörz, Neukamp, Baumbach, Althaus – Hilmo/zwei, Nyberg, Sørlie Lybekk, Kristine Lunde, Hammerseng, Riegelhuth).

Freitag, 3. November:
Deutschland – Norwegen 26:29 (13:16)
Frankreich – Dänemark 18:20 (8:7)

Quelle : 03.11.2006 - tok / http://deutscherhandballbund.de


    
  Zenon Lakomy (Foto: Lukasz Laskowski / www.3art.dl.pl )  
Polinnen gewinnen gegen Italien, Spanien siegt gegen Ukraine

Von den fünf im Ausland spielenden polnischen Nationalspielerinnen waren nur zwei, Izabela Duda und Karolina Kudlacz, zum Turnier nach Schlesien angereist.
Es fehlten Karolina Siódmiak, Gabriela Kornacka und Dagmara Kowalska. Dazu kam, dass sich Karolina Kudlacz im Training verletzte und voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen wird. Ein Einsatz bei der EM ist damit fraglich. Nachnominiert wurde Malgorzata Majerek vom polnischen Meister SPR Lublin. Trotz der miserablen personellen Situation schaffte die Mannschaft von Zenon Lakomy einen 37:12-Sieg gegen Italien.

    
  Karolina Kudlacz verletzte sich im Training.
  
Polen - Italien 37 : 12 (21 : 9)

Polen: Kubisztal, Sadowska, Wasiuk – Niedzwiedz-Cecotka 6, Zaleczna 5, Malczewska 4, Duda 4, Byzdra 3, Pielesz 3, Majerek 3, Jochymek 3, Mielczewska 2, Polenz 2, Jacek 1, Serwa 1.

Italien: Porini, Morreale, Carini – Giona, Colombo, Barani 4, Trulli.E 2, Pagliei, Trulli.M, Onnis, Giannoccaro, Furlanetto, Perisco 1, Lampis 4, Fornari 1, Ganca.

Spanien - Ukraine 25 : 17 (13 : 9)

Spanien: Elejaga Vargas, Navarro Gimenez, Pinedo Saenz 3, Fernandez Ibanez 1, Rubio Ponce, Box Alonso 3, Castro Ramirez 2, Mangue Gonzales, Aguilar Diaz 1, Lopez Quiros 1, Fraile Celaya 2, Benzal Andaloussi, Alonso Bernardo 3, Fernandez Molinos 2, Oncina Moreno 7.

Ukraine: Tymoshenkova, Tamilovych – Kuprichenkova 2, Sheenko 2, Kuzmina, Layuk 1, Sokol 1, Borschenko 1, Travyan 2, Tsygitsa, Tovlin 1, Turkalo 2, Skunziak, Lyapina 3, Snopova, Shymkute 2.

Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


    
  Dagmara Kowalska soll am Wochenende für die polnische Nationalmannschaft aktiv sein.
  
Polinnen testen gegen Spanien, Ukraine und Italien
/ H.J. / 02.11.2006

Während sich die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes in Paris gegen Norwegen, Frankreich und Dänemark auf die EM 2006 vorbereitet, misst sich Deutschlands Auftaktgegner Polen beim Schlesien Pokal im eigenen Land mit den EM-Teilnehmern Ukraine und Spanien sowie der italienischen Nationalmannschaft.

Zum ersten Mal als Trainer der polnischen Frauen-Nationalmannschaft wird Zenon Lakomy auf der Bank sitzen. Nach Zygfryd Kuchta und Jerzy Cieplinski ist Zenon Lakomy bereits der dritte Trainer in diesem Jahr, der für das polnische Auswahlteam zuständig ist.
Zenon Lakomy ist 55 Jahre alt. Zuletzt hat er die Juniorinnen des polnischen Handballbundes betreut. Von 1979 bis 1985 trainierte er die Frauenmannschaft von Pogon Stettin, mit der er 1983 polnischer Meister wurde.

Danach übernahm er in Polen die Männermannschaften von Pogon Stettin, Orlen Plock, Chrobry Glogow und Zaglebie Lubin. Von 1986 bis 1990 hat er die polnische Männernationalmannschaft betreut, mit der er 1990 den elften Platz bei der WM in der Tschechoslowakei erreicht hat. In Deutschland war er als Trainer für Minden und den TuS Luebbecke aktiv.

Auf Lakomy wartet gleich eine schwere Aufgabe. Die Vorbereitung auf die EM fängt für Polen eigentlich erst mit dem Schlesien-Pokal an. Das Turnier wird in den drei Städten Chorzow, Ruda Slaska und Myslowice ausgetragen.

Vom polnischen Meister SPR Safo ICom Lublin, zur Zeit Dritter in der Tabelle, wurde für das Turnier nur noch eine Spielerin, nämlich Dorota Malczewska berücksichtig. Die erfolgreichste Torschützin für Polen bei der letzten WM in St. Peterburg Sabina Wlodek aus Lublin fällt wegen Rückenprobleme mehrere Monate aus.

Jeweils 4 Spielerinnen kommen vom Tabellenersten Piotrocovia, vom Tabellenzweiten Lubin und vom Tabellenfünften Gdansk.

5 Legionärinnen, darunter auch Karolina Kudlacz vom HC Leipzig und Dagmara Kowalska vom VfL Oldenburg, wurden zum Turnier eingeladen.
Marzena Kot, Agniezka Wolska und Emilia Rogucka vom Frankfurter HC, die zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehören, standen wegen Verletzungen gar nicht erst zur Diskussion.

Turnierplan:
03.11.2006 Ruda Slaska
16.00 - Spanien - Ukraine
18.15 - Polen - Italien

04.11.2006 Myslowice
16.00 - Italien - Spanien
18.00 - Polen - Ukraine

05.11.2006 Chorzow
10.00 - Ukraine - Italien
12.00 - Polen – Spanien


Mannschaft:
Tor:
Sabina Kubisztal (MKS Zaglebie Lubin 1981/176)
Krystyna Wasiuk (KS AZS AWF Katowice 1973/177)
Malgorzata Sadowska (AZS AWFiS Gdansk 1983/176)

Rückraum:
Wioleta Serwa (AZS AWFiS Gdansk 1982/171)
Daria Boltromiuk (AZS AWFiS Gdansk 1983/181)
Agata Wypych (MKS Piotrcovia Piotrków Tr. 1980/171)
Iwona Niedzwiedz-Cecotka (MKS Piotrcovia Piotrków Tr. 1979/176)
Dorota Malczewska (SPR Safo ICom Lublin 1981/174)
Dagmara Kowalska (VfL Oldenburg 1976/181)
Karolina Kudlacz (HC Leipzig 1985/175)
Izabela Duda (Storhamar Handball 1979/178)
Karolina Siódmiak (LE Havre AC Handball 1981/178)
Gabriela Kornacka (Hand Olimpic Club 1984/185)
Kinga Byzdra (SMS ZPRP Gliwice 1989/184)
Klaudia Pielesz (SMS ZPRP Gliwice 1988/190)

Außen:
Kaja Zaleczna (MKS Zaglebie Lubin 1981/172)
Agnieszka Jochymek (MKS Zaglebie Lubin 1985/165)
Hanna Strzalkowska (MKS Piotrcovia Piotrków Tr. 1982/178)
Kinga Polenz (MKS Piotrcovia Piotrków Tr. 1982/169)

Kreis:
Aleksandra Mielczewska (AZS AWFiS Gdansk 1989/176)
Aleksandra Jacek (MKS Zaglebie Lubin 1983/176)

Trainer: Zenon Lakomy

Quelle auch: http://www.me06.sportowefakty.pl/


Terminplan auf dem Weg zur Euro 2006 steht / DHB / 02.11.2006

Acht Partien bleiben Bundestrainer Armin Emrich noch, um die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes für die EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) auf Touren zu bringen. Nach den hochklassig besetzten Turnieren in Paris am kommenden Wochenende sowie in Norwegen (24. bis 26. November) wird sich die DHB-Auswahl noch zweimal ihrem Publikum präsentieren. In Darmstadt und Elsenfeld steigen gegen Spanien, den WM-Fünften von 2003, am 1. und 2. Dezember die letzten Tests.

„Unsere Gegner in den Freundschaftsspielen sind allesamt absolut hochkarätig“, sagt Emrich. „Und dass wir uns mit Spielen gegen Spanien in Darmstadt und Elsenfeld von unserem Publikum gen Schweden verabschieden können, wird uns für die EURO weiteren Schwung geben.“ Nach einem viertägigen Lehrgang in der Sportschule Hennef fliegt der DHB-Tross am Donnerstag von Köln nach Paris. Dort stehen Spiele gegen Europameister Norwegen, Gastgeber Frankreich und Olympiasieger Dänemark auf dem Programm.

In der Vorrunde der Europameisterschaft misst sich Deutschland in Göteborg mit Polen (7. Dezember, 17 Uhr), Slowenien (8. Dezember, 17) und Norwegen (10. Dezember, 16.30 Uhr). Alle Spiele werden im Deutschen SportFernsehen live übertragen.

Die EURO-Vorbereitung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Überblick:

Vier-Länder-Turnier in Paris/Frankreich

Freitag, 3. November:
18.30 Uhr: Deutschland – Norwegen
20.30 Uhr: Frankreich – Dänemark

Samstag, 4. November:
15.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
17.00 Uhr: Dänemark – Norwegen

Sonntag, 5. November:
15.00 Uhr: Dänemark – Deutschland
17.30 Uhr: Frankreich – Norwegen


Vier-Länder-Turnier in Norwegen:

Freitag, 24. November, in Hamar:
17.00 Uhr: Deutschland – Russland
19.00 Uhr: Norwegen – Frankreich

Samstag, 25. November, in Gjøvik:
16.15 Uhr: Norwegen – Deutschland
18.15 Uhr: Frankreich – Russland

Sonntag, 26. November, in Lillehammer:
17.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
19.00 Uhr: Norwegen – Russland


Testspiele in Darmstadt und Elsenfeld:

Freitag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, in Darmstadt:
Deutschland – Spanien

Samstag, 2. Dezember, 16 Uhr, in Elsenfeld:
Deutschland – Spanien


Quelle: Tim Oliver Kalle / Deutscher Handballbund / http://www.dhb.de


  Kathrin Scholl  
  Kathrin Scholl gehört zum erweiterten Kader des DHB-Teams. (Foto: tok )
  
Frauen-Nationalmannschaft: Aufgebot für Lehrgang in Hennef / Turnier in Paris als erster Härtetest vor der EURO 06 / DHB / 20.10.2006

Dänemark, Europameister Norwegen und WM-Gastgeber Frankreich: Bessere Testgegner könnte die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes auf dem Weg zur EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember) nicht bekommen. „Das Vier-Länder-Turnier in Paris ist eine absolut hochkarätige Möglichkeit, um uns für die EURO einzuspielen. Danach werden wir genau wissen, woran wir noch arbeiten müssen“, sagt Bundestrainer Armin Emrich. Die Spiele in der Halle Carpentier werden vom 3. bis zum 5. November ausgetragen. Bei der EURO zählt neben Polen und Slowenien auch Norwegen zu den deutschen Vorrundengegnern.

Das DHB-Team wird sich ab Montag, 30. Oktober, mit einem Lehrgang in der Sportschule Hennef auf das Turnier vorbereiten. Zum ersten Mal seit der Weltmeisterschaft in St. Petersburg konnte Emrich dafür seinen Kader fast vollständig nach Wunsch nominieren. Im Aufgebot stehen nach den mit einer jungen Auswahl bestrittenen Länderspielen gegen die Niederlande (28:23 und 28:27) die in Dänemark beschäftigten Nina Wörz (Randers HK) und Grit Jurack (Viborg HK) sowie die zuletzt im Europapokal geforderten Spielerinnen aus Trier, Frankfurt/Oder und Leipzig. Lediglich Torfrau Clara Woltering muss nach ihrem Mittelhandbruch passen.

Vor einem Jahr eröffneten die DHB-Frauen mit dem Turnier in Paris die WM-Vorbereitung. Nach einem 20:20 gegen Frankreich und einer 25:29-Niederlage gegen Dänemark gab es einen überraschenden 24:23-Erfolg gegen Norwegen. Damals präsentierte die Mannschaft zum ersten Mal die neue 5:1-Abwehr, die sich zu einer Top-Variante auf dem Weg zu Platz 6 bei der WM in St. Petersburg entwickelte. „Paris war für uns ein Meilenstein“, sagt Emrich.

