News2022-05-15T21:49:33+02:00

Handball-Oberligist TvdH Oldenburg hat auswärts ein Unentschieden erreicht. Trainer Warnecke war damit zufrieden – irgendwie aber auch nicht.

Die Oberliga-Handballer vom TvdH Oldenburg haben beim 26:26 bei den Hunte-Aue Löwen in Diepholz erstmals in dieser Saison unentschieden gespielt. Trainer Ivo Warnecke sprach nach einer über die komplette Spielzeit engen Partie einerseits von einem „verlorenen“, andererseits von einem „gewonnenen Punkt“.

Im ersten Durchgang führte zumeist der TvdH, der sich jedoch nur einmal, beim Stand von 6:3, mit drei Toren absetzen konnte (10:38 Minuten). Die Hunte-Aue Löwen gingen vor der Halbzeit einzig beim 9:8 durch Marko Pernar in Führung. Den Oberliga-Top-Torschützen (138 Tore) bekamen die Oldenburger insgesamt nicht in den Griff: „Wir wollten gegen ihn immer die Überzahl in der Deckung herstellen. Und das ist uns nicht gelungen“, kritisierte Warnecke aufgrund von Pernars acht erzielten Toren. Trotzdem stand zur Halbzeit eine knappe 13:12-Führung aus Oldenburger Sicht.

Auch im zweiten Durchgang führte der Gast aus Oldenburg einzig beim 15:12 mit drei Toren (33:30). Die Löwen brachten im Gegensatz zur ersten Halbzeit zwei Führungen zustande, jeweils in doppelter Überzahl ein 16:15 (37:22) und ein 25:24 (57:16).

Der TvdH drehte das Ergebnis 25 Sekunden vor Schluss noch zu seinen Gunsten zu einer 26:25-Führung. Den Schlusspunkt setzten aber die Gastgeber durch Jan Linne, der Sekunden vor dem Ende nach einem Pfostentreffer den Abpraller zum 26:26 verwertete. „Da müssen wir uns mit allem, was wir haben, auf den Ball werfen“, kritisierte Warnecke.

Im Anschluss hätte der TvdH bei leerem Tor der Gastgeber einen weiteren Angriff starten können. Der Schiedsrichter pfiff aber den Vorteil nach einem vermeintlichen Foul an einem Oldenburger ab. „Am Ende ist es eine etwas unglückliche Schiedsrichterentscheidung, zu der es aber gar nicht kommen kann, wenn wir es vorher cleverer lösen“, hielt Warnecke fest. Der Trainer monierte, den eigenen Angriff vor dem Ausgleich zu schnell abgeschlossen zu haben: „Dadurch geben wir den Hunte-Aue Löwen nochmal die Chance.“ Nach „zu vielen Zwei-Minute-Strafen“ und der doppelten Unterzahl kurz vor Schluss sprach Warnecke von einem „gewonnenen Punkt“, ärgerte sich aber: „Wegen der letzten Szenen und weil wir viel geführt haben, ist es auch ein verlorener Punkt.“

Bester Werfer der Oldenburger war mit acht Treffern Aljoscha Mick, der nach seinem Abitur im Sommer eine längere Auslandsreise anstrebt. Für dessen voraussichtlichen Abgang hat der TvdH deshalb zur neuen Saison in Adam Pal Verstärkung geholt. Der Ungar spielt wie Mick im rechten Rückraum und kommt mit Drittliga-Erfahrung vom TV Cloppenburg. „Wir sind jetzt froh, dass wir einen möglichen Verlust mit dem Neuzugang Adam Pal ausgleichen können“, sagte der Sportliche Leiter Ralf Hafemann.

Schon an diesem Mittwoch (20 Uhr, Brandsweg) kann der TvdH wieder zwei Punkte einfahren. Der Tabellenvierte empfängt dann den Neunten HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Dabei muss Warnecke seinen Innenblock wohl erneut umstellen. Joost Sanders wird aus privaten Gründen fehlen. Niclas Hafemann wird an diesem Dienstag wieder ins Training einsteigen, aber „wahrscheinlich noch nicht spielen können“, so Warnecke.

