Mit dem OHV Aurich II trifft der TvdH Oldenburg nicht nur erstmals in dieser Saison auf einen ungewohnten Gegner, sondern dazu findet das Spiel am Sonntagnachmittag (15.00 Uhr) auch noch zur ungewohnten Zeit statt. Eine Ausrede soll beides laut Trainer Lukas Brötje aber nicht sein. Vielmehr hat er konkrete Erwartungen.

Nicht blenden lassen
Anders als der TvdH, der dank zweier Siege aus zwei Spielen den zweiten Platz der Oberliga Nordsee belegt, ist Aurich eher holprig in die Saison gestartet. Der Aufsteiger (1:3 Punkte) unterlag dabei allerdings erwartungsgemäß dem Top-Team TV Cloppenburg. Vor dieser klaren 21:38-Niederlage hatte der OHV immerhin ein respektables 28:28-Unentschieden gegen den stark eingeschätzten TuS Haren eingefahren.

Nachlegen
Diesen wiederum hat der TvdH zuletzt mit 34:28 geschlagen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir gut gestartet sind“, blickt Brötje lobend auf den Saisonstart zurück. „Aber das bringt uns alles nichts, wenn wir nicht nachlegen. Wir müssen weiter Gas geben, fokussiert bleiben und brauchen die zwei Punkte gegen den Aufsteiger unbedingt. Das ist eine Pflichtsache, die wir annehmen müssen und zu der wir mental bereit sein müssen.“

Nicht unterschätzen
Denn auf die leichte Schippe zu nehmen sind die Auricher auch als vermeintlich kleiner Aufsteiger definitiv nicht. „Das ist ein junges Team, wahrscheinlich wieder aufgefüllt mit ein bis zwei Spielern aus der in der 3. Liga spielenden ersten Herren“, schildert Brötje und ergänzt: „Sie haben vor allem individuell starke Spieler, die sehr viel Tempo gehen und viel laufen.“ Angesichts des auch immer besser funktionierenden Oldenburger Tempospiels könnte es also eine rasante Partie werden.

Anpassen
Was sein Team da auf die Platte zu bringen hat, um erneut zwei Punkte einzufahren, ist für Brötje klar: „Wir müssen auf jeden Fall wachsam sein und unsere Abwehr auf ihr Spiel anpassen.“ Anpassen müssen sich die Oldenburger auch auf die etwas ungewöhnliche Spielzeit am Sonntag. „Wir werden am Samstag trainieren, damit wir im Rhythmus bleiben und haben den Trainingsalltag angepasst“, verrät Brötje und betont: „Das sollte kein Problem sein. Da müssen sich die Jungs nunmal drauf einstellen.“
Freuen würden sich „die Jungs“ natürlich über zahlreiche Unterstützung in der Sporthalle Ellernfeld. Mit dem entsprechenden Rückenwind der eigenen Fans soll das Spiel gegen den bisher ungewohnten Gegner zu ungewohnter Zeit schließlich zum bisher gewohnten Ergebnis führen: Zwei Punkte für den TvdH.