In der Metropole könnte Torfrau Sabine Englert (Foto) ihr 100. Länderspiel bestreiten. Die 24-jährige Leverkusenerin debütierte am 23. März 2001 in Neubrandenburg gegen Dänemark. Vor das Jubiläum wird jedoch vor allem Andreas Thiel noch jede Menge Schweiß setzen: Der Bundestorwarttrainer kommt am Montag und Dienstag nach Hennef, um Englert, Alexandra Gräfer, Katja Schülke und Natalie Hagel mit einigen Spezialeinheiten zu fordern.

Das Aufgebot für den Lehrgang in Hennef:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 98 Länderspiele/2 Tore), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier, 53/0), Katja Schülke (Frankfurter HC, 3/0) – Reserve: Natalie Hagel (HSG Blomberg-Lippe, 2/0)

Linksaußen: Nadine Härdter (Thüringer HC, 87/22), Silke Meier (DJK/MJC Trier, 34/33) – Reserve: Mandy Hering (Frankfurter HC, 5/3)

Rückraum links: Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen, 94/339), Angie Geschke (Frankfurter HC, 5/11), Ania Rösler (1. FC Nürnberg, 2/6) – Reserve: Michaela Seiffert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 3/5)

Rückraum Mitte: Nina Wörz (Randers HK/DEN, 81/159), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier, 66/165), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 26/40)

Rückraum rechts: Grit Jurack (Viborg HK/DEN, 211/1097), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV, 129/276), Nora Reiche (HC Leipzig, 31/55) – Reserve: Julia Jurack (Thüringer HC, 1/1)

Rechtsaußen: Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen, 39/63) – Reserve: Ulrike Stange (HC Leipzig, 6/11)

Kreis: Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 32/37), Anja Althaus (DJK/MJC Trier, 87/152) – Reserve: Kathrin Scholl (VfL Oldenburg, 5/1)

Vier-Länder-Turnier in Paris/Frankreich

Freitag, 3. November:
18.30 Uhr: Deutschland – Norwegen
20.30 Uhr: Frankreich – Dänemark
Samstag, 4. November:
15.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
17.00 Uhr: Dänemark – Norwegen
Sonntag, 5. November:
15.00 Uhr: Dänemark – Deutschland
17.30 Uhr: Frankreich – Norwegen
Text und Foto: tok

Quelle: Tim Oliver Kalle / Deutscher Handballbund / http://www.dhb.de


    
  Kathrin Scholl (Nr. 3) traf erstmals im DHB-Trikot. (Foto: tok)

  
Zweiter Erfolg im zweiten Spiel: DHB-Frauen bleiben nach 28:27 gegen die Niederlande in diesem Jahr ungeschlagen / DHB / 14.10.2006

Die erste Etappe auf dem Weg zur EURO 06 hat die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes erfolgreich zurückgelegt. In Verl schlug die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich die Niederlande am Samstag vor 850 Zuschauern mit 28:27 (15:12). Am Vortag war der WM-Sechste gegen den WM-Fünften in Hamm bereits zu einem 28:23-Sieg gekommen. 2006 bleiben die DHB-Frauen damit weiter ungeschlagen. Beste Werferin im gut gefüllten Sportzentrum war die Leverkusenerin Nadine Krause. Die Handballerin des Jahres erzielte in ihrem 94. Länderspiel acht Tore, davon fünf Siebenmeter.

„Wir haben unser Soll in dieser Woche erfüllt“, sagte Emrich, der unter anderem aufgrund von Europapokalterminen auf 14 Spielerinnen verzichten musste und stattdessen auf einen Perspektivkader baute. Der schlug sich erneut beachtlich und brachte Emrich zu einem positiven Fazit: „Unsere jungen und hungrigen Talente haben ihre Chancen während des Lehrgangs in HalleWestfalen und in den Spielen gegen die Niederlande wirklich genutzt. Die Pyramide der Mannschaft ist mit mehr Alternativen breiter geworden.“

Rechtsaußen Svenja Huber bestritt in Verl ihr erstes Länderspiel und verewigte sich mit zwei Toren in der Statistik. Kathrin Scholl und Katharina Schulz trafen erstmals im DHB-Trikot. Torfrau Natalie Hagel hinterließ wie Mittelfrau Ania Rösler erneut einen guten Eindruck.

Emrich begann das Spiel mit Torfrau Ilka Arndt sowie Nadine Härdter (LA), Nadine Krause (RL), Anna Loerper (RM), Stefanie Melbeck (RR), Sabrina Neukamp (RA) und Anne Müller (K). Mit einer schnellen 5:0-Führung sorgte die deutsche Mannschaft früh für klare Verhältnisse, obwohl die Niederlande nach einigen Durchhänger immer wieder aufschließen konnten. „Wir hatten richtig gute, druckvolle und schnelle Phasen, aber dann auch wieder Abschnitte mit zu vielen technischen Fehlern, die wir noch reduzieren müssen“, sagte Emrich. Vor der EURO in Schweden (7. bis 17. Dezember) bleiben dem 55-Jährigen noch acht Testspiele. Nach hochkarätigen Turnieren in Frankreich (3. bis 5. November) und Norwegen (24. bis 26. November) wird das DHB-Team Anfang Dezember noch zwei Partien vor eigenem Publikum bestreiten.

Deutschland – Niederlande 28 : 27 (15:12)

Deutschland: Englert, Arndt, Hagel; Härdter (3), Scholl (1), Rösler (3/1), Huber (2), Müller, Schulz (1), Loerper (3), Krause (8/5), Neukamp (1), Melbeck (4), Seiffert (2/2)

Niederlande: van der Wal, Tienstra; Jolanda Robben, Deen, Mirande Robben (2), Cocx (3), van os (1), Andrea Groot (2), Lamein (7/1), van Vliet, Nycke Groot, van Olphen (1), Pusic (8/3), Hofman (3)

Schiedsrichter: Cohen/Peretz (Israel).
– Zuschauer: 850.
– Siebenmeter: 10/8:4/4.
– Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Rösler, Huber, Müller – Nycke Groot, van Olphen).

– Spielfilm: 5:0 (4.), 5:4 (9.), 10:5 (15.), 11:9 (24.), 14:11 (28.), 15:12 – 15:13 (31.), 19:14 (37.), 20:17 (41.), 25:20 (49.), 26:24 (57.), 28:25 (59.), 28:27.

Quelle: Tim Oliver Kalle / Deutscher Handballbund / http://www.dhb.de


DHB-Frauen überzeugen bei 28:23-Sieg / NWZ / 13.10.2006

Oldenburgs Kathrin Scholl kam zum Einsatz. Pusic und Lamein waren erfolgreich.

HAMM/DPA - Die Frauenmannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hat ein Testspiel gegen die Niederlande mit 28:23 (14:10) gewonnen und den sechsten Sieg im sechsten Länderspiel des Jahres 2006 eingefahren.

Erfolgreichste deutsche Werferin am Freitagabend vor 1000 Zuschauern in Hamm/Westfalen war Stefanie Mehlbeck vom Buxtehuder SV mit zehn Treffern. Die Oldenburgerin Kathrin Scholl erzielte keinen Treffer – anders ihre Clubkameradinnen vom VfL, Irina Pusic (5) und Diane Lamein (2), auf niederländischer Seite. Erfolgreichste Niederländerin war die in der Bundesliga für Blomberg-Lippe spielende Silvia Hofmann (6).

Bundestrainer Armin Emrich musste eine völlig veränderte Mannschaft aufs Feld schicken, da 13 Spielerinnen fehlten. Dennoch überzeugten die DHB-Frauen schon vor der Pause mit gelungenen Angriffsaktionen, auch in der Defensive stand die Emrich-Sieben sicher. Am heutigen Sonnabend (16 Uhr) stehen sich die Teams in Verl erneut gegenüber.

Quelle: (Nordwest-Zeitung - Sonnabend, 14. Oktober 2006) / http://www.nwz-online.de


Irina Pusic für Holland  
Irina Pusic (Nr. 17) in der Abwehr gegen Michaela Seiffert (Foto: tok)

  
Spiel mit Spaß, Kreativität und Risiko: DHB-Frauen schlagen die Niederlande mit 28:23 (14:10) / DHB / 13.10.2006

Freitag, der 13., war für diese Mannschaft ein großartiger Tag: Obwohl Bundestrainer Armin Emrich 14 mögliche Nationalspielerinnen nicht zur Verfügung standen, zeigten die Frauen des Deutschen Handballbundes in Hamm eine großartige Leistung. In der mit 1000 Zuschauern restlos ausverkauften Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums gewann die DHB-Auswahl gegen die Niederlande mit 28:23 (14:10).

„Das war eine Partie mit richtig viel Lust, Spaß, Kreativität und Risikofreude“, sagte Emrich nach dem Vergleich, der nach dem Lehrgang in HalleWestfalen die Serie der Testspiele auf dem Weg zur EURO in Schweden (7. bis 17. Dezember) eröffnete. Dabei kamen gleich fünf Spielerinnen, darunter die 18-jährige Dortmunderin Friederike Lütz und Michaela Seiffert (Foto), zu ihren ersten Einsätzen im A-Team. Herausragende Akteurin war jedoch Stefanie Melbeck. Die 29-jährige Linkshänderin des Buxtehuder SV hatte den Saisonstart wegen eines Fingerbruchs verpasst, glänzte jedoch gegen die Niederlande mit großem Engagement und zehn Feldtoren.

Im Dezember letzten Jahres hatten die Niederlande bei der WM in St. Petersburg das Spiel um Platz fünf mit 28:26 gewonnen. „Eine richtige Revanche war das Wiedersehen in Hamm noch nicht, da auf beiden Seiten viele Spielerinnen gefehlt haben. Trotzdem sah unser Spiel teilweise ziemlich rund aus“, sagte Nadine Krause. Beide Mannschaften stehen sich am Samstag ab 16 Uhr in Verl erneut gegenüber.

Zu den beeindruckenden Debütantinnen zählte auch Ania Rösler, die klug und druckvoll Regie führte. Auf dem rechten Flügel spielte Friederike Lütz nach nur drei Trainingseinheiten mit der Nationalmannschaft frech auf. Und die Blomberger Torfrau Natalie Hagel führte sich mit zwei gehaltenen Siebenmetern prächtig ein.

Emrich hatte das Spiel mit Torfrau Sabine Englert sowie Sabrina Neukamp (RA), Stefanie Melbeck (RR), Ania Rösler (RM), Nadine Krause (RL), Nadine Härdter (LA) und Anne Müller (K) begonnen. Lediglich in den ersten 20 Minuten hielten die Niederlande Kontakt. Danach setzte sich die deutsche Mannschaft peu à peu von 8:6 (21) über 11:7 (26.) und 18:11 (37.) auf 25:17 (49.) ab.

Deutschland – Niederlande 28 : 23 (14:10)

Deutschland: Englert, Hagel, Arndt; Härdter, Scholl, Rösler (3), Müller (1), Schulz, Loerper (4/4), Krause (4), Neukamp (1),Lütz (2), Melbeck (10), Seiffert (3/1)

Niederlande: Tienstra, Klijn; Jolanda Robben (1), Mulder (3/1), Deen (1), Miranda Robben (2), Cocx (2), van Os (1), Lamein (1), van Vliet, Nycke Groot (1), van Olphen, Pusic (5), Hofman (6)

Quelle: Tim Oliver Kalle / Deutscher Handballbund / http://www.dhb.de

Armin Emrich  
Bundestrainer Armin Emrich

  
Frauen-Nationalmannschaft: Aufgebot für Lehrgang in Halle/Westfalen und Länderspiele gegen die Niederlande / Torfrauen trainieren mit Andreas Thiel / DHB / 28.09.2006

Der Fokus liegt bereits auf der EURO 06. Wenn die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes in Halle/Westfalen wieder Technik und Taktik probt, gilt das Augenmerk der Europameisterschaft in Schweden (7. bis 17. Dezember). Zum Programm des vom 9. bis zum 14. Oktober dauernden Lehrgangs zählen auch zwei Länderspiele gegen die Niederlande in Hamm (Freitag, 13. Oktober, 19.30 Uhr) und Verl (Samstag, 14. Oktober, 16 Uhr).