Quelle: NWZ-Online
1. Mai 2022|

TvdH reagiert zur nächsten Saison auf möglichen Verlust im Rückraum

Da die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Aljoscha Mick nach seinem Abitur im Sommer eine längere Auslandsreise antreten wird, haben die Verantwortlichen des TvdH auf dessen möglichen längerfristigen Ausfall in der nächsten Saison schon einmal reagiert.
Vom TV Cloppenburg wird Adam Pal zum Team stoßen und die mögliche Lücke auf der Rückraumrechtenposition schließen.
„Aljoscha hat immer mit offenen Karten gespielt und uns frühzeitig über seine Pläne informiert. Ob er seine Pläne umsetzen kann, ist aber derzeit wegen der Corona – Pandemie noch nicht vollends gesichert. Sollten seine Pläne scheitern, werden wir den Weg gemeinsam weiter gehen, wollten aber auch für einen möglichen Verlust gewappnet sein“, teilte der Sportliche Leiter Ralf Hafemann mit.
„Es fängt für Aljoscha ein neuer Lebensabschnitt an und wir haben vollstes Verständnis für seine Pläne, würden den Verlust aber sehr bedauern. Sollte Aljoscha seine Pläne realisieren können, werden wir nach seiner Rückkehr gemeinsam schauen, wie seine beruflichen Pläne aussehen und wie wir dann die weitere Zusammenarbeit fortführen können.“
„Wir sind jetzt froh, dass wir einen möglichen Verlust mit dem Neuzugang Adam Pal ausgleichen können. Adam hatte Anfang des Jahres den Kontakt zu uns gesucht, weil er sich nach 2 Jahren in Cloppenburg verändern wollte“, so der Sportliche Leiter Ralf Hafemann.
„Er hatte Anfang des Jahres mehrmals am Training teilgenommen, aber zu diesem Zeitpunkt konnten wir ihm noch keine Zusage geben. In der folgenden Zeit ist der Kontakt zu Adam aber nicht abgebrochen und als sich jetzt langsam herauskristallisierte, dass Aljoscha uns möglicherweise für eine längere Zeit nicht zur Verfügung stehen wird, haben wir den Kontakt nochmal intensiviert und konnten uns jetzt mit ihm auf einen Vertrag einigen.“
Der 26-jährige gebürtige Ungar ist durch sein Engagement beim TV Cloppenburg hier in der Umgebung sesshaft geworden. Er wollte in der Region unbedingt weiter Handball spielen und fand den Weg des TvdH spannend, deswegen nahm er Kontakt zu uns auf. In den damaligen Trainingseinheiten fühlte sich gleich gut aufgenommen, so dass sich die Verantwortlichen jetzt mit ihm schnell geworden sind.
Vor seinem Engagement in Cloppenburg hat Adam Pal in Ungarn in der 2. Liga und in Deutschland in der 3. Liga schon viel Erfahrung sammeln können.
„Wir freuen uns, dass Adam den Weg zu uns gefunden hat, er wird die mögliche Lücke von Aljoscha schließen und dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen können“, sind sich die Verantwortlichen einig.
1. Mai 2022|

Gegner steht mit dem Rücken zur Wand…

 

 

 

 

Am Freitagabend steht in Barnstorf unser nächstes Punktspiel an. Dabei wird unsere Mannschaft mit dem Team der HSG Hunte Aue Löwen auf einen Gegner treffen, der auf jeden Punkt angewiesen ist.

Da bei dem derzeitigen Stand in der Abstiegsrunde der 3.Liga davon ausgegangen werden kann, dass es mehrere Absteiger in unsere Oberliga geben wird, werden auch drei Mannschaften aus der Oberliga absteigen müssen. Derzeit haben die Hunte Aue Löwen 4 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Sie haben aber auch schon 2 bzw. 3 Spiele mehr in dieser Saison absolviert als ihre direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Deshalb ist davon auszugehen, dass unserer Mannschaft ein hochmotivierter Gegner gegenüberstehen wird. Das sie fähig sind, auch Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte zu schlagen, haben sie in dieser Saison schon bewiesen.

Spielbestimmend in der Mannschaft der Hunte Aue Löwen ist ihr Mittelmann Pernar, der auch ihr Haupttorschütze ist. Dazu gesellen sich die beiden Außen Abram und Heemann, aber auch ihr Rückraumrechte Linne ist nicht zu unterschätzen.

Für unser Team wird es weiter darum gehen, von Spiel zu Spiel zu schauen. Entscheidend ist dabei die Personaldecke, die zur Verfügung stehen wird. Inwiefern schon Spieler aus der Quarantäne zurückkehren ist derzeit nicht absehbar. Da wird sich in den Tagen bis zum Spiel entscheiden.

Wichtig wird sein, unseren Neuzugang Niels Hansen über das Training weiter ins Spiel zu integrieren, auch um Wechselmöglichkeiten zu schaffen.

Im letzten Spiel zeigte Niels schon gute Ansätze, so dass er definitiv schon als eine Alternative für die Abwehr anzusehen ist.