„Diese Maßnahme ist für uns ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur EM“, sagt Bundestrainer Armin Emrich, der allerdings auf einen Teil seines Stammpersonals verzichten muss: Grit Jurack (Viborg HK) und Nina Wörz (Randers HK) sind bei ihren dänischen Vereinen gebunden. Die Leipzigerinnen Nora Reiche, Ulrike Stange und Katja Langkeit müssen mit dem HCL in der Champions-League-Qualifikation ran, und mit dem Frankfurter HC sind Katja Schülke, Mandy Hering und Angie Geschke im EHF-Cup gefordert.

Das Trierer Quintett kann teilnehmen, wenn die DJK/MJC Trier im EHF-Cup gegen Sassari Citta' de Candelieri (Italien) am 21./22. Oktober beide Heimspiele in Deutschland bestreitet. „Wir planen da parallel und ohne Zeitdruck“, sagt Emrich, der sich mit einer entsprechenden Reserve für alle Eventualitäten abgesichert hat. Zum Auftakt des Lehrgangs werden die Teilnehmerinnen von DHB-Partner Saluto sportmedizinisch untersucht.

Im 16er-Aufgebot steht unter anderem die Nürnbergerin Ania Rösler, die Emrich bereits für den Sommerlehrgang im Blick hatte. Auch Christina Rohde war für den Besuch in Halle/Westfalen vorgesehen, doch die Linkshänderin muss wegen eines Risses der Sehnenplatte in der Fußsohle fünf Wochen pausieren. Teilnehmen wird indes die lange verletzte Buxtehuder Linkshänderin Stefanie Melbeck.

Wie 2005 liegt ein Schwerpunkt des Lehrgangs auf der Arbeit mit den Torfrauen. Dabei wird Andreas Thiel das Trainerteam am Montag und Dienstag verstärken. Der 256-malige Nationalspieler, der 1984 im olympischen Finale von Los Angeles stand und mit dem VfL Gummersbach als „Hexer“ berühmt wurde, wird nicht nur die Leverkusenerinnen Sabine Englert und Clara Woltering sowie Alexandra Gräfer fordern – zum Spezialtraining kommen auch Ilka Arndt (TSG Ketsch) und Natalie Hagel (HSG Blomberg-Lippe) zum ersten Teil des Lehrgangs nach Halle/Westfalen.

Das Aufgebot für Lehrgang und Länderspiele:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 96 Spiele/2 Tore), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier, 53/0), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 46/0)

– Reserve: Ilka Arndt (TSG Ketsch, 10/2) – Trainingsgast: Natalie Hagel (HSG Blomberg-Lippe, 0/0)

Feld: Nadine Härdter (Thüringer HC, 85/119), Silke Meier (DJK/MJC Trier, 34/33), Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen, 92/327), Laura Steinbach (DJK/MJC Trier, 3/4), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 30/36), Anja Althaus (DJK/MJC Trier, 87/152), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 24/33), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier, 66/165), Ania Rösler (1. FC Nürnberg, 0/0), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV, 127/262), Julia Jurack (Thüringer HC, 1/1), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen, 37/61), Svenja Huber (TSG Ketsch, 0/0)

– Reserve: Katharina Schulz (Buxtehuder SV, 0/0), Kathrin Scholl (VfL Oldenburg, 3/0), Friederike Lütz (Borussia Dortmund, 0/0), Michaela Seiffert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 1/0), Gesine Paulus (TSV Bayer 04 Leverkusen, 0/0)

Offizielle: Reiner Witte (Delegationsleiter), Armin Emrich (Bundestrainer), Heike Schmidt (Co-Trainerin), Artur Brandt (Physiotherapeut), Tanja Traub (Physiotherapeutin), Dr. Stephan Brune (Mannschaftsarzt), Dr. Marcus Laufenberg (Mannschaftsarzt)

Quelle: Tim Oliver Kalle / Deutscher Handballbund / http://www.dhb.de

  
Agnieszka Wolska kann weder für den FHC in der Bundesliga noch bei der EM im Dezember für die polnische Nationalmannschaft eingesetzt werden.

  
Wolska fällt mit Kreuzbandriss aus / handball-welt / 31.08.2006

Die Hiobsbotschaften beim Handball-Bundesligisten Frankfurter HC reißen nicht ab. Nachdem sich in der Vorwoche die Schweizer Torhüterin Petra Diener eine schwere Knieverletzung zuzog und dem Meister von 2004 mindestens ein Dreivierteljahr fehlen wird, erwischte es nun Rückraumspielerin Agnieszka Wolska.

Die 24-jährige Polin hatte sich am Wochenende bei einem Turnier in Lubin nach einem Foul am Knie verletzt, was sich bei einer am Dienstag durchgeführten Untersuchung als Kreuzbandriss herausstellte.

Damit wird Wolska den Oderstädterinnen, die am Sonnabend gegen Meister und Pokalsieger HC Leipzig mit ehrgeizigen Zielen in die neue Saison starten, mindestens sechs Monate fehlen. «Solche Situationen können im Sport immer mal auftreten. Jetzt sind wir erst recht motiviert», sagte FHC-Trainer Dietmar Schmidt. Nach der polnischen Nationalspielerin Marzena Kot (Kreuzband-Operation) und Petra Diener ist Agnieszka Wolska der dritte hochkarätige Ausfall für die FHC-Frauen.

Quelle: 31.08.2006 - dpa / http://www.handball-welt.de


Frauen-Nationalmannschaft: In Hamm und Verl gegen die Niederlande erste Testspiele der EM-Vorbereitung / DHB / 29.08.2006

Ein Spiel gegen die Niederlande war der Schlusspunkt der letzten Weltmeisterschaft, zwei Vergleiche mit dem Nachbarn stellen nun den Auftakt der EURO-Vorbereitung dar. In Hamm (Freitag, 13. Oktober, 19.30 Uhr) und Verl (Samstag, 14. Oktober, 16 Uhr) trifft die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes auf das Oranje-Team.

„Diese Spiele sind für uns hervorragende Gelegenheiten, um unser Repertoire für die EM in der Praxis zu überprüfen und zu verfeinern“, sagt Bundestrainer Armin Emrich, der mit seiner Auswahl bereits am Montag, 9. Oktober, in Halle/Westfalen zu einem Lehrgang zusammenkommt. Die Maßnahme ist Teil der Vorbereitung auf die Europameisterschaft, die vom 7. bis zum 17. Dezember in Schweden ausgetragen wird.

Zuletzt standen sich Deutschland und die Niederlande am 18. Dezember in St. Petersburg gegenüber. Damals mussten sich die Frauen um die 24-jährige Leverkusenerin Nadine Krause, Top-Torjägerin der WM und Handballerin des Jahres, im Spiel um Platz fünf mit 26:28 geschlagen geben. In bisher 51 Partien gab es 39 Siege, vier Unentschieden und acht Niederlagen sowie 965:739 Tore.

Auf dem weiteren Weg zur EURO bestreitet das DHB-Team noch zwei hochkarätig besetzte Turniere in Paris (3. bis 5. November) und Norwegen (24. bis 26. November) sowie Anfang Dezember zwei Testspiele vor eigenem Publikum. Die EM-Endrunde beginnt am 7. Dezember im Göteborger Scandinavium mit dem Spiel gegen Polen. Weitere Gegner des EM-Fünften von 2004 sind in der Vorrunde Slowenien und Titelverteidiger Norwegen.

Quelle: tok - http://deutscherhandballbund.de


 
Jerzy Cieplinski 
Jerzy Cieplinski tritt zurück / H.J. / 28.08.2006

Keine Einigung gab es zwischen dem polnischen Handballverband und dem Trainer der Frauennationalmannschaft Jerzy Cieplinski.

Jerzy Cieplinski hatte im März d. J. das Amt des polnischen Nationaltrainers als Nachfolger von Zykfryd Kuchta übernommen. Im Mai und Juni hatte er mit seiner Mannschaft die Qualifikation für die Europameisterschaft in Schweden gegen Litauen erreicht.

Cieplinski, der an der Universität in Danzig arbeitet, trainiert außerdem das polnische Erstligateam AZS AWFis Gdansk (Danzig). Jetzt wurde er vom polnischen Handballverband dazu aufgefordert, seine Doppelfunktion aufzugeben und als Trainer ausschließlich für die Nationalmannschaft tätig zu sein (wie es in der Ausschreibung zur Besetzung des Amtes als Vorraussetzung angegeben war). Eine offizielle Einigung hatte es bis jetzt nicht gegeben.
Cieplinski, der einerseits gerne Trainer der Nationalmannschaft bleiben möchte, andererseits weiterhin die Mannschaft aus Danzig trainieren möchte, stellte sein Amt zur Verfügung.
Der polnische Handballverband wird einen Nachfolger suchen.

Infos auch: http://www.sportowefakty.pl


EURO 06: DHB-Frauen in der Vorrunde in Gruppe B gegen Norwegen, Slowenien und Polen / Emrich: „Diese Gegner gehen wir sehr ernst an“ / DHB / 06.07.2006

Bundestrainer Armin Emrich erhielt die Kunde aus Göteborg bei Tempo 200 auf der Autobahn und hielt gelassen Kurs. Titelverteidiger Norwegen, Slowenien und Polen – so lauten in der Vorrundengruppe B die ersten Aufgabe der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der EURO 06 in Schweden (7. bis 17. Dezember). Das ergab die Auslosung am Donnerstag im Göteborger Scandinavium. Dort wird der Fünfte der letzten EM auch die Vorrundenspiele bestreiten.

„Los ist Los, und wir nehmen es, wie es kommt“, sagte Emrich. „Diese EM wird für uns ohnehin eine riesige Herausforderung, und wir werden alle Gegner sehr ernst angehen.“ Zum Erreichen der zweiten Turnierphase ist mindestens Rang drei erforderlich. Die untereinander erzielten Ergebnisse werden weiter gewertet, sodass jede Partie unter dem Motto „Jedes Spiel ein Endspiel“ steht. Die EM wird vom Deutschen SportFernsehen live übertragen.

Dass die deutsche Mannschaft erneut auf einen Nachbarn trifft, ist pikant. „Es wäre ja schon ungewöhnlich, wenn wir in diesem Jahr mit Polen nichts zu tun gehabt hätten“, sagte Emrich. Gegen diesen Gegner hatte das DHB-Team 2005 in den Play-offs erst die WM-Teilnahme verspielt; als Nachrücker kamen Emrichs Frauen nach St. Petersburg und schlugen Polen dort im ersten Spiel der Vorrunde deutlich mit 33:21.

Sollte Deutschland die Hauptrunde erreichen, so kommen die nächsten Gegner aus Gruppe A, in der sich Ungarn, Serbien & Montenegro, Österreich und Mazedonien tummeln. In der Vorbereitung wird das DHB-Team bereits bei einem Turnier in Norwegen auf den wahrscheinlich härtesten Gegner treffen. Gastgeber Schweden wählte Gruppe C und damit Weltmeister Russland, die Ukraine und Kroatien als Gegner.

Weitere Stimmen zur Auslosung:

Clara Woltering (Leverkusen): „Polen und Slowenien sollten machbar sein, aber Norwegen ist definitiv eine Hammeraufgabe.“

Grit Jurack (Viborg): „Schweden hat sich die leichtere Seite des Turniers ausgesucht, aber unsere Gruppe ist auch okay. Bei einer EM ist sowieso alles möglich. Stichwort Tagesform.“

Nora Reiche (Leipzig): „Das ist mal wieder eine ordentliche Aufgabe. Eine richtig einfache Gruppe gibt es ohnehin nicht. Und wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir ohnehin fast jeden schlagen.“

Nadine Härdter (Thüringer HC): „Cool. Polen kennen wir mittlerweile, Norwegen haben wir letztes Jahr in Paris geschlagen, und im Dezember gab es zwei Siege gegen Slowenien. Da können wir ordentlich reinhauen.“

Die Vorrunde der EURO 06 im Überblick:
Gruppe A in Skövde: Ungarn, Serbien & Montenegro, Österreich, Mazedonien
Gruppe B in Göteborg: Norwegen, Deutschland, Slowenien, Polen
Gruppe C in Stockholm: Russland, Ukraine, Kroatien, Schweden
Gruppe D in Malmö: Dänemark, Spanien, Frankreich, Niederlande

Quelle: tok - http://deutscherhandballbund.de


  
Renate Wolf, Trainerin des TSV, hat grünes Licht für den EHF-Pokal bekommen.

  
Bayer Leverkusen tritt im EHF-Pokal an / handball-welt.de / 04.07.2006

Nach dem Verzicht auf die Champions League stand am vergangenen Wochenende auch die Teilnahme am EHF-Pokal für Vizemeister Bayer 04 Leverkusen auf der Kippe. Heute gab es für die Handballerinnen aber Grünes Licht vom Hauptverein.

Aus finanziellen Gründen wollte der Vorstand des Gesamtvereins Bayer 04 Leverkusen noch am vergangenen Wochenende die Teilnahme der Handballerinnen von Renate Wolf am EHF-Cup und somit generell am internationalen Wettbewerb nicht zulassen. Der Vizemeister hatte zuvor bereits auf die Qualifikation in der Champions League verzichtet, da dies mit einem Hallenwechsel und zusätzlichen Kosten verbunden gewesen wäre. Der EHF-Cup könnte unterdessen in der heimischen Sporthalle ausgetragen werden, dennoch stand die Teilnahme auf der Kippe. Erst mit internen Sparmaßnahmen und durch Zuwendung eigener Sponsoren konnte die Handballabteilung den Gesamtvorstand am Ende doch noch überzeugen und so die internationale Teilnahme sicherstellen.

Quelle: Christian Ciemalla und PM Bayer Leverkusen - http://www.handball-welt.de


  
Renate Wolf sucht nach Lösungen.  
Possenspiel auf großer Bühne / HandballWoche / 04.07.2006

Leverkusen in der Krise - Keine Unterstützung vom Gesamtverein - Enttäuschung bei Wolf

LEVERKUSEN > Willkommen in Deutschland, good bye Europa - Am Montag vergangener Woche sagte Frauen-Vizemeister Bayer Leverkusen den Start in der Champions League aus finanziellen Gründen definitiv ab (die HW berichtete). Und auch heute steht immer noch nicht fest, ob die Mannschaft von Renate Wölf in der kommenden Saison überhaupt in einem europäischen Wettbewerb (im EHF-Pokal) antreten wird.

Tief rote Zahlen

Um zu verstehen, warum immer noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, muss man das Bayer-Geflecht erst einmal entwirren: Die Handball-Abteilung ist Teil des Gesamtvereins TSV Bayer Leverkusen, zu dem 14 Abteilungen gehören - allerdings nicht der in eine GmbH ausgelagerte Profi-Fußball. Hauptförderer dieses Klubs ist die Bayer AG, die - laut Aussage des AG-Sportkoordinators Meinolf Sprink - pro Jahr einen hohen einstelligen Millionenbetrag an den TSV überweist. Trotz dieser Förderung schrieb der Klub im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen. Daher beschloss der Verein Einsparungen in allen Bereichen. "Und in diesem Kontext muss auch die Entscheidung des Gesamtvereins gesehen werden, auf die Champions League zu verzichten. Alle müssen den Gürtel enger schnallen", sagte Sprink der HANDBALLWOCHE: "Die CL-Teilnahme hätte Kosten von rund 300.000 Euro verursacht, was mehr ist als die Gesamtförderung des Bayer-Konzerns für die Handballerinnen pro Saison. Daher blieb uns aus wirtschaftlicher Vernunft keine Wahl, wenn es sportlich auch bedauerlich ist."

Keine Strafe der EHF

Die Entscheidung auf den CL-Verzicht sprach aber nicht der Sponsor, sondern der Gesamtverein unter dem Vorsitzenden Klaus Beck aus. Im Endeffekt war der europäische Verband EHF aber gnädig mit Bayer: "Wir bestrafen keinen Verein, der sich aus finanziellen Gründen die Champions League nicht leisten kann, aber für den Europacup qualifiziert ist", sagte EHF-Sprecher Markus Glaser vergangene Woche: "Leverkusen darf im EHF-Pokal spielen."

Groß war die Freude bei Wolf, die sich derzeit im Urlaub befindet, doch dann kam eine erneute Hiobsbotschaft. Nach einer Sitzung des Gesamtvereins wurde verkündet, dass auch für diesen - weniger kostenintensiven - Wettbewerb die Gelder fehlen. "Nach internen Berechnungen wird mit 135.000 Euro für den EHF-Pokal kalkuliert. Davon fehlt noch ein fünfstelliger Betrag", sagte Sportkoordinator Sprink am Donnerstagabend: "Von Seiten des Gesamtvereins wird es aufgrund der angespannten finanziellen Lage keinen weiteren Zuschuss geben. Wir wissen aber, dass die Handball-Abteilung um das Geld kämpft. Sollte der fehlende Betrag durch externe Sponsoren aufgebracht werden, dürften sie meiner Meinung nach auch am EHF-Pokal teilnehmen", sagte Sprink. Und was wohl niemand für möglich hielt, wurde am späten Freitagabend Realität: Die Handball-Abteilung hatte das fehlende Geld tatsächlich aufgetrieben - wie Renate Wolf am Samstag auf HW-Anfrage mitteilte. Doch der Gesamtverein, der letztendlich sein O.K. für einen Europapokalstart geben muss, hatte trotz mehrmaliger Anfrage der Handball-Abteilung bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch keine Entscheidung bekannt gegeben. Und die Anmeldefrist bei der EHF läuft heute aus.

Quelle: BJÖRN PAZEN / HandballWoche Nr. 27 / 4. Juli 2006


Willkommen im Teufelskreis / HandballWoche / 04.07.2006

Ein Kommentar von Björn Pazen

KÖLN > Beim Begriff Champions League denkt man an millionenschwere Fernsehverträge und Sponsoren, die auf dieser exklusiven Bühne für viel Geld werben - den dicken Reibach machen die teilnehmenden Vereine. Das ist die Fußball-Champions-League. Bitten und betteln bei Fernsehsendern, Klinken putzen bei Sponsoren oder im schlimmsten Falle sogar der Verzicht aus finanziellen Gründen: Auch das ist Champions League - im Frauen-Handball. Es ist den, Klubs aus Leverkusen, Trier und Nürnberg hoch anzurechnen, dass sie sich nicht sehenden Auges im finanzielle Verderben stürzen. Aber für das Renommee der Sportart - auch in der internationalen Betrachtung - ist das außerordentlich negativ. Willkommen im Teufelskreis einer Randsportart: Wenig Sponsoren + kaum Fernsehen - weniger Öffentlichkeit = noch weniger Sponsoren = weniger Topspielerinnen = noch weniger Fans.

Quelle: HandballWoche Nr. 27 / 4. Juli 2006


Dago Leukefeld  
Dago Leukefeld kann mit einer starken Mannschaft in die kommende Saison gehen.  
Leukefelds Ziel: Erreichen eines EC-Platzes / HandballWoche / 04.07.2006

Der Thüringer HC verpflichtete mit Nadine Härdter, Marielle Bohm, Alexandra Uhlig und Lucie Fabikova vier Hochkaräter

ERFURT > Beim Thüringer HC ist der Blick nach oben gerichtet. Drei der vier Neuverpflichtungen sind nämlich aktuelle Nationalspielerinnen. Sie sollen helfen, die Mannschaft in ihrem zweiten Bundesliga-Jahr den internationalen Wettbewerben ein gutes Stück näher bringen.

Wunderdinge verspricht THC-Sportmanager Dago Leukefeld den euphorischen Fans nach dem 8. Platz im Aufstiegsjahr nicht. Denn: "Wir waren zehn Punkte von Platz fünf weg, 15 von Platz vier." Eine Verbesserung um zwei Plätze sei realistisch, vielleicht auch um drei. "Aber wir wollen auf jeden Fall um den 5. Europacup-Startplatz mitspielen", benennt Leukefeld das Saisonziel.

"Typen" verpflichtet

Um dies zu erreichen, hat er vor allem den Rückraum verstärkt. DHB-Auswahlspielerin Marielle Bohm (25, kommt aus Trier), die tschechische Nationalspielerin Lucie Fabikova (26, Tertnes Bergen/Norwegen) sowie Alexandra Uhlig (24, Leverkusen) sollen dem Team hier mehr Stabilität verleihen. "Wir haben uns in der vergangenen Saison zu oft durch einen Rückstand aus dem Konzept bringen lassen", blickt der Trainer zurück und meint damit nicht nur ironisch die "sensationelle Auswärtsbilanz" (nur zwei Siege). Diese Schwäche will er nun mit "Typen, die auch dort hingehen, wo es wehtut", beheben. Auf der linken Außenbahn soll künftig eine weitere Nationalspielerin wirbeln. Nadine Härdter (25) wechselt von Borussia Dortmund nach Thüringen. Ein Lichtblick ist auch die Rückkehr von Maja Sommerlund (31). Die Dänin war in der vergangenen Saison im neunten Spiel mit gerissenem Kreuzband ausgefallen und will nun wieder am Kreis "beißen".

Schliff auf dem Schliffskopf

Dieser Tage genießen die Spielerinnen den wohlverdienten Urlaub. Am 22. Juli erwartet Dago Leukefeld seine Frauen zurück. Nach dem gemeinsamen Grillabend beim Coach geht's am nächsten Morgen zum Trainingslager auf dem Schliffkopf in 1025 Meter Höhe. Dann kann auch Marielle Bohm nach überstandenem Bänderriss im linken Handgelenk wieder voll trainieren. Mit Julia Wenzl ist erneut ein "Küken" im Trainingslager dabei. Die 16-Jährige Rückraumspezialistin hat schon erste Bundesliga-Einsätze absolviert, wurde jüngst mit der B-Jugend Deutsche Meisterin und gehört nun fest zum Thüringer Kader.

Auf dem Vorbereitungsprogramm stehen Testspiele gegen und Zweitligisten, französische und norwegische Spitzenmannschaften (Baekkelaget SK Oslo) ) sowie einige Thüringer Männer-Teams. Wie im vergangenen Jahr spielt der THC kein Turnier. Fans und Gegner dürfen also gespannt sein, ob der ambitionierten Leukefeld-Truppe abermals ein glänzender Start in die Saison gelingt, an deren Ende Fremdsprachen- Kenntnisse von Vorteil sein könnten.

Quelle: J. FROMM / HandballWoche Nr. 27 / 4. Juli 2006


Jurack mit Torerekord - Deutschland gewinnt 38:20 gegen die Schweiz / handball-welt / 11.06.2006

Grit Jurack hat mit nun insgesamt 1097 Treffern einen Torerekord in der DHB-Auswahl aufgestellt. Die gebürtige Leipzigerin erzielte am Sonntag beim 38:20 (20:9) Testspielsieg gegen die Schweiz zehn Tore und war damit beste deutsche Werferin. Jurack, die beim dänischen Erstligisten Viborg HK spielt, setzte sich mit ihrem Treffer zum 29:15 an die Spitze der ewigen Torschützenliste. Bisher hatte Katrin Mietzner aus Frankfurt/Oder die Bestmarke mit 1095 Toren gehalten.

Wie im ersten Spiel einen Tag zuvor hatte die deutsche Auswahl in den ersten Minuten zunächst einige Probleme mit den Gästen aus der Schweiz, die beim 1:0 sogar in Führung gehen konnten. Nach vier Treffern in Folge schien die deutsche Auswahl das Spiel dann früh in den Griff zu bekommen, doch die Schweizerinnen konnten die Partie in der Folge zunächst offen gestalten. Beim 7:6 hielten die Eidgenossinnen noch den Anschluß und auch beim 11:9 befand sich der Außenseiter noch in der Begegnung.

Die deutsche Auswahl konnte sich in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts aber noch steigern. Die Deckung stand in der Folge sicherer, zudem wusste Torhüterin Sabine Englert zu überzeugen. Sie ließ von der neunzehnten Spielminute bis zur Pausensirene keinen Gegentreffer mehr zu. Auf der Gegenseite kam die deutsche Auswahl nun immer wieder zu einfachen Treffern im Gegenstoß und vor allem Grit Jurack stellte ihre Torgefährlichkeit unter Beweis. Neun Tore in Folge sorgten so für einen beruhigenden 20:9 Pausenstand. Und im zweiten Abschnitt setzte die deutsche Auswahl ihre Serie fort, vier weitere Treffer ohne Antwort der Schweizerinnen folgten, so dass es in der 34. Spielminute 24:9 stand.