Auch im Angriff wird sich das Zusammenspiel mit jeder Trainingseinheit verbessern, so dass er sich zum Saisonendspurt als gute Alternative für unser Team entwickelt wird.

Derzeit hat sich der HVN mal wieder neue Gedanken zu den Corona – Regelungen gemacht. Ab dieser Woche können nur noch Spiele verlegt werden, wenn mindestens 6 (in Worten sechs) Spieler an Corona erkrankt sind. Dieses Umdenken des HVN wird jetzt in der entscheidenden Phase der Saison doch die ein oder andere Rolle spielen, dabei könnte der Meisterschaftskampf wie auch der Abstiegskampf entscheidend beeinflusst und der sportliche Wert einer Saison doch in Frage gestellt werden.

27. April 2022|

TvdH Oldenburg beendet trotz Sorgen nervige Serie

Der TvdH Oldenburg hat durch einen 23:21-Heimsieg gegen den SV Beckdorf erstmals seit November 2021 wieder zwei Oberliga-Spiele am Stück gewonnen und damit endlich den Sprung aus der Achterbahn geschafft. Der spielende Co-Trainer Bela Rußler zeigte sich trotz einzelner Schwächephasen zufrieden und freute sich für zwei Debütanten.

Starke Teamleistung

Nach ausgeglichenem Start und einem 3:3 (6. Minute) drehten die Oldenburger auf und zogen bis zur Halbzeit auf 13:7 davon. Zu Beginn von Hälfte zwei machte es der Tabellenvierte (24:10 Punkte) sogar noch deutlicher und erspielte sich rasch ein 18:9 (38.). „Wir haben eine super bewegliche Abwehr gestellt und es geschafft, Michael Williams im Großen und Ganzen zu neutralisieren“, erklärt Rußler mit Blick auf Beckdorfs Leistungsträger und freut sich bei allen personellen Ausfällen vor allem über die Teamleistung: „Wir haben es geschafft, füreinander zu arbeiten.“

Starker Sanders

Während zahlreiche Spieler verletzt oder erkrankt fehlten, war es ein gelungener Einstand für die Nachverpflichtung Niels Hansen (Rußler: „Er hat hinten nochmal ein bisschen Stabilität reingebracht und wird uns in Zukunft im Rückraum entlasten können.“) und A-Jugend-Keeper Derk Akkermann („Er konnte sich durch ein paar Paraden auszeichnen.“). Überragender Mann war wie vor der dreiwöchigen Osterpause beim 27:24 in Rotenburg aber Joost Sanders. Der Rückraumspieler war bis zum 18:9 für elf Treffer verantwortlich, kam am Ende auf insgesamt zwölf Tore und durfte sich später ein Lob von Rußler abholen: „Er ist ein Riesen-Kerl, der viele Möglichkeiten mitbringt. In den letzten beiden Spielen hat er gezeigt, was er kann.“

Typische Schwächen

In der Folge blieb der TvdH ganze sechs Minuten ohne Tor und der Tabellenachte aus Beckdorf (16:18 Punkte) kam auf 18:14 heran (44.). In der Schlussphase wurde es beim Stand von 21:19 (52:53) sogar noch enger. „Das zieht sich durch diese Saison, dass wir immer mal wieder Phasen haben, in denen wir den Faden verlieren und der Gegner auch die Abwehrformation ändert. Bisher gelingt es uns nicht im Spiel, den Schalter umzulegen“, analysiert Rußler die bekannte TvdH-Problematik. Als allzu große Kritik möchte er das jedoch nicht verstanden wissen: „Mit Sicherheit trägt die personelle Lage auch ein bisschen dazu bei. Dafür haben wir uns ziemlich achtbar aus der Affäre gezogen.“

Hoffen auf Schwächen

In der entscheidenden Phase kassierte der TvdH schließlich über fünf Minuten keinen Treffer mehr und kam zu einer 23:19-Führung (57.). Beckdorf gelangen noch zwei Tore in der letzten Minute, am Heimsieg der Oldenburger, die im Kampf um die Spitze weiter auf Patzer von SG VTB/Altjührden (27:7), HSG Delmenhorst (27:9) und HSG Nienburg (25:7) hoffen müssen, änderte das aber nichts. „Man hätte es deutlicher gestalten können oder sogar müssen“, bilanziert Rußler: „Letztlich sind wir zufrieden, dass endlich wieder der zweite Sieg in Folge da ist. Darauf wollen wir aufbauen.“

Quelle: NWZ-Online

25. April 2022|

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