Der deutsche Sieg war sicher, doch ein Ziel war noch offen und dies versuchte nun die ganze Mannschaft ihrer Nummer Vier zu schenken. Grit Jurack fehlten noch neun Tore für das Übertrumpfen der Bestmarke von 1095 Toren für die deutsche Nationalmannschaft, die noch in Besitz von Katrin Mietzner war. In der 46. Minute war es dann soweit, Jurack schraubte die neue Bestmarke auf 1096 Tore und ließ wenig später in ihrem 211. Länderspiel auch noch Treffer 1097 folgen. "Ich bin super glücklich, dass mir der Rekord vor dieser großartigen Kulisse gelungen ist", freute sich Jurack, die auch ihren Mitspielerinnen dankte: "Die Mannschaft hat für mich gespielt. Jetzt habe ich es endlich geschafft, und wir können uns wieder aufs Wesentliche konzentrieren." Doch nicht nur Jurack durfte sich freuen, auch alle anderen deutschen Feldspielerinnen trugen sich heute in die Torschützenliste ein.

"Wir haben super gespielt, bis Grit endlich die magische Zahl erreicht hat. Das war ein souveräner und verdienter Rekord", freute sich auch Bundestrainer Armin Emrich. "Für die Mannschaft und Grit ist das ein historischer Moment." Auch abseits der Zahlenspiele gewann der 54-Jährige positive Erkenntnisse, "denn die Trainingswoche in Offenburg ging in die richtige Richtung". Bereits am Vortag hatten Katja Langkeit und Julia Jurack beim 34:23 gegen die Schweiz in Weil im Schönbuch ihren Einstand im A-Team gegeben. Unter anderem hinterließ auch die dynamische Maren Baumbach einen starken Eindruck. Emrich: "Die Mannschaft hat ein erweitertes Profil bekommen. Insgesamt haben wir die Trainingsinhalte sehr konsequent umgesetzt, aber die Siege und deren Höhe sollten wir nicht überbewerten."

In Hinblick auf die Europameisterschaft in Schweden im Dezember ist die Mannschaft aber positiv gestimmt. "Wir wollen und können bei der EM um eine Medaille mitspielen", lautet die Kampfansage von der nach Dänemark wechselnden Spielmacherin Nina Wörz. Für Grit Jurack wäre der Gewinn einer EM-Medaille der erfolgreiche Abschluß einer überaus erfolgreichen Saison, neben dem neuen Torrekord gewann die 28-Jährige in diesem Jahr mit ihrem Verein Viborg HK auch die dänische Meisterschaft und die Champions League. Auf dem Weg nach Schweden steht zunächst Mitte Juli ein Lehrgang in Steinbach auf dem Programm. Dann stehen auch die deutschen Vorrundengegner fest, die Auslosung findet am 6. Juli in Göteborg statt.

Deutschland – Schweiz 38 : 20 (20:9)

Deutschland:
Englert, Woltering
Härdter (1), Grit Jurack (10), Geschke (2), Wörz (2), Müller (2), Reiche (1), Loerper (3/1), Hering (1), Krause (4/1), Neukamp (2), Baumbach (5), Melbeck (2), Althaus (3)

Schweiz:
Rossi, Diener, Brütsch
Häfliger (2), Bachmann (1), Weigelt (3), Spreiter (5), Bühler (1/1), Leuthold, Willimann (2), Kottmann (1/1), Dinkel (2), Petrig (2/2), Brun, Geissmann, Gisler, Marty (1/1)

Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Herczeg / Südi (HUN)
Strafminuten: 4 / 8
Siebenmeter: 2/2 - 7/5

Spielfilm:
0:1 (1.), 4:1 (6.), 7:6 (13.), 11:9 (19.), 17:9 (25.), 20:9 (HZ)
24:9 (34.), 28:12 (42.), 32:16 (51.), 34:18 (56.), 38:20 (EN)



1. Spiel (10.06.2006)
Deutschland - Schweiz 34 : 23 (17:13)

Deutschland:
Englert, Woltering
Härdter (5), Julia Jurack (1), Grit Jurack (8/2), Geschke (2/1), Wörz (1), Müller (1), Loerper (1), Krause (2), Stange, Langkeit (3/1), Baumbach (6), Melbeck (1), Althaus (3)

Schweiz:
Rossi, Diener, Brütsch
Häfliger (1), Bachmann, Weigelt (4), Spreiter (3), Bühler (1), Leuthold (2), Willimann (3), Kottmann (7/4), Dinkel, Petrig (2), Brun, Geissmann, Gisler, Marty

Zuschauer: 800
Schiedsrichter: Canda / Brunovsky (SVK)
Strafminuten: 6 / 4

Spielfilm:
1:0 (3.), 4:4 (10.), 6:4 (14.), 9:8 (18.), 11:8 (20.), 11:10 (21.), 14:11 (26.), 17:12 (30.), 17:13 (HZ)
19:13 (33.), 25:16 (42.), 27:17 (47.), 31:19 (53.), 34:23 (EN)

Quelle: 11.06.2006 - cie und tok / http://www.handball-welt.de


Bis auf Rumänien alle Favoriten dabei / handball-welt / 05.06.2006

Erwartungsgemäß gab es am Ende der Playoff-Spiele zur diesjährigen Frauen-Europameisterschaft in Schweden mit einer Ausnahme keine Überraschungen - nur Vize-Weltmeister Rumänien blieb auf der Strecke. Die beiden Spiele gegen Serbien-Montenegro (vor insgesamt 10.000 Zuschauern!) waren sicher die Highlights dieser Qualifikationsrunde, letztlich behielten die Serbinnen um ihre neue dänische Trainerin Anja Andersen und die reaktivierten Dänemark-Legionärinnen Tanja Milanovic (Ikast) und Bojana Popovic (Slagelse) die Oberhand.

Nicht mit Ruhm bekleckerten sich zwar Kroatien, Frankreich, Slowenien, Polen, Spanien und die Niederlande - am Ende sind die genannten Nationen aber doch vom 7. bis 17. Dezember in Schweden dabei. Zumindest von den (End-)Ergebnissen her qualifizierten sich souverän Mazedonien und die Ukraine, während sich Österreich gegen das bestenfalls drittklassige Italien schonen konnte. Bereits zuvor waren Norwegen (Titelverteidiger), Dänemark, Ungarn, Russland und das deutsche Team für die EM in Stockholm, Göteborg, Malmö und Skövde gesetzt.

Die Auslosung der vier Vorrrundengruppen findet am 6. Juli in Göteborg statt. Die jeweils ersten drei jeder Gruppe erreichen die Zwischenrunde. Im ersten Topf sind Schweden, Norwegen, Dänemark und Ungarn gesetzt - Deutschland dürfte von der EHF aufgrund des guten Abschneidens bei den vergangenen Turnieren in den zweiten Setztopf platziert werden. Aus dem ersten Topf wäre daher sicher der Gastgeber das vermeintlich leichteste Los - bereits bei der EM 2004 in Ungarn besiegte man schließlich die Schwedinnen in der Vorrundengruppe.

Erste Informationen zur EM und einige Spielerporträts der schwedischen Spielerinnen gibt es schon jetzt im Internet auf der offiziellen EM-Homepage unter http://www.euro06.com/eng_index.htm .

Teilnehmende Nationen an der Europameisterschaft 2006 in Schweden:
Schweden, Norwegen, Dänemark, Ungarn (Topf 1)
Russland, Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Kroatien, Slowenien, Niederlande, Ukraine, Mazedonien, Serbien/Montenegro und Polen

Island -Mazedonien 23 : 28 / 24 : 27 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Kroatien - Portugal 31 : 29 / 20 : 19 (27.05.2006 / 03.06.2006)
Frankreich - Türkei 29 : 29 / 35 : 24 (26.05.2006 / 03.06.2006)
Slowenien - Bulgarien 32 : 22 / 28 : 30 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Litauen - Polen 18 : 28 / 26 : 25 (27.05.2006 / 03.06.2006)
Ukraine - Slowakei 27 : 24 / 22 : 27 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Österreich - Italien 41 : 23 / 33 : 23 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Niederlande - Weißrussland 33 : 24 / 23 : 27 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Rumänien - Serbien / Montenegro 21 : 25 / 26 : 26 (28.05.2006 / 03.06.2006)
Spanien - Tschechien 31 : 24 / 20 : 25 (27.05.2006 / 04.06.2006)


Direkt qualifiziert sind: Dänemark, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Russland, Schweden (Gastgeber)

Quelle auch: 05.06.2006 - Timo Hölscher / http://www.handball-welt.de


Neue Macht in Europa: Rumäniens Klubs rüsten auf / handball-welt / 31.05.2006

Oltchim Valcea, 12-maliger Rumänischer Meister und Pokalsieger, IHF-Cup-Sieger 1984 und 1989, Supercup-Sieger 1984 will nach vier Jahren ohne Titel wieder das Maß aller Dinge werden. Mit dem neuen Trainer Tadici, der zugleich auch die Nationalmannschaft betreut, rüstet Vilcea auf und hat praktisch die Hälfte des Nationalteams unter Vertrag genommen. Dabei wechseln auch zahlreiche bekannte Rumäninnen wieder aus dem Ausland zurück in die heimische Liga.

Trainer wird Gheorghe Tadici (HC Zalau), den Oltchim schon immer auf der eigenen Bank sehen wollte, der aber immer wieder abgesagt hat, weil er Zalau, die Stadt, wo er vor 30 Jahre angefangen hat zu trainieren, zu sehr liebt. Zeit seiner Karriere war er dort, wurde drei mal Meister, einmal Pokalsieger, und gewann 1996 den City-Cup. Zwischen Oltchim und Zalau herrscht von je her eine ganz große Rivalität. In den letzten zehn Jahren lieferten sie sich immer harte Duelle um den Titel und den nationalen Pokal. Da flogen nicht selten die Fetzen.

uminita Dinu  
Luminita Dinu, beste Torhüterin bei der WM in St. Petersburg, spielt ab kommende Saison für Oltchim Valcea.

  
Nun beginnt eine neue Zeitrechnung. Weil Tadici, gleichzeitig Nationaltrainer, es so wollte, hat Oltchim sich praktisch die Hälfte der rumänischen Nationalmannschaft, die Vizeweltmeister in Russland wurde, gesichert. Somit spielen ab der neuen Saison Luminita Dinu (Krim Ljubljana), Valentina Ardean (Knjaz Milos), Steluta Luca (FC Kopenhagen), Narcisa Lecusanu (Aalborg), Ionela Gilca (HC Nimes), Tereza Tamas und Ramona Maier (beide HC Zalau) für die wahrscheinlich neue Macht im europäischen Handball. Dazu kommen mit Valeria Bese (HC Zalau) und Iulia Puscasu (HC Piatra Neamt) weitere Auswahlspielerinnen.

Vom aktuellen Team bleiben nur die junge Talente wie Adina Meirosu, Oana Manea, Adriana Nechita und Andreea Tilvic in Vilcea, die auch im Kader des Nationalteams stehen. Für Ardean und Luca, die bereits im Frühling nach Oltchim kamen, hat der Verein je 35.000 Euro Ablöse an Milos und Kopenhagen bezahlt. Auch Maier kommt nicht ablösefrei, die genaue Summe ist noch offen.

Und natürlich verdienen die Spielerinnen auch nicht schlecht. Monatliche Verträge zwischen 4.000 und 10.000 Euro sind normal. Der große Geldgeber ist das Chemiewerk Combinatul Oltchim. Die meisten Profis, die auch andere lukrative Angebote hatten, wie Dinu, Ardean oder Gilca, wurden mit Bargeld zur Unterschrift überzeugt. Doch damit nicht genug: Im Falle des Meistertitels - mit diesem Team eigentlich nur Formsache - gibt es pro Nase nochmal 20.000 Euro. Die selbe Summe winkt beim Pokalerfolg und, was nicht ausgeschlossen ist, beim Europacupsieg. Und 60.000 Euro zusätzlich sind Motivation genug.

Rulmentul Brasov, aktueller Meister, Pokalsieger und Gewinner des Challenge Cups, schlägt zurück. Das Team von Trainerin Mariana Tirca (mit 300 Spielen und 2000 Tore beste rumänische Spielerin aller Zeiten) verpflichtet Carmen Amariei Lungu von Slagelse und auch Simona Spiridon von Hypo Niederösterreich, Simona Sirbu (Vestmannaejyar) und die Türkin Yeliz Yilmaz stehen auf der Liste. Für Spridon wurden 60.000 Euro an Hypo überwiesen.

Interessant ist, dass Tirca ihren letzten Titel vor dem Triumph 2006 vor vier Jahren mit Oltchim gewonnen hat. Damals gelang sogar das Double. Als aber im Jahr danach Stars wie Luca, Gogirla, Varzaru und Bradeanu Vilcea verließen, kam sie mit der dann stark verjüngten Mannschaft nicht zurecht und wurde schließlich entlassen.

Spannung ist also garantiert, wobei man besonders in den Europapokal-Wettbewerben auf die Duelle der rumänischen mit den dänischen Vereinen gespannt sein darf.

Quelle: 31.05.2006 - Carmen Kayser / www.handball-welt.de


Playoff-Hinspiele zur Frauen-Europameisterschaft

Spanien, Polen, Slowenien, Mazedonien, Österreich und die Niederlande haben beinahe schon das Ticket nach Schweden sicher. Überraschungen gab es in Frankreich und Rumänien.

Die spanische Mannschaft gewann gegen Tschechien mit 31 : 24, die Polinnen siegten in Litauen mit 28 : 18. Überragende Spielerin auf Seiten der Polinnen war wieder einmal Karolina Kudlacz, die 10 Tore erzielte.

Gleich 13 der insgesamt 28 Tore Polens im Playoff-Hinspiel zur Frauen-Europameisterschaft gehen auf das Konto von aktuellen, bzw. künftigen Bundesligaspielerinnen. Durch den klaren 28:18 (16:8)-Sieg in Alytus gegen Gastgeber Litauen hat Polen das Ticket für die EM im Prinzip bereits gelöst, das Rückspiel am kommenden Samstag in Olsztyn dürfte nur noch Formsache sein. Agnieszka Wolska (Frankfurt) erzielte einen Treffer, die Bundesliga-Neuzugänge Karolina Kudlacz (Leipzig) und Dagmara Kowalska (Oldenburg) trafen zehn (!), bzw. zwei Mal. Jerzy Cieplinski, Trainer der Polinnen, der auch weiterhin die Mannschaft von Nata Gdansk trainieren kann, musste in Litauen auf mehrere Spielerinnen verzichten.

Vor heimischem Publikum in Elda besiegten die Spanierinnen Außenseiter Tschechien vor 2.000 Fans ungefährdet mit 31:24 (16:11). Dabei traf Spanien zehn Mal vom Strafpunkt aus, beste Werferin war Dänemark-Legionärin Isabel Ortuno mit ebenfalls zehn Toren - Alena Vojtiskova vom VfL Oldenburg erzielte drei Treffer für Tschechien. Lediglich in den ersten fünf Minuten konnten die Gäste die Partie ausgeglichen gestalten. Am kommenden Sonntag fällt dann die endgültige Entscheidung im Rückspiel in Hodonin, welche der beiden Mannschaften nach Schweden reisen darf.
  
  Die 1,77 m große, 1980 geborene Yeliz Özel erzielte 14 Tore




Eine große Überraschung gab es in Frankreich. Die französische Nationalmannschaft kam über ein 29 : 29 gegen die Türkei nicht hinaus.
Die Türkinnen luchsten Frankreich in Toulon vor 4.200 Zuschauern beim 29:29 (13:11) einen Punkt ab. Dabei bekam der gastgebende Weltmeister von 2003 insbesondere die türkische Spielmacherin und vierzehnfache (!) Torschützin Yeliz Özel, die ihr Geld beim mazedonischen Champion Kometal Skopje verdient, nicht in den Griff.

Nur mühsam setzte sich Kroatien gegen das starke Portugal im Playoff-Hinspiel durch. Aufgrund des knappen 31:29 (15:15)-Erfolges in Kutina müssen die favorisierten Kroatinnen nächsten Samstag in Lagos alles geben, um die Qualifikation zu schaffen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Slowenien Probleme gegen das immer stärker werdende Portugal auf dem Weg zur WM gehabt.

6.000 Fans in Bukarest trauten ihren Augen kaum: Der amtierende Vizeweltmeister Rumänien verlor das Playoff-Hinspiel gegen Serbien/Montenegro in eigener Halle trotz einer 12:10-Pausenführung am Ende mit 21:25. Der dänischen Trainerin der Serbinnen, Anja Andersen, war es gelungen, viele serbische Spitzenspielerinnen zu einem Comeback in der Nationalmannschaft zu überreden – mit Erfolg. Das Rückspiel findet am nächsten Samstag in Kragujevac statt.

Erwartungsgemäß erzielte die slowenische Frauen-Nationalmannschaft im Playoff-Hinspiel in Kranjska Gora einen klaren 32:22 (18:10)-Erfolg gegen Bulgarien. Beste Spielerinnen beim Gastgeber waren Silvana Ilic und Nataliya Derepasko mit zehn, bzw. neun Toren. Verzichten musste der slowenische Nationaltrainer Robert Begus dabei auf die verletzte Anja Freser, dafür agierte die in ihrem Verein pausierende Deja Doler wieder mit. Am kommenden Samstag steigt das Rückspiel in Gabrovo.

Slowenien – Bulgarien 32 : 22
Slowenien: Stefanisin, Marincek; Argenti, Dercar 5, Doler 1, Ilic 10, Pus 4, Derepasko 9/3, Kurent-Tatarovac 1, Cigoja, Hrnjic, Mihic, Oder 2, Irman
Bulgarien: Bacvarova, Genkova, Zlateva 1, Georgijeva, Lebedeva 5, Krumova, Gareva, Ilijeva 2, Grancarova, Stojanova, Vraceva 3, Zaprijanova 7/3, Rifad, Garabaska 4/3

Rumänien – Serbien/Montenegro 21 : 25
Rumänien: Dinu 1, Tamás; Ardean-Elisei 10/6, Luca 5, Gatzel 2, Maier 1, Varzaru 1, Gilca 1, Lecusanu, Bradeanu
Serbien/Montenegro: Milanovic 7/1, Popovic 5/2, Djokic 5, Nisavic 3, Bulatovic 3, Medved 1, Ognjenovic 1

Kroatien - Portugal 31 : 29
Kroatien: Pasicnik 8
Portugal: Silva, Ganau; Seabra 6, Barbosa 6, Tavares 5, J. Sousa 5, Loureiro 3, Aguiar 1, Ferreira 1, Novais 1, A. M. Sousa 1, Rodrigues, Carvalho, Goncalves

Spanien – Tschechien 31 : 24
Spanien: Sánchez, Elejada; Oncina 1, López 4, Box 1, Fraile 3, Mangué 1, Sanromán 7/6, Fernández, Garmendia 4/4, Aguilar, Alonso, Castro, Ortuno 10
Tschechien: Cerná, Raniková; Nevatilová 2, Fabiková 2, Kysucanová 6/4, Knytlová, 5/2, Roubiková 3, Polácková 1, Adámková, Sasková, Stuchlová, Simerská, Vojtisková 3, Fleková 2

Litauen - Polen 18 : 28
Polen: Iwona Lacz, Malgorzata Sadowska - Karolina Kudlacz 10, Hanna Strzalkowska 4, Daria Baltromiuk 3, Kinga Polenz 3, Edyta Chudzik 2, Dagmara Kowalska 2, Joanna Sawicka 2, Agnieszka Wolska 1, Izabela Duda 1.

Frankreich - Türkei 29 : 29
Frankreich: Nicolas, Joseph Mathieu; Lambert, Kanto 5, Spincer 1, Pecqueux-Rolland 5, Baudouin 1, Herbrecht 7/3, Cano 3, Jacquinot 2, Dembelé 1, Vanparys-T. 3, Tervel 1, Tounkara
Türkei: Imamoglu, Soylu; Turkay, Gundar 1, Y. Özel 14/4, Gelika, Yilmaz 2/1, Ustun 3, Yestlbayir, Iskenderoglu 5, Nahcivanli 3, S. Özel, Yaman 1, Coskun

Österreich - Italien 41 : 23 (19:13)
Österreich: Logvin 13/1, Rotis 9, Fritz 5, Spiridon 5, Teodorovic 4/1, Engel 4, Magelinskas 1

Niederlande - Weißrussland 33 : 24 (21:13)
Niederlande: Pearl van der Wissel 6, Irina Pusic 6, Maura Visser 5, Saskia Mulder 5, Joyce Hilster 4, Diana Lamein 3, Natascha Burgers 3, Evelien van der Koelen 1

Island - Mazedonien 23 : 28 (13:11)
Island: Berglind Íris Hansdóttir (22/1); Hrafnhildur Skúladóttir 9/4, Ágúst Edda Björnsdóttir 5, Hanna Guðrún Stefánsdóttir 3, Guðbjörg Guðmannsdóttir 2, Jóna Margrét Ragnarsdóttir 2, Anna Úr súla Guðmundsdóttir 1, Drífa Skúladóttir 1
Mazedonien: Olga Kolesnik (8/1); Julija Portjanko 10, Valentina Radulovik 5, Biljana Crvenkoska 5, Natalija Todorovska 2, Klara Beova 2, Alegra Oholanga Loki 2, Anzela Dimovska Platon 1, Natasa Kocevska 1

Ukraine– Slowakei 27 : 24 (17:12)
Ukraine: Timosenkova, Woroncowowa; Siukalowa 2, Burmistrowowa, Sakadowa, Sokolowa, Sucka 5, Liapinowa 8, Lajukowa, Reznirowa 2, Rajchelowa 3, Simkuteowa 4, Jacenkowa 2, Wergeliukowa 1
Slowakei: Gubová, Sukalová; Uhráková, Stuparicová 1, Farkašová, Benušková 8/4, Školková, Halásová, Hrabovská 2, Caltíková 2, Mravíková 3, Tóthová 2, Dittelová, Oborilová 6

Direkt qualifiziert sind: Dänemark, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Russland, Schweden (Gastgeber)

Qualifikation:
Island -Mazedonien 23 : 28 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Kroatien - Portugal 31 : 29 / (27.05.2006 / 03.06.2006)
Frankreich - Türkei 29 : 29 / (26.05.2006 / 03.06.2006)
Slowenien - Bulgarien 32 : 22 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Litauen - Polen 18 : 28 / (27.05.2006 / 03.06.2006)
Ukraine - Slowakei 27 : 24 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Österreich - Italien 41 : 23 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Niederlande - Weißrussland 33 : 24 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Rumänien - Serbien / Montenegro 21 : 25 / (28.05.2006 / 03.06.2006)
Spanien - Tschechien 31 : 24 / (27.05.2006 / 04.06.2006)


Quelle auch: www.handball-welt.de

 




  
  Edward Jankowski, Trainer vom SPR ICom Lublin
Polnischer Meister wird im Siebenmeter-Werfen ermittelt

Nach 320 Minuten war immer noch keine Entscheidung gefallen. Der Ausgang der polnischen Meisterschaft war an Dramatik und Spannung in dieser Saison kaum zu überbieten. In 5 Spielen standen sich der Vorjahresmeister SPR ICom Lublin und Zaglebie Lubin gegenüber. Meister wird der, der zuerst 3 Spiele gewonnen hat. Nach 4 Spielen hatten sowohl das Team aus Lubin als auch die Mannschaft aus Lublin 2 Begegnungen für sich entscheiden können. Im 5-ten Spiel stand es gestern am Ende der regulären Spielzeit 28 : 28. Es folgten 2 Verlängerungen, die ebenfalls unentschieden endeten. Im abschließenden Siebenmeter-Werfen konnte Lublin alle 5 Siebenmeter verwandeln. Auf Seiten von Zaglebie Lubin scheiterte Karolina Semeniuk an Nationaltorhüterin Magdalena Chemicz. Lublin, das vor einigen Wochen auch im Pokalwettbewerb erfolgreich war, gewann damit zum elften Mal die polnische Meisterschaft und schaffte zum siebten Mal das Double. Das letzte Mal gelang es der Mannschaft in der Saison 2001/2002 vor 4 Jahren.

03.05.2006 Zaglebie Lubin - SPR ICom Lublin 35:34 (17:14)
06.05.2006 SPR ICom Lublin - Zaglebie Lubin 27:24 (12:10)
07.05.2006 SPR ICom Lublin - Zaglebie Lubin 31:26 (16:13)
13.05.2006 Zaglebie Lubin - SPR ICom Lublin 27:20 (15:8)
14.05.2006 Zaglebie Lubin - SPR ICom Lublin 38:40 ( 35:35) (31:31) (28:28)(15:13)

1. SPR ICom Lublin
2. Zaglebie Lubin
3. AZS AWFiS Gdansk


Quellen auch: www.reczna.pl und www.sportowefakty.pl / 15.05.2006


Frauen-Nationalmannschaft: Länderspiel gegen die Schweiz am 10. Juni in Weil im Schönbuch / DHB / 17.05.2006

In Weil im Schönbuch bestreitet die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Samstag, 10. Juni ihr nächstes Länderspiel. Gegner der Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich wird die Schweiz sein. Die Partie im Sportzentrum beginnt um 17 Uhr. Beide Mannschaften treffen tags darauf in Offenburg erneut aufeinander. Dem zweiten Spiel in der Baden-Arena (Anwurf um 13 Uhr) folgt ein Test der deutschen Männer gegen Weltmeister Spanien.

Die DHB-Frauen haben sich mit Platz fünf bei der EM 2004 bereits für die EURO 06 (7. bis 17. Dezember in Schweden) qualifiziert und müssen in diesem Sommer zum ersten Mal seit sechs Jahren keine Play-offs auf sich nehmen. „Wir können den Jahresplan ohne Qualifikation angehen. Es gibt also vorerst keinen sportlichen Stress, und wir können die Zeit sehr sinnvoll für Trainings- und Vorbereitungsspiele nutzen“, sagt Emrich. „Das ist eine gute sportliche Alternative.“ Die Spiele gegen die Schweiz sind Bestandteil eines Lehrgangs, der bereits am 6. Juni in Offenburg beginnt.

In diesem Jahr weist das deutsche Team, das im Dezember bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg den sechsten Platz belegt hatte, nach drei Länderspielen noch eine lupenreine Bilanz auf: Beim Vier-Nationen-Turnier in Riesa gab es klare Erfolge gegen Kroatien (35:31), Spanien (25:20) und den WM-Zweiten Rumänien (30:23).

Quelle: TOK - www.dhb.de


Marta Mangue 
Marta Mangue 
DHB-Auswahl mit zweitem Sieg vor dem Turniersieg / handball-welt / 08.04.2006

Nach dem 25:20 (12:11) Erfolg über Spanien hat die deutsche Frauenhandball Nationalmannschaft nun die besten Chancen das Vier-Nationen-Turnier in Riesa zu gewinnen. Beste Spielerin im DHB-Dress war Maren Baumbach (8). Die meisten Treffer für Spanien erzielten Marta Mangue (4) sowie Rocio Guerola (4/2). Am morgigen Finaltag treffen um 13 Uhr die Nationalmannschaften von Spanien und Kroatien aufeinander. Die deutsche Auswahl tritt um 15 Uhr gegen Vizeweltmeister Rumänien an, wo Susanne Henze ihr Abschiedsspiel für die DHB-Auswahl bestreiten wird.

Deutschland – Spanien 25 : 20 (12:11)

Deutschland: Sabine Englert (bei zwei Siebenmetern), Clara Woltering (1.-60.); Kathrin Scholl, Grit Jurack (1), Nina Wörz (4), Anne Müller, Anna Loerper, Mandy Hering, Laura Steinbach (n.e.), Sabrina Neukamp (n.e.), Silke Meier (1), Maren Baumbach (8), Steffi Melbeck (2), Anja Althaus (3), Angie Geschke (2), Nora Reiche (4)

Spanien: Elli Lopez (46.-60.), Aitziber Elejaga (1.-46.); Noelia Oncina (3), Elisabeth Pinedo Saenz (n.e.), Rocio Guerola (4/2), Bego. Fernandez (1), Diana Box (1), Susana Fraile, Beatrix Fernandez (n.e.), Macarena Aguilar (2), Marta Mangue (4), Patricia Alonso, Isabel Ortuno (1), Elexpuru Sanroman (2), Sara Castro (1), Veron. Cuadrado (1)

Zuschauer: 620
Siebenmeter: 0/0 ; 5/3
Strafminuten: 8 / 2
Schiedsrichter: Guseva / Vartanijan (Rußland)
Beste Spielerinnen: Baumbach, Woltering - Oncina

Informationen unter: 08.04.2006 - Sandra Pleines / http://www.handball-welt.de


Torregen im Spiel gegen Kroatien - Deutscher 35:31-Sieg zum Turnierauftakt
/ handball-welt / 07.04.2006

Mit einem 35:31 (20:19) Erfolg über Kroatien startet die deutsche Frauen-Nationlmannschaft in das Vier-Nationen-Turnier in Riesa. Grit Jurack, Nina Wörz und Anja Althaus trafen je fünfmal für Deutschland. Beste Werferin für Kroatien, das ohne gleich fünf Stammspielerinnen in die Partie gehen musste, war Svitlana Pasicnik mit acht Toren. Am morgigen Samstag trifft die Mannschaft von Trainer Armin Emrich auf Spanien, Vizeweltmeister Rumänien mißt sich mit Kroatien.

Deutschland – Kroatien 35 : 31 (20:19)

Deutschland: Sabine Englert (1.-8., 31.-60.), Ilka Arndt (8.-30.); Kathrin Scholl (n.e.), Grit Jurack (5/2), Nina Wörz (5), Anne Müller (3), Anna Loerper, Mandy Hering (2), Laura Steinbach (2), Sabrina Neukamp, Silke Meier (4), Maren Baumbach (2), Steffi Melbeck (3), Anja Althaus (5), Angie Geschke (3), Nora Reiche (1)

Kroatien: Ana Krizanac, Barbara Stancin; Miranda Tatari (1), Ivanka Hrgovic, Ana Lovrak, Dijana Golubic (4), Marija Popovic (3), Tihana Saric (1), Anita Gace, Marijana Gotal (5), Maja Koznjak (2), Lidija Horvat (3), Svitlana Pasicnik (8), Ivana Jelcic, Kristina Franic (4), Nina Jukopila

Zuschauer: 420
Siebenmeter: 2/2 ; 0/0
Strafminuten: 6 / 2
Schiedsrichter: Gusseva / Vartanijan (Rußland)
Beste Spielerinnen: Wörz (1.Hz), Meier (2.Hz) - Pasicnik, Golubic

Vier-Nationen-Turnier in Riesa
Ergebnisse Freitag, 07.04.2006:
Rumänien - Spanien 24:21 (14:9)
Deutschland - Kroatien 35:31 (20:19)

Informationen unter: 07.04.2006 - Sandra Pleines und dpa / http://www.handball-welt.de


Nadine Krause 
Nadine Krause 
Nadine Krause muss auf Lehrgang und Vier-Länder-Turnier in Riesa verzichten
/ DHB / 02.04.2006

Ohne WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Foto) geht die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Montag in ihren nächsten Lehrgang. Die 24-jährige Leverkusenerin musste ihre Teilnahme aufgrund einer noch nicht überstandenen Sprunggelenksverletzung absagen. „Jetzt probieren wir die jungen Spielerinnen im linken Rückraum. Das ist ein völlig neues Mannschafts-Gesicht“, sagte Bundestrainer Armin Emrich, dem auch WM-Teilnehmerin Marielle Bohm fehlt. In den Fokus rücken nun die beiden 20-jährigen Laura Steinbach und Angie Geschke. Als Trainingsgast wird Svenja Spriestersbach (Rostock) an den Einheiten in Riesa teilnehmen.

Den Lehrgangstagen in Riesa folgt vom 7. bis zum 9. April ein hochkarätiges Vier-Länder-Turnier mit Spielen gegen Kroatien, Spanien und den Weltmeisterschafts-Zweiten Rumänien.

Quelle: www.dhb.de


 
Jerzy Cieplinski 
Jerzy Cieplinski ist neuer Trainer der polnischen Nationalmannschaft / H.J. / 28.03.2006

Nachfolger von Zygfryd Kuchta als Trainer der polnischen Nationalmannschaft der Frauen wird Jerzy Cieplinski. Die Entscheidung fiel gestern in Warschau.

Zur Zeit trainiert Cieplinski noch den polnischen Erstligisten Nata AZS AWFis Gdansk. Mit Nata AZS AWFis Gdansk wurde er 2003/2004 polnischer Meister und 2004/2005 polnischer Pokalsieger. 2004 und 2005 nahm Jerzy Cieplinski mit Nata Gdansk am Robert-Schumann-Turnier in Oldenburg teil. 2005 gewann er das Oldenburger Wunderhorn.

Seine Tätigkeit beim Nata Gdansk wird der 56-Jährige am Ende der Saison beenden. Bis dahin wird er sowohl als Vereins- als auch Nationaltrainer tätig sein. Seine Tätigkeit an der Sporthochschule in Danzig wird er auch als Nationaltrainer weiter fortsetzen. Kurzfristig ist sein Ziel die Qualifikation gegen Litauen für die Europameisterschaft in Schweden zu schaffen und zu den besten 10 Teams in Europa zu gehören.

Als Nationaltrainer der Frauen war Cieplinski bereits von 1994 bis 1999 aktiv. Seine größten Erfolge waren ein fünfter Platz bei der Europameisterschaft in den Niederlanden 1998 und ein achter Platz bei der Weltmeisterschaft 1997 in Deutschland.

Quelle: http://www.reczna.pl und http://www.sportowefakty.pl/


  Kathrin Scholl 
 Kathrin Scholl vom VfL gehört zum Aufgebot. 
Frauen-Nationalmannschaft: Aufgebot für das Vier-Länder-Turnier in Riesa wieder mit Grit Jurack / DHB / 24.03.2006

Beim ersten Lehrgang des Jahres hatte sie noch wegen drängender Aufgaben in Dänemark passen müssen, zum Vier-Länder-Turnier in Riesa kehrt sie jedoch in die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes zurück: Grit Jurack, die vor wenigen Tagen mit ihrem Verein Viborg HK das Halbfinale der Champions League erreicht hat. Die mit 206 Länderspielen derzeit erfahrenste Handballerin im Aufgebot von Bundestrainer Armin Emrich greift in den Spielen gegen Kroatien (7. April), Spanien (8. April) und den WM-Zweiten Rumänien (9. April) attackiert die Bestmarke von Katrin Mietzner, der mit 1095 Treffern besten deutschen Torjägerin – 24 Tore fehlen der Linkshänderin noch zum Rekord.

Torfrau Alexandra Gräfer (Trier) und Linksaußen Nadine Härdter (Dortmund) haben ihre Teilnahme verletzt absagen müssen. Weiter im Wartestand und damit im Blickfeld von Bundestrainer Armin Emrich befinden sich Marion Erfmann (Oldenburg) und Katja Langkeit (Leipzig).

Das Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen, 91 Länderspiele/2 Tore), Ilka Arndt (TSG Ketsch, 9/2), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 42/0)

Feld: Kathrin Scholl (VfL Oldenburg, 0/0), Grit Jurack (Viborg HK/DEN, 206/1071), Nina Wörz (HC Leipzig, 76/144), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 25/30), Nora Reiche (HC Leipzig, 27/49), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 19/26), Susanne Henze (Buxtehuder SV, 86/192), Mandy Hering (Frankfurter HC, 2/1), Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen, 90/321), Marielle Bohm (DJK/MJC Trier, 19/11), Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen, 33/57), Silke Meier (DJK/MJC Trier, 31/24), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier, 61/139), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV, 122/250), Anja Althaus (DJK/MJC Trier, 82/136), Angie Geschke (Frankfurter HC, 0/0)

Reserve: Katja Schülke (Frankfurter HC, 3/0), Laura Steinbach (DJK/MJC Trier, 0/0), Ulrike Stange (HC Leipzig, 5/11), Julia Jurack (Thüringer HC, 0/0)

Der Spielplan des Riesaer Vier-Nationen-Turniers im Überblick:

Freitag, 7. April:
18 Uhr: Rumänien – Spanien
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 8. April:
15 Uhr: Kroatien – Rumänien
17 Uhr: Deutschland – Spanien

Sonntag, 9. April:
13 Uhr: Spanien – Kroatien
15 Uhr: Deutschland – Rumänien

Vorverkauf:
Karten sind erhältlich über die Internetseite www.erdgasarena.de sowie die Tickethotline 01805/9984999 (12 cent/Minute) oder per E-Mail unter info@erdgasarena.de

Quelle: http://www.deutscherhandballbund.de


Weltklassehandball in der Sportstadt Riesa / DHB / 18.03.2006

Beim Vier-Nationen-Turnier misst sich Deutschlands Frauen-Nationalmannschaft an europäischen Spitzenteams

Von Freitag, dem 7. April bis Sonntag, den 9. April 2006, werden sich Kroatien, Spanien, Rumänien und Deutschland sechs spannende Spiele liefern. Das Vier-Nationen-Turnier im Frauenhandball in der WM-Sporthalle Riesa bildet ein erste Standortbestimmung auf dem Weg zur Europameisterschaft in Schweden. Vor allem aber ist es ein echter Treff der Weltspitze des Frauenhandballs.

An drei Turniertagen kann das sächsische Publikum wieder spannende Spiele und einige Handballraffinessen erwarten. Die WM-Halle wird dabei garantiert zur Stimmungshochburg, denn die Fans werden alles geben, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Bundestrainer Armin Emrich möchte sein Team mit vielen Testspielen auf die EURO 2006 vorbereiten. Immerhin will Deutschland den 5. Platz der letzten Weltmeisterschaft bestätigen. Dort hat sich das relativ junge Team viel internationalen Respekt erspielt. Diesen heißt es jetzt zu verteidigen.

Ab Montag, dem 3. April, weilt das deutsche Team in der Sportstadt und bereitet sich mit mehreren Trainingseinheiten auf das Turnierwochenende vor. Auch dieses Jahr sorgen die FVG Riesa sowie der DHB in Kooperation für eine professionelle Organisation und einen reibungslosen Ablauf. Auch ein Punkt, den Armin Emrich, neben den attraktiven Gegnern, so sehr an Riesa schätzt.

Der Spielplan des Riesaer Vier-Nationen-Turniers:

Freitag, 7. April:
18 Uhr: Rumänien – Spanien
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 8. April:
15 Uhr: Kroatien – Rumänien
17 Uhr: Deutschland – Spanien

Sonntag, 9. April:
13 Uhr: Spanien – Kroatien
15 Uhr: Deutschland - Rumänien

Eintrittspreise:
Tageskarte (2 Spiele): 11 Euro
Kombiticket - gesamtes Turnier: 25 Euro

Eintrittskarten sind an der Vorverkaufskasse der erdgas arena, Am Sportzentrum in Riesa, in allen Treffpunkten der Sächsischen Zeitung, beim Wochenkurier sowie bundesweit an allen CTS-Vorverkaufskassen erhältlich.

Quelle: Tim Oliver Kalle / http://www.deutscherhandballbund.de


Frauen-Nationalmannschaft: Riesaer Top-Turnier als erster Schritt auf dem Weg zur Europameisterschaft in Schweden / DHB / 16.02.2006

Zum mittlerweile vierten Mal startet die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes mit dem Riesaer Vier-Nationen-Turnier in ein neues Länderspiel-Jahr. In der sächsischen Sportstadt präsentiert sich dem Publikum in der WM-Halle vom 7. bis zum 9. April ein exquisites Teilnehmerfeld. Neben dem WM-Zehnten Kroatien und dem Olympia-Sechsten Spanien fordert vor allem der Weltmeisterschafts-Zweite Rumänien die Spielerinnen von Bundestrainer Armin Emrich heraus. Dessen junge Mannschaft erspielte sich bei der WM 2005 in St. Petersburg mit All-Star-Linkshänderin Grit Jurack und Top-Torjägerin Nadine Krause als Sechster internationalen Respekt.

„Dieses Top-Turnier ist für uns ein nicht nur wegen der attraktiven Gegner ein idealer Auftakt, denn Riesa bietet uns auch zur Vorbereitung ein perfektes Umfeld“, sagte der 54-jährige Emrich, der im März letzten Jahres just in Riesa seinen Einstand als Frauen-Bundestrainer gab. „Die Spiele gegen Kroatien, Spanien und Rumänien werden für uns die ersten Schritte auf dem Weg zur Europameisterschaft in Schweden sein.“

Für die EURO 06 (7. bis 17. Dezember) ist das DHB-Team als Fünfter der letzten EM bereits qualifiziert. Emrich wird seinen Kader vom 28. Februar bis zum 4. März in der Sportschule Grünberg (Hessen) zu einem ersten Lehrgang zusammenziehen. Auch dem Turnier in Riesa, für das der Vorverkauf bereits begonnen hat, gehen ab dem 3. April noch einige intensive Trainingstage voraus.

Der Spielplan des Riesaer Vier-Nationen-Turniers im Überblick:

Freitag, 7. April:
18 Uhr: Rumänien – Spanien
20 Uhr: Deutschland – Kroatien

Samstag, 8. April:
15 Uhr: Kroatien – Rumänien
17 Uhr: Deutschland – Spanien

Sonntag, 9. April:
13 Uhr: Spanien – Kroatien
15 Uhr: Deutschland – Rumänien

Vorverkauf: Karten sind erhältlich über die Internetseite www.erdgasarena.de sowie die Tickethotline 0 18 05 / 99 84 999 (12 cent/Minute) oder per E-Mail unter info@erdgasarena.de

Quelle: Tim Oliver Kalle / http://www.deutscherhandballbund.de


Erster Lehrgang der DHB-Frauen auf dem Weg zur EURO 06 in Grünberg / DHB / 10.02.2006

   Heike Schmidt und Armin Emrich  
  Armin Emrich und Heike Schmidt planen die EM-Vorbereitung   
Zwei Monate nach Platz sechs bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg nehmen die deutschen Frauen Fahrt auf für die EURO 06: In Grünberg versammelt Bundestrainer Armin Emrich sein Team vom 27. Februar bis zum 3. März zum ersten Lehrgang des neuen Länderspiel-Jahres. 19 Spielerinnen – darunter auch einige neue Gesichter – werden in der hessischen Sportschule die ersten Grundlagen für die EM in Schweden (7. bis 17. Dezember) schaffen.

Fehlen werden indes einige erfahrene Kräfte wie Linkshänderin Grit Jurack und die Buxtehuder Linksaußen Susanne Henze. „Grit muss in Dänemark mit Viborg HK eine englische Woche bestreiten, und was Susi kann, wissen wir nach ihrer tollen WM“, erklärt Emrich. „Beim Trainings-Lehrgang in Grünberg möchte ich vor allem die jüngeren Spielerinnen kennen lernen – die müssen sich zeigen.“

Trotz der anderweitigen Verpflichtungen von Grit Jurack taucht unter den Linkshänderinnen der Name Jurack auf: Julia Jurack (20) vom Bundesliga-Aufsteiger Thüringer HC hat ebenso eine Einladung erhalten wie Angie Geschke (Frankfurter HC/20) – beide zählten 2005 noch zum Kader der DHB-Juniorinnen. Nach überstandenen Knieproblemen erhält auch die Leipziger Linksaußen Katja Langkeit eine Chance im Kreis des A-Teams. Im Tor wird die beruflich verhinderte Leverkusenerin Clara Woltering von Ilka Arndt (TSG Ketsch) vertreten.
Die Oldenburgerin Marion Erfmann befindet sich nach langwierigen Knieproblemen wieder auf einem guten Weg und erhielt in der Liga bereits erste Einsatzzeiten – die Belastungen eines intensiven Lehrgangs kämen allerdings noch zu früh für die 25-jährige linke Rückraumspielerin.

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft für den Lehrgang in Grünberg:

Tor: Sabine Englert (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alexandra Gräfer (DJK/MJC Trier), Ilka Arndt (TSG Ketsch)

Linksaußen: Nadine Härdter (Borussia Dortmund), Silke Meier (DJK/MJC Trier), Katja Langkeit (HC Leipzig)

Rückraum links: Nadine Krause (TSV Bayer 04 Leverkusen), Marielle Bohm (DJK/MJC Trier), Angie Geschke (Frankfurter HC)

Rückraum Mitte: Nina Wörz (HC Leipzig), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maren Baumbach (DJK/MJC Trier)

Rückraum rechts: Nora Reiche (HC Leipzig), Julia Jurack (Thüringer HC)

Rechtsaußen: Sabrina Neukamp (TSV Bayer 04 Leverkusen), Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV)

Kreis: Anja Althaus (DJK/MJC Trier), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen), Kathrin Scholl (VfL Oldenburg)

Reserve: Katja Schülke (Frankfurter HC), Laura Steinbach (DJK/MJC Trier), Ulrike Stange (HC Leipzig), Svenja Huber (TSG Ketsch), Mandy Hering (Frankfurter HC)

Quelle: Tim Oliver Kalle / http://www.deutscherhandballbund.de


Kader verkleinern - Erfolg vergrößern / HandballWoche 04 / 24.01.2006

VfL Oldenburg: Trainer Leszek Krowicki plant großen Umbau im Team - Zehn Spielerverträge laufen aus.

Bei den Handballerinnen des VfL Oldenburg ist richtig Druck auf dem Kessel. Sportlich soll das Team in der Liga noch so viele Punkte wie möglich holen und im DHB-Pokal einen versöhnlichen Saisonabschluss herbeiführen. Personell steht das Team von Trainer Leszek Krowicki vor einem Jahr des Umbruchs. "Ja, wir planen einen größeren Umbau zum Saisonende", bestätigt Krowicki das intensive Bemühen des Vereins, die Mannschaft qualitativ zu verbessern. "Dazu werden wir den Kader verkleinern. Ich will in der kommenden Saison nur noch mit 14 Spielerinnen arbeiten."

Die Vertragssituation beim VfL spielt dem ehrgeizigen Krowicki dabei in die Karten. Gleich zehn Verträge laufen beim VfL am Saisonende aus. Krowicki: "Anders als vor der jetzigen Saison will ich die Gelegenheit nutzen, die Mannschaft nach meinen Vorstellungen zusammenzustellen", betont der Pole und gibt zu: "Mit dem jetzigen Abschneiden bin ich nicht zufrieden. Ich will in Oldenburg mehr erreichen." Neue Gesichter und ein neues, höheres sportliches Niveau sollen zukünftig dafür sorgen, die Ränge in der schmucken EWE-Arena besser zu füllen.

Unterstützung bei seinen Umbauplänen hat Krowicki mittlerweile auch durch den VfL-Präsi-denten Günther Bredehorn erfahren. "Auch wenn die gute Talentförderung im Verein seit Jahren ihre Früchte trägt, so benötigt die Mannschaft auch Spielerinnen mit internationalem Niveau, um unsere hohe Zielsetzung verwirklichen zu können", ließ Bredehom die Sponsoren beim Neujahrsempfang mit über 100 geladenen Gästen wissen. Und ihr Wortführer Dr. Werner Brinker (EWE AG) signalisierte jedenfalls schon Hilfe zu. "Werden Sie spitze in Deutschland", rief er den Frauen zu. "Unsere Unterstützung ist Ihnen gewiss beim Durchschreiten des Weges nach oben."

Für Krowicki ist jetzt schnelles Handeln angesagt. "Wir müssen die Personalfragen so schnell wie möglich klären. Die Konkurrenz schläft nicht," weiß der Coach. Mindestens zwei neue Spielerinnen will er in die erste Sieben einbauen. Mit drei Spielerinnen fuhrt er nach eigenen Aussagen derzeit aussichtsreiche Gespräche. "Namen kann ich nicht nennen, aber es ist auch kein Geheimnis, dass wir eine neue Rückraumreihe suchen." Beim VfL laufen die Verträge der Rückraumspielerinnen Alex Hansel, Marion Erfmann, Lucia Tobiasova, Alena Vojtiskova, Jana Oborilova und Diane Lamein aus. Dazu enden die Kontrakte von Torfrau Heike Zornow, Kreisläuferin Kathrin Scholl sowie der Spielerinnen Olesija Heinowski (vormals Nürnberg) und Nina Hess. Bezüglich geplanter Verrragsverlängerungen gibt sich Krowicki bedeckt. Mit einer Ausnahme: "Heike Zornow darf selbst entscheiden, ob sie weiter für uns spielt. Sie hat sich große Verdienste um den Verein erworben. Das habe ich ihr auch gesagt", erläuterte der VfL-Coach. Aber auch Larnein, Oborilova und Spielführerin Scholl dürften bei Leszek Krowicki gute Karten haben.

Einen Sonderfall stellt sicher Olesija Heinowski dar. Die 25-Jährige sieht Mutterfreuden entgegen und setzt ab sofort mit dem Leistungssport aus. "Das ist eine tolle Sache", so Krowicki, "jetzt müssen wir erst einmal abwarten, wie sich alles weiter entwickelt."
Die Außenspielerinnen zählte bislang zu den Leistungsträgerinnen beim VfL, ihren Ausfall sollen vorerst Nina Hess und Sarah Everding kompensieren.

Quelle: Otto-Ulrich Bals / HandballWoche 04 / 24.01.2006